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Uwe Horstmann von Project A im Gespräch

Uwe Horstmann gehört zum „Management Team“ von Project A. Einen in Berlin ansässiger VC, der seit kurzem auch gezielt in BW nach Investments sucht. Uwe kommt ursprünglich aus Biberach, war eine zeitlang bei Rocket Internet und bei Project A verwalten sie rund 260 Millionen Euro.

Uwe Horstmann

Startup Stuttgart: Uwe, danke dass du uns für ein Interview zur Verfügung stehst. Wir haben uns 2013 zum ersten Mal am Startup Weekend Stuttgart getroffen. Damals gab es von Project A noch keine gezielten Aktivitäten im Ländle. Was hat sich denn in der Zwischenzeit getan, damit ihr euch dazu entschieden habt euch auch hier in der Region zu engagieren?

Uwe: Da gibt es verschiedene Gründe: Zum einen hat sich in der Region viel gewandelt, es sind einige junge Unternehmen und Projekte entstanden und Universitäten in Karlsruhe und Mannheim legen den Grundstein für Innovationen.  Zum anderen ist Baden-Württemberg ja generell dafür bekannt, dass dort ein Großteil der Industrie angesiedelt ist und hier gibt es v.a. im Bereich Industry 4.0, den wir uns zurzeit genauer anschauen, viele spannende Entwicklungen. Und zuletzt haben wir natürlich einen neuen Fonds und damit bedeutend mehr Geld zur Verfügung, das wir in spannende neue Projekte stecken möchten – wenn es sich ergibt auch im Ländle.

Startup Stuttgart: Du bist ja nun schon seit Jahren in Berlin sesshaft und kannst daher die Szene sehr gut. Welchem Gründer aus Baden-Württemberg würdest du denn empfehlen nach Berlin zu gehen oder doch in der Region BW zu bleiben?

Uwe: Wenn es Sinn macht sich in Berlin vor Ort auszutauschen, dann empfehlen wir Gründern, zumindest mit einem zweiten Standbein in Berlin präsent zu sein. Das macht natürlich nicht immer Sinn – in der digitalen Welt, in der wir uns bewegen, kann man ja auch sehr gut in der Entfernung in Kontakt bleiben.  

Startup Stuttgart: Wenn wir die Zeit mal zurückdrehen, was war denn für dich der Auslöser als Gründer aktiv zu werden, gab es da diesen einen Impuls? 

Uwe: Einen konkreten Auslöser gab es eigentlich nicht, das waren eher verschiedene Ereignisse die zusammenkamen. Vor dem Abitur habe ich bei „Jugend gründet“ mitgemacht, da kam ich eher zufällig dazu. Ich fand es spannend zu erkennen, dass es gar nicht so schwer ist, eigene Ideen umzusetzen. Nach meinem Wirtschaftsstudium an der WHU, einem sehr Entrepreneurship-freundlichem Umfeld, habe ich dann bei Rocket Internet angefangen und ab da hat sich quasi alles rund ums Unternehmertum gedreht. Bei Project A helfe ich Gründern nun, ihr eigenes Unternehmen aufzubauen und zu finanzieren.

Startup Stuttgart: Gab es auch Mal Augenblicke, wo du dir nicht sicher warst ob es die richtige Entscheidung war?

Uwe: Da wir in einer sehr frühen Phase investieren, hat man nie eine hundertprozentige Sicherheit, das ist ein Kernelement unseres Jobs, macht ihn aber auch unheimlich interessant. Gerade sehr junge Unternehmen durchlaufen natürlich verschiedene Phasen. Der Weg zu einem erfolgreichen Unternehmen ist sehr selten geradlinig, sondern häufig eher holprig und es gibt natürlich immer Momente, die sehr intensiv sind und in denen man als Investor gemeinsam mit den Gründern schwitzt. Gleichzeitig ist es umso schöner, wenn es dann wieder bergauf geht und man gemeinsam Erfolge feiern kann.

Startup Stuttgart: Wenn ein Gründer Kontakt zu Project A aufnehmen möchte, wie kann er das machen und was wollt ihr beim Erstkontakt idealerweise schon sehen?

Uwe: Am besten ist immer ein sogenannter „warmer Kontakt“, das heißt Gründer sollten aktiv den Kontakt zu uns suchen, über Veranstaltungen oder über gemeinsame Kontakte in entsprechenden Netzwerken wie LinkedIn oder Xing. Wir Partner und unsere Kollegen aus dem Investment-Team sind viel unterwegs und auf allen größeren Events anzutreffen. Bei der ersten Kontaktaufnahme ist eine kurze Beschreibung des Geschäftsmodells, des Marktes und des Teams sehr hilfreich. Super sind auch erste Zahlen zur Traction, oder ein erster Prototyp.

Startup Stuttgart: Wonach schaut ihr denn genau bei euren Beteiligungen?

Uwe:  Zunächst schauen wir natürlich auf das Geschäftsmodell, aber vor allem auf das Team. Hier kommt es auf die Zusammensetzung, Kompetenzen und vor allem die Ambition an. Es müssen alle an einem Strang ziehen und idealerweise ergänzen sich die Gründer komplementär in ihren Bereichen. Natürlich kommt für uns als Investor da auch immer die berühmte Wellenlänge dazu. Wenn wir uns entscheiden zu investieren, dann gehen wir einen langen und intensiven Weg zusammen und da muss die Chemie stimmen. Das ist natürlich beidseitig so.

Startup Stuttgart: Wollt ihr immer gleich ein skalierendes Modell sehen, dass in kürzester Zeit deutliche Millionenumätze zeigt oder seid ihr auch bereit in ein langsam wachsendes Startup zu investieren?

Uwe: Einer unserer Kernwerte ist das Ziel, nachhaltige Unternehmen aufzubauen. Das entspricht auch unserem operativen Ansatz, bei dem wir die Unternehmen aktiv dabei unterstützen von Beginn an ein nachhaltiges und gesundes Wachstum zu ermöglichen. Mit dem richtigen Setup kann ein Unternehmen so natürlich trotzdem bzw. gerade deshalb schnell skalieren. 

Startup Stuttgart: Vielen Dank und jetzt hoffen auf viele gute Investments hier in der Region.

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Ministerpräsident Kretschmann: „Die Startupszene muss sichtbarer werden“

Vor rund 6 Woche reiste eine Delegation mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut nach Israel, um mehr über die „Startup Nation Israel“ zu erfahren. Darüber wurde auch in diversen Medien berichtet. Wir von Startup Stuttgart wollten nun  vom MP erfahren, welche Eindrücke er mitgenommen hat und was er daraus für sich und Baden-Württemberg ableitet.

 

Startup Stuttgart: Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Kretschmann, Sie waren bereits 2015 im Silicon Valley um sich ein Bild von einer etablierten Startup-Szene zu machen. Welche Unterschiede haben Sie zwischen den Startup Ökosystemen in Israel und in Kalifornien wahrgenommen?

MP: Es gibt Ähnlichkeiten, so etwa die Kreativität der vielen gründungswilligen und hoch qualifizierten jungen Menschen sowie ihren Glauben an sich selbst. Unterschiede sehe ich in der starken Rolle großer und etablierter Unternehmen im Silicon Valley, den privaten Investoren und dem Imagefaktor Kalifornien, in Israel dagegen bei der wichtigen Rolle des Militärs bei der Anwendung technologischen Wissens und insgesamt auch des Staates bei der Hege und Pflege der Start-up-Szene. Und auch wenn ich den besonderen israelischen Gründerspirit bewundere, sind sich nach meinem Eindruck Israelis und wir kulturell doch sehr ähnlich. Ich sehe deshalb, aber auch wegen der geographischen Nähe, ein großes Potenzial für Zusammenarbeit zwischen israelischen und baden-württembergischen Unternehmen.

 

Ministerpräsident Kretschmann und Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut (Bild: Staatsministerium Baden-Württemberg)

Startup Stuttgart: Wenn wir auf das Startup Ökosystem BW schauen, welche Erkenntnisse haben Sie aus der Reise aus Israel mitgenommen?

MP: Die Start-up-Szene in Baden-Württemberg muss sichtbarer werden. In Israel können Sie in ein Taxi steigen und der Fahrer erzählt Ihnen stolz, dass ein israelisches Start-up gerade einen lukrativen Exit mit einem internationalen Investor vereinbart hat.

Das wird öffentlich diskutiert. Und weil die Israelis so gut vernetzt sind, aber auch flexibel in dem, womit sie ihren Lebensunterhalt verdienen, kann es sein, dass der Taxifahrer entweder selbst Aktien bei dem Start-up hat oder eine Schwägerin das Start-up mitgegründet hat.

Meine zweite Erkenntnis: Die Start-up-Szene ist sehr schnelllebig, gerade im Zeitalter der Digitalisierung. Und trotzdem braucht es Zeit, bis ein Start-up-Ökosystem mit der dazu gehörenden Venture-Capital-Szene eine gewisse Reife entwickelt hat.

Und die dritte Erkenntnis: Es ist schön, eine lebendige Start-up-Szene zu haben. Aber in Israel beobachte ich schon eine gewisse Einseitigkeit. Es gibt dort zum einen nicht so viele große oder etablierte Unternehmen, die auf der Investorenseite stehen. Viele internationale Investoren tätigen daher Aufkäufe in Israel, um dort eigene Forschungsstandorte aufzubauen. Zum anderen konzentriert sich dort heute nahezu alles auf Software.

Gerade als baden-württembergischer Ministerpräsident ist es mir ein Anliegen, dass unsere Wirtschaft auch mit intelligenter Hardware punktet, denn dort liegen unsere Stärken. Ich weiß aber auch: Ein erfolgreiches Start-up mit sprichwörtlich greifbaren Produkten aufzubauen und zu internationalisieren, dauert länger, als ein reines Software-Start-up aufzubauen. Das ist aus meiner Sicht die Königsdisziplin, in der wir in Baden-Württemberg erfolgreich sein wollen.

Vertreter der Stuttgarter Startup Szene mit Wirtschaftsministerin Nicole Hoffemeister-Kraut In Israel (Winfried Richter, Adrian Thoma, Alec Rauschenbusch, Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut, Christoph Röscher, Arndt Upfold)

Startup Stuttgart: Im Koalitionsvertrag der Landesregierung steht auf der Seite zwei als Zielsetzung „Wir werden Baden-Württemberg zur dynamischsten Gründerregion Europas machen.“ Es gibt Kritiker die bemängeln, dass bisher kaum etwas aus der Politik zu spüren ist, um dieses wichtige Ziel zu erreichen. Was würden Sie darauf erwidern und was wir die Landesregierung bis Ende des Jahre noch in die Wege leiten, um diesem Ziel näher zu kommen?

MP: Am 14. Juli 2017 werden Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut und ich gemeinsam den Start-up-Gipfel 2017 eröffnen. Hier wird die neue Gründungsoffensive der Landesregierung vorgestellt. Wir in BW sind ein wichtiger Standort für B-to-B-Gründungen. Auf der Landesmesse Stuttgart, dort findet der Start-up-Gipfel statt, können Start-ups dann auf etablierte Firmen treffen und sich vernetzen. Das müssen wir ausbauen. Hier sehe ich viele Chancen: Für junge Unternehmerinnen und Unternehmer mit guten Ideen und für die Firmen, neue Produkte oder Geschäftsmodelle zu bekommen.

Schwerpunkt des Start-up-Gipfels wird die Präsentation der neun regionalen Start-up-Ökosysteme im Land sein. Wir haben nämlich aktive Gründerszenen nicht nur in Stuttgart, sondern etwa auch in Mannheim, in Karlsruhe und in Freiburg. Die müssen bekannter werden und sich untereinander vernetzen. Hier ist auch politische Unterstützung nötig, so wie wir dies bei der Förderung von Existenzgründungen ja bereits erfolgreich machen. Wir sind hier durchaus im Bundesgebiet an der Spitze.

Startup Stuttgart: Die blühende Gründerszene mit mehr als 5000 Startups in Israel wurde gezielt entwickelt und wäre ohne staatliche Finanzierung nicht entstanden. BW steht finanziell stärker da (BIP/Person) als Israel, warum haben wir dann noch immer keine vergleichbare Förderung von Startups? Konkret – wann bekommt BW einen staatlichen Wagniskapitalfond mit mindestens 100 Millionen Euro?

MP: Das ist kein einfaches Thema. Wir wollen den Landeshaushalt konsolidieren und müssen die Schuldenbremse einhalten. Ich sehe aber auch, dass junge Gründerinnen und Gründer Risikokapital brauchen. Hier müssen wir noch weiter prüfen, was möglich ist.

Startup Stuttgart: BW profitiert von den erfolgreichen Konzernen und dem breiten Mittelstand. Auf der anderen Seite werde viele Talente von den Firmen „aufgesaugt“. Was plant die Landesregierung, um vor allem Studenten mehr Lust auf Gründung zu machen, um damit die Gründerquote zu erhöhen?

MP: Das ist sicher ein längerer Weg. Ganz wichtig ist es hier, das Thema an den Hochschulen stärker in den Fokus zu nehmen, etwa mit entsprechenden Unterstützungsangeboten und Kooperationen zwischen den Hochschulen. Das KIT ist da meines Erachtens schon recht gut aufgestellt. Insgesamt müssen wir die verbreitete Mentalität „Ich darf nicht scheitern“ langsam ändern. Am schnellsten ginge dies, wenn die Wirtschaft nicht so gut liefe – aber das wünschen wir uns ja natürlich nicht!

Startup Stuttgart: Am 14.07 wird es den von Ihnen erwähnten Startup- Gipfel BW auf der Landesmesse geben. Was ist ihre Erwartungshaltung an diese Veranstaltung?

MP: Ich erhoffe mir, dass die Wahrnehmung BWs als Gründerland in Deutschland deutlich erhöht wird. Wir sind nämlich viel besser als viele denken! In Israel halten die Experten BW für viel interessanter als Berlin – weil wir der Industriestandort Nr. 1 in Deutschland sind.

Startup Stuttgart: Wenn wir uns in zwei Jahren wieder sehen – was wird sich bis dahin im Startup Ökosystem BW getan haben. Wofür wird die Region dann international bekannt sein?

MP: Ich glaube, dass der Hype um Berlin eher abnehmen wird und BW auch in der nationalen und internationalen Venture Capital-Szene bekannter sein wird.

Startup Stuttgart: Wenn Sie die lokale Szene in Stuttgart mal erleben möchten, laden wir sind herzlich zu einem unserer Gründergrillen in Stuttgart ein. Wir würden uns freuen, Sie dort mal begrüßen zu dürfen. Vielen Dank für das Interview Herr Ministerpräsident.

MP: Ich werde schauen, ob wir einen Termin finden!

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Interview mit eMovements und was man mit 500.000 EUR anstellt

Im November 2016 hatten wir schon einmal über eMovements berichtet (ganzes Interview hier). Das Startup aus Stuttgart hat es sich zum Ziel gemacht mit ihrem eRollator ello Senioren im Alltag eine bessere Lebensqualität und mehr Selbstständigkeit zu ermöglichen. Seit unserem letzten Gespräch hat sich bei dem schwäbischen Startup einiges getan, unter anderem hat ein Business Angel eine Investition von 500.000€ getätigt! Wir haben uns mit Benjamin Rudolph, neben Matthias Geertsema und Max Keßler einer der drei Gründer, darüber unterhalten, was das für eMovements bedeutet.

Wofür braucht ihr das Geld und wird das in absehbarer Zeit die letzte externe Finanzspritze sein?

Benjamin: Das zusätzliche Kapital kommt wie gerufen. Wir können damit die nötigen Materialien beschaffen, um die Serienproduktion des E-Rollators ello in Gang zu setzen. Somit ist eMovements finanziell gut aufgestellt. Eine weitere Kapitalerhöhung ist erstmal nicht geplant.

Dürft ihr etwas mehr über den Angel sagen?

Ja, einige Details kann ich verraten (lacht). Die 500 000 Euro haben wir von einem Investor erhalten, der einen mittelständischen Betrieb in der Nähe von Stuttgart führt. Er passt ganz gut zu uns, da er selbst auch einen technischen Background hat. Nun, vielmehr kann ich allerdings leider nicht erzählen.

Bereits vor der Angel-Investition war eMovements schon sehr erfolgreich in der Findung von Investoren. Stichwort Crowdinvesting, Finanzierung aus Landes-, Bundes-, und EO-Mitteln sowie das Accelerator-Programm :agile des EON-Konzerns. Habt ihr Tipps für andere Startups was die Investorensuche betrifft?

Masse statt Klasse! Nach diesem Prinzip haben wir Investoren gefunden, die zu eMovements passen. Ich denke den Ausschlag haben unser super Pitchdeck und der OnePager gegeben. Den sollten Gründer bei jeder Gelegenheit verteilen.

Je nach Projekt kann man auch über eine Schwarmfinanzierung nachdenken. Allerdings bedarf es schon etwas Aufwand, um eine erfolgreiche Crowdinvesting-Kampagne zu planen. Ein wichtiges Learning: Es lohnt sich viel Arbeit zu in das Kampagnenvideo zu investieren.

Team von eMovements

Im Sommer plant ihr den Elektro-Rollator in einer kleinen Erstauflage auf den Markt zu bringen. Klappt das noch? Was sind dann eure nächsten Milestones für das Jahr 2017?

Ja, wir tun alles dafür, um den ello rechtzeitig ausliefern zu können. So haben wir inzwischen alle Teile in entsprechender Stückzahl bestellt und arbeiten aktuell an der „Zulassung“. Das heißt wir werden in den kommenden Monaten die Konformität erklären, dann geht es los. Unsere vielen Vorbestellungen abzuarbeiten wird im zweiten Halbjahr 2017 ein Kraftakt. Wir sind aber optimistisch, dass uns wir die Nachfrage bedienen können.

Bei unserem letzten Gespräch haben bereits kurz über die Finanzierung für die Rollatoren gesprochen. Euer Produkt ist kein Schnäppchen für die Senioren, die Rente heute häufig knapp. Seht ihr hier Probleme für eure Markteinführung?

Klar, ello ist kein Rollator des Schnäppchensegments. Die Entscheidung für einen höheren Preis haben wir aber bewusst so getroffen. Kunden sind bereit für mehr Lebensqualität Geld auszugeben, so die bisherigen Rückmeldungen. Der Trend zu mehr Mobilität im Alter hilft uns natürlich dabei und auch der eBike-Boom tut sein Übriges. Neben dem Barkauf planen wir auch eine Alternative anzubieten.

In Zusammenarbeit mit der Hanseatic Bank werden Interessenten den ello für 50 bis 80 Euro monatlich finanzieren können. Somit können sich auch Leute unseren E-Rollator leisten, die nicht alles auf einmal bezahlen können.

Plant ihr für die Zukunft neben den Märkten Deutschland, Österreich und Schweiz auch weitere Märkte anzugehen? Vielleicht Japan, die müssen sich immerhin mit einer immensen demographischen Alterung auseinandersetzen?

Nein, konkrete Pläne gibt es dazu noch nicht. Natürlich ist der asiatische Markt grundsätzlich spannend und wird von uns beobachtet. Allerdings ist für ein deutsches Unternehmen ungleich schwerer dort Fuß zu fassen. Deswegen konzentrieren wir uns zunächst auf unseren Heimatmarkt samt der genannten Nachbarländer.

Es gibt immer wieder Diskussionen in der Szene über die „Bedingungen“ für Startups in Stuttgart.Was sind eurer Erfahrungen bisher, würdet ihr wieder in Stuttgart gründen, bzw. in Stuttgart bleiben?

Ja, uns gefällt es in Stuttgart gut – aus mehreren Gründen:

Startup-Förderungen wie EXIST, Junge Innovatoren und der Innovationsgutschein BW sowie Netzwerkevents sprechen für den Standort. Und auch die IHK vor Ort bietet jede Menge Unterstützung wenn es um Patent- und Markenrecherchen geht.

Allerdings hat Stuttgart bezogen auf Verfügbarkeit von Personal, kreativen Köpfen und Investoren im Vergleich zu Berlin & Co. noch Nachholbedarf. Schließlich überlegt man es sich bei der hiesigen Arbeitsplatzsituation gut, ob man in ein Startup geht.

Derzeit gibt es einiges an Bewegung in der Startup Szene in Baden-Württemberg u.a. hat die Landesregierung das Thema höher auf die Agenda geschoben. Am 14. Juli wird es den Startup-Gipfel BW  geben, was würdet ihr dort dem Ministerpräsidenten und der Wirtschaftsministerin sagen, mit dem Ziel die Bedingungen für Gründer wie euch zu verbessern/ erleichtern?

Wir von eMovements können uns über fehlende Unterstützung kaum beklagen. Erst kürzlich hatten wir den Demografiebeauftragten des Landes bei uns. Aber natürlich gibt es immer Verbesserungspotenzial. Schön wäre beispielsweise, wenn sich Land und Städte mehr Startup-Lösungen bedienen. Bei Ausschreibungen hat man gegen große Unternehmen kaum Chancen. Zudem fände ich es gut, wenn das Land öfter mit „Erfindungen“ aus dem Ländle etwa mit deutschlandweiten Werbekampagnen präsentiert.

Zum Schluss, sucht ihr aktuell Mitarbeiter? Wer soll sich bei euch melden?

Ja. Im Bereich Software-Entwicklung könnten wir noch Unterstützung gebrauchen und freuen uns über Bewerbungen. Klarer Vorteil bei eMovements: Anstelle eines normalen 9to5-Jobs erwartet künftige Mitarbeiter eine erfrischende Startup-Atmosphäre. Ansonsten sind wir aktuell mit Ingenieuren, Produktdesignern, Vertrieb und Marketing recht gut aufgestellt.

Danke für das Interview und wir hoffen euch mal auf dem Gründergrillen in der Schankstelle zu sehen und drücken euch die Daumen für die Markteinführung!

Selbstverständlich, wir freuen uns! Danke für die spannenden Fragen.

Das Interview führte Franziska Müller von Startup Stuttgart e.V.

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Erfahrerner VC wird Beirat bei Startup Stuttgart e.V.

Wir freuen uns sehr, dass wir mit Alec Rauschenbusch einen weiteren sehr erfahrenen Startup-Kenner für den Beirat von Startup Stuttgart e.V. gewinnen konnten.

Alec Rauschenbusch

Alec ist seit dem Jahre 2000 Managing Partner der Grazia Equity GmbH, in die er als ihr Gründer mehrere Jahre erfolgreichen Unternehmertums einbringt. Bereits neben dem Studium an der TU München führte Alec ein eigenes Franchise-Einzelhandelsunternehmen.

Nach dem Studium der Luft- und Raumfahrttechnik und einem kaufmännischen Studium an der Harvard Business School in Boston/USA war er von 1992 bis 1996 in verschiedenen Funktionen, zunächst bei ABB AG, dann bei Behr GmbH & Co., tätig. Danach begann er sich als Business Angel und Venture-Capital-Geber zu betätigen. 2001 wurde er vom Business Angel Netzwerk Deutschland (BAND) als „deutscher Business Angel des Jahres“ mit der Goldenen Nase ausgezeichnet.

Alec ist Mitglied in mehreren Aufsichtsgremien. Er war u.a. Vorsitzender der „Business Angels Region Stuttgart“ seit deren Gründung im Jahr 2003 bis 2010.

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Stuttgart wird Digital Hub

Heute wurde es offiziell, das Bundesministerium für Wirtschaft hat sieben weitere Digital Hubs ernannt und Stuttgart gehört dazu.
Gratulation auch nach Ludwigshafen/Mannheim und Karlsruhe. Nachdem in der ersten Runde keine Stadt/Region aus Baden-Württemberg dabei war, ist BW mit nun drei De Hubs sehr gut vertreten. Laut Informationen aus dem Ministerium wird es zu den zwölf nun benannten Hubs keine weiteren geben.

Um den Titel Digital Hub zu bekommen musste eine Bewerbungsunterlage eingereicht werden, die von einem Expertenrat beurteilt wurde. Für die Region Stuttgart haben Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Forschung und Startup Stuttgart die Bewerbungsunterlage erarbeitet. Stuttgart hat sich mit dem Motto „driving.future.industries“ beworben, wobei mit „Industries“ nicht nur Industrie sondern auch bewußt Branche gemeint ist. Man möchte hier in der Region, aufbauend auf den bestehenden Stärken, die neuen Leitbranchen (u.a. Mobility, Smart Products, Industrie 4.0) der Zukunft entstehen lassen.

In Summe ist es ein positives Zeichen, dass Stuttgart es in die Reihe der Zwölf geschafft hat. Allerdings ist Digital Hub bis jetzt „nur“ ein Titel und die eigentliche Arbeit fängt jetzt erst an. Wir werden euch in den nächsten Wochen mehr über den geplanten Digital Hub Stuttgart informieren.

 

Aus der Pressemitteilung des Bundesministerium für Wirtschaft heißt es:

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries: „Ich freue mich, dass unsere Digital Hub Initiative so großes Interesse geweckt hat. Wir konnten unter erstklassigen Bewerbungen sieben hervorragende, neue Digital Hubs auswählen. In Deutschland gibt es vielleicht kein Silicon Valley, dafür aber viele exzellente Valleys mit eigenen Stärken. Die ausgewählten Städte stehen für Branchenschwerpunkte, von Chemie über Gesundheit bis zur Künstlichen Intelligenz, ihre Initiativen werden dem Gründerstandort Deutschland Aufwind geben.“

Alle Digital Hubs auf einen Blick:

  • Berlin: Fintech, IoT
  • München: Mobility
  • Frankfurt: Fintech (inkl. Darmstadt: Cyber Security)
  • Hamburg: Logistics
  • Dortmund: Logistics
  • Köln: InsurTech
  • Karlsruhe: Künstliche Intelligenz
  • Stuttgart: Future Industries
  • Dresden und Leipzig (Twin Hub): Smart Systems, IoT und Energy
  • Potsdam: MediaTech
  • Nürnberg/Erlangen: Digital Health
  • Ludwigshafen/Mannheim: Digitale Chemie und Gesundheit 
Über die Digital Hub Initiative:

Die Initiative hat zum Ziel, die einzelnen Standorte durch eine Hub Agency untereinander besser zu vernetzen. Gerade in den stärker industriegeprägten Städten fehlt oft ein enger Kontakt mit der innovativen Startup Szene. Dabei profitieren beide: die etablierte Wirtschaft von den frischen Ideen der Startups und die jungen Gründer von den Erfahrungen und Kontakten der Alteingesessenen. Zudem soll eine internationale Werbekampagne die einzelnen Standorte und Stärken Deutschlands in der Gründerszene noch bekannter machen. Insgesamt stehen nun alle 12 deutschen Hubs der Digital Hub Initiative des Bundeswirtschaftsministeriums fest. Frankfurt, Hamburg, Dortmund, Berlin und München wurden bereits Ende 2016 ausgewählt.

 

Hier gibt es mehr Informationen über die bundesweite Digital Hub Initiative.

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Neuigkeiten von Startup Stuttgart e.V.

Was vielleicht immer noch nicht alle wissen, hinter dem Gründergrillen, Facebook Gruppen, Webseite Startup Stuttgart und vielen Aktivitäten wie z.B. dem Startup Weekend (gemeinsam mit der HdM) steht der Verein Startup Stuttgart e.V. 

Von unserer Mitgliederversammlung am 04.04.2017 gibt es ein paar spannende Neuigkeiten. Die Satzung wurde leicht angepasst, so dass Firmen und Studenten die Möglichkeit haben Mitglied zu werden. Zusätzlich gibt es nun eine reine Fördermitgliedschaft.

In den kommenden Monaten werden wird auch noch mal prüfen, ob es die Möglichkeit gibt, als gemeinnütziger Verein anerkannt zu werden. Das ist allerdings keine schnelle und einfache Aufgabe.

Die neue Satzung erlaubt uns nun auch einen Beirat. Wir freuen uns, dass Prof. Dr. Högsdal von der HdM und Univ. Prof. Dr. Kuckertz von der Universität Hohenheim beide zugestimmt haben, den Verein als Beiratsmitglieder zu unterstützen.

 

Univ. Prof. Dr. Andreas Kuckertz

Univ. Prof. Dr. Andreas Kuckertz leitet das Fachgebiet Unternehmensgründungen und Unternehmertum an der Universität Hohenheim. Mit seiner Arbeit hilft er dabei, Startups erfolgreicher, Corporates agiler und die Gesellschaft proaktiver zu machen.

Prof. Dr. Nils Högsdal

Prof. Dr. Nils Högsdal lehrt Corporate Finance und Entrepreneurship an der Hochschule der Medien und ist dort Prorektor Innovation. Nils Högsdal hat das „Startup-Owners‘ Manual“ als wichtigstes Lehrbuch für den Lean Startup-Ansatz mit nach Deutschland gebracht und erhielt 2015 den Landeslehrpreis. Er war viele Jahre als Unternehmer tätig und ist weiterhin in der Startup-Welt aktiv, u.a. als Juror für Jugend Gründet. Dazu kommen regelmäßige Reise ins Silicon Valley und aktive Beteiligungen an Startups.

Leider mussten wir die Zusammenarbeit mit Hamburg Startups für das Projekt Startup Spot BW beenden. Wir haben hier etwas unterschiedliche Vorstellung, sind aber noch freundschaftlich mit den Hamburgern im Kontakt.

Der Startup Gipfel BW ist aktuell eine größere Aufgabe für der Verein. Gemeinsam mit der Stadt Stuttgart koordinieren wir die Ausstellungsfläche für das Ökosystem Region Stuttgart auf der Messe. Wir sind sehr gespannt auf den Gipfel und werten es als sehr positives Signal, dass Herr MP Kretschmann und Frau WM Hoffmeister-Kraut beide vor Ort Keynotes halten werden.

Auf der Mitgliederversammlung wurde auch der neue Vorstand gewählt. Christoph Röscher ist Vorstandsvorsitzender, Michael Haufler und Thomas Poschen stellvertretende Vorsitzende und Tobias Sick Finanzvorstand.

Tobias, Christoph, Michael, Thomas

Tobias, Christoph, Michael, Thomas

Der Verein basiert auf ehrenamtlichem Engagement und ist zum großen Teil über Mitgliedsbeiträge finanziert. Kommt und helft uns, das Stuttgart Startup Ökosystem weiterzuentwickeln und werdet Mitglied bei Startup Stuttgart e.V.  :-)  Zusätzlich suchen wir auch immer wieder Helfer. Für die Pflege der Webseite und Social Media können wir immer Unterstützung gebrauchen. Einfach hier melden. An dieser Stelle möchte sich der Vorstand auch bei Isabel Gienger und Michalea Schächner ganz herzlich bedanken, die sich seit Anfang 2017 mit viel Engagement und Begeisterung um das Gründergrillen kümmern!

Das Wichtigste zum Schluss: das nächste Gründergrillen ist am  25 April – bis dahin!

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Neue Mikrofinanzierung für Baden Württemberg

Es tut sich langsam was um die Rahmenbedingungen im Ländle für Gründer und Startups zu verbessern, diesmal zum Thema Finanzierung.

Anbei ein Link zu Ideenwerk BW  Artikel „Mikrokreditfinanzierung: Wagnisfreies Kapital“

Hier mehr Infos auf der Webseite vom Wirtschaftsministerium und wer sofort loslegen will, kann sich hier auf der Plattform „Startnext“anmelden.

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Innovationspolitisches Frühstück – Finanzierung und Venture Capital

Heute war Tobias (Vorstand Startup Suttgart) auf Einladung vom Wirtschaftsrat beim Innovationspolitischen Frühstück mit der Staatssekretärin Katrin Schütz (Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg) zum Thema „Finanzierung und Venture Capital“ im Pop-Up Restaurant auf der Baustelle von LIVE AT STUTTGART. Finanzierung von Startups ist gerade ein sehr heißes Thema und wird uns in der Region auch noch eine Weile beschäftigen.

Nach der Begrüßung durch Joachim Rudolf (Landesvorsitzender Wirtschaftsrat) und Dr. Stefan Kaufmann (CDU) sowie spannenden Impulsvorträgen von der Staatssekretärin Katrin Schütz sowie u.a. Dr. Helmut Schönenberger (Geschäftsführer, UnternehmerTUM GmbH, Garching) und Dr. Helmut Schelling (Firmengründer, Vector Informatik, Stuttgart) erläuterte Heiner Scholz mit viel Enthusiasmus und Leidenschaft das hinter LIVE AT STUTTGART steckende Konzept. Im Anschluss daran folgte eine kleine Podiumsdiskussion mit den Rednern bevor es dann zur Führung durch das sich gerade mit Hochdruck im Aus- und Umbau befindende denkmalgeschützte ehemalige Leitz-Areal des LIVE AT STUTTGART ging.

Wir freuen uns schon auf die Eröffnung vom Live AT Stuttgart – eine tolle Ergänzung für das Stuttgarter Ökosystem.

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Startup-Gipfel Baden-Württemberg

Es ist soweit … am 14. Juli wird auf der Landesmesse Stuttgart der Startup-Gipfel Baden-Württemberg stattfinden.

Auf politischer Ebene wird Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut  die Vision und Maßnahmen für das Startupländle BW präsentieren. Dazu passt, dass beide gerade gemeinsam mit einer Delegationsreise in Israel waren, um dort das Thema Startup-Kultur live zu erleben.

Neben der Vorstellung der neuen Kampagne Startup-BW werden sich die regionalen Ökosysteme in BW präsentieren. Für die Region Stuttgart koordinieren die Stadt Stuttgart und Startup Stuttgart e.V. den Auftritt.

Sobald es mehr News gibt, werden wir euch informieren. Bis dahin, blockt euch schon mal den 14. Juli!

In der Zwischenzeit gibt es hier mehr Informationen

 

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2. Gründergrillen 2017

Was für ein tolles 2. Gründergrillen!

Das super Wetter konnte sich eins zu eins in den tollen Pitches wiederfinden! Danke, dass ihr alle da wart!

Pitches im März:

Rainer Kurz – info@jobs-fuer-fluchtlinge.de – Jobs für Flüchtlinge – Sucht: Ehrenamtliche

Samil Yaruz – s.yaruz@adelstrachten.de – Online Marketing – Sucht: SEO

Christoph Weingärnter – christoph@moni.ai – Artificial Intelligence – Sucht: Vertriebler

Julian Eisenschmidt – julian.eisenschmidt@gmail.com – Projekt PROA Rennwagen – Sucht: Masterstudent

Rolf Warnecke – rolf.warnecke@q4u.digital – Office, Excel, Powerpoint – Sucht: Beta-Tester

Stefan Gogel – gogel@startup-you.de – Studentenvermittlung – Sucht: Studenten, Start-ups

Waldemar Wall – w.wall@azubiversum.de – App, Ausbildung – Sucht: Investoren, Geld

Marius Hirsch – m.hirsch@make-it-tangible.de – Planung, Zeitmanagement, Urlaub, Matching – Sucht: App-Programmierer, Vertriebler

Thomas Henning – henning@6V12.de – Design, Branding – Sucht: Kunden

Albert Groz – groz@truphysics.com – Robotik, Machine Learning – Sucht: Investoren, Technologiepartner

Swjatoslav Cicer – s.cicer@netwaechter.de – IT Security – Sucht: Partner, Student Marketing

Michael Reutter – Michael.reutter@aucobo.de – Industrie 4.0, smart production – Sucht: Praktikant Marketing

Wir freuen uns auf das nächste Gründergrillen am 25.4 in der Schankstelle mit euch!