Venture Day Karlsruhe am 3. März 2016, Bewerbung bis 5.2.2016!

Ihr habt eine Geschäftsidee aus dem digitalen Business und sucht Risikokapital? Pitcht beim Venture Day Karlsruhe am 3. März 2016 im Meet’n’Speed Format in 7 Minuten Eure Idee vor Venture Capitalists und Business Angels und räumt einen der Preise ab!

Die Veranstaltung ist kostenlos und richtet sich an StartUps aus dem IT-, Web- und Software-Bereich.
StartUps können sich bis Montag 05. Februar 2016 mit einem kurzen überzeugenden Onepager oder Pitchdeck für die Teilnahme bewerben. Eine Jury, bestehend aus erfahrenen Investoren, wählt aus allen Einreichungen die pitchenden Teams aus. Zugriff auf Eure Bewerbung haben lediglich die Jury und die Investoren, denen ihr während der Veranstaltung Eure Geschäftsidee vorstellt. Diese werden Eure Daten und Angaben selbstverständlich vertraulich behandeln. Die ausgefüllte Bewerbung (Pitchdeck oder Onepager) bitte an ba(at)cyberforum.de schicken.

Weitere Informationen: http://www.venture-day.de

Startup Lunch Stuttgart, 3. Februar 2016

Jeden ersten Mittwochmittag im Monat findet der Startup Lunch Stuttgart statt. Alle, die abends zeitlich nicht so flexibel sind, sollten diese Gelegenheit zum Austausch nutzen. Der nächste Lunch findet am Mittwoch, 3. Februar, ab 12:30 Uhr im Besitos statt (Rotebühlplatz 21, Tisch reserviert auf Startup Stuttgart).

Wir bieten die Plattform – ihr bringt die Themen und die Lust auf Networking und Gespräche rund um Startup-nahe Themen sowie alles, was Euch aktuell bewegt, mit. Außerdem könnt ihr das mit einem lecker Mittagessen verbinden. Bitte meldet Euch bei Facebook-Event an. Wir freuen uns auf Euch!

Euer Startup Stuttgart Team

TeamUp – Finde Deine Teampartner von morgen, 24.2.2016 in Karlsruhe

Du hast eine Geschäftsidee und suchst Teampartner für die gemeinsame Umsetzung?

Oder Du brennst darauf Entrepreneur zu werden, Dir fehlt aber die zündende Geschäftsidee?

TeamUp, das Event auf dem sich StartUp-Teampartner finden. Hier treffen Techies auf Vertriebler, Marketing-Fachleute auf Excel-Gurus, Sales-Experten auf Designer.

Auf dem TeamUp Event lernt ihr Euch kennen und könnt so die ersten interessanten Kontakte für ein mögliches Team knüpfen.

Das nächste TeamUp findet am Mittwoch, den 24. Februar 2016 in Karlsruhe statt.

Weitere Infos und die Anmeldung (mögliche, solange noch Plätze frei) gibt’s online: http://www.teamup.cyberforum.de

Themen-Meetups im Januar und Februar 2016 in Stuttgart

Im Januar und Februar finden einige Meetups zu verschiedenen Themen in Stuttgart statt. Hier mal ein Überblick. Ergänzt gerne noch in den Kommentaren, falls ihr von weiteren Meetups wisst.

20.1.2016: Industrie 4.0 und IoT Meetup
Die Meetup-Gruppe “Stuttgart Industrie 4.0 und IoT” richtet sich an alle an Industrie 4.0 und IoT (Internet of Things) Interessierten. Idee und Ziel ist der Austausch von Erfolgs- und Anwendungsbeispielen, Ideen und Herausforderungen. Weitere Infos >>>

21.1.2016: Mompreneurs Meetup Stuttgart
Gemeinsam sind wir stark, wenn wir wertvolle Erfahrungen, Wissen und Kontakte teilen, die uns MomPreneurs helfen, Selbstständigkeit und Familienleben erfolgreich(er) zu vereinbaren. Hier kannst du alle Fragen stellen , die für dein Business relevant sind und dich mit anderen MomPreneurs austauschen und vernetzen. Weitere Infos >>>

25.1.2016: Fintech Meetup Stuttgart
Im Fokus des Fintech Meetups steht der Austausch und die Vernetzung lokaler Entrepreneure und Vordenker, die Fintech als spannenden Bereich und große Chance verstehen. Die Vorstellung innovativer Projekte und Best Practices steht genauso auf dem Programm wie der Austausch zu neuesten Fintech-Trends. Nach den Talks gibt es ausreichend Gelegenheit für Diskussionen und Networking. Weitere Infos >>>

4.2.2016: Entrepreneur Lounge – Startup Europe Week Edition
Am 4. Februar 2016 verbindet sich Stuttgart mit ganz Europa: Im Rahmen der Startup Europe Week treffen sich junge Unternehmer überall auf dem Kontinent, um die Angebote der Startup Europe Initiative näher kennenzulernen. Donnerstags in dieser Woche veranstaltet bwcon in Kooperation mit SEZ die 3. Entrepreneur Lounge – dieses Mal als Startup Europe Week Edition. Hier erfahrt Ihr in einer lockeren Atmosphäre wie Gründer von den Angeboten der Startup Europe Initiative profitieren können. Im Anschluss ist genügend Zeit, um sich mit allen Teilnehmern auszutauschen. Weitere Infos >>>

6.2.2016: 3. Digitale Nomaden Meetup Stuttgart
Das 3. Digitale Nomaden Meetup Stuttgart steht. Alle die sich für das Thema und den Lifestyle des Digitalen Nomaden interessieren sind herzlich willkommen. Es wird außerdem einen Workshop geben. Weitere Infos >>>

9.2.2016: Foreign Startup & Enterpreneurs near Stuttgart Meetup
A group for people starting or thinking about starting a company in Germany and having troubles understanding all the steps needed. As a foreigner here it’s hard to know all the rules, tips, tricks and potential problems, meeting to share doubts and knowledge to help us get better results and increase our chances of success. Germans Entrepreneurs are also invited to help us. More info >>>

11.2.2016: AWS User Group Stuttgart
Jeden zweiten Donnerstag im Monat trifft sich die AWS User Group Stuttgart zu Vorträgen und Networking im Coworking0711. Die Themen reichen von Dev (also der Software-Entwicklung) bis Ops (dem IT-Betrieb) mit Amazon Web Services, einem Dienst für Cloud Computing. Weitere Infos >>>

13.2.2016: Stuttgart VR & AR Meetup
Technologien zu virtueller Realität und erweiterter Realität (Virtual Reality VR / Augmented Reality AR) haben das Potenzial, den Alltag grundlegend zu verändern – von Freizeitaktivitäten wie Computerspielen bis zum Umgang mit Informationen am Arbeitsplatz. Die Meetup-Gruppe “Stuttgart VR & AR” bringt ein breites Spektrum an VR/AR-Interessierten aus der Region Stuttgart zusammen, von Entwicklern und Designern über Gamer und private Fans bis hin zu Unternehmern. Die Idee der regelmäßigen Treffen: vorbeikommen, Neues kennenlernen, sich austauschen oder eigene Ideen präsentieren. Weitere Infos >>>

15.2.2016: Webmontag Stuttgart
Der Webmontag Stuttgart ist eine regelmäßige Informations- und Netzwerk-veranstaltung und bietet Wissen, Anregungen, Austausch und Networking rund um Internet, Social Media und Web Business. Es handelt sich um eine Mischung von Fachvorträgen, Spotlights, Impulsvorträgen und Zeit für Gespräche. Weitere Infos >>>

Und vergesst das erste Gründergrillen Stuttgart 2016 am 1.2.2016 nicht, diesmal gesponsert von PKF Wulf & Partner.

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10 Fragen an Moritz Mack von MOKEY

Diese Woche haben wir unsere 10 Fragen an Moritz Mack von MOKEY gestellt:

Wer bist Du und welches Produkt oder welche Dienstleistung bietest Du an?

Mein Name ist Moritz Mack und ich führe das Startup-Unternehmen MOKEY – More than a Key. Ich biete meinen Kunden eine hilfreiche Lösung für ihren unbequemen Schlüsselbund in der Hosentasche an: den MOKEY Key Organizer. Der MOKEY ermöglicht es, all seine Schlüssel handlich und praktisch zu organisieren. Ähnlich wie beim Schweizer Taschenmesser werden die Schlüssel zwischen Metallschalen integriert und sind komfortabel auf- und zuklappbar.

Seit wann gibt es MOKEY als Unternehmen und wie bist Du auf die Gründungsidee gekommen?

Das Unternehmen MOKEY – More than a Key gibt es seit April 2015. Beruflich beschäftige ich mich schon seit vielen Jahren mit Gadgets und Werbemitteln für Unternehmen, doch es fehlte noch eine Ergänzung für den B2C-Markt. Die endgültige Idee zum MOKEY Key Organizer entstand in einer alltäglichen Situation. Als ich meine Lieblingsjeans nach dem Waschen genauer betrachtete, stellte ich ein Loch an der Außenseite der Jeans fest, das mein Schlüsselbund verursacht hatte. Ich musste einfach etwas dagegen tun. Schon immer fasziniert vom Schweizer Taschenmesser war die Idee der zwei Metallschalen, zwischen denen die Schlüssel integriert werden, geboren. So entwickelte ich den ersten Prototypen des MOKEY Key Organizers. Meine bereits gesammelten beruflichen Erfahrungen und mein Wissen über den Werkstoff Metall kamen mir bei der Umsetzung zugute.

MOKEY

Was hast Du vorher gemacht und hast Du bereits ein Team für die Idee gefunden?

Ich absolvierte vor meiner Selbstständigkeit eine Lehre zum Feinwerkmechaniker, anschließend arbeitete ich als Geselle in einem Unternehmen, das Stanzwerkzeuge und Stanzteile herstellte. In dieser Zeit lernte ich den richtigen Umgang mit den verschiedenen Metallen und die darin verbundenen Eigenschaften des Werkstoffs. In meiner Freizeit arbeitete ich immer gerne kreativ mit dem Werkstoff Metall. Dadurch kamen auch Zweifel an meinem damaligen Beruf auf, denn ich wollte meinen Unterhalt künftig lieber mit einer kreativen Tätigkeit verdienen und ich wusste, dass der Werkzeugbau mir diese Möglichkeit nicht bieten konnte. So wagte ich den Schritt in die Selbstständigkeit. Anfangs stellte ich Dekobäume aus Metall und andere kreative Gegenstände her. Im Laufe der Zeit wurden dann auch Unternehmen auf meine kreative Arbeit und Umsetzungen verschiedener Themen aufmerksam und somit meine ersten eigenen Kunden. Ich nahm immer mehr Aufträge für individuelle Werbemittel entgegen und konnte sie mit Erfolg ausführen. Ob ein Flaschenöffner im Firmenlogo-Design oder Metallvisitenkarten, alles war möglich! Damals wie heute arbeitete und arbeite ich ohne eigenes Team. Zuverlässige Zulieferfirmen stehen mir nach wie vor tatkräftig zur Seite und erfüllen jeden noch so kreativen Auftrag.

Was waren bei der Umsetzung von MOKEY die bisher größten Herausforderungen?

Bei der Umsetzung war besonderes darauf zu achten, dass alle Komponenten für den MOKEY Key Organizer sehr sorgfältig und genau hergestellt werden. So ein Schlüsselorganizer sollte im Alltag schon einer gewissen Anforderung standhalten. Darum sind diese Ansprüche für den Werkstoff und auch für die Herstellung extrem wichtig.

Moritz Mack MOKEY

Es gibt ja viele Gadget-Anbieter, da muss man erstmal durch die Informationsflut durchkommen. Wo siehst Du die Alleinstellungsmerkmale des MOKEYS?

Der MOKEY ist für mich nicht nur ein Verkaufsgegenstand. Ich sehe ihn als ständig laufendes Projekt an. Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, den MOKEY Key Organizer immer weiter zu entwickeln und ihn auch an seine Kunden anzupassen. Denn passende Zubehör-Gadgets wie beispielsweise ein USB-Stick, ein Bartkamm, ein Karabiner oder ein Flaschenöffner sollen dem Kunden die Möglichkeit bieten, den MOKEY individuell zu gestalten. Der Zubehör wird um weitere Gadgets erweitert und ist ein wichtiges Merkmal der Marke MOKEY, die kreativ und flexibel ist.

Warum hast Du Dich für Stuttgart als Standort entschieden und nicht wie viele andere junge Unternehmen für Berlin?

Der Großraum Stuttgart bietet mir viele Vorteile, um den MOKEY in bester Qualität herzustellen. Eine große Auswahl an Zulieferfirmen, die für die einzelnen Komponenten des MOKEYS zuständig sind, sind hier in rauhen Mengen zu finden. Durch die regional ansässige Industrie kann ich auch auf sehr viel Wissen und Know-how der Fachleute zurückgreifen, wenn es um die Entwicklung und Umsetzung der einzelnen Komponenten geht.

Was möchtest Du Gründern speziell als Tipp mitgeben, wenn sie in Stuttgart (und der Region) gründen möchten?

Angehende Gründer sollten sich auf jeden Fall ein Netzwerk aufbauen. Man sollte als Gründer darauf achten, dass man die Aufgaben der wichtigen Bereiche seines Unternehmens selbst ausführt. Ein zu frühes Abgeben oder Outsourcing der Unternehmensbereiche kann auch schädlich für das Unternehmen sein.

Angenommen Du hättest die Chance, einen Tag lang Bürgermeister von Stuttgart zu sein, was würdest Du verändern?

In erster Linie würde ich aktiv die Infrastruktur der Stadt Stuttgart anpacken. Ich denke das autonome Fahren mit E-Fahrzeugen könnte das Problem schon ein wenig lösen. Man sollte nicht die Autofahrer der Stadt verantwortlich für das Chaos machen, in anderen Großstädten funktioniert es ja schließlich auch. Als Bürgermeister würde ich daher eine große Preisausschreibung ins Leben rufen, um an die verschiedensten Konzepte und Lösungen für das Verkehrschaos zu kommen. Ich denke, es wäre auch ein großer Beitrag für die Förderung der Gründerkultur in Stuttgart, aber auch für mittelständische und Großunternehmen könnte dies ein großer Anreiz sein.
MOKEY Gadget Organizer

Mit wem würdest Du gerne einmal Essen gehen und warum?

Ich würde gerne mit Elon Musk Essen gehen. Er hat schon oft bewiesen, was machbar ist, wenn man nur fest an seine Visionen glaubt. Gerade in den letzten paar Jahren hat er so einiges erschaffen und ich vermute, dass wir auch in Zukunft noch viel von ihm hören werden.

Planst Du bereits Folgemodelle oder Erweiterungen des MOKEYS? Wo siehst Du Dich in fünf Jahren mit dem Produkt?

Es vergeht kein Tag an dem ich mir keine Gedanken über den MOKEY Key Organizer mache. In Zukunft soll es immer mehr Gadgets für den MOKEY geben. Daher können sich die Kunden auf weiteres cooles Zubehör gefasst machen – Bartkamm, Flaschenöffner und USB-Stick sind erst der Anfang. Ich will mit der Marke MOKEY das coole Gegenstück zum Schweizer Taschenmesser sein – nur eben viel individueller und lässiger. Die Kunden sollen sich mit der Marke verbunden fühlen, ihren Key Organizer individuell gestalten. Die Marke ist sportlich, dynamisch und kann auch den zukünftigen Trends folgen!

Vielen Dank Moritz für das interessante Interview und weiterhin viel Erfolg!

BoostCamp #6 am 30. + 31.1.16 in Karlsruhe – Intensivtraining für Tech-Startups

Das Startup nimmt konkretere Züge an und nun geht es um Themen wie Zielgruppenfokussierung, Markteintritt, Entwicklung einer Marketing- und Vertriebsstrategie? Hier setzt das Intensivtraining BoostCamp an, das vom CyberForum und dem CIE (Center for Entrepreneurship des KIT) gemeinsam organisiert wird.

Startups in der Gründungs- oder Aufbauphase können hier ihr Geschäftsmodell auf Stärken und Schwächen hin prüfen. Ziel soll sein, vorhandene Chancen im Geschäftsmodell zu nutzen und Risiken frühzeitig zu erkennen und zu minimieren. Unterstützt werden die Teilnehmer von erfahrenen Vertretern der regionalen Tech-, Startup- und VC-Szene, welche die Teams als Mentoren begleiten.

Gerade die Mischung aus persönlichen Sessions mit den Mentoren und die offenen Diskussionsrunden unter den Teilnehmern haben sich beim BoostCamp als Erfolgsrezept bewiesen.

Beim kommenden BoostCamp werden die Gründerteams unter anderen unterstützt von Emil Kabisch (store2be GmbH), Matthias Hornberger (Kizoo Technology Capital GmbH), Yannik Braun (Keypoint Visual Management GmbH) sowie dem Business Angel und Location Sponsor Joachim Pilarsky (CronInvest GmbH & Co. KG).

BoostCamp #6
Wann: 30. und 31. Januar 2016
Wo: In den Räumen der Cronimet Holding GmbH in Karlsruhe
Teilnahmegebühr: keine, auch Catering + Getränke sind kostenfrei!

Anmeldung erforderlich unter boostcamp.de

Kultur des Scheiterns? The right to be stupid!

Innovationen enthalten manchmal auch eine Prise Unvernunft. Und bevor wir vor einem gelassenerem Umgang mit dem Scheitern reden, sollten wir hierzulande schon einmal mehr Raum schaffen für den kreativen Wahnsinn.

Der Satz, der mich bei meinem gerade zu Ende gegangenen Trip nach Las Vegas am meisten beeindruckt hat, stand an keinem Messestand. Er hing im Fenster des „Heart Attack Grill“ („Herzinfarktgrill“) im alten Stadtzentrums von Las Vegas. „Die Gründerväter (der USA) haben dafür gekämpft und Opfer gebracht, damit ich so dumm sein darf wie ich will,“ war dort in der Vitrine zu lesen. „The right to be stupid“. Was für eine Provokation! Wenn wenigstens das Wörtchen „verrückt“ dagestanden hätte. Da denkt man noch ein bisschen an den schlecht frisierten Albert Einstein. Aber dumm sein dürfen? Ich will hier jetzt kein Urteil darüber abgeben, welchen gesellschaftlichen Mehrwert das Mampfen von mehrstöckigen Cholesterin-Killer-Burgern nun erzeugt. Und natürlich gibt es, wie ein ebenfalls amerikanisches Bonmot besagt, viele Menschen, die das genannte Recht überstrapazieren.

Mir geht es vielmehr um das in dem Satz steckende, radikale Freiheitsdenken, das Bewusstsein, dass kein Besserwisser sagen soll, was nun für einen einzelnen gut und vernünftig ist und was nicht. Es gibt keine Zensur, kein Ausweichen vor Risiken. The right to be stupid – irgendwie gefällt mir das besser als der in Deutschland allmählich salonfähig werdende Begriff „Kultur des Scheiterns“. Das klingt schon wieder negativ, nicht so fröhlich-frech wie ich mir das wünschen würde. Abgesehen davon, dass man das Scheitern nie verklären sollte, weil es immer ein schmerzlicher Prozess ist. Doch bevor ich überhaupt Scheitern kann, muss ich erst einmal eine vermeintlich verrückte, ja in den Augen der Umgebung vielleicht sogar dumme Idee gehabt haben. Und daran krankt es in Deutschland, wenn es einmal um gewagtere Innovationen geht, vielleicht noch mehr als an der Toleranz gegenüber Verlierern. Radikale Kreativität braucht ein wenig Anarchie und manchmal fast kindlichen Trotz. Es ist kein Zufall, dass unter erfolgreichen digitalen Innovatoren wenig Krawattenträger zu finden sind. Räume voller austauschbarer männlicher Krawattenträger, in gedeckten grauen bis schwarzen Anzügen kommen mir in den Sinn, wenn es um Momente meines Lebens geht, wo Innovationen auf der Strecke blieben. (Damit ist nichts gegen einen Businessauftritt mit Stil gesagt! Auch der hat seinen Platz. Aber vielleicht nicht gleich bei der Ideenfindung…)

Deutschland ist und bleibt das Land der Bedenkenträger

Deutschland ist bunter geworden. Aber es ist immer noch das Land des Konformismus – und das gilt leider auch vielerorts für die Unternehmenskultur. Hierzulande gibt es immer viele kluge Menschen, die einem nach intensivem und hochrationalem Nachdenken folgerichtig erklären können, warum etwas ganz bestimmt nicht funktionieren kann. Der Bedenkenträger  ist ein deutscher Phänotyp. Verrücktheit gilt als Charakterschwäche: Wir sind doch hierzulande alle vernünftig – vernünftiger jedenfalls als diese spinnerten Amis, über deren Dummheiten sich so trefflich die Nase rümpfen lässt… Es ist doch dumm, wenn man glaubt, die Dinge auch mal ganz anders anpacken zu wollen, wo sich das Bestehende doch so hervorragend bewährt hat. Oder? Ich glaube viele Startups können von der Begegnung mit solchen hyper-vernünftigen Menschen  ein Lied singen,  die leider manchmal über ihr Wohl und Wehe entscheiden.

Aber die Problematik beginnt viel früher, insbesondere an der Schule. Internationale Statistiken belegen, dass das deutsche Schulsystem ganz gut ist, einen breiten Konvoi von durchschnittlichen Schülern fürs Leben zu qualifizieren. Und diese Qualifikation in der Breite ist zweifellos eine Stärke unseres Wirtschaftsstandortes. Aber wenn ich das Wort „Klassengemeinschaft“ höre oder in einer Broschüre des baden-württembergischen Kultusministeriums zu weiterführenden Schulen fast nichts über die Förderung besonders begabter Schüler lese, dann frage ich mich: Sind eigentlich auch schräge Vögel willkommen? Diejenigen mit den vermeintlich dummen Ideen?

Wir tolerieren vielleicht inzwischen das Anderssein, aber wir zelebrieren es hier zu Lande nicht. Wo hört der vermeintliche Spinner denn: Ja, du darfst anders sein. Es ist toll, dass du verquere Ideen hast!  Verrückt sein, anders sein, the right to be stupid – das gilt in den USA viel selbstverständlicher als in Deutschland als Auszeichnung. Bill Gates, Steve Jobs oder Mark Zuckerberg waren oder sind seltsame und verquere Typen. Auch Jeff Bezos (Amazon), Elon Musk (Paypal), Travis Kalanick (Uber) oder Peter Thiel (Risikokapital-Investor) sind manchmal Spinner mit dummen Ideen. Wären sie in Deutschland so weit gekommen? Ich habe meine Zweifel.

Vielleicht sollten wir  damit anfangen, dass wir nicht immer gleich die Klügsten sein wollen, die anderen die Welt erklären wie sie wirklich ist. Es muss nicht immer alles geordnet, gesittet und vernünftig zugehen. Ideen und Innovationen entstehen auch aus der Unordnung, der Provokation und der Unvernunft. Sie herauszudestillieren, sie zur Vernunft zur veredeln – das schafft echte Innovation.
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Bildquelle: BK unter CC BY-SA 2.0

New York Startup Frühjahrs-Programm STEP NYC, Bewerbung bis 27.1.2016

Vierteljährlich führt die AHK New York ihr Startup-Programm STEP NYC durch, welches handverlesene deutsche Startups für 5 Tage nach Manhattan bringt, wo die jungen Unternehmen US-Venture Capital Investoren und amerikanische Kunden treffen und in relevanten Workshops alles Wissenswerte zum US-Markteintritt vermittelt bekommen.

Ohne fremde Hilfe brauchen deutsche Startups in den USA im Durchschnitt 12-24 Monate, um die notwendigen Beziehungen zu Kunden und Investoren aufzubauen. Im Vergleich zu erfolgreichen US-Startups fehlt es deutschen Entrepreneuren oft einfach an den richtigen Netzwerken und konkretem Wissen über den reibungslosen US-Markteintritt.

Vom 28. Februar bis 4. März 2016 findet das nächste STEP NYC Program statt. Die Bewerbungsfrist für Startups endet am 27. Januar 2016. Alle weitere Informationen gibt es online: http://www.stepnyc.com

Local Games Hero Award 2016 – Helden aus dem Südwesten gesucht

Immer schon an Berührungspunkten von Animation zu anderen Medien interessiert, widmet das Internationale Trickfilm-Festival Stuttgart dem Thema Computerspiele mit der GameZone seit 2013 eine eigene Plattform. 2015 lautete das Motto der GameZone „Games für alle“. Computerspiele und Game Art standen für alle Altersgruppen und Geschmäcker zum Ausprobieren bereit. Lokal entwickelte Indie-Games wie „The Inner World“ präsentierten sich neben internationalen Blockbustern à la „Mario Kart 8“. Hochschulen aus der Region luden zum Spielen ein und beantworteten Fragen rund um ihre Games-Studiengänge. Game Designer aus der Region stellten sich und ihre Spiele vor.

2016 wird das Internationale Trickfilm-Festival Stuttgart in Zusammenarbeit mit der MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg mbH und der Hochschule der Medien Stuttgart (HdM) erstmals einen Preis für das beste Computerspiel vergeben – den Local Hero Games Award.

Der Spielemarkt bietet in der Kreativwirtschaft der Region große Potenziale. Ziel des Preises ist es, die Games-Szene im Land weiter zu stärken und die Entwicklung innovativer, hochwertiger und kulturell wertvoller Games zu fördern. Der Preis wird von der MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg gestiftet und ist mit 5.000 Euro dotiert.

Bis zum 31. Januar 2016 können Entwickler und Publisher von Computerspielen, die ihren Sitz (Haupt- oder Nebensitz) in Baden-Württemberg haben, Spieleproduktionen einreichen, die nach dem 1. Januar 2013 veröffentlicht wurden. Eine unabhängige Fach-Jury bewertet die Spiele, entscheidet über die Nominierungen und wählt den Gewinner aus. Der Local Hero Games Award wird im Rahmen des 23. Internationalen Trickfilm-Festival vergeben, das vom 26. April bis 1. Mai 2016 in Stuttgart stattfindet.

Alle weiteren Infos zum Award gibt es online.