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10 Fragen an eMovements

Diese Woche haben wir unsere 10 Fragen an das Team von eMovements gestellt, die mit ihrem eRollator im Sommer 2014 u.a. das erste Landesfinale des Elevator Pitch BW gewonnen haben (damals noch unter dem Name e-buddy).

Wer seid ihr und welches Produkt oder Dienstleistung bietet ihr an?

eMovements entwickelt Mobilitätslösungen für Übermorgen. Unser erstes Produkt ist der eRollator, der Rollator der Zukunft. Er erweitert mit zwei eAntrieben die Mobilität des Nutzers. Eine umfassende Beleuchtung und die intelligente eBremse erfüllen den Sicherheitswunsch des Kunden.

Seit wann gibt es eMovements als Unternehmen und wie seid ihr auf die Gründungsidee gekommen?

Die Idee entstand schon 2012, als die Oma eines Gründers ein solches Produkt benötigt hätte. Zusammen mit dem aufkommenden Trend der eMobility wurde begonnen, erste Prototypen zu bauen und zu testen. Seit 2014 wird das Projekt durch uns drei Gründern Max Keßler, Matthias Geertsema und Benjamin Rudolph in Vollzeit vorangetrieben.

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Was habt ihr vorher gemacht und wie habt ihr als Team zusammen gefunden?

Max und Matthias kannten sich bereits von einer gemeinsamen Exkursion während des Studiums. Unseren dritten Mitgründer Benjamin haben wir gezielt gesucht und auf einem Startup-Speed-Dating gefunden.

Was waren bei der Umsetzung von eMovements bisher die größten Herausforderungen?

Bei der Entwicklung und Vermarktung des eRollators sind vor allem die Themen Usability, Zulassung und Finanzierung anspruchsvoll. Es erfordert viel Erfahrung und zahlreiche Tests, um ein Produkt zu entwickeln, was gerne und einfach von älteren Menschen benutzt werden kann, da diese z.T. andere Anforderungen haben als eine jüngere Zielgruppe. Als Medizinprodukt muss der eRollator eine entsprechende Zulassung haben, was ein aufwendiges und kostenintensives Verfahren bedeutet. Schließlich ist ein Serienanlauf mit hohen Investitionskosten verbunden. Hierfür sind wir aktuell auf Kapitalsuche und werden in den kommenden Wochen an einigen Investoren-Events teilnehmen.

Im Juli 2014 habt ihr ja die erste Runde des Elevator Pitch BW gewonnen. Was hatte der Gewinn für Auswirkungen auf eure Idee und was hat sich alles seitdem getan bei euch?

Der Gewinn war ein wichtiger Meilenstein und hat uns neben viel Aufmerksamkeit in der Presse auch Selbstvertrauen in unsere Idee und das Produkt gegeben. Im Nachgang mussten wir das Produkt allerdings noch deutlich abändern, damit es von der Zielgruppe auch akzeptiert wird und einfach benutzt werden kann. So ist aus dem damaligen e-buddy, dem Begleiter mit integriertem Tablet-PC und umfangreicher Sensorik, ein eRollator mit echtem Mobilitätsmehrwert sowie einem ausgereiften, intuitiven Bedienkonzept geworden.

Team eMovements

Warum habt ihr euch für Stuttgart als Standort entschieden und nicht wie viele andere junge Unternehmen für Berlin?

Ein Umzug nach Berlin stand für uns nie zur Debatte. Wir haben in Stuttgart studiert und uns hier kennen gelernt. Auch werden wir hier optimal unterstützt, z.B. durch die Universität Stuttgart. Es gibt in der Region zahlreiche Veranstaltungen, auf denen man mit potentiellen Investoren in Kontakt treten kann. Unserer Meinung nach steht einer Unternehmensgründung in Stuttgart nichts entgegen.

Was möchtet ihr Gründern speziell als Tipp mitgeben, wenn sie in Stuttgart (und der Region) gründen möchten?

Wir würden jedem raten, die vorhandenen Netzwerke zu nutzen und möglichst viele Veranstaltungen zu besuchen. Stuttgart hat inzwischen einiges zu bieten. Am besten Mitglied werden im Startup Stuttgart e.V. und Veranstaltungen in der IHK, von Accelerate Stuttgart, vom Startup Campus Stuttgart und vor allem das Gründergrillen besuchen. Wärmstens können wir auch den kostenlosen Service im Informationszentrum im Haus der Wirtschaft empfehlen, wenn es darum geht, Marken und Patente zu recherchieren.

Angenommen ihr hättet die Chance einen Tag lang Bürgermeister von Stuttgart zu sein, was würdet ihr verändern?

Einer von uns würde sofort alles dran setzen eine Stadtmaut einzuführen und die Einnahmen daraus in den ÖPNV investieren. Auch würde er versuchen den Neckar besser zu erschließen. Zusammen würden wir ganz uneigennützig mehr eAufladestationen fördern, an denen eRollatoren jederzeit aufgeladen werden können.

Mit wem würdet ihr gerne einmal essen gehen und warum?

Gerne würden wir mit Herrn Zetsche essen gehen, um uns mit ihm über unsere Unternehmung zu unterhalten. Nicht umsonst titelte die Stuttgarter Nachrichten „Der Mercedes unter den Rollatoren“. Auch würden wir gerne darüber sprechen wie Daimler sich mit Startups noch besser aufstellen könnte. Die Stadtmaut würden wir natürlich nicht erwähnen.

Was sind eure nächsten Ziele mit eMovements und wo seht ihr euch in fünf Jahren mit dem Produkt bzw. Unternehmen?

Wir haben in mehreren Zyklen ein serienreifes Produkt entwickelt, dass wir nun gerne als Firstmover an den Markt bringen möchten. Dazu führen wir im Februar noch zahlreiche Gespräche. Der Markt ist riesig und das Interesse, zu unserem Glück, ebenso. In 5 Jahren wird unser eRollator zum Straßenbild gehören und auf Wunsch mit jeder S-Klasse mit ausgeliefert werden.

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10 Fragen an Marc Lubatsch, Benjamin Rudolph und Jan Zaiser von Lieferix

Diese Woche haben wir unsere 10 Fragen den Jungs von Lieferix gestellt, die mit ihrem Lieferdienst einen besonderen Service für ihre Kunden bieten möchten und vergangenen Freitag auch am DEHOGA-Cup des Elevator Pitch BW teilgenommen haben.
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Wer seid ihr und welches Produkt bietet ihr an?

Wir sind Lieferix. Bei uns sollst du das Essen bestellen können, das am besten zu dir passt. Damit richten wir uns an alle, die darauf achten, was sie essen: Sportler, alle die Diäten machen, alle die auf ihre Figur achten, an Vegetarier, Veganer, alle die auf eine konsequent gesunde und ausgewogene Ernährung achten und alle mit Unverträglichkeiten gegenüber Laktose, Gluten etc. Die Speisen dazu kommen von Restaurants, die selbst keinen Lieferdienst haben.

Seit wann gibt es Euch als Unternehmen und wie seid ihr auf die Gründungsidee gekommen?

Wir drei Gründer Benjamin, Marc und Jan kennen uns schon länger und hatten uns schon lange unabhängig voneinander gefragt, warum es keinen Lieferdienst gibt für uns gibt. Weil wir drei alle auf unsere Ernährung achten. Der eine von uns ist laktoseintolerant, einer ernährt sich low-carb und einer muss auf seinen Cholesterinwert achten.

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Was habt ihr vorher gemacht und wie habt ihr als Team zueinander gefunden?

Zur Zeit der Gründung waren wir drei allesamt Studenten in den unterschiedlichsten Bereichen. Ben absolvierte seinen MBA in Louisville, Jan war mitten in einem Marketingstudiengang und Marc war mitten in seinem Studiengang im Gesundheitsmanagement. Über eine WG haben wir drei uns dann kennengelernt und schnell gemerkt: Die Chemie stimmt und mit den Jungs können wir großes bewirken.

Was waren bei der Umsetzung von Lieferix bisher die größten Herausforderungen?

Wenn in Süddeutschland jemand ankommt und sagt: „Ich mach etwas, das es noch nie gab. Ich hab damit keinen festen Job und bin in einem Jahr vielleicht hochverschuldet“, rennt er damit keine offenen Türen ein. Hier standhaft zu bleiben, für seine Idee zu kämpfen und nicht den Glauben an sich selbst zu verlieren, muss man erst lernen. Wenn man dann allerdings erfolgreich ist und seinen Freunden zeigen kann, dass man in der BUSINESS PUNK steht (ja in der nächsten sind wir mit drin!), merkt man, dass sich alles gelohnt hat.

Der Food-Bereich ist ja sehr vielschichtig und einige Lieferdienste sind schon sehr erfolgreich unterwegs. Wo seht ihr eure Schwerpunkte und Alleinstellungsmerkmal in der Positionierung gegenüber potenziellen Wettbewerbern?

Wir haben zwei konkrete Ansätze, die uns von etablierten Lieferdiensten unterscheiden:
1. Wir liefern von Restaurants, die bisher keinen Lieferdienst haben, da es sich für sie alleine nicht lohnen würde. D.h. wir haben ganz andere Speisen mit einer ganz anderen Qualität.
2. Bei uns finden Kunden über unseren Online-Shop alle Nährstoffangaben zu ihrem Essen. So findet unsere Zielgruppe – also alle, die sich bewusst ernähren – das Essen, das am besten zu ihrer Ernährung passt.

Warum habt ihr Euch für Stuttgart als Standort entschieden und nicht wie viele andere Startups für Berlin?

Ganz einfach: Wir drei haben im Ländle unsere Wurzeln und finden es hier am schönsten. Getreu dem Motto „Von der Region für die Region“ wollen wir lokale Restaurants, Cafés und Gastronomiebetriebe stärken.
Lieferix Logo

Was möchtet ihr Gründern speziell als Tipp mitgeben, wenn sie in Stuttgart (und der Region) gründen möchten?

1. Machen, machen, machen statt planen, planen, planen.
2. Arbeitet für die Vision und verliert sie nie aus den Augen.
3. Nach jeder Niederlage wieder aufstehen.

Angenommen ihr hättet die Chance einen Tag lang Bürgermeister von Stuttgart zu sein, was würdet ihr verändern?

Gesundes und ausgewogenes Essen in Schulen kostenlos einführen, kostenloses W-LAN überall einrichten, Wahlen online stattfinden lassen, Programmieren als Schulfach für die Grundschule einführen, Kreativität fördern.

Mit wem würdet ihr gerne einmal essen gehen und warum?

Mit Jamie Oliver, da er einer unserer Lieblingsköche ist und sich selbst mit vielen Projekten für eine bewusste Ernährung – vor allem bei Jüngeren – einsetzt.

Wo seht ihr Lieferix heute in fünf Jahren?

Wir wollen deutschlandweit der Lieferdienst sein, für den sich alle entscheiden, die auf ihre Ernährung achten.

Viel Erfolg euch weiterhin!

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10 Fragen an David und Samuel Härtl von hotelbuddy

Heute haben wir unsere 10 Fragen David und Samuel Härtl von hotelbuddy gestellt. Lest selbst, wie sie mit ihrem Online Concierge die Kommunikation zwischen Hotels und ihren Gästen verbessern möchten.

Wer seid ihr und welches Produkt bietet ihr an?

Wir sind David Härtl (Hoteldirektor A2 GASTwerk.) und Samuel Härtl (Inhaber Agentur härtl und co). Wir bieten hotelbuddy an – einen Online Concierge für Hotels und Ferienwohnungen.
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Mit diesem kann der Hotelier seinen Gästen Geheimtipps präsentieren, In-House Angebote verkaufen und Infos rund um das Hotel anbieten. Der jeweilige hotelbuddy kann bereits im Voraus mit der Reservierungsbestätigung versendet werden und auch als Hotel WLan Startseite konfiguriert werden. Damit ist unser System geräteunabhängig und auf dem jeweiligen, mobile Endgerät des Gastes nutzbar. Der Hotelier pflegt diese Inhalte ein und stellt diese dem Gast zur Verfügung. Somit entfällt auch das Auslegen, Ergänzen und permanente Kontrollieren der Gästemappen in den Hotelzimmern.

Seit wann gibt es Euch als Unternehmen und wie seid ihr auf die Gründungsidee gekommen?

Hotelbuddy gibt es seit 2013. Während eines Aufenthaltes in Barcelona sind wir auf die Idee gekommen. Wir hatten Hunger und Lust auf eine landestypische Tapas-Bar, abseits der Touristenscharen. Leider war die Rezeption völlig überlastet, sodass wir nicht länger warten wollten. Wir fragten uns: Wie kann das Hotel authentisch mit uns kommunzieren, beispielsweise wo wir die leckersten Tapas finden? Wo man Abends in Ruhe einen Cocktail trinken gehen kann und wann an der hoteleigenen Bar die Happy Hour stattfindet.

Was habt ihr vorher gemacht und wie habt ihr als Team zueinander gefunden?

David Härtl ist Hotelbetriebswirt und Samuel Härtl arbeitet selbstständig mit seiner Agentur. Da haben wir schnell eine Basis gefunden, um uns zu ergänzen. Da wir Brüder sind und im Vorfeld einige Projekte zusammen gestemmt haben, war das Team schnell zusammen.

Samuel Härtl (links) und David Härtl (rechts)

Was waren bei der Umsetzung von hotelbuddy anfangs die größten Herausforderungen?

Die Umsetzung hat einiges an Zeit in Anspruch genommen. Wir wollten die Benutzerfreundlichkeit so einfach und intuitiv wie möglich gestalten. Für den Gast UND für den Hotelier. Zudem ist hotelbuddy kein Produkt, dass es in dieser Form auf dem Markt gibt. Wir wagten uns quasi komplett auf Neuland.

Der Hotelmarkt ist ja sehr vielschichtig, offline und online. Wo seht ihr eure Schwerpunkte und Alleinstellungsmerkmal in der Positionierung gegenüber potenziellen Wettbewerbern?

Wir entwickeln hotelbuddy ständig weiter und können dies im Vorfeld im Hotel A2 GASTwerk. testen. Im ständigen Austausch mit Hoteliers können wir unser Produkt flexibel anpassen und weiterentwickeln.

Zudem ist hotelbuddy ein Teil von diversen Kommunikationsmitteln für Hoteliers. So integriert sich hotelbuddy in unserem zur Zeit entwickelten smartlobby System, dass es dem Hotelier ermöglicht, seinen TV in der Lobby als interaktive Informationsfläche zu nutzen.

Warum habt ihr Euch für Stuttgart als Standort entschieden und nicht wie viele andere Startups für Berlin?

Stuttgart ist nach wie vor ein interessanter Standort, da es hier viel Industrie gibt und damit verbunden Geschäftsreisende, die Hotels besuchen. Zudem haben wir gute Erfahrungen mit Wirtschaftsförderungen in Stuttgart gemacht.

Was möchtet ihr Gründern speziell als Tipp mitgeben, wenn sie in Stuttgart (und der Region) gründen möchten?

Der Elevator Pitch BW ist sicherlich eine der interessantesten Austauschmöglichkeiten, um in Kontakt mit anderen Startups zu kommen.

Angenommen ihr hättet die Chance einen Tag lang Bürgermeister von Stuttgart zu sein, was würdet ihr verändern?

Mehr ausgeschilderte Laufstrecken und openAir Sportmöglichkeiten wären ganz oben auf der Todo-Liste. Zudem wäre es wichtig, auch kleinere unabhängige Projekte im Bereich Film und New Media zu fördern.

Mit wem würdet ihr gerne einmal essen gehen und warum?

Mit Olli Schulz und Jan Böhmermann, da die beiden zusammen einfach unschlagbar gut sind.

Wo seht ihr hotelbuddy heute in fünf Jahren?

Wir sehen hotelbuddy in fünf Jahren als Teil eines Kommunikationsprodukt für Hoteliers. Von der Entwicklung des Hotel-Brandings, Erstellung der Homepage, Nutzung von hotelbuddy und smartlobby, unserem neuen InfoTV-System. Alle Systeme funktionieren sowohl einzeln, als auch miteinander und ergänzen sich dementsprechend.
Neue Technologien benötigen auch neue Kommunikationsstrategien. Und darin liegt unsere Stärke.

Vielen Dank für das interessante Gespräch. Viel Erfolg Euch weiterhin!

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10 Fragen an Jürgen Gomeringer von SPOTGUN

Diese Woche haben wir unsere 10 Fragen Jürgen Gomeringer von SPOTGUN gestellt, die das Ende der Ära langweiliger Fernsehwerbung einläuten möchten.

Wer seid ihr und welches Produkt bietet ihr an?

Wir, das sind Jürgen, Philipp, Michael und Dominic, haben uns nach unserem Studium ein Ziel gesetzt: Das Fernseher interaktiver und damit spannender zu machen! Mit unserer App „SPOTGUN“ spielt man live während der TV-Werbepause „Werbung raten“. Das heißt, man muss so schnell wie möglich erraten, welche Marke hinter den einzelnen Werbespots steckt. Hat man die Marke richtig erraten, erhält man eine Quizfrage, deren Lösung sich im Werbespot, den man sich gerade anschaut, versteckt: Wie viele Pakete hat der Zalando-Mann auf dem Arm? Welches Tier versteckt sich im Werbespot? Welches Motiv hat sich die Darstellerin im Spot tätowieren lassen?

Seit wann gibt es euch als Unternehmen und wie seid ihr auf die Gründungsidee gekommen?

Wir haben Anfang dieses Jahres gegründet und seit ca. 1 Woche ist die SPOTGUN-App für Android und iOS auf dem Markt. An der Idee selbst arbeiten wir aber schon ca. 1,5 Jahre. Mein Mitgründer Philipp und ich haben auf einer kleinen Privatparty aus dem für uns bekannten „Werbung raten“ – Spiel ein kleines Trinkspiel gemacht. Das Spiel machte uns derart Spaß, dass uns die Idee zu „SPOTGUN“ nicht mehr aus dem Kopf ging. Wir dachten uns: „Hey, wieso keine coole App aus der Idee machen?“
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Was habt ihr vorher gemacht und wie habt ihr als Team zueinander gefunden?

Wir haben letztes Jahr gemeinsam unser Studium an der Hochschule der Medien beendet. Wir haben uns also bereits im Masterstudium kennengelernt und wussten: Das passt.

Was waren bei der Gründung von spotgun die größten Herausforderungen?

Das Herzstück der App, die Schnittstelle zur Echtzeit-Spoterkennung, war sicherlich die größte Herausforderung im Bereich der Entwicklung. Damit meine ich also den Prozess der Verarbeitung und Filterung zahlreicher Datensätze. Daneben stellte die Finanzierung eine ganz große Herausforderung dar.

Was unterscheidet euch von den Angeboten Eurer Mitbewerber?

Als wir den Markt für Social TV Apps sondiert haben, ist uns aufgefallen, dass Apps wie Couchfunk oder TVSMILES vor allem eines fehlt: Interaktion zwischen den Usern. Bei SPOTGUN spielt man nicht für sich alleine vor dem Fernseher, sondern gegen die ganze Community – oder im Battle-Modus gegen Freunde – oder wie sie bei SPOTGUN heißen: „Feinde“. Außerdem wollen wir uns durch eine Echtzeit-Interaktion zwischen Content im TV und der App absetzen. Konkret heißt das, dass wir den neuen Mercedes-Spot live im Fernsehen erkennen – also noch bevor Mercedes das weiß: Unternehmen, die im TV werben, wissen (bis auf einige Ausnahmen) nicht, an welcher Stelle ihr Spot innerhalb eines Werbeblocks platziert wird.

Wie weiß die App, wann, welcher Spot gerade läuft?

Wir arbeiten mit einem Kooperationspartner, der die TV-Werbespots über eine Echtzeit-Bilderkennung identifiziert. Vereinfacht gesagt heißt das, dass unser Partner alle Spots abfilmt und sie mit den Spots in der Datenbank vergleicht. So kann man die Marke dem Werbespot zuordnen. Wir haben eine Schnittstelle zu dieser Live-Spoterkennung gebaut. Für den User bedeutet das, dass er sein Smartphone nicht umständlich an den Fernseher halten muss, um den Spot mit Mikrofon oder Kamera aufzunehmen, denn der Prozess der Spoterkennung funktioniert automatisch in unserem Backend.
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Arbeitet ihr mit TV-Sendern zusammen?

Nein, SPOTGUN funktioniert autark von Fernsehsendern. Wir könnten uns aber spannende Kooperationsmöglichkeiten in diesem Bereich vorstellen. Und gegen einen SPOTGUN-Werbespot auf Pro7 oder RTL hätten wir auch nichts einzuwenden.

Wie sieht euer Erlösmodell aus?

Unternehmen haben die Möglichkeit, Werbeblöcke zu sponsern: Die SPOTGUN-Spieler kämpfen in jedem Werbeblock um einen Preis des Unternehmens – mit Sachpreisen und Gutscheinen von mymuesli, Planet-Sports, kare24, Hurley und Europapark ist für jeden was dabei! Dabei erreichen unsere Werbekunden ihre Zielgruppe durch das Sponsoring eines Werbeblocks in das passende Sendungsumfeld. So kann in der Werbepause von Germany’s Next Topmodel beispielsweise um ein Kosmetikprodukt gespielt werden.

Neben den Direktpreisen sammelt man bei SPOTGUN Punkte für jedes richtig erratenen Spot. Diese Punkte kann man in unserem Shop ohne Wenn und Aber gegen coole Produkte einlösen.

Warum habt ihr euch für Stuttgart als Standort entschieden?

Die Kneipendichte, die zahlreichen Badeseen und die netten Menschen auf der Theodor-Heuss-Straße haben uns überzeugt! J Spaß beiseite: Wir fühlen uns in Stuttgart einfach sauwohl und haben hier unsere Freunde! Und ganz ehrlich: Sooo spießig ist Stuttgart doch gar nicht!

Was möchtet ihr Gründern speziell als Tipp mitgeben, wenn sie in Stuttgart (und der Region) gründen möchten?

Vernetzt euch und nehmt an Veranstaltungen wie Gründergrillen, dem Startup Weekend oder Gründer-Stammtischen teil (ja, auch das gibt’s in Stuttgart).

10 Fragen an Wolfgang Unsöld vom Your Personal Strength Institute – Stuttgart und KeinFitnessstudio.de

1. Hallo Wolfgang, stell dich doch bitte kurz vor und erkläre uns, was das Your Personal Strength Institute ist und was hinter dem Wort „KeinFitnessstudio“ steckt.

Das YPSI ist zum einen ein reines Personaltrainingstudio im Stuttgarter Westen – jedes Training erfolgt nach Termin und mit Trainer. Das ist die schnellste und effizienteste Lösung, um mit unseren Kunden maximale Ergebnisse zu erzielen. Die Bandbreite unserer Kunden reicht von Hausfrau über Bundesliga-Fußballer bis hin zum Eisschnellauf-Weltrekordhalter.

Zum anderen bieten wir Seminare für Fitnesstrainer, Personaltrainer, Ökotrophologen und Physiotherapeuten in den Bereichen Training, Re- und Prehabilition, Ernährung und Supplementierung an.
Unser Hauptziel ist der Erfolg unserer Kunden und der Trainer, die zu uns kommen. Unsere Kernkompetenzen sind ein ausgezeichneter Service und Fachwissen, die in kürzester Zeit maximale Fortschritte ermöglichen – deshalb sind wir Kein Fitnessstudio.

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2. Einen Personal Trainer, braucht man den wirklich?

Wer Zahnschmerzen hat geht zum Zahnarzt, wer Probleme mit dem Auto hat, fährt in die Werkstatt, wer beim Training nicht vorankommt, der…?
Wir beschäftigen uns tagtäglich mit immer dem gleichen Thema: Wie ermöglichen wir unseren Kunden noch effizienteren Erfolg. Effizienz wird häufig unterschätzt. Wenige erzielen mit ihrem Training und der Ernährung Erfolge, kaum jemand auf effizientem Weg. Pro Woche haben wir nur 168 Stunden zur Verfügung, also müssen wir unsere Zeit effizient nutzen. Nicht selten halbiere ich das Trainingsvolumen von Neukunden und Sie machen damit mehr Fortschritte als je zuvor.
Ein guter Coach ermöglicht mehr Erfolg mit deutlich geringerem Aufwand.

3. Siehst du einen Zusammenhang zwischen dem geschäftlichen Erfolg eines Gründers und seiner Freizeitgestaltung?

Was ist Freizeit? Bei mir ist Freizeit und Arbeit praktisch deckungsgleich. Ich nutze die Freizeit nahezu ausschließlich zur Fortbildung. Wer aus seiner Leidenschaft seinen Beruf macht, arbeitet keinen weiteren Tag in seinem Leben.

4. Was hat dich in die Selbständigkeit getrieben und warum ausgerechnet die Fitnessbranche?

Die Freiheit, die effizientesten Trainingsmethoden in einem optimalem Umfeld umsetzen zu können, ist der Hauptaspekt. Selbstständigkeit liegt zudem in der Familie, damit bin ich aufgewachsen. So war früh klar, dass das für mich der interessantere Weg ist.

5. Was sollte man für eine erfolgreiche Unternehmensgründung unbedingt beachten?

Sinnvolle Assets eines Unternehmers während der Gründung sind sicherlich ein hohes Maß an funktioneller Faulheit, eine Fixierung auf Zahlen und eine Vision.
Zudem steht  in meinem Büro im YPSI ein Bilderrahmen mit dem Spruch: „Dein Energielevel bestimmt 75% Deines Erfolgs“

Etwas das ich früh von meinem Mentor dem kanadischen Strength Coach Charles Poliquin gelernt habe.
Sustainable High Performance und Langatmigkeit sind entscheidend um aus einer Idee ein erfolgreiches Unternehmen zu entwickeln.

Viele Unternehmensgründer, die ich kenne und die zu mir als Kunden kommen, sind schon nach dem ersten halben Jahr so abgearbeitet und energielos, wie sie nach 5 Jahren nicht sein sollten.
Eines unserer Ziele im YPSI ist, das Energielevel unserer Kunden, mittels Optimierung von Ernährung, Schlaf, Training und Lifestyle zu maximieren. Energie mit der Sie Ihre Ziele erreichen können.

6. Du hast dir viel KnowHow aus den USA importiert. Ist die Fitnessbranche in Deutschland nicht innovativ genug?

Die Fitnessindustrie in Nordarmerika, UK und vor allem in den letzten Jahren in Australien ist um einiges weiter als bei uns in Deutschland. Doch wir sind auf dem Vormarsch. Vor 4 Jahren war das YPSI das erste Personaltrainingstudio in Deutschland mit Langhanteln, Scheiben und einem fachgerechten Satz Kurzhanteln. Mittlerweile gibt es davon ein knappes Dutzend – und es werden immer mehr.
Auch mit unseren YPSI Seminaren sind wir im deutschsprachigen Raum an vorderster Front. Ich selbst habe vor 6 Jahren zu Beginn meiner Zeit als Trainer die ersten Seminare in Deutschland besucht und war verwundert, über die erfahrungsfreien und erfolgslosen Theoretiker, die diese halten.
Unsere Seminare sind eine der Säule unserer Arbeit, daher auch der Begriff Institut im Namen. Je mehr Trainer national und international Methoden verwenden, die Erfolge produzieren, desto besser für alle: für Trainer, Industrie und vor allem für den Kunden, der Erfolg statt Entertainment erhält.

7. Was war bei der Gründung deines Unternehmens die Herausforderungen?

Die größte Herausforderung war sicherlich Nachfrage für unser Angebot zu schaffen. Die Personaltraining-Industrie in Deutschland steckt in den Kinderschuhen. Personaltraining wird mit Hollywood und Unterhaltung beim Training assoziiert nicht mit schnellerem Erfolg. Wir bieten einen Service, der zu Erfolgen führt. So haben wir uns von Beginn an aufgestellt. Und diese Erfolge – die Erfolge unserer Kunden – sind für das Wachstum in den letzten Jahren und die Überwindung einzelner Herausforderungen ausschlaggebend.

8. Das Thema Kraftsport und Fitness wird auch online zunehmend populärer. Zahlreiche „Trainer“ bieten ihre Programme im PDF oder Videoformat an. Auf was muss ich bei der Auswahl eines geeigneten Onlineangebots achten?

Unternehmerisch ist ein Online-Angebot sicherlich sehr interessant. Die größte Herausforderung ist jedoch Qualitätssicherung. Sobald mir die zündende Idee kommt, wie ich dies umsetzen kann, werden wir ein Online Produkt auf den Markt bringen. Aktuell sind wir jedoch weit davon entfernt. Der persönliche Kontakt ist entscheidend und nicht ersetzbar – und das betrifft nicht nur Social Media „Freunde“ – um mit den Kunden maximale Erfolge zu erzielen. Wenn ich mein Onlineprodukt 1000mal verkaufe, davon 10 Personen Erfolge erzielen und ich diese vermarkte, sieht das im ersten Moment gut aus, ist jedoch rechnerisch nur eine 1%ige Erfolgsquote. Unser Ziel ist das weit über 90% unserer Kunden gute bis ausgezeichnete Fortschritte und Erfolge erzielen. Und das ist nur so möglich wie wir aktuell arbeiten – mit persönlichem Kontakt und individualisierten Programmen.

9. Mit welchen 3 Personen würdest Du gerne einmal Essen gehen. Wer und warum?

1. Alleine. Essen ist eine gute Zeit um Nachzudenken.

2. Harald Wohlfahrt. Er hat interessante Ansichten zu Essen und Handwerk.

3. Pep Guardiola. Er hat sicherlich einiges zum Thema Erfolg und Struktur im Sport zu erzählen.

10. Wo siehst du Dich und Dein Unternehmen in fünf Jahren?

In den letzten 2 Jahren haben unsere Seminare im YPSI über 80 Trainer aus ganz Europa besucht. Diese Zahl wird sich in den kommenden Jahren sicherlich vervielfachen. Allein im letzten Jahr haben Trainer, die unsere Seminare im YPSI besucht haben, eigene Studios in Köln, Frankfurt, Zürich, Göppingen und Sindelfingen eröffnet. Und es werden mehr werden.

Im diesem Herbst bringen wir auch endlich – nach großer Nachfrage – unsere YPSI Trainer B- und A-Lizenz auf den Markt, eine wichtige Entwicklung hin zu einer ergebnisorientierten, kompetenten Personaltrainingindustrie.

Letztendlich werden wir in den kommenden 5 Jahren das Gleiche machen wie in den vergangenen 5 Jahren: Wir werden unsere Kunden mit den effizientesten Methoden am schnellsten zum Erfolg führen. Ob das nun ein eigenes Personaltrainingstudio, mehr Explosivität auf dem Platz oder Eis, der erste Sixpack oder einfach nur mehr Lebensenergie ist.

Danke für das Interview!

 

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10 Fragen an Markus Kleber von Die Ligen

Diese Woche haben wir unsere 10 Fragen Markus Kleber von Die Ligen gestellt. Warum es wichtig ist, da zu gründen, wo die Kunden und das Geld sitzen und was Markus als Bürgermeister von Stuttgart neben dem Bau von Radwegen noch alles vor hätte, das lest ihr im Folgenden.

Wer bist Du und welches Produkt bietet ihr an?

Ich bin Markus Kleber, Mitgründer der Ligen GmbH und zusammen mit Timo Luippold Geschäftsführer. Unser Produkt: Videos – egal wann, egal wo und zeitgleich an vielen Orten. Wir sind ein großes Amateur-Filmer-Netzwerk. Unsere CAMCORDER CREW, ist in der Lage durch kurze Wege und schlanke Prozesse schnell und flexibel Veranstaltungen zu filmen – in Deutschland und Europa. Dadurch haben wir es geschafft, fast alle deutschen Profi-Clubs der ersten drei Fußball-Ligen als Kunden im Bereich Video-Scouting und Web-TV zu gewinnen. Unsere Firma ist auf 8 Feste und 35 Teilzeitkräfte angewachsen, darüber hinaus arbeiten wir mit rund 100 freiberuflichen Filmern zusammen.

Seit wann gibt es euch als Unternehmen?

GmbH-Gründung war im September 2008. Die Idee und die ersten Schritte schon ab 2006.

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Wie bist Du bzw. ihr auf die Gründungsidee gekommen?

Mit dem ersten DSL Anschluss, dem damit verbundenen schnellen Internet und den ersten Videos die wir 2005 im Netz sahen wurde uns klar, dass das etablierte Film- und TV-Geschäft Konkurrenz von der Basis bekommen wird. Da wollten wir dabei sein.

Was habt ihr vorher gemacht und wie habt ihr als Team zueinander gefunden?

Das erste Gründerteam hat sich an der Hochschule Pforzheim, wo wir studierten, gefunden und hat sich 2009 wieder aufgelöst. Mit neuem Anlauf und neuem Team konnte dann der Durchbruch gelingen.

Was waren bei der Gründung von Die Ligen die größten Herausforderungen?

Die Entfernung aus Berlin zu Mitgründern in München und die Entfernung zu Kunden (meist in BaWü). Zudem mussten wir ohne externes Kapital klarkommen, was am Ende ein großer Vorteil war. Schließlich kam der Prosumer-Markt langsamer in Schwung als wir uns das vorgestellt hatten.

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Warum habt ihr euch für Stuttgart als Standort entschieden und nicht wie viele andere Startups für Berlin?

Wir haben im ersten Anlauf in Berlin gegründet, weil wir dachten, dass das das Tollste ist. War es aber nicht. Das Problem war, dass potenzielle Kunden eher im Süden waren. Dann sind wir nach Stuttgart, wo wir uns sehr gut entwickeln konnten.

Was möchtest Du Gründern speziell als Tipp mitgeben, wenn sie in Stuttgart gründen möchten?

Aller Anfang ist schwer. Daher ist Gründen dort am besten, wo man den meisten konstruktiven Input bekommt und diesen auch in bare Münze umwandeln kann. Da eignen sich Orte mit potenziellen Kunden sehr gut. Sollten diese in Stuttgart und Umgebung sein, seid ihr genau richtig!

Angenommen Du hättest die Chance einen Tag lang Bürgermeister von Stuttgart zu sein, was würdest Du verändern?

Ich würde so was von Radwege bauen, das könnt ihr euch nicht vorstellen. Zudem würde ich Car-Sharing unterstützen und Elektro-Tankstellen fördern. Dadurch entsteht saubere Luft und vor allem (hoffentlich) mehr Platz, der für sinnvolle Dinge wie Startup-Flächen genutzt werden kann. Da das alles an einem Tag schwierig wäre, würde ich zunächst die Verlängerung der Amtszeit beantragen ;-)

Mit wem würdest Du gerne einmal Essen gehen und warum?

Meistens ergeben sich spannende Gespräche, wenn man sie nicht erwartet. Ich bin daher immer gespannt und lass mich grundsätzlich gerne überraschen. Wenn ich mich unbedingt entscheiden müsste, würde ich gerne Prof. Götz Werner (Gründer der Drogeriemarkt-Kette dm) kennen lernen, der schon viele sinnvolle Dinge zum Thema Entrepreneurship gesagt hat.

Wo siehst Du Die Ligen heute in fünf Jahren?

Nachdem ich letztes Mal, als ich das festhalten wollte, alles anders lief als geplant, halte ich mich vorsichtig zurück und schaue mal, welche der vielfältigen Zukunftsideen auf uns zukommen möchte :-)

Vielen Dank Markus für das spannende Interview! Wir wünschen euch mit Die Ligen weiterhin viel Erfolg!