Netzwerken auf der Networkingtagung in Bad Boll, 13.04.2013

Die evangelische Akademie in Bad Boll lädt am Samstag, den 13. April 2013 zu einer Tagung über das Netzwerken. Als Referenten sind, neben alt bekannten Stuttgarter Größen wie Carsten Ulbricht, auch Vertreter von traditionellen Netzwerkorganisationen wie dem Lions Club oder den Wirtschaftsjunioren vor Ort. Wir werden auch teilnehmen und die Gründercommunity vertreten.

Das sagt der Veranstalter:

In Bad Boll haben Sie die Gelegenheit, sich selbst und Ihr Netzwerk anderen vorzustellen, und Sie lernen andere etablierte Netzwerke kennen. Diskutieren Sie mit uns, was beim Netzwerken im Vordergrund steht.

  • Sind es die Förderung der Karriere und der wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens, oder geht es beim Networking um Menschliches wie die Förderung der eigenen Persönlichkeit und der Austausch mit Andersdenkenden und Gleichgesinnten?
  • Welche Rolle spielen die Neuen Medien beim Netzwerken? Lohnen sich Twitter, Facebook und Xing? Sollte ich sie zur persönlichen Vernetzung einsetzen, oder sind das Marketinginstrumente? Brauche ich sie, und falls ja, was kostet mich das an Zeit und Geld?
  • Sind exklusive Frauen- und Männernetzwerke heute noch zeitgemäß, oder sind sie gerade heute zeitgemäß und sinnvoll?

Das vollständige Programm findet ihr auf der Seite des Veranstalters.

Beginn: 10 Uhr
Ende: Open End nach dem Dinner
Preis: 49,- Euro (Studenten zahlen 25,- Euro)

Anmelden könnt ihr euch hier.

1. Mobile Business Club Stuttgart am 23.04.2013

Am 23. April 2013 findet der erste Mobile Business Club Stuttgart statt. Die Einladung zum Event und die Information zu den Tickets findet ihr im Folgenden:

„Für Marketing- und Unternehmensverantwortliche wird die zweite Hälfte des 21. Jahrhunderts große Veränderungen mit sich bringen. Mit gut 53% jährlichem Wachstum im Bereich der Nutzung von Smartphones und Tablets explodiert der Mobile Markt in Deutschland und weltweit nahezu!

Als Marketing- und Unternehmensverantwortliche sollten wir uns daher fragen, wie kommunizieren und interagieren wir mit solchen komplett mobilen Kunden? Wie tun wir das heute schon? Was könnten und ggf. müssen wir dazu verändern? Haben oder entwickeln wir eine skalierbare Mobile Strategie für unser Unternehmen? Haben wir einen Plan, wie wir diese Anforderung an uns dann umsetzen?

Der Mobile Business Club hat die Aufgabe, Ihnen hierbei Unterstützung und Impulse zu geben. In Form einer virtuellen Community von Marketing- und Unternehmensverantwortlichen mit Fokus auf Mobile Marketing und mobile Businesslösungen, ergänzt um Branchenexperten. Diese wird in regionalen Chaptern in den wichtigsten Metropolregionen Deutschlands mit Veranstaltungen ergänzt, um Themen nachhaltiger zu präsentieren und die virtuelle Vernetzung in die reelle Welt zu überführen.

An unserer Erstveranstaltung in Stuttgart am 23. April 2013 im Fraunhofer Zentrum (Nobelstraße 12, 70569 Stuttgart) erwartet Sie folgendes Programm:

„Mobiles Bezahlen und Mobile Commerce – Quo vadis?“
Stefan Reinhardt, VP International Sales, Deutsche Telekom

„Trends und Facts vom Mobile World Congress 2013 in Barcelona“ (Kurzvortrag)
Andreas Vollmer, GF, appealing GmbH, Stuttgart

„Mobile Content – wie wichtig ist er, und wie komm ich zu ihm?“
Steffen Konrath, GF, Liquid Newsroom

Zielstellung unseres Mobile Business Club ist die Information von Unternehmsentscheidern. Um diesen auch genügend Raum in der Veranstaltung zu geben sind die Tickets (zu erwerben hier) entsprechend quotiert und ausgewiesen. Da wir aber natürlich auch gern die Anbieter und Consultants aus dem Bereich Mobile bei uns haben wollen, wurde das Ticket für diese Zielgruppe aufgewertet durch eine spezielle Marketingmaßnahme, welches die anwesenden Unternehmen entsprechend dem Publikum vorstellt.

Wir freuen uns auf Sie, Ihre Fragen und Anforderungen an uns.

Ihr Orgateam des
Mobile Business Club Stuttgart“

Was wir vom Silicon Valley lernen können

Seit mehr als einer Woche bin ich nun im Silicon Valley und bin begeistert von der Aufbruchsstimmung, der Offenheit der Leute und der Qualität der Ideen, die hier umgesetzt werden. Zwar habe ich bisher nur einen Bruchteil von dem gesehen, was hier passiert, aber konnte ich schon einiges mitnehmen und lernen. Die Startups bzw. Unternehmen arbeiten hier insgesamt auf einem Niveau, von welchem wir in Deutschland meistens noch sehr weit entfernt sind (natürlich gibt es Ausnahmen!). Die Geburts- und Brutstätte von Google und Apple aber auch von Uber, Survey Monkey und Eventbrite bietet dafür auch das perfekte Pflaster: Kreative und angenehme Arbeitsumgebung, die „Think Big“-Mentalität der USA gepaart mit verrückt anmutenden Ideen, technologische Innovationen werden mit offenen Armen empfangen und die Absolventen von Stanford, Berkeley und Co. können ihr Wissen direkt in der Praxis umsetzen. Deshalb verwundert es auch nicht, dass es nach Anfängen in Europa auch viele Startups wie z.B. Zendesk und Poikos ins Valley gezogen hat.

Welcome SFO

Im Silicon Valley sagt niemand „Das braucht doch keiner“ oder „Das hatten wir schon mal, hat nicht funktioniert.“ Jeder bekommt den nötigen Respekt und die Möglichkeit, seine Idee zu verwirklichen und potenziellen Kunden vorzustellen. Außerdem hat man hier den nötigen Zugang zu Risikokapitalgebern, Accelerator-Programmen (z.B. 500 Startups, Y Combinator, blackbox etc.) und hoch qualifizierten Mitarbeitern (nicht nur Entwicklern). Die Unternehmer haben generell aus der Dotcom-Blase gelernt, auch wenn der Hype an manchen Stellen schon wieder zuviel des Guten erscheint. Jeder weiß hier, dass durchschnittlich nur ca. 20% der Startups den Sprung in die Profitabilität schaffen. Umso mehr strengen sich alle an, dass sie zu eben jenem Teil gehören und erfolgreich sind.

Im Vergleich dazu erscheint mir Deutschland immer noch sehr konservativ, auch wenn sich in den letzten Jahren viel zum Positiven verändert hat. Wir haben in Deutschland die Angestelltenmentalität viel zu sehr verinnerlicht. Relativ sichere Arbeitsplätze in Großkonzernen waren dabei ein wichtiger Faktor, aber auch die Einstellung, dass man bitte nicht zu optimistisch an Gründungen herangehen sollte, sondern lieber auf Nummer sicher geht und tiefstapelt.

Wir brauchen in Deutschland ein Umfeld, welches neue und anscheinend verrückte Ideen fördert und nicht nur belächelt. Wir brauchen den ehrlichen Willen der Regierung, die Startup-Szene und die damit verbundenen Rahmenbedingungen zu verbessern und nicht nur oberflächliches Interesse während des Wahljahres. Wir brauchen Leute, die Lust haben, in einem risikohaften Umfeld zu arbeiten und nicht nur als Angestellte im Großkonzern den Rest ihres Arbeitslebens verbringen möchten. Wir brauchen mehr innovative Ideen und weniger Copycats. Wir brauchen die Community, die sich standortübergreifend unterstützt und nicht voller Neid aufeinander schaut. Wir brauchen eine offene Feedback-Kultur und keine Entwicklungen im stillen Kämmerlein.

Macht mit und treibt mit vereinten Kräften die Entwicklung der Gründerszene in Stuttgart, dem Neckar Valley und allgemein in Deutschland voran!

„Zukunft Erfolgreich Unternehmen“ – Elevator Pitch Training der WJ Esslingen am 27. April 2013

Die Wirtschaftsjunioren Esslingen veranstalten am 27. April 2013 ein Elevator Pitch Training zu dem auch Nicht-Mitglieder herzlich eingeladen sind. Angesichts der erschreckend hohen Anzahl an schlechten Pitches, die ich in der letzten Zeit gesehen habe, eine richtig gute Sache! Wer also das Gefühl hat, in seinem Pitch noch das ein oder andere verbessern zu können, nichts wie hin!

 

Aus dem Einladungstext des Veranstalters:

Für viele von uns gehört die Präsentation des eigenen Unternehmens, die Vorstellung unserer Produkte und der eigenen Person zum Berufsalltag. Ob Kundentermin oder Smalltalk in lockerer Runde, das Unternehmen und die Produkte müssen in unterschiedlichem Umfang erläutert werden. Dabei zählt die kompakte und verständliche Beschreibung ebenso wie Art und Weise der persönlichen Darstellung.

Doch wie leiten wir für unsere Zielgruppe(n) die entsprechende Werbebotschaft ab? Und wie fassen wir sie in einen prägnanten Elevator Pitch von maximal 90 Sekunden, der seinen Namen daher bezieht, dass er Wesentliches schon während einer kurzen Fahrt im Aufzug vermitteln kann?

Wir vertiefen dieses für junge Unternehmer ständig aktuelle Thema im Rahmen der schon bestehenden Veranstaltungsreihe „Zukunft Erfolgreich Unternehmen“. 

Am Samstag, 27. April 2013 wird Elke-Maria Rosenbusch, Inhaberin von Rosenbusch Kommunikation für Menschen & Unternehmen und Kommunikationsexpertin aus Stuttgart mit uns den jeweiligen persönlichen Elevator Pitch entwickeln und so die Präsentation unseres Unternehmens, unserer Produkte und der eigenen Person auf den Punkt bringen.

Details zur Veranstaltung

Wann: Samstag, 27. April 2013
Uhrzeit: ab 09:30 Uhr 
Ende: 15:00 Uhr< Ort: IHK Esslingen, Fabrikstr. 1, 73728 Esslingen a. N.

 
 

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Finanzmodell für Startups – Warum es tatsächlich schwer zu entwickeln ist und wie man damit umgehen kann

Gastbeitrag von Barbara Hoisl
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Ich arbeite seit mehreren Jahren als Beraterin und Mentorin mit Startups aus der Software- und Internet-Branche. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich die Gründer mit dem Finanzmodell oft sehr schwer tun.

Mir selbst ging es vor vielen Jahren bei meinen ersten Anläufen auch nicht besser – damals ging es um Finanzmodelle für neue Produkte bei einem großen Software-Hersteller. Ich erinnere mich noch gut an dieses Gefühl, mich auf völlig unsicherem Grund zu bewegen und mich da auf Zahlen für die Zukunft festlegen zu sollen, die doch ehrlicherweise keiner wissen kann.

Im Laufe der Zeit wurde das aber besser und inzwischen empfinde ich das Finanzmodell als ein sehr hilfreiches Werkzeug – gerade auch um im Sinne von Lean Startup Hypothesen im Geschäftsmodell zu entdecken.

Aber warum ist es am Anfang so schwer? Ich denke, dafür gibt es mehrere nachvollziehbare Gründe – und Lösungen, wie man damit umgehen kann.

Startup-Phasen: Das Henne-Ei-Problem beim Finanzmodell

Artikel_FinanzmodellFuerStartups_Bild1Steve Blank hat sehr schön formuliert, worum es bei einem Startup geht: „A startup is a temporary organization designed to search for a scalable, repeatable, profitable business model.“ (Startup Owner’s Manual und hier). Die Startup-Phase ist erst abgeschlossen, wenn man das Geschäftsmodell gefunden und validiert hat.

Nun ist einerseits das vollständig ausgearbeitete Geschäftsmodell die Grundlage für das Finanzmodell – zum Beispiel braucht man ein detailliertes Verkaufsmodell um ein plausibles Umsatzmodell zu entwickeln. So gesehen kann man ein „gutes“ Finanzmodell erst am Ende der Startup-Phase haben.

Andererseits braucht man das Finanzmodell schon viel früher, z.B. für Business-Plan-Wettbewerbe oder für die Vorstellung bei Business Angels, d.h. zu einem Zeitpunkt, wo man das Geschäftsmodell noch sucht bzw. validiert. Ein klassisches Henne-Ei-Problem also.

Die Lösung: wie auch beim Produkt des Startups: iterativ arbeiten und das Finanzmodell immer weiter entwickeln. Sich bewusst sein, dass man erst am Ende der Startup-Phase ein wirklich tragfähiges Finanzmodell haben kann.

Die Versionen davor als Werkzeug zur Analyse des Geschäftsmodells betrachten: gerade beim Versuch, das momentan aktuelle Geschäftsmodell in Zahlen zu fassen merkt man sehr schnell, wo man unbewiesene Annahmen benutzt. Diese sollte man im Finanzmodell auch deutlich separieren: z.B. Annahmen über Konversionsraten im Kaufprozess nicht in einer Formel verstecken sondern als Parameter im Finanzmodell separat ausweisen – und dann diese Annahmen im Markt validieren. So hilft die Arbeit am Finanzmodell dabei im Sinne von Lean Startup die Hypothesen im Geschäftsmodell zu entdecken.

Startup, und dann auch noch mit digitalem Geschäftsmodell – ein Ausnahmefall

Viele Startups verfolgen ein digitales Geschäftsmodell. Das Startup verkauft kein physisches Produkt, sondern ein virtuelles Produkt, wie z.B. Apps, eine internet-basierte Dienstleistung oder Software. Allerdings sind digitale Geschäftsmodelle in der Gesamtwirtschaft und auch bei Existenzgründungen immer noch ein ziemlicher Ausnahmefall, der oft nicht besonders berücksichtigt wird.

Beispielsweise wird im BWL-Studium meist die Bilanz als Ausgangspunkt genommen und auch Businessplan-Vorlagen für Existenzgründer enthalten manchmal eine Vorlage für die Bilanz. Die Bilanz ist aber bei Startups mit digitalen Geschäftsmodellen wenig aussagekräftig, da es keine nennenswerten Vermögenswerte wie z.B. Ladeneinrichtung oder Warenbestände gibt. Deswegen bekommen digitale Startups ja auch keine Bankkredite.

Viel wichtiger ist das Modell für die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) – und daraus abgeleitet die Liquiditätsvorschau (Cash Flow). Für die GuV wird in traditionellen Existenzgründungsvorlagen oft das sogenannte Gesamtkostenverfahren benutzt, was fein sein mag, wenn man ein Restaurant gründet.

Aber für ein digitales Startup ist unbedingt das Umsatzkostenverfahren zu bevorzugen. Hier werden direkt umsatzabhängige Kosten (z.B. traffic-abhängige Hosting-Kosten) von den eher fixen Kosten (z.B. Entwicklung und Marketing) getrennt. Dies führt gerade bei den digitalen Geschäftsmodellen zu einem wesentlich besseren Verständnis für die Kostenstruktur.

Lösung: Für Startups mit digitalen Geschäftsmodellen ist die GuV ist das Wichtigste, danach kommt noch die Liquiditätsvorschau. Bilanz macht wenig Sinn.

Das GuV-Modell nach dem Umsatzkostenverfahren entwickeln: zum Einstieg siehe Wikipedia-Artikel zur GuV, dort „nach HGB – Umsatzkostenverfahren“ suchen; vor Punkt 4 in der Tabelle ist noch eine weitere wichtige Kostenart zu ergänzen, nämlich die Kosten für Forschung und Entwicklung. Fokus erst einmal auf die Punkte 1 bis 7, d.h. bis zum Betriebsergebnis.

Um ein besseres Gefühl für die Kostenstrukturen bei digitalen Geschäftsmodellen zu bekommen, die GuV von mehreren Unternehmen anschauen, die ein ähnliches Geschäftsmodell wie das eigene haben. Siehe dazu die Quartals- oder Jahresberichte von börsennotierten Unternehmen – auf der Webseite, meist unter „Investor Relations“ zu finden.

Die unvermeidliche Unsicherheit: Was wird in fünf Jahren sein?

Finanzmodelle werden gerade bei Startups über einen Zeitraum von mehreren Jahren erwartet, denn am Anfang produzieren Startups Verluste. Man muss soweit in die Zukunft modellieren, dass für Gründer und Investoren ein klares Bild entsteht, in welcher Größenordnung Gewinne möglich sind.

Zumeist wird daher das Finanzmodell für einen 5-Jahres-Zeitraum entwickelt und zwar auf Quartalsbasis, damit man auch Veränderungen innerhalb eines Jahres modellieren kann, z.B. ein starkes Vorweihnachtsgeschäft (Stichwort Saisonalität).

Damit ist das Finanzmodell für ein Startup mit drei Unsicherheiten behaftet: erstens ist jede Zukunftsprognose unsicher, zweitens ist ein Startup von Natur aus ein besonders unsicheres Geschäft und drittens wird mit einem längeren Prognosezeitraum die Vorhersage immer ungenauer.

Diese Unsicherheiten sind unvermeidbar – daher muss man einfach akzeptieren, dass es sich hier um ein „Modell“ handelt (wie der Name schon sagt), und nicht um einen verbindlichen 5-Jahres-Plan oder eine Prognose.

Das Finanzmodell sagt: so könnte es kommen, nicht: so wird es kommen.

Lösung: Akzeptieren, dass die Unsicherheit unvermeidlich ist und dass es sich um ein Modell handelt, nicht um eine verbindliche Prognose. Das Finanzmodell muss sowieso nach gewisser Zeit überarbeitet werden – gerade auch wenn das Startup sehr erfolgreich ist.

Szenarien entwickeln: das Modell so bauen, dass Annahmen deutlich separiert sind und dann mit verschiedenen Werten für die Annahmen „spielen“. Mehrere Szenarien entwickeln und präsentieren – wichtig ist nicht die korrekte Prognose, sondern dass die Gründer mit dem Finanzmodell zeigen, dass sie klar verstehen, welche Faktoren für den finanziellen Erfolg ihres Unternehmens entscheidend sind.

Dann macht das Entwickeln des Finanzmodells vielleicht sogar Spaß

Nun, wenn man mit der hier geschilderten Sichtweise an die Entwicklung des Finanzmodells herangeht kann es sogar Spaß machen – das Finanzmodell wird dann von der lästigen Pflichtübung für den Business Plan zum erhellenden Werkzeug für die Gründer selbst. So sehe ich das inzwischen.

In den letzten Jahren habe ich im Rahmen von Projekten für Software- und Internet-Startups u.a. das Finanzmodell entwickelt und dabei ein Excel-Template für die GuV aufgebaut, das speziell auf Startups mit digitalen Geschäftsmodellen ausgelegt ist. In einem nächsten Beitrag hier auf StartUp Stuttgart stelle ich vor, wie ich bei der Entwicklung der GuV typischerweise vorgehe und dieses Template nutze.

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Über die Autorin

Barbara Hoisl
Barbara Hoisl

Barbara Hoisl ist Virtual Strategy Officer für Software- und Internet-Unternehmen: sie berät mit den Schwerpunkten Geschäftsmodellentwicklung, Business Planning und Wachstumsstrategien und bietet zu diesen Themen auch Trainings an.

Barbara hat mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Software-Branche, u.a. 14 Jahre im Bereich Software-Produkte bei HP. Dort hat sie über viele Jahre die Entwicklung und die Wachstumsstrategie von komplexen Software-Produkten verantwortet – zuletzt im Bereich Strategie und Globale Unternehmensentwicklung / M&A.

Als Beraterin hat sie u.a. Internet-Startups bei der Geschäftsmodellentwicklung und bei der Vorbereitung auf neue Finanzierungsrunden unterstützt. Barbara ist als Mentorin für Startups aktiv, u.a. im Mentorenkreis des CyberForum Karlsruhe and als Mitglied von bwcon: Baden-Württemberg Connected.

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10 Fragen an Julian Steinbuch von TeamSpotted

Heute haben wir unsere 10 Fragen Julian Steinbuch von TeamSpotted gestellt. Falls ihr schon immer mal wissen wolltet, wer gerne mit euch arbeiten würde, lest am besten jetzt weiter.

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Wer bist Du und welches Produkt oder Dienstleistung verkaufst Du bzw. ihr?
Julian: Ich heiße Julian und bin Unternehmer. Gerade habe ich aus Spaß am Konzepttransfer TeamSpotted.com ins Leben gerufen. TeamSpotted ist das bangwithfriends.com für Menschen mit Projekten, die Amazon Wunschliste für Gründer auf Teamsuche, die Poke Funktion für Business Netzwerke.

Seit wann gibt es euch als Unternehmen?
Julian: Die Idee gibt es seit Ende Februar und die Website haben wir pünktlich für den neuen Papst aufgemacht. Warum so schnell? Ich habe mich in letzter Zeit viel mit Lean Startup bzw. Customer Development beschäftigt und wollte das dann auch tatsächlich mal durchziehen. Daher auch der starke Prototypencharakter von TeamSpotted, man möge verzeihen.

Wie seid ihr auf eure Gründungsidee gekommen?
Julian: Entstanden ist das Ganze, als bangwithfriends.com schon großer Hype war und bangwithprofessionals.com gerade zumachen musste (LinkedIn hat ihnen die API gekappt). Kurz vorher hatte mir ein Freund erzählt, dass er Hemmungen hat, einen Mitarbeiter eines Freundes auf seine Wechselwilligkeit anzusprechen. Irgendwie habe ich das Gefühl nicht mehr losbekommen, dass die Logik hinter bangwithfriends auch für das Bilden von Teams oder das Geschäftsleben allgemein nützlich sein kann. 3 Wochen später haben wir die Seite live geschaltet.

Was habt ihr vorher gemacht und wie habt ihr als Team zueinander gefunden?
Julian: TeamSpotted.com ist bis jetzt wohl eher ein Projekt als ein ganzes Unternehmen. Ansonsten bin ich Geschäftsführer und Gründer von ictjob.de, einer Stellenbörse für IT Experten. Das Teamspotted Team besteht bis jetzt aus mir. Konstantin und Paul von shork.de unterstützen mich in Sachen Entwicklung und machen einen Traumjob, danke hier nochmal. Konstantin hab ich als Nachbar bei einem Bier über Balkongrenzen hinweg kennengelernt. Gerne können sich Interessierte bei mir melden, vom Praktikanten bis zum Pro suche ich derzeit Verstärkung für TeamSpotted, ictjob.de und andere Projekte.

 

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Was waren bei der Gründung eures Startups die größten Herausforderungen?
Julian: Wahrscheinlich die das mulmige Gefühl, mit einem halbfertigen Produkt und nicht ganz glasklarer Value Proposition einfach mal live zu gehen und dann von dort aus alles glattzuziehen, gemeinsam mit den Nutzern. Kontraintuitiv, aber wenn man sich traut und nicht an seinen ursprünglichen Ideen hängt, ist es sehr befreiend!

Warum habt ihr euch für Stuttgart als Standort entschieden und nicht wie viele andere Startups für Berlin?
Julian: Ich bin hier geboren und fühle mich der Stadt sehr verbunden, warum also weggehen? Nach vielen Jahren im Ausland (inkl. Bayern) ist es außerdem mal wieder schön, die Familie etwas näher dran zu haben. Ein Freund von mir hat es vor kurzem auf den Punkt gebracht: „Als Unternehmer kommt man doch eh die ganze Zeit in Deutschland rum, und erst recht nach Berlin. Wohnen tu ich daher lieber in einer Stadt wie Stuttgart, die etwas kleiner ist aber trotzdem alles zu bieten hat.“

Was möchtest Du Gründern speziell als Tipp mitgeben, wenn sie in Stuttgart gründen möchten?
Julian: Kommt in der Startup Tower in der Marienstr. 23, best place to be als Stuttgarter Startup.

Angenommen Du hättest die Chance einen Tag lang Bürgermeister von Stuttgart zu sein, was würdest Du verändern?
Julian: Die Call-a-Bike Station unter der Paulinenbrücke wieder aufmachen, ist echt dringend. Vielleicht mal wieder ne Weile weniger leerstehende Büros und ein paar mehr Wohnungen bauen in der Innenstadt, sonst müssen wir bald alle in anderen Landkreisen leben ;-)

Mit wem würdest Du gerne einmal Essen gehen und warum?
Julian: Mit der Band „The Roots“, weil die Jungs über Jahre konstant beeindruckende Platten abliefern und mich mit vorzüglichen Konzerten erfreuen. Da würde ich gerne mit einem Essen danke sagen.

Wo siehst Du euch heute in fünf Jahren?
Julian: In 5 Jahren würde ich mich sehr freuen wenn TeamSpotted auf eine lange Liste von awesome Teams zurückblicken kann, die etwas verändert haben und die ohne uns nicht zusammengekommen wären. Und persönlich würde ich gern endlich coden gelernt haben.

Danke Julian für das Interview! 

Stuttgarter local eCommerce Projekt LOKAMAT mit Crowdfunding-Aktion auf Indiegogo

Heute möchten wir Kay Schneider von LOKAMAT die Möglichkeit geben, sein Projekt vorzustellen, welches ihr derzeit auch auf Indiegogo im Rahmen einer Crowdfunding-Aktion unterstützen könnt:

LOKAMAT ist ein local eCommerce Projekt mit der Zielsetzung, die kleinen inhabergeführten Ladengeschäfte in den Städten zu unterstützen und mit innovativen Mitteln besser im Netz auffindbar zu machen. Und da der Kunde im 21. Jahrhundert einen gewissen Komfort bei der Beschaffung von Waren gewohnt ist, hilft LOKAMAT weiter: Wir bieten dem Ladenbesitzer an, seine Waren und vor allem sein Konzept auf LOKAMAT einer lokalen Besuchergruppe zu präsentieren. Dadurch wird das Ladengeschäft bei einer Google-Suche nach Produkten auch auffindbar.

Damit wir jetzt so richtig durchstarten können, suchen wir Unterstützer, die uns im Rahmen unserer Crowdfunding-Aktion auf Indiegogo unterstützen möchten.

Lokamat

Darüber hinaus bieten wir den Kunden an, die Waren online zu ordern, im Laden abzuholen, per Bote liefern lassen oder einfach alles selbst im Laden abzuwickeln. Dabei ist die Nutzung für den Ladenbetreiber kostenfrei. Es fallen lediglich geringe Gebühren bei einem Verkauf an. Die Gebühren richten sich nach dem Umsatz und liegen bei unter 10%.

Wir wollen dem kleinen Einzelhandel durch lokale Internetkundschaft unterstützen. Dadurch wird die lokale Ökonomie gefördert und der Kunde muss nicht auf den Komfort rund um die Uhr einkaufen zu können verzichten.

Für den Kunden bietet sich die Möglichkeit, auf LOKAMAT endlich schnell und einfach die kleinen kreativen Geschäfte in der Stadt zu erkunden und auch mal zu finden. Dies sind leider oftmals Geheimtipps, die nicht so viele Menschen kennen und dies möchten wir ändern. Darüber hinaus fördern wir die langfristige Beziehung zwischen hippeligen Internet-Kunden und lokalen Ladengschäften, die wieder mehr Sichtbarkeit bekommen.

Ihr findet LOKAMAT im Netz und auf Facebook.

Startup Lunch Stuttgart am 3. April 2013

Für all diejenigen, die sich morgens und abends eher schwierig von ihrem Business bzw. ihrer Familie loseisen können, gibt es jeden 1. Mittwochmittag im Monat den Startup Lunch Stuttgart.

Der nächste Startup Lunch findet am 03. April 2013 ab 12:30 Uhr statt. Diesmal treffen wir uns im Brauhaus Schönbuch in der Bolzstr. 10 (gleich um die Ecke von den Königsbaupassagen; Tisch ist reserviert auf „Fritzsche“).

Ähnlich wie beim Open Coffee Club bieten wir die Plattform, ihr bringt die Themen und die Lust auf Austausch rund um Startup-nahe Themen und alles was euch aktuell bewegt mit. Außerdem könnt ihr das Netzwerken mit einem lecker Mittagessen verbinden. Zur Anmeldung auf Facebook geht’s hier.

Wir freuen uns auf Eure Teilnahme!

Euer StartUp Stuttgart Team

START Summit St. Gallen, 22. und 23. März 2013

Die Kollegen aus St. Gallen, Schweiz, veranstalten am 22./23. März den START Summit. Seid dabei, wenn sich auf der größten Startup-Konferenz der Schweiz 350 Studierende, Startups und Investoren versammeln.

Einige der erfolgreichsten Gründer und Investoren aus dem deutschsprachigen Raum kommen als Speaker. Außerdem gibt es diverse Workshops, volles Catering, die Übernachtung und eine Afterparty mit Freigetränken. Und das beste ist: Ihr werdet mit dem Bus direkt ab Stuttgart nach St. Gallen und wieder zurück gefahren – völlig kostenfrei!

Einfacher und billiger kann ein Wochenende in der Schweiz voller neuer Ideen und Austausch zu Entrepreneurship nicht sein. Die Bewerbungsfrist für den Summit ist der 15. März 2013. Also meldet euch noch schnell an und seid dabei –> www.startsummit.ch/apply

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Die Stuttgarter RegioHelden holen sich wiederholt Investitionskapital

Feliks Eyser, der Gründer und CEO der RegioHelden GmbH, ist schon einen weiten Weg gegangen, und einen bisher sehr erfolgreichen! Erst kürzlich kündigte das Stuttgarter Startup, welches messbare lokale Internetwerbung für kleine und mittelständische Unternehmen anbietet, die dritte große Investitionsrunde an. Wir gratulieren herzlichst!

Mit dem EXIST Förderstipendium fing 2009 für Feliks Eyser alles an, 2010 wurde das Unternehmen dann offiziell gegründet. Anfang 2011 bekamen die RegioHelden eine Anschlussförderung durch das Land Baden-Württemberg im Rahmen des „Junge Innovatoren“-Programms und sind zertifizierter Google Adwords-Partner.

Regiohelden Logo

Im selben Jahr beteiligten sich dann auch BDMI (Bertelsmann Digital Media Investments) und die Schweizer Beteiligungsgesellschaft Mountain Super Angel AG an dem Startup, dieses Mal mit einer siebenstelligen Summe. Im Frühjahr 2012 kam dann noch ein sechsstelliger Betrag von netSTART Venture aus Köln dazu, kurz darauf eine Eigenkapitalinvestition von Dr. Andreas Albath, dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der telegate AG.

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Verstärkt durch den COO Dr. Stefan Detscher seit Mitte 2012 gehen die Helden jetzt in eine neue Funding-Runde: Die KfW Bankengruppe beteiligte sich mit einem siebenstelligen Betrag; gleichzeitig stockten die schon bestehenden Investoren BDMI und die Mountain Super Angel AG ihren Anteil auf. Nachdem das Umsatzwachstum 2012 bei ca. 300% gegenüber dem Vorjahr betrug, bringt die neue Finanzierungsrunde für Eyser und Detscher die Möglichkeit, die Standorte auszubauen (derzeit sind die RegioHelden neben dem Hauptsitz in Stuttgart auch mit Büros in Berlin, Köln, Hamburg und München vertreten) und die Mitarbeiterzahl weiter aufzustocken (momentan arbeiten ca. 85 Helden an den fünf Standorten). Außerdem soll auch Kapital in die Weiterentwicklung der hauseigenen Technologie gesteckt werden.

Wir sind schon sehr gespannt, wie es für das Stuttgarter Startup weitergeht und wünschen dem Team um Feliks Eyser auch zukünftig viel Erfolg!