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14.12.2016 Open Pitch Call für DIE HÖHLE DER LÖWEN in Frankfurt

Die Höhle der Löwen“ startet in eine neue Staffel. Seid dabei und nutzt Eure Chance auf den Deal Eures Lebens!

Auch 2017 treten Erfinder und junge Unternehmer in Deutschlands erfolgreichster Gründer-Show vor fünf Investoren, mit deren Hilfe aus Ideen große Firmen werden können. Vor laufender Kamera gilt es die Löwen zu überzeugen, in das eigene Business zu investieren und es gemeinsam zum Erfolg zu führen.

Bewerbungen sind ab sofort möglich unter dhdl@sonypictures-tv.de.

Erstmals habt Ihr aber auch die Chance Euer Business persönlich bei uns vorzustellen. Wir laden zum

OPEN PITCH CALL

am 14. Dezember 2016
09:00 – 18:00 Uhr

im MEET/N/WORK in Frankfurt am Main
Poststraße 2-4
60329 Frankfurt

Hier habt Ihr die Möglichkeit Eure Idee/ Euer Business/ Produkt in einem bis zu 3 minütigen Pitch vorzustellen – so wie Ihr es in der Show vor den Löwen präsentieren würdet. Dieser Pitch wird aufgezeichnet und intern für den Auswahlprozess genutzt. Kommt gut vorbereitet und begeistert uns! Bitte seht davon ab Businesspläne mitzubringen, über Produkte und Anschauungsmaterial freuen wir uns aber natürlich.

Bringt bitte ausreichend Wartezeit mit – wer eine weitere Anreise hat oder zeitlich eingeschränkt ist, hat zudem die Möglichkeit sich im Vorfeld schon ein Zeitfenster bei uns zuteilen zu lassen. Schreibt uns dazu bitte bis zum 11. Dezember eine Mail mit einer kurzen Vorstellung von Euch und Eurem Produkt an:

openpitchcall@sonypictures-tv.de

Alle, die spontan und ohne Anmeldung vorbeikommen möchten sind natürlich ebenfalls herzlich eingeladen. Weitere Infos zu unserem Open Pitch Call könnt Ihr auf unserer Website finden:

http://www.sonypictures-tv.de/de/openpitchcall

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Modulare oder Individuelle Videoclips – green-boxx animation im Kurzportrait

Und da kommt auch schon das dritte und vorletzte Kurzportrait! Im Rahmen der Verlosung mit unserem Netzwerkpartner StartupSpot Bawü stellen wir euch heute das kreative Startup green-boxx animation vor!

green-boxx animation ermöglicht seinen Kunden grafische Trickfilme und Videoclips – egal ob modular oder individuell. Das Gründerduo Samira Djidjeh und Michael Möller haben neben Kunden, wie die Landesagentur Umwelttechnik Baden-Württemberg oder die Hochschule Heilbronn, das Ziel aktuelle gesellschaftspolitische Inhalte in wunderschön animierte Filme zu verwandeln. Die beiden haben mit uns über ihre Projekte gesprochen:

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Frozen Yogurt aus Heilbronn – kissyo im Kurzportrait

Das letzte Kurzportrait der Verlosung geht an kissyo! Ein letztes Mal stellen wir euch mit unserem Netzwerkpartner StartupSpot Bawü eines der vielen kreativen Startups aus Baden-Württemberg vor:

Seit Ende 2013 gibt es die leckeren Frozen Yogurts von kissyo im Supermarkt zu kaufen. Ohne künstliche Aroma-, Farb- und Zusatzstoffe schmecken die Produkte besonders gut, auch, weil sie die ökologischen Standards erfüllen und biozertifiziert sind! Sie haben am 18. November für ihre Sorte NATUR den eat healthy award 2016 bekommen und sich damit gegen Arla’s Skyr durchgesetzt. Wir haben mit Lutz Haufe, dem Gründer von kissyo, über sein Startup gesprochen:

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Kleingartensysteme in der Stadt – Geco-Gardens im Kurzportrait

Weiter geht’s! Wir stellen euch heute das zweite Kurzportrait von dem Gewinnspiel mit unserem Netzwerkpartner StartupSpot Germany vor:

Geco-Gardens schaffen neue Gartenflächen für die ökologische Eigenproduktion mitten in der Stadt. Durch ihre vertikalen und automatisierten Kleingartensysteme ermöglichen sie Bewohnern in urbanen Gegenden auf kleinstem Raum Nutz- und Zierpflanzen wachsen zu lassen.

Neben der Dachterrasse von ‘Brot für die Welt’ in Berlin, stehen Geco-Gartensysteme in Stuttgart und Freiburg, aber auch schon in Indien und Südafrika. Sie haben auch vor kurzem die ‘Social innovation competition’ in Stuttgart gewonnen! Der Agrarwissenschaftler und gleichzeitig Gründer von Geco-Gardens, Bastian Winkler, hat mit uns über seine Projektideen gesprochen:

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07.12.2016: Der Appcircus kommt erstmalig ins Ländle!

Bewerbt Euch mit Euren Apps bis zum 20.11.2016

Seit 2007 bringt der Appcircus die globale Mobile-Community auf über 150 Events zusammen und ist damit der größte App-Showcase weltweit.

Erstmalig am 07.12.2016 wird mit dem #ACStuttgart nun auch einer der regionalen Vorentscheide für die Mobile Premier Awards in Barcelona hier bei uns im Ländle ausgetragen. Denn der einzige Weg um im Frühjahr während des Mobile World Congress für den #MPA2017 anzutreten, führt über einen Appcircus – und den Sieg eines solchen.

Für App-Entwickler eine große Herausforderung, aber auch einzigartige Chance ihre Ideen der interessierten Tech-Community zu präsentieren. Unter den früheren Gewinnern finden sich Apps wie Waze, Glovo, Fansino, Layar, Best Apps Market und viele mehr.

Also worauf wartet ihr? Das ist EURE Chance bei DER App-Competition eure App zu promoten. Bewerben könnt ihr euch bis zum 20.11.2016 hier.

Als Keynote für den Abend im nagelneuen WIZEMANN.SPACE haben die Organisatoren und selbst jungen Gründer einen früheren Appcircus-Gewinner nach Stuttgart geladen: Omri Erez wird berichten von ihrem Weg, ihren Erfahrungen und Learnings – als sie mit ihrer App Fansino erst in San Francisco den Appcircus gewannen und anschließend in Barcelona auch den #MPA2015.

Wenn ihr also (noch) keine App habt, und dennoch dabei sein möchtet, wenn in Stuttgart App-Geschichte geschrieben wird: Die kostenfreien Tickets für den #ACStuttgart sind hier verfügbar.

Es freuen sich auf euch, eure Apps und einen tollen #ACStuttgart…
…Alex & Sonja von no/academy

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Inneneinrichtung für dich gemacht! – Roomtailors im Kurzportrait

Der erste Sieger ist ermittelt! Wir stellen euch heute das erste Kurzportrait von dem Gewinnspiel mit unserem Netzwerkpartner StartupSpot Germany vor:

Neuste IT-Lösungen mit Architekturkonzepten zu kombinieren, ist die Spezialität von Roomtailors. Das Gründertrio bietet individuelle Lösungen für maßgeschneiderte Wohnkonzepte – und das gratis!

Mit dem EXIST Gründerstipendium vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstützt, baute sich das Startup seit März 2016 mit zur Zeit 17 Partnern in der Möbel-Branche auf. Mit Tobias Lange, Clemens Hildebrandt und Michael Hilkert haben wir über ihre Ideen gesprochen:

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36.000 m² Pioniergeist in Stuttgart für Startups ….

Es hört sich fast zu gut an!
In Stuttgart entsteht eine neue, riesige Fläche mit >36.000 m² für Startups, Künstler, Makers, Corporates und Gründungsinteressierte – zum Vergleich, das Gründerzentrum Garching/München ist ca. 6.000 m² groß. Nachdem Flächen in Stuttgart immer Mangelware sind, haben wir uns auf den Weg gemacht um mehr über das Projekt Live at Stuttgart für euch zu erfahren.

Wir sprachen mit Heiner Scholz, dem Initiator, in seinem Büro in Böblingen. Mit dem Projekt Live at Stuttgart, ist Heiner überzeugt, wird etwas Besonderes geschaffen. Ein Ort der sich an der europäischen Art des Zusammenlebens orientiert. Das heißt, bei der ganzen Gestaltung des Gebäude wird sehr viel Wert darauf gelegt den engen Austausch zwischen den Menschen zu fördern. Auf 9 Etagen wird es unterschiedlichste Flächen geben, von Büros, Maker Space, Co-Working, Besprechungsräume, großzügige Gemeinschaftsküchen, Fitnessraum, Restaurant, Kiosk, Swimming Pool und sogar einen Club. Durch diese Konzeption möchte man die eingezogenen Unternehmen, Gründer, Startups und Künstler zu einer Gemeinschaft „formen“.

An der Gesamtfläche werden Corporates allerdings nur einen kleinen Anteil bekommen. Für Startups soll der Einzug ins Live at Stuttgart bezahlbar bleiben. Man tüftelt augenblicklich noch an den genauen Beitragsmodellen, dazu wird es in den nächsten Wochen mehr Infos geben.

Heiner Scholz

Heiner Scholz vor der Skizze von Live at Stuttgart

Bereits Anfang 2017 soll der erste Bauabschnitt abgeschlossen sein. Die komplette Fläche wird voraussichtlich ab Mitte 2017 bezugsbereit sein. Wer Interesse an der Fläche hat, kann sich bereits auf der Reservierungsliste eintragen (Link am Ende des Artikel). Heiner betonte aber auch, dass „Vielfalt wichtig ist„. Daher werden alle Interessenten noch mal kontaktiert, um das Konzept zu erläutern und den „Fit“ zu prüfen.

Fläche Live at Stuttgart

Fläche Live at Stuttgart

Im November folgt eine Pressemitteilung mit mehr Infos. Wir von Startup Stuttgart bedanken uns für die Vorab-Info und drücken dem Projekt die Daumen. Stuttgart braucht bezahlbare Flächen für Gründer und ein solches Quartier mit Corporates, Startups, Küstler etc. hört sich vielversprechend für die Weiterentwicklung des Stuttgarter Startup Ecosystem an.

Link zur Registrierung und mehr Informationen: https://www.liveatwork.com/liveatstuttgart

Video von Heiner zum Projekt Live at Stuttgart.

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Startup Weekend Stuttgart, 25. – 27. November 2016

Vom 25. – 27. November findet zum wiederholten Male das Startup Weekend Stuttgart an der Hochschule der Medien statt. Dabei stehen die Unternehmer von morgen im Mittelpunkt und damit jeder, der mitmachen möchte. Egal ob mit eigener Idee oder ohne, die Motivation der Teilnehmer ist der Motor für ein Wochenende voller Inspiration und Ergebnisse.

Nach der Präsentation der Geschäftsideen am Freitagabend geht es in die Entwicklungsphase. In Teams werden die Ideen das restliche Wochenende weiter ausgebaut und Prototypen sowie Businesspläne erstellt. Ganz getreu dem Motto: Nicht nur reden, sondern machen! Mentoren aus der Startup-Szene stehen den Teams hierbei mit Know-how und tatkräftiger Unterstützung zur Seite. Bei einem abschließenden Pitch am Sonntagabend werden die Teams von einer Jury bewertet.

 

Tickets für das Startup Weekend Stuttgart 2016 sind hier erhältlich:

https://www.eventbrite.com/e/startup-weekend-stuttgart-2016-tickets-28262582144

 

Wir freuen uns auf euch!

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Mehr Selbstständigkeit mit ello für Senioren – eMovements im Kurzportrait

Das Team von der eMovements GmbH verspricht mit ihrem eRollator ello mehr Selbstständigkeit und eine höhere Lebensqualität im Alltag von Senioren. Im September 2016 ist das Startup aus Stuttgart für ihren innovativen Rollator mit dem Wittener Gründerpreis Medizinwirtschaft ausgezeichnet worden. Auf der IT&Business im Oktober haben sie zusammen mit anderen Startups aus dem Startup Spot ausgestellt. Wir haben mit Benjamin Rudolph, einem der Mitgründer über ello gesprochen.

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Peter Ambrozy: Meine unternehmerischen fuck-ups und Höhen der letzten Monate

Peter Ambrozy ist kein unbekanntes Gesicht im Startup Ökosystem Stuttgart. Gründer von edelight, Business Angel bei Regiohelden, beides mit erfolgreichen Exits. Aktuell unterstützt er das Fashion Startup Mädchenflohmarkt. Vor wenigen Stunden hat Peter ein sehr offenes Posting auf Facebook veröffentlicht, was wir (mit seiner Genehmigung) euch nicht vorenthalten möchten, da es wirklich spannende Einblicke in die Startup Welt bietet. Nun genug der Vorrede, nur eines sei noch erwähnt. Natürlich ist auch Mädchenflohmarkt im StartupSpot BW gelistet:

http://baden-wuerttemberg.startupspot.de/maedchenflohmarkt

Sollte euer Startup hier noch fehlen, dann ganz schnell kostenfrei anmelden. Nun aber zu dem Post:

Meine unternehmerischen fuck ups und Höhen der letzten Monate

Vor knapp einem Jahr habe ich mich entschlossen, das Team von Mädchenflohmarkt operativ zu unterstützen. Und das just zu einem Zeitpunkt, als ich mich an mein sabbatical gewöhnt und realisiert hatte, dass diese „freie“ Zeit quasi eine once in the lifetime-Chance ist.

Es gab zwei wesentliche Gründe für meinen Einstieg bei Mädchenflohmarkt. Zum einen befand sich Mädchenflohmarkt in einer schwierigen Lage, zum anderen wurde mir durch einige Gespräche mehr als bewusst, dass Mädchenflohmarkt kein Projekt, kein Investment, sondern schon immer auch eine once in the lifetime-Chance war. Also tauschte ich quasi eine once in the lifetime-Chance, gegen eine andere. Eigentlich ein low brainer.

Bevor ich auf die inhaltlichen Gründe eingehe, möchte ich kurz erklären, warum ich Mädchenflohmarkt so einschätze. Ich hatte das Glück, in den letzten Jahren zwei Unternehmen (edelight & Regiohelden) mit aufzubauen und zu verkaufen. Beide Unternehmen sind mit neuartigen Ideen gestartet (die erklärungsbedürftig waren), konnten ab einem gewissen Punkt einen Mehrwert für ihre Nutzer und Kunden erzeugen und verfügten über ein tragfähiges Ertragsmodell. Das alles war nicht einfach zu erreichen, aber es ist uns gelungen. So far so good.

Bei Mädchenflohmarkt sind wir in einer anderen Dimension. Mädchenflohmarkt ist nicht erklärungsbedürftig und wir mussten auch noch nie überlegen, ob Frauen uns wirklich brauchen. Im Gegenteil. Ich habe noch nie zuvor eine derartige Entwicklung gesehen und gespürt. Ja, gespürt. Die Freude, mit der hier insbesondere die Mädels im Unternehmen arbeiten ist spürbar (und teilweise hörbar, da es um Fashion geht und Freudeschreie bei neuer Ware nicht ausbleiben). Aber nicht nur das. Wir können mit Mädchenflohmarkt die Welt verändern und wenn uns das gelingt, haben wir sogar einen Beitrag zur Nachhaltigkeit geschaffen. Wie das? Wir wollen Frauen ermutigen immer mehr auf Fast Fashion und zu günstige Produkte zu verzichten und stattdessen Markenprodukte zu kaufen, die (hoffentlich) unter besseren Produktionsbedingungen für Mensch und Umwelt hergestellt werden und die sie gleichzeitig auch wieder weiterverkaufen können. Eine Frau soll bereits beim Kauf eines Produktes wissen, dass sie dieses später ohne Aufwand über Mädchenflohmarkt wieder verkaufen kann.

Unsere Vision lautet daher seit unserem Start „Wir machen das Verkaufen und Kaufen von Pre-loved Fashion bei Frauen zum festen Bestandteil des täglichen Lebens.“.

Jetzt schließt bitte die Augen und versucht zu fühlen, an was wir hier arbeiten. Mädchenflohmarkt ist ein Unternehmen, das ein Problem löst (volle Kleiderschränke), ein Ertragsmodell hat (wir bekommen 10-40% Provision), über zufriedene Kunden verfügt (70% der mtl. Umsätze kommen von Bestandskunden) und eine Vision hat, die Welt nachhaltig zu verändern. Dazu kommt noch ein überdurchschnittlich hoher Bekanntheitsgrad in Deutschland.

Aber warum kann ein Unternehmen mit einer solchen Basis in Schwierigkeiten geraten? Egal wie es sich anfühlt, für Mädchenflohmarkt gelten dennoch klassische Business-Metriken, da hilft auch das Schließen der Augen nichts. Und bei Startups gibt es eine Hauptmetrik und die heißt Cash. Du kannst noch so stark wachsen, du brauchst Cash – zumindest bist du profitabel arbeiten kannst. Und genau daran sind wir im letzten Jahr fast gescheitert und das trotz einer hohen Wachstumsrate und guten Nutzungsraten.

Was war passiert? Wir hatten auf Basis der positiven Entwicklung Anfang 2015 mit Investorengesprächen begonnen. Aufgrund unseres starken Wettbewerbsumfeldes (alle Top-VCs sind mit mehreren Millionen EUR in unseren Wettbewerbern investiert) ist das nicht einfach, dennoch hatten wir drei gute Deal-Möglichkeiten um unsere Zukunft zu sichern.

Einen Deal haben wir abgesagt, da uns die Bewertung zu niedrig erschien und wir nicht demütig genug waren oder anders formuliert: zu überzeugt von uns selbst. Den zweiten Deal haben wir abgesagt, da es sich um einen potentiellen Merger gehandelt hat. Es waren tolle Verhandlungspartner und das Angebot war eine Ehre, allerdings hatten wir das Gefühl, dass wir unsere Vision alleine besser umsetzen können. Und wir hatten zudem noch den dritten Deal im Hinterkopf, der sehr attraktiv war und es gab nur noch einen Call vor dem Notartermin. Dieser Deal ist dann geplatzt, da er zwar attraktiv war aber zugleich etwas fragil (durch den Prozess) und ich mit einem taktischen Verhandlungsfehler das Konstrukt kurz vor closing gekilled hatte.

Das war damals der ultimative fuck up, aber der eigentliche fuck up sollte erst noch kommen.

Wir hatten kein Geld, die bestehenden Investoren waren wenig glücklich (konstruktiv umschrieben) und die Lage im gesamten Team war angespannt, da mittlerweile die Mitarbeiter von den gescheiterten Gesprächen erfahren hatten bzw. es durch unsere Ausgabenpolitik (Marketing wurde QII/2016 auf 0 EUR heruntergefahren) mehr als deutlich wurde. Im August mussten wir dann einen Großteil des Teams freistellen und unser Verbindlichkeiten wuchsen uns fast über den Kopf. Es wäre der perfekte Zeitpunkt gewesen aufzuhören und Mädchenflohmarkt an einen Wettbewerber zu übergeben.

Zum Glück hatten wir bei edelight und den Regiohelden ähnliche Situationen und wir haben immer einen Ausweg gefunden. Bei Mädchenflohmarkt kam dazu, dass wir zwar durch fehlendes Marketing und einem kleineren Team an Reichweite verloren hatten, aber unsere Nutzer weiterhin engaged blieben und unsere Umsätze zum größten Teil durch Bestandskunden kamen. Zu diesem Zeitpunkt wurde mir bewusst, dass ich mein sabbatical zu Gunsten von Mädchenflohmarkt beenden musste. Mit der Unterstützung des verbliebenen Teams ist es uns dann gelungen einen Plan für 6 Monate zu erstellen. Wir hatten nur ein Ziel, mit leichtem Wachstum profitabel zu werden. Ich konnte mich (klingt schizophren) und die restlichen Investoren überzeugen, dass wir das schaffen und so haben wir eine interne Runde geclosed.

Anfang 2016 hatten wir unsere monatliche cash burn auf unter 20k gedrückt und alle überfälligen Verbindlichkeiten abbezahlt. Wir waren durch die Entlassungen aber auch gezwungen, die gleiche Arbeit mit deutlich weniger Mitarbeitern zu erledigen und dieser Zwang hat – wie so oft – dazu geführt, dass wir uns in einigen Bereichen neu erfunden haben und durch den Einsatz von Technologie um einiges effizienter arbeiten konnten. Nein, das ist kein BWLer blabla. Wir haben in dieser Zeit 6 neue Länder gelauncht und unsere Prozesskosten für das veröffentlichen von Concierge-Artikeln um 65% gesenkt – um nur zwei Beispiele zu nennen.

Trotz allem blieb die Stimmung angespannt und die Zukunft ungewiss. Wir waren offensichtlich zu klein und mussten wieder stärker wachsen. Weitere Kosteneinsparungen waren nicht sinnvoll bzw. Effizienzsteigerungen nicht ausreichend möglich. Klar war auch, die Profitabilität zu erreichen, aber gefühlt nicht mehr zu wachsen ist zwar nett, aber in unserem Wettbewerbsumfeld nicht zielführend. Wachstum wird alleine schon dafür benötigt, die natürliche und unvermeidbare Customer-churn auszugleichen. Wir sind zwar weiter gewachsen aber es hätte zu lange gedauert, bis wir so profitabel wären, dass die Überschüsse ausreichen um sie für neues Wachstum einzusetzen.

Es kam aber noch eine positive Erkenntnis dazu: Mädchenflohmarkt hatte über 12 Monate ohne Marketing und großen Investitionen um das Überleben gekämpft und ist dabei nicht gestorben und auch nicht implodiert. Das zeigt in Ansätzen, dass wir ein junges, aber robustes Unternehmen aufgebaut haben und so konnten wir unsere Investoren erneut zu einer internen Runde überzeugen. Diesmal sah die Planung wieder Teile des Budgets für Marketing vor.

Und jetzt mache ich einen kleinen Sprung zum heutigen Tag.

Ich sitze an diesem Mittwoch vor meinem Rechner und sehe, wie wir auf wieder stark wachsen. In den letzten 3 Monaten betrug unser Wachstum mehr als 70% und unser Lager platzt aus allen Nähten. ebay.de nutzt uns als exklusiver Partner für die Abwicklung eines neues Services und wir haben mit Mädchenflohmarkt aus einem jungen Talent, das plötzlich ins Koma fiel eine junge, aber reifere Leistungssportlerin geformt, die jetzt beweisen muss, ob sie in der Lage ist, einen bzw. mehrere Ultramarathons zu bewältigen.

Ein Vision wie wir sie verfolgen, setzt man nicht in 4 Jahren um. Ebenso kann man sie sich nicht nur mit Venture Capital erkaufen (dennoch ist dies ein wichtiger Bestandteil). Viele übersehen immer wieder, dass wir keinen Shop für Second Hand Mode aufbauen, sondern eine Plattform, die das Kaufverhalten von Frauen verändert. Aber nicht wir verändern das Verhalten, wir schaffen nur die Voraussetzung, dass Frauen überhaupt erst die Möglichkeit und dann die Lust auf Veränderung bekommen und sich diese langsam in ihnen festigt.

Und noch ein Punkt, der uns vermutlich von allen Playern am Markt unterscheidet. Das Gründerteam von Mädchenflohmarkt hat in Summe fast 1 Mio. EUR privates Geld in Mädchenflohmarkt investiert. Das macht man nur, wenn man überzeugt und geduldig ist oder einfach nur vom Wahnsinn befallen wurde ;-)

Vermutlich trifft alles auf uns zu.

Peter Ambrozy