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10 Fragen an Adrian Föder und Marc Bloksma von Wishbase

Diese Woche haben wir unsere 10 Fragen an Adrian Föder und Marc Bloksma von Wishbase gestellt, einem jungen Unternehmen aus dem Remstal.
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Wer seid ihr und welches Produkt bietet ihr an?

Wir sind wishbase, eine junge, ambitionierte Firma, die das Schenken perfektionieren möchte. Unsere Online-Plattform bietet das Crowdfunding an, womit der Benutzer weltweit Geld für seine Wünsche, Vorhaben und Ziele, die er bei wishbase einstellt, sammeln kann.

Seit wann gibt es euch als Unternehmen?

Das Unternehmen gibt es seit August 2011, bis wir dann letztlich am 09.09.2013 online gegangen sind.

wishbase logo

Wie seid ihr auf die Gründungsidee gekommen?

Wir haben einfach beobachtet, wie unter Freunden, in der Familie und auch im Büro immer wieder Aufwand betrieben wurde, ein Geschenk zu überlegen, Geld mit dem sprichwörtlichen Hut zu sammeln, ggf. noch anderen Leuten, die ihre Beteiligung zugesagt haben, hinterherzulaufen; jemanden zu finden, der das Geschenk ordentlich beschafft, und weitere typische Probleme. Dies wollten wir hürdenfrei machen und ein vernünftiges Werkzeug zur Verfügung stellen, das diese Probleme aus dem Weg schafft.

Was habt ihr vorher gemacht und wie habt ihr als Team zueinander gefunden?

Adrian hat bereits Ende der 90er Jahre seine Leidenschaft in der Software- und Web-Entwicklung gefunden, die bis heute unvermindert anhält und sich natürlich in der Berufswahl niedergeschlagen hat. Marc hat mit seiner Affinität für Zahlen und Märkte ein Studium der Betriebswirtschaftslehre in Frankfurt abgeschlossen. Während und nach dem Studium konnte er in der Frankfurter und Londoner Bankenwelt wichtige Erfahrungen sammeln.
Wir kennen uns seit Schultagen und wussten genau, dass wir das ideale Team bilden würden.

Was waren bei der Gründung von Wishbase die größten Herausforderungen?

Die Namensfindung war der erste wichtige Aufhänger für unser Projekt. Einen sinnvollen Domainnamen zu finden und zu registrieren ist zunehmend schwierig geworden.

Technisch haben wir den Schritt gewagt, ohne unmittelbare Erfahrung auf das brandneue Open-Source PHP-Framework TYPO3 Flow zu setzen, welches eine Neuentwicklung aus der Community des bekannten TYPO3 CMS ist. Adrian hatte bereits seit vielen Jahren seinen Lebensunterhalt mit dem TYPO3 CMS bestritten und daher intuitiv auf die Eignung von TYPO3 Flow gesetzt, was sich in jeder Hinsicht als ideale Entscheidung herausgestellt hat. Die Herausforderung bestand darin, sich auf ein Framework einzulassen, das Paradigmen und Technologien aus der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts verwendet. In der PHP-Welt ist gerade diese Modernität keine Selbstverständlichkeit.

Im weiteren Verlauf hat sich herausgestellt, dass ein soziales Netzwerk in der Ausgestaltung der Geschäftsbedingungen und Datenschutzbestimmungen vielen Standards genügen muss, die von den Internetnutzern heutzutage als gegeben betrachtet werden.

Die Anwendungslogik und die Vertragsgestaltung in beide Richtungen in ständigem Abgleich zu halten, war eine weitere unterschätzte Aufgabe.

screenshot wishbase

Warum habt ihr euch für die Region Stuttgart als Standort entschieden und nicht wie viele andere Startups für Berlin?

Frei heraus gesagt: die Heimat-Verbundenheit! Wir sind beide in der Region Stuttgart aufgewachsen und leben dort, es gefällt uns und wir stehen dazu.

Was möchtet ihr Gründern speziell als Tipp mitgeben, wenn sie in Stuttgart (und der Region) gründen möchten?

Die Innenstadt Stuttgarts ist nicht gerade für preiswerte Räumlichkeiten bekannt. Für Startups können daher Bürogemeinschaften eine Alternative sein. Unterhaltskosten sparen lassen sich natürlich auch, wenn man seinen Unternehmenssitz vor den Toren Stuttgarts wählt. Das S-Bahn Netz ist gut und sollte im Sinne der Mitarbeiter-Attraktivität Berücksichtigung finden.

Angenommen ihr hättet die Chance einen Tag lang Bürgermeister von Stuttgart zu sein, was würdet ihr verändern?

Wir würden versuchen, zu ermöglichen, kostenfrei Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen, die für Open-Source-Projekte genutzt werden können. Das wären zum Beispiel Code-Sprints, User-Group-Treffen und so weiter. Auch die Barriere, an solche Räumlichkeiten zu gelangen, sollte niedrig sein und wir würden versuchen, auf Vertrauen zu setzen.

Mit wem würdet ihr gerne einmal Essen gehen und warum?

Wir sind indifferent zwischen Richard Branson und John McAfee. Beide sind fraglos erfolgreich, spielen aber vortrefflich mit Political Incorrectness und stellen daher ein herrliches Gegenstück zum klassischen Bild der biederen Unternehmer dar.

Wo seht ihr Wishbase heute in fünf Jahren?

wishbase soll eine intelligente Synthese aus Internethandel und -bezahlung sowie sozialem Netzwerken und -Einkaufen ermöglichen. Durch ein weltweit stark geprägtes Wachstum in diesen Bereichen und einer schnell skalierbaren Plattform eröffnen sich viele Chancen.

In den nächsten Jahren möchten wir insbesondere Gruppen als zusätzlichen Benutzerkreis für Wünsche, aber auch Händler auf unserer Plattform begrüßen und somit für jedwede Belange des Geldsammelns der Anbieter der Wahl zu sein. Bürgerinitiativen, Stiftungen, Vereine, und Gemeinden oder Kommunen können ihr Vorhaben über wishbase kommunizieren, umsetzen und erreichen, ohne dafür möglicherweise sogar Eigenentwicklungen bemühen zu müssen. Ein Spendenaufruf wird damit nur einen Mausklick entfernt – für die Infrastruktur sorgt wishbase!

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg weiterhin!

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