Neuer Vorstand des Startup Stuttgart e.V. für 2016 gewählt

Am 26. Februar 2016 fand die zweite Mitgliederversammlung des am 5. Dezember 2014 gegründeten Startup Stuttgart e.V. in den Accelerate Spaces statt.

Zunächst gab es einen Rückblick auf das vergangene Jahr und den damit verbundenen Aktivitäten sowie den möglichen Aktionen des Vereins zur Unterstützung der Startups und Community der Region Stuttgart im Jahr 2016. Das Protokoll wird in den nächsten Tagen noch veröffentlicht.

Anschließend wurde der 2015er Vorstand bestehend aus Johannes Ellenberg (Vorstandsvorsitzender), Michael Aechtler (Stellv. Vorsitzender), Harald Amelung (Kassenwart) und Kai Blisch entlastet. Herzlichen Dank für eure Arbeit im vergangenen Jahr!

Vorstand 2015: Kai Blisch, Johannes Ellenberg, Michael Aechtler, Harald Amelung (v.l.n.r.)

Vorstand 2015: Kai Blisch, Johannes Ellenberg, Michael Aechtler, Harald Amelung (v.l.n.r.)

Kai Blisch und Michael Aechtler stellten sich außerdem für das neue Jahr für den Vorstand. Daneben stellten sich neu zur Wahl bzw. wurden nominiert: Thomas Poschen, Michael Haufler, Christoph Röscher und Tobias Sick. Alle sechs Vertreter wurden mehrheitlich von der Mitgliederversammlung als neuer Vorstand des Startup Stuttgart e.V. bestätigt. Als Vorstandsvorsitzender wurde Michael Aechtler durch die Mitglieder gewählt, als sein Stellvertreter Michael Haufler. Zudem wurde Tobias Sick zum Kassenwart ernannt. Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg für die Arbeit zur Förderung der Stuttgarter Startup-Community!

Vorstand 2016: Kai Blisch, Thomas Poschen, Michael Haufler, Michael Aechtler, Tobias Sick, Christoph Röscher (v.l.n.r.)

Vorstand 2016: Kai Blisch, Thomas Poschen, Michael Haufler, Michael Aechtler, Tobias Sick, Christoph Röscher (v.l.n.r.)

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10 Fragen an eMovements

Diese Woche haben wir unsere 10 Fragen an das Team von eMovements gestellt, die mit ihrem eRollator im Sommer 2014 u.a. das erste Landesfinale des Elevator Pitch BW gewonnen haben (damals noch unter dem Name e-buddy).

Wer seid ihr und welches Produkt oder Dienstleistung bietet ihr an?

eMovements entwickelt Mobilitätslösungen für Übermorgen. Unser erstes Produkt ist der eRollator, der Rollator der Zukunft. Er erweitert mit zwei eAntrieben die Mobilität des Nutzers. Eine umfassende Beleuchtung und die intelligente eBremse erfüllen den Sicherheitswunsch des Kunden.

Seit wann gibt es eMovements als Unternehmen und wie seid ihr auf die Gründungsidee gekommen?

Die Idee entstand schon 2012, als die Oma eines Gründers ein solches Produkt benötigt hätte. Zusammen mit dem aufkommenden Trend der eMobility wurde begonnen, erste Prototypen zu bauen und zu testen. Seit 2014 wird das Projekt durch uns drei Gründern Max Keßler, Matthias Geertsema und Benjamin Rudolph in Vollzeit vorangetrieben.

Logo_eMOVEMENTS

Was habt ihr vorher gemacht und wie habt ihr als Team zusammen gefunden?

Max und Matthias kannten sich bereits von einer gemeinsamen Exkursion während des Studiums. Unseren dritten Mitgründer Benjamin haben wir gezielt gesucht und auf einem Startup-Speed-Dating gefunden.

Was waren bei der Umsetzung von eMovements bisher die größten Herausforderungen?

Bei der Entwicklung und Vermarktung des eRollators sind vor allem die Themen Usability, Zulassung und Finanzierung anspruchsvoll. Es erfordert viel Erfahrung und zahlreiche Tests, um ein Produkt zu entwickeln, was gerne und einfach von älteren Menschen benutzt werden kann, da diese z.T. andere Anforderungen haben als eine jüngere Zielgruppe. Als Medizinprodukt muss der eRollator eine entsprechende Zulassung haben, was ein aufwendiges und kostenintensives Verfahren bedeutet. Schließlich ist ein Serienanlauf mit hohen Investitionskosten verbunden. Hierfür sind wir aktuell auf Kapitalsuche und werden in den kommenden Wochen an einigen Investoren-Events teilnehmen.

Im Juli 2014 habt ihr ja die erste Runde des Elevator Pitch BW gewonnen. Was hatte der Gewinn für Auswirkungen auf eure Idee und was hat sich alles seitdem getan bei euch?

Der Gewinn war ein wichtiger Meilenstein und hat uns neben viel Aufmerksamkeit in der Presse auch Selbstvertrauen in unsere Idee und das Produkt gegeben. Im Nachgang mussten wir das Produkt allerdings noch deutlich abändern, damit es von der Zielgruppe auch akzeptiert wird und einfach benutzt werden kann. So ist aus dem damaligen e-buddy, dem Begleiter mit integriertem Tablet-PC und umfangreicher Sensorik, ein eRollator mit echtem Mobilitätsmehrwert sowie einem ausgereiften, intuitiven Bedienkonzept geworden.

Team eMovements

Warum habt ihr euch für Stuttgart als Standort entschieden und nicht wie viele andere junge Unternehmen für Berlin?

Ein Umzug nach Berlin stand für uns nie zur Debatte. Wir haben in Stuttgart studiert und uns hier kennen gelernt. Auch werden wir hier optimal unterstützt, z.B. durch die Universität Stuttgart. Es gibt in der Region zahlreiche Veranstaltungen, auf denen man mit potentiellen Investoren in Kontakt treten kann. Unserer Meinung nach steht einer Unternehmensgründung in Stuttgart nichts entgegen.

Was möchtet ihr Gründern speziell als Tipp mitgeben, wenn sie in Stuttgart (und der Region) gründen möchten?

Wir würden jedem raten, die vorhandenen Netzwerke zu nutzen und möglichst viele Veranstaltungen zu besuchen. Stuttgart hat inzwischen einiges zu bieten. Am besten Mitglied werden im Startup Stuttgart e.V. und Veranstaltungen in der IHK, von Accelerate Stuttgart, vom Startup Campus Stuttgart und vor allem das Gründergrillen besuchen. Wärmstens können wir auch den kostenlosen Service im Informationszentrum im Haus der Wirtschaft empfehlen, wenn es darum geht, Marken und Patente zu recherchieren.

Angenommen ihr hättet die Chance einen Tag lang Bürgermeister von Stuttgart zu sein, was würdet ihr verändern?

Einer von uns würde sofort alles dran setzen eine Stadtmaut einzuführen und die Einnahmen daraus in den ÖPNV investieren. Auch würde er versuchen den Neckar besser zu erschließen. Zusammen würden wir ganz uneigennützig mehr eAufladestationen fördern, an denen eRollatoren jederzeit aufgeladen werden können.

Mit wem würdet ihr gerne einmal essen gehen und warum?

Gerne würden wir mit Herrn Zetsche essen gehen, um uns mit ihm über unsere Unternehmung zu unterhalten. Nicht umsonst titelte die Stuttgarter Nachrichten „Der Mercedes unter den Rollatoren“. Auch würden wir gerne darüber sprechen wie Daimler sich mit Startups noch besser aufstellen könnte. Die Stadtmaut würden wir natürlich nicht erwähnen.

Was sind eure nächsten Ziele mit eMovements und wo seht ihr euch in fünf Jahren mit dem Produkt bzw. Unternehmen?

Wir haben in mehreren Zyklen ein serienreifes Produkt entwickelt, dass wir nun gerne als Firstmover an den Markt bringen möchten. Dazu führen wir im Februar noch zahlreiche Gespräche. Der Markt ist riesig und das Interesse, zu unserem Glück, ebenso. In 5 Jahren wird unser eRollator zum Straßenbild gehören und auf Wunsch mit jeder S-Klasse mit ausgeliefert werden.

Startup Lunch Stuttgart, 2. März 2016

Jeden ersten Mittwochmittag im Monat findet der Startup Lunch Stuttgart statt. Alle, die abends zeitlich nicht so flexibel sind, sollten diese Gelegenheit zum Austausch nutzen. Der nächste Lunch findet am Mittwoch, 2. März, ab 12:30 Uhr im Besitos statt (Rotebühlplatz 21, Tisch reserviert auf Startup Stuttgart).

Wir bieten die Plattform – ihr bringt die Themen und die Lust auf Networking und Gespräche rund um Startup-nahe Themen sowie alles, was Euch aktuell bewegt, mit. Außerdem könnt ihr das mit einem lecker Mittagessen verbinden. Bitte meldet Euch im Facebook-Event an. Wir freuen uns auf Euch!

Euer Startup Stuttgart Team

Der Südwesten und seine „Things“

Die Zukunft ist digital – wer Dinge zum Anfassen baut, ist von gestern. Für den  (Produktions-) Standort im Südwesten ist das ein Gruselszenario. Aber stimmt es? Ein Plädoyer für  Differenzierung.

Vor ein paar Tagen hatte ich ein nettes, lebhaftes Gespräch mit dem Vertreter eines Unternehmens aus der Berliner Startup-Szene, dessen Geschäftsmodell es ist, etablierten Unternehmen beizubringen, was disruptive Innovation ist, und das bald nach Stuttgart kommt. Man will Firmenvertreter unter der fachkundigen Begleitung der gründungserfahrenen Coaches ganz aus ihrem gewohnten Denken herauskatapulieren. Und dabei sollen sie von ihren Produktionsentwicklern und Ingenieuren zunächst einmal möglichst fern gehalten werden. Nach dem Motto: Geht nicht? Gibt’s  nicht! Im Verlauf des Gespräches – das ein mitschreibender junger Kollege als „Boxkampf“ titulierte – spitzten  die Berliner ihre These zu: Um ein Produkt zu entwickeln und an den Mann zu bringen, brauche man keine Ahnung von Technologie zu haben. Im Gegenteil, das sei sogar schädlich. Man müsse innovativ den Markt und das Kundeninteresse erspüren, genügend Power ins Marketing stecken – die Technik folge dann sozusagen auf dem Fuß. Mein trotz aller Begeisterung für Startup-Denken à la USA durchaus vorhandener, schwäbischer Patriotismus reizte mich zum provokativ zugespitzen Widerspruch: So kann man nur in einer Stadt denken, welche ihre industrielle Substanz schon 1945 verloren hat. Wer so redet, vergisst die Stärken und Eigenheiten im Südwesten.

Die Entwicklungsprozesse und das Denken in den hiesigen Unternehmen mögen häufig viel zu technologielastig sein. Zu viele Daniel-Düsentrieb-Ideen versanden in der Tat, weil sie am Ende keiner braucht oder weil sie an den Bedürfnissen der Kunden vorbei konzipiert wurden. Aber wenn es die hiesige Region im weltweiten Wettbewerb und in Abgrenzung gegen andere Startup-Standorte schaffen will, dann muss sie selbstbewusst ihre Eigenheiten weiterentwickeln. Am Ende ist es eben nicht ganz schlecht, wenn die kreativ ausgedachten Bauteile auch höchst präzise funktionieren.

Eine der spannendsten Zukunftsfragen für den Südwesten überhaupt

Die Wahrheit dürfte, wie so oft, in der Mitte liegen. Ich halte es für eine der spannendsten Zukunftsfragen überhaupt, inwieweit sich die Wirtschaft in Baden-Württemberg von der Produktion lösen wird. Und damit meine ich nicht nur die Frage, ob Produkte nach südwestdeutschen Blaupausen nicht überall auf der Welt produziert werden können. Es geht um die Frage, welche Rolle in der künftigen Welt des „Internet of Things“, die „Dinge“ und deren nicht-digitale Aspekte überhaupt noch spielen werden. Reichen Geschäftsideen und clevere Vermarktung – und ist es letzlich egal wer die „Things“ konstruiert? Löst sich die so schön benannte „Wertschöpfung“ völlig von fassbaren Gegenständen? Wird alles virtuell und digital? Oder braucht es irgendwo kompetente Ingenieure, welche die kreativen Ideen in funktionsfähige und solide „Dinge“ zu übersetzen wissen? Und damit meine ich nicht nur die IT-Experten, welche sie zu programmieren verstehen. Wird die Technologieforschung, die Kenntnis der Materie im wahrsten Sinn des Wortes, die eine große Stärke im Südwesten ist, irgendwann einmal überflüssig?  Oder braucht es weiterhin diejenigen, welche sozusagen die Gesetze der Schwerkraft verstehen?

Ich halte das für eine der spannendsten Fragen für die hiesige Wirtschaft überhaupt – und bin selbst weit davon entfernt, hier eine abgeschlossene Meinung zu haben. Ich glaube aber, dass die Antwort in einer sehr spezifischen, südwestdeutschen Mixtur bestehen wird. Es muss sich etwas grundlegend in der Denkweise unserer „hidden champions“ ändern, in der Tat. Und man darf dafür auch zeitweise die eigenen, detailverliebt tüftelnden Techniker entmachten. Aber irgendwann mal benötigt man sie dann doch. Und deshalb braucht es einen selbstbewussten Startup-Standort mit speziellen, baden-württembergischen Akzenten. Wenn die Akteure der hiesigen Startup-Kultur nicht nur Rezepte von außen kopieren, sondern sie an die gewachsene Kultur anpassen, dann werden sie Erfolg haben und in einem großen Startup-Biotop namens Deutschland und Europa ihren Platz finden.
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Bildquelle: Horst JENS unter CC BY-SA 2.0

Erster Fintech Accelerator in Stuttgart startet im Mai 2016 – Jetzt bis 31.3.2016 bewerben!

Die Finanz- und Versicherungsbranche befindet sich stark im Wandel, die voranschreitende Digitalisierung der Unternehmen und Geschäftsmodelle ist aktueller denn je. Deshalb startet Accelerate Stuttgart ab Mai 2016 mit dem ersten FinTech Accelerator in Stuttgart, nachdem das Team bereits seit Oktober 2015 Startups erfolgreich unterstützt. Das maßgeschneiderte Programm fördert gezielt Gründerteams, die neue Technologien im Finanz- und Versicherungsbereich entwickeln, traditionelle Lösungen ablösen möchten und Produkte und Services anbieten, die auf die modernen Kundenbedürfnisse angepasst sind.

Im Rahmen eines strukturierten Innovationsprozesses anhand moderner Startup-Methoden wie des Gamified Startup Toolkits werden die Teams mit ihren Geschäftsideen zum Product-Market-Fit gebracht. Neben der fachlichen Betreuung werden die Teams außerdem mit Büroräumen in den Accelerate Spaces im Herzen Stuttgarts, durch hochkarätige Mentoren und Experten aus der Finanz- und Versicherungsbranche und dem Zugang zum umfassenden nationalen und internationalen Netzwerk des Unternehmens unterstützt. Im Gegenzug wird Accelerate Stuttgart mit einem geringen Prozentsatz an den Startups beteiligt. Zusätzlich werden etablierte Finanz- und Versicherungsunternehmen als Corporate Partner das Accelerator-Programm unterstützen. Ziel ist die Vernetzung etablierter Weltmarktführer aus der Stuttgarter Region mit innovativen Startups, die die Branche mit neuen Technologien und Geschäftsideen herausfordern.

Weitere Informationen, auch zur Bewerbung findet ihr online: http://www.fintech-accelerator.com

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Disclaimer: Der Fintech Accelerator ist ein Projekt der Autorin und ihres Teams von Accelerate Stuttgart.

Landespreis für junge Unternehmen in Baden-Württemberg – Bewerbung bis 18. März 2016!

Baden-Württembergs Wirtschaft nimmt im nationalen und europaweiten Vergleich einen Spitzenplatz ein. Diese Position verdankt es seinen vielen leistungsstarken Unternehmen – und den Köpfen, die sie erfolgreich führen. Es sind Unternehmer mit neuen Ideen, die das Land für die Zukunft fit machen. Diese Persönlichkeiten wollen die Landesregierung und die L-Bank mit dem Landespreis für junge Unternehmen auszeichnen.

Sie führen ein junges Unternehmen mit einer guten Geschäftsidee? Sie haben eine innovative Dienstleistung oder ein neuartiges Verfahren auf den Markt gebracht? Sie wirtschaften erfolgreich mit ökologischem Weitblick? Sie nutzen die Chancen der Digitalisierung? Sie leisten mit Ihrem sozialen Engagement einen Beitrag zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung! Teilnehmen können alle baden-württembergischen Unternehmen, die nach dem 01.01.2005 gegründet oder übernommen wurden und Bilanzzahlen für mindestens zwei volle Bilanzjahre vorlegen können.

Aufgerufen sind Unternehmen aus Industrie, Handwerk, Handel, dem Dienstleistungssektor und der Gesundheitswirtschaft sowie Vertreter der freien Berufe. Eine Jury mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik bewertet die Leistung des Unternehmers, das Unternehmenskonzept und den wirtschaftlichen Erfolg.

Die Ausschreibung für den mit insgesamt 90.000 EUR dotierten Landespreis endet am 18.03.2016.

Bewerben Sie sich jetzt für den Landespreis 2016: http://www.landespreis-information.de

Applications for next German Accelerator program open until February 29, 2016

Take your business to the US market without losing precious money and time! The German Accelerator brings German tech startups at top speed to Palo Alto, New York City or San Francisco. They provide a unique 3-12 month mentoring program including a powerful network of local experts and serial entrepreneurs as well as office space.

Apply by February 29, 2016 online: www.germanaccelerator.com. All services are free.