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Der Vorteil von E-Mail und Social Media Kommunikation liegt im asynchronen Informationsaustausch. Also im Zeitunterschied zwischen dem Eingang der Mail und dem Zeitpunkt, wann DU entscheidest, die Mail zu beantworten. Die Grundidee ist nicht, dass Du wie ein Pawlowscher Hund jede Mail sofort liest und eine unbedachte Antwort in Dein iPhone hackst. In Zeiten von Facebook, Twitter und Co. steigt das Risiko durch die Überkommunikation nicht nur falsche, weil unüberlegte Entscheidungen zu treffen, sondern auch gereizt, launisch und überfordert zu werden.

Bildquelle: Stefan Hermann

Hier fünf Tipps, wie Du die Flut an Nachrichten mit einem Lächeln bewältigst:

  1. Lerne, wann welches Kommunikationsmittel das Richtige ist (Telefonat, E-Mail, persönliches Gespräch) und bringe es Deinem Team bei.
  2. Checke und bearbeite Deine Mails zu festen Zeiten. Zum Beispiel um 11 Uhr und um 16 Uhr. (Lies dazu die 4-Hour-Work-Week von Tim Ferris. Ich empfehle die englische Version.)
  3. Zwischendrin fallen Dir immer wieder Mails ein, die geschrieben werden sollten. Anstatt sie direkt zu schreiben, mache Dirh eine Notiz und heb Dir die Nachricht für Deine E-Mail Zeiten auf.
  4. Wenn Du beim Griff nach dem Handy und dem Klick auf die FB-App merkst, dass es keine bewusste Handlung mehr ist, sondern eine Konditionierung, dann entferne die App.
  5. Schalte nachts alle Geräte aus und besorge Dir einen Wecker.

Oft erledigen sich die Fragen aus E-Mails im Laufe des Tages von selbst oder die Inhalte konkretisieren sich. In jedem Fall werden Deine Nachrichten bedeutungsvoller und überlegter. Außerdem entziehst Du dich auf diese Weise geschickt den oft ellenlangen Diskussionen.
Zum Checken und Schreiben der Mails aller Netzwerke reichen oft 15 Minuten, dies gilt für ungefähr 35 bis 50 E-Mails pro Aufruf. Je nachdem welche Rolle Du einnimmst kann die Anzahl der Mails drastisch größer sein und anstelle von 15 Minuten eher eine Stunde werden. Aber besser Du widmest Dich zwei Stunden voll und ganz Deinen E-Mails, als dass Du dich durch die Stop-and-Go-Mentalität permanent unterbrechen lässt.

Netzwerke sperren und zu festen Zeiten freigeben
Jetzt wird es unpopulär. Unternehmen rate ich, die Zeitverschwendung durch Social Media einzugrenzen. Es gibt keinen Grund, warum Mitarbeiter den ganzen Tag auf Facebook sein dürften.
Das ist nicht sonderlich populär für einen Social Media Blogger, aber ich will auch keine Miss-Wahl gewinnen. Führe „Social Media Breaks“ ein, in denen die Mitarbeiter Facebook und Co. aufrufen dürfen, denn oft ergeben sich daraus auch Vorteile für das Unternehmen.
Facebook- und Twitter-Breaks sollten dabei wie eine halbwegs gesunde Raucherpause betrachtet werden. Für Mitarbeiter, die die Community betreuen und in Krisenzeiten dürfen natürlich andere Regeln gelten.

Warum nicht ganz sperren?

Die Vorteile von Social Media für Unternehmen ergeben sich durch das Wissen aus den Netzwerken. Heutige „Wissensarbeit“ erfordert oft, dass wir uns mit anderen zu Problemen austauschen. Die Generation Y hat Networking und das kollektive Problemlösen besser im Griff als die Baby-Boomer, daran müssen sich die „Alten“ noch gewöhnen. Die Gen Y ist schwarmintelligenter. (Außerdem möchte niemand in einem Laden arbeiten, der Social Media komplett verbietet.)

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Der US-Wissenschaftler Edward M. Hallowell beschreibt die Risiken und Gegenmittel der Info-Überforderung in seinem Artikel: „Overloaded Circuits: Why Smart People Underperform„.

Aus der Artikelserie “Execution Excellence” von Albert Pusch. In den folgenden Artikeln geben wir Gründern Tipps für die Umsetzung ihrer Geschäftsideen. Google+

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Action für Ihr Startup
Gschäftsideen erfolgreich Umsetzen – Der Kampf gegen das Shitmonster

Seit einigen Wochen beobachten wir nun schon mit großer Aufmerksamkeit das taufrische Stuttgarter Startup Mädchenflohmarkt. Nachdem das gleichnamige Offline-Event im Frühjahr schon unerwartet viel Andrang erfahren hatte, wurde der Online-Shop schon gehypt, bevor er überhaupt live geschaltet wurde. So schafften es die Macher hinter dem Projekt auch, innerhalb von nur vier Wochen 50.000 Facebook-Fans zu aktivieren (mittlerweile sind sie sogar schon fast bei 90.000). Wow, wir ziehen unseren Hut. Hier wird eine Nische bedient, die genau den Zeitgeist trifft: hochwertige Mode + unkomplizierte Verfügbarkeit + Nachhaltigkeit durch Second-Hand. Erste Copycat-Bestrebungen in Berlin sprechen auch dafür, dass hier noch einiges passieren wird.

Wie der Name schon vermuten lässt, spricht Mädchenflohmarkt die weibliche Zielgruppe an. Prinzipiell funktioniert der Online-Shop so, dass jede ihre Markenkleidung, die sie nicht mehr anzieht, aber noch super tragfähig ist, zum Verkauf anbieten kann. Für diejenigen, die ihren Kleiderschrank vom Ballast der letzten Jahre befreien wollen und ihre Kleidungsstücke gleich bergeweise einstellen wollen, gibt es einen speziellen Concierge-Service, der das Photographieren und Einstellen der Stücke übernimmt. Vorreiterinnen der Modeblogger-Szene haben hier den Weg geebnet und direkt am ersten Tag, als der Shop online gegangen ist, war schon ein Drittel der verfügbaren Artikel ausverkauft.

Im Gegensatz zu Ebay und anderen Plattformen finden sich auf Mädchenflohmarkt tatsächlich richtige Schmuckstücke und besondere Mode-Highlights. Man merkt zudem die Liebe zum Detail und zu Mode im Allgemeinen. Kein Wunder, denn hinter der Plattform stecken die E-Commerce und Fashion-Experten von edelight, deren Erfolg für sich spricht. Und auch die breite Öffentlichkeit ist schon hellhörig geworden. Letzte Woche hat u.a. RTL Explosiv das Team in Stuttgart besucht und den Concierge-Service mitverfolgt. Die Plattform spricht also auch die breite Masse an.

Wir wünschen den Machern von Mädchenflohmarkt weiterhin viel Erfolg und wir freuen uns sehr, dass sie die Stuttgarter Startup-Szene so erfolgreich bereichern.

(von Albert Pusch)

Jeder hat eigene Methoden und Werkzeuge, um Aufgaben festzuhalten, zu priorisieren und zu delegieren. Für mich funktioniert die Action Method, zu der es reichlich Material auf anderen Seiten gibt. Die Grundlagen dieser Methode sind sicher für alle Arten von Projekten hilfreich.

Alles ist ein Projekt
Egal ob es ein Startup, ein neuer Blog, eine Thesis, ein Buch oder eine neue App ist, jede Initiative wird zu einem Projekt. Du willst einen Marathon laufen – Projekt „Marathon“. Du willst einen Online-Shop aufziehen – Projekt „Shop“. Alles ist ein Projekt.

Jedes Projekt besteht aus Action Steps
Action Steps sind die Schritte, die Du oder Dein Team tun müsst, um ein Projekt erfolgreich zu beenden. In der Action Method werden Actions Steps mit Verben erfasst, damit Deine Action Step Liste nicht zu einer nichtssagenden Stichwortaufzählung degeneriert.
Wenn sich die Liste der Action Steps zu kuschlig liest, dann habst Du vergessen, die wirklich wichtigen Dinge aufzuschreiben. Hierzu gehören im Startup vor allem das Abtelefonieren von potenziellen Geldgebern und Kunden.

Tipp: Verlasse kein Meeting ohne die Action Steps aufgeschrieben zu haben:

Was muss gemacht werden?
Wer ist verantwortlich?
Bis wann wird es erledigt?

Shipping is King
Shipping ist der Moment, wenn das Projekt beendet ist. Angenommen ein Projekt wurde abgehakt und ging an den Kunden, dann kommen später sicher noch Änderungen. Aber in dem Moment in dem es an den Kunden ging, ist es geshippt. Die Änderungen sind ein neues Projekt mit neuen Action Steps und einem neuen Shipping-Termin.

Shipping ist die Königsdisziplin und muss zelebriert werden. Wenn Mitarbeiter etwas „shippen“, dann solltest Du das feiern, je nach Deiner Art ist es ein High-Five oder ein breites Grinsen. Bei großen Projekten dürfen auch einmal die Korken knallen…

Du solltest eine Organisation aufbauen, in der Action gelebt wird und in der es belohnt wird, wenn Mitarbeiter Projekte nach vorne bringen.

Killen ist bereinigend und priorisiert
Die Zahl der Ideen übersteigt immer die Ressourcen. Es ist also die Aufgabe jedes “Anführers”, ob nun Manager oder Unternehmer, rigoros Ideen auszuschließen oder für später festzuhalten. Um intelligente Mitarbeiter nicht zu demotivieren, muss man ihnen erklären, warum etwas gekillt wird. Stehe vor allem jungen Mitarbeitern zur Seite, wenn ihre Projekte gekillt wurden, oft hängen sie auch emotional an ihren Babys.

Welche Methoden nutzt ihr für euer Aufgabenmanagement?

Im Herbst 2011 gründeten Tanja Andrin und Hilke Heitmann kesselkocher.de, einen Lieferservice für Stuttgarter, der den Kunden die komplette Essensplanung für die ganze oder Teile der Woche abnimmt. kesselkocher.de beliefert die Haushalte mit sämtlichen Zutaten für vollwertige Mahlzeiten. Das Besondere daran ist, dass die Rezepte mitgeliefert werden. Als Kunde kann man dabei wählen, ob man Zutaten für 3, 4 oder 5 Mahlzeiten bekommen möchte. Die Lieferung erfolgt immer montags, nachmittags bis abends; die Wunschlieferzeit kann man angeben.

Nach der Gründungsidee zu kesselkocher.de gefragt, antwortet Hilke Heitmann: „Weil uns beiden gesunde Ernährung wichtig ist und weil wir gut und gerne kochen. Da kam uns die Idee, dass wir dieses gerne weitergeben würden und so ist die Idee entstanden. Durch unser Studium hatten wir auch schon eine grobe Ahnung wie so was funktionieren könnte; eine eigene Firma. Sobald die Idee da war, haben wir sofort losgelegt.“

Die Frische und Regionalität der Lebensmittel ist den beiden Jung-Unternehmerinnen besonders wichtig. Fleisch, Gemüse und Fisch stammen von ausgesuchten, regionalen Bauern und Händlern aus Stuttgart und Umgebung, so dass die Herkunft immer bekannt ist. Bestellt wird ganz einfach im Webshop. Dort wählen die Kunden derzeit aus, ob für zwei oder vier Personen geliefert werden soll. Unter mehreren Gerichten können die Kunden sich dann aus zwei Auswahlmöglichkeiten ihr Wunsch-Wochenmenü zusammenstellen. Nach Auswahl der Wunschlieferzeit liefern Tanja Andrin und Hilke Heitmann die Lebensmittel persönlich.

Aktuell sind die Stuttgarterinnen noch in der heißen Startphase: „Die erste Auslieferung war vor ca. 12 Wochen. Jede Woche haben wir schon optimiert und auch wertvolle Tipps von unseren Wiederbestellern erhalten, so hat sich jetzt schon einiges zum Besseren verändert. Mittlerweile haben wir sogar schon einige Stammkunden. Das ist eine tolle Erfahrung und bestätigt uns, dass wir auf einem guten Weg sind.“, meint Hilke Heitmann.

Wir wünschen den Gründerinnen alles Gute und viel Erfolg beim Auf- und Ausbau dieser spannenden Geschäftsidee. Und natürlich allen Kunden guten Appetit – schaut doch einfach mal rein.

Wir starten heute die Artikelserie “Execution Excellence” von Albert Pusch. In den folgenden Artikeln geben wir Gründern Tipps für die Umsetzung ihrer Geschäftsideen.

Wir kämpfen gegen das Shit-Monster. Das Shit-Monster hat Stefan Hermann erfunden, es taucht immer dann auf, wenn eine neue Idee geboren wurde, das Träumen beendet ist und wir aufhören uns reich zu rechnen. Jetzt heißt es, die Ärmel hoch zu krempeln. Denn nicht mit einer vermeintlich brillanten Idee beginnt die Arbeit, sondern beim Kampf gegen das Shit-Monster – die Umsetzung!

Shit-Monster

Bildquelle: Stefan Hermann

Die Perfektion der Exekution zeigen in Deutschland vor allem die Gebrüder Samwer. Sie haben in zahlreichen Unternehmungen bewiesen, welche Geldströme eine intelligente Umsetzung anziehen kann. Denn neben der Ideenfindung und der Konzeption ist die Umsetzung die eigentliche Herausforderung von Unternehmern und Managern.

Das Samwer-Imperium Rocket Internet hat sich darauf spezialisiert, Startups aufzuziehen, deren risikoreicher „Proof of Concept“ bereits von anderen erbracht wurde. Egal was ihr von den Copy-Cats der Samwers haltet, die Umsetzungsstärke ist bewundernswert.

Während es Spaß macht, sich alleine oder im Team Ideen auszudenken, ist die Umsetzung unangenehm, voller Rückschläge und Hürden. Die Reise beginnt mit einem Plan und bevor Du Dich selbst zur Dampfwalze der Exekution entwickeln, musst Du eine Vision entwickeln. Die Grundlage bildet oft eine Roadmap, ein Maßnahmenplan oder ein Konzept.

Entwickler und Ingenieure denken bei der Planung vor allem an das Produkt, nicht aber an den gesamten Unternehmensaufbau. Produkte vermarkten und verkaufen sich nicht von alleine, Mitarbeiter stolpern nicht zufällig ins Unternehmen und die Geldgeber stehen für gewöhnlich nicht Schlange. Ein gutes Konzept beschreibt deshalb die wichtigsten Punkte eines Geschäftsmodells und setzt Ziele, die messbar sind. Wie Du Himmel und Hölle in Bewegung setzt, um Deine Ziele zu erreichen und gegen das Shit-Monster zu gewinnen, erfährst Du im nächsten Artikel am 20.August 2012.


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Letzte Woche war wieder einiges los im Südwesten: Nachdem am Dienstag in Karlsruhe die 3. Social Media Night stattfand, kamen am Mittwoch und Donnerstag Gründer und Gründungsinteressierte zum Gründergrillen zusammen, das mittlerweile zum festen Programm gehört.

Stuttgart ging dabei am Mittwoch in der Superschanke in die 7. Runde. Auch diesmal war das Event wieder sehr gut besucht – ca. 70 Personen ließen es sich in lockerer Runde bei spannenden Gesprächen schmecken; die bwcon hatte dabei wieder das Grillgut gesponsert. Im Rahmen der obligatorischen Pitching-Runde stachen einige neue Gründer mit ihren Geschäftsideen hervor. Besonders die bald online gehende Plattform entrepreneurjobs.de wird Startups, die nach hoch motivierten und qualifizierten Mitarbeitern suchen und den Startup-Affinen, die eben nach solchen Jobs suchen, eine neue Möglichkeit zum Austausch geben. Die letzten Besucher ließen den Abend, an dem auch das Wetter super mitgespielt hat, weit nach Mitternacht bei dem ein oder anderen Getränk ausklingen.

In Karlsruhe wurde dann am Donnerstagabend sogar ein kleines Jubiläum gefeiert: Zum 35. Mal fand dort das Gründergrillen im Gründer-Café auf dem Campus der Universität statt. Nachdem wir in Stuttgart schon oft Gäste aus Karlsruhe hatten, schafften wir es nun auch mal wieder in die Baden-Metropole. In gutgelaunter Atmosphäre stellten auch hier einige Junggründer ihre Geschäftsvorhaben vor. Viele interessante Gespräche rundeten den Abend ab, sodass wir uns nur schwer trennen konnten, um in Richtung Stuttgart zurückzufahren.

Uns hat es wieder sehr viel Spaß gemacht und wir freuen uns schon sehr auf die kommenden Gründergrillen und weitere Startup-Events :)

PS: Merkt euch schon mal das 3. Stuttgarter Startup Weekend vom 16.-18.11.2012 vor – Die perfekte Plattform, um eure Geschäftsideen vorzustellen, nach Mitgründern zu suchen oder an der Entwicklung einer Geschäftsidee mitzuarbeiten.

In unserer Reihe „10 Fragen an…“ freuen wir uns, dass Johanna und Laura Kutter von tour de sens die 10 Fragen beantwortet haben. Mit ihrer wunderbaren Geschäftsidee konnten sie auch zum Elevator Pitch auf der Gründerzeit Anfang März 2012 die Jury überzeugen und erreichten den dritten Platz. Herzlichen Glückwunsch dazu nochmals an dieser Stelle!
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Startup Stuttgart: Wer seid ihr und welches Produkt oder Dienstleistung verkauft ihr?
Johanna & Laura: tour de sens veranstaltet Reisen für Blinde, Sehbehinderte und Sehende. Wir bieten integrative Reisen an, die Blinden und Sehbehinderten autonomes und barrierefreies Reisen ermöglichen und gleichzeitig allen die Chance geben, mehr als nur Sehenswürdigkeiten zu erleben.

StartUp Stuttgart: Seit wann gibt es euch als Unternehmen?
Johanna & Laura: Seit Herbst 2011.

StartUp Stuttgart: Wie seid ihr auf eure Gründungsidee gekommen?
Johanna & Laura: Unser Anliegen war es seit längerem, das Reisen für diejenigen zu erleichtern, die mit Barrieren im Tourismus zu kämpfen haben. Die Idee zu tour de sens reifte schließlich während vieler gemeinsamer Aktionen mit der Stuttgarter Bezirksgruppe des Blinden- und Sehbehinderten Verbandes und während vieler Gespräche mit einem blinden Spanier, der in Lauras Straße in Granada Lottoscheine verkaufte.

StartUp Stuttgart: Was habt ihr vorher gemacht und wie kam es dazu, dass ihr als Schwestern die Entscheidung getroffen habt, zusammen zu arbeiten?
Johanna & Laura: Laura ist seit einigen Jahren als Reiseleiterin und Produktmanagerin in der Reisebranche unterwegs. Ihre Spezialgebiete sind vor allem Spanien und Kuba. Johanna war zur Gründung frisch mit dem Wirtschaftsstudium fertig und hat nebenher für ein Fraunhofer Institut gearbeitet. Als Schwestern wollten wir zusammenarbeiten, da wir beide den Traum der Selbständigkeit leben wollten und weil wir ein Super-Team sind. Mit unseren Qualifikationen – Touristik und BWL – ergänzen wir uns perfekt und liefern eine solide Basis für tour de sens.

StartUp Stuttgart: Was waren bei der Gründung eures Startups die größten Herausforderungen?
Johanna & Laura: Die gesetzlich vorgeschriebenen Regelungen zu Touristik-Versicherungen und die sehr spezielle umsatzsteuerrechtlichen Behandlung von Reiseveranstaltern machten uns anfangs ganz schön zu schaffen. Hier half letztlich kein BWL-Studium und kein Gründerseminar sondern allein: Gesetzestexte wälzen und Steuerberater engagieren.

StartUp Stuttgart: Warum habt ihr euch für Stuttgart als Standort entschieden und nicht wie viele andere Startups für Berlin?
Johanna & Laura: Dass in Stuttgart unser wichtigstes Netzwerk innerhalb unserer Zielgruppe verankert ist hat eine große Rolle für die Entscheidung gespielt. Und, um es mit Kraftklub zu sagen: „Ich will nicht nach Berlin!“. Berlin-Leben haben wir beide schon hinter uns. Viel wichtiger sind jetzt Spätzle und Maultaschen!

StartUp Stuttgart: Was möchtet ihr Gründern speziell als Tipp mitgeben, wenn sie in Stuttgart gründen möchten?
Johanna & Laura: Geht zur Gründerzeit und nehmt am Elevator Pitch teil! Man kann sich nie genug Feedback für seine Idee holen.

StartUp Stuttgart: Angenommen ihr hättet die Chance einen Tag lang Bürgermeister von Stuttgart zu sein, was würdet ihr verändern?
Johanna & Laura: Wir würden ein Tastmodell für das Alte Schloss in Auftrag geben und die Verkehrsplaner auf mehr Barrierefreiheit einschwören. Und natürlich würden wir gebieten: reißt nicht zu viele historische Gebäude ab!

StartUp Stuttgart: Mit wem würdet ihr gerne einmal Essen gehen und warum?
Johanna & Laura: Mit dem blinden Bergsteiger Andy Holzer, weil er uns mit seinem Mut und seiner Vision fasziniert und uns sicherlich viele gute Ratschläge für tour de sens geben könnte.

StartUp Stuttgart: Wo seht ihr euch mit tour de sens heute in fünf Jahren?
Johanna & Laura: In fünf Jahren ist tour de sens bekannter Spezialist für barrierefreies Reisen und hat dazu beigetragen, dass Barrieren im Tourismus und Barrieren zwischen Blinden und Sehenden tatsächlich abgebaut wurden.

StartUp Stuttgart: Vielen Dank für das tolle Interview. Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg für tour de sens!

In Prachtlage direkt am Hauptbahnhof bekommt die Startup-WG  „Ossietzky 4“ immer mehr Mitbewohner. Weiterlesen

Auf dem Elevator Pitch der Gründerzeit Anfang März haben sich eine Menge Gründer mit super spannenden Geschäftsideen vorgestellt. Martin Kluck war einer von ihnen, hat die Jury in der ersten Runde absolut überzeugt und dann mit seinem Social Business Kipepeo-Clothing den 2. Platz abgesahnt. Wir freuen uns sehr, dass er unsere „10 Fragen“ beantwortet hat. Viel Spaß beim Lesen.

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StartUp Stuttgart: Wer bist Du und welches Produkt oder Dienstleistung verkaufst Du?
Martin Kluck:
Martin Kluck, 29, aus Stuttgart, Gründer von Kipepeo-Clothing.
Wir bedrucken und verkaufen fair produzierte T-Shirts, deren Motive von Kindern einer Grundschule in Tansania gestaltet wurden, die wir im Jahr 2008 unterrichtet haben. Von den Erlösen sorgen wir für die medizinische Betreuung der Kinder, Verpflegung, Schulgebühren, Schulutensilien und den Bau neuer Gebäude.

StartUp Stuttgart: Seit wann gibt es Kipepeo und was bedeutet der Name?
Martin Kluck:
Die Idee zu Kipepeo entstand bereits 2009. Nach einiger Vorbereitungszeit gibt es uns nun offiziell seit September 2010.
Kipepeo bedeutet Schmetterling in der Landessprache Swahili. Das ist auch der Grund warum der Schmetterling auf unserem Logo geographisch dort angesiedelt ist, wo Tansania auf dem afrikanischen Kontinent zu finden ist.

StartUp Stuttgart: Wie seid ihr/ Du auf die Idee gekommen?
Martin Kluck:
Nachdem ich einige Monate an der „Mecosons School“ in Tansania unterrichtet hatte, druckte ich mir die Zeichnung eines an mich gerichteten Liebesbriefs der damals 7-jährigen Abigale Muro auf ein Shirt, um etwas bei mir zu tragen, das mich an die Zeit erinnert. Durch die viele positive Resonanz entstand der Gedanke, diese Shirts zu Gunsten der Kinder zu „vermarkten“.

StartUp Stuttgart: Was hast Du vorher gemacht und wie hast Du Dein Team gefunden?
Martin Kluck:
Kipepeo wird aussschließlich von ehrenamtlichen Helfern betrieben. Wir haben alle „normale“ Jobs bzw. studieren noch und wickeln das Projekt komplett in unserer Freizeit ab. Das Team besteht aus langjährigen Freunden und neuen Freunden, die wir in Tansania kennengelernt haben.

StartUp Stuttgart: Was waren bei der Gründung von Kipepeo die größten Herausforderungen?
Martin Kluck:
Herauszufinden welche Drucktechnik hochwertig, kostengünstig und wenig zeitintensiv ist? Woher wir T-Shirts bekommen, die qualitativ unseren Ansprüchen genügen und fair gehandelt sind? Wie vermarktet man ein Produkt effektiv ohne Geld für Werbemittel zu investieren?
Herausforderungen gab und gibt es wirklich sehr, sehr viele, aber bis jetzt haben wir glaub alles recht gut hinbekommen.

StartUp Stuttgart: Was möchtest Du Gründern speziell als Tipp mitgeben, wenn sie in Stuttgart gründen möchten?
Martin Kluck:
Geht zu den Socialbar Treffen! Da trefft ihr tolle, hilfsbereite Leute, die für Euch irgendwie immer einen guten Tipp parat haben!

StartUp Stuttgart: Angenommen du hättest die Chance, einen Tag lang Bürgermeister von Stuttgart zu sein, was würdest Du verändern?
Martin Kluck:
Das Budget für Kunst und Kultur erhöhen und „die Röhre“ am Leben erhalten.

StartUp Stuttgart: Mit wem würdest Du gerne einmal Essen gehen und warum?
Martin Kluck:
Mit meinem Kumpel Tim, weil wir das schon seit Wochen nicht auf die Reihe kriegen.

StartUp Stuttgart: Wo siehst Du Dich mit Kipepeo heute in fünf Jahren?
Martin Kluck:
Wir hoffen in Zukunft das erarbeitete „Kipepeo“-Konzept noch an anderen Schulen in Tansania zu etablieren, damit auch kleinere Organisationen mit eigenen Mitteln in der Lage sind, sich selbst zu finanzieren und zu entwickeln ohne sich von anderen abhängig zu machen. Für ein Hilfsprojekt sind Nachhaltigkeit, Beständigkeit und vor allem Sicherheit einfach die wichtigsten Faktoren.

StartUp Stuttgart: Martin, vielen Dank für die Beantwortung der Fragen und weiterhin viel Erfolg für dieses super Projekt.

Ihr könnt euch sicherlich noch alle an den Elevator Pitch Wettbewerb auf der Gründerzeit BW Anfang März erinnern. Dabei hat die Kekswerkstatt phänomenal den ersten Platz erreicht. Wir konnten uns die Gelegenheit natürlich nicht entgehen lassen, den Gründern aus Tübingen unsere 10 Fragen zu stellen. Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen und vor allem nochmals einen riesen Glückwunsch an die Kekse;).
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StartUp Stuttgart: Wer seid ihr und welches Produkt oder Dienstleistung verkauft ihr?
Kekswerkstatt: Wir sind die Kekswerkstatt – genauer gesagt Jessica Schweizer, Christian Sattel und Sebastian Reza. Die Kekswerkstatt selbst ist ein Online-Shop für individuelle Kekse. Hier kann jeder – ob Backtalent oder auch nicht – aus 3 Teigsorten und über 50 Zutaten seinen individuellen Lieblingskeks zusammenstellen. Der wird dann momentan jeden Dienstag nur für ihn von Meisterhand gebacken und geht dann, noch ofenfrisch, an jede beliebige Adresse.

StartUp Stuttgart: Seit wann gibt es euch als Unternehmen?
Kekswerkstatt: Unser Online-Shop hatte seine Geburtsstunde am 15. Juni 2011

StartUp Stuttgart: Wie seid ihr auf eure Gründungsidee gekommen?
Kekswerkstatt: Kennt ihr die kleinen Belohnungen, die man sich nach getaner Arbeit, an einem grauen Tag oder einfach mal nur so zwischendrin gönnt? Kekse gehören definitiv dazu! Schade nur, dass es für diesen ganz individuellen Glücksmoment nur Standard-Kekse gab. Denn ist das wahres Glück? Schließlich sind wir keine Standard-Typen – und eigentlich kennen wir auch niemanden, der das ist. Und schon war unsere Idee geboren: Ofenfrische Kekse, die sich ganz individuell, je nach Geschmack, Lust und Laune jedem Typ anpassen. Das nennen wir wahren Genuss. Und gibt es was Schöneres, als sich selbst oder andere zu belohnen?

StartUp Stuttgart: Was habt ihr vorher gemacht und wie habt ihr als Team zueinander gefunden?
Kekswerkstatt: Christian und Sebastian waren bereits Kollegen im Vertrieb der Nero AG, einer großen Softwarefirma in Karlsbad. Jessica und Sebastian haben sich wiederum bei einer Veranstaltung der Wirtschaftsjunioren kennengelernt. Jeder von uns hat völlig unterschiedliche Stärken und ein eigenes, unbezahlbares Know-how, das er in die Firma mit einbringt. Kurz: Etwas, das so gut passt, muss einfach als Team zueinander finden.

StartUp Stuttgart: Was waren bei der Gründung eures Startups die größten Herausforderungen?

Kekswerkstatt: Die Kekswerkstatt haben wir anfangs neben unseren regulären Jobs gegründet. Denn wie bei allen Gründungen ist der wirtschaftliche Erfolg unsicher und die Entscheidung, sich wirklich zu 100% auf die Kekswerkstatt zu konzentrieren – alles auf eine Karte zu setzen – ist keine einfache. Dennoch haben wir gemeinsam Anfang dieses Jahres den Schritt gewagt. Nicht zuletzt, weil wir davon überzeugt sind, dass eine Idee nur dann erfolgreich sein kann, wenn man wirklich alles dafür gibt.

StartUp Stuttgart: Warum habt ihr euch für Tübingen als Standort entschieden und nicht wie viele andere Startups für Berlin?
Kekswerkstatt: Berlin punktet sicher mit guten Strukturen für Startups. Uns sind allerdings solide Partner, die mit uns für die Qualität der Produkte und die Vision der Kekswerkstatt einstehen, noch wichtiger. Diese haben wir regional gefunden, ebenso wie ein tolles Netzwerk aus anderen Gründern und Firmeninhabern, mit denen wir uns regelmäßig austauschen. Die Start-Up Strukturen in Baden-Württemberg sind vielleicht leiser, aber umso tatkräftiger.

StartUp Stuttgart: Was möchtet ihr Gründern speziell als Tipp mitgeben, wenn sie im Großraum Stuttgart gründen möchten?
Kekswerkstatt: Vernetzung ist wichtig – hat aber auch ihre Grenzen. Stuttgart bietet schöne Veranstaltungen und Verbände, um sich zu engagieren. Ab einem gewissen Punkt allerdings zählt es nur, an die eigene Idee zu glauben, Kritik zu hören und einfließen zu lassen, aber niemals die klare Vision des eigenen Unternehmens aus den Augen zu verlieren.

StartUp Stuttgart: Angenommen ihr hättet die Chance einen Tag lang Bürgermeister von Tübingen zu sein, was würdet ihr verändern?
Kekswerkstatt: Die vielen Beamten und Angestellten der Stadt Tübingen einen Tag mit wirklich, wirklich guten Keksen versorgen. Mit guten Keksen im Alltag geht alles besser und angenehmer – das wäre sicher bald spürbar für uns alle.

StartUp Stuttgart: Mit wem würdet ihr gerne einmal Essen gehen und warum?
Kekswerkstatt: Eine schillernde Figur mit tollen Veröffentlichungen für Gründer und Entrepreneure ist Richard Branson – und genau deswegen wäre es legendär für uns, sich ein Essen lang seine Ideen und Visionen anhören zu dürfen.

StartUp Stuttgart: Wo seht ihr euch heute in fünf Jahren?
Kekswerkstatt: In fünf Jahren steht die international bekannte Kekswerkstatt wie keine andere Marke für guten, ehrlichen Keksgenuss, der so individuell wie jeder Charakter und jeder Augenblick ist.

StartUp Stuttgart: Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen und weiterhin viel Erfolg.