Am Dienstag, den 08. Juni, veranstaltet der Startup Campus 0711 von 13:00 Uhr bis 18:00 Uhr die digitale Karrieremesse Students meet Startups. Studierende haben hier die Möglichkeit innovative Unternehmen kennenzulernen und Startup-Luft zu schnuppern. Es werden verschiedenste Praktikumsplätze und Jobs in den jeweiligen Startups angeboten. In den kurzen Pitches der Startups erfährst du mehr über die einzelnen Startups, danach kannst du dich persönlich mit ihnen an den einzelnen Ständen austauschen. In den Pitches, die nach der Begrüßung und einem Inputtalk stattfinden, stellen die Startups nicht nur sich selbst vor, sondern auch ihre derzeit offenen Stellen. Bis 18:00 Uhr hast du dann die Chance dich auszutauschen und die digitale Messe zu besuchen.

Hier geht’s zur kostenlosen Anmeldung.

Panakeea ist ein Startup mit echter Bio-Kosmetik. Echt bio, weil jedes Produkt garantiert zu mindestens 99% bio und zu 100% natürlich ist. Alle Produkte sind regional, nachhaltig und dermatologisch getestet. Zertifiziert sind alle Produkte mit Ecocert Cosmos Organic, außerdem PETA Cruelty Free, also tierversuchsfrei. Fast alle Produkte sind vegan und tragen das Siegel von The Vegan Society. André und Kerstin aus Korntal-Münchingen haben panakeea vor der Geburt ihrer Tochter Mathilda, die inzwischen 2 Jahre alt ist, gegründet. Sie ist der Grund, warum sie auch ein Babypflegeöl im Programm haben. Panakeea ist ein Familien Startup. Sie haben keine Investoren und panakeea gehört ihnen zu 100%. Somit können André und Kerstin panakeea so weiterentwickeln, wie sie es sich vorstellen.

Wir haben ihnen unsere Fragen gestellt.

Was macht panakeea nachhaltig?

„Um wirklich nachhaltige Kosmetik anzubieten, machen wir einiges, was ich gerne im Detail erkläre. Alle Produkte sind in Glas abgefüllt und auch im Versand verzichten wir zu 100% auf Kunststoffe. Wir setzten voll auf recyclebare Materialien, die im besten Fall bereits recycelt sind. Nur unsere Faltschachteln (Transportschutz) sind aus „frischem“ Karton, aber FSC-zertifiziert. Unsere Etiketten sind aus Steinpapier und verbrauchen -50% CO2 im Vergleich zu normalen Papieretiketten. Alle eingesetzten Kleber (Etiketten und Paketlebeband) sind vegan. Unseren Strom beziehen wir als echten Grünstrom. Zudem arbeiten wir kontinuierlich daran weniger Verpackungsmaterial einzusetzen und unseren Abfall zu reduzieren. Und nicht nur zu guter Letzt entstehen im Anbau der natürlichen Bio-Inhaltsstoffe weniger schädliche Klimagase als im Vergleich zu konventionellen Inhaltsstoffen. Da panakeea mindestens 99% Bio-Inhaltsstoffe in jedem Produkt garantiert, sind unsere Produkte also besonders nachhaltig. Das Ganze macht nicht nur uns als Unternehmen und unsere Produkte nachhaltig, sondern das gesamte Einkaufserlebnis inklusive Versand.“

Warum habt ihr panakeea gegründet?

„Wir sind seit eh und je passionierte Bio-Liebhaber mit starkem Interesse für Nachhaltigkeit, Regionalität und ein plastikfreies Leben. Ich suche 2015 vergeblich nach einer Pomade ohne erdölbasierte Rohstoffe, ohne Paraffin und ganz bio. Leider finde ich keine und entwickle so meine eigene. Schnell findet die Pomade Anklang im Freundeskreis, aber da sind wir zeitlich noch weit weg von panakeea. Erst später, durch einen Zufall, treffe ich an der Tankstelle auf die Sänger Alec und Sascha der Band The BossHoss. Ich erzählte ihnen von meiner Bio-Pomade und BossHoss zeigten sich interessiert. Ich sendete ein paar Muster und 3 Monate später ruft der Bandmanager an und fragt, wo man die Pomade kaufen könne. Unsere Marke panakeea ist geboren, das war 2016. Wir verkaufen unsere Produkte aber erst seit April 2020. Hatten also jetzt erst unser 1-jähriges.“

Warum Bio-Kosmetik?

„Nur Bio-Inhaltsstoffe können folgendes bieten:

1. Verbot synthetischer Pestizide und Verbot von Genveränderung

2. Schutz der Natur- und Artenvielfalt, Gewässer und Böden

3. Reduzierung von Klimagasen: Geringere CO2- und N2O-Emissionen

4. Höhere Einkommen und besserer Lebensstandard für Lieferanten in Entwicklungsländern

Und so macht es für uns Sinn, dass Kosmetik so viel wie möglich Bio-Inhaltsstoffe haben soll. Denn nur dann ist die Kosmetik gut für unseren Körper selbst, aber auch den Planeten und alle anderen Menschen. Und panakeea bietet dies, weil panakeea Produkte garantiert zu mindestens 99 Prozent bio und zu 100 Prozent natürlich sind.“

Habt ihr Tipps für andere Gründer:innen?

„Ich kann nur bestärken, was wohl jeder schon oft gehört hat: durchhalten. Lasst eure Idee nicht kleinreden, glaubt an sie und haltet durch. Rückschläge sind normal. Es gilt stets aufzustehen und weiterzumachen. Orientiert euch an denen, die an euch glauben, nicht an denen, die eh immer etwas zu nörgeln haben. Und seid darauf gefasst, dass auf einmal jede:r Bundestrainer:in ist und vieles besser weiß. Seht es positiv und zieht die guten Ratschläge heraus. An panakeea sieht man, ich habe 2016 angefangen und erst seit 2020 gibt es die panakeea Produkte auf dem Markt. Manchmal braucht es etwas länger, aber das hat Gründe und ist ok so, wenn es Gründe gibt. Wofür ich im Rückblick mehr Zeit planen würde ist das Produktdesign, die Homepage und der Onlineshop. Das hat alles viel länger gedauert, als ich anfangs dachte und geplant hatte. Informiert euch auch gründlich, ob es EU-Vorschriften oder lokale Gesetze für eure Produkte gibt, denn auch hier können versteckte Kosten oder zeitverlängernde Dinge auf euch zu kommen. Und gerade eine gute Planung der Zeit und Kosten halte ich für wichtig.“

In der Zukunft will panakeea wachsen, um mehr Menschen und Märkte von ihren Produkten zu überzeugen und damit in ganz Europa bekannt werden. Die übergeordnete Mission ist aber, dass sie davon überzeugt sind, dass freier Zugang zu Bildung, zu Frischwasser und zu medizinischer Versorgung Güter sind, die jedem Menschen zur freien Verfügung stehen müssen. So wollen sie schon zeitnah mit einem Teil ihres Umsatzes genau solche sozialen Projekte unterstützen. Außerdem wollen sie beweisen, dass Bio-Kosmetik wirklich Bio, nachhaltig und regional sein kann.

Vielen Dank panakeea!

Der Startup Monitor des Bundesverbands Deutsche Startups e.V. ist der zentrale Pulsmesser des deutschen Startup-Ökosystems. Die Umfrage richtet sich an alle Startups und sammelt anonymisiert Informationen zu euch, eurem Startup, euren Herausforderungen und euren Zielen. Um zu zeigen, wie wichtig Startups für unsere Wirtschaft und Gesellschaft sind und wie sie positive Akzente in der Corona-Krise setzen können, braucht der Bundesverband Deutsche Startups e.V. eure Zahlen. Im letzten Jahr haben 1946 Startups mit 4745 Gründer:innen und insgesamt 25966 Mitarbeiter:innen beim Deutschen Startup Monitor teilgenommen.

Mache jetzt auf dich, dein Startup und deinen Gründungsstandort aufmerksam und nimm hier an der Befragung zum Deutschen Startup Monitor teil!

Für Innovation und Gründergeist gibt es kein Mindestalter.

Start-up BW gibt mit dem neuen Format „Start-up BW@School“ Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich mit erfolgreichen Junggründer:innen auszutauschen. Bereits stattgefunden hat das am Königin-Charlotte-Gymnasium in Stuttgart. Hier war Julian Prigl, Mitgründer des Sindelfinger Startups Knowunity, zu Gast und berichtete über den Gründeralltag, die kürzlich bekannt gewordene Millionen-Investition. Gegründet hat der 23-Jährige sein Startup noch während der Schulzeit mit seinen Mitgründern. Auf der Lernplattform dreht sich alles um das Motto: Von Schüler:innen für Schüler:innen. Schüler:innen erhalten auf der Lernplattform, bei der mittlerweile 16 Mitarbeiter:innen beschäftigt sind, Zugang zu hochwertigen Zusammenfassungen, Präsentationen und Lernzetteln, die von Schüler:innen selbst zur Verfügung gestellt werden. Das 90-minütige Gründerinterview war mit Sicherheit eine spannende Abwechslung zum Homeschooling-Alltag.

Gerade in Zeiten des Homeschoolings sind digitale Lernplattformen wie Knowunity absolut unverzichtbar geworden. Sie helfen Schülerinnen und Schülern neben dem normalen Unterricht die Themen zu verstehen und zu verinnerlichen. Auch andere Anbieter von Online-Lern-Plattformen und die führenden EdTech Startups befassen sich intensiv mit der Unterstützung des Bildugssystems in Zeiten des Homeschoolings. Unternehmen wie die simpleclub GmbH, Bildungs-Startups und Vereine wie der Bundesverband Digitale Bildung e.V. haben sich zusammengeschlossen und die „Initiative der Deutschen Digitalen Bildungsanbieter“ ins Leben gerufen und ein Schreiben an das Bundesministerium verfasst. Sie wollen alle gemeinsam die durch die Pandemie entstandenen Lernrückstände mit den Förderprogrammen des Bundesministeriums in Angriff nehmen und das Bildungssystem dabei unterstützen die Wissenslücken zu schließen.

Hier findest du das Schreiben der Initiative an das Bundesministerium.

MyCabin ist ein junges, outdoor-begeistertes Team von mittlerweile 20 Bergfreund:innen und Reiselustigen aus der Bodenseeregion mit dem Ziel, Menschen verantwortungsbewusst in die Natur zu bringen und tolle (Reise-)Erlebnisse zu schaffen. Sie setzen sich dafür ein, dass MyCabin für alle Beteiligten, inklusive der Natur, einen echten Mehrwert bietet. Deshalb binden sie alle Stakeholder in die Weiterentwicklung von MyCabin mit ein: Gastgebende, Gemeinden, Verbände, Nachhaltigkeitsinitiativen und Reisende.
Wir haben MyCabin unsere Fragen gestellt.

Ihr habt kürzlich eure neue Website gelauncht. Was ist hier neu?
„Neu ist, dass man auf der Website jetzt nicht nur buchen, sondern auch online bezahlen kann, was auf unserer Pilotseite vom vergangenen Sommer nicht möglich war. Die Inserate auf unserer Community-Plattform können zudem favorisiert werden. Zudem gibt es unterschiedliche Stornierungsoptionen, die Möglichkeit, Tipps in den Regionen mit der Community zu teilen und die Website hat ein neues Gesicht bekommen. Das sind so die Hauptänderungen.“

Wie habt ihr Partner wie komoot oder Fjällräven mit ins Boot geholt?
„Auf der Suche nach Partnern haben wir uns genau überlegt, wer von den Werten und Zielen auch wirklich 100% zu uns passt und wen wir deshalb unbedingt an unserer Seite haben wollen, um gemeinsam an einem Strang ziehen zu können. Es war schon immer unser Ansatz, Menschen mit ins Boot zu holen, gemeinsam mit Partnern, Organisationen und Initiativen zu arbeiten und nicht im Alleingang unser Ding durchzuziehen. Schlussendlich haben wir MyCabin bei den Unternehmen vorgestellt und erklärt, wieso wir gut zusammenpassen und welche Synergieeffekte wir jeweils sehen. Das hat sehr gut funktioniert und wir sind jetzt super happy mit unseren Partnern.“

Wie kann man bei euch Gastgeber:in werden?
„Grundsätzlich kann jede:r Gastgeber:in werden, es braucht nicht viel dazu. Eine einfache Wiese, ein großer Garten, ein Stellplatz neben der Weide oder eine Hütte im Wald. Die Registrierung und das Einstellen des Inserats erfolgen unkompliziert und kostenlos über www.mycabin.eu.“

Wieso sollte man einen Übernachtungsspot in der Natur über MyCabin buchen und nicht Wildcampen?

„Wildcampen ist verlockend, aber vielerorts berechtigterweise verboten. MyCabin ist – einfach gesagt – wie Wildcampen aber in legal. Zumindest befriedigt es dieselben Bedürfnisse, umgeht allerdings negative Auswirkungen wie Lärm, Verschmutzung durch hinterlassenen Müll, die Verdrängung von Tieren und vermeidet Konflikte in Destinationen zwischen Reisenden, Privatgrundbesitzer:innen und Gemeinden. Doch es spricht noch mehr für MyCabin als Alternative zum illegalen (teilweise kostspieligen) Wildcamping: Durch das Teilen ihrer Heimat und des Grundes können die Gastgeber:innen Nebeneinkünfte generieren, lokale Erzeugnisse bewerben und in einen kulturellen Austausch treten. Beim Übernachten mit MyCabin kann man sich als Reisende:r sicher sein, dass man willkommen ist und kann die Region ganz anders erleben. Beispielsweise bekommt man frische Eier vom Biobauernhof oder tolle Tipps für Ausflüge in der Region.“

In Zukunft möchte MyCabin Outdoor-Reisenden auf ihrer Plattform ein flächendeckendes Angebot an naturnahen Übernachtungsplätzen im gesamten deutschsprachigen Raum sowie den Nachbarländern zur Verfügung stellen. Außerdem sollen neue Features bei der Website und eine benutzerfreundliche App nicht nur erfahrene Outdoor-Enthusiast:innen, sondern auch diejenigen, die es noch werden wollen, begeistern. Gemeinsam mit ihren Gastgebenden ermöglichen sie echte Erlebnisse in der Natur und fördern sanften Tourismus in den Regionen.
Vielen Dank MyCabin!

Am Donnerstag veranstaltet die PionierGarage zusammen mit der KIT-Gründerschmiede von 19:00 Uhr bis 22:00 Uhr eine Karrieremesse für Startups. Aus den 50 Startups, die sich beworben haben, stellen sich 15 Startups mit verschiedensten Geschäftsmodellen vor. Es sind spannende ökologische, soziale und technische Startups verschiedener Größe dabei.
In Breakoutrooms hast du als Teilnehmer die Möglichkeit, dich mit Vertretern von allen Startups persönlich auszutauschen. Wenn du also mehr Einblicke in die Startup Szene bekommen möchtest, dich persönlichen mit Startups austauschen möchtest oder Interesse an einem Job in einem Startup hast, dann sei auf jeden Fall am Donnerstag dabei. Hier kannst du dich anmelden.

Die meisten, die etwas mit Startups zu tun haben, haben sicherlich schon mal von EXIST gehört. Doch was genau verbirgt sich hinter der Förderungsmaßnahme? Johanna Kutter von der Hochschule der Medien hat uns in einem Interview alle Fragen rund um das EXIST-Gründerstipendium beantwortet. Du findest hier alles, was du über EXIST wissen musst.

Was genau ist EXIST?

„Das EXIST-Gründerstipendium unterstützt Teams, die an einer Hochschule oder Forschungseinrichtung ein Gründungsvorhaben vorantreiben möchten. Dabei sollte es sich um innovative technologieorientierte oder wissensbasierte Gründungsvorhaben mit signifikantem Alleinstellungsmerkmal und guten wirtschaftlichen Erfolgsaussichten handeln. Daneben gibt es auch noch das EXIST-Forschungstransfer-Programm. Dieses eignet sich für Entwicklungsvorhaben, die noch einen größeren Forschungsanteil beinhalten, bis sie Richtung Marktreife gehen können.“

An wen richtet sich EXIST?

„Das EXIST-Gründerstipendium richtet sich in erster Linie an Absolvent:innen einer Hochschule, deren Abschluss maximal 5 Jahre zurückliegt. Genauso können sich Wissenschaftler:innen und ehemalige wissenschaftlicher Mitarbeiter:innen bewerben. Es werden maximal 3 Personen pro Vorhaben mit einem Stipendium gefördert. Es gibt insgesamt viele Ausnahmeregelungen bei diesen formalen Antragskriterien (z.B. Studierende oder Teammitglieder mit qualifizierender Berufsausbildung). Bei Zweifeln, ob man als Team antragsberechtigt ist, am besten beim Gründungsnetzwerk der eigenen Hochschule eine Erstberatung anfordern. In Stuttgart ist das zum Beispiel https://startupcampus0711.de/beratung/ ganz wichtig: Nehmt ca. 6 Monate vor euerm gewünschten Förderbeginn den Kontakt zu den Hochschul-Gründungsberater:innen auf, da die Erstellung und Begutachtung des Antrags meistens viel länger dauert, als gedacht.“

Welche Voraussetzungen muss man für eine EXIST-Förderung mitbringen?

„Neben den formalen Kriterien, müssen auf das Vorhaben drei wichtige Dinge zutreffen. Erstens muss es sich um eine Innovation handeln, wobei es nicht zwingend eine Produkt- oder Prozessinnovation in technologischer Hinsicht sein muss. Auch Geschäftsmodell- und Serviceinnovationen haben durchaus Chancen. Wichtig ist, dass es sich entscheidend vom aktuellen „Stand der Technik“ abhebt sowie über ein signifikantes Alleinstellungsmerkmal verfügt. Zwingend notwendig ist auch der wissenschaftliche Ursprung der Idee. Da es sich bei EXIST um ein Hochschul-Ausgründungsprogramm handelt sollte die Idee aus der wissenschaftlichen Auseinandersetzung (z.B. im Rahmen einer Abschlussarbeit, einer Forschungsarbeit, eines Studienschwerpunkts, einer Promotion, etc.) entstanden sein. Zweitens muss das Team überzeugen: Im geförderten Team müssen alle Kernkompetenzen verankert sein, die für das Vorhaben notwendig sind. Neben den technisch-fachlichen Fähigkeiten braucht es auch Projektmanagement/BWL- und Branchen-Kenntnisse. Teams, die sich schon länger kennen und erprobt haben, dass sie gut zusammenarbeiten können, haben die besseren Chancen. Und drittens muss ein relevantes Marktpotential vorhanden sein, das wirtschaftliche Erfolgsaussichten verspricht. Es kommt hier also darauf an, dass man gut darstellt, wie die Idee auf lange Sicht rentabel am Markt existieren kann. Um ein Gefühl zu kriegen, welche Vorhaben gefördert werden, kann man sich gut durch die News und Vorhabenslisten auf der EXIST-Seite klicken. Ich empfehle allen, die eine Antragsstellung in Erwägung ziehen, sich folgenden Artikel durchzulesen.“

Welche Geschäftsmodelle kommen bei EXIST in Frage?

„Ein wesentlicher Faktor ist, dass das Geschäftsmodell skalierbar ist und die wirtschaftliche Basis für ein wachsendes Unternehmen hergeben kann. Das kann durchaus auch ein Geschäftsmodell mit sozialem Mehrwert sein, das schließt sich absolut nicht aus. Ein schönes aktuelles Beispiel an der HdM hierfür ist zum Beispiel Voto. Der Status der Geschäftsmodellentwicklung ist auch wichtig für die Einschätzung, ob eine Antragsstellung Sinn macht: Beim EXIST-Gründerstipendium sollte schon der „Product-Solution-Fit“ vorliegen, das heißt, dass schon ein Prototyp existieren muss und Pilotkunden/-partner in sogenannten Letter of Intents ihr Interesse an dem Produkt bekundet haben sollen.“

Was beinhaltet die EXIST-Förderung?

„Das EXIST-Gründerstipendium ist sozusagen der Rolls-Royce der staatlichen Förderprogramme für Gründer:innen. Es gibt je nach Vorhaben ca. 120.000€ für eine Teamgründung vom Bundeswirtschaftsministerium. Bis zu 3 Personen erhalten ein monatliches Stipendium (die Höhe ist abhängig vom Status der Person), Sach- und Coachingmittel von bis zu 35.000€ sowie ganz viel Support seitens der Hochschule, z.B. begleitet sie ein:e Mentor:in aus der Professorenschaft sowie ein:e Ansprechpartner:in aus dem Gründernetzwerk der Hochschule, man hat Anspruch auf Räume, Infrastruktur, etc.“

Gibt es Verpflichtungen, die durch eine EXIST-Förderung entstehen?

„Laut Stipendiatenvertrag verpflichtet man sich zur Erfüllung einiger Meilensteine (z.B. Zwischenstandspräsentation, Business Plan Erstellung) und dem Einhalten einiger Regelungen (z.B. keine Nebentätigkeit, etc.). Viel wichtiger als diese Verpflichtungen „auf dem Papier“ ist aber die intrinsische Motivation, dass man sich voll und ganz seinem Vorhaben widmet und den staatlichen Support nutzt, um entschieden voranzukommen, denn ein Jahr ist schnell vorbei. Natürlich beinhaltet jede Gründungsreise ein oder mehrere Kurswechsel (Pivots). Das ist völlig in Ordnung und führt nicht zum Abbruch des Vorhabens. Im besten Falle schafft man innerhalb dieses ersten Jahres, dass das Vorhaben so reift, dass es einen relevanten „Proof“ am Markt einfährt und für eine Anschlussfinanzierung in Frage kommt (z.B. über Business Angels, Pilotkundenaufträge, Venture Fonds oder weiterführende Förderprogramme).  Darüber hinaus hat vermutlich jede Hochschule eine unterschiedliche Erwartungshaltung an ihre EXIST-Teams. Wir an der HdM bieten beispielsweise unseren Stipendiat:innen ein Begleitprogramm mit Input- und Vernetzungsveranstaltungen an und legen die Teilnahme an einem weiterführenden Accelerator-Programm sehr ans Herz. Ebenso freuen wir uns darüber, wenn sich aktive und ehemalige Stipendiat:innen für die Nachkommer engagieren und uns im Bereich der Sensibilisierung für das Thema Gründung an der Hochschule unterstützen.“

Viele Dank Johanna Kutter!

ViveLaCar ist ein FINTech Startup aus Stuttgart, das Autos im flexiblen all-inclusive Abo von Markenvertragshändlern anbietet. Das Auto-Abo ist in vielen Lebenslagen die smarte Mobilitätslösung als Alternative zum Autokauf oder Leasing. Beim Auto-Abo von ViveLaCar gibt es keine Laufzeiten, man kann jederzeit kündigen und es sind alle Kosten rund ums Auto wie zum Beispiel Zulassung, Reifen, Werkstattkosten, Kfz-Versicherung und Kfz-Steuer inkludiert. Die Abonnent:innen bezahlen einen monatlichen all-inclusive Festpreis dafür und können innerhalb von 7-10 Werktagen nach Buchung losfahren. Auf Bedarf liefert ViveLaCar das Auto auch bis vor die Haustüre. ViveLaCar hat in Reutlingen, Berlin und Zagreb eigene Büros und ist neben Deutschland auch in Österreich und in der Schweiz mit Auto-Abo aktiv.

Wir haben ViveLaCar unsere Fragen gestellt.

Wie funktioniert ViveLaCar?

„ViveLaCar funktioniert ganz einfach und digital mit minimalem Aufwand. Du suchst Dir Dein Abo-Auto auf www.vivelacar.com aus, dass Dir gefällt und wählst das für Dich passende Kilometerpaket aus. In Deiner all-inclusive Monatsrate ist alles enthalten, was rund um das Thema Auto anfällt, bis auf das Tanken und Flüssigkeiten, wie AdBlue, Scheibenwischwasser und Öl. Wir wollten ein nachhaltiges und umfangreiches digitales Automobilitätskonzept schaffen, das sowohl dem Anspruch von Autofahrer:innen als auch Markenvertragshändler:innen und auch Herstellern gerecht wird. Wir greifen hierbei auf den Bestand von Händlern zurück und bringen über die ViveLaCar Plattform die Fahrzeuge zu Abonnent:innen, die gerne flexibel bleiben möchten. ViveLaCar ist Vertragspartner und immer erster Ansprechpartner. Damit bieten wir Dir ein Rundum-Sorglos-Paket an. Außerdem hast Du auch die Option, monatlich Dein Kilometerpaket anzupassen und mit einer Kündigungsfrist von nur 3 Monaten kannst Du das Auto-Abo jederzeit und ganz einfach beenden.“

Für wen macht ein ViveLaCar Auto-Abo Sinn? Wie unterscheidet es sich zu Leasing-Modellen?

„Ein ViveLaCar Auto-Abo macht Sinn, wenn Du flexibel unterwegs sein möchtest oder Dich nicht lange an ein Fahrzeug binden möchtest. Das Auto-Abo ist sofort und in der Regel innerhalb von sieben Werktagen verfügbar, ohne lange Wartezeiten. Außerdem gibt es für das Auto-Abo keine feste Laufzeit und Du entscheidest, wie lange Du fährst. Lediglich eine Kündigungsfrist von 3 Monaten ist zu beachten. Im Monatspreis ist alles inklusive, wie zum Beispiel Zulassung, saisonale Bereifung, Werkstattkosten, Kfz-Versicherung und Kfz-Steuer. Die Mobilitätslösung passt zu allen, die flexibel bleiben müssen und wollen. Der generelle Unterschied zum Leasing ist, dass man sich beim Leasing im Vorfeld auf die Laufzeit festlegt und beim Abo das Fahrzeug einfach so lange nutzt wie gewünscht.“

Was unterscheidet euch von Angeboten wie Stadtmobil oder generell Carsharing?

„Ein Auto-Abo-Modell ist kein Carsharing-Modell. Das Abo-Auto ist während der Abolaufzeit ausschließlich im Besitz des/der Abonnent:in.“

ViveLaCar will die die Art und Weise, wie Menschen über den Besitz eines Autos denken revolutionieren. Als KI Tech-Unternehmen wollen sie das führende digitale, flexible und smarte Abo-basierte Ökosystem etablieren.

Vielen Dank ViveLaCar!

Am 18. Mai findet Cyberone-Roadshow Stuttgart statt. Seit über 20 Jahren zählt der Cyberone Hightech Award zum größten Technologiepreis im Südwesten Deutschlands. Beim Online Event des Bussinessplanwettbewerbs für innovative Gründungen in Baden-Württemberg geht es am 18. Mai um das Thema „Due Diligence Investment & Aspekte eines IPOs“ im Bezug auf Hightech-Startups. Das Startup Ascon Systems, das ehemals den Cyberone Award gewonnen hat und Finanzierungsexperte Harald Fuchs beleuchten das Thema zusammen aus Startup Sicht. Unternehmer:innen und Gründer:innen aus dem Hightech-Umfeld haben von 10:00 Uhr bis 11:30 Uhr die Möglichkeit mehr über eines der zentralen Themen bei junge Technologie Gründungen zu lernen.
Hier kannst du dich anmelden.
Auch für den Cyberone Hightech Award ist die Bewerbungsphase noch nicht vorbei. Beworben werden kann sich hier bis zum 28. Mai 2021.

Crowdfunding-Expertin Nisha Di Giorgio hat uns alle Fragen rund um das Thema Crowdfunding beantwortet. Du erfährst hier alles, was du über das für viele Gründungen spannende Finanzierungsinstrument wissen musst.

Wie bist du zu Crowdfunding gekommen?

„Bereits während meines Management Masterstudiums an der Universität Hohenheim habe ich mich mit Entrepreneurship-Themen beschäftigt. Dort bin ich auch mit Crowdfunding als

Finanzierungs- und Marketinginstrument für Startups erstmalig in Verbindung gekommen.

Vertieft habe ich das Thema dann als ich 2018 als Projektleiterin für das Förderprogramm

„MikroCrowd“ im Startup Center an der HdM startete. Denn hierbei war es unter anderem meine Aufgabe, das Thema Crowdfunding in ganz Baden-Württemberg bekannt zu machen und Gründerinnen und Gründer bei ihren Crowdfunding-Kampagnen zu unterstützen.

Beim Crowdfunding Campus habe ich mich 2019 dann zur Crowdfunding Spezialistin

zertifizieren lassen, wodurch ich neben meiner Erfahrung auch fundiertes fachliches Wissen

vorweisen kann.

2020 habe ich schließlich das Unternehmen HalloCrowdfunding gegründet mit dem Ziel, das

Thema Crowdfunding in Deutschland weiter voran zu treiben.“

Wie funktioniert Crowdfunding?

„Crowdfunding findet heutzutage in der Regel online statt, über sogenannte Crowdfunding-

Plattformen. Als Projektinitiator:in stellt man dafür sein Vorhaben auf der Plattform vor und

aktiviert seine Community, die Crowd, einen bei dem Projekt zu unterstützen. Nur wenn man

genügend Leute von seiner Idee überzeugen kann, gilt das Crowdfunding als erfolgreich.

Daher, ist eine gute Vorbereitung und Planung sowie viel Kommunikation absolut essentiell.“

Für wen bzw. für welche Geschäftsmodelle macht Crowdfunding Sinn?

„Es kann nicht immer ganz pauschal gesagt werden für wen sich Crowdfunding eignet und für

wen nicht. Ganz allgemein kann aber gesagt werden, dass Projekte am

erfolgversprechendsten sind, welche:

1. …aus Sicht der (zukünftigen) Nutzer:innen einen klaren Mehrwert bieten

2. …sich durch ein Alleinstellungsmerkmal hervorheben, welches sie von bereits

Bestehendem abgrenzt

3. … einfach und klar verständlich sind und

4. … die im Idealfall begeistern und eine emotionale Bindung zum potenziellen

Unterstützer:in schaffen, sodass diese/r das Projekt gerne weiterempfiehlt und so

wiederum neue Unterstützer anzieht.

Um eine breite Masse anzusprechen haben es B2C Geschäftsmodelle deutlich einfacher, als

B2B ist es jedoch nicht komplett unmöglich.

Mittlerweile gibt es unterschiedliche Crowdfunding Arten und viele Crowdfunding-

Plattformen, welche sich auf unterschiedliche Projektbedürfnisse spezialisiert haben, sei es

zum Beispiel speziell für soziale Projekte, Vereine, Startups, Mittelständler oder

Privatpersonen.“

Ab wann macht Crowdfunding Sinn?

„Um diese Frage zu beantworten, sollte man sich zuerst überlegen warum man Crowdfunding

machen möchte. Möchte man Crowdfunding als Marktvalidierungs-Instrument nutzen, so

macht es natürlich Sinn, die Crowd früh mit einzubinden.

Aufpassen sollte man bei innovativen Vorhaben, bei welchen eventuell vorher der IP-Schutz

geklärt werden muss, bevor man über Crowdfunding offen und transparent nach außen

kommuniziert.

Crowdfunding als Finanzierungsinstrument kann sowohl in der Frühphase als Vorverkaufs-

Funding genutzt werden, als auch in einer späteren Phase um Investoren für sich zu gewinnen

(Crowdinvesting).“

Auf welchen Plattformen kann man Crowdfunding betreiben?

„Es gibt ganz unterschiedliche Plattformen, eine Übersicht gibt es hier.

Hier hab ich auch mal was dazu geschrieben:

https://www.startupbw.de/news/meldungen/start-up-finanzierung-crowdfunding-plattformen/“

Was muss man bei Crowdfunding beachten und welche Fehler kann man vermeiden?

„10 Tipps von mir:

– Die passende Crowdfunding-Art und die richtige Plattform

– Lerne von anderen Crowdfunding Projekten

– Die richtige Zielsumme: realistisch, kostendeckend, projektbezogen!

– Attraktive Gegenleistungen mit Mehrwert

– Deine Story: einzigartig und packend

– Das richtige Mindset

– Der finale Check vor dem Launch

– Starker Auftakt zum Kampagnenstart

– Die Crowd: vorher schon aufbauen, einbinden und am Projekt teilhaben lassen

– Do it your Way!“

Vielen Dank an Nisha Di Giorgio!