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Recap: Das vierte Startup Weekend Stuttgart 2013 – Ein voller Erfolg

Stuttgart, 27.11.2013. Das vierte Startup Weekend Stuttgart mit dem speziellen B2B-Sidetrack gesponsert von der SAP war ein Erfolg auf ganzer Linie. Vom 22.11. bis 24.11.2013 kamen in der Hochschule der Medien beim bisher größten Stuttgarter Startup Weekend ca. 130 Teilnehmer zusammen, um das ganze Wochenende an ihren Geschäftsideen zu feilen.

Vergangenes Wochenende verwandelte sich die Hochschule der Medien in Stuttgart in ein Zentrum von Gründungswilligen, Ideen-Habern und Machern. Von Freitag- bis Sonntagabend waren ca. 130 Teilnehmer vor Ort, die in Teams an ihren Geschäftsideen arbeiteten. Freitagabend leitete Uwe Horstmann, Mitgründer von Project A Ventures, das Event mit einer inspirierenden Keynote über seine bisherigen unternehmerischen Erfahrungen ein. Danach präsentierten 55 Teilnehmer ihre Ideen. 22 davon wurden letztendlich an dem Wochenende in Teams ausgearbeitet.

Uwe Horstmann Keynote

Dabei wurden die Teams am Samstag von Mentoren mit langjähriger Business-Erfahrung und Expertise unterstützt. Durch den speziellen B2B-Fokus des diesjährigen Stuttgarter Events richtete sich ungefähr die Hälfte der Geschäftsideen auf B2B aus. Neben der SAP als Hauptsponsor wurde die Veranstaltung unter anderem auch von car2go und Robert Bosch Ventures aus dem Ländle unterstützt.

Mentoren SWS13

Sonntagabend war es dann soweit: Die Teams durften ihre Idee vor der Jury und insgesamt 240 anwesenden Zuschauern innerhalb von drei Minuten pitchen. Die diesjährige Jury bestand wieder aus hochkarätigen Mitgliedern: Petra Boller von Burda Digital, Bernd-Uwe Pagel von SAP, Arndt Upfold vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft, Dr. Carsten Ulbricht von Diem & Partner sowie Stefan Lemper von YOU IS NOW und Mattias Götz von LBBW Ventures. Gewonnen hat dieses Jahr das Team von VirtualQ, deren App das Schlange stehen vor Clubs und bei Veranstaltungen virtualisiert. Als Hauptgewinn darf sich das Team über ein Ticket zur DLD Konferenz im Frühjahr 2014 in München freuen. VirtualQ holte außerdem den Preis für das beste Design.

Gewinner SWS13

Den besten Pitch legte das Team von Intercult hin, das interkulturelles Online-Training zur Vorbereitung auf Auslandsaufenthalte anbietet. Als beste Online-Idee wurde außerdem Yacht-con gewählt, die private Boote an Nutzer nach dem AirBnB-Prinzip vermitteln. Den B2B-Sonderpreis der SAP gewann das Team von kvitto, die mit ihrer App Quittungen und Garantieleistungen von Geräten aller Art archivieren. Eine außerordentliche Ehrung ging zudem an das Team von Lunch Roulette, die ihre Idee bei der SAP vor Ort in Walldorf pitchen und austesten dürfen. Lunch Roulette schafft Abhilfe, wenn man keine Lust mehr hat, immer wieder mit denselben Kollegen Mittagessen zu gehen und schlägt nach dem Zufallsprinzip neue Essensbegleiter vor. Zum Abschluss des Events begeisterte noch MC Bruddaal die Menge mit seinem Stuttgarter Liebeslied „Du bisch mei Number One“.

Die Fotos zum Event von Michael M. Roth sind auch auf der Facebook-Fanpage vom Startup Weekend Stuttgart zu finden.

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Erfolgsfaktoren für Direktmarketing

Gastbeitrag von Maria Widra
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Worum geht’s im Marketing? Marketing dient dazu, Produkte und Dienstleistungen auf den Markt zu bringen und so den Vertrieb zu unterstützen. Es soll Leads generieren, also relevante Kontakte, die das Potenzial haben in absehbarer Zeit etwas zu kaufen, die möglichst lange Kunden bleiben und Produkte und Services am besten noch weiterempfehlen. Für eine definierte Zielgruppe mit spezifischen Merkmalen sucht man also Möglichkeiten zur direkten Ansprache, mit (animierender!) Antwortmöglichkeit, um einen Dialog zu beginnen. Diese Maßnahmen nennt man Dialog- oder Direktmarketing.

Als besonders geeignet hierfür wird das Online-Marketing betrachtet, es gilt allgemein als „messbar“ und leicht zu automatisieren. Aber auch weitere Bereiche, z.B. Events, Briefmailings, Flyer, Multiplikatoren oder Werbemittel lassen sich gezielt einsetzen.

Die Leads aus dem Direktmarketing sowie aus allen anderen Vertriebskanälen fließen in die Gesamtrechnung ein. Bekannt ist sicher das Prinzip des „Number Crunching“ im Vertrieb. Dabei rechnet man hoch, wie viele Kontakte angesprochen werden müssen, um eine bestimmte Anzahl Leads zu erzielen. So überschlägt man im Vorhinein den Aufwand einer Marketingkampagne.

Die Ansprache erfolgt wiederholt und mit relevanten Inhalten und richtet sich sowohl an Bestands- als auch Neukunden. Je nach Funktion des angesprochenen Segments im Sales Center muss dieser überzeugen, erklären, ermutigen. Am besten funktioniert dies mit emotionalen Aufhängern, die Lust auf das Angebotene wecken. In mehrstufigen Kampagnen ist es so auch nicht sofort erforderlich, dass ein direkter Bezug zum Produkt hergestellt wird.

Disziplinen vernetzen

Hier sind einige Beispiele, die einzeln oder kombiniert, regelmäßig oder einmalig mit jeweils anderen Argumenten für verschiedenen Segmente zielführend eingesetzt werden können. Wichtig ist, genau festzulegen, welche qualitativen und quantitativen Ziele kurz- und langfristig erreicht werden sollen:

Event: Egal, ob informative Vorträge, kleine Runden mit A-Klientel, um vorab und exklusiv ein Produkt vorzustellen, Get-together beim Feierabendbier mit gleichgesinnten Early Adoptern oder eine Partner-Konferenz zu einem aktuellen Thema. Wichtig sind der Rahmen und die Kernaussage, unterstrichen durch Inhalte der Veranstalter und Teilnehmer. Nutzer wollen sich verstanden und wertgeschätzt fühlen, dann sind sie sehr loyal.

Online: Die Website dient heute als zentrale Schaltstelle und ist Ziel sämtlicher zusammenspielender Aktivitäten im Social, Local und Mobile Marketing. Hier werden potenzielle Kunden abgeholt und zu weiteren Maßnahmen animiert. Regelmäßige Webanalysen helfen, Potenziale zu erkennen und Ideen für Änderungen zu generieren, z.B. Landingpages auf Wettbewerbernamen optimiert, Newsletter mit bereits realisierten Branchenlösungen alle zwei Wochen. Webinare sind ein weiterer effizienter Lead-Generator für qualifizierte Interessenten zu einem spezifischen Thema mit Kontaktangaben, die man direkt nachbearbeiten kann! Prominent platzierte Hinweise hierfür (ja, auch Pop-ups) auf der Website lohnen sich immer.

Print: Viele Entscheider mögen auch heute noch gern haptische Erlebnisse. Es ist eine angenehme Abwechslung, inmitten von Werbemails und selbst auszudruckenden PDFs, gerade umfangreichere Informationen in seriöser, gebundener Form zu lesen. Auch das klassische Mailing mit Antwortfax und Hinweis auf ein Gewinnspiel vor einer Messe oder günstige Werbemittel wie Postkarten sichern Präsenz in den Köpfen der Kunden, auf die man bauen kann. Eine Printsache wird jedoch überschätzt und landet regelmäßig ungelesen im Müll: die obligatorische Weihnachtskarte. Lieber auf ungewöhnliche Anlässe setzen, z.B. auf 1-Jahr-Kennenlernen oder die besten Eigenschaften des Produkts zur Problemlösung überraschend und frech aufbereiten.

Mobile und Social: Nicht vergessen, gerade personalisierte Newsletter und Co. sollten auf dem Smartphone oder Tablet PC einwandfrei funktionieren und gut aussehen; optimal ist Responsive Design adäquat zu Format und Auflösung des Endgeräts. Dann klickt sich der Entscheider oder sein Vorbereiter viel schneller zum Ziel ;-) Soziale Netzwerke erleichtern es enorm, Kontakt zu halten. Die Nutzung wandelt sich teilweise schnell, z.B. ist flickr nunmehr weniger soziales Netzwerk, aber eine super Fotodatenbank. Instagram hilft mit farbgefilterten Bildern, Emotionen um das Produkt zu kreieren. Business-Kontakte pflegen viele mittlerweile in vielen Branchen eher international auf Linkedin als beim deutschen Pendant Xing. In den sozialen Netzwerken gewinnt man auch motivierte Tester für Betaphasen oder incentiviert Referenzmarketing. Erwähnungen in sozialen Netzwerken sind somit bares Geld.

Kundenbindungen managen

Für optimal ausgesteuertes Direktmarketing ist ein von allen Beteiligten gepflegtes Customer Relationship Management-System (CRM) eine wichtige Grundlage. Dies sollte sehr stark ins tägliche Tun aller Mitarbeiter integriert werden. Das ist zunächst viel Handarbeit und erfordert viel Disziplin und Ausdauer. Diese Basis kann man dann recht schnell zur Automatisierung nutzen, auch bei der Erfolgskontrolle. Anhand von Datenkorrelationen findet man „statische Zwillinge“ zu bereits konvertierten Nutzern. Hier ist die Wahrscheinlichkeit eines Verkaufserfolges am höchsten. Den kritischen Blick in die Vergangenheit sollte man deshalb immer vornehmen.

Faktoren für erfolgreiches Vertriebsmarketing zusammengefasst:

– gut gepflegte CRM-Datenbasis (lieber selbst erstellen, als kaufen)
– Netzwerken, Rückmeldungen von verschiedenen Seiten einholen
– regelmäßige gezielte Kommunikation an ausgewählte Segmente (Branchenlösungen)
– Inhalte: immer neue Aufhänger generieren zum Hauptthema (Nische, Expertenpositionierung)
– Kundenerfolge vermelden, Größe demonstrieren
– Standards und Sicherheit bieten (individuell mit Berater in Projekt angepasst)
– transparent und ehrlich präsentieren
– sehr guten und schnellen Service/ Support leisten

Außerdem:

– technologische Partnerschaften pflegen
– keine unentgeltlichen Leistungen erbringen
– sofort Rechnungen stellen, wenn das Projekt abgenommen wurde
– zeitgemäße hochwertige Optik

Eindeutige Merkmale für schlechte Vertriebsorganisationen sind dagegen diese:

– Bottleneck-Entscheider (kein Ziel, langsame Entscheidungen)
– Marketing/ Vertrieb ohne strategischen Stellenwert bzw. wenig Wertschätzung
– zu lange Vorbereitung,
– schlechte/ keine Datenbasis
– schlecht/ nicht aktuell informiert
– keine Auslagerung spezieller Aufgaben (z.B. rechtliche Fragen)
– Verspätungen, Zusagen/ Ankündigungen werden nicht eingehalten
– Definition zu stark über den Preis (zu niedrig im Branchenvergleich)

In einer perfekten Welt geben Unternehmen Marketing und Vertrieb einen hohen strategischen Stellenwert. Verantwortliche haben keine Angst vor der Reaktion; ehrliche Kunden sind das Beste, was einem Unternehmen passieren kann. Marketingentscheider investieren, finden Hebel, bieten Anregungen und Lösungen, steuern nach, optimieren – sie tun alles dafür, um in der Zielgruppe die Lust auf das Produkt zu wecken und mit sachlichen Argumenten zu überzeugen. Nicht einfach, aber machbar.

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Über die Autorin

Maria Widra
Maria Widra arbeitet seit Abschluss ihres Studiums der Medienwirtschaft in Stuttgart und Helsinki 2007 im Marketing mittelständischer IT-Firmen bzw. Agenturen. Als Freelancer war sie u.a. für die AKAD Privathochschulen und ein Startup im Verlagsumfeld tätig. Ihr Fokus ist vertriebsorientiertes und textstarkes Online und Direct Marketing. Auch klassische Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen gehören zu ihrem Portfolio. Derzeit arbeitet sie im Online Marketing für die Handwerkskammer in Heilbronn, lässt aber auch die Startup-Szene im Ländle nicht aus den Augen.
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Bildquelle: Ryan McGuire

Startup Lunch Stuttgart, 2.12.2013: START global St. Gallen meets StartUp Stuttgart and friends

Der Startup Lunch Stuttgart findet im Dezember ausnahmsweise am Montag, 2.12.2013 statt, denn wir bekommen Besuch:

Das Team vom START Summit St. Gallen (14.-15.03.2014) wird am 2. Dezember zu Gast in Stuttgart sein und ein bisschen zum Summit und zur Schweizer Startup Szene erzählen und möchte natürlich auch mehr über die Stuttgarter Szene erfahren. Wir laden euch deshalb herzlich zum Austausch am 2.12., 11:30 Uhr ins Lichtblick in Stuttgart (Reinsburgstr. 13, Stuttgart) ein. Anschließend können wir dann noch in gemütlicher Runde zusammen essen. Meldet euch einfach hier im Facebook-Event an.

Wir freuen uns auf euch!

Das Team von StartUp Stuttgart & vom START Summit

Recap zum Gründerpreis der Wirtschaftswoche 2013 – Die Neumacher-Konferenz in Hamburg am 7.11.2013

Gastbeitrag von Birgit Gröger
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Dies Jahr wurde der Gründerpreis der Wirtschaftswoche in neuem Rahmen vergeben. Die Neumacher-Konferenz wurde ins Leben gerufen, bei der Unternehmer, Gründer, Investoren und Mentoren durch eine sehr interessante Mischung aus klassischer Konferenz, Workshops und Dinner sich in ungezwungenen Rahmen vernetzen können.

Die Konferenz hat im Zentrum der Speicherstadt im Hamburger Hafen stattgefunden. Durch das Programm führte der Moderator Ole Tillmann. Zur Eröffnung sprach Roland Tichy, der Chefredakteur der Wirtschaftswoche, darauf folgten spannende Impulsvorträge, zu den Redner gehörten Matthias Hohensee und Ulrich Dietz.
Besonders beeindruckt hat mich der Vortrag von Ulrich Dietz, dem Gründer und heutigen Vorstandsvorsitzendem von GFT Technologies. Er hat uns Einblicke in seinen persönlichen Weg vom Startup bis hin zum heutigen Unternehmen gewährt und seinen Vortrag „life is a rollercoaster“ genannt.

In der anschließenden Diskussion wurde von Roland Tichy, Ulrich Dietz, Prof. Dr. Günter Fatin, Lars Hinrichs, Tobias Kollmann und Stefan Uhrmacher über Gründerzeit und Gründerhype diskutiert. Einblicke in die Denkweise und den Antrieb von Investoren gaben Dr. Michael Brandkamp (Geschäftsführer, High-Tech Gründerfonds Management), Jürgen Hopfgartner (Geschäftsführer, Axel Springer Digital Venture; Gründer, Axel Springer Plug and Play), Dr. Christian Nagel (Mitgründer und Partner, Earlybird) Dr. Guido Sandler (CEO, Bergfürst) und Fabian von Trotha, Geschäftsführer (VHB ventures).

Anschließend stellten sich Startups der Kritik von erfahren Investoren. Unter den Gründern waren Lea-Sophie Cramer, die Gründerin von Amorelie, die einen Sexshop ohne zweifelhaftes Image gegründet hat und Nicolaus Stötter, dem Gründer Morni´Glory, der Männern durch ein günstiges Abomodell den Kauf von Rasierklingen abnimmt. Unter der Moderation von Julia Derndinger (Gründertrainerin und Accelerator Programm Entrepreneurs‘ Organisation) stellten die Gründer ihre Ideen vor und bekamen konstruktives Feedback. Dank der Moderation wurden die Geschäftsmodelle nicht auseinander genommen, sondern Punkte aufgezeigt, an denen die Gründer arbeiten können, um ihre Ideen weiterzubringen. Den Input können sicher einige andere Gründer auch auf ihr Geschäftsmodell transformieren. Der weitere Nachmittag war durch Sessions zu den Themen Teambuilding, Finanzierung, Business Model Engineering und Marketing gefüllt.

Während des Dinners wurden die Nominierten des Gründerpreises vorgestellt: Pflegeschule.de, Changers (Solarenergie-Community), Brooklyn Soap (Naturkosmetik für den modernen urbanen Mann), Iognos (erheben über Mobiltelefone Daten und ermitteln so Vorhersagen), KontextR (integriert Online-Werbung in Texte) und Boxcryptor, die allen, die uns abhören oder Daten mitlesen wollen das Leben mit ihrer Verschlüsselungssoftware schwer machen. Die Jury hat Boxcryptor zum Sieger gekürt. Mit ihrer Verschlüsselungssoftware bedienen sie nicht nur ein hoch brisantes Thema, von dem seit Edward Shnowden bestimmt jeder schon gehört hat, sie haben auch bereits die ersten Wachstumsschritte erfolgreich hinter sich gelassen. Herzlichen Glückwunsch!

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Über die Autorin

Birgit Groeger
Birgit Gröger ist Co-Gründerin von meine möbelmanufaktur. Bereits während ihres Studiums der Betriebswirtschaft an der Hochschule Rosenheim entwickelte sie gemeinsam mit Ihrem Kommilitonen Sebastian Schips die Idee, das traditionelle Schreinerhandwerk mit digitaler Technik zu verbinden, maßgefertigte Möbel online anzubieten. Vor der Gründung sammelte Birgit wertvolle Erfahrungen als Assistentin der Geschäftsleitung und später als Referentin für Controlling bei der Süddekor GmbH, einem der führenden Spezialisten für die Oberflächenveredelung von Holzwerkstoffen. Auch bei meine möbelmanufaktur ist Birgit die Spezialistin für Finanzen und kümmert sich darüber hinaus vor allem um Marketing und Organisation.

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Die harten Zeiten eines Gründers. Was tun wenn’s mal nicht so läuft?

Gastbeitrag von Michael Negele
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Das Gründen eines eigenen Startups ist hart. Zu 90% der Zeit beschäftigt man sich mit Problemen aller Art die gelöst werden müssen und von denen man kaum auf Facebook oder Twitter spricht. Meistens sind Gründer ganz alleine wenn es darum geht, wichtige Entscheidungen zu treffen. Gerade diejenigen, die in der frühen Phase einer Gründung stecken haben es schwer (Early Stage). Was kann man also tun, um weiterzukommen?

Aus Fehlern lernen.
Die richtige Einstellung zu Fehlern und Misserfolgen ist wichtig. Egal wie viel Erfahrung man als Unternehmer gesammelt hat, Fehler und Misserfolge gehören dazu. Schlimm wird es aber, wenn man den gleichen Fehler immer wieder macht. Fehler müssen nämlich akzeptiert und analysiert werden bevor man eine gute Lösung finden kann. Je jünger man ist, desto mehr Fehler kann man sich erlauben. Sobald man verheiratet ist oder Kinder hat wird es viel schwieriger, denn man trägt auch Verantwortung für andere.

Den richtigen Mentor finden.

Fehler können am besten vermieden werden, wenn man um Rat bei einem Mentor bittet. Ein guter Mentor ist erfahren und erfolgreich mit dem was er tut. Er muss aber auch Interesse am Erfolg Deines Startups haben. Ein Mentor kann ein Professor sein, ein früherer Arbeitgeber oder ein erfolgreicher Gründer. Mentoren muss man aber nicht persönlich kennen oder treffen. Wichtig ist zu wissen, dass viele CEOs oder Spezialisten wenig Zeit haben. Aus diesem Grund sollte man gleich mehrere Leute kontaktieren. Es gibt immer jemanden, der bereit ist zu helfen.

Denke nicht an den Erfolg, sondern an den Weg dorthin.
Als Jungunternehmer ist man die meiste Zeit nicht erfolgreich. Selbst wenn man gegründet hat und ein tolles Team und Investoren hat, kommt der Erfolg erst später. Wenn er überhaupt kommt. Der zu starke Fokus auf den Erfolg ist aus meiner Sicht nicht zu empfehlen. Vielmehr sollte man darauf achten, dass man als Team gemeinsam Spaß und Freude an der Arbeit hat und an der gemeinsamen Lösung von Problemen.

Think about the journey, not the destinations!
– Steve Vassalo, Foundation Capital.

Gib Dir eine Auszeit.
Zu viel Arbeit und zu wenig Freizeit ist ungesund für Seele und Körper. Die Arbeit eines Gründers zählt zu den schwierigsten und braucht deshalb viel Ausgleich. Folgendes muss man sofort tun wenn man merkt, dass man nicht mehr klar denken kann: Sport treiben, ins Wellness (ja, auch wenn man gerade Geld sparen muss), Fitness, Skateboarden, Snowboarden, Reisen, Freunde treffen oder Zeit mit der Familie verbringen. Jeden Monat sollte man mindestens zwei, drei Tage für Vergnügen einplanen.

Gastbeitrag Stuttgart - Wennsnichtlauft

Finde den richtigen Geldgeber.
Gerade zu Beginn einer Gründung fehlt das Geld. Wenn man dazu noch eine Familie ernähren muss, ist man auf jede Hilfe angewiesen. Also was tun wenn das Geld knapp ist? Zu den wichtigsten Aufgaben eine Gründers gehört die Suche nach dem richtigen Geldgeber. Letztendlich kommt es aber darauf an, ob man sich 100% sicher ist mit dem was man vor hat. Wenn ja, dann sollte man schnellstmöglich mit Inkubatoren, Business Angels, Investoren und Banken sprechen (z.B. KfW-Gelder). In einigen Fällen sind aber auch Freunde und Familie bereit, zu investieren.

Denke immer an einen Plan B.
Zu einem guten Plan gehört ein Plan B. Beispiel: Wenn du morgen vor einem Investor pitchen wirst kannst Du Folgendes machen, um Deine Nervosität zu senken: Du kontaktierst einen zweiten Investor und machst einen weiteren Termin aus. Dieser Schritt ist dein Plan B. Er gibt Dir die nötige Selbstsicherheit, die Du für Dein Treffen morgen benötigst. Wenn alles gut läuft kannst du den zweiten Termin immer noch absagen. Wenn das Gespräch aber nicht gut läuft, weißt Du, dass Du noch einen anderen Interessenten hast. Diese Methode dient zur Vorbereitung für den schlimmsten Fall und kann für alle Situationen genutzt werden, die man selbst nicht kontrollieren kann: Verhandlungen & Gespräche mit Investoren, Partnern, Banken, etc.

Gib nicht auf.
Etwas ändern und weiter machen ist einfach: Du hörst auf, an einer erfolglosen Idee weiter zu arbeiten und fängst sofort mit einer neuen und verbesserten Idee an. Viel unangenehmer ist es, wenn es darum geht, Misserfolge öffentlich zu machen. Die Diskussionen mit Freunden und Familie, die sich wundern was man eigentlich vor hat, gehören da immer dazu. Am besten ist es, wenn man alle rechtzeitig aufklärt. Das wichtigste ist, dass Du entschlossen bist und genau weißt, wo es lang geht. Höre dabei auf Deine innere Stimme, wenn nötig ändere Deinen Plan (Pivot) und gib Gas!

Wenn Du das Gefühl hast, dass alles nicht wie geplant läuft und Du etwas mehr Erfahrung brauchst, dann schau Dir die StartUp Stuttgart Jobbörse an. Dort sind einige Startups aus der Region Stuttgart gelistet, die alle nach super Leuten wie Dich suchen. Sammel mehr Erfahrung bei diesen Unternehmen, erhole Dich etwas und vielleicht fällt Dir dann die Idee Deines Lebens ein.

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Über den Autor

Michael Negele
Michael Negele ist Gründer von NELKE, einem Startup, das Foto-Kabinen für Fitness-Studios entwickelt. Michael hat davor drei Jahre für Kupilka als Sales & Marketing Manager gearbeitet. Während dieser Zeit war er für den Aufbau eines internationalen Vertriebsnetzwerkes zuständig. Danach machte sich Michael zum ersten Mal als Marketing-Berater selbständig. Michael hat in Rwanda, USA und Finnland gelebt.

5. Digital Marketing Congress: „Shareconomy – Deins. Meins. Unseres!“, 13.12.2013 in Stuttgart

Teilen ist angesagt, und zwar nicht nur teilen mit dem besten Freund, nein alles wird geteilt. Ob nun ein Auto, eine Wohnung, Essen oder das Haustier – ganz egal, Teilen ist das neue Haben. Auch Stuttgart teilt: Am 13. Dezember 2013 widmet sich der 5. Digital Marketing Congress (DMC) des MTP – Marketing zwischen Theorie und Praxis e. V. (MTP) dem Motto „Shareconomy – Deins. Meins. Unseres!“ und lockt 100 Studenten und Professionals aus ganz Deutschland an die Universität Hohenheim.

Zur Anmeldung

Alle weiteren Informationen gibt es in der offiziellen Pressemitteilung.

Christmas is coming: 15. Gründergrillen Stuttgart, 16.12.2013 @Superschanke

Liebe Stuttgarter Gründer-Community,

es ist wieder soweit: Bald feiern wir nicht nur Weihnachten, sondern auch das 15. Gründergrillen in Stuttgart. Und weil das noch nicht genug ist, feiert auch StartUp Stuttgart am 6.12.13 seinen zweijährigen Geburtstag! Ihr seht, es gibt einiges zu feiern. Und das möchten wir gerne mit euch am 16. Dezember zum Weihnachtsgrillen in der Superschanke (aka Schankstelle) tun. Wie gewohnt geht es 19 Uhr los.

Gesponsert wird das Ganze wiederholt von dozeo, dem Anbieter einer virtuellen Meeting-Plattform und zum anderen von der bwcon, der führenden Wirtschaftsinitiative zur Förderung des Innovations- und Hightech-Standortes Baden-Württemberg. Vielen Dank jetzt schon für die Unterstützung!

Auch dieses Mal gibt es in der Superschanke wieder lecker Gegrilltes (auch für Vegetarier)! Bei dem ein oder anderen Getränk könnt ihr dann intensiv über Ideen und Startups diskutieren und euch austauschen.

Aufgrund des immer größeren Zuspruchs zum Gründergrillen bitten wir euch, euch verbindlich im Facebook-Event anzumelden, damit wir die Versorgungsmenge für’s Grillgut abschätzen können. Danke!

Die (grobe) Agenda sieht so aus:
– 19:00: Kurze Begrüßung und Gründergrillen
– 20:30: 3-4 Startups stellen sich vor. Wer möchte?
– 21:00: Gründergrillen geht weiter

Wir freuen uns auf euch und eure Teilnahme!

API Strategy Workshop in Stuttgart, 7th Dec. 2013

Please join Layer 7 and StartUp Stuttgart for this complimentary workshop in English:

How to Implement a Successful API Strategy

Date: December 7, 2013 | 9am-12pm
Location: Coworking0711 (address: Gutenbergstr. 77a, 70197 Stuttgart)
Register online here.

Building great APIs is about more than just design – it requires detailed, thoughtful execution. Your API strategy needs to meet the business requirements of your organization but it must also be flexible enough to meet your developer community’s diverse needs. This workshop with Holger Reinhardt, Layer 7’s Product Architect & Business Developer, will examine the key foundational elements necessary for a solid API implementation strategy.

Join this workshop to learn how to:

  • Align API design with your unique business goals
  • Create an API that developers will love, using the principles of developer experience (DX)
  • Design for multiple client platforms (Web, mobile, cloud and IoT)
  • Learn how DevOps can help to improve your API design, implementation and management plans
  • Address issues around security, identity, social integration, reliability and scalability
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Nachgefragt: Railslove stellt sich vor

Mitte Oktober hatten wir bereits über den Kick-off des Elevator Pitch BW berichtet und viele haben uns gefragt, wer hinter der Programmierung der Webseite steckt. Deshalb haben wir keine Mühen gescheut und Stephan Pavlovic von Railslove für euch interviewt. Wir sind übrigens immer noch beeindruckt, welche bekannten Webseiten bzw. Web-Applikationen das Kölner Team schon auf die Straße gebracht hat, 9flats.com und Daily Deal. Wow!

Wer bist Du und was macht Railslove?

Stephan: Hi, ich bin Stephan und arbeite seit drei Jahren bei Railslove im Frontend- und Konzeptbereich. Wir sind eine Webagentur aus Köln, die in der internationalen Startup-Szene unterwegs sind. Wie der Name schon verrät bauen wir Webanwendungen vor allem mit Ruby on Rails.

profile_stephan

Seit wann gibt es euch als Unternehmen und was sind Eure Spezialgebiete?

Railslove als Unternehmen gibt es schon ein paar Jahre; Tim, Jan und Michael haben schon während unseres Studiums 2008 eine GbR gegründet und das ganze wurde dann 2010 in eine GmbH umgewandelt, seit Ende 2010.

Wir haben uns vor allem auf die Arbeit mit jungen Startups spezialisiert, für die wir nicht nur oft ihre ersten Prototypen bis hin zur ersten Beta ihrer Anwendung bauen, sondern, die wir auch schon in der Konzeptionsphase und in der Definition ihres Produktes unterstützen.

railslove-logo

Warum habt ihr Euch gerade auf Ruby on Rails spezialisiert?

Das hatte ursprünglich vor allem pragmatische Gründe, Ruby on Rails war das was wir konnten. Da wir meistens mit jungen Ideen arbeiten, an denen sich noch viel während der Entwicklung ändert hilft uns ein Framework wie Rails, flexibel zu reagieren und dem Kunden schnell etwas zeigen zu können, so dass wir sicher sein können, dass wir nicht an den Kundenwünschen vorbei entwickeln. Außerdem findet man in der Ruby- und Railswelt eine sehr aktive Community, was gerade bei Problemen immer eine super Sache ist.

Wie unterscheidet ihr Euch von anderen Software-Agenturen?

Im Detail ist das natürlich immer schwer zu vergleichen, aber ich denke uns machen vor allem zwei Aspekte zu einer „besonderen“ Agentur.
Einerseits entwickeln wir nicht nur einfach Software für den Kunden, sondern wir arbeiten viel enger mit ihm zusammen, so dass wir in viele weitere Bereiche in der Entwicklung des Startups eingebunden sind und den Gründern mit unserer Erfahrung weiterhelfen können.
Außerdem bieten wir unseren Kunden auch im Bereich der Softwareentwicklung die gesamte Bandbreite vom Design und Look & Feel ihrer App bis hin zum Betrieb und der Skalierung ihrer IT-Infrastruktur. Das ganze kombiniert mit einem jungen und relativ kleinen Team führt zu kurzer Kommunikationswegen und einer einheitlichen Ausrichtung der Anwendung. So kommt es relativ häufig vor, dass wir dem Kunden helfen, sein eigenes Entwicklerteam aufzubauen und lernen diese an, so dass diese unsere Herangehensweisen teilen.

Was sind Referenzprojekte, die ihr schon entwickelt habt und was waren dabei besondere Herausforderungen?

Das sicherlich bekannteste Startup, welches wir vom ersten Tag an begleitet haben ist 9flats.com. Wir haben mit ihnen zusammengearbeitet, bis das Unternehmen mehr als 100 Mitarbeiter und ein Team von mehr als 15 Entwicklern beschäftigte.
Eine große Herausforderung in diesem Projekt war neben dieser Skalierung sicherlich auch die Internationalisierung, was nicht nur die Implementierung vieler verschiedener Sprachen und Währungen beinhaltete, sondern auch die Zusammenarbeit mit 10-15 internationalen Übersetzern.
Die meisten unsere Projekte findet man auch mit einer kleinen Beschreibung auf http://railslove.com/work.

railslove_screenshot

Ihr habt kürzlich auch die Website für den frisch aus der Taufe gehobenen Elevator Pitch BW programmiert. Wie kam es dazu und wie habt ihr das Projekt in so kurzer Zeit umsetzen können?

Wir viele unserer Projekte kam der erste Kontakt auch beim Elevator Pitch BW auf einem der zahlreichen Events zustande auf dem wir vertreten sind. Wir haben mit dann ganz eng mit Johannes zusammen an den Anforderungen der App gearbeitet und schnell einen ersten Prototyp auf die Beine gestellt.

Natürlich ist so einer App nicht nach 2 Wochen schon zu 100% fertig, aber wir schauen uns jetzt mal die ersten Events an, sammeln Feedback und verbessern die Anwendung laufend um Kleinigkeiten.

Neben Eurem normalen Tagesgeschäft engagiert ihr Euch stark in der Web- und Gründerszene in Köln (z.B. mit den RailsGirls-Workshops etc.). Erzähl doch mal ein bisschen darüber.

Ja, das ist in der Tat richtig. Wir betreiben in unserem Büro auch einen kleinen Coworking-Space und richten hier immer wieder User Group treffen aus. Ab und an stellen wir auch größere Events wie zum Beispiel die RailsGirls (in Köln, Monheim und Istanbul) auf die Beine, wo wir jungen Frauen die Angst vorm Programmieren nehmen wollen. In diesem Jahr haben wir mit der Interactive Cologne unser bis jetzt größtes Event mit organisiert.
Wir als Ruby on Rails Entwickler profitieren natürlich sehr stark von Dingen wie Open Source und einer aktiven Community, von daher ist es für uns selbstverständlich, dass wir auch etwas an die Community zurückgeben. Außerdem machen so Events einfach auch immer viel Spaß und man lernt ständig neue Leute kennen, was dann ja auch wieder gut für das Geschäft ist.

Warum sitzt ihr immer noch in Köln und nicht im trendigen Berlin? ;)

Das Bier ist hier einfach besser :). Nein im Ernst, auch wenn keiner von uns direkt hier in Köln geboren ist, fühlen wir uns mittlerweile alle als Kölner und ich denke, dass das Rheinland genug Potenzial bietet um auch hier eine aktive Webszene zu etablieren, woran wir ja seit Jahren tatkräftig mitarbeiten und wo sich schon einiges getan hat.
Natürlich arbeiten wir auch oft mit Berliner Startups zusammen und sind deswegen auch öfters da, so dass wir viele Kontakte in die Webszene dort haben, aber ich persönlich finde Köln einfach etwas persönlicher und herzlicher als Berlin.

Vielen Dank für die spannenden Einblicke in Eure Arbeit und weiterhin viel Erfolg!

Zünder für Gründer 5 in Heidelberg, 21.11.2013

Der Zünder für Gründer wird am 21.11.2013 ab 18 Uhr im Dezernat 16 in Heidelberg fortgesetzt. Wir freuen uns das Zentrumsmanagement des Kultur- und Kreativwirtschaftszentrums als neue Partner an Bord zu haben. Dadurch erweitern wir die Zielgruppe deutlich und bieten Ihnen weitere Möglichkeiten sich zu vernetzen.

Der neue Veranstaltungsort bietet uns zusätzliche Möglichkeiten. Nach dem Impulsvortrag von Herrn Reinhart Ematinger zum Thema „Von der Idee zum profitablen Geschäftsmodell“ bieten wir Ihnen bei BBQ und Getränken wie immer den Rahmen zum intensiven Austausch. Um eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen, werden wir Ihnen in der Leitstelle des Dezernats 16 zusätzlich Live-Musik präsentieren.

Wir bitten Sie sich für den Zünder für Gründer 5 zu registrieren und freuen uns auf Ihre Teilnahme.