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Im Herbst 2011 gründeten Tanja Andrin und Hilke Heitmann kesselkocher.de, einen Lieferservice für Stuttgarter, der den Kunden die komplette Essensplanung für die ganze oder Teile der Woche abnimmt. kesselkocher.de beliefert die Haushalte mit sämtlichen Zutaten für vollwertige Mahlzeiten. Das Besondere daran ist, dass die Rezepte mitgeliefert werden. Als Kunde kann man dabei wählen, ob man Zutaten für 3, 4 oder 5 Mahlzeiten bekommen möchte. Die Lieferung erfolgt immer montags, nachmittags bis abends; die Wunschlieferzeit kann man angeben.

Nach der Gründungsidee zu kesselkocher.de gefragt, antwortet Hilke Heitmann: „Weil uns beiden gesunde Ernährung wichtig ist und weil wir gut und gerne kochen. Da kam uns die Idee, dass wir dieses gerne weitergeben würden und so ist die Idee entstanden. Durch unser Studium hatten wir auch schon eine grobe Ahnung wie so was funktionieren könnte; eine eigene Firma. Sobald die Idee da war, haben wir sofort losgelegt.“

Die Frische und Regionalität der Lebensmittel ist den beiden Jung-Unternehmerinnen besonders wichtig. Fleisch, Gemüse und Fisch stammen von ausgesuchten, regionalen Bauern und Händlern aus Stuttgart und Umgebung, so dass die Herkunft immer bekannt ist. Bestellt wird ganz einfach im Webshop. Dort wählen die Kunden derzeit aus, ob für zwei oder vier Personen geliefert werden soll. Unter mehreren Gerichten können die Kunden sich dann aus zwei Auswahlmöglichkeiten ihr Wunsch-Wochenmenü zusammenstellen. Nach Auswahl der Wunschlieferzeit liefern Tanja Andrin und Hilke Heitmann die Lebensmittel persönlich.

Aktuell sind die Stuttgarterinnen noch in der heißen Startphase: „Die erste Auslieferung war vor ca. 12 Wochen. Jede Woche haben wir schon optimiert und auch wertvolle Tipps von unseren Wiederbestellern erhalten, so hat sich jetzt schon einiges zum Besseren verändert. Mittlerweile haben wir sogar schon einige Stammkunden. Das ist eine tolle Erfahrung und bestätigt uns, dass wir auf einem guten Weg sind.“, meint Hilke Heitmann.

Wir wünschen den Gründerinnen alles Gute und viel Erfolg beim Auf- und Ausbau dieser spannenden Geschäftsidee. Und natürlich allen Kunden guten Appetit – schaut doch einfach mal rein.

Wir starten heute die Artikelserie “Execution Excellence” von Albert Pusch. In den folgenden Artikeln geben wir Gründern Tipps für die Umsetzung ihrer Geschäftsideen.

Wir kämpfen gegen das Shit-Monster. Das Shit-Monster hat Stefan Hermann erfunden, es taucht immer dann auf, wenn eine neue Idee geboren wurde, das Träumen beendet ist und wir aufhören uns reich zu rechnen. Jetzt heißt es, die Ärmel hoch zu krempeln. Denn nicht mit einer vermeintlich brillanten Idee beginnt die Arbeit, sondern beim Kampf gegen das Shit-Monster – die Umsetzung!

Shit-Monster

Bildquelle: Stefan Hermann

Die Perfektion der Exekution zeigen in Deutschland vor allem die Gebrüder Samwer. Sie haben in zahlreichen Unternehmungen bewiesen, welche Geldströme eine intelligente Umsetzung anziehen kann. Denn neben der Ideenfindung und der Konzeption ist die Umsetzung die eigentliche Herausforderung von Unternehmern und Managern.

Das Samwer-Imperium Rocket Internet hat sich darauf spezialisiert, Startups aufzuziehen, deren risikoreicher „Proof of Concept“ bereits von anderen erbracht wurde. Egal was ihr von den Copy-Cats der Samwers haltet, die Umsetzungsstärke ist bewundernswert.

Während es Spaß macht, sich alleine oder im Team Ideen auszudenken, ist die Umsetzung unangenehm, voller Rückschläge und Hürden. Die Reise beginnt mit einem Plan und bevor Du Dich selbst zur Dampfwalze der Exekution entwickeln, musst Du eine Vision entwickeln. Die Grundlage bildet oft eine Roadmap, ein Maßnahmenplan oder ein Konzept.

Entwickler und Ingenieure denken bei der Planung vor allem an das Produkt, nicht aber an den gesamten Unternehmensaufbau. Produkte vermarkten und verkaufen sich nicht von alleine, Mitarbeiter stolpern nicht zufällig ins Unternehmen und die Geldgeber stehen für gewöhnlich nicht Schlange. Ein gutes Konzept beschreibt deshalb die wichtigsten Punkte eines Geschäftsmodells und setzt Ziele, die messbar sind. Wie Du Himmel und Hölle in Bewegung setzt, um Deine Ziele zu erreichen und gegen das Shit-Monster zu gewinnen, erfährst Du im nächsten Artikel am 20.August 2012.


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Letzte Woche war wieder einiges los im Südwesten: Nachdem am Dienstag in Karlsruhe die 3. Social Media Night stattfand, kamen am Mittwoch und Donnerstag Gründer und Gründungsinteressierte zum Gründergrillen zusammen, das mittlerweile zum festen Programm gehört.

Stuttgart ging dabei am Mittwoch in der Superschanke in die 7. Runde. Auch diesmal war das Event wieder sehr gut besucht – ca. 70 Personen ließen es sich in lockerer Runde bei spannenden Gesprächen schmecken; die bwcon hatte dabei wieder das Grillgut gesponsert. Im Rahmen der obligatorischen Pitching-Runde stachen einige neue Gründer mit ihren Geschäftsideen hervor. Besonders die bald online gehende Plattform entrepreneurjobs.de wird Startups, die nach hoch motivierten und qualifizierten Mitarbeitern suchen und den Startup-Affinen, die eben nach solchen Jobs suchen, eine neue Möglichkeit zum Austausch geben. Die letzten Besucher ließen den Abend, an dem auch das Wetter super mitgespielt hat, weit nach Mitternacht bei dem ein oder anderen Getränk ausklingen.

In Karlsruhe wurde dann am Donnerstagabend sogar ein kleines Jubiläum gefeiert: Zum 35. Mal fand dort das Gründergrillen im Gründer-Café auf dem Campus der Universität statt. Nachdem wir in Stuttgart schon oft Gäste aus Karlsruhe hatten, schafften wir es nun auch mal wieder in die Baden-Metropole. In gutgelaunter Atmosphäre stellten auch hier einige Junggründer ihre Geschäftsvorhaben vor. Viele interessante Gespräche rundeten den Abend ab, sodass wir uns nur schwer trennen konnten, um in Richtung Stuttgart zurückzufahren.

Uns hat es wieder sehr viel Spaß gemacht und wir freuen uns schon sehr auf die kommenden Gründergrillen und weitere Startup-Events :)

PS: Merkt euch schon mal das 3. Stuttgarter Startup Weekend vom 16.-18.11.2012 vor – Die perfekte Plattform, um eure Geschäftsideen vorzustellen, nach Mitgründern zu suchen oder an der Entwicklung einer Geschäftsidee mitzuarbeiten.

In unserer Reihe „10 Fragen an…“ freuen wir uns, dass Johanna und Laura Kutter von tour de sens die 10 Fragen beantwortet haben. Mit ihrer wunderbaren Geschäftsidee konnten sie auch zum Elevator Pitch auf der Gründerzeit Anfang März 2012 die Jury überzeugen und erreichten den dritten Platz. Herzlichen Glückwunsch dazu nochmals an dieser Stelle!
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Startup Stuttgart: Wer seid ihr und welches Produkt oder Dienstleistung verkauft ihr?
Johanna & Laura: tour de sens veranstaltet Reisen für Blinde, Sehbehinderte und Sehende. Wir bieten integrative Reisen an, die Blinden und Sehbehinderten autonomes und barrierefreies Reisen ermöglichen und gleichzeitig allen die Chance geben, mehr als nur Sehenswürdigkeiten zu erleben.

StartUp Stuttgart: Seit wann gibt es euch als Unternehmen?
Johanna & Laura: Seit Herbst 2011.

StartUp Stuttgart: Wie seid ihr auf eure Gründungsidee gekommen?
Johanna & Laura: Unser Anliegen war es seit längerem, das Reisen für diejenigen zu erleichtern, die mit Barrieren im Tourismus zu kämpfen haben. Die Idee zu tour de sens reifte schließlich während vieler gemeinsamer Aktionen mit der Stuttgarter Bezirksgruppe des Blinden- und Sehbehinderten Verbandes und während vieler Gespräche mit einem blinden Spanier, der in Lauras Straße in Granada Lottoscheine verkaufte.

StartUp Stuttgart: Was habt ihr vorher gemacht und wie kam es dazu, dass ihr als Schwestern die Entscheidung getroffen habt, zusammen zu arbeiten?
Johanna & Laura: Laura ist seit einigen Jahren als Reiseleiterin und Produktmanagerin in der Reisebranche unterwegs. Ihre Spezialgebiete sind vor allem Spanien und Kuba. Johanna war zur Gründung frisch mit dem Wirtschaftsstudium fertig und hat nebenher für ein Fraunhofer Institut gearbeitet. Als Schwestern wollten wir zusammenarbeiten, da wir beide den Traum der Selbständigkeit leben wollten und weil wir ein Super-Team sind. Mit unseren Qualifikationen – Touristik und BWL – ergänzen wir uns perfekt und liefern eine solide Basis für tour de sens.

StartUp Stuttgart: Was waren bei der Gründung eures Startups die größten Herausforderungen?
Johanna & Laura: Die gesetzlich vorgeschriebenen Regelungen zu Touristik-Versicherungen und die sehr spezielle umsatzsteuerrechtlichen Behandlung von Reiseveranstaltern machten uns anfangs ganz schön zu schaffen. Hier half letztlich kein BWL-Studium und kein Gründerseminar sondern allein: Gesetzestexte wälzen und Steuerberater engagieren.

StartUp Stuttgart: Warum habt ihr euch für Stuttgart als Standort entschieden und nicht wie viele andere Startups für Berlin?
Johanna & Laura: Dass in Stuttgart unser wichtigstes Netzwerk innerhalb unserer Zielgruppe verankert ist hat eine große Rolle für die Entscheidung gespielt. Und, um es mit Kraftklub zu sagen: „Ich will nicht nach Berlin!“. Berlin-Leben haben wir beide schon hinter uns. Viel wichtiger sind jetzt Spätzle und Maultaschen!

StartUp Stuttgart: Was möchtet ihr Gründern speziell als Tipp mitgeben, wenn sie in Stuttgart gründen möchten?
Johanna & Laura: Geht zur Gründerzeit und nehmt am Elevator Pitch teil! Man kann sich nie genug Feedback für seine Idee holen.

StartUp Stuttgart: Angenommen ihr hättet die Chance einen Tag lang Bürgermeister von Stuttgart zu sein, was würdet ihr verändern?
Johanna & Laura: Wir würden ein Tastmodell für das Alte Schloss in Auftrag geben und die Verkehrsplaner auf mehr Barrierefreiheit einschwören. Und natürlich würden wir gebieten: reißt nicht zu viele historische Gebäude ab!

StartUp Stuttgart: Mit wem würdet ihr gerne einmal Essen gehen und warum?
Johanna & Laura: Mit dem blinden Bergsteiger Andy Holzer, weil er uns mit seinem Mut und seiner Vision fasziniert und uns sicherlich viele gute Ratschläge für tour de sens geben könnte.

StartUp Stuttgart: Wo seht ihr euch mit tour de sens heute in fünf Jahren?
Johanna & Laura: In fünf Jahren ist tour de sens bekannter Spezialist für barrierefreies Reisen und hat dazu beigetragen, dass Barrieren im Tourismus und Barrieren zwischen Blinden und Sehenden tatsächlich abgebaut wurden.

StartUp Stuttgart: Vielen Dank für das tolle Interview. Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg für tour de sens!

In Prachtlage direkt am Hauptbahnhof bekommt die Startup-WG  „Ossietzky 4“ immer mehr Mitbewohner. Weiterlesen

Auf dem Elevator Pitch der Gründerzeit Anfang März haben sich eine Menge Gründer mit super spannenden Geschäftsideen vorgestellt. Martin Kluck war einer von ihnen, hat die Jury in der ersten Runde absolut überzeugt und dann mit seinem Social Business Kipepeo-Clothing den 2. Platz abgesahnt. Wir freuen uns sehr, dass er unsere „10 Fragen“ beantwortet hat. Viel Spaß beim Lesen.

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StartUp Stuttgart: Wer bist Du und welches Produkt oder Dienstleistung verkaufst Du?
Martin Kluck:
Martin Kluck, 29, aus Stuttgart, Gründer von Kipepeo-Clothing.
Wir bedrucken und verkaufen fair produzierte T-Shirts, deren Motive von Kindern einer Grundschule in Tansania gestaltet wurden, die wir im Jahr 2008 unterrichtet haben. Von den Erlösen sorgen wir für die medizinische Betreuung der Kinder, Verpflegung, Schulgebühren, Schulutensilien und den Bau neuer Gebäude.

StartUp Stuttgart: Seit wann gibt es Kipepeo und was bedeutet der Name?
Martin Kluck:
Die Idee zu Kipepeo entstand bereits 2009. Nach einiger Vorbereitungszeit gibt es uns nun offiziell seit September 2010.
Kipepeo bedeutet Schmetterling in der Landessprache Swahili. Das ist auch der Grund warum der Schmetterling auf unserem Logo geographisch dort angesiedelt ist, wo Tansania auf dem afrikanischen Kontinent zu finden ist.

StartUp Stuttgart: Wie seid ihr/ Du auf die Idee gekommen?
Martin Kluck:
Nachdem ich einige Monate an der „Mecosons School“ in Tansania unterrichtet hatte, druckte ich mir die Zeichnung eines an mich gerichteten Liebesbriefs der damals 7-jährigen Abigale Muro auf ein Shirt, um etwas bei mir zu tragen, das mich an die Zeit erinnert. Durch die viele positive Resonanz entstand der Gedanke, diese Shirts zu Gunsten der Kinder zu „vermarkten“.

StartUp Stuttgart: Was hast Du vorher gemacht und wie hast Du Dein Team gefunden?
Martin Kluck:
Kipepeo wird aussschließlich von ehrenamtlichen Helfern betrieben. Wir haben alle „normale“ Jobs bzw. studieren noch und wickeln das Projekt komplett in unserer Freizeit ab. Das Team besteht aus langjährigen Freunden und neuen Freunden, die wir in Tansania kennengelernt haben.

StartUp Stuttgart: Was waren bei der Gründung von Kipepeo die größten Herausforderungen?
Martin Kluck:
Herauszufinden welche Drucktechnik hochwertig, kostengünstig und wenig zeitintensiv ist? Woher wir T-Shirts bekommen, die qualitativ unseren Ansprüchen genügen und fair gehandelt sind? Wie vermarktet man ein Produkt effektiv ohne Geld für Werbemittel zu investieren?
Herausforderungen gab und gibt es wirklich sehr, sehr viele, aber bis jetzt haben wir glaub alles recht gut hinbekommen.

StartUp Stuttgart: Was möchtest Du Gründern speziell als Tipp mitgeben, wenn sie in Stuttgart gründen möchten?
Martin Kluck:
Geht zu den Socialbar Treffen! Da trefft ihr tolle, hilfsbereite Leute, die für Euch irgendwie immer einen guten Tipp parat haben!

StartUp Stuttgart: Angenommen du hättest die Chance, einen Tag lang Bürgermeister von Stuttgart zu sein, was würdest Du verändern?
Martin Kluck:
Das Budget für Kunst und Kultur erhöhen und „die Röhre“ am Leben erhalten.

StartUp Stuttgart: Mit wem würdest Du gerne einmal Essen gehen und warum?
Martin Kluck:
Mit meinem Kumpel Tim, weil wir das schon seit Wochen nicht auf die Reihe kriegen.

StartUp Stuttgart: Wo siehst Du Dich mit Kipepeo heute in fünf Jahren?
Martin Kluck:
Wir hoffen in Zukunft das erarbeitete „Kipepeo“-Konzept noch an anderen Schulen in Tansania zu etablieren, damit auch kleinere Organisationen mit eigenen Mitteln in der Lage sind, sich selbst zu finanzieren und zu entwickeln ohne sich von anderen abhängig zu machen. Für ein Hilfsprojekt sind Nachhaltigkeit, Beständigkeit und vor allem Sicherheit einfach die wichtigsten Faktoren.

StartUp Stuttgart: Martin, vielen Dank für die Beantwortung der Fragen und weiterhin viel Erfolg für dieses super Projekt.

Ihr könnt euch sicherlich noch alle an den Elevator Pitch Wettbewerb auf der Gründerzeit BW Anfang März erinnern. Dabei hat die Kekswerkstatt phänomenal den ersten Platz erreicht. Wir konnten uns die Gelegenheit natürlich nicht entgehen lassen, den Gründern aus Tübingen unsere 10 Fragen zu stellen. Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen und vor allem nochmals einen riesen Glückwunsch an die Kekse;).
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StartUp Stuttgart: Wer seid ihr und welches Produkt oder Dienstleistung verkauft ihr?
Kekswerkstatt: Wir sind die Kekswerkstatt – genauer gesagt Jessica Schweizer, Christian Sattel und Sebastian Reza. Die Kekswerkstatt selbst ist ein Online-Shop für individuelle Kekse. Hier kann jeder – ob Backtalent oder auch nicht – aus 3 Teigsorten und über 50 Zutaten seinen individuellen Lieblingskeks zusammenstellen. Der wird dann momentan jeden Dienstag nur für ihn von Meisterhand gebacken und geht dann, noch ofenfrisch, an jede beliebige Adresse.

StartUp Stuttgart: Seit wann gibt es euch als Unternehmen?
Kekswerkstatt: Unser Online-Shop hatte seine Geburtsstunde am 15. Juni 2011

StartUp Stuttgart: Wie seid ihr auf eure Gründungsidee gekommen?
Kekswerkstatt: Kennt ihr die kleinen Belohnungen, die man sich nach getaner Arbeit, an einem grauen Tag oder einfach mal nur so zwischendrin gönnt? Kekse gehören definitiv dazu! Schade nur, dass es für diesen ganz individuellen Glücksmoment nur Standard-Kekse gab. Denn ist das wahres Glück? Schließlich sind wir keine Standard-Typen – und eigentlich kennen wir auch niemanden, der das ist. Und schon war unsere Idee geboren: Ofenfrische Kekse, die sich ganz individuell, je nach Geschmack, Lust und Laune jedem Typ anpassen. Das nennen wir wahren Genuss. Und gibt es was Schöneres, als sich selbst oder andere zu belohnen?

StartUp Stuttgart: Was habt ihr vorher gemacht und wie habt ihr als Team zueinander gefunden?
Kekswerkstatt: Christian und Sebastian waren bereits Kollegen im Vertrieb der Nero AG, einer großen Softwarefirma in Karlsbad. Jessica und Sebastian haben sich wiederum bei einer Veranstaltung der Wirtschaftsjunioren kennengelernt. Jeder von uns hat völlig unterschiedliche Stärken und ein eigenes, unbezahlbares Know-how, das er in die Firma mit einbringt. Kurz: Etwas, das so gut passt, muss einfach als Team zueinander finden.

StartUp Stuttgart: Was waren bei der Gründung eures Startups die größten Herausforderungen?

Kekswerkstatt: Die Kekswerkstatt haben wir anfangs neben unseren regulären Jobs gegründet. Denn wie bei allen Gründungen ist der wirtschaftliche Erfolg unsicher und die Entscheidung, sich wirklich zu 100% auf die Kekswerkstatt zu konzentrieren – alles auf eine Karte zu setzen – ist keine einfache. Dennoch haben wir gemeinsam Anfang dieses Jahres den Schritt gewagt. Nicht zuletzt, weil wir davon überzeugt sind, dass eine Idee nur dann erfolgreich sein kann, wenn man wirklich alles dafür gibt.

StartUp Stuttgart: Warum habt ihr euch für Tübingen als Standort entschieden und nicht wie viele andere Startups für Berlin?
Kekswerkstatt: Berlin punktet sicher mit guten Strukturen für Startups. Uns sind allerdings solide Partner, die mit uns für die Qualität der Produkte und die Vision der Kekswerkstatt einstehen, noch wichtiger. Diese haben wir regional gefunden, ebenso wie ein tolles Netzwerk aus anderen Gründern und Firmeninhabern, mit denen wir uns regelmäßig austauschen. Die Start-Up Strukturen in Baden-Württemberg sind vielleicht leiser, aber umso tatkräftiger.

StartUp Stuttgart: Was möchtet ihr Gründern speziell als Tipp mitgeben, wenn sie im Großraum Stuttgart gründen möchten?
Kekswerkstatt: Vernetzung ist wichtig – hat aber auch ihre Grenzen. Stuttgart bietet schöne Veranstaltungen und Verbände, um sich zu engagieren. Ab einem gewissen Punkt allerdings zählt es nur, an die eigene Idee zu glauben, Kritik zu hören und einfließen zu lassen, aber niemals die klare Vision des eigenen Unternehmens aus den Augen zu verlieren.

StartUp Stuttgart: Angenommen ihr hättet die Chance einen Tag lang Bürgermeister von Tübingen zu sein, was würdet ihr verändern?
Kekswerkstatt: Die vielen Beamten und Angestellten der Stadt Tübingen einen Tag mit wirklich, wirklich guten Keksen versorgen. Mit guten Keksen im Alltag geht alles besser und angenehmer – das wäre sicher bald spürbar für uns alle.

StartUp Stuttgart: Mit wem würdet ihr gerne einmal Essen gehen und warum?
Kekswerkstatt: Eine schillernde Figur mit tollen Veröffentlichungen für Gründer und Entrepreneure ist Richard Branson – und genau deswegen wäre es legendär für uns, sich ein Essen lang seine Ideen und Visionen anhören zu dürfen.

StartUp Stuttgart: Wo seht ihr euch heute in fünf Jahren?
Kekswerkstatt: In fünf Jahren steht die international bekannte Kekswerkstatt wie keine andere Marke für guten, ehrlichen Keksgenuss, der so individuell wie jeder Charakter und jeder Augenblick ist.

StartUp Stuttgart: Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen und weiterhin viel Erfolg.

Nach mehrmonatiger Vorbereitung war es endlich soweit: StartUp Stuttgart begrüßte zum Elevator Pitch am 02.03.2012 im Haus der Wirtschaft Stuttgart 35 angemeldete Teams mit ihren Geschäftsideen. Der Wettbewerb fand dabei im Rahmen der Gründerzeit Baden-Württemberg, organisiert durch ifex und L-Bank, statt.

Stilecht im Lastenaufzug des HdW hatten die Teilnehmer drei Minuten Zeit, die Jury von ihrer Idee zu überzeugen. In der jeweils nachfolgenden Fragerunde hatten die Juroren dann die Gelegenheit, die Ideen auf Herz und Nieren zu prüfen. Vertreten waren dabei neben Mobile App-Entwicklungen, Ideen aus dem Lebensmittelbereich und neuartigen Immobilien-Dienstleistungen auch sozial orientierte Geschäftsideen. Anhand der vier Kategorien Überzeugungskraft, Geschäftsmodell, zeitlicher Rahmen und Vortragsstil bewertete die Jury die Pitches auf einer zehnstufigen Matrix. Nach einem spannenden Nachmittag und Abend hatten dann alle Teams ihre Ideen präsentiert. Für uns stand nach dieser aufregenden Erstrunde noch die Auswertung der Jury-Wertungen an, um die 6 Finalisten für Samstag zu ermitteln. Doch bevor es zur Verkündung dieser am Samstagmorgen kam, wurde auf der Nachtzeit in der L-Bank erstmal ausgiebig gefeiert.

Samstagmorgen verkündeten wir dann im DEHOGA-Gründercafé im HdW die 6 Finalisten. Nochmals zum Pitch antreten durften: Tour de sens (Reisen für Blinde, Sehbehinderte und Sehende), PocketTaxi (flexible Fahrgemeinschaften für Pendler), get Dive (die Reutlinger Antwort auf Redbull), Kipepeo-Clothing (fair produzierte T-Shirts gestaltet von Kindern aus Tansania), Dundu-Teambuilding (neuer Ansatz zur emotionalen Teambindung) und die Kekswerkstatt (Online-Shop für individuelle, ofenfrische Kekse). Die Teams mussten sich erneut in dreiminütigen Pitches plus Fragerunde vor einer Jury beweisen. Nach der finalen Auswertung stand dann endlich die Platzierung fest:

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1. Platz: Kekswerkstatt
2. Platz: Kipepeo-Clothing
3. Platz: Tour de sens
4. Platz: PocketTaxi
5. Platz: get Dive
6. Platz: Dundu-Teambuilding
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Die Siegerehrung erfolgte im Rahmen des feierlichen Abschlusses der Gründerzeit BW am Samstagmittag, musikalisch begleitet von Oliver Wimmer & Band. Mit nach Hause nehmen konnten die Teams neben viel positiver Energie und Enthusiasmus auch Startkapital für die Umsetzung ihrer Geschäftsideen (1. Platz – 3.000 €, 2. Platz – 2.000 €, 3. Platz – 1.000 €, 4.-6. Platz – 500 €, gestiftet von der ifex). Wir wünschen allen Teilnehmern und Gewinnern des Elevator Pitch alles Gute und viel Erfolg für die Umsetzung der vorgestellten Ideen. Wir sind sehr gespannt, wohin euch euer Weg führen wird und freuen uns auf Neuigkeiten von euch. Außerdem geht an dieser Stelle nochmals ein großes Dankeschön an die ifex, L-Bank, die Juroren und die HdM Stuttgart, die die erfolgreiche Umsetzung des Elevator Pitch und das direkte Online-Streaming der Pitches möglich gemacht haben. Wir freuen uns auf weitere spannende Events.

Seit heute 18 Uhr sind die Anmeldungen für den Elevator Pitch Wettbewerb im Rahmen der Gründerzeit BW am 02. und 03.03.2012 geschlossen. Insgesamt haben sich 36 Teams angemeldet! Wir sind begeistert und freuen uns schon sehr auf das Event. Natürlich bekommt ihr jetzt die nötigen Infos.

So sieht der Ablaufplan für die zwei Tage aus:

Freitag, 02. März 2012
13:00-20:00 Uhr: Pitches vor Jury

Ort: Haus der Wirtschaft, 3. OG vor/im Lastenaufzug

Samstag, 03. März 2012
06:00-9:00 Uhr: Frühstück und Get2Gether
9:00 Uhr: Bekanntgabe der 6 Finalisten für den Elevator Pitch
10:00-11:00 Uhr: Final Pitches vor Jury
12:00 Uhr: Siegerehrung

Ort: Haus der Wirtschaft, DEHOGA-Gründercafé im 2. OG, Max-Eyth-Saal

Folgende Kriterien werden von der Jury anhand einer Matrix bewertet:
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Überzeugungskraft
Zeitlicher Rahmen (3 Min. Pitch + 5 Min. Fragen von Jury)
Vortragsstil
Geschäftsmodell
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Und das sind die Mitglieder der Jury:
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Freitag, 13-16:30 Uhr:Feliks Eyser, regiohelden.de
Uli Häfele, brickfox.de
Markus Schranner, rally.org
Magdalena Rutschmann-Weinle, HdM Gründerzentrum
Julian Steinbuch, ictjob.de
David Hermanns, CyberForum e.V.
Freitag, 16:30-20 Uhr:Peter Ambrozy, edelight.de
Stephan Sigloch, netformic.de
Ronald M. Arndt, chocolato.de
Adrian Thoma, sellaround.net
Stefanie Springer, MFG Baden-Württemberg
1 Vertreter/in von StartUp Stuttgart
Samstag, 10-11 Uhr:Reinhard Hamburger, BWCON Vorstand Gründerunterstützung
Hans Steinbeck, IBM
Arndt Upfold, ifex, Gründung BW
Dr. Roland Raff, L-Bank
1 Vertreter/in von StartUp Stuttgart

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Für die Teilnehmer am Finale werden folgende Preisgelder vergeben:

1. Platz – 3.000 €
2. Platz – 2.000 €
3. Platz – 1.000 €
4.-6. Platz – 500 €
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Als Hilfsmittel könnt ihr verwenden: iPad, Mappen (um etwas zu zeigen), falls vorhanden auch kleine Prototypen oder Bilder. PowerPoint-Präsentationen sind NICHT zugelassen.

Folgende Teams werden zur Vorrunde des Elevator Pitch am 02.03.2012 antreten (die genauen Zeitslots werden euch noch per Mail mitgeteilt):
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  • iColorMusic (Picturing your Music)
  • paylax
  • Zeitfenster – Deine Zeitreise im Hosentaschenformat
  • Kekswerkstatt
  • easy.workforce (working title) – Portal
  • Discoverly
  • lunchtime.de
  • van Eden Grabmal
  • get Dive – der reutlinger maracuja-energy-drink
  • Simmobi | Immobilienverkauf – privat, schnell und erfolgreich.
  • 20er Jahre Partys in Baden-Württemberg
  • Kulturmanangement für Unternehmensgäste
  • Social War
  • Rapid Finish
  • Kipepeo-Clothing
  • Freeheit: Designing Future
  • tour de sens: Reisen für Blinde, Sehbehinderte und Sehende
  • qubu.me
  • Die Matrix (Arbeitstitel)
  • WPay
  • Lesson Learned
  • PocketTaxi – erlebe flexible Fahrgemeinschaften
  • knusperreich
  • Showrooms: Spielspaß und handfeste Infos in einer App
  • Dundu-Teambuilding – The philosophy that enables a group
  • Free-Linked UG
  • AzuBE.net
  • FOSTER – Diskutiert Jetzt Moral
  • wexelwirken
  • vitale pause
  • Pickume
  • SNIFF-IT
  • LinguLab – Wir helfen Menschen, bessere Texte zu schreiben
  • RegITs Regionales IT-Servicecenter
  • meinejugendreise.de
  • PC Gesund

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Zeigt nochmals kräftig eure Unterstützung für die Teams und votet fleißig über die Facebook -Buttons für euren Favoriten weiter: http:http://startup-stuttgart.de//gruenderzeit/elevator-pitch/

Wir wünschen den Teams für die Vorbereitung alles Gute und vor allem viel Erfolg auf dem Event selbst.

Viele kreative Leute bringen viele gute Ideen hervor. Diese Pipeline haben wir sehr gerne genutzt und 10 Gründe zusammen getragen, warum man in Stuttgart (bzw. Baden-Württemberg) gründen sollte. Wir danken allen, die etwas beigetragen haben.

Gleichzeitig möchten wir darauf hinweisen, dass wir hier keineswegs Berlin als Startup-Hauptstadt Deutschlands schlecht machen möchten oder in Konkurrenz treten wollen. Wir möchten einfach Stuttgart etwas mehr mit ins Rampenlicht rücken ;). In diesem Sinne: Viel Spaß beim Lesen.
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Die Gedanken sind frei
In Stuttgart kann man im Szenecafé um die Ecke offen über seine Geschäftsidee plaudern, ohne dass ein Wettbewerber am Nachbartisch sitzt. (© Daniel Bartel)

Starke Infrastruktur
In Stuttgart und Baden-Württemberg gibt es eine hervorragende Infrastruktur. (© Andreas Griesbach/ Marc König)

Hör auf zu reden und schaff‘ was
In Stuttgart zählen Taten mehr als Worte „schwätz net, schaff was“. (© Michael Aechtler)

Netzwerk, Netzwerk, Netzwerk
In Baden-Württemberg gibt es die relevanten Kontakte und Netzwerke, um ein Wachstumsunternehmen zu entwickeln. (© Marc König)

Was uns nicht umbringt macht uns stark
Um es in Stuttgart zu schaffen musst du gut sein, ein starken Willen und Durchhaltevermögen besitzen. (© Michael Aechtler) //
Hier im kargen, profitorientierten Süden muss sich das Pflänzchen zwar durchkämpfen, aber wer es hier schafft, kann es überall schaffen. (© Carolin Gaiser)

Förderung ahoi
Vielseitige Förderprogramme unterstützen Jungunternehmer und alle, die es werden wollen. (© Marc König/ Andreas Griesbach)

Aufbau Südwest
Es brechen momentan viele Strukturen in der Stadt auf. / In Stuttgart hat man die Chance, etwas aufzubauen anstatt dem Trend zu folgen. (© Michael Aechtler)

Der Kunde ist König
Eine starke Kundenbasis und wirtschaftliches Potenzial bringen den nötigen Anschub. (© Sami Rabieh)

Events wohin das Auge reicht
In Stuttgart bewegt sich was: Lean Startup Meetup, Gründerzeit BW, TEDxStuttgart, Gründergrillen und das Startup Weekend sind nur einige Events, die sich gerade etablieren und immer mehr Leute auch von extern nach Stuttgart bringen.

… und der kulinarische Grund, warum man in Stuttgart gründen sollte: Endlos-Versorgung mit Maultaschen und Schupfnudeln :)


© Diana Dzagnidze