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Uwe Horstmann von Project A im Gespräch

Uwe Horstmann gehört zum „Management Team“ von Project A. Einen in Berlin ansässiger VC, der seit kurzem auch gezielt in BW nach Investments sucht. Uwe kommt ursprünglich aus Biberach, war eine zeitlang bei Rocket Internet und bei Project A verwalten sie rund 260 Millionen Euro.

Uwe Horstmann

Startup Stuttgart: Uwe, danke dass du uns für ein Interview zur Verfügung stehst. Wir haben uns 2013 zum ersten Mal am Startup Weekend Stuttgart getroffen. Damals gab es von Project A noch keine gezielten Aktivitäten im Ländle. Was hat sich denn in der Zwischenzeit getan, damit ihr euch dazu entschieden habt euch auch hier in der Region zu engagieren?

Uwe: Da gibt es verschiedene Gründe: Zum einen hat sich in der Region viel gewandelt, es sind einige junge Unternehmen und Projekte entstanden und Universitäten in Karlsruhe und Mannheim legen den Grundstein für Innovationen.  Zum anderen ist Baden-Württemberg ja generell dafür bekannt, dass dort ein Großteil der Industrie angesiedelt ist und hier gibt es v.a. im Bereich Industry 4.0, den wir uns zurzeit genauer anschauen, viele spannende Entwicklungen. Und zuletzt haben wir natürlich einen neuen Fonds und damit bedeutend mehr Geld zur Verfügung, das wir in spannende neue Projekte stecken möchten – wenn es sich ergibt auch im Ländle.

Startup Stuttgart: Du bist ja nun schon seit Jahren in Berlin sesshaft und kannst daher die Szene sehr gut. Welchem Gründer aus Baden-Württemberg würdest du denn empfehlen nach Berlin zu gehen oder doch in der Region BW zu bleiben?

Uwe: Wenn es Sinn macht sich in Berlin vor Ort auszutauschen, dann empfehlen wir Gründern, zumindest mit einem zweiten Standbein in Berlin präsent zu sein. Das macht natürlich nicht immer Sinn – in der digitalen Welt, in der wir uns bewegen, kann man ja auch sehr gut in der Entfernung in Kontakt bleiben.  

Startup Stuttgart: Wenn wir die Zeit mal zurückdrehen, was war denn für dich der Auslöser als Gründer aktiv zu werden, gab es da diesen einen Impuls? 

Uwe: Einen konkreten Auslöser gab es eigentlich nicht, das waren eher verschiedene Ereignisse die zusammenkamen. Vor dem Abitur habe ich bei „Jugend gründet“ mitgemacht, da kam ich eher zufällig dazu. Ich fand es spannend zu erkennen, dass es gar nicht so schwer ist, eigene Ideen umzusetzen. Nach meinem Wirtschaftsstudium an der WHU, einem sehr Entrepreneurship-freundlichem Umfeld, habe ich dann bei Rocket Internet angefangen und ab da hat sich quasi alles rund ums Unternehmertum gedreht. Bei Project A helfe ich Gründern nun, ihr eigenes Unternehmen aufzubauen und zu finanzieren.

Startup Stuttgart: Gab es auch Mal Augenblicke, wo du dir nicht sicher warst ob es die richtige Entscheidung war?

Uwe: Da wir in einer sehr frühen Phase investieren, hat man nie eine hundertprozentige Sicherheit, das ist ein Kernelement unseres Jobs, macht ihn aber auch unheimlich interessant. Gerade sehr junge Unternehmen durchlaufen natürlich verschiedene Phasen. Der Weg zu einem erfolgreichen Unternehmen ist sehr selten geradlinig, sondern häufig eher holprig und es gibt natürlich immer Momente, die sehr intensiv sind und in denen man als Investor gemeinsam mit den Gründern schwitzt. Gleichzeitig ist es umso schöner, wenn es dann wieder bergauf geht und man gemeinsam Erfolge feiern kann.

Startup Stuttgart: Wenn ein Gründer Kontakt zu Project A aufnehmen möchte, wie kann er das machen und was wollt ihr beim Erstkontakt idealerweise schon sehen?

Uwe: Am besten ist immer ein sogenannter „warmer Kontakt“, das heißt Gründer sollten aktiv den Kontakt zu uns suchen, über Veranstaltungen oder über gemeinsame Kontakte in entsprechenden Netzwerken wie LinkedIn oder Xing. Wir Partner und unsere Kollegen aus dem Investment-Team sind viel unterwegs und auf allen größeren Events anzutreffen. Bei der ersten Kontaktaufnahme ist eine kurze Beschreibung des Geschäftsmodells, des Marktes und des Teams sehr hilfreich. Super sind auch erste Zahlen zur Traction, oder ein erster Prototyp.

Startup Stuttgart: Wonach schaut ihr denn genau bei euren Beteiligungen?

Uwe:  Zunächst schauen wir natürlich auf das Geschäftsmodell, aber vor allem auf das Team. Hier kommt es auf die Zusammensetzung, Kompetenzen und vor allem die Ambition an. Es müssen alle an einem Strang ziehen und idealerweise ergänzen sich die Gründer komplementär in ihren Bereichen. Natürlich kommt für uns als Investor da auch immer die berühmte Wellenlänge dazu. Wenn wir uns entscheiden zu investieren, dann gehen wir einen langen und intensiven Weg zusammen und da muss die Chemie stimmen. Das ist natürlich beidseitig so.

Startup Stuttgart: Wollt ihr immer gleich ein skalierendes Modell sehen, dass in kürzester Zeit deutliche Millionenumätze zeigt oder seid ihr auch bereit in ein langsam wachsendes Startup zu investieren?

Uwe: Einer unserer Kernwerte ist das Ziel, nachhaltige Unternehmen aufzubauen. Das entspricht auch unserem operativen Ansatz, bei dem wir die Unternehmen aktiv dabei unterstützen von Beginn an ein nachhaltiges und gesundes Wachstum zu ermöglichen. Mit dem richtigen Setup kann ein Unternehmen so natürlich trotzdem bzw. gerade deshalb schnell skalieren. 

Startup Stuttgart: Vielen Dank und jetzt hoffen auf viele gute Investments hier in der Region.

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Follow-up Gründergrillen #51

Unser 51. Gründergrillen war ein fulminanter Abschluss nach einem ereignisreichen Tag bei „IHK gründet“:

Danke an alle für eure hervorragenden Pitches und ein großes Dank an unseren Sponsor IHK:

Hier die Pitches vom 12.05.2017:

Christoph Weingärtner – christoph@moni.ai – Pimp your business with AI – Sucht: Partner

Philipp Stickel – Philipp.stickel@gmail.com – Woodlets, WordPress – Sucht: Tester

Sebastian Daus – Sebastian.daus90@gmail.com – Digitalisierung, Recycling, Fashion – Sucht: Industrieexpertise, Entwickler, Seed Funding

Krustantin Neumann – kn@ecovativ.com – essbarer Strohhalm – Sucht: Investor

Jonas Bolduan – jonasbolduan@aol.com – Foodsharing Café “Raupe Immersatt” – Sucht: Location für Café

Lukas von Kirchbach – l.v.kirchbach@gmail.com – App-Entwicklung – Sucht: Start-ups

Marina Selezneva – m. selezneva@me.com – Videocut Model – Sucht: Unternehmer, die Videos für ihre Produkte drehen

 

Wir freuen uns euch alle beim Gründergrillen unterwegs #52 am 01.06.2017 bei CODE_n zu sehen!

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Ministerpräsident Kretschmann: „Die Startupszene muss sichtbarer werden“

Vor rund 6 Woche reiste eine Delegation mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut nach Israel, um mehr über die „Startup Nation Israel“ zu erfahren. Darüber wurde auch in diversen Medien berichtet. Wir von Startup Stuttgart wollten nun  vom MP erfahren, welche Eindrücke er mitgenommen hat und was er daraus für sich und Baden-Württemberg ableitet.

 

Startup Stuttgart: Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Kretschmann, Sie waren bereits 2015 im Silicon Valley um sich ein Bild von einer etablierten Startup-Szene zu machen. Welche Unterschiede haben Sie zwischen den Startup Ökosystemen in Israel und in Kalifornien wahrgenommen?

MP: Es gibt Ähnlichkeiten, so etwa die Kreativität der vielen gründungswilligen und hoch qualifizierten jungen Menschen sowie ihren Glauben an sich selbst. Unterschiede sehe ich in der starken Rolle großer und etablierter Unternehmen im Silicon Valley, den privaten Investoren und dem Imagefaktor Kalifornien, in Israel dagegen bei der wichtigen Rolle des Militärs bei der Anwendung technologischen Wissens und insgesamt auch des Staates bei der Hege und Pflege der Start-up-Szene. Und auch wenn ich den besonderen israelischen Gründerspirit bewundere, sind sich nach meinem Eindruck Israelis und wir kulturell doch sehr ähnlich. Ich sehe deshalb, aber auch wegen der geographischen Nähe, ein großes Potenzial für Zusammenarbeit zwischen israelischen und baden-württembergischen Unternehmen.

 

Ministerpräsident Kretschmann und Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut (Bild: Staatsministerium Baden-Württemberg)

Startup Stuttgart: Wenn wir auf das Startup Ökosystem BW schauen, welche Erkenntnisse haben Sie aus der Reise aus Israel mitgenommen?

MP: Die Start-up-Szene in Baden-Württemberg muss sichtbarer werden. In Israel können Sie in ein Taxi steigen und der Fahrer erzählt Ihnen stolz, dass ein israelisches Start-up gerade einen lukrativen Exit mit einem internationalen Investor vereinbart hat.

Das wird öffentlich diskutiert. Und weil die Israelis so gut vernetzt sind, aber auch flexibel in dem, womit sie ihren Lebensunterhalt verdienen, kann es sein, dass der Taxifahrer entweder selbst Aktien bei dem Start-up hat oder eine Schwägerin das Start-up mitgegründet hat.

Meine zweite Erkenntnis: Die Start-up-Szene ist sehr schnelllebig, gerade im Zeitalter der Digitalisierung. Und trotzdem braucht es Zeit, bis ein Start-up-Ökosystem mit der dazu gehörenden Venture-Capital-Szene eine gewisse Reife entwickelt hat.

Und die dritte Erkenntnis: Es ist schön, eine lebendige Start-up-Szene zu haben. Aber in Israel beobachte ich schon eine gewisse Einseitigkeit. Es gibt dort zum einen nicht so viele große oder etablierte Unternehmen, die auf der Investorenseite stehen. Viele internationale Investoren tätigen daher Aufkäufe in Israel, um dort eigene Forschungsstandorte aufzubauen. Zum anderen konzentriert sich dort heute nahezu alles auf Software.

Gerade als baden-württembergischer Ministerpräsident ist es mir ein Anliegen, dass unsere Wirtschaft auch mit intelligenter Hardware punktet, denn dort liegen unsere Stärken. Ich weiß aber auch: Ein erfolgreiches Start-up mit sprichwörtlich greifbaren Produkten aufzubauen und zu internationalisieren, dauert länger, als ein reines Software-Start-up aufzubauen. Das ist aus meiner Sicht die Königsdisziplin, in der wir in Baden-Württemberg erfolgreich sein wollen.

Vertreter der Stuttgarter Startup Szene mit Wirtschaftsministerin Nicole Hoffemeister-Kraut In Israel (Winfried Richter, Adrian Thoma, Alec Rauschenbusch, Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut, Christoph Röscher, Arndt Upfold)

Startup Stuttgart: Im Koalitionsvertrag der Landesregierung steht auf der Seite zwei als Zielsetzung „Wir werden Baden-Württemberg zur dynamischsten Gründerregion Europas machen.“ Es gibt Kritiker die bemängeln, dass bisher kaum etwas aus der Politik zu spüren ist, um dieses wichtige Ziel zu erreichen. Was würden Sie darauf erwidern und was wir die Landesregierung bis Ende des Jahre noch in die Wege leiten, um diesem Ziel näher zu kommen?

MP: Am 14. Juli 2017 werden Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut und ich gemeinsam den Start-up-Gipfel 2017 eröffnen. Hier wird die neue Gründungsoffensive der Landesregierung vorgestellt. Wir in BW sind ein wichtiger Standort für B-to-B-Gründungen. Auf der Landesmesse Stuttgart, dort findet der Start-up-Gipfel statt, können Start-ups dann auf etablierte Firmen treffen und sich vernetzen. Das müssen wir ausbauen. Hier sehe ich viele Chancen: Für junge Unternehmerinnen und Unternehmer mit guten Ideen und für die Firmen, neue Produkte oder Geschäftsmodelle zu bekommen.

Schwerpunkt des Start-up-Gipfels wird die Präsentation der neun regionalen Start-up-Ökosysteme im Land sein. Wir haben nämlich aktive Gründerszenen nicht nur in Stuttgart, sondern etwa auch in Mannheim, in Karlsruhe und in Freiburg. Die müssen bekannter werden und sich untereinander vernetzen. Hier ist auch politische Unterstützung nötig, so wie wir dies bei der Förderung von Existenzgründungen ja bereits erfolgreich machen. Wir sind hier durchaus im Bundesgebiet an der Spitze.

Startup Stuttgart: Die blühende Gründerszene mit mehr als 5000 Startups in Israel wurde gezielt entwickelt und wäre ohne staatliche Finanzierung nicht entstanden. BW steht finanziell stärker da (BIP/Person) als Israel, warum haben wir dann noch immer keine vergleichbare Förderung von Startups? Konkret – wann bekommt BW einen staatlichen Wagniskapitalfond mit mindestens 100 Millionen Euro?

MP: Das ist kein einfaches Thema. Wir wollen den Landeshaushalt konsolidieren und müssen die Schuldenbremse einhalten. Ich sehe aber auch, dass junge Gründerinnen und Gründer Risikokapital brauchen. Hier müssen wir noch weiter prüfen, was möglich ist.

Startup Stuttgart: BW profitiert von den erfolgreichen Konzernen und dem breiten Mittelstand. Auf der anderen Seite werde viele Talente von den Firmen „aufgesaugt“. Was plant die Landesregierung, um vor allem Studenten mehr Lust auf Gründung zu machen, um damit die Gründerquote zu erhöhen?

MP: Das ist sicher ein längerer Weg. Ganz wichtig ist es hier, das Thema an den Hochschulen stärker in den Fokus zu nehmen, etwa mit entsprechenden Unterstützungsangeboten und Kooperationen zwischen den Hochschulen. Das KIT ist da meines Erachtens schon recht gut aufgestellt. Insgesamt müssen wir die verbreitete Mentalität „Ich darf nicht scheitern“ langsam ändern. Am schnellsten ginge dies, wenn die Wirtschaft nicht so gut liefe – aber das wünschen wir uns ja natürlich nicht!

Startup Stuttgart: Am 14.07 wird es den von Ihnen erwähnten Startup- Gipfel BW auf der Landesmesse geben. Was ist ihre Erwartungshaltung an diese Veranstaltung?

MP: Ich erhoffe mir, dass die Wahrnehmung BWs als Gründerland in Deutschland deutlich erhöht wird. Wir sind nämlich viel besser als viele denken! In Israel halten die Experten BW für viel interessanter als Berlin – weil wir der Industriestandort Nr. 1 in Deutschland sind.

Startup Stuttgart: Wenn wir uns in zwei Jahren wieder sehen – was wird sich bis dahin im Startup Ökosystem BW getan haben. Wofür wird die Region dann international bekannt sein?

MP: Ich glaube, dass der Hype um Berlin eher abnehmen wird und BW auch in der nationalen und internationalen Venture Capital-Szene bekannter sein wird.

Startup Stuttgart: Wenn Sie die lokale Szene in Stuttgart mal erleben möchten, laden wir sind herzlich zu einem unserer Gründergrillen in Stuttgart ein. Wir würden uns freuen, Sie dort mal begrüßen zu dürfen. Vielen Dank für das Interview Herr Ministerpräsident.

MP: Ich werde schauen, ob wir einen Termin finden!

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Follow-up Gründergrillen #50

Unser 50. Gründergrillen war ein voller Erfolg:

Super Pitches – nette Leute zum Netzwerken – neue Gesichter – bekannte Gesichter – ein toller Sponsor!

Danke an alle für eure hervorragenden Pitches und ein großes Dank an unseren Sponsor:

Hier die Pitches vom 25.04.2017:

Tom Dahlström – mail@kvib.de – Kvib – Sucht : Gastronomen

Lukas Stopczynski – design@2-7.atdesign@2-7.at – Blödsinn 4Business – Sucht : Bis 2020 nichts

Thomas Poschen – thomas@mauzundwauz.com – Tierfutter & Überraschungsboxen – Sucht : Kunden

Rolf Warnecke – rolf.warnecke@q4u.digital – Beratung zur App-Erstellung – Sucht: Kunden & Interessierte

Marius Hirsch – m.hirsch@make-it-tangible.de – Urlaubsplanung für Gruppen per App

Daniel Basic – daniel@palmensaft.de – Kokoswasser – Sucht: Crowdfunding

Stefan Gogel – gogel@startup-you.de – Studentenvermittlung – Sucht: Studenten, Start-ups

Fabian Popp – fabian.popp@vaext.org – växt-Kickstarter – Sucht : Kickstarter / Supporter

(https://www.kickstarter.com/projects/1943002471/vaxt-der-grune-daumen-fur-dein-zuhause)

Cornelius Herzog – herzog@manfix-films.de – Eventmedia/Filmproduktion – Sucht : Supporter & Kontakte

Jens Heinrich – heinrich@naise-solutions.com – Indoor Navigation für die Industrie – Sucht : Pilotkunden, Hardware-Startups

Britta Bauer – kontakt@britta-bauer.de – Wirtschaftsastrologie – Sucht : Kontakte zu STB, Unternehmensberater

Manuell Rapp – m.rapp@azubiversum.de – Beratung mit einem Klick, Recruiting mit einem Klick – Sucht: Investoren/App-Entwickler

Christian Dittrich – christian.dittrich@creatale.de – Werbespiele – Sucht : Interessenten

Julian Eisenschmidt – julian.eisenschmidt@gmail.com – Projekt Pro Rennwagen – Sucht : Investoren/Studenten/Kooperationspartner

 

Wir freuen uns euch alle beim Gründergrillen #51 am 12.05.2017 zu sehen!

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Interview mit eMovements und was man mit 500.000 EUR anstellt

Im November 2016 hatten wir schon einmal über eMovements berichtet (ganzes Interview hier). Das Startup aus Stuttgart hat es sich zum Ziel gemacht mit ihrem eRollator ello Senioren im Alltag eine bessere Lebensqualität und mehr Selbstständigkeit zu ermöglichen. Seit unserem letzten Gespräch hat sich bei dem schwäbischen Startup einiges getan, unter anderem hat ein Business Angel eine Investition von 500.000€ getätigt! Wir haben uns mit Benjamin Rudolph, neben Matthias Geertsema und Max Keßler einer der drei Gründer, darüber unterhalten, was das für eMovements bedeutet.

Wofür braucht ihr das Geld und wird das in absehbarer Zeit die letzte externe Finanzspritze sein?

Benjamin: Das zusätzliche Kapital kommt wie gerufen. Wir können damit die nötigen Materialien beschaffen, um die Serienproduktion des E-Rollators ello in Gang zu setzen. Somit ist eMovements finanziell gut aufgestellt. Eine weitere Kapitalerhöhung ist erstmal nicht geplant.

Dürft ihr etwas mehr über den Angel sagen?

Ja, einige Details kann ich verraten (lacht). Die 500 000 Euro haben wir von einem Investor erhalten, der einen mittelständischen Betrieb in der Nähe von Stuttgart führt. Er passt ganz gut zu uns, da er selbst auch einen technischen Background hat. Nun, vielmehr kann ich allerdings leider nicht erzählen.

Bereits vor der Angel-Investition war eMovements schon sehr erfolgreich in der Findung von Investoren. Stichwort Crowdinvesting, Finanzierung aus Landes-, Bundes-, und EO-Mitteln sowie das Accelerator-Programm :agile des EON-Konzerns. Habt ihr Tipps für andere Startups was die Investorensuche betrifft?

Masse statt Klasse! Nach diesem Prinzip haben wir Investoren gefunden, die zu eMovements passen. Ich denke den Ausschlag haben unser super Pitchdeck und der OnePager gegeben. Den sollten Gründer bei jeder Gelegenheit verteilen.

Je nach Projekt kann man auch über eine Schwarmfinanzierung nachdenken. Allerdings bedarf es schon etwas Aufwand, um eine erfolgreiche Crowdinvesting-Kampagne zu planen. Ein wichtiges Learning: Es lohnt sich viel Arbeit zu in das Kampagnenvideo zu investieren.

Team von eMovements

Im Sommer plant ihr den Elektro-Rollator in einer kleinen Erstauflage auf den Markt zu bringen. Klappt das noch? Was sind dann eure nächsten Milestones für das Jahr 2017?

Ja, wir tun alles dafür, um den ello rechtzeitig ausliefern zu können. So haben wir inzwischen alle Teile in entsprechender Stückzahl bestellt und arbeiten aktuell an der „Zulassung“. Das heißt wir werden in den kommenden Monaten die Konformität erklären, dann geht es los. Unsere vielen Vorbestellungen abzuarbeiten wird im zweiten Halbjahr 2017 ein Kraftakt. Wir sind aber optimistisch, dass uns wir die Nachfrage bedienen können.

Bei unserem letzten Gespräch haben bereits kurz über die Finanzierung für die Rollatoren gesprochen. Euer Produkt ist kein Schnäppchen für die Senioren, die Rente heute häufig knapp. Seht ihr hier Probleme für eure Markteinführung?

Klar, ello ist kein Rollator des Schnäppchensegments. Die Entscheidung für einen höheren Preis haben wir aber bewusst so getroffen. Kunden sind bereit für mehr Lebensqualität Geld auszugeben, so die bisherigen Rückmeldungen. Der Trend zu mehr Mobilität im Alter hilft uns natürlich dabei und auch der eBike-Boom tut sein Übriges. Neben dem Barkauf planen wir auch eine Alternative anzubieten.

In Zusammenarbeit mit der Hanseatic Bank werden Interessenten den ello für 50 bis 80 Euro monatlich finanzieren können. Somit können sich auch Leute unseren E-Rollator leisten, die nicht alles auf einmal bezahlen können.

Plant ihr für die Zukunft neben den Märkten Deutschland, Österreich und Schweiz auch weitere Märkte anzugehen? Vielleicht Japan, die müssen sich immerhin mit einer immensen demographischen Alterung auseinandersetzen?

Nein, konkrete Pläne gibt es dazu noch nicht. Natürlich ist der asiatische Markt grundsätzlich spannend und wird von uns beobachtet. Allerdings ist für ein deutsches Unternehmen ungleich schwerer dort Fuß zu fassen. Deswegen konzentrieren wir uns zunächst auf unseren Heimatmarkt samt der genannten Nachbarländer.

Es gibt immer wieder Diskussionen in der Szene über die „Bedingungen“ für Startups in Stuttgart.Was sind eurer Erfahrungen bisher, würdet ihr wieder in Stuttgart gründen, bzw. in Stuttgart bleiben?

Ja, uns gefällt es in Stuttgart gut – aus mehreren Gründen:

Startup-Förderungen wie EXIST, Junge Innovatoren und der Innovationsgutschein BW sowie Netzwerkevents sprechen für den Standort. Und auch die IHK vor Ort bietet jede Menge Unterstützung wenn es um Patent- und Markenrecherchen geht.

Allerdings hat Stuttgart bezogen auf Verfügbarkeit von Personal, kreativen Köpfen und Investoren im Vergleich zu Berlin & Co. noch Nachholbedarf. Schließlich überlegt man es sich bei der hiesigen Arbeitsplatzsituation gut, ob man in ein Startup geht.

Derzeit gibt es einiges an Bewegung in der Startup Szene in Baden-Württemberg u.a. hat die Landesregierung das Thema höher auf die Agenda geschoben. Am 14. Juli wird es den Startup-Gipfel BW  geben, was würdet ihr dort dem Ministerpräsidenten und der Wirtschaftsministerin sagen, mit dem Ziel die Bedingungen für Gründer wie euch zu verbessern/ erleichtern?

Wir von eMovements können uns über fehlende Unterstützung kaum beklagen. Erst kürzlich hatten wir den Demografiebeauftragten des Landes bei uns. Aber natürlich gibt es immer Verbesserungspotenzial. Schön wäre beispielsweise, wenn sich Land und Städte mehr Startup-Lösungen bedienen. Bei Ausschreibungen hat man gegen große Unternehmen kaum Chancen. Zudem fände ich es gut, wenn das Land öfter mit „Erfindungen“ aus dem Ländle etwa mit deutschlandweiten Werbekampagnen präsentiert.

Zum Schluss, sucht ihr aktuell Mitarbeiter? Wer soll sich bei euch melden?

Ja. Im Bereich Software-Entwicklung könnten wir noch Unterstützung gebrauchen und freuen uns über Bewerbungen. Klarer Vorteil bei eMovements: Anstelle eines normalen 9to5-Jobs erwartet künftige Mitarbeiter eine erfrischende Startup-Atmosphäre. Ansonsten sind wir aktuell mit Ingenieuren, Produktdesignern, Vertrieb und Marketing recht gut aufgestellt.

Danke für das Interview und wir hoffen euch mal auf dem Gründergrillen in der Schankstelle zu sehen und drücken euch die Daumen für die Markteinführung!

Selbstverständlich, wir freuen uns! Danke für die spannenden Fragen.

Das Interview führte Franziska Müller von Startup Stuttgart e.V.

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Hochschule der Medien: Neues Programm für Gründungen aus der Kreativwirtschaft

Das Start-up-Center der Hochschule der Medien (HdM) bietet ein neues Qualifizierungsprogramm für Gründer/innen und junge Unternehmen aus der Kreativwirtschaft an: Die „Sandbox“. Das Programm startet Anfang August. In der Sandbox entwickeln die Teilnehmer neue Geschäftsmodelle, stärken ihr unternehmerisches Wissen, erhalten Hilfestellungen zur Marktpositionierung und zum Aufbau eines eigenen Netzwerks.

Mehr Informationen gibt es hier:

https://startupcenter-stuttgart.de/sandbox/

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2. Gründergrillen 2017

Was für ein tolles 2. Gründergrillen!

Das super Wetter konnte sich eins zu eins in den tollen Pitches wiederfinden! Danke, dass ihr alle da wart!

Pitches im März:

Rainer Kurz – info@jobs-fuer-fluchtlinge.de – Jobs für Flüchtlinge – Sucht: Ehrenamtliche

Samil Yaruz – s.yaruz@adelstrachten.de – Online Marketing – Sucht: SEO

Christoph Weingärnter – christoph@moni.ai – Artificial Intelligence – Sucht: Vertriebler

Julian Eisenschmidt – julian.eisenschmidt@gmail.com – Projekt PROA Rennwagen – Sucht: Masterstudent

Rolf Warnecke – rolf.warnecke@q4u.digital – Office, Excel, Powerpoint – Sucht: Beta-Tester

Stefan Gogel – gogel@startup-you.de – Studentenvermittlung – Sucht: Studenten, Start-ups

Waldemar Wall – w.wall@azubiversum.de – App, Ausbildung – Sucht: Investoren, Geld

Marius Hirsch – m.hirsch@make-it-tangible.de – Planung, Zeitmanagement, Urlaub, Matching – Sucht: App-Programmierer, Vertriebler

Thomas Henning – henning@6V12.de – Design, Branding – Sucht: Kunden

Albert Groz – groz@truphysics.com – Robotik, Machine Learning – Sucht: Investoren, Technologiepartner

Swjatoslav Cicer – s.cicer@netwaechter.de – IT Security – Sucht: Partner, Student Marketing

Michael Reutter – Michael.reutter@aucobo.de – Industrie 4.0, smart production – Sucht: Praktikant Marketing

Wir freuen uns auf das nächste Gründergrillen am 25.4 in der Schankstelle mit euch!

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Last call! Elevator Pitch BW am 07.04.2017 in Böblingen

Am 07. April findet in Böblingen der zehnte Regional Cup der landesweiten Wettbewerbsrunde Elevator Pitch BW statt. Der Regional Cup Böblingen ist Teil der Gründerveranstaltung start.me.up, die in den Räumlichkeiten der IBM in Ehningen stattfindet. Bei start.me.up erwartet Euch ein umfangreiches Informationsprogramm rund um das Thema Gründung. Beim Elevator Pitch habt Ihr die Möglichkeit, Eure Geschäftsidee, Euer neu gegründetes Unternehmen oder Startup auf der Bühne innerhalb von drei Minuten vor der Jury vorzustellen. Außerdem habt Ihr die Gelegenheit andere Gründer kennen zu lernen und Euch mit der lokalen Gründerszene zu vernetzen.

Auf die Gewinner des Elevator Pitch BW Regional Cup Böblingen warten attraktive Geldpreise, die von der L-Bank zur Verfügung gestellt werden und der Sieger zieht ins Landesfinale am 01. Juni 2017 in Stuttgart ein. Hier messen sich alle Sieger der regionalen Vorentscheide und es wird das beste Gründerteam des Landes gekürt.

Seid dabei, beim Regional Cup Böblingen und bei start.me.up! Bitte beachtet den Anmeldeschluss für den Elevator Pitch: 31. März – 12:00 Uhr

Jetzt bewerben: Elevator Pitch BW Regional Cup Böblingen

Anmeldung für start.me.up

Seid dabei – Mitmachen lohnt sich!

Der Elevator Pitch BW ist eine Veranstaltung der Initiative für Existenzgründungen und Unternehmensnachfolge (ifex) des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg. Die Preisgelder werden von der L-Bank gesponsert.
Hier findet Ihr weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe Elevator Pitch BW:
web: www.elevatorpitch-bw.de
facebook: www.facebook.com/elevatorpitchbw
twitter: www.twitter.com/ElevatorPitchBW
YouTube: www.youtube.com/user/ElevatorPitchBW

Weitere Informationen zum Veranstalter findet Ihr hier:
Ministerium für Arbeit, Wirtschaft und Wohnungsbau: www.wm.baden-wuerttemberg.de
Initiative für Existenzgründungen und Unternehmensnachfolge: www.gruendung-bw.de
L-Bank: www.l-bank.de

 

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Startup Weekend Reutlingen 10-12.03.2017

Ein Wochenende – viele Ideen

Gründer treffen sich im März an der Hochschule Reutlingen

Eine Geschäftsidee innerhalb von  54 Stunden entwickeln – das ist erklärtes Ziel des Formats Startup Weekend. Wie bereits zuvor im Jahr 2014 hat sich dieses Jahr ein Organisationsteam aus Freiwilligen zusammengefunden, das diese Veranstaltung nach Reutlingen bringt. Vom 10. bis 12. März bieten sie für Gründungsinteressierte jeglichen Hintergrunds den Rahmen, um Gleichgesinnte zu treffen und dabei fokussiert sowie begleitet von Mentoren ihre Ideen zur Geschäftsreife zu entwickeln. Das Team, das am Sonntagabend eine Jury erfolgreich von seiner Idee überzeugt, darf sich über einen Preis freuen. Michael und Tobias von Startup Stuttgart werden als Mentor bzw. Juror auch vor Ort sein.

Die Veranstaltung findet in den Räumen der Hochschule Reutlingen statt. Weitere Information und Anmeldung unter:

http://www.up.co/communities/germany/reutlingen/startup-weekend/10377

Kontakt: rtstartupweekend@gmail.com

Sponsoren: Bosch, Stadt Reutlingen, Hochschule Reutlingen, wexelwirken, mymuesli und stattys

 

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Kunstflug-Manöver für den RC Helikopter lernen – AVIrem im Kurzportrait

Mit AVIrem wollen Ulrich Beyle und Patrick Zajonc Piloten von ferngesteuerten Hubschraubern und Flugzeugen Kunstflug beibringen, ohne eine Vielzahl der teuren Fluggeräte zu Schrott zu fliegen. Dafür haben sie eine motorisierte Fernsteuerung (StickMover) erfunden. Mit der zugehörigen Software können die Piloten die Kunstflugfiguren direkt am Rechner üben und die Feinmotorik erlernen. Wir haben uns das von Ulrich Beyle genauer erklären lassen.

 

Wo habt ihr Euch kennengelernt und wie kam es, dass ihr zusammen ein Firma gegründet habt?

Wir kennen uns schon etwas länger. Ich war glaube damals 18 Jahre und Patrick nur unmerklich älter, als er die Treppen zu unserem Gewölbekeller runter stieg um gemeinsam historischen Schwertkampf zu trainieren, natürlich noch mit anderen. Nach ein paar Jahren der gemeinsamen Auftritten in historischen Gewändern rief er mich eines Tages an und erzählt mir von der Idee der “Lehreinheit” wie er den StickMover bzw. die Holzschachtel damals noch nannte.

Wir wussten von früher, dass wir sehr gut miteinander konnten und unsere Gedanken auch in den gleichen Bahnen laufen. Manchmal ist es erschreckend, erleichtert aber die Kommunikation ungemein. Nach einem weiteren halben Jahr Protoypenentwicklung sowie unzähligen Tests mit verschiedenen Kameras haben wir uns entschlossen, eine Firma zu gründen und unser Produkt selbstständig auf den Markt zu bringen.

 

Was macht AVIrem und wen möchtet ihr damit erreichen?

Wir stellen den StickMover her. Dieser dient Piloten im RC (Remote Control) Bereich Figuren und Manöver zu erlernen. Seien es waghalsige 3D Flüge mit dem Heli oder Flächenmodellen oder Flüge mit FPV Quadcoptern oder Multicoptern. Wer mit einem RC Modell abheben und landen kann und gerne mehr können würde ist unser Publikum.

Mit AVIrem werden Manöver direkt am PC „vorgeflogen“ und können so einfach erlernt werden.

 

 

Wie ist Euer Hintergrund und woher kommen die Kontakte zur RC Welt?

Patrick hat schon Jahre vor der Gründung RC Flug betrieben. Hauptsächlich mit Helikoptern. Er kam genau zu dem Problem vor dem fast jeder Pilot einmal steht. Er sieht einen Flugmanöver und denkt. “Geil, will ich auch können!” Auf die Frage wie das geht an den Piloten kommt meist leider nur ein Schulterzucken und eine wage Aussage wie, “…bisschen hier kommen lassen, dann da nach steuern und oben dann voll rüber reissen…” Wir sprechen hier über Aktionen die in Millisekunden angesteuert werden. Ein Fehler und das Model liegt im Acker und 100-600 € sind futsch.

 

Von der Idee zum fertigen Produkt war es ein langer weg, mit welchen Herausforderungen hattet ihr zu tun?

Mit viel. Da Patrick aus der IT kommt und ich aus dem medialen Bereich konnten wir diese Punkte schon mal sehr gut abdecken. Er war außerdem ja noch Erfinder, Bastler, und RC Kenner. Bei mir kamen die Eigenschaften wie Business, Design und Usability hinzu. Schwierigkeiten hatten wir trotzdem, gerade das Thema Spritzguss. Dass es nicht günstig wird war uns recht schnell klar, dass wir dort Hilfe brauchen ebenfalls. So kam es, dass wir uns bei Nico Niewind (Turnier Pilot seit er 6 Jahre alt ist und ein bekannte Größe der RC Szene) sowie dessen Vater (ehemaliger RC Pilot und CAD Ingenieur) trafen um unsere “Vesperbox” – sie sah leider wirklich so aus – zu optimieren, aufzupolieren und für RC Piloten anzupassen.

Prototypen – von der „Lehreinheit“ über die „Vesperbox“ zum fertigen Produkt.

 

 

In Eurem Beraterkreis sind auch Profi Piloten, wie waren die Reaktionen auf die ersten Prototypen und wie arbeitet ihr zusammen?

Nico und sein Vater waren sofort Feuer und Flamme, auch die Reaktion von anderen Piloten den wir unser Gerät vorgestellt haben und die ja die AVIskills – also die “nachfühlbaren” Videos einfliegen war schlichtweg Begeisterung. Klar gab es auch kritische Stimmen von Beta Testern. So hatten wir zum Beispiel einen sehr guten Piloten aus Stuttgart, der meinte: “Die Idee ist super, aber mir bringt sie gar nichts. Ich kann schon alles. Hättet ihr damit nicht vor ein paar Jahren kommen können, dann hätte ich viele Stunden am Simulator sparen können.”  Ganz erspart hätte er sie sich nicht unbedingt, aber seine Lernkurve wäre um einiges steiler gewesen.

 

Hardware ist immer mit Investitionskosten verbunden, wie habt ihr die lange Entwicklungszeit finanziert?

Das war recht Lustig. Wir schrieben einen Businessplan, Präsentation, Hochrechnungen usw. Diese gaben wir unseren Verwandten und Freunden eigentlich zum Korrekturlesen. Als Antwort haben wir dann gehört: “Seite 3, Absatz 2 da fehlt ein Komma und ich bin mit X% dabei.” Wir mussten also gar nicht an die breite Öffentlichkeit gehen, sondern sind nun in einer Firma mit sehr entspannten Investoren. Natürlich geht es denen am Ende auch um Geld, aber das ist ja auch gut so. Von der Dauer haben wir ein wenig länger gebraucht als gedacht. 3,5 statt einem Jahr.

 

Aktuell läuft die Kickstarter Kampagne, wie geht es bei erfolgreichem Funding weiter?

Die Kickstarter Kampagne machen wir hauptsächlich um den Spritzguss zu bezahlen und das Produkt auf den Markt zu bekommen,

Dann werden erstmal die Spritzgusswerkzeuge produziert und es gehen die ersten 1.000 Stück in die Fertigung. Wenn alles gut läuft werden wir auch nach der Kampagne weiter verkaufen und uns an die Entwicklung des StickMovers 2 machen können. Die Pläne dazu liegen schon in der Schublade, alleine Zeit und ein Budget fehlt aktuell.

 

Aktuell läuft die Kickstarter Kampagne für die Produktion der ersten Serie.

 

Was sind Eure Ziele für AVIrem? Kommen neben RC Helikoptern und Flugzeugen weitere Anwendungen hinzu?

Jup. Drohnen, Multicopter, FPV, Paraglider… eigentlich alles was fliegt und ferngesteuert ist. Wir werden weiterhin die besten Piloten einfliegen lassen und das Lernen für den normalen Piloten erleichtern. Vielleicht erlebt das Hobby RC Flug durch uns eine kleine Renaissance.

 

Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg mit der Kampagne!

 

AVIrem im StartupSpot

Das Spot-Profil von AVIrem.

Zwei alte Kumpel hatten eine großartige Idee… so fangen viele erfolgreiche Gründungsgeschichten an. Die StickMover-Story geht so ähnlich. Zunächst hatte Patrick Zajonc die zündende Idee. Als Computer-Experte und langjähriger Hobby-Modellflieger schaute er eines Tages mal wieder einem echten Modellflug-Profi zu, wie er waghalsige Figuren flog. Patricks großer Wunsch: So möchte er eines Tages auch fliegen können. Patrick probierte alles aus. Er versuchte es mit einem Buch. “Ich habe bald gemerkt, dass ich die Verbindung zwischen dem Buch und meinen Fingern nicht hinkriege.“ Auch mit einem Video klappte es nicht wirklich. „Du kannst deine Aufmerksamkeit nicht zwischen Auge und Hand aufteilen – die Schwierigkeit ist, beides zusammenzubringen.“ Zu dieser Zeit lernte Patricks kleiner Sohn gerade, seinen Namen zu schreiben. „Ich habe gesehen, wie er den Stift hielt und wusste plötzlich, was zu tun war. Du wirst nie etwas durch Zuschauen lernen – du musst es selbst tun.“ Seit diesem Moment vor vier Jahren fing Patrick an, über seiner Erfindung zu tüfteln. Bald holte er sich Unterstützung dazu und fragte seinen alten Freund Ulrich F. Beyle, ob er mitmachen will. Er wollte und steuert seitdem seine Kompetenz im Bereich Medien, Design und Business bei.


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