Volles Haus – viele neue Gesichter – lecker Gegrilltes vom Schankstellengrill – Regen und Hitze – Käpsele all over the place!

Das war unser fulminantes „Schnapszahl-Gründergrillen“ mit dem Sponsor Menold Bezler. Vielen Dank an dieser Stelle für das Sponsoring und die „Käpsele – Powerbank – Gewinne“!

Hier die Teilnehmer der Pitches:

Thomas Poschen – thomas@mauzundwauz.com – Tierfutter & Überraschungsboxen – Sucht : Kunden

Michael Zoelzer – michael@spotchat.xyz – Spotchat: eventorientierte Kommunikation – Sucht: CTO, Nutzer, Co-Founder

Dirk Haun – dirk@haun-online.de – TED X Stuttgart – Sucht: TED-Interessierte

Julian Schulz – julianschulz@web.de – Money Transfer – Sucht: CTO, Kontakte in die Bankenwelt

Johannes Gerhald – johannes@innolutionvalley.com – Startup Event – Sucht: Fans

Philipp Desandes – pd@waays.de – Marktplatz für Sportwissen – Sucht: Kunden, Interessenten, Anbieter

Erik Hägele – Social Media Seminare – Sucht: Seminarräume, Kooperationen

Samy Hashish – info@määh-erfolg.de – Määh Erfolg – Sucht: Teilnehmer

Henning Hipp – henning.hipp@kissyo.bio – Eis für die Mitarbeiter – Sucht: Außendienst Mitarbeiter, Standorte, Partner

Maren Steege – rep@stuttgart.mfa.gov.il – Startup Szene Israel

Michael Haufler – info@scireum.de – E-commerce, Handelsinformationssysteme – Sucht: Windows-Entwickler

Marvin Reusing – marvin.reusing@freenet.de – Visualisierung im Sport – Sucht: IT-ler

Michael Raschke – michael.raschke@blickshift.de – Fahrassistenz, automatisiertes Fahren – Sucht: Assistenz Geschäftsführung

 

Wir sehen uns beim nächsten Gründergrillen am 12.09!

„Mutige Gründerinnen und Gründer haben unser Land zu dem gemacht, was es heute ist: Zur Heimat des Mittelstands, der Weltmarktführer, der Hidden Champions und der Weltunternehmen. In Sachen Startups ist Baden-Württemberg jedoch noch so etwas wie eine unterbewertete Aktie, ein Geheimtipp – doch morgen schon das Wachstumsland schlechthin.“ – Mit diesen Worten hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Freitag den 14.07.2017 den ersten Startup Gipfel in Baden-Württemberg eröffnet. Ein erster Auftakt der Kampagne „Startup BW“ mit der es sich die Landesregierung zum Ziel gemacht hat die Startup Szene in Baden-Württemberg gezielt zu fördern, auszubauen und sichtbarer zu machen.

 

Eröffnungsrede MP Kretschmann

 

Mehr als 2500 Teilnehmer verzeichnete der erste Startup Gipfel am 14.07.2017 in der Messe Stuttgart. Die Teilnehmer waren eine bunte Mischung aus Gründungsinteressierten, Startups, Industrie, Mittelstand, Vertreter von Co-Working Spaces, Hubs, Acceleratoren, Verbänden, VCs, Gründungsexperten und viele mehr. Das Ziel des Startup Gipfel war es die Startup Szene in Baden-Württemberg stärker zu verknüpfen, Kontakte und Erfahrungen auszutauschen, Kooperations- und Finanzierungspartner zu finden und die Vielfalt von Baden-Württembergs Startup Landschaft einmal sichtbar zu machen.

 

Start Up Gipfel der Landesregierung auf der Landesmesse
Stuttgart, Quelle: Wirtschaftministerium

 

In der Halle 5 der Landesmesse Stuttgart präsentierten sich die neun Ökosysteme des Landes mit einer Auswahl an Startups der jeweiligen Region und Netzwerkpartnern. (Alle Ökosysteme und weitere Informationen über den Startup Gipfel hier.)

20 Startups aus ganz unterschiedlichen Bereichen haben Stuttgart vertreten und ihre Ideen vorgestellt. Von aucobo, einem startup aus der Leichtbau/ Hightech Materialien Branche, über Hotelshop.one, einem prämiertem Startup aus der Digitalisierungsbranche und E-Commerce, bis hin zu Visioverdis einem jungen Greentech Unternehmen konnte Stuttgart zeigen, was es zu bieten hat. Von 10 Uhr bis 17 Uhr konnte man mit Startups in Kontakt treten oder sich über die Partner der Region informieren von Venture Capital über Co-Working Spaces bis hin zu Corporates.

Zu Besuch beim Ökosystem Stuttgart: Frau Hoffmeister-Kraut und Herr Kretschmann im Gespräch mit ELLO Gründer und Christoph Röscher, Vorstandsvorsitzender Startup Stuttgart

Das Ökosystem Stuttgart wurde vor Ort von 20 Startups repräsentiert

 

Beim bisher größten Gründergrillen am Abend mit ca. 2000 Teilnehmern fand der Startup Gipfel einen gelungen Abschluss. Im Außengelände der Messe Stuttgart konnten Startups bei 90 Sekunden Pitches noch einmal die Möglichkeit nutzen auf sich aufmerksam zu machen und ihre Bedürfnisse zu adressieren und ließen sich auch von kurzen Regenschauern nicht beeindrucken.

Ankündigung Gründergrillen unterwegs von Startup Stuttgart

 

Gute besucht: Gründergrillen unterwegs – beim Startup Gipfel

 

Soundcheck für unsere Moderatoren des Abends – Isabel Gienger und Thomas Poschen

 

Als Fazit bleibt zu sagen, dass der erste Startup Gipfel bei der Zielgruppe gut angekommen ist und als Startschuss gesehen wird, die Startup Szene im Ländle weiter voran zu treiben. Beispielsweise David Hermanns vom Cyberforum äußerte sich wie folgt:

„Der Start-up-Gipfel war eine rundweg gelungene Veranstaltung. Es wurde deutlich, wie vielseitig der Gründerstandort Baden-Württemberg ist: Von Mobilität bis IT, von Medizintechnik bis Kreativwirtschaft. Nun gilt es, als starke Einheit nach außen zu treten, damit Baden-Württemberg nicht mehr als Gründerländle, sondern als Gründerland wahrgenommen wird.“

Christian Sommer von Mannheimer Gründungszentren sieht das ganz ähnlich:

Der Startup-Gipfel war ein wichtiges baden-württembergisches Branchentreffen, das den Austausch und die Vernetzung zwischen den Regionen befördert hat. Das Land hat viele Cluster, Hotspots und Startup-Ökosysteme, aber diese müsste noch besser zusammengeführt und verbunden werden. Dafür war der Gipfel hilfreich.“

Ist das Glas nun halb voll oder halb leer? Der Startup Gipfel BW ist ganz klar ein Schritt in die richtige Richtung gewesen – aber er hätte mutiger und mit mehr Außenwirkung angelegt werden können. Diejenigen, die damit zufrieden waren, andere Startups aus dem Land kennengelernt zu haben oder aus der Provinz endlich einmal wahrgenommen zu werden, waren sicher zufrieden. Wer aber das Ziel der Außenwirkung ernst genommen hat, das sich ja die Veranstalter selbst auf die Fahnen geschrieben hatten, der war eher enttäuscht.“ – Andreas Geldner – Verantwortlicher Redakteur IdeenwerkBW.

Nicht nur unterschiedliche Zielgruppen sehen die Veranstaltung als gelungen an, auch Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut zeigt sich zuversichtlich:

„Baden-Württemberg hat von Mannheim bis zum Bodensee vielschichtige Start-up-Zentren mit unterschiedlichen Branchen- und Technologieschwerpunkten. Bei Start-ups mit Business to Business-Geschäftsmodellen sind wir national die Nr. 1 und können uns international sehen lassen. Angesichts der Digitalisierung können wir es uns nicht leisten, dass erfolgsversprechende und innovative Geschäftsideen in der Frühphase scheitern. Mit ‚Start-up BW‘ geben wichtige Impulse und entwickeln unsere Förderangebote weiter – der Start-up-Gipfel war ein sehr erfolgreicher Auftakt“. 

Vorstellung Landeskampagne Startup BW durch Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut

Ein ganz herzliches Dankeschön geht an alle Startups, Partner, Helfer und Freiwillige, die den Startup Gipfel mit ihrem Engagement und Unterstützung zu einer gelungenen Veranstaltung gemacht haben! Wir möchten und zudem ganz herzlich bei der Kraftbierwerkstatt für die großzügige Spende an Craft Bieren bedanken, welche als Geschenke beim Pitch am Abend eine tolle Motivationsunterstützung waren, der Aufputschhilfe in Form von Kaffee von Earlybird Coffee, Stuttgarter Hofbräu mit seinem Käpsele Bier, sowie den gesunden und leckeren Snacks von SnackBaron!!

 

Die Craft Bier Spende von Kraftbierwerkstatt kam bei den Pitchenden super an

 

Mehr Informationen über die (geplanten) Startup Aktivitäten des Landes BaWü gibt es hier.

Das junge Startup aus Stuttgart hat es sich seit 2014 zur Mission gemacht ihren Kunden auf einfache Weise besseren Kaffee zu bieten und zu einem guten Gefühl beim Kaffee Moment beizutragen. Wir haben mit Emanuel (neben Merlin einer der beiden Gründer, bekennender Kaffee-Junkie und selbst gebeutelt durch schlechten Büro-, Bahnhof- und Bäcker-Kaffee) gesprochen. Über Kaffee, das Gründen und damit einhergehend wenig Schlaf.

Startup Stuttgart: Stellt euch doch mal kurz vor – wer seid ihr und was macht ihr genau? Wie kamt ihr zu der Idee?

Emanuel: Wir sind earlybird coffee und unsere Mission ist es den Kaffeetrinkern in Deutschland auf einfache Art und Weise viel besseren Kaffee nahe zu bringen. Das machen wir mit unserem Online Shop aber vor allem auch über die Kaffeeversorgung in kleinen und mittleren Büros.

Mein Mitgründer Merlin und ich waren früher Arbeitskollegen und ich musste mir bei vielen Gelegenheiten das unendliche Kaffee-Wissen und die Passion für das Thema von ihm ertragen. Langsam aber sicher hat auch mich die Kaffee-Faszination gepackt. Aber nicht nur Kaffee selbst, sondern auch der Markt ist faszinierend. Kaffee ist ganz grundsätzlich einer der größten Rohstoffmärkte der Welt. Wir Deutschen trinken im Jahr durchschnittlich 40L Saft, 90L Milch, 110L Bier und 170L Kaffee!

Merlin und Emanuel von Earlybird

Und es gibt so große Unterschiede bei Qualität, Nachhaltigkeit und Geschmack. Leider ist der Anteil an hochwertigen, nachhaltigen Kaffees in Deutschland immer noch extrem gering. Wir glauben es ist zu kompliziert, teuer und unsexy – deswegen machen wir das Gegenteil :)

Außerdem sind wir Mitgründer von Karacho cold brew coffee – eine ähnliche Mission, nur mit kaltem Kaffee :)
(Diesen gibt es seit kurzem beim Drogeriemarkt dm zu kaufen).

In Zeiten von Starbucks und Coffeeshops ist es mutig ein Startup mit dem Thema Kaffee zu starten. Würdet ihr heute alles noch einmal genauso machen?

Ja. Klar, wir hatten zu Beginn großen Respekt und sicherlich hat eine gewisse Portion Naivität sein Übriges getan. Heute sind wir mehr als Glücklich darüber. Zum einen weil ein großer, diverser Markt sehr viele Vorteile für Startups hat. Zum anderen weil wir mit Leidenschaft an einem echten Produkt arbeiten und wissen, dass wir mit jedem Kilo etwas besser machen.

Was sind eure Erfahrungen zum Thema gründen in Stuttgart? Würdet ihr es wieder tun?

Wir würden es definitiv wieder tun. Wir sind aber auch relativ nüchtern was das Thema Standort angeht. Es gibt bestimmt immer Vor- und Nachteile, am Ende kommt es darauf an was man daraus macht. Neulich waren wir bei in Berlin mitten in Kreuzberg zu Gast – wow, was für ein Spirit! Aber Leben und Arbeiten wollten wir dort eigentlich nicht. Nüchternheit und Konzentration auf das Geschäft haben auch ihre Vorteile.

Die Region Stuttgart ist nicht gerade bekannt für viele Startups in der Foodbranche. Wie sind eure Erfahrungen zum Thema Investorensuche? Vorteil oder Nachteil? Habt ihr Tipps und Learnings für andere?

Stuttgart ist ja grundsätzlich nicht bekannt für „viele Startups“. Ich glaube daher, dass die Herausforderungen für uns die gleichen waren und sind. Gefühlt deckt sich unsere Erfahrung mit Finanzierung nämlich mit den meisten Startup-Kollegen: Es ist schwierig, dauert länger als man denkt, man muss es lernen und ein bisschen Glück hilft enorm.

Am 14.07.2017 war der erste Startup Gipfel vom Land Baden-Württemberg. Ihr wart dort ebenfalls vor Ort und habt euch und euren Kaffee vorgestellt. Was hattet ihr euch vom Gipfel erhofft und rückblickend gefragt – hat es eure Erwartungen getroffen/erfüllt? 

Ehrlich gesagt, wollten wir keine großen Erwartungen an das Event haben. Ob etwas Konkretes für uns herausspringt ist ja meistens auch Zufall auf solchen Events. Wir fanden es aber ganz grundsätzlich einfach sehr gut, dass es diese Veranstaltung gibt und so viele unterschiedliche Interessensgruppen daran teilnehmen!

Christoph von Startup Stuttgart und Emanuel auf dem Startup Gipfel

Würdet ihr wieder kommen oder den Gipfel anderen Startups empfehlen?

Ja definitiv. Ich finde es braucht solche großen Events um Politik, Startup-Spirit, Vernetzung in BaWü nach vorne zu bringen.

Der Ministerpräsident sowie die Wirtschaftsministerin Frau Hofmeister-Kraut waren beim Startup Gipfel ebenfalls vor Ort. Gibt es etwas, dass ihr ihr gerne einmal sagen/ fragen würdet?

Inhaltlich würde ich das Leuten überlassen die davon Ahnung haben. Wenn ich aber daran denke wieviel Druck und Kritik die beiden ausgesetzt sind, wäre eine Prise Dank und Motivation wahrscheinlich am besten: Hey Frau Dr. Hoffmeister-Kraut und Herr Kretschmann, thank you, good job, rock on, let’s do this!“ :-)

Zum Schluss noch: sucht ihr gerade Leute? Investoren? etc.. wer kann oder soll sich bei euch melden?

Bei earlybird gilt grundsätzlich: Wer in einem Büro mit 4-400 Mitarbeitern arbeitet und Lust hat seine Kaffeeversorgung zu verbessern – that’s what we do, it’s so easy, try it !

Bei Karacho können wir jeden Support gebrauchen: Wir freuen uns über jeden like, Empfehlung oder Kauf bei dm :-)

Vielen Dank euch für das Interview und wir freuen uns euch bald mal wieder beim Gründergrillen zu sehen!

 

Interview von Franziska Müller (Startup Stuttgart e.V.)