WeLikeSalesCamp am 14.4.2016 – das erste Barcamp zum Thema Vertrieb

Barcamps gibt es inzwischen zu vielen Themen: Mobile, Callcenter, Projektmanagement, Tourismus oder Stricken. Nur für den Vertrieb gab es bislang keine entsprechende Veranstaltung. Und dabei ist dieser elementarer Bestandteil eines Unternehmens und ein oft unterschätzter Faktor von Startups.

Am 14.04.2016  findet in Nürnberg das erste WeLikeSalesCamp statt. Noch gibt es Tickets und ich kann es euch nur an Herz legen hin zu gehen.

„Jeder lebt davon, dass er etwas verkauft.“

Das erste WeLikeSales steht unter dem Motto „Jeder lebt davon, dass er etwas verkauft.“ Ein Zitat von Robert Louis Stevenson, Autor von „Die Schatzinsel“ oder „Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“. Er musste es wissen, denn damals wie heute braucht es Kunden, Leser, die einem das abkaufen, was man anzubieten hat. Aber anders als zu Zeiten Stevensons gibt es heute eine Vielzahl an neuen Vertriebskanälen, wie Facebook, Twitter, Blogs, E-Mail-Newsletter etc. Aber was davon funktioniert wirklich?

Und was ist mit traditionellen Maßnahmen wie Kaltakquise, Messen oder Mailings? Welche Erfolgsrezepte gibt es dort? Zeit, sich mit anderen Leuten darüber auszutauschen. Themen, über die man sprechen kann, muss, gibt es genügend. Und Leute, die darüber sprechen können, auch. In diesem Sinne: Fahr hin und teile einen ganzen Tag lang Ideen, Wissen und Erfahrungen mit anderen Gleichgesinnten.

Los geht es am Donnerstag, 14.04.2016 um 09.00 Uhr in den Räumlichkeiten von Müller Medien.

Tickets und weitere Informationen gibt es auf http://welikesales.de/.

Startup Lunch Stuttgart, 6. April 2016

Jeden ersten Mittwochmittag im Monat findet der Startup Lunch Stuttgart statt. Alle, die abends zeitlich nicht so flexibel sind, sollten diese Gelegenheit zum Austausch nutzen. Der nächste Lunch findet am Mittwoch, 6. April, ab 12:30 Uhr im Besitos statt (Rotebühlplatz 21, Tisch reserviert auf Startup Stuttgart).

Wir bieten die Plattform – ihr bringt die Themen und die Lust auf Networking und Gespräche rund um Startup-nahe Themen sowie alles, was Euch aktuell bewegt, mit. Außerdem könnt ihr das mit einem lecker Mittagessen verbinden. Bitte meldet Euch im Facebook-Event an. Wir freuen uns auf Euch!

Euer Startup Stuttgart Team

12min.me – Ignite Talks & Networking Vol. #1 am 14.4.2016

Am 14.04.2016 präsentieren die P3 Group zusammen mit dem Startup Campus Stuttgart die ersten 12min.me Talks in Stuttgart. Die Veranstaltung findet am Startup Campus Stuttgart statt. Hier gehts zur Anmeldung.

Das Format ist leicht erklärt. Jeder Redner hat genau zwölf Minuten um sein Thema auf den Punkt zu bringen. Wer es genauer wissen möchte:
http://youtu.be/8wRrf8fTklU

Das Line-Up für den 14.04.:

Tom Friderich – Head of Partner Management bei moovel
Future Mobility

Thomas Friderich ist ein erfahrener Experte im Bereich Verkehrsmodellierung und blickt auf eine 15-jährige Karriere im Produkt Management, Verkauf und Marketing zurück. Er erarbeitet Lösungen gerne direkt mit seinen Kunden mit dem Ziel, die Welt ein Stückchen besser zu machen, in dem eine win-win Situation für alle geschaffen wird. Momentan ist er dafür verantwortlich weitere Partner für die multidimensionale Mobilitätsplattform moovel zu gewinnen.
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Emanuel Vonarx – Geschäftsführer von earlybird coffee GmbH
10 funny and not so funny facts about coffee and shopping

Emanuel Vonarx folgte bereits während seines internationalen Wirtschaftsstudiums seinem Drang den Fragen nach einem besseren und fairen Leben für alle nachzugehen. Nach Berufsstart in der Unternehmensberatung verließ er den vorgezeichneten Karriereweg und gründete mit Freunden die earlybird coffee GmbH. Im Strudel von Preiskampf und Konkurrenz steht er mit Leidenschaft für Qualität, gute Produkte und eine Generation, die etwas besser machen möchte.
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Martin Kluck – Inhaber von Social Startup Kipepeo Clothing
Social entrepreneurship in Tansania (Arbeitstitel)

Nach mehreren Monaten als Grundschullehrer an einer Schule in Tansania wollte Martin Kluck auch nach seiner Rückkehr nach Deutschland etwas verändern und startete ein Projekt, das sein und das Leben vieler anderer nachhaltig geprägt und verändert hat. Kipepeo-Clothing bedruckt fair gehandelte T-Shirts mit Motiven, die im regulären Schulalltag an Grundschulen in Tansania entstehen. Durch den Verkauf werden die Schulen durch die Bezahlung von Schulgebühren, Schulutensilien, Essen und Verpflegung sowie den Bau neuer Schulgebäude unterstützt.

https://www.youtube.com/watch?v=xdFO2lPZ8Q8
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Unternehmersprechstunde am 20.04.2016

Am 20.04.2016 findet die zweite Unternehmersprechstunde in den Accelerate Spaces statt.

Generelle Infos zur Unternehmersprechstunde findet Ihr hier.

Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist aber zwingend erforderlich und findet sich hier:
http://www.tempotrovi.com/view/VE-4UB19-MI5HK

Als Mentoren stehen folgende Unternehmer bereit:

  • Jens Schmelzle (XING)
  • Andreas Haufler (XING)
  • Johannes Pichler (XING)
  • Michael Haufler (XING)

Es stehen nur begrenzt Beratungstermine zur Verfügung also am besten sofort anmelden!

 

‚WRS‘ Gründergrillen Stuttgart #39 + Co-founder Speed Dating am 5. April 2016

Liebe Gründer und Gründungsinteressierte,

am 5. April 2016 wird wieder gegrillt. Ab 19 Uhr laden wir zum Gründergrillen in die Superschanke (aka Schankstelle) ein, wir freuen uns auf Euch! Das Grillen wird diesmal unterstützt von der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart. Vielen Dank jetzt schon dafür!

Die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) mit ihrer Initiative HiTURS organisiert außerdem vorgelagert zum Gründergrillen das nächste Co-founder Speed Dating für Gründer und Startups in der Region Stuttgart. Hier haben Gründer wieder die Gelegenheit, nach Mitgründern zu suchen und auch Gründungsinteressierte, die gern in einem Gründungsteam mitarbeiten möchten sind herzlich willkommen. Weitere Informationen zur Anmeldung zum Co-founder Speed Dating findet ihr hier online.

Der geplante Ablauf ist folgender:
• 17:30 Uhr: Begrüßung und Infos zum Ablauf des Speed Datings (vorherige Anmeldung notwendig!)
• 17:40 Uhr: 1-Minuten-Pitches ‘Ich suche’ & ‘Ich biete’ (optional)
• 18:00 Uhr: Meetings anhand der Matching-Profile (je 5 Minuten)
• 19:00 Uhr: Gründergrillen unterstützt durch die WRS startet
• ca. 20:30 Uhr: Einige Startups stellen sich vor (normale Pitches, keine Anmeldung notwendig)
• ca. 21:00 Uhr: Gründergrillen geht weiter

Kommt vorbei, greift zu und tauscht Euch aus zu (Geschäfts-) Ideen, Startups und aktuellen News aus der Szene.

Boostcamp Karlsruhe vom 16.-17. April 2016

Ihr seid ein StartUp in der Gründungs- oder Aufbauphase? Ihr seid ein Team und Euer Geschäftsmodell nimmt konkretere Züge an? Ihr seid technologieorientiert in Web, IT oder einer anderen Hightech Branche? Im BoostCamp wollen wir gemeinsam mit Euch und acht erfahrenen Mentoren Eure Geschäftsidee analysieren, vorhandene Risiken senken und fokussiert Eure Geschäftsmodelle unter die Lupe nehmen. Auf dem BoostCamp arbeiten wir gemeinsam mit Euch. Methoden dazu gibt es viele. Wir wollen, dass ihr vorankommt und werden die geeignetsten anwenden und Euch einen Schub verpassen!

Persönliches Mentoring
Wir haben 8 Mentoren und 8 Teams. Das bedeutet beste Deckung mit Mentoren. Ihr habt mindestens 2 persönliche Sessions mit den Mentoren.

Inspirierende Location
Im alten Malzwerk der Hoepfner Brauerei sitzen neben dem CyberForum und dem CyberLab zahlreiche erfolgreiche IT-Unternehmen.

Freie Kost & Location

Wir werden hier auch mit Catering und Getränken versorgt sein, so dass wir uns voll auf eure Unternehmen konzentrieren können.

Innovatives Format

Während ihr den ganzen Tag Zugriff auf Mentoren habt bekommt ihr ganz nebenbei Unterstützung mit Methoden und Skills.

Bewerbungsschluss ist der 30.3.2016. Infos und Anmeldung: http://boostcamp.de

Unternehmersprechstunde am 24.03.2016

Am 24.03.2016 findet die erste Unternehmersprechstunde am Startup Campus Stuttgart statt.

Generelle Infos zur Unternehmersprechstunde findet ihr hier.

Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist aber zwingend erforderlich und findet sich hier: http://www.tempotrovi.com/view/VE-T455I-IIDH9

Als Mentoren stehen folgende Unternehmer bereit:

  • Kai Blisch (XING)
  • Andreas Haufler (XING)
  • Tobias Sick (XING)
  • Michael Haufler (XING)

Es stehen nur begrenzt Beratungstermine zur Verfügung also am besten sofort anmelden!

 

Landtagswahl 2016: Fragen und Antworten an die Parteien zu Gründerthemen

Die Landtagswahl 2016 steht kurz bevor und wie vor zwei Jahren zur Kommunalwahl hatten wir die Parteien und Gruppierungen (CDU, SPD, Grüne, FDP, Die Linke, Piratenpartei, REP, NPD, ÖDP, Büso, Alfa, AfD, Tierschutzpartei, Die PARTEI), die sich hier zur Wahl stellen, zu ihren Positionen bezüglich Gründerthemen und Gründungsförderung befragt.

Die Fragen hatten wir an alle Parteien verschickt, die kandidieren und um Antwort bis zum 9. März 2016 gebeten. Die erste Antwort kam von der Tierschutzpartei, danach die der CDU, die dritte Antwort kam von Die PARTEI, vierte waren die Grünen und als fünfte antwortete die FDP. Die SPD antwortete gestern abend noch und bat um Aufschub bis zum Freitag. Von den restlichen Parteien erfolgte keine Reaktion. Sollten noch Antworten eintreffen, werden wir diese dann noch nachreichen.

Die jeweiligen Personen sind

  • Partei Mensch Umwelt Tierschutz: Matthias Ebner, Bundesvorsitzender, Vorsitzender im Landesvorstand Ba-Wü
  • CDU: Katrin Schütz MdL (Generalsekretärin)
  • Die PARTEI: Knud Wetzel, Kandidat LTW BW Stuttgart 1
  • Die Grünen: Nadja Unger, Wahlkampfmitarbeiterin
  • FDP: Jan Packebusch, Stellv. Geschäftsführer

Hier findet ihr nun die Antworten, zur jeweiligen Frage sortiert und den Parteien bzw. Gruppierungen zugeordnet.

Wie setzen Sie sich für mehr Gründergeist in Baden-Württemberg gerade bei jungen Menschen ein?

Tierschutzpartei:

Menschen, die bio-veganen Landbau betreiben oder Unternehmen gründen wollen, die das Angebot an ökologischen bzw. umweltfreundlichen, veganen, fair produzierten und gehandelten Produkten bzw. Dienstleistungen erhöhen wollen, werden wir intensiv unterstützen, sowohl finanziell als auch ideell. Hierzu sind ausreichende Mittel notwendig, die die Angst vor Firmengründungen mindern sowie Aufklärungskampagnen über innovative, moderne, nachhaltige und zukunftsfähige Unternehmen notwendig. Dies hilft so auch dabei, den dringend nötigen Wandel hin zu einer ethisch vertretbaren und nachhaltigen Wirtschaft einzuläuten. Das Alter von innovativen Köpfen darf jedoch nicht ausschlaggebend sein. Zur Unterstützung dieser Pläne wollen wir eine Landeskoordinationsstelle für ethische Innovation und Finanzierung einrichten sowie ein Netzwerk „Unternehmensgründung“ aufbauen. Bei diesem streben wir an, dass sich erfahrene aktive oder ehemalige Führungskräfte/Unternehmer_innen dazu bereit erklären, bis zu einem gewissen Maße ehrenamtlich bzw. für vergleichbar geringe Kosten eine fundierte Beratungs- und Betreuungsleistung anzubieten. Gleichzeitig sollten Unternehmensgründer_innen, die durch diese Unterstützung ein erfolgreiches Unternehmen auf die Beine gestellt haben, dazu verpflichtet werden, nach einer zumutbaren Zeit selbst in ein Betreuungsprojekt einzusteigen, um (zumindest ein Mal) ihre Erfahrungen an die Neugründer weiterzugeben. Weitere Positionen der Tierschutzpartei zur Wirtschaftspolitik finden Sie in unserem Grundsatzprogramm sowie unserem Wahlprogramm zur Landtagswahl auf den Seiten 18-22.

Die PARTEI:

Wir setzen hier schon im Kindergarten an, dass den jungen Menschen das Unternehmertum spielerisch nahe gebracht wird. Alles was das Kind dort malt und bastelt muss innerhalb eines gewissen Zeitraumes an Eltern, Verwandte, Nachbarn oder wildfremde Personen veräußert oder gegen Konsumgüter getauscht werden. Unterstützend werden Workshops und Möglichkeiten des Erfahrungsaustausches in der Betreuungszeit angeboten. Merke: – Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr

Die Grünen:

Wir Grüne wollen eine Gründerkultur und auch eine dazugehörige Kultur der zweiten Chance in Baden-Württemberg zu verankern. Dies kann nicht von staatlicher Stelle top-down verordnet werden. Aber es können Rahmenbedingungen geschaffen werden, wie das durch die Landesregierung eingebrachte Schulfach Wirtschaft und durch unternehmerische Angebote an Hochschulen oder Fachhochschulen. Mit dem Ausbau und der Stärkung der Kontaktstellen Frau und Beruf wollen wir Frauen u.a. auch den Weg in die Selbstständigkeit erleichtern.

FDP:

Gerade Baden-Württemberg erfüllt die Grundvoraussetzungen für erfolgreiche Gründungen. Weit über 80% der neugeschaffenen Unternehmen überstehen die ersten fünf Jahre. Ziel muss deshalb die Abbau von Angst und ein „Klima der zweiten Chance“ sein. Die FDP setzt sich für eine konsequente Vermittlung wirtschaftlichen Denkens an allen Schulen ein. Beispiele hierfür können Start-Up-Werkstätten als Planspiele sein. Oftmals steht zudem ein Berg von Bürokratie einer Gründung im Weg. Deshalb tritt die FDP für ein bürokratiefreies erstes Jahr für Existenzgründer ein. Demnach soll zu Beginn der Gründungsphase die Anmeldung des Gewerbescheines ausreichen. Und wir müssen am Zugang zum Kapital für junge Unternehmen arbeiten.

Wie wollen Sie BW als Standort für neue Gründungen und Startups attraktiver machen, so dass diese nicht bspw. nach Berlin abwandern?

Tierschutzpartei:

siehe Antwort auf Frage 1.

Die PARTEI:

Wir werden die Grenze zwischen Baden und Württemberg durch eine touristisch ansprechende bauliche Trennung markieren. Dadurch kann die Abwanderung eingegrenzt werden. Zudem wird auf dem Gelände der jetzigen Landeshauptstadt Stuttgart zum Zwecke der umweltfreundlichen Energiegewinnung ein Stausee eingerichtet. Dieser dient den Menschen des angrenzenden Wirtschaftsraumes zugleich als attraktives Naherholungsgebiet. So haben Gründer die Möglichkeit sich schnell zu erholen und sich mit neuer Kraft den anstehenden Projekten zu widmen.

Die Grünen:

Baden-Württemberg hat grundsätzlich gute Bedingungen als Standort wegen seiner Innovationsfähigkeit und einer starken Industrie. Während Berlin zwar hip ist, haben baden-württembergische Start-Ups bessere Überlebenschancen und schaffen es langfristig bester, sich am Markt zu etablieren. Das wollen wir durch gezielten Dialog zwischen klassischer Industrie und Neugründungen fördern, indem z.B. die Industrie 4.0 Plattform der Landesregierung auch für Neugründungen geöffnet wird. Der neue Wagniskapitalfonds des Landes bietet gute Finanzierungsmöglichkeiten. Außerdem liegt uns die Stärkung der Ausgründungen an den Universitäten am Herzen, die wir z.B. mit der Innovationsallianz Baden-Württemberg gezielt vorantreiben. Die Ausweitung des Technologietransfers ist für uns ein wichtiger Hebel für mehr Gründungen.

FDP:

Ein wichtiger Ansatzpunkt ist die fehlende Versorgung mit Breitband in Baden-Württemberg. Wir wollen deshalb eine Investitionsoffensive auflegen, die in den kommenden fünf Jahren eine Milliarde Euro in schnelles Internet und neue Straßen investiert. Die finanziellen Mittel sollen der Landessstiftung Baden-Württemberg entnommen werden. Zusätzlich sollen Landesbeteiligungen auf den Prüfstand und gezielt veräußert werden. Außerdem braucht es attraktive Rahmenbedingungen – durch eine Politik, die Unternehmungen mehr Freiraum gibt und weniger Bürokratie auferlegt, für bezahlbaren Wohnraum sorgt, für ein gutes und vielfältiges Kita- und Bildungsangebot sorgt.

Wie wollen Sie mehr vermögende Mitbürgerinnen und Mitbürger als Business Angel für junge innovative Unternehmen in BW gewinnen?

Tierschutzpartei:

Das Land sollte Investitionen in junge innovative, ethisch vertretbare und nachhaltige Unternehmen finanziell unterstützen und bewerben.

Die PARTEI:

Wir werden eine Lotterie einführen bei der alle vermögenden Mitbürger/ innen teilnehmen. Somit wird sichergestellt dass jeder die gleiche Chance hat ein Business Angel zu werden. Zudem werden Bürger zu engagierten Business Angels die vorher noch nie was davon gehört haben.

Die Grünen:

Private Investoren sind wichtige Partner bei der Etablierung einer Gründerkultur, die Kultur der Business Angels ist in Baden-Württemberg gut etabliert. Aufgabe der Politik sehen wir Grüne vor allem darin, Best Practice Beispiele sichtbarer zu machen und gründungswillige Menschen mit potentiellen Investoren zu vernetzen. Gerade die Digitalisierung eröffnet hier gute Möglichkeiten und so wollen wir mit Sparkassen, Genossenschaftsbanken und Privatbanken alternative Gründungsfinanzierungen wie Crowdfunding unterstützen.

FDP:

Die von der Bundesregierung geplanten Maßnahmen zur Förderung von Venture-Capital-Investitionen und zur Stärkung der Finanzierungsmöglichkeiten von Startups sind ein Schritt in die richtige Richtung. Wichtig ist, dass es nicht bei diesem einen Schritt bleibt. Ein Venture-Capital-Gesetz ist nach wie vor dringend erforderlich. Die Landesregierung muss sich nun an die Spitze der Bewegung zur Förderung einer dynamischeren Gründungskultur setzen und ein solches Gesetz im Bundesrat initiieren. Auch die von CDU-Bundesfinanzminister Schäuble verfolgte Verschärfung der Investmentbesteuerung muss endgültig ad acta gelegt werden. Denn ein solches Anti-Startup-Gesetz würde die Finanzierungsmöglichkeiten für junge Unternehmen massiv verschlechtern. Noch mehr Startups würden den Weg ins Ausland suchen, weil potentielle Geldgeber wie etwa „Business Angels“ in Deutschland nicht mehr investieren.

Wie wollen Sie BW als Standort für Venture Capital Fonds attraktiver machen?
Tierschutzpartei:

Baden-Württemberg gilt bereits heute als Innovationsmotor. Dies wollen wir weiter unterstützen. Durch die in der Antwort auf Frage 1 genannten Maßnahmen soll auch Venture Capital Fonds deutlich gemacht werden, dass Stuttgart ein perfekter Standort für sie ist.

Die PARTEI:

Hier befinden wir uns noch in einem innerparteilichen Findungsprozess.

Die Grünen:

Über Initiativen der L-Bank, der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft und des Wirtschafts- und Finanzministeriums möchten wir die Venture Capital Landschaft in Baden-Württemberg weiter ausbauen. Von diesem Ausbau erhoffen wir uns einen weiteren Pull-Effekt von privaten VC-Fonds, die sich um die Stuttgarter Banken- und Börsenlandschaft ansiedeln. Durch die Reise unseres Ministerpräsidenten ins Silicon Valley in 2015 sind wir auch dran, Baden-Württemberg in der Welt bekannter zu machen, um mehr globales Kapital in die Region zu lenken. Steuerliche Anreize müssen auf Bundesebene gesetzt werden.

FDP:

Uns geht es vor allem darum, Baden-Württemberg insgesamt für solche Fonds attraktiver zu machen. Dafür müssen wir bessere Rahmenbedingungen für Venture Capital Geber schaffen, etwa indem rechtliche Beschränkungen für Investitionen (zum Beispiel vermeintlich mündelsichere Anleihen) überprüft und angepasst werden.

Wie wollen Sie Gründungen von Nichtakademikern fördern?

Tierschutzpartei:

Gründer_innen brauchen nicht unbedingt ein Studium, sondern v. a. eine gute Idee und einen gut durchdachten Businessplan. Siehe auch Antwort auf Frage 1.

Die PARTEI:

Wir unterscheiden hier nicht zwischen Akademikern sowie Nichtakademikern und werden allen 10 kleine Motivationssprüche die wir in Glückskeksen verstecken zusenden. Diejenigen die den Zettel mitessen werden wir von der Liste der förderungsfähigen Gründer wieder streichen.

Die Grünen:

Uns Grünen sind Gründungen von Nichtakademikern äußerst wichtig. Mit der Startfinanzierung der L-Bank gibt es z.B. eine maßgeschneiderte Förderung für Handwerksbetriebe. Gefördert werden Vorhaben zur Existenzgründung durch Neugründung, Betriebsübernahmen oder Vorhaben zur Existenzfestigung innerhalb von 5 Jahren nach Aufnahme der selbständigen Tätigkeit. Der Gesamtkapitalbedarf darf 150.000 Euro je Gründer oder Unternehmer, insgesamt aber 600.000 Euro, nicht überschreiten. Gefördert werden gewerbliche Unternehmen aus Handwerk, Handel, Industrie, Dienstleistungs- und Kleingewerbe sowie Hotel- und Gaststättengewerbe. Außerdem haben wir die Gründungsberatungen reformiert, um Gründern bessere Unterstützung geben zu können.

FDP:

Das Handwerk ist eine der interessantesten Branchen, um sich in der Zukunft zu gründen. Damit künftig mehr Nichtakademiker mit ihrer Idee an den Markt gehen, brauchen wir zunächst mehr Facharbeiter und Meister, die über das notwendige Know-How verfügen. Deshalb ist die Stärkung der beruflichen Schulen und der dualen Ausbildung dringend notwendig. Die grün-rote Landesregierung hat in ihren Koalitionsvertrag eine starre Akademikerquote von 50 Prozent geschrieben. Das halten wir für einen Fehler. Wir wollen, dass Realschulen nicht gezwungen werden nach der Gemeinschaftsschulpädagogik zu unterrichten und wir werden die Plätze an den beruflichen Gymnasien ausbauen. Außerdem müssen bestehende Existenzgründerprogramme überprüft und für Nichtakademiker geöffnet werden.

Wie stehen Sie zu Privatinitiativen und Graswurzelbewegungen in der Gründerszene und wie wollen Sie diese in die Aktivitäten der Gründerförderung einbeziehen?

Tierschutzpartei:

Diese Bewegungen sehen wir absolut positiv und wollen sie unterstützen. Man muss in einen intensiven Dialog mit motivierten Menschen treten und sich ihre Wünsche und Bedürfnisse genau anhören, um entscheiden zu können, wie man sie bestmöglich fördern kann, jedoch immer unter den Prämissen, dass Gründungen ethisch vertretbar und nachhaltig sind.

Die PARTEI:

Prinzipiell ist das eine tolle Sache. Da dies ja eine unabhängige basisorientierte Initiative ist setzen wir uns dafür ein dass diese Initiative unabhängig bleibt.

Die Grünen:

Privatinitiativen und Graswurzelbewegungen sind ein äußerst fruchtbares Umfeld für Gründungen. Gründungsgeist darf nicht durch staatliches Handeln erdrückt werden. Darum setzen wir Grüne eher auf die Unterstützung dieser privaten Initiativen, als Gründungen von oben „verordnen“ zu wollen. Wir wollen die richtigen Rahmenbedingungen setzen, damit sich diese Initiativen entfalten können. Z.B. in dem wir Förderprogramme für sie öffnen, sie mit Business Angels zusammenbringen und Finanzpartner mit geeigneten Finanzierungsangeboten vermitteln.

FDP:

Privatinitiativen leisten einen wichtigen Beitrag, dass sich gründungswillige Menschen vernetzen und Erfahrungen austauschen können. Die „FuckUp-Night“ ist ein Beispiel für ein gelungenes Format, das aus einer privaten Initiative heraus entstanden ist. Wir werden in der Landesregierung das Know-How dieser Privatinitiativen nutzen, die Gründerförderung entsprechend weiterentwickeln und überlegen, an welchen Stellen eine direkte Einbeziehung der Privatinitiativen sinnvoll erscheint.

Wie wollen Sie dem Bedarf an bezahlbarem Büroraum speziell für Gründer und Startups begegnen? 

Tierschutzpartei:

Die Schaffung von bezahlbarem Büroraum muss, genau wie von bezahlbarem Wohnraum, staatlich unterstützt werden. Hierzu zählen v. a. die finanzielle Entlastung der Schaffung von günstigem Wohn- und Büroraum. Die Städte müssen zudem mehr gegen lange leerstehende Gebäude unternehmen. Eigentümer sind hier mehr in die Pflicht zu nehmen. Zudem setzen wir uns für Innovationsförderzentren mit Subventionen für Büros in den ersten Gründungsjahren ein.

Die PARTEI:

Wir werden dem sehr freundlich begegnen.

Die Grünen:

Bezahlbare Räumlichkeiten in urbanen Regionen sind wichtige Pfeiler für Gründungen, um nah an Kunden, an Geschäftspartner und am Puls der Zeit zu sein. Die Gründerzentren von Kommunen oder Kammern sind dabei von entscheidender Bedeutung. Kommunale Wirtschaftsförderungen wollen wir ermuntern, „shared office space“ einzurichten, wo sich Gründer zu fairen Mietpreisen niederlassen können. Aufgrund der unterschiedlichen Herausforderungen ist es aber schwierig, hier von Landesseite Patentlösungen anzubieten. Hier sehen wir vor allem die Kommunen in der Pflicht, die Bedarfe von Gründern bei der Flächenplanung zu berücksichtigen.

FDP:

Durch die Entbürokratisierung und Rücknahme überflüssiger Regelungen in der Landesbauordnung sind möglicherweise Kostensenkungen möglich. Darüber hinaus gibt es ein breites Angebot im Land: von Technologieparks bis hin zu den Gründerzentren an den Hochschulstandorten.

 

Die CDU schickte uns nur eine generelle Aussage, ohne speziell auf die Fragen einzugehen:

Um den Anschluss an zukünftige Geschäftsmodelle nicht zu verlieren, braucht ein rohstoffarmes Land wie Baden-Württemberg eine Gründerkultur, die von der Schule bis zur Universität unternehmerisches Denken vermittelt und auch das Scheitern von Geschäftsideen in Kauf nimmt. Führungsqualifikationen sollen nach den Vorstellungen der CDU Baden-Württemberg in die Lehrpläne und Studienordnungen Eingang finden. Wir werden den Wettbewerb um neue innovative Geschäftsmodelle für Produktion und Dienstleistungen vorantreiben und die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen schaffen, damit sich in unserem Land ein Gründungsklima entwickeln kann.

Hierbei unterstützen wir ein Venture-Capital-Gesetz, das nach dem Koalitionsvertrag der Bundesregierung auf den Weg gebracht werden soll und das als Bestandteil keine Steuerpflicht für Veräußerungsgewinne bei Streubesitzanteilen, keine Umsatzsteuer auf Management-Vergütungen und den Erhalt von Verlustvorträgen auch beim Wechsel der Anteilseigner vorsieht. Die steuerliche Benachteiligung von Eigenkapital gegenüber Fremdkapital ist ein Systemfehler. Private Investoren sollten bei Verlust ihr Wagniskapital steuerlich absetzen können, damit sich die Finanzierungsoptionen junger Gründer verbessert. Die CDU Baden-Württemberg könnte sich auch Fonds-Modelle mit der KfW-Bank vorstellen. Die L-Bank könnte hierbei die Rolle des Vermittlers übernehmen, um Missbräuche zu verhindern.

Eine dem Wirtschaftsministerium zugeordnete Stelle wird sich dezidiert um alle Belange von Startup-Unternehmen kümmern und als Plattform für innovative Kooperationen oder Cluster agieren. In der Gründungsphase wird diese Stelle alle Belange junger Unternehmen als One-Stop-Agency wahrnehmen und dabei den bürokratischen Aufwand auf niedrigem Niveau halten. Ein gründungsfreundliches Steuerrecht ist unverzichtbar. So sind z.B. monatliche Umsatzsteuervoranmeldungen, enge Buchführungspflichten, Sozialbeiträge für Geschäftsführer gründungshindernde Elemente, die einer Unternehmensgründung eher im Wege stehen.

Bestehende Förderprogramme des Landes und der Verbände für Menschen mit Migrationshintergrund bei Unternehmensgründungen müssen ausgebaut und vernetzt werden. Das Land soll seine Aktivitäten eng auf das bereits bestehende, umfangreiche Beratungsangebot von IHK und Handwerkskammer für Existenzgründerinnen und Existenzgründer mit Migrationshintergrund abstimmen. Die CDU Baden-Württemberg wird sich dafür einsetzen, dass in einem Open-Data-Gesetz geregelt wird, dass offene Daten in freien Formaten frei verfügbar sind und eine wirtschaftliche Nutzung dieser öffentlichen Datenbestände möglich ist.

Wir bedanken uns bei allen, die auf unsere Fragen – insbesondere auch so knapp vor der Wahl – geantwortet haben.

Natürlich ist unsere Umfrage sehr einseitig und monothematisch. Und eine Wahlentscheidung solltet ihr nicht allein aufgrund dieser Antworten hier treffen. Insofern bleibt uns noch zu sagen: Informiert euch und geht zur Wahl.

Bildquelle: CC BY-ND 2.0 von Dennis Skley auf Flickr

Elevator Pitch BW – Noch sieben Regional Cups bis zum Landesfinale 2016

Im Herbst 2015 startete die dritte Runde der landesweiten Elevator Pitch BW Wettbewerbsreihe durch Baden-Württemberg mit dem Auftakt am 01.10.2015 in Heidelberg. Bereits zehn Wettbewerbe haben in dieser Runde stattgefunden, nun folgen noch sieben Events, davon einige in Stuttgart und der Region:

Neben den 500 Euro Preisgeld dürfen die jeweiligen Regionalsieger am Landesfinale im am 17. Juni 2016 teilnehmen. Die Zweitplatzierten jedes Regional Cups erhalten ein Preisgeld von 300 Euro und die Drittplatzierten 200 Euro. Die Gewinner der Wild Card (Publikumsliebling) dürfen an einem weiteren Vorausscheid teilnehmen und haben hier noch einmal die Chance, sich für das Finale zu qualifizieren.

Nutzt Eure Chance und bewerbt Euch jetzt für einen der kommenden Regional Cups! Anmelden kann sich jeder mit einer Geschäftsidee aus Baden-Württemberg. Ihr müsst kein Unternehmen gegründet haben, jedoch solltet ihr nicht mehr als drei Jahre an der Geschäftsidee gearbeitet haben. Ihr habt Euch schon einmal beworben und habt es beim Online-Voting leider nicht unter die ersten zehn Teilnehmer geschafft? Gerne könnt ihr in dem Fall noch einmal die Gelegenheit nutzen und Eure Bewerbung für einen weiteren Regional Cup einreichen.

Weitere Infos zum Wettbewerb und den Teilnahmebedingungen findet ihr auf https://www.elevatorpitch-bw.de.
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Disclaimer: Die Event-Reihe setzt die Autorin dieses Beitrags im Auftrag der ifex des MFW Baden-Württemberg mit ihrem Team von Accelerate Stuttgart um.

Ein Wunschzettel an die (künftige) Landesregierung

Was kann eine neue Landesregierung für Startups tun? Ich denke da nicht an große Gesetzeskataloge oder neue Förderwettbewerbe, sondern an bessere Koordination und mehr Offenheit im Bildungssystem für Gründergeist.

Wahlen haben vorne ein W wie „Wünsche“ – und so will ich eine Woche vor der baden-württembergischen Landtagswahl aus meiner Sicht formulieren, was eine neue Landesregierung der Startup-Szene im Land Gutes tun könnte. Auch zwischen den Zeilen ist das nicht als Wahlempfehlung gedacht. Ich habe keine konkrete Partei im Kopf – das Thema wird jede Regierung angehen, die sich nach der Wahl konstituiert.

Startup-Förderung ist etwas anderes als traditonelle Wirtschaftsförderung: Themen, Arbeitsweisen, Kultur, Finanzierungswege sind anders gelagert. Insbesondere der IT-Bereich hat andere Spielregeln, pflegt mehr Schnelligkeit, mehr Beta-Versionen, andere Geschäftsmodelle. Ein künftiges Wirtschaftsministerium bräuchte einen öffentlich weithin sichtbaren Beauftragten, der die Sprache der Szene spricht. Im besten Fall wäre das jemand, der (oder die) selber einmal gegründet hat, der das Vokabular kennt und nicht nur nachplappert. Es muss  ja nicht gleich bei jedem Startup-Wettbewerb der Minister sich höchstpersönlich profilieren.

Die Landesregierung muss sich um das Bild nach außen kümmern

Ein solcher Startup-Beauftragter  hätte eine ganz konkrete Aufgabe: Er sollte die Fäden  zwischen Mannheim und Freiburg, Karlsruhe und Stuttgart, Ulm und Konstanz zusammenhalten. Förderzentren, Gründerwettbewerbe, Subventionen und Mini-Cluster gibt es heute schon en masse. Zwar gibt es löblicherweise die Koordinierungsinitiative Ifex. Aber ein wenig straffer dürfte eine künftige Landesregierung die Zügel schon halten. Wenn ein halbes Dutzend oder mehr Logos verschiedener Förderer bei ein und derselben Veranstaltung versammelt sind, nenne ich das noch nicht Kooperation oder gar Koordination.

Das Land hat viel Geld ausgegeben, um mit der berühmten Imagekampagne „Wir können alles außer Hochdeutsch“ Baden-Württemberg als Marke zu etablieren. Marken schaffen Außenwahrhnehmung – und daran krankt es bei dem ingesamt hervorragenden Startup-Standort Baden-Württemberg immer noch.  Nein, keine Sorge: Zentralismus wird es im Bindestrich-Bundesland auch an diesem Punkt nie geben.  Aber das Land zahlt an vielen Stellen mit. Und wer zahlt, sollte mitreden. Gibt es Doppelungen, kann man an der einen oder anderen Schraube drehen, um beispielsweise Gründer nicht nur in der Frühphase zu fördern? Kann man vielleicht ein abgestimmtes Baukasten-Fördersystem etablieren? Was wir nicht brauchen, sind weitere, separat agierende Gründerwettbewerbe, die auch den letzten noch nicht beackerten Nebenschauplatz bespielen.

Wenn regionale Initativen ihre eigenen Wege gehen, sei das ihnen unbenommen. Eine Landesregierung muss aber die Interessen von Baden-Württemberg als Ganzes im Blick haben. Ein kritischer Blick darauf, wo Steuergelder private Iniative womöglich  zu verdrängen drohen, ist hier übrigens mindestens so wichtig wie allzeit prall gefüllte Fördertöpfe.

Bildungspolitik ist für jede Landesregierung die Königsdisziplin

Die Rahmenbedingungen für Startups sind nicht nur durch Geld definiert. Ein guter Teil der deutschen Bürokratie liegt in der Verantwortung der Länder. Wenn Finanzämter darauf getrimmt werden, die spezifische Situation von Startups bei der Regelauslegung stärker in den Blick zu bekommen, dann ist mehr gewonnen als mit der dutzendsten Förderinstitution.

Viele Gesetze werden im Bund gemacht, ein einzelnes Bundesland hat darauf nur begrenzten Einfluss. Natürlich soll ein neuer Wirtschaftsminister auch beim Bund unermüdlich für Entbürokratisierung, ein gründerfreundliches Steuerrecht  und eine bessere digitale Infrastruktur werben. Und an dem einen oder anderen Punkt wie dem Breitbandausbau darf das Land auch gerne selber Geld in die Hand nehmen. Aber eine Landesregierung sollte insbesondere auf die Zuständigkeitsbereiche blicken, in denen sie wirklich das Sagen hat – und das sind die Schulen und Hochschulen. Die Programme  zur Innovations- und Technologieförderung von der Industrie 4.0 bis zur Bioökonomie sind in Baden-Württemberg vielfältig.

Doch zum Gründen braucht es nicht nur technische Expertise, sondern auch die richtigen Gründer-Typen. Dazu passen aktuelle Umfrageergebnisse, wonach sich zwar in Deutschland fast jeder zweite zwischen 18 und 34 Jahren mit dem Gedanken anfreunden kann, vielleicht einmal zum Gründer zu werden – aber am Ende nur 10 Prozent dies realisieren.

Und hier lassen sich in Bildung und Ausbildung wichtige Fundamente legen. Das Schulfach Wirtschaft ist an den Schulen bereits etabliert, Schüler können sogar schon als Mini-Gründer im Rahmen des Unterrichts Erfahrungen sammeln. Es gibt Gründerlehrstühle an den Hochschulen. Hierauf kann man aufbauen – etwa durch Änderungen an der Studien- und  Prüfungsordnung, die es leichter machen, schon während des Studiums zu gründen. Hier hat eine Landesregierung Spielraum – und sie sollte ihn auch nutzen.

Bildquelle: Till Westermeyer unter CC BY-SA 2.0