Business Angel Matching: Start me up – Kapital für schlaue Köpfe Karlsruhe, 23.09.2013

Am 23. September 2013 trifft sich bei „Start me up – Kapital für schlaue Köpfe“ die Business Angels und Venture Capitalists Szene in Karlsruhe. Die Gelegenheit für StartUps mit Kapitalbedarf, entscheidende Kontakte zu knüpfen.

Zehn kapitalsuchende StartUps aus dem digitalen Business haben die Gelegenheit, Ihre Geschäftsidee vor erfahrenen Investoren zu präsentieren – und das auf innovative Weise: Fünf Minuten stehen ihnen jeweils zur Verfügung, um die potentiellen Geldgeber von Ihrer Idee zu überzeugen. Springt der erste Funke über, folgen intensive Investorengespräche in lockerer Workshopatmosphäre.

StartUps mit aktuellen Kapitalbedarf können sich mit ihrem Onepager zum Download bis Freitag, den 06. September für die Teilnahme unter ba(at)cyberforum.de bewerben. Eine erfahrene Jury wird aus allen eingegangen Bewerbungen acht Teams auswählen, die dann bei Start me up – Kapital für schlaue Köpfe! am Montag, den 23. September an den Start gehen. Start me up!

Veranstaltungsort
Raum TelemaxX im CyberForum (3. OG)
Haid-und-Neu-Straße 18
76131 Karlsruhe

Datum
23. September 2013

Uhrzeit
08:30-12:00 Uhr

Programmflyer zum Download

Alle Informationen zum Business Angel Matching gibt es auch nochmal auf der Webseite des Cyberforums.

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ajaa! setzt für Aufbewahrungsboxen auf nachwachsende Rohstoffe

Nachhaltiges Handeln und nachhaltige Produkte rücken immer mehr in den öffentlichen Fokus. Das Filderstädter Unternehmen von Fabian Rupp und Raphael Stäbler setzt genau auf diesen Trend. Schon 2006 entwickelten die zwei im Rahmen ihres Studiums die Idee, aus nachwachsenden Rohstoffen Produkte herzustellen. Nach langer Recherche und Studien stellten beide fest, dass sich biobasierte Werkstoffe am besten für Lebensmittel-Verpackungen eignen. Damit wollten sie den krankheitserregenden Weichmachern in Lebensmittelverpackungen den Kampf ansagen. Denn viele wissen nicht, dass auch in Lebensmittelverpackungen Weichmacher enthalten sind, die Leberschäden, Krebs und Unfruchtbarkeit verursachen können. So entstand ajaa! und die Aufbewahrungsboxen, die zu 100% aus nachwachsenden Rohstoffen, Mineralien und Wachsen bestehen. Diese sind außerdem recycelbar, spülmaschinen- und gefrierfest und CO2 neutral.

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Anfang 2012 war es endlich soweit: Rupp und Stäbler gründeten die 4e solutions GmbH mit der Marke ajaa! (aus dem Finnischen „etwas bewegen bzw. vorantreiben). Nach den ersten Prototypen und der Design-Entwicklung folgte im Februar 2013 erstmals die Vorstellung von ajaa! auf der BioFach Messe in Nürnberg. Nach dem erfolgreichen Auftritt konnten die Jungunternehmer dann gleich doppelt feiern: Zum einen gewannen sie den „BEST NEW PRODUCT AWARD 2013“ und kurz darauf folgte der dritte Platz für das „Biomaterial of the Year 2013“.

Um das ajaa! Sortiment zu erweitern sucht das Startup nun über die Stuttgarter Crowdfunding-Plattform CROWD NINE Investoren. Der Ablauf beim Crowdfunding/ Crowdinvesting ist für beide Seiten transparent. Investoren werden zu stillen Teilhabern und erhalten für ihr investiertes Kapital eine Gewinnbeteiligung. Die Rückzahlung des Kapitals an die Anleger ist vertraglich geregelt und erfolgt in der Regel nach fünf bis sieben Jahren. Das Funding startet am 29. Juli 2013. Eine Investition in ajaa! ist ab 500 Euro möglich. Alle weiteren Informationen sind auf www.crowdnine.de verfügbar.

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Das Team strebt eine Funding-Summe von 40.000 Euro an und will damit weitere spannende Ideen umsetzen und das Produktsortiment erweitern. Um ajaa! bekannter zu machen sind Rupp und Stäbler derzeit neben Investoren auch auf der Suche nach interessierten Einzelhändlern und Online-Shops, die ihre Produkte vertreiben möchten.

Wir drücken dem Team die Daumen und sind schon auf die weiteren Produkte aus dem Hause 4e solutions gespannt!

bizplay 2013: Zweites Enterprise Gamification Symposium am 1.& 2. Oktober in Karlsruhe

„Just Go Out And Play!“ – Unternehmens- und Marketingherausforderungen spielend lösen

Mit Vorträgen von internationalen Marketing-Experten und Pionieren des „Gameful Thinking“ wie DDB Chief Creative Officer Amir Kassei (New York) und dem Gamifciation Hub Manager der Rabobank, Maarten Molenaar (Amsterdam), widmet sich bizplay 2013 mit aktuellen Praxisbeispielen und Workshops den Schwerpunktthemen Mobilität, Finanzen, Gesundheit, TV und generellen unternehmerischen Herausforderungen. Das erste Mal im Angebot: „bizplay for starters“ – kostenfreier Gründerworkshop für Startups.

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Business Play (kurz: bizplay), das erste Symposium für Gamification im Geschäfts- und Unternehmenskontext, geht nach der Premiere im letzten Jahr am 1. und 2. Oktober 2013 in die nächste Runde. Internationale Branchenexperten aus den USA, Australien und Europa analysieren und diskutieren im Rahmen des 2-tätgigen Symposiums in Vorträgen, Gesprächen und Workshops. Dieses Jahr im Fokus: Fragestellungen und Lösungsansätze von Gameful Thinking & Playful Mechanisms für Herausforderungen von Unternehmen – vom Start-up bis zum Global Player. Besondere Themenschwerpunkte sind Unternehmensorganisation und -Innovation, Marketing, Urbane Mobilität, Gesundheit und Lifestyle, Banking und Finance sowie TV und Transmediale Formate.

Unter der Leitung von Roman Rackwitz, Engaging Lab / Enterprise-Gamification.com (Deutschland), bietet ein eigener Workshop Gamification 101 for Start Ups Einblicke für Unternehmensgründerinnen und -gründer. Um diesen die Teilnahme am Symposium zu ermöglichen, werden 20 Teilnahmeplätze für Gründer im Rahmen des Online-Wettbewerbs „bizplay for starters“ kostenfrei zur Verfügung gestellt. Die Bewerbung dafür ist hier möglich.

„Just Go Out And Play!” Dazu lädt in spielerischem Rahmen auch die Gameful Networking Party am Abend des ersten Symposiumtages ein. Registrierungen für bizplay 2013 sind ab sofort unter www.bizplay.org möglich. Die Gameful Networking Party ist auch für Interessenten offen, die nicht am Symposium teilnehmen.

Summer goes on: 13. Gründergrillen Stuttgart, 20. August 2013

Liebe Gründer und Gründungsinteressierte,

wir laden euch am 20. August 2013 wieder zum Gründergrillen in die Superschanke (aka Schankstelle) ab 19 Uhr ein. Diesmal wird das Grillen von der bwcon gesponsort, der führenden Wirtschaftsinitiative zur Förderung des Innovations- und Hightech-Standortes Baden-Württemberg.

Wie gehabt gibt es auch diesmal in der Superschanke lecker Gegrilltes (auch für Vegetarier)! Bei dem ein oder anderen Getränk könnt ihr dann intensiv über (Geschäfts-) Ideen und Startups diskutieren und euch austauschen.

Aufgrund des immer größeren Zuspruchs zum Gründergrillen bitten wir euch, euch verbindlich im Facebook-Event anzumelden, damit wir die Versorgungsmenge für’s Grillgut abschätzen können. Danke!

Die (grobe) Agenda sieht wie immer so aus:
– 19:00: Kurze Begrüßung und Gründergrillen
– 20:30: 3-4 Startups stellen sich vor. Wer möchte?
– 21:00: Gründergrillen geht weiter

Wir freuen uns auf euch und eure Teilnahme!

Startup Lunch Stuttgart, 7. August 2013

Für all diejenigen, die sich morgens und abends eher schwierig von ihrem Business bzw. ihrer Familie loseisen können, gibt es jeden 1. Mittwochmittag im Monat den Startup Lunch Stuttgart. Der nächste Lunch findet am Mittwoch, 7. August ab 12:30 Uhr in der Roten Kapelle am Feuersee statt. Bitte meldet euch im Facebook-Event dafür an.

Ähnlich wie beim Open Coffee Club bieten wir die Plattform, ihr bringt die Themen und die Lust auf Austausch rund um Startup-nahe Themen und alles was euch aktuell bewegt mit. Außerdem könnt ihr das Netzwerken mit einem lecker Mittagessen verbinden.

Wir freuen uns auf Eure Teilnahme!

Euer StartUp Stuttgart Team

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10 Fragen an Marthe-Victoria Lorenz von fairplaid.org

In unserer 10 Fragen-Reihe stand uns diese Woche Marthe-Victoria Lorenz von der neugegründeten Plattform fairplaid.org Rede und Antwort. Im Folgenden könnt ihr erfahren, warum man in Stuttgart nicht hinterm Mond lebt und wie Sportvereine sich zukünftig stärker selbst vermarkten können.
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Wer bist Du und welches Produkt oder Dienstleistung verkaufst Du bzw. ihr?

Wir sind die fairplaid GmbH und betreiben die Plattform www.fairplaid.org, die Anfang Juni offiziell gestartet ist. Für die einen ist fairplaid die erste Crowdfunding-Plattform in Deutschland für den Sport, für die anderen eine geschickte Kombination von Sponsoring, Affiliate-Marketing und Crowdfunding. Für uns ist fairplaid ganz einfach eine weitere Säule der Sportförderung in Deutschland. Wir belohnen Menschen, die Sportprojekte unterstützen. Wer wir sind? Marthe-Victoria Lorenz und Philipp Mergenthaler.

fairplaid   Crowdfunding für Sportvereine   Startseite

Seit wann gibt es euch als Unternehmen?

Gegründet haben wir fairplaid im November 2012, arbeiten aber seit April 2012 gemeinsam an der Idee.

Wie seid ihr auf eure Gründungsidee gekommen?

Das waren, wie vermutlich bei vielen Gründern, viele einzelne Mosaiksteinchen, die schlussendlich zu dieser Idee geführt haben. Zum einen sind wir beide begeisterte Sportler, wir sind in Sportvereinen großgeworden und wissen, was diese für die Gesellschaft leisten. Dem normalen breitensportorientierten Verein fehlen aber oftmals Gelder, um einzelne Projekte umsetzen zu können. Gleichzeitig habe ich meine Bachelor-Arbeit an der Hochschule der Medien über das Thema Crowdfunding geschrieben und bin auf die Idee gekommen, dies mit Sport zu verknüpfen. Und dann ging es an die eigentliche Geschäftsidee, nämlich den größtmöglichen Nutzen für alle Beteiligten – Vereine, Unterstützer und Unternehmen – zu bieten und gleichzeitig davon zu profitieren.

Was habt ihr vorher gemacht und wie habt ihr als Team zueinander gefunden?

Philipp ist Geschäftsführer eines Beratungsunternehmens für die Bereiche Sport und Finance und hat zuvor einige Jahre beim Württembergischen Landessportbund (WLSB) in Stuttgart gearbeitet. Ich selbst bin Freelancerin und hier im Bereich der Neuen Medien für sportaffine Unternehmen und Sozialunternehmen tätig, gleichzeitig leite ich ehrenamtlich die Basketballabteilung des MTV Stuttgart.

Und wie wir zusammengefunden haben: Ich hatte mit einem Mitarbeiter des WLSB telefoniert, die haben mir Philipp empfohlen. Wir haben uns ein, zweimal getroffen, haben beschlossen zusammenzuarbeiten und bringen seitdem fairplaid gemeinsam voran.

Was waren bei der Gründung eures Startups die größten Herausforderungen?

Eigentlich zwei wesentliche Punkte: Zum einen natürlich das Thema Finanzen. fairplaid hat bisher schon sehr, sehr viel Zeit in Anspruch genommen und wir haben uns nahezu komplett eigenfinanziert. Das heißt, dass wir beide von unseren bisherigen Tätigkeiten leben und auch dort Aufträge akquirieren mussten, um für fairplaid die Zeit und das Geld zu haben und das Projekt voranzubringen.

Der zweite Punkt ist das Thema Sport. Sport ist sicherlich in Deutschland ein Wirtschaftsfaktor, der Online-Bereich steckt bei einem Großteil der Vereine aber noch in den Kinderschuhen und ist jetzt erst am Wachsen. fairplaid hat einen sozialen Aspekt, ganz klar. Dennoch steckt eine seriöse Planung und Geschäftsidee dahinter. Das müssen wir immer wieder betonen und oftmals doppelte Überzeugungsarbeit leisten. Wir werden noch einige Herausforderungen meistern müssen. fairplaid steht ja erst am Anfang und startet nun. Ich freue mich auf diese Herausforderungen.

Warum habt ihr euch für Stuttgart als Standort entschieden und nicht wie viele andere Startups für Berlin?

Ich selbst komme ursprünglich aus Ingolstadt, habe aber bis 2012 in Stuttgart studiert und die Stadt kennen und lieben gelernt. Zudem habe ich hier zu den hiesigen Sportvereinen schon gute Kontakte knüpfen können. Philipps Lebensmittelpunkt ist sowieso seit jeher die Region Stuttgart. Daher war das schnell klar für uns, dass wir hier gründen werden und nicht woanders hingehen.

Was möchtest Du Gründern speziell als Tipp mitgeben, wenn sie in Stuttgart gründen möchten?

Einfach positiv bleiben und nicht denken, dass man hinterm Mond lebt, nur weil nicht in Berlin gegründet wurde. Stuttgart hat was und sollte selbstbewusster auftreten.

Angenommen Du hättest die Chance einen Tag lang Bürgermeisterin von Stuttgart zu sein, was würdest Du verändern?

Ich würde natürlich den Sport und die ansässigen Vereine fördern und unterstützen, viele Projekte, wie z.B. Boltzplätze in der Stadt bauen lassen, wo Kinder toben und aktiv werden können. Und natürlich mit fairplaid konstruktiv zusammenarbeiten und Projekte, wie z.B. von der Abstimmung des Bürgerhaushalts, gemeinsam angehen. Aber Fritz Kuhn ist ja noch nicht so lange Oberbürgermeister, der wird das schon gut machen.

Mit wem würdest Du gerne einmal Essen gehen und warum?

Mit Dirk Nowitzki, wen anderes soll ich als Basketballerin hier schon nennen?

Wo siehst Du euch heute in fünf Jahren?

fairplaid hat sich zu einer weiteren Säule der Sportförderung etabliert. Die Finanzierung über fairplaid ist für den Sportverein normal und erfolgreich. Im deutschsprachigen Ausland feiern wir die ersten Erfolge.

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Herzlichen Dank, Marthe, für die interessanten Antworten. Wir wünschen euch viel Erfolg mit fairplaid.

16th Lean Startup Meetup Stuttgart, 29.07.2013

What & Where: Lean Startup Meetup; Coworking0711, Gutenbergstr. 77a, 70197 Stuttgart

When: 29th July 2013; 19:00

Who: Anyone with entrepreneurial mind-set

Topic: Bootstrapping to success
Co-contributor: Tobias Günther CEO of fournova.com

Cost: Free / Only what you order & if you want a small token of your appreciation for our host, the Coworking0711.

Innovationskraft im Neckar Valley – 1. Leancamp Stuttgart, 3. August 2013

Mit dem Startup-Stuttgart-Spezial 20 € sparen! Code: Startup-Stuttgart

Die Stuttgarter Gründerszene ist im Aufbruch. Mit zunehmender Zahl der Unternehmensgründer liegt es nahe, auch renommierte Unternehmensveranstaltungen nach Baden-Württemberg zu holen. Am Samstag den 3. August 2013 findet in Stuttgart deshalb zum ersten Mal eine so genannte Unkonferenz zum Trendthema „Lean“ statt – das Leancamp.

leancamp logo

Moderner Gründergeist in Form von so genannten Startups in Symbiose mit erfolgreichem Unternehmertum – das ist das Erfolgsrezept der Leancamps, der internationalen Unkonferenz-Reihe zur Lean Startup-Philosophie. Nach erfolgreichen Veranstaltungen unter anderem in London, Sofia, Berlin und Dublin kommt das Leancamp am 3. August 2013 zum ersten Mal nach Stuttgart. Eingeladen sind Gründer, Geschäftsführer, Führungskräfte und Mitarbeiter aus der Wirtschaftsregion Baden-Württemberg.

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Beim Leancamp geht es sowohl um bestehende Innovationsprozesse als auch die Lean Startup-Philosophie, die insbesondere durch den New York Times-Bestseller „The Lean Startup“ von Eric Ries internationale Bekanntheit erlangte. Wie bei der Markteinführung neuer Produkte oder Dienstleistungen ist auch bei Startups das Risiko des Scheiterns enorm – deshalb gilt es, Risiken so gut wie möglich von Anfang an zu minimieren. Die Lean Startup-Philosophie beschreibt Konzepte und Methoden, um Ideen kundennah zu entwickeln, aus Fehlern zügig zu lernen, flexibel auf veränderte Marktgeschehnisse zu reagieren und Verschwendung im Sinne von Arbeitszeit und Geld zu eliminieren. Die Ursprünge dieses Ansatzes liegen in den 1970er Jahren, als der japanische Automobilhersteller Toyota den Lean-Gedanken in seiner Produktion einbrachte. Im Laufe der Jahrzehnte wurde der Ansatz im Management, in der Softwareentwicklung und auch bei der Gründung von Startups eingesetzt.

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Beim ersten Leancamp Stuttgart können etablierte Unternehmen von den Lean-Erfahrungen von Startups und Experten profitieren und wertvolle Kontakte knüpfen. Themen wie Ideenfindung, Produktentwicklung, Big Data, Time-to-Market, Prozessmanagement, Innovationsprozesse, Customer und Business Development stehen im Mittelpunkt. Experten der Deutschen Telekom, der Deutschen Bahn und von Recaro bringen ihr Fachwissen aus der Konzernperspektive zu den Themen Lean Management, Geschäftsmodellanpassung, Agilität und nutzerzentriertem Design ein. Abgerundet wird der Tag durch drei Implus-Vorträgen renommierter Experten.

Jetzt noch schnell ein Ticket sichern und mit dem Code „Startup-Stuttgart“ 20 € sparen:  http://leanca.mp/stuttgart

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Die Unternehmensgründung: Welche Rechtsform ist die Richtige?

Gastbeitrag von Manon Hotz, Rechtsanwältin und Fachanwältin für Arbeitsrecht
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Die Gründung eines Unternehmens erfordert nicht nur eine erfolgversprechende Geschäftsidee, sondern auch die Wahl der richtigen Unternehmensform. Hierbei sind jeweils der Gründungsaufwand und die Haftungsrisiken zu bedenken. Im Folgenden soll ein kurzer Überblick über die für Unternehmensgründer interessantesten Unternehmensformen gegeben werden.

1. Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR)

Bei der Errichtung eines Unternehmens ist die wohl „bequemste“ Unternehmensform die Gesellschaft bürgerlichen Rechts.

Eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) liegt immer schon dann vor, wenn sich zwei oder mehrere Personen zur Verfolgung eines gemeinsamen Zwecks zusammen schließen. Es handelt sich hierbei um eine sogenannte Personengesellschaft, sie muss nicht ins Handelsregister eingetragen werden. Die GbR kommt bereits durch den Abschluss eines Gesellschaftsvertrages zwischen den Gesellschaftern zustande. Er muss nicht notwendig schriftlich abgeschlossen werden, es empfiehlt sich jedoch dringend einen schriftlichen Gesellschaftsvertrag, in dem der Gesellschaftszweck, die Geschäftsführung und die Vertretung, das Entnahmerecht, die Gewinn- und Verlustverteilung sowie die Rechtsfolgen im Falle des Ausscheidens oder im Falle des Todes eines Gesellschafters geregelt werden. Hierdurch können bereits im Vorfeld spätere kostenintensive Streitigkeiten vermieden werden.

Der große Vorteil der GbR ist sicherlich, dass vor der Gründung kein Stamm- oder Grundkapital aufgebracht werden muss. Auch der Gang zum Notar ist nicht notwendig. Es bedarf lediglich einer Gewerbeanmeldung sofern ein Gewerbe ausgeübt wird.

Der große Nachteil der GbR ist die Haftung für Verbindlichkeiten. Die GbR haftet zunächst unbeschränkt mit ihrem eigenen Vermögen, daneben haften aber auch die Gesellschafter persönlich und unbeschränkt mit ihrem gesamten Privatvermögen.

Ein Gläubiger kann sich selbst aussuchen, ob er für Verbindlichkeiten der Gesellschaft, die Gesellschaft selbst, einen Gesellschafter oder alle Gesellschafter in Anspruch nimmt. Zwar sind sich die Gesellschafter untereinander anteilig zum Ausgleich verpflichtet, gerät jedoch ein Gesellschafter in finanzielle Schwierigkeiten, und kann er seinen Anteil nicht erbringen, kann in der Praxis der Ausgleich auch scheitern.

Es muss daher gut überlegt sein, ob ein Unternehmen in der Rechtsform der GbR betrieben werden soll.

2. Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)

Die wohl wichtigste Gesellschaftsform stellt die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) dar. Erforderlich ist ein Mindeststammkapital in Höhe von € 25.000,00, dass bei der Gründung wenigstens zur Hälfte einzubezahlen ist.

Die Gründung kann durch einen Gesellschafter oder mehrere Gesellschafter erfolgen, die dann jeweils einen Anteil am Stammkapital zu erbringen haben.

Der Gesellschaftsvertrag ist von einem Notar zu beurkunden und die Gesellschaft ist beim Handelsregister einzutragen. Die Beurkundung durch den Notar und die Anmeldung zum Handelsregister sorgt dafür, dass die wesentlichen Erfordernisse tatsächlich auch schriftlich geregelt werden. Weiterhin ist es notwendig, einen Geschäftsführer für die GmbH zu bestellen. Auch dieser ist ins Handelsregister einzutragen. Der Geschäftsführer muss nicht Gesellschafter sein, kann aber Gesellschafter sein.

Das Amt des Geschäftsführers bedarf grundsätzlich keiner besonderen Qualifikationen. Allerdings muss er bei Tätigkeiten der Gesellschaft, die an die Erteilung einer Erlaubnis oder Genehmigung geknüpft sind, z.B. Personalüberlassung, Handwerksbetriebe, etc., über die notwendige Erlaubnis oder Genehmigung bzw. handwerksrechtlichen Voraussetzungen verfügen. Möglich ist es aber auch, einen angestellten Betriebsleiter mit den entsprechenden Qualifikationen zu beschäftigen.

Der Geschäftsführer wird durch die Gesellschafterversammlung bestellt. Neben der Bestellung des Geschäftsführers ist mit diesem ein Dienstvertrag zu schließen, in dem die näheren Beschäftigungsbedingungen ausgestaltet werden. Die Abberufung des Geschäftsführers ist jederzeit möglich, es bedarf jedoch zusätzlich der Kündigung des Geschäftsführer-Dienstvertrages. Diese ist in der Regel nur mit den im Dienstvertrag festgelegten Kündigungsfristen möglich.

Die Gesellschafter bilden die Gesellschafterversammlung. Sie fasst Beschlüsse über die wesentlichen Angelegenheiten der Gesellschaft, u.a. die Bestellung und Abberufung des Geschäftsführers, die Feststellung des Jahresabschlusses, die Ergebnisverwendung und Satzungsänderungen.

Die Gesellschaft haftet nur mit dem gesamten Gesellschaftsvermögen. Ein Rückgriff auf das Privatvermögen der Gesellschafter ist in der Regel nicht möglich.

Unter bestimmten Umständen besteht jedoch die Möglichkeit des Rückgriffs auf den Geschäftsführer. Dieser kann in besonderen Fällen im Innenverhältnis gegenüber den Gesellschaftern oder der Gesellschaft haften, aber auch in Ausnahmefällen im Außenverhältnis gegenüber Dritten. Letzteres können Kunden, Lieferanten oder Behörden sein.

Eine Haftung des Geschäftsführers gegenüber der Gesellschaft kann dann entstehen, wenn er in den Angelegenheiten der GmbH nicht die Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmannes anwendet. Der Geschäftsführer hat des Weiteren dafür zu sorgen, dass die GmbH ihren Pflichten gegenüber den Sozialversicherungsträgern nachkommt. Als weitere wichtige Verpflichtung, die eine Haftung des Geschäftsführers begründen kann, ist auch die Haftung in der Insolvenz zu nennen. Der Geschäftsführer hat die Verpflichtung, spätestens drei Wochen nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung der Gesellschaft Insolvenzantrag zu stellen. Verletzt er diese Pflichten, kann er persönlich haften und auch strafrechtlich in Anspruch genommen werden.

Zusammengefasst kann somit gesagt werden, dass bei Einhaltung der gesetzlichen Sorgfaltspflichten in der Regel eine Haftung mit dem Privatvermögen vermieden werden kann.

3. Die Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)

Seit einigen Jahren gibt es die sogenannte Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt). Diese stellt keine eigenständige Rechtsform dar, sondern ist eine Sonderform der GmbH („Mini-GmbH).

Der Gründungsvorgang ist ähnlich wie bei der GmbH. Soweit das vom Gesetzgeber vorgesehene Musterprotokoll als Gesellschaftsvertrag genutzt wird, entfällt die Notwendigkeit der notariellen Beurkundung. Im Musterprotokoll sind jedoch nur die Mindestanforderungen geregelt, weshalb dessen Verwendung gut überlegt sein will.

Wie bei der GmbH haften die Gesellschafter der Unternehmergesellschaft (UG) nicht mit Privatvermögen.

Im Unterschied zur GmbH müssen bei der Gründung der UG keine € 25.000,00 Stammkapital aufgebracht werden. Die UG soll den Schritt zur GmbH vereinfachen. Insoweit kann die UG in der Praxis mit einem Kapital von lediglich € 1,00 gegründet werden. Es besteht allerdings die Verpflichtung, nicht den kompletten Jahresgewinn an die Gesellschafter auszuschütten. Vielmehr ist eine Rücklage zu bilden, die ¼ des Jahresüberschusses betragen muss. Auch ist zu bedenken, dass das Kapital bei Errichtung der UG nicht zu gering gewählt werden darf, da andernfalls die Gesellschaft von Beginn an am Rande der Insolvenz steht.

Nach einer Ansparung von € 25.000,00 kann dann aus dieser Rücklage das Stammkapital für die GmbH verwendet werden. Erst nach Eintragung der Kapitalerhöhung ins Handelsregister darf sich die UG dann GmbH nennen.

Die UG kann insoweit den Einstieg ins Geschäftsleben bei Gründung eines Unternehmens erleichtern.

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Über die Autorin

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Manon Hotz

Manon Hotz ist Fachanwältin für Arbeitsrecht in Stuttgart. Seit 2002 ist sie bei der Stuttgarter Anwaltskanzlei Schiefer & Schmid. Ihre Spezialgebiete sind Vertretung und Beratung von Arbeitnehmern und mittelständischen Unternehmen in allen Bereichen des Arbeitsrechtes – auch in der Insolvenz, insbesondere Vertragsgestaltung und Kündigungsrechtsstreitigkeiten.

KfW-Award „GründerChampions“ 2013 – Bewerbung bis 1. August 2013

Der KfW-Award „GründerChampions“ prämiert ein Unternehmen aus jedem deutschen Bundesland, das nicht länger als fünf Jahre besteht und sich erfolgreich am Markt behauptet. Bei der Auswahl der GründerChampions wird besonderer Wert auf kreative und nachhaltige Geschäftsideen gelegt, die einen gesellschaftlichen Mehrwert schaffen. Dabei wird die Geschäftsidee beurteilt und der Innovationsgrad des Produktes bzw. der Dienstleistung. Auch die Schaffung und der Erhalt von Arbeits- bzw. Ausbildungsplätzen sowie die Wahrnehmung der sozialen Verantwortung und das umweltbewusste Handeln der Unternehmerinnen und Unternehmer finden Einfluss in die Bewertung. Ausgewählt werden die Startups von einer hochkarätigen Jury bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Landesförderinstituten und Industrie- und Handelskammern.

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Alle 16 Landessieger qualifizieren sich zusätzlich für den Preis des Bundessiegers. Dieser wird in drei Kategorien vergeben: „Innovation“, „Gesellschaftliche Verantwortung“ und „Kreativwirtschaft“. Alle Sieger werden nach Berlin eingeladen. Ausgewählte GründerChampions stellen zusätzlich ihre Firma auf den Deutschen Gründer- und Unternehmertagen (deGUT) im Oktober 2013 vor und erhalten Unterstützung in der Pressearbeit zu ihrem Sieg durch eine PR-Agentur. Jeder der drei Bundessieger erhält zusätzlich ein Preisgeld in Höhe von 6.000 Euro.

Bewerbungsschluss ist der 1. August 2013, nutzt das Online-Formular. Erfahrungsberichte von bisherigen GründerChampions finden sich außerdem hier.