Beiträge

, ,

Ministerpräsident Kretschmann: „Die Startupszene muss sichtbarer werden“

Vor rund 6 Woche reiste eine Delegation mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut nach Israel, um mehr über die „Startup Nation Israel“ zu erfahren. Darüber wurde auch in diversen Medien berichtet. Wir von Startup Stuttgart wollten nun  vom MP erfahren, welche Eindrücke er mitgenommen hat und was er daraus für sich und Baden-Württemberg ableitet.

 

Startup Stuttgart: Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Kretschmann, Sie waren bereits 2015 im Silicon Valley um sich ein Bild von einer etablierten Startup-Szene zu machen. Welche Unterschiede haben Sie zwischen den Startup Ökosystemen in Israel und in Kalifornien wahrgenommen?

MP: Es gibt Ähnlichkeiten, so etwa die Kreativität der vielen gründungswilligen und hoch qualifizierten jungen Menschen sowie ihren Glauben an sich selbst. Unterschiede sehe ich in der starken Rolle großer und etablierter Unternehmen im Silicon Valley, den privaten Investoren und dem Imagefaktor Kalifornien, in Israel dagegen bei der wichtigen Rolle des Militärs bei der Anwendung technologischen Wissens und insgesamt auch des Staates bei der Hege und Pflege der Start-up-Szene. Und auch wenn ich den besonderen israelischen Gründerspirit bewundere, sind sich nach meinem Eindruck Israelis und wir kulturell doch sehr ähnlich. Ich sehe deshalb, aber auch wegen der geographischen Nähe, ein großes Potenzial für Zusammenarbeit zwischen israelischen und baden-württembergischen Unternehmen.

 

Ministerpräsident Kretschmann und Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut (Bild: Staatsministerium Baden-Württemberg)

Startup Stuttgart: Wenn wir auf das Startup Ökosystem BW schauen, welche Erkenntnisse haben Sie aus der Reise aus Israel mitgenommen?

MP: Die Start-up-Szene in Baden-Württemberg muss sichtbarer werden. In Israel können Sie in ein Taxi steigen und der Fahrer erzählt Ihnen stolz, dass ein israelisches Start-up gerade einen lukrativen Exit mit einem internationalen Investor vereinbart hat.

Das wird öffentlich diskutiert. Und weil die Israelis so gut vernetzt sind, aber auch flexibel in dem, womit sie ihren Lebensunterhalt verdienen, kann es sein, dass der Taxifahrer entweder selbst Aktien bei dem Start-up hat oder eine Schwägerin das Start-up mitgegründet hat.

Meine zweite Erkenntnis: Die Start-up-Szene ist sehr schnelllebig, gerade im Zeitalter der Digitalisierung. Und trotzdem braucht es Zeit, bis ein Start-up-Ökosystem mit der dazu gehörenden Venture-Capital-Szene eine gewisse Reife entwickelt hat.

Und die dritte Erkenntnis: Es ist schön, eine lebendige Start-up-Szene zu haben. Aber in Israel beobachte ich schon eine gewisse Einseitigkeit. Es gibt dort zum einen nicht so viele große oder etablierte Unternehmen, die auf der Investorenseite stehen. Viele internationale Investoren tätigen daher Aufkäufe in Israel, um dort eigene Forschungsstandorte aufzubauen. Zum anderen konzentriert sich dort heute nahezu alles auf Software.

Gerade als baden-württembergischer Ministerpräsident ist es mir ein Anliegen, dass unsere Wirtschaft auch mit intelligenter Hardware punktet, denn dort liegen unsere Stärken. Ich weiß aber auch: Ein erfolgreiches Start-up mit sprichwörtlich greifbaren Produkten aufzubauen und zu internationalisieren, dauert länger, als ein reines Software-Start-up aufzubauen. Das ist aus meiner Sicht die Königsdisziplin, in der wir in Baden-Württemberg erfolgreich sein wollen.

Vertreter der Stuttgarter Startup Szene mit Wirtschaftsministerin Nicole Hoffemeister-Kraut In Israel (Winfried Richter, Adrian Thoma, Alec Rauschenbusch, Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut, Christoph Röscher, Arndt Upfold)

Startup Stuttgart: Im Koalitionsvertrag der Landesregierung steht auf der Seite zwei als Zielsetzung „Wir werden Baden-Württemberg zur dynamischsten Gründerregion Europas machen.“ Es gibt Kritiker die bemängeln, dass bisher kaum etwas aus der Politik zu spüren ist, um dieses wichtige Ziel zu erreichen. Was würden Sie darauf erwidern und was wir die Landesregierung bis Ende des Jahre noch in die Wege leiten, um diesem Ziel näher zu kommen?

MP: Am 14. Juli 2017 werden Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut und ich gemeinsam den Start-up-Gipfel 2017 eröffnen. Hier wird die neue Gründungsoffensive der Landesregierung vorgestellt. Wir in BW sind ein wichtiger Standort für B-to-B-Gründungen. Auf der Landesmesse Stuttgart, dort findet der Start-up-Gipfel statt, können Start-ups dann auf etablierte Firmen treffen und sich vernetzen. Das müssen wir ausbauen. Hier sehe ich viele Chancen: Für junge Unternehmerinnen und Unternehmer mit guten Ideen und für die Firmen, neue Produkte oder Geschäftsmodelle zu bekommen.

Schwerpunkt des Start-up-Gipfels wird die Präsentation der neun regionalen Start-up-Ökosysteme im Land sein. Wir haben nämlich aktive Gründerszenen nicht nur in Stuttgart, sondern etwa auch in Mannheim, in Karlsruhe und in Freiburg. Die müssen bekannter werden und sich untereinander vernetzen. Hier ist auch politische Unterstützung nötig, so wie wir dies bei der Förderung von Existenzgründungen ja bereits erfolgreich machen. Wir sind hier durchaus im Bundesgebiet an der Spitze.

Startup Stuttgart: Die blühende Gründerszene mit mehr als 5000 Startups in Israel wurde gezielt entwickelt und wäre ohne staatliche Finanzierung nicht entstanden. BW steht finanziell stärker da (BIP/Person) als Israel, warum haben wir dann noch immer keine vergleichbare Förderung von Startups? Konkret – wann bekommt BW einen staatlichen Wagniskapitalfond mit mindestens 100 Millionen Euro?

MP: Das ist kein einfaches Thema. Wir wollen den Landeshaushalt konsolidieren und müssen die Schuldenbremse einhalten. Ich sehe aber auch, dass junge Gründerinnen und Gründer Risikokapital brauchen. Hier müssen wir noch weiter prüfen, was möglich ist.

Startup Stuttgart: BW profitiert von den erfolgreichen Konzernen und dem breiten Mittelstand. Auf der anderen Seite werde viele Talente von den Firmen „aufgesaugt“. Was plant die Landesregierung, um vor allem Studenten mehr Lust auf Gründung zu machen, um damit die Gründerquote zu erhöhen?

MP: Das ist sicher ein längerer Weg. Ganz wichtig ist es hier, das Thema an den Hochschulen stärker in den Fokus zu nehmen, etwa mit entsprechenden Unterstützungsangeboten und Kooperationen zwischen den Hochschulen. Das KIT ist da meines Erachtens schon recht gut aufgestellt. Insgesamt müssen wir die verbreitete Mentalität „Ich darf nicht scheitern“ langsam ändern. Am schnellsten ginge dies, wenn die Wirtschaft nicht so gut liefe – aber das wünschen wir uns ja natürlich nicht!

Startup Stuttgart: Am 14.07 wird es den von Ihnen erwähnten Startup- Gipfel BW auf der Landesmesse geben. Was ist ihre Erwartungshaltung an diese Veranstaltung?

MP: Ich erhoffe mir, dass die Wahrnehmung BWs als Gründerland in Deutschland deutlich erhöht wird. Wir sind nämlich viel besser als viele denken! In Israel halten die Experten BW für viel interessanter als Berlin – weil wir der Industriestandort Nr. 1 in Deutschland sind.

Startup Stuttgart: Wenn wir uns in zwei Jahren wieder sehen – was wird sich bis dahin im Startup Ökosystem BW getan haben. Wofür wird die Region dann international bekannt sein?

MP: Ich glaube, dass der Hype um Berlin eher abnehmen wird und BW auch in der nationalen und internationalen Venture Capital-Szene bekannter sein wird.

Startup Stuttgart: Wenn Sie die lokale Szene in Stuttgart mal erleben möchten, laden wir sind herzlich zu einem unserer Gründergrillen in Stuttgart ein. Wir würden uns freuen, Sie dort mal begrüßen zu dürfen. Vielen Dank für das Interview Herr Ministerpräsident.

MP: Ich werde schauen, ob wir einen Termin finden!

,

10 Fragen an eMovements

Diese Woche haben wir unsere 10 Fragen an das Team von eMovements gestellt, die mit ihrem eRollator im Sommer 2014 u.a. das erste Landesfinale des Elevator Pitch BW gewonnen haben (damals noch unter dem Name e-buddy).

Wer seid ihr und welches Produkt oder Dienstleistung bietet ihr an?

eMovements entwickelt Mobilitätslösungen für Übermorgen. Unser erstes Produkt ist der eRollator, der Rollator der Zukunft. Er erweitert mit zwei eAntrieben die Mobilität des Nutzers. Eine umfassende Beleuchtung und die intelligente eBremse erfüllen den Sicherheitswunsch des Kunden.

Seit wann gibt es eMovements als Unternehmen und wie seid ihr auf die Gründungsidee gekommen?

Die Idee entstand schon 2012, als die Oma eines Gründers ein solches Produkt benötigt hätte. Zusammen mit dem aufkommenden Trend der eMobility wurde begonnen, erste Prototypen zu bauen und zu testen. Seit 2014 wird das Projekt durch uns drei Gründern Max Keßler, Matthias Geertsema und Benjamin Rudolph in Vollzeit vorangetrieben.

Logo_eMOVEMENTS

Was habt ihr vorher gemacht und wie habt ihr als Team zusammen gefunden?

Max und Matthias kannten sich bereits von einer gemeinsamen Exkursion während des Studiums. Unseren dritten Mitgründer Benjamin haben wir gezielt gesucht und auf einem Startup-Speed-Dating gefunden.

Was waren bei der Umsetzung von eMovements bisher die größten Herausforderungen?

Bei der Entwicklung und Vermarktung des eRollators sind vor allem die Themen Usability, Zulassung und Finanzierung anspruchsvoll. Es erfordert viel Erfahrung und zahlreiche Tests, um ein Produkt zu entwickeln, was gerne und einfach von älteren Menschen benutzt werden kann, da diese z.T. andere Anforderungen haben als eine jüngere Zielgruppe. Als Medizinprodukt muss der eRollator eine entsprechende Zulassung haben, was ein aufwendiges und kostenintensives Verfahren bedeutet. Schließlich ist ein Serienanlauf mit hohen Investitionskosten verbunden. Hierfür sind wir aktuell auf Kapitalsuche und werden in den kommenden Wochen an einigen Investoren-Events teilnehmen.

Im Juli 2014 habt ihr ja die erste Runde des Elevator Pitch BW gewonnen. Was hatte der Gewinn für Auswirkungen auf eure Idee und was hat sich alles seitdem getan bei euch?

Der Gewinn war ein wichtiger Meilenstein und hat uns neben viel Aufmerksamkeit in der Presse auch Selbstvertrauen in unsere Idee und das Produkt gegeben. Im Nachgang mussten wir das Produkt allerdings noch deutlich abändern, damit es von der Zielgruppe auch akzeptiert wird und einfach benutzt werden kann. So ist aus dem damaligen e-buddy, dem Begleiter mit integriertem Tablet-PC und umfangreicher Sensorik, ein eRollator mit echtem Mobilitätsmehrwert sowie einem ausgereiften, intuitiven Bedienkonzept geworden.

Team eMovements

Warum habt ihr euch für Stuttgart als Standort entschieden und nicht wie viele andere junge Unternehmen für Berlin?

Ein Umzug nach Berlin stand für uns nie zur Debatte. Wir haben in Stuttgart studiert und uns hier kennen gelernt. Auch werden wir hier optimal unterstützt, z.B. durch die Universität Stuttgart. Es gibt in der Region zahlreiche Veranstaltungen, auf denen man mit potentiellen Investoren in Kontakt treten kann. Unserer Meinung nach steht einer Unternehmensgründung in Stuttgart nichts entgegen.

Was möchtet ihr Gründern speziell als Tipp mitgeben, wenn sie in Stuttgart (und der Region) gründen möchten?

Wir würden jedem raten, die vorhandenen Netzwerke zu nutzen und möglichst viele Veranstaltungen zu besuchen. Stuttgart hat inzwischen einiges zu bieten. Am besten Mitglied werden im Startup Stuttgart e.V. und Veranstaltungen in der IHK, von Accelerate Stuttgart, vom Startup Campus Stuttgart und vor allem das Gründergrillen besuchen. Wärmstens können wir auch den kostenlosen Service im Informationszentrum im Haus der Wirtschaft empfehlen, wenn es darum geht, Marken und Patente zu recherchieren.

Angenommen ihr hättet die Chance einen Tag lang Bürgermeister von Stuttgart zu sein, was würdet ihr verändern?

Einer von uns würde sofort alles dran setzen eine Stadtmaut einzuführen und die Einnahmen daraus in den ÖPNV investieren. Auch würde er versuchen den Neckar besser zu erschließen. Zusammen würden wir ganz uneigennützig mehr eAufladestationen fördern, an denen eRollatoren jederzeit aufgeladen werden können.

Mit wem würdet ihr gerne einmal essen gehen und warum?

Gerne würden wir mit Herrn Zetsche essen gehen, um uns mit ihm über unsere Unternehmung zu unterhalten. Nicht umsonst titelte die Stuttgarter Nachrichten „Der Mercedes unter den Rollatoren“. Auch würden wir gerne darüber sprechen wie Daimler sich mit Startups noch besser aufstellen könnte. Die Stadtmaut würden wir natürlich nicht erwähnen.

Was sind eure nächsten Ziele mit eMovements und wo seht ihr euch in fünf Jahren mit dem Produkt bzw. Unternehmen?

Wir haben in mehreren Zyklen ein serienreifes Produkt entwickelt, dass wir nun gerne als Firstmover an den Markt bringen möchten. Dazu führen wir im Februar noch zahlreiche Gespräche. Der Markt ist riesig und das Interesse, zu unserem Glück, ebenso. In 5 Jahren wird unser eRollator zum Straßenbild gehören und auf Wunsch mit jeder S-Klasse mit ausgeliefert werden.

, ,

10 Fragen an Marc Lubatsch, Benjamin Rudolph und Jan Zaiser von Lieferix

Diese Woche haben wir unsere 10 Fragen den Jungs von Lieferix gestellt, die mit ihrem Lieferdienst einen besonderen Service für ihre Kunden bieten möchten und vergangenen Freitag auch am DEHOGA-Cup des Elevator Pitch BW teilgenommen haben.
___

Wer seid ihr und welches Produkt bietet ihr an?

Wir sind Lieferix. Bei uns sollst du das Essen bestellen können, das am besten zu dir passt. Damit richten wir uns an alle, die darauf achten, was sie essen: Sportler, alle die Diäten machen, alle die auf ihre Figur achten, an Vegetarier, Veganer, alle die auf eine konsequent gesunde und ausgewogene Ernährung achten und alle mit Unverträglichkeiten gegenüber Laktose, Gluten etc. Die Speisen dazu kommen von Restaurants, die selbst keinen Lieferdienst haben.

Seit wann gibt es Euch als Unternehmen und wie seid ihr auf die Gründungsidee gekommen?

Wir drei Gründer Benjamin, Marc und Jan kennen uns schon länger und hatten uns schon lange unabhängig voneinander gefragt, warum es keinen Lieferdienst gibt für uns gibt. Weil wir drei alle auf unsere Ernährung achten. Der eine von uns ist laktoseintolerant, einer ernährt sich low-carb und einer muss auf seinen Cholesterinwert achten.

team_lieferix

Was habt ihr vorher gemacht und wie habt ihr als Team zueinander gefunden?

Zur Zeit der Gründung waren wir drei allesamt Studenten in den unterschiedlichsten Bereichen. Ben absolvierte seinen MBA in Louisville, Jan war mitten in einem Marketingstudiengang und Marc war mitten in seinem Studiengang im Gesundheitsmanagement. Über eine WG haben wir drei uns dann kennengelernt und schnell gemerkt: Die Chemie stimmt und mit den Jungs können wir großes bewirken.

Was waren bei der Umsetzung von Lieferix bisher die größten Herausforderungen?

Wenn in Süddeutschland jemand ankommt und sagt: „Ich mach etwas, das es noch nie gab. Ich hab damit keinen festen Job und bin in einem Jahr vielleicht hochverschuldet“, rennt er damit keine offenen Türen ein. Hier standhaft zu bleiben, für seine Idee zu kämpfen und nicht den Glauben an sich selbst zu verlieren, muss man erst lernen. Wenn man dann allerdings erfolgreich ist und seinen Freunden zeigen kann, dass man in der BUSINESS PUNK steht (ja in der nächsten sind wir mit drin!), merkt man, dass sich alles gelohnt hat.

Der Food-Bereich ist ja sehr vielschichtig und einige Lieferdienste sind schon sehr erfolgreich unterwegs. Wo seht ihr eure Schwerpunkte und Alleinstellungsmerkmal in der Positionierung gegenüber potenziellen Wettbewerbern?

Wir haben zwei konkrete Ansätze, die uns von etablierten Lieferdiensten unterscheiden:
1. Wir liefern von Restaurants, die bisher keinen Lieferdienst haben, da es sich für sie alleine nicht lohnen würde. D.h. wir haben ganz andere Speisen mit einer ganz anderen Qualität.
2. Bei uns finden Kunden über unseren Online-Shop alle Nährstoffangaben zu ihrem Essen. So findet unsere Zielgruppe – also alle, die sich bewusst ernähren – das Essen, das am besten zu ihrer Ernährung passt.

Warum habt ihr Euch für Stuttgart als Standort entschieden und nicht wie viele andere Startups für Berlin?

Ganz einfach: Wir drei haben im Ländle unsere Wurzeln und finden es hier am schönsten. Getreu dem Motto „Von der Region für die Region“ wollen wir lokale Restaurants, Cafés und Gastronomiebetriebe stärken.
Lieferix Logo

Was möchtet ihr Gründern speziell als Tipp mitgeben, wenn sie in Stuttgart (und der Region) gründen möchten?

1. Machen, machen, machen statt planen, planen, planen.
2. Arbeitet für die Vision und verliert sie nie aus den Augen.
3. Nach jeder Niederlage wieder aufstehen.

Angenommen ihr hättet die Chance einen Tag lang Bürgermeister von Stuttgart zu sein, was würdet ihr verändern?

Gesundes und ausgewogenes Essen in Schulen kostenlos einführen, kostenloses W-LAN überall einrichten, Wahlen online stattfinden lassen, Programmieren als Schulfach für die Grundschule einführen, Kreativität fördern.

Mit wem würdet ihr gerne einmal essen gehen und warum?

Mit Jamie Oliver, da er einer unserer Lieblingsköche ist und sich selbst mit vielen Projekten für eine bewusste Ernährung – vor allem bei Jüngeren – einsetzt.

Wo seht ihr Lieferix heute in fünf Jahren?

Wir wollen deutschlandweit der Lieferdienst sein, für den sich alle entscheiden, die auf ihre Ernährung achten.

Viel Erfolg euch weiterhin!

, ,

10 Fragen an David und Samuel Härtl von hotelbuddy

Heute haben wir unsere 10 Fragen David und Samuel Härtl von hotelbuddy gestellt. Lest selbst, wie sie mit ihrem Online Concierge die Kommunikation zwischen Hotels und ihren Gästen verbessern möchten.

Wer seid ihr und welches Produkt bietet ihr an?

Wir sind David Härtl (Hoteldirektor A2 GASTwerk.) und Samuel Härtl (Inhaber Agentur härtl und co). Wir bieten hotelbuddy an – einen Online Concierge für Hotels und Ferienwohnungen.
logo-black hotelbuddy
Mit diesem kann der Hotelier seinen Gästen Geheimtipps präsentieren, In-House Angebote verkaufen und Infos rund um das Hotel anbieten. Der jeweilige hotelbuddy kann bereits im Voraus mit der Reservierungsbestätigung versendet werden und auch als Hotel WLan Startseite konfiguriert werden. Damit ist unser System geräteunabhängig und auf dem jeweiligen, mobile Endgerät des Gastes nutzbar. Der Hotelier pflegt diese Inhalte ein und stellt diese dem Gast zur Verfügung. Somit entfällt auch das Auslegen, Ergänzen und permanente Kontrollieren der Gästemappen in den Hotelzimmern.

Seit wann gibt es Euch als Unternehmen und wie seid ihr auf die Gründungsidee gekommen?

Hotelbuddy gibt es seit 2013. Während eines Aufenthaltes in Barcelona sind wir auf die Idee gekommen. Wir hatten Hunger und Lust auf eine landestypische Tapas-Bar, abseits der Touristenscharen. Leider war die Rezeption völlig überlastet, sodass wir nicht länger warten wollten. Wir fragten uns: Wie kann das Hotel authentisch mit uns kommunzieren, beispielsweise wo wir die leckersten Tapas finden? Wo man Abends in Ruhe einen Cocktail trinken gehen kann und wann an der hoteleigenen Bar die Happy Hour stattfindet.

Was habt ihr vorher gemacht und wie habt ihr als Team zueinander gefunden?

David Härtl ist Hotelbetriebswirt und Samuel Härtl arbeitet selbstständig mit seiner Agentur. Da haben wir schnell eine Basis gefunden, um uns zu ergänzen. Da wir Brüder sind und im Vorfeld einige Projekte zusammen gestemmt haben, war das Team schnell zusammen.

Samuel Härtl (links) und David Härtl (rechts)

Was waren bei der Umsetzung von hotelbuddy anfangs die größten Herausforderungen?

Die Umsetzung hat einiges an Zeit in Anspruch genommen. Wir wollten die Benutzerfreundlichkeit so einfach und intuitiv wie möglich gestalten. Für den Gast UND für den Hotelier. Zudem ist hotelbuddy kein Produkt, dass es in dieser Form auf dem Markt gibt. Wir wagten uns quasi komplett auf Neuland.

Der Hotelmarkt ist ja sehr vielschichtig, offline und online. Wo seht ihr eure Schwerpunkte und Alleinstellungsmerkmal in der Positionierung gegenüber potenziellen Wettbewerbern?

Wir entwickeln hotelbuddy ständig weiter und können dies im Vorfeld im Hotel A2 GASTwerk. testen. Im ständigen Austausch mit Hoteliers können wir unser Produkt flexibel anpassen und weiterentwickeln.

Zudem ist hotelbuddy ein Teil von diversen Kommunikationsmitteln für Hoteliers. So integriert sich hotelbuddy in unserem zur Zeit entwickelten smartlobby System, dass es dem Hotelier ermöglicht, seinen TV in der Lobby als interaktive Informationsfläche zu nutzen.

Warum habt ihr Euch für Stuttgart als Standort entschieden und nicht wie viele andere Startups für Berlin?

Stuttgart ist nach wie vor ein interessanter Standort, da es hier viel Industrie gibt und damit verbunden Geschäftsreisende, die Hotels besuchen. Zudem haben wir gute Erfahrungen mit Wirtschaftsförderungen in Stuttgart gemacht.

Was möchtet ihr Gründern speziell als Tipp mitgeben, wenn sie in Stuttgart (und der Region) gründen möchten?

Der Elevator Pitch BW ist sicherlich eine der interessantesten Austauschmöglichkeiten, um in Kontakt mit anderen Startups zu kommen.

Angenommen ihr hättet die Chance einen Tag lang Bürgermeister von Stuttgart zu sein, was würdet ihr verändern?

Mehr ausgeschilderte Laufstrecken und openAir Sportmöglichkeiten wären ganz oben auf der Todo-Liste. Zudem wäre es wichtig, auch kleinere unabhängige Projekte im Bereich Film und New Media zu fördern.

Mit wem würdet ihr gerne einmal essen gehen und warum?

Mit Olli Schulz und Jan Böhmermann, da die beiden zusammen einfach unschlagbar gut sind.

Wo seht ihr hotelbuddy heute in fünf Jahren?

Wir sehen hotelbuddy in fünf Jahren als Teil eines Kommunikationsprodukt für Hoteliers. Von der Entwicklung des Hotel-Brandings, Erstellung der Homepage, Nutzung von hotelbuddy und smartlobby, unserem neuen InfoTV-System. Alle Systeme funktionieren sowohl einzeln, als auch miteinander und ergänzen sich dementsprechend.
Neue Technologien benötigen auch neue Kommunikationsstrategien. Und darin liegt unsere Stärke.

Vielen Dank für das interessante Gespräch. Viel Erfolg Euch weiterhin!

, , ,

Mit dem Blaumann zur Uni-Party – 10 Fragen an UNIFIKA

Nicht weniger als die Revolution des europäischen Studentenlebens hat sich das Tübinger Startup UNIFIKA auf die Fahne geschrieben. Was die Gründer antreibt und warum ihr demnächst auf Uni-Parties vermehrt mit Studenten in Blaumännern rechnen müsst, verraten Euch die beiden selbsternannten Revolutionsführer in unserem 10 Fragen-Interview. Das Video findet ihr hier auf unserer Facebook-Seite. Viel Spaß beim Anschauen!

unifika_logo_nav

 

,

10 Fragen an Florian Haug und Patrick Schick von PLAIN Milch

Diese Woche haben wir uns mit Florian Haug und Patrick Schick von PLAIN Milch über ihre Milch-Revolution unterhalten. Das Team hat kürzlich außerdem den 2. Platz beim Elevator Pitch BW in Nürtingen geholt.
__

Wer seid ihr und welches Produkt bietet ihr an?

Wir, Patrick Schick (27) und Florian Haug (27), sind die zwei Gründer von Plain. Plain ist die erste Milch aus der Dose. Plain Milch ist naturbelassene finnische Milch ohne Zusatzstoffe. Durch die Beigabe von ecuadorianischem Fair Trade-Kakao und einer geringen Menge Traubenzucker wird die Plain Milch zum Plain Kakao.
Beide Produkte werden in umweltfreundlichen Kartondosen (Lamicans) abgefüllt. Diese erfordern keinen Pfand und sind in vollem Umfang recyclebar. Das Design ist, dem Namen entsprechend, puristisch, zeitlos und klar – einfach Plain.

Plain Milch_EPBW Nuertingen
Bildquelle: Elevator Pitch BW 2014/2015

Seit wann gibt es Euch als Unternehmen und wie seid ihr auf die Gründungsidee gekommen?

Ende 2012 hatten wir die erste Idee zur Milch aus der Dose, woraufhin wir dann im Herbst 2013 unsere GmbH gegründet haben. Als leidenschaftliche Milchliebhaber hat uns schon lange Zeit ein Weg gefehlt Milch in stilvoller und gleichzeitig praktischer Weise zu trinken. Daraufhin haben wir uns weiter mit der Thematik rund um die Milch befasst. Wir stellten erstaunt fest, welches gewaltige Marktvolumen hinter der Idee steckt. Tatsächlich werden durchschnittlich 88 Liter Milch von jedem deutschen Bürger getrunken. Damit ist der Milchkonsum fast doppelt so hoch wie der von Cola. Diese Erkenntnis veranlasste uns dazu, die Idee weiter zu verfolgen.

Was habt ihr vorher gemacht und wie habt ihr als Team zueinander gefunden?

Bevor wir zu den Jungunternehmern wurden, die wir heute sind, war unser Werdegang ziemlich klassisch: Wir studierten beide BWL, der eine macht nun seinen Master, der andere die Ausbildung zum Piloten. Kennengelernt haben wir uns auf geschäftlichem Wege. Auf einer gemeinsamen Weihnachtsfeier haben wir unsere ersten Ideen ausgetauscht. Wir waren sofort auf einer Wellenlänge, also beschlossen wir unsere Ideen in die Tat umzusetzen.

Was waren bei der Umsetzung von PLAIN Milch anfangs die größten Herausforderungen?

Da es technisch nicht moeglich ist Milch in Aluminiumdosen abzufüllen, durften wir nach einer Alternative suchen, welche sich dann auch perfekt mit den Attributen und der Philosophie unseres Produktes vereinbaren lässt. In Finnland wurden wir dann schließlich fündig. Ein Unternehmen, das es uns ermöglicht hat, Milch in Dosen aus Karton zu füllen. Die so genannten Lamicans sind umweltfreundlich und voll recyclebar und somit ideal fuer unser Vorhaben. Nachdem wir diese Hürde genommen hatten, konnten wir weiter an der Umsetzung arbeiten.

Plain Logo

Viele werden jetzt denken, dass es ja auch gute Milch aus der Region gibt. Warum habt ihr Euch gerade für einen finnischen Lieferanten entschieden?

Die regionale Milch ist sehr gut, aber wir waren auf der Suche nach der Besten. Finnland bietet hierfuer die optimalen Voraussetzungen: Reinstes Quellwasser, keine Abgase, weit und breit nur Stille und Natur. Unter diesen Bedingungen produzieren die glücklichen Plain-Kühe die beste Milch.

Warum habt ihr Euch für Stuttgart (bzw. die Region) als Standort entschieden und nicht wie viele andere Startups für Berlin?<

Als waschechte Stuttgarter sind wir hier aufgewachsen und deshalb sehr mit der Heimat verbunden. Wir verstehen allerdings die Frage nicht genau, wer nimmt den Bär, wenn er das Pferd haben kann?

Was möchtet ihr Gründern speziell als Tipp mitgeben, wenn sie in Stuttgart (und der Region) gründen möchten?

Lasst euch den Mut und die Motivation bloß nicht von alteingesessenen, doch eher pessimistischen “Urschwoba” nehmen. Jede noch so ungewöhnliche Idee bringt frischen Wind in die Gesellschaft und hat ihre Daseinsberechtigung.

Angenommen ihr hättet die Chance einen Tag lang Bürgermeister von Stuttgart zu sein, was würdet ihr verändern?

Die Modernisierung der Stadt weiter vorantreiben, Entscheidungen sofort fallen und nicht auf die ‘lange Bank’ schieben.

Mit wem würdet ihr gerne einmal Essen gehen und warum?

Dietrich Mateschitz, Erklärung obsulet. (Anmerkung der Redaktion: Dietrich Mateschitz ist Mitgründer und Geschäftsführer von Red Bull.)

Wo seht ihr PLAIN Milch heute in fünf Jahren?

In der Hand eines Jeden.

Florian und Patrick, vielen Dank für das unterhaltsame Interview! Viel Erfolg und alles Gute Euch!

,

10 Fragen an Jürgen Gomeringer von SPOTGUN

Diese Woche haben wir unsere 10 Fragen Jürgen Gomeringer von SPOTGUN gestellt, die das Ende der Ära langweiliger Fernsehwerbung einläuten möchten.

Wer seid ihr und welches Produkt bietet ihr an?

Wir, das sind Jürgen, Philipp, Michael und Dominic, haben uns nach unserem Studium ein Ziel gesetzt: Das Fernseher interaktiver und damit spannender zu machen! Mit unserer App „SPOTGUN“ spielt man live während der TV-Werbepause „Werbung raten“. Das heißt, man muss so schnell wie möglich erraten, welche Marke hinter den einzelnen Werbespots steckt. Hat man die Marke richtig erraten, erhält man eine Quizfrage, deren Lösung sich im Werbespot, den man sich gerade anschaut, versteckt: Wie viele Pakete hat der Zalando-Mann auf dem Arm? Welches Tier versteckt sich im Werbespot? Welches Motiv hat sich die Darstellerin im Spot tätowieren lassen?

Seit wann gibt es euch als Unternehmen und wie seid ihr auf die Gründungsidee gekommen?

Wir haben Anfang dieses Jahres gegründet und seit ca. 1 Woche ist die SPOTGUN-App für Android und iOS auf dem Markt. An der Idee selbst arbeiten wir aber schon ca. 1,5 Jahre. Mein Mitgründer Philipp und ich haben auf einer kleinen Privatparty aus dem für uns bekannten „Werbung raten“ – Spiel ein kleines Trinkspiel gemacht. Das Spiel machte uns derart Spaß, dass uns die Idee zu „SPOTGUN“ nicht mehr aus dem Kopf ging. Wir dachten uns: „Hey, wieso keine coole App aus der Idee machen?“
logo_rg_gross

Was habt ihr vorher gemacht und wie habt ihr als Team zueinander gefunden?

Wir haben letztes Jahr gemeinsam unser Studium an der Hochschule der Medien beendet. Wir haben uns also bereits im Masterstudium kennengelernt und wussten: Das passt.

Was waren bei der Gründung von spotgun die größten Herausforderungen?

Das Herzstück der App, die Schnittstelle zur Echtzeit-Spoterkennung, war sicherlich die größte Herausforderung im Bereich der Entwicklung. Damit meine ich also den Prozess der Verarbeitung und Filterung zahlreicher Datensätze. Daneben stellte die Finanzierung eine ganz große Herausforderung dar.

Was unterscheidet euch von den Angeboten Eurer Mitbewerber?

Als wir den Markt für Social TV Apps sondiert haben, ist uns aufgefallen, dass Apps wie Couchfunk oder TVSMILES vor allem eines fehlt: Interaktion zwischen den Usern. Bei SPOTGUN spielt man nicht für sich alleine vor dem Fernseher, sondern gegen die ganze Community – oder im Battle-Modus gegen Freunde – oder wie sie bei SPOTGUN heißen: „Feinde“. Außerdem wollen wir uns durch eine Echtzeit-Interaktion zwischen Content im TV und der App absetzen. Konkret heißt das, dass wir den neuen Mercedes-Spot live im Fernsehen erkennen – also noch bevor Mercedes das weiß: Unternehmen, die im TV werben, wissen (bis auf einige Ausnahmen) nicht, an welcher Stelle ihr Spot innerhalb eines Werbeblocks platziert wird.

Wie weiß die App, wann, welcher Spot gerade läuft?

Wir arbeiten mit einem Kooperationspartner, der die TV-Werbespots über eine Echtzeit-Bilderkennung identifiziert. Vereinfacht gesagt heißt das, dass unser Partner alle Spots abfilmt und sie mit den Spots in der Datenbank vergleicht. So kann man die Marke dem Werbespot zuordnen. Wir haben eine Schnittstelle zu dieser Live-Spoterkennung gebaut. Für den User bedeutet das, dass er sein Smartphone nicht umständlich an den Fernseher halten muss, um den Spot mit Mikrofon oder Kamera aufzunehmen, denn der Prozess der Spoterkennung funktioniert automatisch in unserem Backend.
SPOTGUN_Grafik

Arbeitet ihr mit TV-Sendern zusammen?

Nein, SPOTGUN funktioniert autark von Fernsehsendern. Wir könnten uns aber spannende Kooperationsmöglichkeiten in diesem Bereich vorstellen. Und gegen einen SPOTGUN-Werbespot auf Pro7 oder RTL hätten wir auch nichts einzuwenden.

Wie sieht euer Erlösmodell aus?

Unternehmen haben die Möglichkeit, Werbeblöcke zu sponsern: Die SPOTGUN-Spieler kämpfen in jedem Werbeblock um einen Preis des Unternehmens – mit Sachpreisen und Gutscheinen von mymuesli, Planet-Sports, kare24, Hurley und Europapark ist für jeden was dabei! Dabei erreichen unsere Werbekunden ihre Zielgruppe durch das Sponsoring eines Werbeblocks in das passende Sendungsumfeld. So kann in der Werbepause von Germany’s Next Topmodel beispielsweise um ein Kosmetikprodukt gespielt werden.

Neben den Direktpreisen sammelt man bei SPOTGUN Punkte für jedes richtig erratenen Spot. Diese Punkte kann man in unserem Shop ohne Wenn und Aber gegen coole Produkte einlösen.

Warum habt ihr euch für Stuttgart als Standort entschieden?

Die Kneipendichte, die zahlreichen Badeseen und die netten Menschen auf der Theodor-Heuss-Straße haben uns überzeugt! J Spaß beiseite: Wir fühlen uns in Stuttgart einfach sauwohl und haben hier unsere Freunde! Und ganz ehrlich: Sooo spießig ist Stuttgart doch gar nicht!

Was möchtet ihr Gründern speziell als Tipp mitgeben, wenn sie in Stuttgart (und der Region) gründen möchten?

Vernetzt euch und nehmt an Veranstaltungen wie Gründergrillen, dem Startup Weekend oder Gründer-Stammtischen teil (ja, auch das gibt’s in Stuttgart).

10 Fragen an Wolfgang Unsöld vom Your Personal Strength Institute – Stuttgart und KeinFitnessstudio.de

1. Hallo Wolfgang, stell dich doch bitte kurz vor und erkläre uns, was das Your Personal Strength Institute ist und was hinter dem Wort „KeinFitnessstudio“ steckt.

Das YPSI ist zum einen ein reines Personaltrainingstudio im Stuttgarter Westen – jedes Training erfolgt nach Termin und mit Trainer. Das ist die schnellste und effizienteste Lösung, um mit unseren Kunden maximale Ergebnisse zu erzielen. Die Bandbreite unserer Kunden reicht von Hausfrau über Bundesliga-Fußballer bis hin zum Eisschnellauf-Weltrekordhalter.

Zum anderen bieten wir Seminare für Fitnesstrainer, Personaltrainer, Ökotrophologen und Physiotherapeuten in den Bereichen Training, Re- und Prehabilition, Ernährung und Supplementierung an.
Unser Hauptziel ist der Erfolg unserer Kunden und der Trainer, die zu uns kommen. Unsere Kernkompetenzen sind ein ausgezeichneter Service und Fachwissen, die in kürzester Zeit maximale Fortschritte ermöglichen – deshalb sind wir Kein Fitnessstudio.

bna_frame_tobi_ohne_kopf

2. Einen Personal Trainer, braucht man den wirklich?

Wer Zahnschmerzen hat geht zum Zahnarzt, wer Probleme mit dem Auto hat, fährt in die Werkstatt, wer beim Training nicht vorankommt, der…?
Wir beschäftigen uns tagtäglich mit immer dem gleichen Thema: Wie ermöglichen wir unseren Kunden noch effizienteren Erfolg. Effizienz wird häufig unterschätzt. Wenige erzielen mit ihrem Training und der Ernährung Erfolge, kaum jemand auf effizientem Weg. Pro Woche haben wir nur 168 Stunden zur Verfügung, also müssen wir unsere Zeit effizient nutzen. Nicht selten halbiere ich das Trainingsvolumen von Neukunden und Sie machen damit mehr Fortschritte als je zuvor.
Ein guter Coach ermöglicht mehr Erfolg mit deutlich geringerem Aufwand.

3. Siehst du einen Zusammenhang zwischen dem geschäftlichen Erfolg eines Gründers und seiner Freizeitgestaltung?

Was ist Freizeit? Bei mir ist Freizeit und Arbeit praktisch deckungsgleich. Ich nutze die Freizeit nahezu ausschließlich zur Fortbildung. Wer aus seiner Leidenschaft seinen Beruf macht, arbeitet keinen weiteren Tag in seinem Leben.

4. Was hat dich in die Selbständigkeit getrieben und warum ausgerechnet die Fitnessbranche?

Die Freiheit, die effizientesten Trainingsmethoden in einem optimalem Umfeld umsetzen zu können, ist der Hauptaspekt. Selbstständigkeit liegt zudem in der Familie, damit bin ich aufgewachsen. So war früh klar, dass das für mich der interessantere Weg ist.

5. Was sollte man für eine erfolgreiche Unternehmensgründung unbedingt beachten?

Sinnvolle Assets eines Unternehmers während der Gründung sind sicherlich ein hohes Maß an funktioneller Faulheit, eine Fixierung auf Zahlen und eine Vision.
Zudem steht  in meinem Büro im YPSI ein Bilderrahmen mit dem Spruch: „Dein Energielevel bestimmt 75% Deines Erfolgs“

Etwas das ich früh von meinem Mentor dem kanadischen Strength Coach Charles Poliquin gelernt habe.
Sustainable High Performance und Langatmigkeit sind entscheidend um aus einer Idee ein erfolgreiches Unternehmen zu entwickeln.

Viele Unternehmensgründer, die ich kenne und die zu mir als Kunden kommen, sind schon nach dem ersten halben Jahr so abgearbeitet und energielos, wie sie nach 5 Jahren nicht sein sollten.
Eines unserer Ziele im YPSI ist, das Energielevel unserer Kunden, mittels Optimierung von Ernährung, Schlaf, Training und Lifestyle zu maximieren. Energie mit der Sie Ihre Ziele erreichen können.

6. Du hast dir viel KnowHow aus den USA importiert. Ist die Fitnessbranche in Deutschland nicht innovativ genug?

Die Fitnessindustrie in Nordarmerika, UK und vor allem in den letzten Jahren in Australien ist um einiges weiter als bei uns in Deutschland. Doch wir sind auf dem Vormarsch. Vor 4 Jahren war das YPSI das erste Personaltrainingstudio in Deutschland mit Langhanteln, Scheiben und einem fachgerechten Satz Kurzhanteln. Mittlerweile gibt es davon ein knappes Dutzend – und es werden immer mehr.
Auch mit unseren YPSI Seminaren sind wir im deutschsprachigen Raum an vorderster Front. Ich selbst habe vor 6 Jahren zu Beginn meiner Zeit als Trainer die ersten Seminare in Deutschland besucht und war verwundert, über die erfahrungsfreien und erfolgslosen Theoretiker, die diese halten.
Unsere Seminare sind eine der Säule unserer Arbeit, daher auch der Begriff Institut im Namen. Je mehr Trainer national und international Methoden verwenden, die Erfolge produzieren, desto besser für alle: für Trainer, Industrie und vor allem für den Kunden, der Erfolg statt Entertainment erhält.

7. Was war bei der Gründung deines Unternehmens die Herausforderungen?

Die größte Herausforderung war sicherlich Nachfrage für unser Angebot zu schaffen. Die Personaltraining-Industrie in Deutschland steckt in den Kinderschuhen. Personaltraining wird mit Hollywood und Unterhaltung beim Training assoziiert nicht mit schnellerem Erfolg. Wir bieten einen Service, der zu Erfolgen führt. So haben wir uns von Beginn an aufgestellt. Und diese Erfolge – die Erfolge unserer Kunden – sind für das Wachstum in den letzten Jahren und die Überwindung einzelner Herausforderungen ausschlaggebend.

8. Das Thema Kraftsport und Fitness wird auch online zunehmend populärer. Zahlreiche „Trainer“ bieten ihre Programme im PDF oder Videoformat an. Auf was muss ich bei der Auswahl eines geeigneten Onlineangebots achten?

Unternehmerisch ist ein Online-Angebot sicherlich sehr interessant. Die größte Herausforderung ist jedoch Qualitätssicherung. Sobald mir die zündende Idee kommt, wie ich dies umsetzen kann, werden wir ein Online Produkt auf den Markt bringen. Aktuell sind wir jedoch weit davon entfernt. Der persönliche Kontakt ist entscheidend und nicht ersetzbar – und das betrifft nicht nur Social Media „Freunde“ – um mit den Kunden maximale Erfolge zu erzielen. Wenn ich mein Onlineprodukt 1000mal verkaufe, davon 10 Personen Erfolge erzielen und ich diese vermarkte, sieht das im ersten Moment gut aus, ist jedoch rechnerisch nur eine 1%ige Erfolgsquote. Unser Ziel ist das weit über 90% unserer Kunden gute bis ausgezeichnete Fortschritte und Erfolge erzielen. Und das ist nur so möglich wie wir aktuell arbeiten – mit persönlichem Kontakt und individualisierten Programmen.

9. Mit welchen 3 Personen würdest Du gerne einmal Essen gehen. Wer und warum?

1. Alleine. Essen ist eine gute Zeit um Nachzudenken.

2. Harald Wohlfahrt. Er hat interessante Ansichten zu Essen und Handwerk.

3. Pep Guardiola. Er hat sicherlich einiges zum Thema Erfolg und Struktur im Sport zu erzählen.

10. Wo siehst du Dich und Dein Unternehmen in fünf Jahren?

In den letzten 2 Jahren haben unsere Seminare im YPSI über 80 Trainer aus ganz Europa besucht. Diese Zahl wird sich in den kommenden Jahren sicherlich vervielfachen. Allein im letzten Jahr haben Trainer, die unsere Seminare im YPSI besucht haben, eigene Studios in Köln, Frankfurt, Zürich, Göppingen und Sindelfingen eröffnet. Und es werden mehr werden.

Im diesem Herbst bringen wir auch endlich – nach großer Nachfrage – unsere YPSI Trainer B- und A-Lizenz auf den Markt, eine wichtige Entwicklung hin zu einer ergebnisorientierten, kompetenten Personaltrainingindustrie.

Letztendlich werden wir in den kommenden 5 Jahren das Gleiche machen wie in den vergangenen 5 Jahren: Wir werden unsere Kunden mit den effizientesten Methoden am schnellsten zum Erfolg führen. Ob das nun ein eigenes Personaltrainingstudio, mehr Explosivität auf dem Platz oder Eis, der erste Sixpack oder einfach nur mehr Lebensenergie ist.

Danke für das Interview!

 

tobi_bna_back

,

10 Fragen an Lefti von smoope

Diese Woche haben wir uns mit Lefti von smoope unterhalten, deren App den Service-Prozess zwischen Unternehmen und Kunden erheblich erleichtern möchte.

Wer bist Du und welches Produkt bietet ihr an?

Mein Name ist Eleftherios Hatziioannou – auch bekannt als “Lefti”. Ich bin Co-Founder der smoope GmbH. Unsere App „smoope – Service To Go“ ist ein Instant Messenger, der Unternehmen und Kunden direkt vernetzt.
smoope kommt von “smooth operator”. Eines abends als wir dabei waren, einen Namen für unsere Geschäftsidee festzulegen, lief Musik von Sadé im Hintergrund und da hat es einfach Klick gemacht! Die Wortkreation gefiel uns auf Anhieb, sie ist “sticky” und viel interessanter als die langweiligen Alternativen, wie Instaservice und Co., die zur Debatte standen.

Seit wann gibt es Euch als Unternehmen?

Am 1. Oktober 2013 haben wir die smoope GmbH gegründet bevor wir am 09. Oktober den Prototypen auf Android-Basis gelauncht haben. Wir haben zunächst mit einem ausgewählten Kreis von Mobilfunk-Shops unsere Grundannahmen getestet und Feedback eingeholt bevor wir das System fertig entwickelt haben. Seit März sind wir neben der Web-App für Unternehmen auch auf iOS verfügbar.

smoope Logo

Wie seid ihr auf die Gründungsidee von smoope gekommen?

Halil Mandal, mein Co-Founder, kam letzten Sommer auf mich zu, um mir seinen Frust als Unternehmer im Mobilfunk-Einzelhandel mitzuteilen. Er klagte darüber, dass der Wettbewerbsdruck größer werde und er nach einer Lösung suche, die es ihm erlauben würde, großartigen Kundenservice zu bieten. Er wollte für seine Kunden auch jenseits seiner Shops da sein und sie damit noch stärker an sich binden. Wir haben darüber nachgedacht, wie wir dieses Problem am Besten lösen können, wie sich das Kommunikationsverhalten von Menschen verändert hat und welche technologischen Möglichkeiten wir dafür nutzen könnten. Als das Grundkonzept stand, ging es dann sehr schnell. Wir sind es aber auch deshalb angegangen, weil wir in der Vergangenheit schon zu viele gute Ideen (auch einige eigene!) sterben gesehen haben, weil sie nicht angepackt wurden.

Was habt ihr vorher gemacht und wie habt ihr als Team zueinander gefunden?

Halil hat eine Ausbildung als Groß- und Einzelhandelskaufmann gemacht, ist aber schon seit vielen Jahren selbständig und unternehmerisch tätig. Erst im Vertrieb von Finanz- und Versicherungsprodukten und seit etwa 5 Jahren im Mobilfunkbereich. Aktuell betreibt er noch zwei Shops in Reutlingen und Tübingen, wovon der eine zu den erfolgreichsten in Süddeutschland gehört.
Ich selbst habe fast 9 Jahre bei der Daimler AG gearbeitet, wo ich über ein BA-Studium (BWL) im Bereich Brand Communications gelandet bin. Dort habe ich mehrere Stationen durchlaufen, vom Sport-Marketing über Globale Werbung zur Digitalen Kommunikation. In meiner letzten Station konnte ich als erster Social Media Manager der Marke Mercedes-Benz den Grundstein für den Erfolg der Traditionsmarke in den neuen/ sozialen Medien legen. Die gesammelten Erfahrungen setze ich seit 2011 in meiner Unternehmensberatung für meine Kunden ein.

Wir haben beide schon mit dem einen oder anderen Startup zu tun gehabt, indem wir Freunde unterstützt, ein paar eigene Ideen in den Sand gesetzt (von einer Facebook Quiz App bis hin zu einer Bio Fast Food-Kette in Südafrika) und im Rahmen unserer Möglichkeiten in andere Startups investiert haben.

Lefti_Halil_smoope

Was waren die größten Herausforderungen bei Eurer Gründung?

Wir konnten in den zurückliegenden Jahren viele Erfahrungen sammeln und Fehler machen. Das hilft uns heute, grobe Schnitzer zu vermeiden – zumindest bisher. Die größte Herausforderung lag bisher sicherlich darin, die richtigen Entwickler an Bord zu holen, mit denen wir unsere Vision verwirklichen konnten. Ein technisches Team zu rekrutieren, mit dem wir harmonieren und das unsere Vision versteht. Zum einen ist es nicht so einfach gute Leute zu finden, zum Anderen muss man sich die auch leisten können. Mit ein bisschen Kreativität findet man aber immer eine Lösung. Was uns geholfen hat, war sicherlich, dass wir ein gutes Netzwerk besitzen und eine große Vision haben, für die wir brennen. Das ist ansteckend.

Warum habt ihr Euch bei der Gründung für Stuttgart als Standort entschieden und nicht wie viele andere für Berlin?

Wir würden ja gerne sagen, dass wir Stuttgart aus strategischen Gründen gewählt haben, aber so war es nicht wirklich. Wir sind von hier, unsere geschäftlichen Aktivitäten konzentrieren aktuell auf den Großraum Stuttgart und wir wollten einfach mal loslegen und keine Zeit verlieren. Der Standort ist aus unserer Sicht für eine Gründung zunächst mal unwichtig. Dank des Internets und innovativer Tools (einige ja sogar aus dem Neckar Valley!) kann man auch ganz gut standortunabhängig arbeiten. Unser Kern-Entwicklerteam sitzt in Berlin. Losgelöst von unserer Gründung hat sich Stuttgart aber in den letzten Jahren durchaus gemausert. Ich erinnere mich noch daran, wie wir vor knapp 10 Jahren ein Projekt im Bereich E-Learning angegangen sind und verzweifelt nach relevanten Veranstaltungen und Ansprechpartnern gesucht haben. Als wir dann bei einer Veranstaltung in Freiburg landeten, waren wir überrascht, dass wir (die Anfänger) die Einäugigen unter den Blinden waren und mehr wussten als die vermeintlichen “Experten”. Mittlerweile findet fast jede Woche irgendwo im Raum Stuttgart ein Event statt, bei dem man sich mit anderen Gründern austauschen kann, es gibt einige erfolgreiche Startups und Unternehmer in der Region, die bereit sind, Ihre Erfahrungen zu teilen. Darüber hinaus ist der Innovationsgeist fest in dieser Region verankert, nur eben in traditionellen Branchen. Die Challenge ist, dass wir alle dafür sorgen, dass dieser Innovationsgeist wieder neu aufblüht und neue Ideen entstehen und vor Allem in Angriff genommen werden. Wir müssen uns dabei gegenseitig unterstützen. Dass es jetzt auch einige Förderprojekte und Organisationen in diesem Bereich gibt, macht es Gründern schon sehr viel einfacher, erste Schritte zu gehen und ihre Träume in Angriff zu nehmen – nicht zuletzt auch, weil die Szene besser organisiert ist. StartUp Stuttgart hat sich zur Stimme der Gründer entwickelt, teilt regelmäßig nützliche Informationen und ermöglicht Kontakte. Aber auch hier gilt: Keiner wird Dir die Arbeit abnehmen. DU musst es selbst anpacken!

smoope_App

Was möchtest du Gründern als Tipp mitgeben, wenn sie in Stuttgart (und der Region) gründen möchten?

1. Netzwerken: Ich rate jedem sofort damit anzufangen, Kontakte zu knüpfen, auszuhelfen, sich auszutauschen. Baut Euer Netzwerk über längere Zeit auf und nicht erst dann, wenn ihr es benötigt. Helft anderen, damit sie Euch vielleicht irgendwann auch helfen.
2. Eigenkapital ansparen: Fangt bereits vor der Gründung an, zu „bootstrappen“ und sparsam zu sein. Schafft etwas Geld auf die Seite, das Euch dann auch etwas “Sicherheit” gibt, wenn es zur Gründung kommt. „Money attracts money“ heißt es. Das werdet ihr spätestens dann merken, wenn ihr die Hosen runterlassen müsst vor einer Bank oder einem Investor. Wieso sollen sie Euch Ressourcen zur Verfügung stellen, wenn ihr bis jetzt noch keinen Cent auf der hohen Kante liegen habt?
3. Komfortzone verlassen: Siegertypen trainieren mehr, geben immer alles und arbeiten härter als alle anderen. Wenn das bedeutet, dass ihr einen Full-Time Job braucht und abends an Eurer Idee weiterarbeitet, dann ist das eben so. Holt Euch kritisches Feedback ein und nicht nur Komplimente. Die fühlen sich zwar besser an, wirklich weiterbringen tut einen allerdings nur kritisches Feedback, das Eure Schwachstellen aufzeigt und Eure Gedanken anregt.
4. Handeln: Last, but not least – verlasst möglichst schnell die Phase der Konzeption und Gedankenspiele und packt es einfach an! Viele Ideen sterben in Schönheit – und zwar auf einem perfekten Blatt Papier.

Angenommen du hättest die Chance einen Tag lang Bürgermeister von Stuttgart zu sein, was würdest du verändern?

Ich würde die gesamte City mit kostenlosem High-Speed Internet ausstatten. Ansonsten würde ich mir den Bildungsplan nochmal genauer ansehen und Unternehmertum schon dort mehr auf die Agenda bringen. Vor allem Kinder und Jugendliche sollen sich frühzeitig mit sich selbst, effizienteren Lernmethoden und Kreativtechniken auseinandersetzen und nicht nur zu „Hamstern“ erzogen werden. Halil würde das EXIST-Programm auch für Nicht-Studierte öffnen. Seiner Erfahrung nach sind viele erfolgreiche Unternehmer ohne Diplom- und Doktortitel. Davon hatten wir es erst gestern wieder in einem Gespräch mit anderen Gründern, die gerade durch dieses Programm gefördert werden. Geförderte Existenzgründung ist für Nicht-Studierte nur aus der Arbeitslosigkeit heraus und nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Da könnte man sicherlich auch ein paar Hürden abbauen und mehr Unternehmertum ermöglichen.

Mit wem würdest Du gerne Essen einmal gehen und warum?

Ganz ehrlich? Mit meiner Familie! Weil ich sie sehr vermisse im Moment. Sie leben in Rhodos (Griechenland) und ich sehe sie deshalb nur selten. Ansonsten mit jedem Unternehmer, der den Mut aufgebracht hat, den Status Quo nicht zu akzeptieren, seine Komfortzone (die in Deutschland auch sehr groß ist) zu verlassen und seine Ideen anzugehen. Man kann immer sehr viel lernen von diesen Menschen. Das sind Menschen, die weniger daran denken, was so alles schief laufen kann und mehr, was eigentlich passieren würde, wenn der Plan aufgeht. Ich mag Optimisten, die kalkuliertes Risiko eingehen. Wer sich angesprochen fühlt, sollte sich auf ein Lunch- oder Dinner-Date melden.

Wo siehst Du smoope in 5 Jahren?

Immer mehr Unternehmen werden unsere Apps und Services nutzen, um großartigen Service zu bieten. Schon allein die Nutzung unserer Produkte wird positive Abstrahleffekte auf Unternehmen haben – vergleichbar mit „Intel inside“ wird es an der Ladenfront oder im Kassenbereich Kennzeichnungen geben, die darauf aufmerksam machen, dass dort „smoope – Service To Go“ angeboten wird. Auf Konsumentenseite wollen wir uns als praktisches Helferlein in den Lebensalltag integrieren, indem wir die Interaktion mit Unternehmen vereinfachen. Immer wenn es um die Kontaktaufnahme zu einem Unternehmen geht, wird es heißen: „smoope das doch mal“. Bis dahin haben wir noch viel zu tun.

Wir laden Euch herzlich ein, selbst die App runterzuladen, uns Feedback zu geben und uns beim nächsten Besuch in Eurem Lieblingsrestaurant, bei Eurem Zahnarzt oder anderen Dienstleistern zu erwähnen. Damit ihr in Zukunft auch dort „Service To Go“ genießen könnt. Auch StartUp Stuttgart ist dabei – wie ich erfahren habe;)

Vielen Dank für das interessante Interview und weiterhin viel Erfolg!
___

UPDATE 29. Juli 2014: smoope hat vom HTGF eine Investionsrunde im sechstelligen Bereich eingesammelt. Wir sagen herzlichen Glückwunsch! Weitere Details findet ihr in unserem Beitrag dazu.

,

10 Fragen an Sebastian Werner von Running Mhhh, Instaprinta und get Dive

Diese Woche haben wir uns mit Sebastian Werner von Running Mhhh, Instaprinta und get Dive unterhalten, der gerade mit seinem Team die ultimative Maultaschen-Revolution plant. Aber lest selbst.
__

Sebastian, als Startup Legende Neckar-Alb ;) hast du ja mehrere Unternehmen, die du gleichzeitig (und bisher noch neben Deiner normalen Arbeit) betreibst. Erzähl uns doch bitte mal etwas mehr zu den einzelnen Projekten.
Am Anfang war „getDive“, ein Maracuja Energydrink, eine klassische Schnapsidee. Im Whirlpool auf die Idee gekommen und die hat einen nicht mehr losgelassen. Da half nur noch die Umsetzung :)
Wenn man verrückte Dinge tut, trifft man immer auf andere Verrückte und so bin ich auf Michl und Peter getroffen. Zu dritt sind wir „Running Mhhh – Die Maultaschen Revolution“ – wir verpacken die klassische Maultasche modern und haben eine Fastfood-Variante für die MAULDASCH entwickelt.
Das dritte Projekt ist „instaprinta“ – ein Onlineshop für den Druck von Instagram-Bildern (quadratisch) mit anschließendem Versand, den realisiere ich mit Christian.

Wann hat dich das Startup-Fieber gepackt und seit wann gibt es die Projekte jeweils?
Irgendwie hatte ich schon immer den Drang was eigenes zu machen – aber die Idee fehlte. Heute glaube ich aber dass es nicht nur zwingend auf die Idee ankommt, sondern vor allem und hauptsächlich auf den eigenen Antrieb, den unglaublichen Willen ein Projekt erfolgreich zu gestalten. Natürlich schadet es nicht, wenn die Idee auch schon dufte ist :) Aber bei jeder doofen, verrückten Idee entstehen dann immer wieder neue Dinge. So wie es bei mir auch war, ohne „getDive“ wäre ich nie auf Michl und Peter getroffen.
getDive wurde 2009 gegründet, die Running Mhhh GmbH 2013 genauso wie instaprinta.

Wie seid ihr auf die Gründungsidee zu Running Mhhh gekommen und wer gehört alles zum Team?
Die Idee zur Revolution hatte Michl in einer Besenwirtschaft – dort wurde darüber philosophiert, dass es auf jedem Straßenfest immer das gleiche zu Essen gibt und was schwäbisches fehlt. Daraus ist unser Klassiker entstanden (ein aufgeschnittenes Laugenbrötchen, dort wird Mamas Bratensoße reingerieben, angebratener Speck, angebratene Zwiebeln und die MAULDASCH, wie ein Burger) – der immer noch unser absoluter Renner ist.
Angefangen haben das Projekt dann Michl und Peter, zuerst bei kleinen Events und dann wurden die Events immer größer. Ich bin dann Mitte 2012 dazu gestoßen, nach dem wir schon einige Events gemeinsam bestritten hatten. Zu dritt haben wir dann 2013 die GmbH gegründet und einen Businessplan mit der Vision einer „schwäbischen Fastfoodkette“ geschrieben. Wir haben dann 2013 den Gründerpreis Rems-Murr gewonnen und sind auf Baden-Württemberg Ebene vierter geworden. Das hatte einige Presseberichte zur Folge und die Feste wurden immer größer (Flammende Sterne, Lichterfest, Unheilig Konzert, Tag der deutschen Einheit u.v.m.).

Kürzlich habt ihr ja Euren ersten Running Mhhh Point in der Stuttgarter Innenstadt eröffnet. Wie läuft das Geschäft bisher und habt ihr schon Pläne für weitere Läden?
Ja richtig, unser erster Point ist seit Anfang April offen und mischt ein wenig die Essensgewohnheiten der Stuttgarter durcheinander :) Also Stand jetzt, passt es ganz gut und die Leute sind begeistert von unseren Mhhh´s. Ein wirkliches Resümee macht glaube ich erst nach nem halben Jahr Sinn, wenn sich alles eingespielt hat.
Pläne für weitere Points haben wir noch nicht, zumindest nichts konkretes. Aber wir wollen schon, sobald der erste Point läuft, die Fühler nach weiteren Standorten ausstrecken, es soll ja weitergehen :)

Sebastian Werner

Was waren bei der Gründung von Running Mhhh die größten Herausforderungen?
Puh, die größte Herausforderung kann ich gar nicht beziffern. Ich für meinen Teil kann sagen, dass es sicherlich nicht schädlich für Running Mhhh war, dass ich mit getDive schon einiges erlebt hatte und somit auch etwas Erfahrung mit einbringen konnte. Fehler darf man ja machen, aber man sollte halt daraus lernen und ihn nur einmal machen :)
Ansonsten sind es viele organisatorische Herausforderungen und sicherlich das Lernen aus den Veranstaltungen. Das heisst, auch wenn Veranstaltungen gut laufen und erfolgreich sind, haben wir im Anschluss alles hinterfragt und uns überlegt wie wir noch besser kommunizieren, die Darstellung vereinfachen und vor allem die Abläufe optimieren können.
Als tolles Beispiel kann ich hier den „Tag der deutschen Einheit“ nennen, der war super, wir hatten von morgens bis Ende mehrere Schlangen. Heute wären wir aber in der Lage, viel mehr Portionen über die Theke zu schieben, mit gleichem Personalaufwand – einfach nur weil wir die Abläufe extrem optimiert haben.

Warum habt ihr Euch für die Region Stuttgart als Standort entschieden und nicht wie viele andere Startups für Berlin?
Naja in erster Linie haben wir ja auch noch Hauptjobs und Familien, somit war ein Standort Berlin nie eine Option. Und nur weil man in Berlin gründet heisst es ja noch lange nicht, dass diese Gründung erfolgreich wird. Außerdem gehört doch wohl ne Maultaschen Revolution nach Stuttgart :)

Was möchtest Du Gründern speziell als Tipp mitgeben, wenn sie in der Stuttgarter Region gründen möchten?
Für mich ist der wichtigste Tipp – dran bleiben. Wenn euch eine Idee nicht mehr loslässt, dann fangt an. Nicht reden, machen. Dabei sammelt man so wahnsinnig viel Erfahrung und ggf. ist es am Ende nicht genau die Idee aber evtl. eine andere. Und ihr könnt auf Erfahrungen aus der Ursprungsidee zurückgreifen.
Und der zweite Tipp ist die Vernetzung, seid offen und traut euch in Gespräche – es öffnen sich immer wieder neue Türen. Zuviel Vernetzung gibt es gar nicht und das sich dafür jegliche Gründeraction von StartUp Stuttgart hervorragend eignet, versteht sich von selbst.

Angenommen Du hättest die Chance einen Tag lang Bürgermeister von Stuttgart oder Reutlingen zu sein, was würdest Du verändern?
Als Reutlinger bin ich in Stuttgart noch nicht so ganz drin und tu mir da etwas schwer. In Reutlingen würde ich mir mehr Freiheit für die Wirtschaftsförderer wünschen. Diese haben unglaublich viele gute Ideen und bewegen auch sauviel in der Stadt. Da hat sich in den letzten Jahren einiges getan – aber ich hab das Gefühl, da könnte noch viel mehr gehen :)
In Reutlingen gibt es sehr viel Potential in den verschiedensten Bereichen, das müsste gehoben werden. Dazu braucht es aber Leitungsgremien die offen für neues sind und vielleicht auch mal was riskieren. Leider werden vielen Dingen immer nur Steine in den Weg gelegt – als Beispiel gelten hier so Partyevents wie „Nachtschwärmer“ oder der legendäre „heilige Morgen“. Natürlich gibt es viele Probleme bei diesen Events aber ich bin eher für lösungsorientiertes Handeln und nicht für Steine in den Weg legen.

Mit wem würdest Du gerne einmal Essen gehen und warum?
Hm, zwei Leute hätte ich da ganz oben auf meiner Liste – zumindest wenn es um das Thema Business geht. Obwohl ich überzeugter VFB-Fan bin und der Kollege gerade andere große Probleme hat, bin ich total begeistert wie ein Uli Höneß die Marke FC Bayern in den letzten 35 Jahren aufgebaut hat. Der zweite ist Stefan Raab, er hat ein Imperium in der heutigen Medienwelt geschaffen die seines Gleichen sucht. Hier finde ich die Verknüpfung seiner Events, Sendungen und Produkte mit Unterhaltung unglaublich spannend. Ansonsten ist aber jedes Gespräch, egal mit wem wertvoll und kann einem neue Denkanstöße bieten.

Wo siehst Du Deine drei Unternehmen heute in fünf Jahren?
Hui, aaaaalso…..Running Mhhh hat 2019 in jeder mittelgroßen Stadt in Baden-Württemberg einen Point und auch schon einen Point in Berlin (da soll es ja den ein oder anderen Schwaben geben :)). getDive wächst mit, denn reinzufällig gibt es den lecker Maracuja-Energydrink auch im gut sortierten Getränkesortiment von Running Mhhh. Instaprinta ersetzt die klassische Postkarte und es ist 2019 extrem hipp sich gegenseitig Instaprints zuzusenden :)

Vielen Dank für das interessante Gespräch und weiterhin viel Erfolg!