Alles zum Thema Produktivität.

, ,

Coworking, Café und WiFi – Erstes CoFi startet in Stuttgart

Schon seit längerem war ich als Digitaler Nomade auf der Suche nach einem Café mit gutem und freien W-Lan in Stuttgart. Es gibt zwar Plätze, aber im Gegensatz zu anderen Städten fühlte ich mich als Einziger mit einem Laptop am Tisch immer etwas beobachtet. Was also tun?

Als ich in Berlin gelebt habe, war ich fast täglich im Betahaus Café, im St. Oberholz oder in der Digital Eatery von Microsoft. Da mir Coworking-Spaces für kurzweilige Arbeitssessions oder spontane Treffen zu unflexibel sind und auch keine Speisen anbieten, begab ich mich auf der Suche nach Ergänzungen zu den bestehenden Angeboten. Knapp 16 Monate habe ich nach einer inspirierenden Location in der Landeshauptstadt Ausschau gehalten – so ein Café muss zentral sein. Zuletzt hatte ich zusammen mit Verdure-Gründer Ronald Hajdo Räumlichkeiten in der Königsstraße 1A (!) ausfindig gemacht, doch die Vermieter wollten lieber wieder ein Modegeschäft. Ich gebe zu, ein digitaler Wissensarbeiter welcher mehrere Stunden im Café vor dem Laptop verbringt ist nicht die umsatzstärkste Zielgruppe ;-)

Auf dem digitalen Normaden-Meetup Stuttgart von Matthias Reiter habe ich dann quasi per Zufall die perfekte Location gefunden: Das Café44 mit tollem Ambiente liegt extrem zentral am Rotebühlplatz und ist am Kletterzentrum „City Rock“ angebunden. Darüber-hinaus werden neben kalten und warmen Getränke auch kleine Speisen zu studentenfreundlichen Preisen an. Hier sollten digitale ArbeiterInnen sowie GründerInnen eine neue Heimat finden. Matthias war von der Idee so angetan, dass er die Initiative ergriff und nach Absprache mit den Betreibern das CoFi ins Leben gerufen hat – ganz „Lean“ starten wir erst einmal mit der Öffnung nahezu jeden Samstag von ca. 9 bis 17 Uhr (Termine gibt es hier).

Außenansicht - Café44 direkt am Rotebühlplatz

Außenansicht – Café44 direkt am Rotebühlplatz

So funktioniert CoFi-Coworking in Stuttgart

Egal ob Freiberufler, Künstler, Gründer eines Startups, Student, Digitaler Nomade oder Angestellter im Homeoffice, zusammen arbeitet es sich angenehmer und man kann voneinander profitieren. Egal ob man unabhängig voneinander arbeitet und verschiedene Projekte umsetzt oder auch gemeinsam an einem Projekt werkelt, gemeinsam sind schnell Hilfe und neue Mitstreiter gefunden. Schaue auf unserer Website https://cofi-coworking.com nach, wann und wo CoFi stattfindet. Lade deine Freunde, Kollegen und Interessierte ein. Pack deinen voll-geladenen Laptop sowie Kopfhörer ein und komme vorbei. Du zahlst einen einmaligen Eintritt, welcher zum großen Teil als Verzehrgutschein verwendet werden kann. Beim Personal vor Ort bekommst du den WiFi-Zugang und natürlich jede Menge leckeren Kaffee. Willst du phasenweise konzentriert arbeiten, setze dir einfach Kopfhörer auf und schon wissen Andere Bescheid, dass du nicht gestört werden willst! Weitere Orte sind in Planung und auch über die Möglichkeit, kleinere Veranstaltungen anzubieten, wird nachgedacht.

Gemütliche Atmosphäre lädt zum Austausch ein

Gemütliche Atmosphäre lädt zum Austausch ein

Einen Geheimtipp habe ich noch für die Werktage: Der Stuttgarter Fernsehturm hat oben nicht nur eine wunderbare Aussicht sondern auch ausgezeichnetes WiFi. Die Jahreskarte gibt es für nur 25 Euro!

, ,

Buchvorstellung, Live Q&A & Gewinnspiel mit Alexander Osterwalder am 24.10.2014

Value Proposition Design: Verstärkung für dein Geschäftsmodell-Entwurf! Gemeinsam helfen Business Model Generation und das Value Proposition Design, Geschäftsideen zu skizzieren und sich die Fragen des Unternehmertums zu stellen:

  • Wer sind meine Kunden?
  • Worin bestehen ihre Bedürfnisse?
  • Was würde meine Kunden begeistern oder enttäuschen?
  • Welches Problem wollen wir lösen?
  • Wie verdienen wir Geld?

Alexander Osterwalder feiert mit seinen Lesern und Interessierten seine Buchvorstellung am Freitag in Stuttgart. Er steht via Videokonferenz Rede und Antwort. Zudem werden die Inhalte kurz vorgestellt, so dass die praktische Anwendung direkt erfolgen kann.

Karten für die Veranstaltung am Freitag, den 24.10.2014 gibt es hier!

Online-Kurs zu gewinnen!

Exklusiv für die Stuttgarter Gründerszene, sind drei Online-Kurse der Strategyzer Academy zu gewinnen, die alle Bestandteile des Geschäftsmodellentwurfs und des Value Proposition Design erläutern. Hier die Details zum ‪#‎VPDStuttgart Gewinnspiel: Gewinne auf dem Event mit Alex Osterwalder am Freitag in Stuttgart einen von drei Online-Kursen der Strategyzer Academy (Wert 500$). Wie? Wir verlosen in drei Kategorien:

  1. Quantity: Mehr als 100 Tweets / Facebook Posts mit #VPDStuttgart mit inhaltlichem Zusammenhang erzeugt hat.
  2. Kreativität: Kreative Einfälle, Beispiele und Anwendungsfälle zum Thema Value Proportion Design via Tweets / Facebook Posts mit #VPDStuttgart .
  3. Querdenker: In welchem Zusammenhang steht VPD mit anderen Themen / Methoden oder Alltagssituationen, die außerhalb von Lean Startup Methoden liegen? Mitteilen via Tweets / Facebook Posts mit #VPDStuttgart

unnamed

Veranstalter der Veranstaltung & des Gewinnspiels ist Bernd Albrecht, LeanThinkers.net.

, ,

Erreichbarkeit von Unternehmenskunden – Geduldsspiel oder Mission impossible?

Gastbeitrag von Florian Schweer
___

Wer seine Produkte und Dienstleistungen B2B verkauft kennt folgendes Phänomen: Die Ansprechpartner beim Kunden sind entweder im Urlaub, krank, auf Weiterbildung, gerade zu Tisch, in Besprechungen oder sonst irgendwo im Unternehmen unterwegs und nur selten telefonisch zu erreichen. So enden 50% aller Anrufversuche entweder auf Bandansagen bzw. Mailboxen, bei Kollegen die Rückrufzettel hinterlassen oder mit einer ungefähren Einschätzung der telefonischen Verfügbarkeit des gewünschten Ansprechpartners weiterhelfen. Die gefühlte Dunkelziffer liegt weit höher. Warum es so schwierig ist diese „flüchtigen“ Ansprechpartner beim Kunden zu erreichen, möchte ich anhand des folgenden Modells am Beispiel des Kalenderjahres 2014 für das Bundesland Baden-Württemberg aufzeigen:

Das Kalenderjahr 2014 verfügt über 365 Kalendertage. Bereinigt um Samstage & Sonntage (jeweils 52) verbleiben 261 Kalendertage. Es gibt 11 gesetzliche Feiertage in Baden-Württemberg. Bleiben 250 Kalendertage die auf einen Wochentag fallen und damit in diesem Modell als „theoretischer Arbeitstag“ betrachtet werden. Bei der Umrechnung auf „theoretische Arbeitszeiten“ wird mit Vollzeitäquivalenten (8 Std. pro theoretischem Arbeitstag) gerechnet. Zur Reduzierung der Komplexität des Modells werden Teilzeitmodelle, 33,457 Stunden-Tarifverträge, Mutterschutz- und Elternzeitregelungen, Wiedereingliederungs-Maßnahmen etc. nicht berücksichtigt. Wir legen der Berechnung somit 250 theoretische Arbeitstage bzw. 2.000 theoretische Arbeitsstunden zugrunde. Als weitere Annahme gilt, dass ich die vielzitierten „ninetofive-Jobs“ als Betrachtungsobjekt definiere und dementsprechend eine Netto-Kernarbeitszeit von 09:00-17:00 Uhr unterstelle.

Los geht´s, mal sehen was unter dem Strich so an möglicher Zeitfenster für die Erreichbarkeit der Ansprechpartner beim Kunden übrig bleibt.

365 Kalendertage – 104 Kalendertage, die auf einen Samstag oder Sonntag fallen = 261 Kalendertage

261 Kalendertage – 68 Ferientage, die nicht auf einen Samstag oder Sonntag fallen = 193 Kalendertage

Im Vorfeld der Schulferien werden in den seltensten Fällen (neue) Anfragen entgegengenommen, geschweige denn bearbeitet. Hier liegt der Fokus der Tätigkeit auf dem Fertigstellen von Terminsachen die dringend noch vor dem Urlaub erledigt sein müssen, dem Aufräumen des Schreibtischs und dem Erledigen von Altfällen und Leichen im Keller, die man während des Urlaubs gedanklich nicht mit sich herumtragen möchte, weil sie während des Urlaubs durch die Vertretung ans Licht geholt werden könnten. Es gibt hierzu übrigens wissenschaftliche Studien die zweifelsfrei belegen, dass die Woche vor dem Urlaub die effektivsten Arbeitstage des kompletten Jahres sind. Das Modell sieht vor, die Arbeitstage vor den Schulferien ersatzlos aus der Berechnung zu streichen. Im Jahr 2014 sind das 23.

193 Kalendertage – 23 Kalendertage, die in die Woche vor den Schulferien fallen = 170 Kalendertage

Nach der Rückkehr aus den Ferien steht die erste Arbeitswoche ganz im Zeichen der Sichtung tausender E-Mails, dem darüber ärgern, was die Vertretung für ein Chaos hinterlassen hat und dem Abarbeiten der Dinge, die während der eigenen Abwesenheit liegengeblieben oder neu aufgelaufen sind. Kapazitäten für (neue) Anfragen tendieren streng monoton gegen Null. Streichen wir die Arbeitstage in diesen Wochen nach dem Ende der Schulferien also ebenfalls. Im Betrachtungszeitraum reduzieren wir die Anzahl der Kalendertage um weitere 25.

170 Kalendertage – 25 Kalendertage aus den Wochen nach dem Ende der Schulferien = 145 Kalendertage

Widmen wir uns den gesetzlichen Feiertagen die nicht in die Ferienzeit und ebenfalls nicht in eine Schulferienbeginn-Vorwoche oder eine Ferienende-Nachwoche fallen. Hier bleiben für das Jahr 2014 2 Feiertage übrig (Do. 29.05.2014 Christi Himmelfahrt und Freitag 03.10.2014 Tag der Deutschen Einheit). Den obligatorischen Donnerstags-Feiertag-Brücken-Freitag am 30.05.2014 eliminieren wir in diesem Schritt gleich mit.

145 Kalendertage – 2 Feiertage außerhalb der Schulferien und außerhalb der Ferienbeginn-Vorwoche und Ferienende-Nachwoche – 1 obligatorischer Brückentag am Freitag nach einem Feiertag = 142 Kalendertage

Es bleiben 142 Kalendertage, die sich auf jeweils 29 Montage,  Dienstage sowie Mittwoche, 28 Donnerstage sowie 27 Freitage verteilen.

productivity

Im nächsten Schritt nehmen wir die 27 Freitage komplett aus der Betrachtung raus. Warum? Das lässt sich relativ einfach erklären. Der Freitag ist der Arbeitstag der Woche, an dem am Morgen der Kater vom After-Work-Clubbing des vorangegangenen Donnerstag-Abend aka „der kleine Freitag“ gepflegt/ bekämpft wird und die Abstürze der KollegInnen vom Vorabend diskutiert und verbreitet werden. Der Rest des Tages wird für die Erstellung des Einkaufszettels für das Wochenende genutzt und es werden alle Freizeitaktivitäten für die bevorstehende arbeitsfreie Zeit koordiniert. Gedanklich befindet man sich bereits vor dem Aufstehen im Wochenende.

142 Kalendertage – 27 Freitage = 115 Kalendertage bzw. 920 Stunden

Nun zu den roten Zeiten innerhalb der verbliebenen Arbeitstage: Der Montagmorgen dient in aller Regel dazu, sich mit den Kollegen über die Vorkommnisse des vergangenen Wochenendes auszutauschen, wach zu werden und sich wieder in den Wochen-Arbeits-Rhythmus einzugewöhnen. Dies dauert i.d.R. von 09:00-11:30 Uhr.

920 Stunden – 72,5 Stunden Montagsmorgen-Eingewöhnungsphase = 847,5 Stunden

Nahrungsaufnahme: eines der wichtigsten Themen im Arbeitsalltag und ein nicht zu unterschätzender Motivationsfaktor. Nicht selten beginnt ein Gespräch zwischen Kollegen am Morgen bereits mit der täglich diskutierten Frage: „Was ess´ mer den heut´?“ Ab 11:30 Uhr wird der Speiseplan der Kantine einer kritischen Prüfung unterzogen, Preis-Leistungsverhältnis der angebotenen Speisen abgewogen und eine Auswahl getroffen. Ab 12:00 Uhr geht´s dann mit den Kollegen zum Essen. Es wird gespachtelt, über die Qualität des Essens gemeckert, zum Abschluss Kaffee getrunken, um gegen 13:00 Uhr wieder an den Arbeitsplatz zurückzukehren. Von 13:00-14:00 Uhr verabschiedet sich das Blut für den Verdauungsvorgang in den Magen, der Kopf versucht den Oberkörper zu stabilisieren, damit der Kopf nicht vor Erschöpfung auf der Tastatur aufschlägt. Aus manchen Büros dringt in diesem Zeitfenster ein leises Schnarchen. Zeitfenster 11:30-14:00 Uhr wird dementsprechend komplett gestrichen.

847,5 Stunden – 2,5 * (29 Mo + 29 Di + 29 Mi + 28 Do) Stunden Verpflegungszeit = 560 Stunden

Im Zeitfenster 16:30-17:00 Uhr ist der Versand letzter E-Mails und Aufräumen sowie die gedankliche Verabschiedung in den Feierabend angesagt. Neue Anfragen und die Annahme von Telefonaten ist ein absolutes „no-go“.

560 Stunden – 0,5 * (29 Mo + 29 Di + 29 Mi + 28 Do) Stunden Feierabendvorbereitung = 502,50 Stunden

Das Erreichen des Donnerstag (aka „der kleine Freitag“)-Feierabends wird gerne dazu genutzt im Kollegenkreis das ein oder andere Fläschen Sekt zu leeren, um sich so auf das bevorstehende After-Work-Clubbing vorzubereiten oder einfach den bevorstehenden Freitag zu feiern. Stärkt das Wir- und Team-Gefühl und lässt die ein oder andere Aufregung der zurückliegenden Woche im einsetzenden berauschten Zustand verblassen. Nehmen wir eine weitere halbe Stunde für die Donnerstage aus der Berechnung raus. Schließlich müssen Getränke besorgt, gekühlt, geöffnet und Gläser gesucht, bereitgestellt und im Anschluss auch wieder gespült werden.

502,50 Stunden – 14 Stunden Donnerstags-Feierabend-Vorverlegung = 488,5 Stunden.

Um das Modell jetzt nicht mit Details zu überfrachten, wird auf die Bereinigung weiterer ungünstiger Zeiten für die Anfrage eines Lieferanten/ Dienstleisters abgesehen.

Wir ziehen ein Fazit und bleiben bei 488,50 Stunden jährlicher potenzieller Erreichbarkeit von insgesamt 2.000 jährlichen theoretischen Arbeitsstunden stehen. Dies entspricht einer Quote von unglaublichen 24,425 %. Da ist verdammt gutes Timing gefragt. Ich wünsche Euch hierfür gutes Gelingen!

Welche Erfahrungen habt ihr mit Euren Partnern gemacht und wie habt ihr die Erfolgsquote Eurer Anrufe gesteigert? Ich freue mich über viele hilfreiche Kommentare.

[hr]

Über den Autor

Florian Schweer

Florian Schweer ist Gründer der FSBV GmbH und betreibt bauchkröte.de. Er ist Mitglied der Wirtschaftsjunioren Rems-Murr e.V. und engagiert sich als Projektleiter BBW im Bereich Bewerbertraining für Jugendliche und junge Erwachsene mit besonderem Förderungsbedarf.

___
Bildquelle: GDS Infographics unter CC-Lizenz CC BY 2.0

,

Die Bürogestaltung – und warum Du sie als Investition betrachten solltest

Leistung, Leistung, Leistung? Mit dieser Anforderung an die Mitarbeiter stehen Unternehmensgründer nicht komplett falsch da, aber die Art und Weise, wie dieses Ziel erreicht wird, variiert von Business zu Business – und fängt meist schon bei einem vermeintlich nebensächlichen Punkt wie der Office-Gestaltung an.

Design, Farbe und Bürokonzepte
Wir wollen in diesem Ratgeber keine ultimativen Ratschläge für das perfekte, mitarbeiterfreundliche Büro geben – denn für Pauschalaussagen fällt leider jedes Unternehmen viel zu unterschiedlich aus -, aber wir möchten Start-up-Gründer immerhin auf den richtigen Weg lotsen. Fangen wir mit einigen Punkten an, die man zu Beginn gerne übersieht:

Farbliche Raumgestaltung
Blau wirkt besänftigend, Rot hingegen aktiviert die Sinne: Es kann nicht schaden, vor der Auswahl der farblichen Gestaltung einige Artikel über die Auswirkung von Farben auf die menschliche Psyche zu studieren. Letztendlich profitieren davon sowohl die Mitarbeiter als auch – durch eine erhöhte Produktivität – die Gründer des Unternehmens selbst.

Das Bürodesign
Jede Person arbeitet am effizientesten, wenn sie Ruhe genießen kann. Klingelnde Telefone, permanent durch die Flure und Räume geisternde Mitarbeiter und andere Ablenkungen sorgen langfristig für messbare Ausfälle unter den Kollegen. „Ruheareale“ gehören zur Pflichtübung in modernen Betrieben.

Entertainment – am Arbeitsplatz?
Ja, das stimmt. Man sehe sich nur Unternehmen wie Google an: Tischtennisanlagen, Freizeitareale und Swimming Pools zieren das Gelände. Natürlich verfügt nicht jedes Unternehmen über ein vergleichbares Budget, aber einige Ausgleichsmöglichkeiten sind ideal geeignet, um den Mitarbeitern beim Entspannen zu helfen. Nur ein entlastetes Gehirn kann Höchstleistungen vollbringen.

Ein wichtiger Punkt: das Büroequipment
Scheuen darf man als Gründer vor allem eine Sache nicht: Investitionen. Am besten fängt man damit gleich beim Mobiliar an. Die Mitarbeiter sitzen täglich auf demselben Stuhl, arbeiten mit derselben Tastatur und schauen dabei auf denselben Monitor, welcher sich auf demselben Schreibtisch befindet. Wer hier jeden Cent zwei Mal umdreht, spart im eindeutig falschen Bereich. Sobald sich Personen an einen Ort begeben, an welchem sie sich wohlfühlen, kommen sie gerne wieder – und das kann natürlich auch die Arbeit miteinbeziehen. Wie mitarbeiterfreundliches Mobiliar aussehen kann, zeigt der Stuttgarter Büroausstatter KAISER+KRAFT. Dieser bietet neben ergonomischem Equipment auch Holzmöbel an, die dem Nachhaltigkeitsaspekt gerecht werden und umweltschonend produziert wurden. Bequeme Stühle, Schreibtische in der richtigen Höhe und erstklassige Arbeitsgeräte tragen zum Wohlbefinden der Angestellten bei. Beim Kauf von Büroequipment sparen Unternehmen auf lange Sicht gesehen sogar selbst:

Weniger Beschwerden
Rückenprobleme durch schlechte Stühle sind vorprogrammiert. Dadurch droht ein Mitarbeiterausfall, welcher langfristig sehr deutlich an den Finanzen des Unternehmens nagen kann.

Erhöhte Produktivität
Wer bequem sitzt, arbeitet schneller, entspannter und zielstrebiger. Projekte können schneller abgeschlossen werden, die Kommunikation unter den Mitarbeitern wird erleichtert.

Geringere Langzeitkosten
„Wer billig kauft, kauft zwei Mal.“ In diesem Sprichwort steckt viel Wahrheit, denn hochqualitative Möbel halten selbstverständlich länger durch als ein „Bürostuhl“ aus dem Supermarkt. Wer hier sparen möchte, spart am Ende doch nicht.

Die Bürogestaltung ist eine Anlage – und keine lästige Notwendigkeit
Würde ein frisches Start-up an den Produktionskosten sparen? Oder am Marketing, am Gehalt für die oberen 5 % der Leistungsträger im Unternehmen oder an der Vermittlung wichtiger Dienstleistungen? Nein, denn diese Punkte sind direkt mit dem Erfolg des Betriebs verbunden. Vielen Gründern ist jedoch nicht klar, dass auch die Bürogestaltung und damit die Zufriedenheit der Mitarbeiter keine Bürde ist – sondern eine Chance für mehr Produktivität, Effizienz und persönliches Wohlbefinden unter den Kollegen. Vernachlässigen sollte man diese wichtigen Punkte also in keinem Fall.

 

Hinweis: Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit KAISER+KRAFT entstanden.

Bildquelle: creative commons flickr by david wall

, ,

Neue Raumkonzepte in Stuttgart schaffen Platz für Unternehmertum & Kreativität

Aus eigener Erfahrung als Mitinitiator des Startups autonetzer.de, Unterstützer bei Startup-Stuttgart.de und Organisator verschiedener Events weiß ich, dass die Raum- und Bürosituation in Stuttgart für Startups und Kreative nicht einfach ist. Doch in den letzten Monaten haben einige Initiatoren diesen Bedarf erkannt und bieten ausgeklügelte Konzepte an. Sechs Angebote, die wesentlich mehr als ein Schreibtisch bieten, möchte ich heute vorstellen:

1. westQuartier

Die Idee
Freiraum schaffen im Stuttgarter Westen: Einen atmosphärischen Ort der Arbeit und des Lebens entstehen lassen; aber auch ein städtisches Kleinod der kulturellen Begegnung, zu dem die Leute gehen, an dem sie verweilen und zusammenwirken.

Das Angebot
Das westQuartier ist zu mieten: als Salon, Tagungsstätte, für Workshops, Seminare, Ausstellungen, Meetings, Symposien, alternative Medizin, Kulturelles, Festivitäten, Schlafstätte und vieles mehr. Regelmäßige Veranstaltungen wie Yoga, Repaircafés und offene Treffs runden das Angebot ab.

Lage und Kontakt
Das westQuartier liegt zentral am Bismarckplatz, in der Elisabethenstr. 26. Auf der Website www.westquartier-stuttgart.de findet man weitere Informationen. Für Anfragen genügt eine E-Mail unter kontakt[at]westquartier-stuttgart.de.

10001260_220349691503134_1030690392_o

2. Quartiergarage – eMobilS

Die Idee
Mit dem Konzept der Quartiergaragen ergänzt eMobilS ab dem Sommer 2014 die Maßnahmen zur Aktivierung breiterer Anwendung von Elektromobiliät und damit zur Förderung des Klimaschutzes. Hauptsächlich für das nähere Wohn- und Arbeitsumfeld wird in einer Quartiergarage für die unterschiedlichsten Ansprüche ein Pool umweltfreundlicher Elektrofahrzeuge bereit stehen – von Zweirad über PKW bis hin zu Transport.

Das Angebot
Dienstleister, Co-Founder und Unterstützer willkommen! Jeder, der an der Idee der Quartiergarage Gefallen findet, in diesem Umfeld Synergieeffekte bewirken kann und möchte – ob als Anbieter von Dienstleistungen und Waren, als Event- und Gastronomieunternehmer oder wer sich generell am Aufbau des Fahr­zeugpools und der Etablierung weiterer Quartiergaragen beteiligen möchte, ist zu Diskussion und Enagagement eingeladen.

Lage und Kontakt
Die erste Quartiergarage befindet sich in Strohberg 38, unweit vom Marienplatz. Auf der Website www.emobils.com findet man weitere Informationen. Der Initiator Claus-Uwe Dieterle ist unter info[at]eMobilS.com oder unter 0711 93596630 zu erreichen.

f

3. Coworking0711

Die Idee
Das Coworking0711 gibt es schon seit über 4 Jahren und ist Stuttgarts erster Coworking-Space – ein offener Arbeitsraum für Kreativschaffende und Wissensarbeiter, eine Plattform für Vernetzung und Interaktion. Das Motto: Zusammen flexibel sind wir weniger allein.

Das Angebot
Neben Besprechungsräume und eine Vielzahl an Veranstaltungen bietet das Coworking0711 Vollzeit- und Teilzeittarife zur Anmietung eines Arbeitsplatzes an. Die Nutzungsverträge sind auf unbefristete Dauer ausgelegt, mit der Möglichkeit, mit einer Frist von zwei Wochen zum Monatsende, die jeweilige Nutzungsart zu kündigen. Jede Nutzungsart beinhaltet freie Platzwahl in einem professionellen und kreativen Arbeitsumfeld, Internetzugang über WLAN, Fair-use von Scanner, Drucker, Kopierer sowie Kaffee/Tee und Mineralwasser.

Lage und Kontakt
Das Coworking0711 ist ganz in der Nähe der S-Bahn-Haltestelle Schwabstraße. Von hier sind es nur zwei Minuten Fußweg bis zur Gutenbergstr. 77a. Mitgründer Harald Amelung ist unter 0711 12098672 oder info[at]coworking0711.de zu erreichen. Alleine aufgrund des Veranstaltungskalenders ist die zugehörige Webseite www.coworking-stuttgart.de einen regelmäßigen Besuch wert!

greenspace

4. StartupRaum

Die Idee
Raum für Ideen, Kommunikation und des konzentrierten Arbeitens. Das Gebäude ist riesig, wo sich jeder individuell entfalten kann. Der Austausch zu anderen Teams soll die Innovation und Schnelligkeit einer Businessidee nach vorne bringen.

Das Angebot
Seinen eigenen Raum mit allen Vorzügen für Startups monatlich mieten (Drucker, Büroausstattung, Besprechnungsraum und Internet). Das ganze super preiswert, im Abhängigkeit der Raumgröße.

Lage und Kontakt
Der StartupRaum liegt direkt an der S-Bahn Station Ditzingen und ist in nur knapp 20 min mit der S-Bahn oder in Fahrgemeinschaften aus Stuttgart zu erreichen. Anfragen und weitere Informationen findet man auf StartupRaum.de. Melden kann man sich bei Falk Altenhöfer unter 0177 3722353 oder über die Website!

5. wild deer space

Die Idee
Internet-Hub, E-Commerce Meltingpot. Digital Natives und das ganze in der Schwabenmetropole. Entstanden aus der E-Commerce Agentur NETFORMIC heraus hat die wild deer als Holding diverser Internet- und E-Commerce Companies über 1.000 qm Bürofläche im Stuttgarter Westen. Ein Teil davon – das 1. OG im Hinterhof-Gebäude – steht als Bürogemeinschaft mit voll ausgestatteten Büros für kleinere Firmen, Freelancer und StartUps im Internet-Umfeld zur Verfügung. Neben reiner Bürofläche ist natürlich auch der Austausch zwischen den Digital E-Commerce und Internet Natives der Landeshauptstadt erwünscht.

Das Angebot
das wild deer square ist eine Bürogemeinschaft im 1. OG des Hinterhof-Gebäudes mit ca. 300qm. Die Räume können einzeln gemietet werden, sind voll ausgestattet mit Schreibtischen, Bürostühlen, Regalen, Getränke und Kaffee-Flatrate, einer dicken SDSL-Internetleitung mit über 20 Mbit und eine Gemeinschaftsküche und einen großen Besprechungsraum mit Beamer gibt es auch.

Lage und Kontakt
Das wild deer square liegt direkt am Feuersee, also unmittelbare zur S-Bahn-Station in der Hermannstrasse 5A. Weitere Informationen finden sich unter www.wilddeer.de/office/ , für kurzfristige Besichtigungen und Fragen einfach eine E-Mail an hello@wilddeer.de schicken.

IMG_0943

6. a+ creative space

Die Idee
a+ creative cpace ist der etwas andere Kreativraum in der auf 90 qm und zwei Etagen gibt es vielfältige Nutzungsmöglichkeiten für Coworking, Design Workshops, Präsentationen und Meetings.

Das Angebot
Klaus Haasis ist Vermieter und bietet persönliche Betreuung als Creative Coach, Teamentwickler, Business Model Generator, Effectuator, Beyonder und Business Angel. Konditionen nach Vereinbarung.

Lage und Kontakt
Der a+ creative space befindet sich in der Olgastr. 138 im Heusteigviertel zwischen Kochenbas, épicerie fine und Herbertz. Informationen via coachklaushaasis[at]email.de, auf Facebook und unter 0170 633193.

Foto 1

Weitere Räumlichkeiten sind u.a. bei imwerk8 (www.imwerk8.de) sowie bei der noch im Aufbau befindlichen Initiative Contain’t möglich.

Update

Mittlerweile entstehen noch mehr Möglichkeiten: So öffnete im März 2015 das Startup Campus Stuttgart direkt am Fuße der Villa Berg seine neuen Räume für Startups.

Ein guter Ort, um auch kleinere Büros zu finden, bietet die Gründergrillen-Facebook-Gruppe.

 

, ,

5 Tipps für Gründer zur dauerhaften Motivation

Startups und deren Gründer haben normalerweise einen langen Weg vor sich, bis sich der Erfolg (hoffentlich) einstellt. Gerade technologische Produkte, Hardware und Software, sind nicht mal schnell in ein paar Wochen auf die Straße zu bringen. Den Satz, den man dabei immer wieder hört: „Ein Unternehmen aufzubauen ähnelt einem Marathonlauf.“

Aber wie hält man einen solchen Marathon über Monate und Jahre hinweg durch, bis der erste Erfolg und die ersten Kunden kommen? Und wie bleibt man motiviert, wenn der erste Erfolg zwar da ist, der Umsatz aber immer noch ausbaufähig? Ich habe euch mal 5 Tipps zusammengestellt, die es aus meiner Sicht erleichtern, die Motivation aufrecht zu halten. Grundsätzlich gehe ich davon aus, dass der Gründer bzw. das Gründungsteam für die eigene Geschäftidee brennt, denn sonst reicht alle Motivation der Welt nicht aus.

1. Sucht euch den bzw. die richtigen Co-Founder
Ohne die richtigen Leute im Gründungsteam, die eine ähnliche Auffassung von Arbeit, Herangehensweisen an Probleme und den Respekt für die anderen Mitgründer und deren Leistung haben, geht gar nichts. Das Produkt kann noch so gut sein; wenn das Gründerteam nicht zusammenhält und sich in schwierigen Situationen unterstützt und motivieren kann, dann geht die Moral und Motivation ganz schnell flöten.

2. Verbannt dekonstruktive Menschen aus eurem Leben
Konstruktive Kritik und Feedback sind super wichtig für die Entwicklung eines guten Produkts, dekonstruktive Miesmacherei und Leute, die einem Lebensenergie nehmen, demotivieren auf Dauer ungemein. Deshalb sollte man solche Menschen aus seinem Leben verbannen, so hart es klingt und so schwer es manchmal fallen mag. Das gilt übrigens auch für Co-Founder. Denn wenn diese nicht mindestens genauso so sehr an das glauben, was man tagtäglich und oftmals nachts tut, dann ist die Zusammenarbeit von Anfang an zum Scheitern verurteilt (siehe 1.).

3. Feiert gesteckte Meilensteine und Zwischenerfolge
Das Erreichen von gesteckten Meilensteinen bzw. Streckenabschnitten wie beim Marathon bringt für das gesamte Team wieder einen Motivationsschub. Das können die ersten 100 Kunden, ein wichtiger Kooperationsabschluss oder der erste große Relaunch des Produkts sein. Alles hat auch einen emotionalen Wert, der im Team zelebriert werden sollte.

4. Achtet auf genügend Schlaf, Sport und auch ein wenig Freizeit
Am Anfang denkt man zwar, dass 7 Tage Arbeit die Woche notwendig für den Erfolg des Unternehmens und die Produktentwicklung sind, allerdings kommt man dabei schnell an seine körperlichen und psychischen Grenzen. Ein (halber) Tag frei pro Woche, regelmäßiger Sport und andere Spaß beinhaltende Freizeitbeschäftigungen wirken dabei Wunder. Gerade wenn man dem Geist erlaubt abzuschweifen, kommen einem die besten und frischen Ideen.

5. Wertschätzt und nutzt den privaten Rückhalt durch Familie und Freunde
Dieser Punkt ist der wichtigste meiner Tipps, denn wenn man beruflich schon extrem unsichere Zeiten durchmacht und unter Druck steht, dann ist privater, emotionaler Rückhalt einfach unabdingbar und Gold wert. Dementsprechend solltet ihr Prioritäten setzen und eure Familie und enge Freunde auch in Arbeitshochphasen nicht komplett vernachlässigen. Das sagt sich zwar leichter als getan, aber die emotionale Unterstützung, die ihr dadurch bekommt, ist für den Motivationserhalt ausschlaggebend.

Welche zusätzlichen Tipps habt ihr für die Gründercommunity parat, die euch helfen, dem Druck auf Dauer gewachsen zu sein?

__
Bildquelle: See-ming Lee unter CC-Lizenz BY 2.0.

,

Zum Erfolg verlieren – Wie man die Wahrscheinlichkeit von Niederlagen reduziert

Gastbeitrag von Albert Pusch
__

Ich will gewinnen – immer! Da kämpfe ich nun wie ein Stier, racker mich ab, stecke Tage und Nächte in ein Projekt und verliere doch. Wie ein kleines Kind kann ich mich dann aufregen, strampeln, auf den Boden stampfen, heulen und verbissen weiter kämpfen. Und das tue ich. Es wirft mich richtig zu Boden. Das Schlimmste: Es lässt sich nicht kontrollieren.

Erkenntnis Nummer eins: Viele der Entscheidungsgrößen über Gewinn und Niederlage habe ich nicht in meiner Hand. Wer sich einredet, die Kontrolle zu besitzen, der spinnt. Du hast keine Kontrolle!

Gefühlt bin ich schon weitaus öfter gescheitert als erfolgreich gewesen. Die Zahl der Niederlagen ist also höher als die meiner Gewinne. Trotzdem würden mich die wenigsten Menschen als Verlierer bezeichnen – warum nicht?

Wenn Menschen denken, dass man ein Gewinner ist, dann liegt das an der verzerrten Wahrnehmung. Gewinne werden zelebriert, während Niederlagen (meistens) unter den Teppich gekehrt werden. Niederlagen sind nach außen hin also kaum sichtbar. Außenstehende bekommen so nur ein sehr eingeschränktes Bild von einer Person.

Statussymbole oder Geschichten helfen uns dabei, erfolgreiche Menschen zu erkennen. Besonders Geschichten bleiben Menschen im Gedächtnis und zeigen anderen Menschen, ob es einer zu etwas gebracht hat – oder eben nicht.

„Erfolgreich sein“ ist relativ und wer erfolgreich ist und wer nicht, das hängt häufig von geteilten Zielen und Werten ab. Gemeinsame Ziele sind sehr geeignet, sich gegenseitig zu beurteilen – ob das sinnvoll ist, sei dahingestellt. Das ist übrigens auch die Quelle für Neid. Nur wer auf unterschiedlichen Stufen steht, gleichzeitig aber die gleichen Ziele und Werte anstrebt, kann neidisch sein.

Anders ausgedrückt: Einzig die Diskrepanz zwischen dem Erreichungsgrad konkruenter Zielsetzungen und Wertevorstellungen führt zu Missgunst.

Oft bezieht sich der Erfolg nur auf einen Faktor, beispielsweise berufliche oder einzelne private Erfolge. Dieses Detail wird später noch wichtig.

Kann ich gewinnen? Diese Frage stelle ich mir oft und um ehrlich zu sein, kann ich sie nur selten mit „Ja“ beantworten. Allerdings stelle ich mir die Frage so oft, dass ich natürlich auch ab und an gewinne. Ich setze mich absichtlich immer wieder Situationen aus, in denen es um das Gewinnen und Verlieren geht. Gewinne ich, dann ist das Glück, denn ich weiß, wie wenig ich kontrollieren kann. „The harder I try the luckier I get.“, heißt ein Zitat – es stimmt.

Wie kann man also die Wahrscheinlichkeit einer Niederlagen reduzieren? Man kann Experte werden. Der erfolgreiche Unternehmensberater hat es leichter, ein funktionierendes Geschäftsmodell aufzubauen als einer, der noch nie von Cashflow und Eigenkapitalredite gehört hat. Ein professioneller Aufreißer mit Talent wird höhere Chancen haben, eine begehrenswerte Frau zu erobern, als ein unvorbereiteter Anfänger. Wer also erfolgreich sein möchte, muss Experte werden. Experte in dem was er will.

Um Experte zu werden, muss man aber wissen, worin man denn nun erfolgreich sein möchte. Sind die Ziele richtig gewählt und stehen nicht dem natürlichen Talent entgegen, dann ist man auf einem guten Weg. Und wer sich jetzt noch genügend Versuchen aussetzt, steigert die Wahrscheinlichkeit von Erfolgen.

Wer sich zum Erfolg verlieren will, der muss nicht nur akzeptieren, dass er über viele Dinge keine Kontrolle hat, sondern versuchen durch (1.) eine zielgerichtete Expertise und (2.) zahlreiche Versuche die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, Erfolge zu erzielen.

Das Wissen darum hilft einem, erfolgreich zu verlieren. Die Angst vor dem Scheitern nimmt es einem nicht.

[hr]

Über den Autor

Albert Pusch
Albert Pusch

Albert Pusch (Jahrgang 1983) ist B2B-Marketing Consultant für eCommerce- und Technology-Unternehmen. Er ist Mitgründer von Socialmedia-blog.de, Autor zahlreicher Fachbeiträge und -artikel zum Thema Online-Marketing. Salesforce.com listet ihn unter den Top5 Social Media Influencern in Europa. Bis 2012 verantwortete er die Marketing-Abteilung eines Technologieunternehmens im eCommerce mit drei Geschäftseinheiten in neun Ländern. Er studierte Marketing-Kommunikation an der Hochschule Pforzheim und in Yogyakarta (Indonesien).

Enso
,

Einfach perfekt

Die schlechte Qualität von Apple Maps hat für reichlich Wirbel gesorgt. Die Kunden haben sich an die hohen Ansprüche Apples gewöhnt und verlangen von kaum einem anderen Unternehmen mehr Perfektion. Doch wie wichtig ist Perfektion beim Erstellen eines Produkts? Wie gelingt der Spagat zwischen Geschwindigkeit und Qualität?

Ungewissheit macht Perfektion in einem Startup zu einem gefährlichen Gegenspieler. Denn wir können oft nur raten, ob ein neues Produkt, Service oder Feature vom Kunden wirklich gewollt wird oder welches Detail wichtig ist. Es perfekt zu machen, bedeutet wertvolle Ressourcen zu opfern und ist am Anfang nahezu unmöglich. Daher müssen wir Produkte testen, die alles sind, aber nicht perfekt.

Ideen und Annahmen gilt es in Hypothesen zu verwandeln, das Produkt zu erstellen und zu messen, was wahr und was unwahr ist. Eine schnelle Alpha-Version gibt Auskunft darüber, ob ein Markt für die Idee existiert. Ein weiterer Grund für eine rasche Umsetzung ist, dass es leichter und produktiver ist etwas Bestehendes zu verbessern, als in ellenlangen Diskussion auf theoretischer Ebene über Konzepte zu philosophieren.

Das Streben nach Vollendung ist erst dann angebracht, wenn ein Geschäftsmodell funktioniert und auch da kann Perfektionismus zum Feind werden, wenn er auf die falschen Bereiche angewandt wird.

Enso

Der Kreis gilt in vielen Kulturen als perfekte Form. In der japanischen Ästhetik steht das Enso auch für die Ablehnung der Perfektion.

Perfektionisten

Was ich an Mitarbeitern mag, die perfektionistisch veranlagt sind, ist ihre Liebe zum Detail – gleichzeitig kämpfen Perfektionisten oft mit zwei Problemen:

Adam und Eva

Viele Perfektionisten neigen dazu, abhängige Bedingungen zu sehen, wo sie nicht sind. Sie rühren im Urschleim rum, müssen einzelne Punkte klären, bevor sie sich in ein Projekt stürzen.

Wenn diese Menschen dann noch mit einem gesunden Selbstbewusstsein gesegnet sind, erkennt man oft nicht, dass sie ihre eigentliche Aufgaben nicht erledigen. Sie tummeln sich auf Nebenkriegsschauplätzen. Dort leisten sie oft sogar gute Arbeit, aber sie machen eben nicht, was sie eigentlich sollen.

Panikmodus

Während des Studiums hatte ich eine Komillitonin, die vor den Klausuren halbe Nervenzusammenbrüche hatte. Wenn wir Mathe lernten, sprach sie schon von Steuern und von all den anderen Klausuren, die noch auf uns zukommen würden. Natürlich versetzte sie das in einen gefährlichen Panikzustand, in dem es ihr kaum noch möglich war, die vor ihr liegende Aufgabe zu lösen.

Wenn wir an alles was vor uns liegt gleichzeitig denken, stellt sich schnell Stress ein. Wir können nicht erkennen, wie wir den Berg der vor uns liegenden Aufgaben bewältigen sollen. Es hilft, wenn man sich nur auf das Problem konzentriert, mit dem man gerade zu tun hat und alles andere ausblendet.

Macht euch bewusst, dass im Kopf Probleme entstehen, die in der Realität nicht auftreten werden und anders herum. Das szenische Durchdenken ist verschwendete Zeit. Probleme sollten dann angegangen werden, wenn sie auftauchen. Hin und wieder muss man das große Ganze betrachten, wer das allerdings ständig tut, gerät schnell in Panik. Richtet eure Konzentration auf die vor euch liegende Aufgabe und erledige sie.

Liest man die Biografie von Steve Jobs bekommt man einen Eindruck davon, was wahre Perfektion bedeutet, nämlich die Konzentration auf das Wesentliche. In dieser empfehlenswerten Biografie taucht ein Zitat immer wieder auf:

Simplicity is the ultimate sophistication. – Leonardo DaVinci

Weitere Artikel aus der Serie „Execution Excellence“.

,

5 Tipps gegen Produktivitätsbremsen – E-Mail und Social Media

Der Vorteil von E-Mail und Social Media Kommunikation liegt im asynchronen Informationsaustausch. Also im Zeitunterschied zwischen dem Eingang der Mail und dem Zeitpunkt, wann DU entscheidest, die Mail zu beantworten. Die Grundidee ist nicht, dass Du wie ein Pawlowscher Hund jede Mail sofort liest und eine unbedachte Antwort in Dein iPhone hackst. In Zeiten von Facebook, Twitter und Co. steigt das Risiko durch die Überkommunikation nicht nur falsche, weil unüberlegte Entscheidungen zu treffen, sondern auch gereizt, launisch und überfordert zu werden.

Bildquelle: Stefan Hermann

Hier fünf Tipps, wie Du die Flut an Nachrichten mit einem Lächeln bewältigst:

  1. Lerne, wann welches Kommunikationsmittel das Richtige ist (Telefonat, E-Mail, persönliches Gespräch) und bringe es Deinem Team bei.
  2. Checke und bearbeite Deine Mails zu festen Zeiten. Zum Beispiel um 11 Uhr und um 16 Uhr. (Lies dazu die 4-Hour-Work-Week von Tim Ferris. Ich empfehle die englische Version.)
  3. Zwischendrin fallen Dir immer wieder Mails ein, die geschrieben werden sollten. Anstatt sie direkt zu schreiben, mache Dirh eine Notiz und heb Dir die Nachricht für Deine E-Mail Zeiten auf.
  4. Wenn Du beim Griff nach dem Handy und dem Klick auf die FB-App merkst, dass es keine bewusste Handlung mehr ist, sondern eine Konditionierung, dann entferne die App.
  5. Schalte nachts alle Geräte aus und besorge Dir einen Wecker.

Oft erledigen sich die Fragen aus E-Mails im Laufe des Tages von selbst oder die Inhalte konkretisieren sich. In jedem Fall werden Deine Nachrichten bedeutungsvoller und überlegter. Außerdem entziehst Du dich auf diese Weise geschickt den oft ellenlangen Diskussionen.
Zum Checken und Schreiben der Mails aller Netzwerke reichen oft 15 Minuten, dies gilt für ungefähr 35 bis 50 E-Mails pro Aufruf. Je nachdem welche Rolle Du einnimmst kann die Anzahl der Mails drastisch größer sein und anstelle von 15 Minuten eher eine Stunde werden. Aber besser Du widmest Dich zwei Stunden voll und ganz Deinen E-Mails, als dass Du dich durch die Stop-and-Go-Mentalität permanent unterbrechen lässt.

Netzwerke sperren und zu festen Zeiten freigeben
Jetzt wird es unpopulär. Unternehmen rate ich, die Zeitverschwendung durch Social Media einzugrenzen. Es gibt keinen Grund, warum Mitarbeiter den ganzen Tag auf Facebook sein dürften.
Das ist nicht sonderlich populär für einen Social Media Blogger, aber ich will auch keine Miss-Wahl gewinnen. Führe „Social Media Breaks“ ein, in denen die Mitarbeiter Facebook und Co. aufrufen dürfen, denn oft ergeben sich daraus auch Vorteile für das Unternehmen.
Facebook- und Twitter-Breaks sollten dabei wie eine halbwegs gesunde Raucherpause betrachtet werden. Für Mitarbeiter, die die Community betreuen und in Krisenzeiten dürfen natürlich andere Regeln gelten.

Warum nicht ganz sperren?

Die Vorteile von Social Media für Unternehmen ergeben sich durch das Wissen aus den Netzwerken. Heutige „Wissensarbeit“ erfordert oft, dass wir uns mit anderen zu Problemen austauschen. Die Generation Y hat Networking und das kollektive Problemlösen besser im Griff als die Baby-Boomer, daran müssen sich die „Alten“ noch gewöhnen. Die Gen Y ist schwarmintelligenter. (Außerdem möchte niemand in einem Laden arbeiten, der Social Media komplett verbietet.)

Mehr zum Thema

Der US-Wissenschaftler Edward M. Hallowell beschreibt die Risiken und Gegenmittel der Info-Überforderung in seinem Artikel: „Overloaded Circuits: Why Smart People Underperform„.

Aus der Artikelserie “Execution Excellence” von Albert Pusch. In den folgenden Artikeln geben wir Gründern Tipps für die Umsetzung ihrer Geschäftsideen. Google+

Weitere Artikel
Action für Ihr Startup
Gschäftsideen erfolgreich Umsetzen – Der Kampf gegen das Shitmonster

,

Action für Ihr Startup

(von Albert Pusch)

Jeder hat eigene Methoden und Werkzeuge, um Aufgaben festzuhalten, zu priorisieren und zu delegieren. Für mich funktioniert die Action Method, zu der es reichlich Material auf anderen Seiten gibt. Die Grundlagen dieser Methode sind sicher für alle Arten von Projekten hilfreich.

Alles ist ein Projekt
Egal ob es ein Startup, ein neuer Blog, eine Thesis, ein Buch oder eine neue App ist, jede Initiative wird zu einem Projekt. Du willst einen Marathon laufen – Projekt „Marathon“. Du willst einen Online-Shop aufziehen – Projekt „Shop“. Alles ist ein Projekt.

Jedes Projekt besteht aus Action Steps
Action Steps sind die Schritte, die Du oder Dein Team tun müsst, um ein Projekt erfolgreich zu beenden. In der Action Method werden Actions Steps mit Verben erfasst, damit Deine Action Step Liste nicht zu einer nichtssagenden Stichwortaufzählung degeneriert.
Wenn sich die Liste der Action Steps zu kuschlig liest, dann habst Du vergessen, die wirklich wichtigen Dinge aufzuschreiben. Hierzu gehören im Startup vor allem das Abtelefonieren von potenziellen Geldgebern und Kunden.

Tipp: Verlasse kein Meeting ohne die Action Steps aufgeschrieben zu haben:

Was muss gemacht werden?
Wer ist verantwortlich?
Bis wann wird es erledigt?

Shipping is King
Shipping ist der Moment, wenn das Projekt beendet ist. Angenommen ein Projekt wurde abgehakt und ging an den Kunden, dann kommen später sicher noch Änderungen. Aber in dem Moment in dem es an den Kunden ging, ist es geshippt. Die Änderungen sind ein neues Projekt mit neuen Action Steps und einem neuen Shipping-Termin.

Shipping ist die Königsdisziplin und muss zelebriert werden. Wenn Mitarbeiter etwas „shippen“, dann solltest Du das feiern, je nach Deiner Art ist es ein High-Five oder ein breites Grinsen. Bei großen Projekten dürfen auch einmal die Korken knallen…

Du solltest eine Organisation aufbauen, in der Action gelebt wird und in der es belohnt wird, wenn Mitarbeiter Projekte nach vorne bringen.

Killen ist bereinigend und priorisiert
Die Zahl der Ideen übersteigt immer die Ressourcen. Es ist also die Aufgabe jedes “Anführers”, ob nun Manager oder Unternehmer, rigoros Ideen auszuschließen oder für später festzuhalten. Um intelligente Mitarbeiter nicht zu demotivieren, muss man ihnen erklären, warum etwas gekillt wird. Stehe vor allem jungen Mitarbeitern zur Seite, wenn ihre Projekte gekillt wurden, oft hängen sie auch emotional an ihren Babys.

Welche Methoden nutzt ihr für euer Aufgabenmanagement?