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Würde Aenne Burda im Jahr 2018 leben, wäre sie ein Star der Startup-Szene. Ein „Role-Model“ für Emanzipation war die erfolgreiche Unternehmerin schon zu ihrer Zeit, lange bevor die Idee weiblicher Selbstbestimmung überhaupt Thema wurde. Jetzt wurde ihre Geschichte verfilmt…

 

Farbe, Chic und den Spaß an Mode wollte Aenne Burda den Frauen der Nachkriegszeit endlich wieder zurückbringen. Die richtige Idee zur richtigen Zeit.

Dass modische Kleidung mit den Burda-Schnitten für jede Frau erschwinglich wurde, gab vielen Auftrieb und Selbstbewusstsein – und machte Aenne Burda zur erfolgreichen Geschäftsfrau und Inkarnation des deutschen Wirtschaftswunders.

Vor der TV-Ausstrahlung des Zweiteilers am 5. und 12. Dezember (20.15 Uhr, Das Erste) feiert die SWR-Auftragsproduktion „Aenne Burda – die Wirtschaftswunderfrau“ am Dienstag, 20. November in der Offenburger Oberrheinhalle große Premiere.

Ein Making-of des Films findet ihr hier.

 

Startup Stuttgart verlost einmal 2 Karten zur Premierenfeier in Offenburg.

Ihr habt Lust dabei zu sein?

Schreibt uns eine Nachricht an presse@startup-stuttgart.de , warum ihr gerne dabei sein wollt und gewinnt die Tickets.

Den Gewinner geben wir am 11.11 bekannt. Viel Glück!

Wem kommt diese Situation bekannt vor? Auf der Suche nach Antworten und Lösungen im Internet, hängt man am Ende (häufig nach mehreren Stunden Suche) frustriert vor dem PC, meist nicht signifikant schlauer als zuvor. Die Gründer von eNerd.me wollen das mit ihrer Idee ändern. Sie sind der Überzeugung, dass in einer Zeit in der Wohnungen, Couches, Autos und Handtaschen miteinander geteilt werden können, es möglich sein sollte den Sharing-Gedanken ebenfalls auf Bildung zu übertragen. Was sich hinter eNerd.me verbirgt und warum sie einzigartig sind hat uns Uli Kaufmann im Interview erzählt…

 

StaStu: Stellt euch bitte mal vor, wer seid ihr und was macht ihr?

Uli: eNerd.me verhilft unseren privaten Nutzern durch individuelle Online-Nachhilfe zu besseren Noten in Schule und Studium. Im Vergleich zur Konkurrenz erfolgt die Nachhilfe dabei von Student an Student, von Student an Schüler oder von Schüler an Schüler. Daher liegen die Stundenpreise deutlich unter denen von etablierten Nachhilfe Anbietern. Es handelt sich außerdem um ein individuelles Coaching – nicht um Lernvideos. Des Weiteren bieten wir die erste ganzheitliche online Lösung, für das Suchen, Finden und Durchführen der Nachhilfe. Diese erfolgt dabei immer online. Um das Workboard zu nutzen, benötigen unsere Nutzer nur einen Browser, da die Online-Nachhilfe webbasiert ist. Zusätzlich gibt es eine Snapshot-App, mit der die Lernenden handschriftliche Notizen digitalisieren können.

Wir bei eNerd.me sind ein junges vierköpfiges Team mit völlig verschiedenen Expertisen und Hintergründen. Das ist auch das was uns auszeichnet: Ali (28) und ich (Uli, 30) als Geschäftsführer sind für Konzeption, Business Development und Finanzen zuständig, Eric (28) ist unser Marketing-Profi und Andreas (28) treibt die Web- und App-Entwicklung voran. Des Weiteren arbeiten wir von drei unterschiedlichen Standorten Stuttgart, Furtwangen und München neben unserer Vollzeitbeschäftigung im SCRUM Vorgehen mit online Tools, beispielsweise unserem Workboard, an unserem Produkt.

So ist ein geschlossenes auf sich abgestimmtes Teamgefüge entstanden, dass für jedes Thema einen Experten als Verantwortlichen besitzt und auf mindestens einen Unterstützer zurückgreifen kann. Wir haben es dadurch geschafft, eine sehr effiziente Arbeitsweise zu entwickeln die auf Vertrauen und Eigeninitiative basiert, in der wir uns ausreichend unterstützen, Wissen austauschen und mit nötigem Organisationstalent alle zeitlichen Richtlinien einhalten.

Die Gründer von eNerd.me beim Elevator Pitch BW

StaStu: Wie kam es zu der Idee von eNerd.me?

Uli: Die Idee ist während des Studiums gekommen: Ali hatte im Vorfeld einer Klausur eine Frage und wollte eine schnelle zielgerichtete Antwort im Internet erhalten. Und wie viele andere Studenten ist ihm aufgefallen, dass es gar nicht so einfach ist, die passende Lösung zu finden. Das ewig lange Suchen nach den richtigen Quellen, beispielsweise von Lernvideos, Fach Foren oder Wissensablagen wie Gute-Frage.net, hat dabei mehr Zeit in Anspruch genommen als das eigentliche Lösen des Problems. Nach Abschluss der Prüfungen kam er gedanklich immer wieder auf diesen offensichtlichen Schmerzpunkt in der aktuellen digitalen Lernwelt. In Gesprächen mit anderen Studenten und etwas Recherche zeigten, dass es nicht nur ihm so geht, sondern Millionen von Schüler und Studenten mit diesem Umstand konfrontiert werden, und das Tag für Tag.

Als entscheidungsfreudiger Macher nahm er sich der Lösung des Problems also selbst an, arbeitete mit mir in einigen intensiven nächtlichen Workshops an der Ausarbeitung von diversen Lösungsansätzen, kontaktiere nebenbei seinen Ex-Kommilitonen Eric und brachte damit den Grundstein für eNerd.me ins Rollen. Wir hatten die gleiche Überzeugung, dass in einer Zeit wo wir Wohnungen, Couches oder Autos miteinander teilen, es möglich sein wird den Sharing-Gedanken auch auf die Bildung zu übertragen. Die Mittel waren alle da, sie wurden nur nicht folgerichtig und effizient eingesetzt. Und so war es an unserem Innovationsgeist sowie Kreativität ein einfaches und sinnvolles Digitalprodukt zu entwerfen, dass nicht nur einfach in der Nutzung ist, sondern Lernerfolge auch wirklich garantieren kann.

 

StaStu: Am 27.04 habt ihr mit eurer Idee den Regional Cup des Elevator Pitch gewonnen und zieht nun ins Landesfinale ein (Gratulation hierzu!!). Was habt ihr euch als nächstes für eNerd.me vorgenommen?

Uli: Vielen Dank. Wir sind natürlich sehr glücklich mit unserem Produkt, dass einige Zeit der Entwicklung, des Testens sowie Qualitätsmanagements in Anspruch genommen hat, nun stolz den Nutzern sowie auf solchen Startup-Wettbewerben präsentieren zu dürfen und entsprechende Rückmeldung zu bekommen.

Unser wichtigstes Ziel ist natürlich eine Markenbekanntheit zu erschaffen, unter Berücksichtigung der gegebenen Mittel sowie Kapazität. Wie viele andere Startups haben wir eine tolle Lösung für ein aktuelles Problem entwickelt und müssen nun die nötige Aufmerksamkeit generieren, damit die Nutzer vom Mehrwert unseres Lösung erfahren. Dafür sind Pitches oder andere Wettbewerbe immer eine tolle Gelegenheit sich zu zeigen und das Produkt vorzustellen.

Auf der anderen Seite sind wir als digitales Produkt und online Begeisterte davon überzeugt, dass die Bewusste Nutzung des technologischen Fortschritts viel Gutes mit sich bringt, weshalb wir versuchen so viel online Präsenz wie möglich zu generieren, indem wir mit Influencer, Blogs, geringer online Werbung, Affiliate Partnern sowie der organischen Suche so nah wie möglich an der Zielgruppe, bestehend aus Schülern ab 13 Jahren sowie Studenten, sein möchten.

Aber auch der intensive Austausch mit Lehrkräften, sei es an Schulen oder Professoren von deutschen Universitäten, sowie den Eltern unserer Schüler ist für uns ein großes Anliegen. Das wichtigste Ziel, dass wir mit eNerd.me erreichen werden ist, dass bestmögliche online Produkt mit dem Lernen auf digitalem Wege möglich ist, anzubieten. Daher ist es uns eine Herzensangelegenheit den Kontakt mit den Personen zu suchen, die von der Bildung betroffen sind oder dort die Experten darstellen. Nur als eine gemeinsame Community werden wir das “Lernen von heute” möglich machen.

 

StaStu: Einmal salopp gesagt: Lernhilfe gibt es heute wie Sand am Meer – auch in Online Bereich. Warum seid ihr einzigartig? Was macht ihr anders als andere Lernplattformen?

Uli: eNerd.me ist die Lösung eines aktuellen Problems in bestmöglicher Umsetzung hinsichtlich Technik, Einfachheit sowie Bedienbarkeit. Unser Ziel ist eine faire und offene Lerncommunity zu erschaffen, die unseren transparenten C2C Marktplatz zur online Nachhilfe nutzt, während die beiden Lernpartner sich dabei auf das Wesentliche, die Weiterbildung, konzentrieren können.

eNerd.me ist daher das einzige ganzheitliche System das auf effizientester Art und Weise die Suche und Vermittlung von zwei Lernpartnern, die online Durchführung, die Abwicklung der Rechnung sowie Bezahlung ermöglicht. Nachdem wir von einem bewussten Einsatz der Technologie überzeugt sind, haben wir daher auf unserer innovative Lernplattform alles vereint, was Schüler und Studenten zum sinnvollen online Lernen benötigen. Unsere Snapshot-App beispielsweise bringt analoge Schriftdokumente in das digitale Workboard, sodass ich ohne Hürden die digitalen Welt mit meiner Lernumgebung verknüpfen kann.

Auch steht bei eNerd.me stets der Anwender im Vordergrund. Diesen Grundsatz haben wir von Tag 1 in unserer DNA verewigt, begonnen mit der förmlich direkten Ansprache in all unseren Inhalten, hinzu dem stetigen Hinterfragen der bisherigen Entwicklungen in Form von Rücksprachen mit einzelnen Anwendern. Wir haben ein Produkt umgesetzt, dass sich am Anwender orientiert und nicht anders herum, denn wir möchten mit eNerd.me aufzeigen, dass Lernerfolge mit reiner digitalen Bildung möglich und sinnvoll sind. Diese Tugend leben wir in kurzen Entwicklungszyklen sowie der größtmöglichen Flexibilität auf Wünsche oder Anregungen der eNerd.me Lerncommunity zu reagieren.

Und der bisherige Erfolg gibt uns recht. Ohne einen Cent für Marketing ausgegeben zu haben, sind bereits mehr als 150 Nutzer auf der Plattform aktiv, viele davon im 50/50 Verhältnis Schüler und Coach, also als Lernanfrager sowie Lernwissender. Das macht uns sehr stolz und bestärkt uns in unserem bisherigen Vorgehen sowie Lösungsansätze.

Nachhilfe revolutionieren – das ist die Vision des Teams von eNerd.me

StaStu: Auf eurer Homepage habe ich gesehen, ich könnte mich online auch als Coach bewerben. Kann jeder Coach werden? Wie stellt ihr die Qualität der Coaches sicher?

Uli: Das ist richtig, eNerd.me bietet jeder Privatperson mit einem akademischen Hintergrund die Möglichkeit durch eine kostenlose Anmeldung als Coach zu nutzen. Im Zuge der Registrierung, die auch hier den Gedanken der größtmöglichen Einfachheit verfolgt, benötigt es einen akademischen Nachweis bspw. Zeugnis, Immatrikulationsbescheinigung oder Ähnliches, dass wir zu einer manuellen Prüfung der Registrierung nutzen. Das bedeutet jeder Coach durchläuft einen kurzen Check von uns, bevor er in seine erste Lern-Session stürzen darf. Nach Prüfung löschen wir natürlich alle digitalen Nachweise, da wir keinerlei Datensammlung über unsere Nutzer anhäufen möchten oder dürfen.

Zusätzlich wird ein Coach nach jeder Nachhilfe-Session von seinem Schüler bewertet, sofern der Schüler dies denn möchte. Diese Bewertung ist im Coach-Profil für alle eNerd.me Nutzer sichtbar und hat maßgeblichen Einfluss auf die kommende Buchung sowie das Level des Coaches. Wir möchten dadurch der Lern-Community die Möglichkeit bieten, schwarze Schafe selbst auszusortieren und ein gehobenes Qualitätsniveau zu kreieren, während das Level eines Coaches dessen maximal Preis pro 45 Minuten bestimmt. Wir haben uns damit bewusst gegen ein freies Marktplatzmodell entschieden, indem wir in die Festlegung der Preise pro 45 Minuten eingreifen und mit 4 verschiedenen Level, die Qualität der Coaches steigern und monetäre Anreize setzen, die bestmöglichen Lernsession mit den jeweiligen Schülern durchzuführen.

Zu guter Letzt ist uns der Wunsch der Schüler nach Beständigkeit mit einem Lernpartner bewusst, daher hat der Schüler die Option bei einem Rating von größer 4 Sterne (1 Stern ist das schlechteste, 5 Sterne das maximale an Bewertungen) mit dem Coach befreundet zu sein, wir nennen dieses Vorgehen Lernbuddys werden. Dadurch können Schüler und Coach noch einfacher Lernsession buchen und am Wissenserfolg des Schülern arbeiten.

Gute Qualität zu liefern und dem Lernpartner im bestmöglichen Sinne weiterzuhelfen, wird daher entsprechend Belohnt und von unseren Coaches dankend angenommen. Wir haben von unseren Beta-Schülern übrigens oft den Hinweis bekommen, dass die Lernqualität eine hervorragende auf unserer Plattform sei, was uns natürlich sehr freut und zeigt, dass unsere Ideen die richtigen Früchte tragen.

 

StaStu: Wie verdient ihr mit eNerd.me Geld?

Uli: Wir finanzieren uns momentan mit einer 15% Servicegebühr von 15% pro Nachhilfesession. Dies ermöglicht uns einen klaren Preisvorteil gegenüber der Konkurrenz, da unsere Lerncommunity weder Abonnements zur Nutzung des Produkt benötigt und auf ein faires Preismodell zurückgreift. Es wird nur für das gezahlt, was auch wirklich an Lernhilfe bezogen wurde. Zusätzlich möchten wir unsere Nutzer im Lernprozess weiter unterstützen, indem wir gerne Lernprodukte anbieten würden, wie Übungsaufgaben oder aber auch Fachliteratur für die speziellen Themen.

Außerdem haben wir bereits einige Rückmeldungen von Unternehmen bekommen, die gerne eNerd.me als White-Labeling Lösung für dessen interne Wissens- und Weiterbildungsprozesse integrieren würde. Sprich wir bieten unsere skalierbare Technik in Form von Lizenzen und können aufgrund der modularen System-Entwicklung recht einfach das Layout anpassen und neues Features implementieren. Das ist für beide Seiten eine sehr tolle Gelegenheit, da wir somit unser Produkt weiterentwickeln und Einnahmequellen ohne Belastung der Community kreieren, während Unternehmen mit sehr schnellen, flexiblen und kostengünstigen Prozessen unsere Technik  als eKollaborationsplattform verwenden.

Wir haben viele Optionen der Monetarisierung entwickelt und werden diese auch nach und nach umsetzen. Unser langfristiges Ziel ist es nämlich, die Servicegebühr für unsere Nutzer abzuschaffen.

 

StaStu: Euch gibt es nun seit 2017 – sozusagen noch ganz frisch am Markt. Was sind eure Pläne für die kommenden 5 Jahre?

Uli: Unser Vorhaben und Leidenschaft mit eNerd.me lässt sich in einem Satz zusammenfassen:

Wir bei eNerd.me werden in den kommenden 5 Jahren den Status Quo eines teuren und veralteten Nachhilfesystems brechen, indem wir eine einen fairen und transparenten C2C-Marktplatz für online Nachhilfe schaffen, der Vergleichbarkeit und ein völlig neues Preisniveau ermöglicht.

Unsere Start-up soll nicht nur Schülern und Studenten in Deutschland helfen – Ziel ist, dass wir zeitnah eNerd.me auch in anderen europäischen Ländern anbieten:

Wir möchten, dass möglichst viele Menschen von unserem Produkt profitieren und eNerd.me als die beste und einfachst Möglichkeit zur Problemlösung sehen.

 

StaStu: Wie ist eure Erfahrung als Gründer in der Region – wird es einem in der Region Stuttgart leicht gemacht?

Uli: In Stuttgart gibt es einige Programme und Möglichkeiten, die Gründern zur Verfügung gestellt werden. Dennoch könnte es an der ein oder anderen Stelle etwas einfacher sein, relevante Kontakte zu knüpfen, die Start-ups in allen möglichen Richtungen unterstützen.

Uns freut es aber sehr, dass wir mit den Innovationsgutscheinen des Landes gefördert wurden – dies ist ein positives Beispiel für die Förderung für uns Gründer.

 

StaStu: Zu guter Letzt: Was sucht ihr gerade? Wie kann man euch Unterstützen?

Uli: Alles was die Bekanntheit des Produktes sowie der Verbreitung der Idee unterstützt. Vor allem natürlich ähnliche Pioniergeister, die uns finanziell unterstützen möchten und davon überzeugt sind, dass der deutsche Bildungsmarkt einen digitalen Wandel erfordert. Daher ist das Finden und Entwickeln von ausreichenden finanziellen Strukturen unser größtes Vorhaben für das Jahr 2018.

Zudem freuen wir uns über alle Multiplikatoren, die unsere Idee teilen, uns zu Schulen oder Hochschulen einladen sind oder uns anderweitig mit ihrem Netzwerk unterstützen können.

Des Weiteren suchen wir momentan nach personeller Unterstützung im Marketing (On- sowie Offline) sowie in der Entwicklung. Daher freuen wir uns über jede Bewerbung und Möglichkeit Studenten oder Interessenten spannende Stellen und Projekte für akademische Arbeiten zu bieten.

 

Vielen Dank Uli für deine Zeit und den tollen Einblick.

Für alle anderen gilt, wer sich gerne etwas Geld dazu verdienen möchte oder selbst auf der Suche nach Hilfe ist – schaut doch mal bei den Jungs vorbei.

Startup Garage?! Klingt zuerst einmal nach „tüfteln“, „schrauben“ und „machen“, vor allem aber nach „ausprobieren“. Und genau das soll es sein! Seit mittlerweile drei Jahren bieten Prof. Dr. Andreas Kuckertz und sein Team aus Mitarbeitern und Mentoren den Studierenden in Hohenheim ein Raum, um Gründen schmackhaft und erlebbar zu machen. Wie das Konzept im Genauen aussieht, wo man sich den Outcome einmal anschauen kann und welche Erfolgsbeispiele es gibt hat uns Andreas Kuckertz im Interview erzählt…

 

StaStu: Hallo Herr Kuckertz, vielen Dank für das Interview! Fangen wir direkt an: Was genau ist die Startup Garage Hohenheim? Was ist das Konzept dahinter?

Andreas Kuckertz: Mit der Startup Garage haben wir an der Uni Hohenheim ein praxis‐ und vor allem handlungsorientiertes Lehr‐ und Lernformat meines Lehrstuhls. Dabei ist die grundsätzliche Idee: Die Startup Garage Hohenheim macht Unternehmertum in einem geschützten Raum für besonders motivierte Studierende aller Fakultäten möglichst realistisch erlebbar.

Die Startup Garage Hohenheim – voll besucht bei den finalen Pitches 2017/2018
(Foto: Felix Pilz)

StaStu: 2015 wurde das erste Pilotprojekt durchgeführt. Wie kam es zu der Idee?

Andreas Kuckertz: Wir haben damals viel mit Gründerinnen und Gründern der Uni gesprochen – was wir jetzt natürlich auch noch tun. Und dabei wurde schnell deutlich, dass gerade ein praxisorientiertes Lehrformat fehlte, das bei der Weiterentwicklung von Ideen unterstützt. Wir haben uns im Lehrstuhlteam zusammengesetzt und überlegt, wie genau ein solches Format aussehen könnte. Und dann ganz schnell den ersten Piloten der Startup Garage Hohenheim ausgerollt. Mein Mitarbeiter Martin Allmendinger hat das damals stark nach vorne getrieben.

 

StaStu:Was hat es eigentlich mit dem Namen auf sich? Handelt es sich tatsächlich um eine Garage?

Andreas Kuckertz: Da muss man ehrlich sein: Erst einmal ist das natürlich nur ein Bild. Und für Hohenheim sollte es angesichts unserer Stärke in Agrar und Food wohl auch eher ein Gewächshaus sein – was eigentlich auch ganz gut zu Startups passen könnte. Aber die Garage wird ja gemeinhin mit Hackern, Tüftlern und Machern assoziiert und das wollen wir auch deutlich machen. Das Programm ist unsere Spielwiese für die Entwicklung unternehmerischer Ideen. Im Vergleich zum „Hörsaal“ impliziert die „Garage“ eine Fehler- und Experimentierkultur, die die Studierenden ermuntert, Dinge einfach mal zu machen. Wir nehmen diese Idee der Garage auf und verwandeln auch einen traditionellen Hörsaal schnell in ein Zentrum der Experimentierfreude und Kreativität.

„Einen Raum bieten um Gründen erlebbar zu machen“ – das ist das Ziel der Startup Garage Hohenheim (Foto: Felix Pilz)

StaStu: Auf der Homepage gibt es die Möglichkeit sich zu registrieren. Ist jeder eingeladen mit seiner Idee zur Startup Garage Hohenheim zu kommen? Gibt es Auswahlkriterien, welche man erfüllen muss?

Andreas Kuckertz: Das gilt für alle Hohenheimer Studierenden aller Fakultäten, ganz unabhängig davon, was sie genau studieren und wie weit sie fortgeschritten sind. Das ist gerade das Tolle. Wenn ein Team beispielsweise aus Doktoranden der Naturwissenschaften, Bachelorstudierenden der Kommunikationswissenschaften und Masterstudierenden der Agrar- und Wirtschaftswissenschaften besteht, dann werden auf einmal ganz ungewohnte Dinge möglich. Gerade an den Schnittstellen der Disziplinen entstehen spannende Lösungen für drängende gesellschaftliche, ökologische und ökonomische Herausforderungen. Die einzige Voraussetzung, die die Studierenden zur Startup Garage Hohenheim mitbringen sollten, ist eine extrem hohe intrinsische Motivation – wer so ein Programm nur für Creditpoints durchlaufen würde, ist dort ganz sicher nicht richtig.

Finale der Startup Garage WS 2017/2018 (Foto: Felix Pilz)

StaStu: Gibt es eine Erfolgsstory der Startup Garage, die Sie uns erzählen können? Ein Startup, welches danach wirklich gegründet hat?

Andreas Kuckertz: Klar. Da gibt es inzwischen einige. Ich denke beispielsweise an Visioverdis, Oya und HRM Business Solutions. Aber wir wollen ja nicht nur Unternehmen ermöglichen, sondern noch ein Stück weit früher andocken und unternehmerische Charaktere unterstützen. Dann kann für mich eine Erfolgsgeschichte auch so aussehen wie die von Ann-Sophie Claus. Sie hat in der Startup Garage Hohenheim 2016 erstmals an einer Startup-Idee gearbeitet, diese schnell wieder verworfen und dann praktische Erfahrung in einem Startup gesammelt. Als nächstes hat sie zusammen mit Sinja Stadelmaier „The Female Company“ gestartet und damit 2017 das Startup Weekend Stuttgart sowie das Hubert Burda Bootcamp 2018 gewonnen. Und auch auf der NOAH-Konferenz in Berlin präsentiert. Darum geht’s. Wir wollen mit der Startup Garage Hohenheim Studierende zu unternehmerischen Persönlichkeiten ausbilden und sind erfolgreich, wenn uns das gelingt.

 

StaStu: Die derzeitige Runde ist beinahe abgeschlossen – am 10.07 sind die finalen Pitches. Kann man sich bereits wieder für eine neue Runde bewerben?

Andreas Kuckertz: Die finalen Pitches am 10. Juli sind öffentlich und finden ab 18 Uhr in der TMS der Universität Hohenheim statt – da freuen wir uns natürlich über Besucher. Und ja, Anmeldungen für die nächste Runde der Startup Garage Hohenheim im nächsten Wintersemester sind jetzt über die Homepage möglich.

 

StaStu: Es gibt in der Region bereits einige Spaces, Programme und Acceleratoren. Was macht die Startup Garage Hohenheim anders/ einzigartig?

Andreas Kuckertz: Hohenheim ist eine ganz besondere Universität und das prägt dann auch die Ideen, die dort entwickelt werden. Genauso wie Gründungsprojekte aus der Hochschule der Medien oder der Uni Stuttgart stark von ihren jeweiligen Hochschulen geprägt werden. Insofern hat das alles seine Berechtigung – mit der Startup Garage stehen wir nicht in Konkurrenz zu diesen Angeboten, sondern bieten unseren Studierenden einfach einen guten Weg ins lokale Ökosystem hinein. Besonders ist sicherlich auch unser Fokus auf Initiative. Mit Leif Brändle haben wir gerade einen der wenigen deutschen zertifizierten Personal Initiative Trainer – da wird am Ende nicht über Innovation geredet, sondern wirklich Innovation gemacht.

Prof. Dr. Andreas Kuckertz leitet das Fachgebiet Unternehmensgründungen und Unternehmertum (Entrepreneurship) an der Universität Hohenheim (Foto: Felix Pilz)

 

StaStu: Zum Abschluss: Was suchen Sie gerade? Neue Teilnehmer? Coaches? Ideen?

Andreas Kuckertz: Ich habe ja schon gesagt, die Startup Garage soll auch ein erster Schritt Richtung Stuttgarter Ökosystem sein und Studierenden den Weg über die Uni hinausweisen. Deshalb haben wir auch jede Menge Mentoren … von denen können wir gar nicht genug haben. Wir sind dankbar für jeden, der sich engagieren will und seine Erfahrungen einbringen mag. Wir kommen auch gerne aus der Uni heraus zu den unterschiedlichsten Startup-Veranstaltungen. Das könnten tolle Erfahrungen für Studierende sein.

 

Vielen Dank Andreas Kuckertz für den tollen Einblick in die Startup Garage Hohenheim.

Wer sich den Outcome einer solchen Phase gerne einmal persönlich anschauen möchte hat bald die Chance dazu: am Dienstag, den 10.07 17.00 – 20.00 Uhr werden die finalen Versionen der aktuellen Runde der Öffentlichkeit präsentiert. Keine Panik! Alle Fußball Fans kommen natürlich auch auf ihre Kosten – im Anschluss an die Veranstaltungen wird das Halbfinale der Fußball WM übertragen.

Mehr Infos findet ihr auf Startup Garage Hohenheim.

 

 

Beinahe 9 Jahre ist es nun her, dass Harald Amelung die Initiative ergriffen und Coworking 0711, den ersten Coworking Space in Stuttgart, eröffnet hat. Auf Tages-, Wochen- oder Monatsbasis können Gründer die Arbeitsplätze und Infrastruktur die Coworking 0711 bietet nutzen – und das Konzept ist gefragt: Seit Januar 2017 gibt es einen weiteren Standort in Stuttgart, einer  in Esslingen ist in Planung. wir haben uns mit Harald unterhalten, über seine Pläne, die Bedingungen und seine Motivation hinter allem.

 

StaStu: Hallo Harald, danke für deine Zeit und das Interview, kannst du uns zu Beginn erst einmal erzählen wer du bist und was du machst?

Harald: Ich bin Gründer von Coworking0711, dem ersten Coworking Space in Stuttgart. Als freier Web-Entwickler wollte ich nicht mehr alleine im Home-Office arbeiten und weil es in Stuttgart noch keinen Coworking Space gab, habe ich die Initiative zur Gründung ergriffen. Das ist nun fast 9 Jahre her. Im Jahr 2010 startete Coworking0711 offiziell. Inzwischen sind wir seit fast sechs Jahren in Stuttgart-West in der Gutenbergstraße. Hier gibt es 350qm Platz, es gibt Meeting-Räume, feste und flexible Schreibtische, Einzel- und Gruppentische sowie kleine Büros.
Seit Januar 2017 ist ein weiterer Standort in Herrenberg, ca. 30km südwestlich von Stuttgart hinzugekommen. Der nächste Standort wird zur Zeit zusammen mit der Firmengruppe Metzger + Co. in Esslingen geplant und soll demnächst eröffnen.

Harald Amelung Gründer von Coworking 0711

StaStu: Was ist die Idee hinter Coworking und was kostet es?

Harald: Im Coworking Space arbeiten Selbstständige, Freiberufler, Kreative, Wissensarbeiter und Unternehmensgründer unabhängig voneinander zusammen. Auf Tages-, Wochen- oder Monatsbasis werden Arbeitsplatz und die Infrastruktur zur Verfügung gestellt. Das Konzept geht aber über die Vermietung von Arbeitsplätzen hinaus.
Beim Coworking geht es um zwischenmenschlichen Austausch, um Gemeinschaften, die Werte und auch Güter teilen, um Offenheit, Kollaboration, Gründer- und Startup-Kultur. Coworking Spaces stehen für neue Modelle und Erwartungen geschäftlicher und gesellschaftlicher Gemeinschaft. Die Einflüsse reichen weit über die Grenzen des Coworking Space hinaus und erreichen Stadtteile, verschiedenste Gesellschaftsschichten und Zielgruppen. Weltweit betrachten öffentliche Institutionen als auch Unternehmen Coworking als Inspirationsquelle für neue Modelle von Arbeit und Kollaboration.

Eine Mitgliedschaft bei Coworking0711 ist schon ab 30 EUR pro Monat möglich. Ein fester Arbeitsplatz für einen ganzen Monat kostet 270 EUR. Ohne Mitgliedschaft kann man für 19 EUR ein Tagesticket nutzen.

 

StaStu: Für wen ist es das Richtige oder wichtiger, gibt es Leute, denen du es nicht empfehlen würdest?

Harald: In unseren Spaces gibt es eine gute Mischung vieler verschiedener Berufe. Viele ITler sind dabei, aber auch Journalisten, Texter, Autoren, Übersetzer, Ingenieure, Trainer,  Grafikdesigner. Wir sind grundsätzlich offen für jeden, der sich hier wohlfühlt und hier seine richtige Arbeitsumgebung findet. Eine Einschränkung müssen wir höchstens bei Tätigkeiten machen, wo viel telefoniert werden muss oder wo besondere Anforderungen an Diskretion und Vertraulichkeit gestellt werden.

Coworking-Space Stuttgart

StaStu: Wie lange bleibt jemand in deinen Räumlichkeiten, ist das meistens eine „Übergangslösung“?

Harald: Manche Mitglieder bleiben nur für ein paar Monate. Andere sind seit Beginn an dabei. Bei uns ist immer Bewegung. Und das ist auch gut so. Neue Leute bringen neue Impulse. Für manche ist Coworking eine Übergangslösung, für andere ist es genau die Arbeitsumgebung nach der sie gesucht und die sie gefunden haben.

 

StaStu: Warum nach Stuttgart jetzt Herrenberg und Esslingen. Sind noch weitere Locations geplant?

Harald: Das hat sich zufällig ergeben. Eine Initiative aus der Stadt ist auf mich zugekommen und hat vorgeschlagen, in ihren Räumen einen Coworking Space zu eröffnen. Bei der Stadt stieß das auf offene Ohren und via einer Crowdfunding-Kampagne wurde bereits im Vorfeld der Eröffnung eine Anschubfinanzierung ermöglicht. Mich persönlich hat es gereizt auszuprobieren, ob Coworking auch in der Kleinstadt möglich ist. Und nach jetzt etwas mehr als einem Jahr kann ich ein positives Fazit ziehen. Es hat sich gut entwickelt und wir haben auch in Herrenberg eine
feine Community.

In Esslingen planen wir gemeinsam mit der Firmengruppe Metzger + Co. in deren altem Hauptsitz die Eröffnung eines Coworking Space, um die lokale Gründer und Startup-Szene, die doch etwas im Schatten der Landeshauptstadt steht, zu fördern und zu entwickeln.

Grundsätzlich halte ich Coworking Spaces aber auch für ein Instrument, was auch für Angestellte eine interessante Alternative zum Home Office und zum nervigen Berufs-Pendeln darstellt. Statt statt durch die halbe Stadt oder aus dem Umland in die Stadt hinein zu pendeln, kann man stattdessen in den nächsten Coworking Space gehen, der idealerweise nur ein paar Minuten mit dem Rad von der Wohnung entfernt liegt. Dort gibt es dann Möglichkeiten zur Vernetzung, kreativen und andersartigen Input, der die eigene Arbeit positiv beeinflussen kann. Daher bin ich durchaus offen für weitere Standorte hier in der Region Stuttgart.

StaStu: Gibt es einen Benefit für Startup Stuttgart Mitglieder? :)

Harald: Mitgliedern des Startup Stuttgart e.V. gewähren wir 10% Rabatt auf alle Tarife von Coworking0711.

 

StaStu: Du bist ja auch schon seit einigen Jahren im lokalen Startup Umfeld unterwegs. Nimmst du Veränderungen im letzten Jahr war?

Harald: Ja, ich bin ja Mitgründer der Initiative Startup Stuttgart und des Vereins. Wir sind damals angetreten, weil wir den Interessen und Wünschen der Startup Szene mehr Gehör verschaffen wollten. Und ich glaube das ist gelungen. Inzwischen wird die Stuttgarter Szene deutlich besser wahrgenommen und hat sich professionalisiert. Die Politik hat sich das Thema Startup- und Gründungsförderung auf die Fahnen geschrieben und auch die etablierte Wirtschaft sucht immer mehr den Austausch und die Zusammenarbeit mit jungen Unternehmen. Aber jetzt gibt es keinen Grund sich auszuruhen, sondern gemeinsam sollten alle daran weiterarbeiten, dass sich eine solide Gründerkultur hier in der Region entwickelt.

 

Vielen Dank Harald für den Einblick in Coworking 0711 !

Jeder der sich angesprochen fühlt – sei es weil er sich im Home Office ebenfalls einsam fühlt, oder man noch Räumlichkeiten für das Startup sucht – schaut doch mal bei Coworking 0711 vorbei :)

Und jährlich grüßt… die Mitgliederversammlung. Am 26.04 hat Startup Stuttgart alle Mitglieder eingeladen sich im Wirtschaftsministerium in Stuttgart zur diesjährigen Mitgliedervollversammlung einzufinden – und um die 30 Mitglieder sind diesem Ruf gefolgt.

Großen Dank an dieser Stelle an das Wirtschaftsministerium, speziell an Arndt Upfold, der ein ganz hervorragender Gastgeber war! Bei Snacks und Getränken jeder Art blieb keiner hungrig oder durstig! Für all diejenigen, die nicht dabei sein konnten haben wir die Highlights hier kurz zusammengefasst.

 

Was war letztes Jahr so los bei uns?

Zunächst einmal möchten wir zu Beginn gerne kurz anmerken, dass Startup Stuttgart ein ehrenamtlicher Verein ist. Jeder der sich im Verein engagiert macht es freiwillig, unentgeltlich und ganz wichtig – in seiner Freizeit. Wir haben viele Ideen, was wir gerne tun möchten, verbessern könnten und in welchen Bereichen wir uns mehr einbringen wollen, dass wir nicht alles davon realisieren können liegt leider an unserer begrenzten Zeit.  Nichtsdestotrotz haben wir im letzten Jahr – danke unseres erweiterten Teams – einiges umgetrieben: Eine Kooperation mit den Wirtschaftsjunioren, exklusive Kaminabende für Mitglieder, Unterstützung bei diversen Startup Weekends, ein neuer Beirat wurde gegründet, Startup Gipfel BaWü, VVS Firmentickets für Mitarbeiter von Firmenmitgliedern, Austausch und Hintergrundgespräche mit der Presse, der Stadt Stuttgart, dem Wirtschaftsministerium, der HdM, Uni Hohenheim und vielen anderen Stakeholdern wie Startup Autobahn, CODE_n, Activatr, Business Angels der Region Stuttgart, Wizemann, um einmal einiges davon zu nennen. Seit letztem Jahr bieten wir neben der normalen Mitgliedschaft auch Firmenmitgliedschaften und Vergünstigungen für Studenten an.

Startup Gipfel BaWü – Quelle: Wirtschaftsministerium

Titelbild Gründergrillen #61

Gründergrillen in der Schankstelle

 

Was haben wir uns in diesem Jahr vorgenommen?

Im Vorfeld zur Mitgliederversammlung haben wir einen kurzen Fragebogen an alle versendet, um ein Stimmungsbild unserer Mitglieder zu bekommen, was sind eure Erwartungen an den Verein? Was läuft eurer Meinung nach gut? Wo sollten wir stärker werden? Die erhaltenen Rückmeldungen haben uns geholfen den Fokus für das Laufende Jahr spezifischer auszurichten.

Ein wichtiger Punkt ist es sicherlich das Gründergrillen, als unser Signature-Event, weiter auszubauen und zu professionalisieren – wir sehen hier noch großes Potential. Die Zusammenarbeit mit der Stadt Stuttgart und dem Wirtschaftsministerium intensivieren, Impulse setzen und die Metropolregion stärken. Viele Dinge passiert heute bereits im Hintergrund, viele Mitglieder Benefits die wir bieten sind heute wenig bekannt – das möchten wir transparenter gestalten und unsere Kommunikationskanäle intensiver nutzen um euch darüber zu informieren.  Aktuelles Beispiel ist hier die neue Kooperation mit der Messe Stuttgart – exklusiv für unsere Mitglieder gibt es spezielle Angebotspakete für Messen in Stuttgart. Mehr Informationen dazu findet ihr hier.

 

Wir danken allen ganz herzlich fürs kommen, für die Inputs und Ideen und hoffen viele von euch beim nächsten Gründergrillen zu sehen.

Falls der eine oder andere jetzt Lust bekommen hat sich ehrenamtlich bei Startup Stuttgart einzubringen – bitte gerne melden! Wir freuen uns :) Und neue Mitglieder sind natürlich auch willkommen!

Am 08.10 ist es soweit, CODE_n veranstaltet in Stuttgart erstmals das new.New Festival. Auch wenn der Termin noch eine Weile hin ist, laufen die Vorbereitungen des 3-tägigen Events bereits auf Hochtouren. In diesem Jahr steht alles im Zeichen der künstlichen Intelligenz – technologische Intelligenz für u.a. Mensch und Industrie. Wir haben uns mit Moritz Gräter, Geschäftsführer von CODE-N, unterhalten um mehr über die Veranstaltung zu erfahren und erste Insights für euch zu entlocken. War ihr erwarten könnt, was noch gesucht wird und warum dieses Event sich von anderen unterscheidet erfahrt ihr in unserem Interview.

 

StaStu: Dieses Jahr veranstaltet CODE_n vom 08.10 – 10.10 in Stuttgart das new.New Festival. Könnt ihr uns ein bisschen darüber erzählen, was das new.New Festival ist? Was habt ihr euch damit zum Ziel gesetzt?

Moritz: Das new.New Festival bringt all diejenigen zusammen, die sich maßgeblich für Technologie und Entrepreneurship begeistern. Mit dem Festival wollen wir die Chancen der digitalen Transformation nicht nur greifbar machen, sondern laden ein, die DNA digitaler Innovation zu erkunden.
Unser Ziel ist es, eine unkonventionelle Kommunikationsplattform zu bieten, auf der sich digitale Pioniere begegnen und so den nächsten gemeinsamen Schritt in der Gestaltung neuer, zukunftsweisender Geschäftsmodelle zu machen.

 

StaStu: Was hat es eigentlich mit dem Namen „new.New Festival“ auf sich?

Moritz: Der Name des Festivals ist angelehnt an das Buch „The new New“, in dem der CODE_n Initiator Ulrich Dietz der eigentlichen Entstehung von Innovation auf den Grund geht. Er sprach dafür mit vielen unterschiedlichen Persönlichkeiten, die mit ihrem neuen Denken Maßstäbe gesetzt haben. Genau das ist unser Anspruch: Das neue Neue – und die nachhaltige Förderung von Innovation!

 

StaStu: 2016 fand das erste new.New Festival in Karlsruhe statt. Wie wird sich das Event in Stuttgart von dem in Karlsruhe unterscheiden?

Moritz: Das new.New Festival 2016 war für uns die Weiterentwicklung unseres Leuchtturmevents, das zuvor vier Jahre auf der CeBIT stattfand. CODE_n steht ja für „Code of the new“, was wir auch immer in unsere Formate einfließen lassen. Mit jeder neuen Auflage des Festivals greifen wir natürlich auf unsere Best Practices zurück, erfinden uns aber gleichermaßen immer ein Stückchen neu.
Unterstützt wird dieser Ansatz insbesondere auch durch das jährlich wechselnde Thema und die sich daraus ergebenen Einflüsse und Anforderungen, um tief hinter die Fassade von Buzzwords schauen zu können. 2018 steht alles im Zeichen der künstlichen Intelligenz – technologische Intelligenz für u.a. Mensch und Industrie.

 

StaStu: Werdet ihr das nächste Mal wieder nach Karlsruhe gehen oder nun dauerhaft in Stuttgart bleiben?

Moritz: Ebenso wie das Festivalkonzept bewerten wir die Standortfrage in jedem Jahr für uns neu. Für uns ist es wichtig zu betonen, dass wir uns nicht gegen eine Stadt oder Region entscheiden, sondern in dem jeweiligen Jahr FÜR einen bestimmten Veranstaltungsort. Der thematische Fit in diesem Jahr ist mit Stuttgart, als Landeshauptstadt, perfekt – ebenso wie Karlsruhe der perfekte Partner für das Festival 2016 war.

 

StaStu: Wen möchtet ihr damit gerne erreichen? Wer ist eure Zielgruppe?

Moritz: Grundsätzlich adressieren wir alle Technologie begeisterten Menschen, die zudem die Mentalität von Entrepreneuren in sich tragen. Die digitale Transformation macht nicht bei bestimmten Positionen halt. Deshalb gehören zu unserer Zielgruppe Innovationstreiber etablierter Unternehmen, ambitionierte Startups, Medien und Investoren – ebenso wie auch Studenten, potenzielle Gründer oder Mitarbeiter von morgen.

Unsere Übersichtsgrafik gibt noch etwas mehr Einblick, welche Bereiche aus der Wirtschaft, Wissenschaft oder auch innerhalb eines Unternehmens von einer Teilnahme am Festival profitieren kann.

Zielgruppe des new.New Festivals 2018

StaStu: Könnt ihr uns bereits ein Highlight der Veranstaltung verraten?

Moritz: Spätestens den 9. Oktober 2018 sollte sich jeder fest im Kalender eintragen. Wie in jedem Jahr küren wir während der Award Show den Gewinner des diesjährigen CODE_n CONTEST. Alle Teilnehmer geballt an einem Ort – optimale Bedingungen, um zu netzwerken und zu feiern. Weitere Highlights werden wir nach und nach veröffentlichen. Unser Team arbeitet fleißig an einem spannenden Programm und einigen Überraschungen. Schaut regelmäßig auf unserer Website  vorbei, meldet euch für den Newsletter an oder folgt uns.

 

StaStu: 2016 fand das new.New Festival in Karlsruhe statt – unter anderem mit 52 ausgewählten Startups. Wird das in 2018 wieder der Fall sein? Falls ja – Nach welchen Kriterien wählt ihr eure Startups aus? Wie kann man sich bewerben? 

Moritz: In diesem Jahr suchen wir international die 50 bahnbrechendsten Geschäftsmodelle in folgenden Themenbereichen:
– Machine Intelligence: z.B. Deep Learning, Machine Learning, NLP, Neuronale Netze, Robotics…
– Beyond Reality: neue Geschäftsmodelle in den Bereichen Augmented, Virtual und Mixed Reality sowie Digital Twin
– Cryptographic Trust: all die Startups, die eben dieses Vertrauen ermöglichen: z.B. Blockchain/ Distributed Ledger, Cyber Security u.v.m.

Bewerbungsschluss ist der 13. Mai 2018. Nur noch einen Monat!
Ausführliche Informationen zum CONTEST und der Registrierungsmöglichkeit könnt ihr ebenfalls auf unserer Homepage finden.

 

StaStu: Teil der Veranstaltung wird die der CODE_n CONTEST sein – was ist das? Wer kann mitmachen? Und was kann man gewinnen?

Moritz: Mit dem CODE_n CONTEST suchen wir zum jeweiligen Festival-Thema weltweit nach den spannendsten Geschäftsmodellen im Bereich zukunftsgestaltender Technologien.
Als Gewinn winkt nicht nur die Aussicht auf einen der begehrten CODE_n Awards, sondern auch die prominente Einbindung über die 3 Tage des Festivals. Neben dem kostenfreien Stand binden wir unsere Finalisten auch in das weitreichende Programm ein. Aber auch nach dem Festival ist nicht Schluss. Einmal Finalist bedeutet, für immer Alumnus. Auch nach dem Festival stehen wir unserer „CODE_n Family“ zur Seite und schaffen Raum für weitere gemeinsame Aktivitäten oder Kommunikation.

Teilnahmebedingung ist die Technologiebasis des Geschäftsmodells sowie das Alter des Unternehmens: Die Gründung muss in oder nach 2013 erfolgt sein.

CODE_n CONTEST sucht weltweit nach den spannendsten Geschäftsmodellen im Bereich zukunftsgestaltender Technologien

StaStu: Zur Zeit gibt es viele Veranstaltungen in der Startup Szene, was unterscheidet euer Event von anderen? 

Moritz: Der entscheidende Unterschied ist, dass das new.New Festival kein Startup-Event ist. Unser Event ist, wie unsere Zielgruppe zeigt, eine Veranstaltung für digitale Pioniere, die sich zum Ziel gesetzt haben, die Entstehung neuer, nachhaltiger Geschäftsmodelle zu fördern und zu beschleunigen. Dazu gehören junge Unternehmen ebenso wie auch etablierte Unternehmen, Mittelstand wie Global Brand, Wissenschaft wie Politik und viele Inspirationsgeber, Wegbereiter und Querdenker. Ein Innovationsevent zum Mitmachen also.

 

StaStu: Wann würdet ihr die Veranstaltung als Erfolg verzeichnen?

Moritz: Eines der Feedbacks in 2016 lautete, dass wir die richtigen Themen und Speaker auf die Bühnen gebracht haben. Die Qualität von Inhalt und Austauschformaten war so hochwertig, dass genau die richtigen Teilnehmer vor Ort waren, mit denen man sich in Ruhe und Tiefe vernetzen konnte.

Ein anderes Feedback haben wir in der Besetzung der “Stände“ erhalten: Auf welcher anderen Veranstaltung dieser Größenordnung trifft man die Bereichs- oder Geschäftsleitung direkt  und eben nicht nur Hostessen?
Das ist für uns ein wahnsinnig großes Kompliment und zeigt, dass die Bemühungen in die richtige Richtung gehen. Eben das ist eines unser Ziele. Die richtigen Menschen zusammenbringen und so Neues entstehen zu lassen.
Noch immer erreichen uns Nachrichten – 1,5 Jahre nach der letzten Veranstaltung – welche neuen Kooperationen oder Investitionen sich zwischen den Startup-Finalisten und Corporate-Partnern  oder Besuchern ergeben. Das soll so bleiben und wir tun unser Bestes, noch besser zu werden.

 

StaStu: Sucht ihr noch etwas aus der Szene? Startups, Unterstützer, Redner?

Moritz: Wir freuen uns immer über motivierte Mitstreiter und die Erweiterung unserer Community.
Liebe Stuttgarter, ihr seid herzlich eingeladen, euch als Startup, Volunteer oder Speaker zu bewerben, als Multiplikator zu fungieren oder euch tatkräftig als Partner einzubringen. Das Ökosystem Stuttgart ist toll vernetzt – lasst uns das gemeinsam präsentieren.

 

Vielen Dank Moritz für deine Zeit und deine Antworten  – wir drücken euch für Oktober die Daumen!

Für alle anderen gilt: tragt euch den Termin in die Kalender ein :)

Als Geschäftsführer von CODE_n steht Moritz Gräter mit seinem Team als Beschleuniger für wegweisende Geschäftsmodelle. CODE_n ist ein branchenübergreifender Innovations-Hub für digitale Pioniere, Vordenker und Innovatoren, dessen Ziel es ist, die Entstehung neuer Business Cases nachhaltig zu fördern. Startups und etablierten Unternehmen werden auf verschiedensten Wegen in den Dialog gebracht und regen so in diesem Kraftfeld Innovationen an. CODE_n steht für „Code of the New“, die DNA der Innovation. Das Ziel: Mit neuem Denken und mutigen Ideen gemeinsam den digitalen Fortschritt voranzutreiben.

Moritz Gräter – Geschäftsführer von CODE_n

Stell dir vor du hast drei Minuten Zeit – also ziemlich genau die Dauer einer Aufzugsfahrt – um dein Startup / deine Idee vor einer Jury und Publikum vorzustellen und das ohne digitale Präsentationsmedien. Das ist die Idee beim Startup BW Elevator Pitch, der sich zum Ziel gesetzt hat Gründern eine Bühne für ihre Ideen zu bieten und das regionale Ökosystem weiter auszubauen. Wir wollten mehr wissen – über die Veranstaltung, den Ablauf, die Motivation dahinter und haben uns darüber mit der Wirtschaftsministerin Frau Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut unterhalten.

 

StaStu: Hallo Frau Ministerin Hoffmeister-Kraut, können Sie uns sagen, wie ein Elevator Pitch abläuft?

Wirtschaftsministerin: Bei 15 Vorentscheiden bieten wir in ganz Baden-Württemberg Gründerinnen, Gründern und Start-ups die Gelegenheit, sich mit ihren Produkten und ihren Dienstleistungen zu präsentieren. Dabei stehen immer zehn Teams auf der Bühne und jede Präsentation dauert exakt drei Minuten. Direkt im Anschluss an die Pitches der Teams stellt die Jury Fragen. Sie entscheidet auch über die Preisträger. Das Publikum wird auch nach seiner Meinung gefragt und wählt den Publikumsliebling. Die Gewinnerinnen und Gewinner der Elevator-Pitch-Vorentscheide treten dann im Landesfinale gegeneinander an. Das Finale findet am 21. Juni in der L-Bank in Stuttgart statt. Dort wird dann also das beste Gründungsteam des Jahres ausgezeichnet.

 

StaStu: Was war die Motivation den Elevator Pitch BW ins Leben zu rufen? Was ist die Zielsetzung?

Wirtschaftsministerin: Wir wollen den Gründergeist im Land weiter beleben. Das war und ist uns sehr wichtig, vor allem vor dem Hintergrund, dass immer weniger Menschen eine eigene Firma gründen. Mit dem Wettbewerb verfolgen wir mehrere Ziele: Wir wollen Gründerinnen und Gründern eine Bühne für ihre Ideen bieten. Die Geschäftsmodelle werden durch die Jury bewertet und „pitchen“ ist eine super Übung, seine Ideen zu präsentieren. Außerdem kann man bei unseren Elevator Pitches andere Gründerinnen, Gründer und Gründungsinteressierte kennen lernen und Kontakte im regionalen Start-up-Ökosystem knüpfen. Wir wollen außerdem die baden-württembergische Bevölkerung für Existenzgründung und Unternehmertum sensibilisieren. Tolle Ideen gibt es auch hier um die Ecke – nicht nur im Fernsehprogramm.

Landesfinale des Elevator Pitch 2016/2017 – Platz 2: Idana

StaStu: Was sind die Bedingungen um mitzumachen? Kann jedes Startup / jede Idee Pitchen?

Wirtschaftsministerin: Mitmachen dürfen volljährige Gründungswillige, die an einer Idee oder einem Projekt arbeiten und Teams in der Vorgründungsphase. Die Teilnahme am Wettbewerb ist bis maximal drei Jahre nach Start der Geschäftstätigkeit möglich. Außerdem muss der Standort des Unternehmens in Baden-Württemberg liegen oder die Gründung muss im Land angestrebt werden. Wer einmal auf der Bühne eine Idee präsentiert hat, darf mit dieser Idee nicht noch einmal teilnehmen. Im nächsten Jahr darf sich dieselbe Person gerne wieder mit einer neuen Idee bewerben. Thematisch ist der Elevator Pitch ganz offen. Nur unsere beiden Special Cups haben einen Fokus: Beim DEHOGA Cup geht es um Konzepte aus den Bereichen Gastronomie und Hotellerie und deren Zulieferindustrien. Der SOCIAL IMPACT Cup fokussiert auf Social Entrepreneurship.

 

StaStu: Was ist die Motivation für ein Startup bei einem Pitch mitzumachen?

WirtschaftsministerinDie Teams nehmen aus ganz unterschiedlicher Motivation am Wettbewerb teil. Teams in der frühen Phase wollen ihre Idee vor der Jury und dem Publikum testen und auf Basis der Fragen und des Feedbacks weiterentwickeln. Gründerinnen und Gründer, die schon mit ihren Produkten und Dienstleistungen am Markt sind, suchen nach Kunden, Kooperationspartnern, weiteren Teammitgliedern oder Investoren. Außerdem gibt es auch Preisgelder zu gewinnen, die die L-Bank sponsert. Auch die sind ein Anreiz beim Start-up BW Elevator Pitch an den Start zu gehen.

 

StaStu: Wo kann man sich die nächste Veranstaltung ansehen?

WirtschaftsministerinFünf regionale Vorentscheide liegen noch vor uns. Der nächste findet am 27. April beim Kongress „Stuttgart gründet“ statt. Der Wettbewerb macht aber auch noch Station in Pforzheim, Weingarten, Heilbronn und Karlsruhe. Ein Highlight wird das Landesfinale am 21. Juni in Stuttgart, wo alle Siegerteams der Vorentscheide gegeneinander antreten. Alle Termine stehen auf www.startupbw.de. Die Teams freuen sich auf zahlreiche Zuschauer und Unterstützer!

Wirtschaftsministerin Frau Hoffmeister-Kraut bei der Eröffnung des Elevator Pitch

StaStu: Von den Startups, die in den letzten Runden weit gekommen sind/ gewonnen haben – gibt es hier eine Erfolgsstory, die Sie uns erzählen können?

WirtschaftsministerinAus den letzten Elevator-Pitch-Runden können wir viele kleine und große Erfolgsgeschichten erzählen. Manche Teams haben durch den Pitch neue Mitarbeiter, Partner und hilfreiche Kontakte gewonnen. Andere haben darüber Kontakte zu Investoren geknüpft. Viele Teams haben nach der Teilnahme beim Wettbewerb ihre Ideen und Geschäftsmodelle mit Leidenschaft, Mut und Fleiß weiterentwickelt und dabei das Jury-Feedback einfließen lassen. Es wurden auch erfolgreich Crowdfunding-Kampagnen abgeschlossen, da denke ich an Idana Tomes GmbH oder Fridi unverpackt. Und es wurden weitere Preise bei anderen Gründerwettbewerben abgeräumt, zum Beispiel von Baupilot GmbH beim CyberOne 2017 oder VRehaGO beim Life´s a pitch-Award von Samsung.

 

StaStu: Gibt es nach den Pitches/ Veranstaltungen noch Support für die einzelnen Startups oder begrenzt sich die Unterstützung darauf eine Bühne zu bieten um die Bekanntschaft zu steigern?

WirtschaftsministerinDie Teams beim Elevator Pitch können nach der Veranstaltung auf mehreren Ebenen von der Teilnahme profitieren. Gespräche, die im Umfeld des Wettbewerbs geführt werden, bringen neue Kontakte und eine bessere Vernetzung. Über die Veranstaltungen und die vorgestellten Ideen wird regelmäßig in den lokalen Medien berichtet. Die Fotos und Videos, die unser Event-Team erstellt, dürfen die Teilnehmenden kostenlos für ihre eigenen Vermarktungs- und Kommunikationsaktivitäten nutzen. Einige Wochen nach den Veranstaltungen bekommen alle Teilnehmenden das zusammengefasste Jury-Feedback zur Verfügung gestellt. Das kann bei der weiteren Entwicklung der Idee unterstützen und eine wichtige Hilfestellung sein. Bei Bedarf vermitteln wir auch Kontakt zu den sechs Institutionen bzw. Netzwerken, die vom Land und ESF gefördert werden, um eine kostengünstige Gründungsberatung durch eine Expertin oder einen Experten anzubieten. Da nutze ich direkt die Gelegenheit und weise auf unsere Beratungsgutscheine für Gründungsinteressierte hin.

 

Vielen Dank Frau Ministerin Hoffmeister-Kraut für das Interview und Ihre Zeit.

Wer am 27.04 noch nichts vor hat ist mehr als willkommen, sich den Elevator Pitch beim Kongress „Stuttgart gründet“ einmal selbst anzusehen.

Die Neuerungen der DS-GVO zum 25.05.2018 bereiten derzeit vielen Unternhemen nicht nur Kopfzerbrechen, sondern bringt auch einige Hausaufgaben mit sich. Hohe Bußgeldandrohungen und die Sorge vor einer neuen Abmahnwelle tun ihr Übriges. Wer personenbezogene Daten verarbeitet, ist daher gut beraten, sich mit den neuen Anforderungen der DS-GVO auseinanderzusetzen – natürlich auch Startups.

Da das Thema uns alle betrifft, wollen wir euch als Startup Stuttgart e.V. vor Ablauf der Deadline noch ein paar wichtige best practice Ansätze mitgeben. Wir freuen uns, dass wir hierzu Felix Buchmann gewinnen konnten. Felix ist Mitgründer des Startup Stuttgart e.V. und schon seit vielen Jahren ein treuer Begleiter der Startup-Szene im Neckar Valley. Er ist Fachanwalt für IT-Recht und zertifizierter Datenschutzbeauftragter. Das Datenschutzrecht und die Herausforderungen der DS-GVO kennt er aus erster Hand. Michaela Schächner hat sich Mit Felix getroffen und sich zum Thema DS-GVO aufschlauen lassen.

 

StaStu: Hallo Felix, was sind die wichtigsten Neuerungen, die die DS-GVO bringt.

Felix: Die DS-GVO regelt das Datenschutzrecht neu. Natürlich hört man viel von hohen Bußgeldern. Aber den Behörden geht es vor allem darum, das Bewusstsein für den Datenschutz zu schärfen. Dafür muss jedes Unternehmen die eigenen Prozesse überdenken – und handeln. Ohne eine neue Datenschutzerklärung, die Dokumentation der Verarbeitungsvorgänge im Unternehmen und neue Auftragsverarbeitungsverträge geht es nicht. Und wer mit größeren Unternehmen zusammenarbeitet, muss Datenschutzstandards einhalten, sonst wird das nichts mit einer weiteren Zusammenarbeit.

Unser Interview Partner: Felix Buchmann. Quelle: Michael M. Roth, MicialMedia

StaStu: Was kann das für ein Startup für Auswirkungen haben?

Felix: Nur wer sich um das Thema kümmert, wird künftig mit dem neuen Recht keine Schwierigkeiten haben. Und nicht nur Bußgelder und Abmahnungen drohen, es stehen auch die Geschäftsverbindungen auf dem Spiel; ein verlässlicher Partner kümmert sich um Compliance-Themen. Gerade für Startups im Bereich Digitalisierung sind die Auswirkungen also erheblich.

 

StaStu: Welche wichtigen Termine sollte ich im Hinterkopf haben? Gibt es eine harte Deadline?

Felix: Deadline ist der 25.5.2018. Aber man muss realistischer Weise sagen: Wer jetzt erst anfängt, sich um das Thema Datenschutz zu kümmern, muss sich beeilen. Bei größeren Unternehmen wird die Umsetzung des neuen Rechts kaum mehr möglich sein. Eine Übergangsfrist gibt es übrigens nicht.

 

StaStu: Nicht jeder ist Jurist oder tief in der Thematik drin – wie kann ich schnell feststellen, ob ich oder mein Startup betroffen sind?

Felix: Wer Kunden hat und/oder Mitarbeiter und/oder eine Website oder wer für andere Daten verarbeitet, ist betroffen. Also praktisch jedes Startup.

 

StaStu: Gibt es Anlaufstellen, wo ich mir (ggf. auch mit geringen / keinen Kosten) zu diesem Thema Unterstützung holen kann?

Felix: Angesichts der drohenden Bußgelder und Abmahnungen und auch der hohen medialen Aufmerksamkeit und der Bedeutung des Themas würde ich mir etwas Zeit nehmen und auch ein Budget dafür einplanen. Schnell und billig kann (wie immer) ein teurer Bumerang werden. Startups erhalten bei uns immer Sonderkonditionen, andere bieten das hier in Stuttgart auch an, soweit ich weiß. Wir haben hier eine tolle Community, auch dank Startup Stuttgart!

 

StaStu: Am 24.04.2018 findet ein exklusiver Kaminabend mit dir und Mitgliedern von Startup Stuttgart statt. An dem Abend stehst Du den Gästen zu diesem Thema in lockerer Atmosphäre, persönlich zur Verfügung. Kannst du uns eine kleine Preview geben, was das Ziel der Veranstaltung sein wird?

Felix: Mein Ziel ist es, über die wesentlichen Neuerungen einen Überblick zu geben. Die Teilnehmer sollen nach meinem Vortrag einen Plan haben, was sie konkret als nächste Schritte unternehmen müssen. In der anschließenden Fragerunde, werden wir mit den anwesenden Gästen noch das eine oder andere Detail aus deren Startup diskutieren können.

 

StaStu: Felix, herzlichen Dank für das Interview. Wir freuen uns auf den Kaminabend und sind uns sicher, dass wir den Gästen bei der Gelegenheit statt Angst einen Aktionsplan mit auf den Weg geben werden.

Wollt Ihr auch beim exklusiven Kaminabend mit Felix dabei sein? Wer schon Mitglied beim Startup Stuttgart ist, erhält in den nächsten Tagen eine persönliche Einladung. Wer noch Mitglied werden möchte, kann dies kurzfristig über folgenden Link nachholen: http://startup-stuttgart.de/mission/

 

Wer mehr zu Felix wissen möchte, kann sich über folgende Links informieren:

www.rechtsberatung-fuer-startups.de

www.datenschutz-stuttgart.com

www.sgt-lex.com/persoenlichkeiten/prof-dr-felix-buchmann

 

Seit den ersten Gründergrillen im Jahr 2011 gehört die Veranstaltung fest zur Gründerszene in Stuttgart. Bereits zum 63. Mal findet am 27. April das Gründergrillen statt. Das Ziel ist dabei immer das Gleiche geblieben: Gründer, Gründungsinteressierten, Sponsoren und Player der Region miteinander zusammen zu bringen. Neue Themen vorzustellen und eine Plattform zum Netzwerken und Austausch zu bieten. Heute findet das Event einmal im Monat in der Schankstelle in Stuttgart statt und wird von Startup Stuttgart e. V. organisiert, genauer gesagt von unseren drei Mitgliedern Isabel, Michaela und Rolf – die sich im Hintergrund ehrenamtlich um alles kümmern. Für uns haben Michaela und Isabel das Gründergrillen einmal kurz beleuchtet.

 

StaStu: Hallo Zusammen, stellt euch doch bitte mal kurz vor – wer seid ihr und was macht ihr, wenn ihr nicht gerade bei Startup Stuttgart aktiv seid?

Michaela: Hallo mein Name ist Michaela Schächner, ich bin Inhaberin von Solid Growth und begleite Gründer und Jungunternehmer auf Ihrem Weg in die Selbständigkeit. Ich unterstütze diese dabei, ihr Geschäftsmodell zu erstellen, entsprechende Milestones abzuleiten und vor allem diese auch in die Tat umzusetzen.

Isabel: Ich bin Isabel Gienger. Wenn ich nicht beim Gründergrillen bin oder andere spannende Dinge mit Startup Stuttgart erlebe, arbeite ich bei einem der großen Konzerne hier in Stuttgart im Bereich Mobilität. Ein tolles Feld zwischen Startup und Corporate!

 

Das Gründergrillen – findet mittlerweile zum 63. Mal statt und gehört fest zu den etablierten Veranstaltungen der Szene

StaStu: Erklärt doch mal kurz wie das Gründergrillen abläuft?

Isabel: Es ist ein großes „come together“ der Stuttgarter Gründerszene in der Schankstelle, bei dem Gründungsinteressierte auf Gründer, Sponsoren, Corporates und auf Menschen mit Ideen und umgekehrt treffen. Es geht um Networking, gegenseitigen Austausch, Vorstellen und Diskutieren der eigenen Ideen – und das Ganze bei lecker Gegrilltem aus der Schankstelle oder vom Sponsor und natürlich tollen Getränke! Also, Drinks & Chats. Pitches gibt es immer nach der offiziellen Eröffnung und ein paar Worten des Sponsors. Pitchen kann jeder, der Lust hat seine Idee zu präsentieren – gerne auch spontan! Jeder hat 60 Sekunden Zeit sich und seine Idee zu präsentieren!

Michaela: Ein weiteres Highlight ist das Format „Gründergrillen unterwegs“. An diesen Abenden werden wir vom Sponsor in deren Location eingeladen. Das sorgt für Abwechslung und bietet gleichzeitig die Chance, das Umfeld des Sponsors live kennenzulernen. So waren wir z. B. bei der Börse Stuttgart oder schon zweimal bei CODE_n.

Titelbild Gründergrillen #61

Bei den Pitches hat jeder die Möglichkeit sich vorzustellen

StaStu: Was ist das Ziel? Warum organisiert der Verein Startup Stuttgart das Gründergrillen?

Michaela: Das Gründergrillen ist unser Signature Event, welches wir als Verein einmal im Monat, für die Stuttgarter Startup Welt organisieren. Unser Ziel ist es, den Gründungswilligen, Startup Interessierten und Freunden der Szene ein zu Hause zu bieten. Wer regelmäßig kommt, stellt fest, dass wir treue Besucher haben, die man immer wieder antrifft und auf diesem Wege auch Kontakte vertiefen kann. Durch die entspannte Atmosphäre fällt das Netzwerken leichter und jeder weiß, dass er willkommen ist, sich bei dieser Gelegenheit zu präsentieren und jeden der da ist anzusprechen.

Isabel: Genau. Das Ziel ist und war schon immer die Vernetzung der Gründerszene –  Mutmachen für alle, die eine Idee haben – Menschen ungezwungen zusammenzubringen und noch vieles mehr!

StaStu: Ihr habt vorher die Pitches erwähnt – Wer kann denn grundsätzlich mitmachen?

Michaela: Alle die Lust haben sind herzlich Willkommen!! Jeder darf sich an dem Abend auf die Art einbringen, wie es ihm gut tut. Besonders freuen wir uns natürlich über Gäste, die Ihre Idee in Form eines Pitches präsentieren.

StaStu: Irgendwelche Bedingungen oder Regeln an die ich mich halten muss?

Isabel: Wenn du pitchen möchtest, melde dich kurz bei einem vom Startup Suttgart Team. Wir erklären dir nochmal alles in Ruhe. Grundsätzlich hast du 60 Sekunden Zeit um dich und dein Startup/ Idee auf der Bühne vorzustellen: Wer bist du? Warum brennst du für dein Thema? Welche Anknüpfungspunkte siehst du und was suchst du aktuell noch, um deine Idee weiter voranzutreiben!

 

StaStu: Gibt es ein paar Dinge die ihr gerne am Konzept verändern würdet?

Michaela: Das Grundkonzept ist schon gut und im Flow, natürlich gibt es immer ein paar Optimierungspunkte – dies wollen wir Stück für Stück auch einbringen. Wer Ideen oder Wünsche hat, darf sich aber auch jederzeit bei uns melden, schließlich machen wir das Event für die Teilnehmer und nicht für uns.

Isabel:  Eine aktuelle Idee ist es, transparenter herauszustellen, wer am Gründergrillen vertreten ist, sprich welcher „Fraktion“ man angehört –  Sponsoren & Förderer, Interessierte & Netzwerker oder Startups.

Isabel & Thomas beim Gründergrillen Startup-Gipfel BaWü auf der Landesmesse Stuttgart

StaStu: Was findet ihr persönlich gut am Gründergrillen? Was hat euch motiviert dabei zu unterstützen?

Michaela: Es ist leger, keiner Muss, jeder Darf. Ich glaube das Gründergrillen ist deshalb ein großer Erfolg, weil alle wissen, dass es eine extrem entspannte Veranstaltung ist und man als treuer Besucher neue aber auch bekannte Gesichter antrifft. Das Gründergrillen ist ein Einstieg in die Szene und ich bin mir sicher, dass durch die Art von Netzwerken in den letzten Jahren viele wertvolle und nachhaltige Kontakte geknüpft worden sind.

Isabel: Es ist einfach immer eine super Stimmung, tolle Menschen, viele ganz unterschiedliche Ideen von VR zu Lebensmittel zu Robotik zu Ecommerce, alles dabei! Man kommt ganz einfach mit vielen Leuten in Kontakt – das ist es, was mir besonders Spaß macht.

 

StaStu: Würdet ihr sagen, das Gründergrillen ist eine erfolgreiche Veranstaltung?

Michaela: Unbedingt! Das Gründergrillen ist in der Szene bekannt und geschätzt. Das sieht man nicht nur an der steigenden Zahl der Besucher sondern auch an unseren qualitativ hochwertigen Sponsoren. Schon jetzt sind alle Termine in 2018 ausgebucht.

 

StaStu: Zu guter Letzt die Standardfrage: was sucht ihr gerade?

Isabel: Wir suchen natürlich immer neue Gesichter, Gründer, Interessierte, usw. und freuen uns auf Altbekannte! Wer sich engagieren will und uns unterstützen will, soll sich gerne melden – da freuen wir uns!

 

Lust bekommen euch das Gründergrillen einmal anzuschauen, zu pitchen oder bei einem Feierabend Bier in die Szene zu schnuppern? Das nächste Event findet am 27.04 in der Schankstelle statt – kommt vorbei, wir freuen uns!