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Startup Weekend Stuttgart 2017 – Be part of it

In nur 54 Stunden von der einer Idee bis zum Startup? Bereits zum fünften Mal findet auch in diesem Jahr wieder das Startup Weekend in Stuttgart statt (mehr zum Startup Weekend 2016 hier). Vom 01. -03. Dezember haben alle Gründungsinteressierte die Chance Teil einer unvergesslichen Erfahrung zu werden. Das offizielle Format Startup Weekend gehört in der Zwischenzeit zu Techstars und wurde in 150 Ländern bereits mehr als 2.900-mal durchgeführt.

Organisiert wird die Veranstaltung in Stuttgart gemeinsam von der Hochschule der Medien und Startup Stuttgart. Wir haben uns mit Prof. Dr. Nils Högsdal von der HDM und Christoph Röscher, Vorstandsvorsitzendem von Startup Stuttgart getroffen um zu erfahren, warum es sich lohnt ein Wochenende zu investieren.

 

StaStu: Hallo Nils, ihr richtet das Startup Weekend nun schon seit 5 Jahren an der HDM aus und ihr habt das Format mehr oder weniger beibehalten. Kannst du uns sagen warum?

Nils: Wir sehen uns als wichtigen „Hub“ im Stuttgarter Startup Ecoystem. Gerade die enge Anbindung an Studierende aller Stuttgarter Hochschulen sorgt für frisches Blut in die Stuttgarter Startup Szene. Gleichzeitig ist Gründerkultur ein Eckpfeiler der Strategie unserer Hochschule und ich bin überzeugt vom Transfer durch Gründung.

 

Gibt es denn Teams aus den vergangenen Jahren, die nach dem Wochenende auch tatsächlich als Startup weitergemacht haben?

Nils: Jedes Jahr gibt es einige Teams die erfolgreich gründen. Das muss nicht unbedingt die Idee des Startup Weekends sein. Mir fallen Gründer wie spotgun, filestage.io, Monikit und VirtualQ ein, welche allesamt beim Startup Weekend dabei waren.

 

Hallo Christoph, zum zweiten Mal ist StaStu nun Co-Ausrichter der Veranstaltung. Was hat euch motiviert gemeinsam mit der HdM das Startup Weekend  auszurichten? 

Christoph: Das Weekend ist wirklich ein schönes Format, um mit den Themen Gründung & Startup in Berührung zu kommen und passt damit gut in die Zielsetzung des Vereins: Das Thema Startup in der Region voranzutreiben. Die Kooperation letztes Jahr hat wirklich sehr gut geklappt und da waren wir uns im Vorstand von Startup Stuttgart gleich einig, dass wir das mit Nils und der HdM fortführen möchten.

Hinzu kommt, dass in den letzten 12 Monaten wirklich einiges in der Region passiert ist (z.b. Startup Gipfel Ba-Wü), aber leider immer noch zu viele eigene Süppchen gekocht werden statt stärker zu kooperieren. Letztendlich geht es darum gemeinsam unser kleines Ökosystem voranzubringen. Und da macht es natürlich auch nur Sinn, dass wir als Verein auch mit engagierten Partnern aus der Region kooperieren.

 

Wie kann man sich beim Startup Weekend einbringen? Kann ich auch ohne eigene Idee mitmachen?

Christoph: Es gibt viele Arten sich einzubringen, einige kommen natürlich mit einer ersten groben Idee, mit der Hoffnung diese mit anderen Teilnehmern über das gesamte Wochenende weiterzuentwickeln. Aber auch ohne Idee macht es Spaß. Ich selber habe vor einigen Jahren als Team-Mitglied mitgemacht. Und es ist einfach spannend, wie Leute die sich vorher gar nicht kannten an einem Wochenende zu einem Team zusammengeschweißt werden, mit dem Ziel ein MVP bis zum großen Finale am Sonntag zu entwickeln.

Gerade die Mischung der Teilnehmer macht es aus. Von Abiturienten, Studenten, Berufserfahrene und auch mal ein Pensionär J Man braucht wirklich keine Berührungsangst haben und sollte nur etwas Spaß mitbringen.

Aber auch wenn man nicht so viel Zeit hat, kann man alternativ auch nur zum Finale am Sonntag kommen, an dem die Teams ihre Ideen pitchen. Letztes Jahr hatte ich meine zehnjährige Tochter dabei und sie war so fasziniert, dass sie bis zum Schluss bleiben wollte.

Nils, plant ihr Änderungen im Format ggü. den Jahren zuvor? Gibt es einen bestimmten Fokus auf einzelne Ideenbereiche oder ist jede Idee bei euch willkommen?

Nils: Wir wollen das Format bewusst offen halten und auch Personen ohne Themen- bzw. Branchenbezug eine niedrigschwellige Teilnahme ermöglichen. Es immer mehr vergleichbare Formate in- und um Stuttgart herum, aber es gibt halt nur ein echtes Startup Weekend. Unsere Stärke ist zudem der internationale Fokus und wir werden diesmal auf Englisch „facilitaten“. Eine Änderung ist, dass wir bewusst etwas kleiner planen, was die Anzahl der Pitches angeht. Dadurch können wir die in unserem „Cubus“ beliebte Townhall-Atmosphäre sicherstellen, welche im Mai bereits bei unserer Generation Media Startup alle Anwesenden begeisterte.

 

Wie in jedem Jahr habt ihr auch dieses Mal wieder kompetente Mentoren, die den Teams mit Rat und Tat zur Seite stehen – könnt ihr über die Mentoren und Juroren bereits mehr verraten?

Nils: Da sind wieder viele Urgesteine der Stuttgarter Startup Szene dabei. Gleichzeitig haben wir mit der Verknüpfung mit dem International Entrepreneurship Education Summit auch hochkarätige Experten aus dem Ausland dabei. Dazu zählen unter anderem Sean Brannagan aus Syracuse (NY) und Sharon Tal-Itzkovitch aus Israel, welche sowohl mit der Media Next Studie wie mit dem neuen Buch „Where to Play“ weltweit wertvolle Beiträge geleistet haben und bei uns echte Deutschlandpremieren bieten. Die Juroren bilden die Stuttgarter Startup Szene ab, sowohl Corporate (Startup Autobahn) wie auch erfolgreiche Gründer werden dabei sein.

Zum Abschluss – Warum sollte jemand 54h seiner Lebenszeit „eingesperrt“ in der HDM verbringen?

Christoph: Was macht man sonst an seinem Wochenende? Hier hat man die Chance neue Leute, Ideen, Methoden kennenzulernen und auch ganz gezielt und konzentriert ein Geschäftsmodell zu entwickeln. Und wer weiß, vielleicht wird da auch der der Grundstein für das nächste Einhorn gelegt.

Nils: Vor gut 5 Jahren sagte ich einer Studierenden, die sich in letzter Minute anmeldete und fragte, ob sie es machen sollte „this might change your life“. Sie kam nachher zu mir und sagte einfach „Danke!“. Jeder, d.h. Studierende, Mitarbeiter in Unternehmen und jemand mit konkreter Gründungsabsicht wird eine Menge mitnehmen. Wenn die Idee nicht trägt, dann haben die Teilnehmer trotzdem viel Spaß gehabt und viel gelernt. Im besten Fall hat man seine zukünftigen Mitgründer getroffen und danach wird durchgestartet. Es ist ein intensives Wochenende und es ist die Gelegenheit einfach mal weiterzudenken. Die Welt verändert sich und das Denken in disruptiven Geschäftsmodellen bringt jeden weiter.

 

Vielen Dank Nils und Christoph für den Einblick in das Startup Weekend.

Und noch zum Schluss an alle Interessierten und Unentschlossenen, feiern gehen könnt ihr jedes Wochenende – diese Chance bietet sich nur einmal im Jahr. Also stellt das Bier weg, steht vom Sofa auf, kriecht aus dem Bett und begebt euch am 01.12 an die HDM.

Tickets für das Startup Weekend findet ihr hier.

 

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innolution valley – DAS Startup-Event am 3. und 4. November 2017

Die innovativsten Startups und finanzstärksten Investoren zu Gast in Baden Württemberg

Am 3. und 4. November 2017 erlaubt die innolution valley einen Einblick in das gesamte Spektrum der Startup-Szene. Mehr als 1.800 Besucher finden sich zu dem Event, wobei vom einfachen Studenten bis zum CEO jeder gerne gesehen ist. Erwartet werden etwa 120 Startups, die ihre aktuellen und zukünftigen Projekte auf einer Fläche von ca. 3.000 m² präsentieren. Dank Vertretern der regionalen und überregionalen Presse ist aber auch für eine Sichtbarkeit weit über die Grenzen der Messe selbst hinaus gesorgt. Startups haben dabei die Möglichkeit, die eigenen Ideen im Rahmen von Startup Pitches einem breiten Publikum vorzustellen. Dafür stehen jeweils sechs Minuten Zeit zur Verfügung, die sich auf drei Minuten Pitch und drei Minuten für Fragen aufteilen. Vertreter von Unternehmen und Presse sowie Blogger und Investoren lassen sich damit direkt ansprechen.

Die teilnehmenden Startups und Unternehmen stammen aus allen erdenklichen Branchen. Von der Automobilindustrie über FinTechs bis hin zu Handel und Dienstleistungen ist für jeden etwas Passendes dabei. Gerade für neue Gründer ergeben sich damit auch zahlreiche Möglichkeiten. Der Austausch mit wichtigen Entscheidern mittelständischer und großer Unternehmen ist auf Augenhöhe möglich. Mithilfe der Event-App fällt es dabei besonders leicht, schon während der innolution valley in Kontakt zu treten. Natürlich stehen Kontakte aber auch später noch zur Verfügung.

Zum Programm gehören zahlreiche Vorträge von insgesamt 80 namhaften Speakern. Darunter finden sich Erfolgsgeschichten von Gründern, aber auch interessante Einblicke in Themen wie die Digitalisierung oder die Zusammenarbeit von Startups und Corporates. Zu den Themen zählen unter anderem Industrie 4.0 mit Robotik und 3D-Druck sowie das enorm spannende und schnell wachsende Feld der Künstlichen Intelligenz. Darüber hinaus gibt es viel zu erfahren über das Internet of Things, Virtual Reality und grundlegende Dinge wie die Gründung und die Finanzierung von Startups. Hier kann jeder noch etwas dazulernen. In Workshops und Brainstorming-Sessions lassen sich dadurch erworbene Kenntnisse auch gleich in der Praxis umsetzen. Unternehmen und Startups erarbeiten hier in enger Zusammenarbeit Lösungsansätze für die Probleme von heute und noch kommende Herausforderungen.

Das Networking genießt bei der innolution valley einen hohen Stellenwert. Der direkte Austausch zwischen Unternehmen, Startups und Besuchern wird aktiv gefördert, etwa durch den Jobcorner, in dem jeder seine offenen Stellen präsentieren und so direkt vor Ort neue Mitarbeiter finden kann. Auf der Funding-Stage lassen sich außerdem eigene Venture- und Accelerator-Programme einem hoch interessierten Publikum vorstellen. Neben Startups und Unternehmen sind auch Investoren und Business Angels vor Ort, die gerade junge Projekte entscheidend nach vorne bringen können. Junge Gründer mit einzigartigen Ideen erhalten dadurch die Gelegenheit, die passenden Partner für eine erfolgreiche Zukunft zu finden.

Stattfinden wird die innolution valley in Ludwigsburg nahe Baden-Württembergischen Hauptstadt Stuttgart. Nationale und internationale Vertreter von Startups und Corporates aus allen Bereichen finden hier einen Ort für ein gemeinsames Zusammentreffen und den direkten Austausch. Die Besucher stammen nicht nur aus dem regionalen Raum, sondern sowohl aus dem nationalen als auch internationalen Raum. Neue Kontakte lassen sich bei der After Party am Freitag in entspannter Atmosphäre knüpfen.

Dank des breiten Themenangebots und den vielen vertretenen Unternehmen aus allen erdenklichen Bereichen ist die innolution valley für jedes Startup und Unternehmen einen Besuch wert. Studenten erhalten außerdem die Möglichkeit, einen Einblick in die Szene zu erhalten und sich mit Gründern und Unternehmen über die Möglichkeiten und Herausforderungen von Startups auszutauschen. In angenehmer Atmosphäre gelingt ein Blick auf die Zukunft der Industrie in Kombination mit Networking und angenehmen Nebentätigkeiten.

Mehr Infos gibts unter: https://innolutionvalley.com

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Mitgründer gesucht | das Co-Founder Speed Dating

Am 18. Oktober 2017 findet das diesjährige Event „Mitgründer gesucht – Co-Founder Speed Dating“ von 17:30 – 20:00 Uhr statt. Die Veranstaltung der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) richtet sich an Gründer, die noch Mitgründer für ihre Teams suchen und an Gründungsinteressierte, die gerne in einem Gründungsteam mitarbeiten möchten.

Die Veranstaltung im Rahmen der WRS-Initiative HiTURS dient als Plattform zum Kennenlernen, Austauschen und Vernetzen. Nach einer kurzen Begrüßung wird der Matching-Prozess angestoßen, der das Kennenlernen möglichst vieler anderer Teilnehmer ermöglicht.

Folgender Ablauf ist geplant:
ab 17:00 Uhr: Eintreffen der Teilnehmer
17:30 Uhr: Begrüßung und Infos zum Ablauf des Speed Datings
17:45 Uhr: 60 Sek. Pitches der Teilnehmer | Ich biete & Ich suche
18:15 Uhr: Speed Dating
ab 19:15 Uhr: Freies Netzwerken
20:00 Uhr: Ende

Datum: Mittwoch, 18. Oktober 2017
Uhrzeit: 17:00 – 20:00 Uhr
Ort: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg, Theodor-Heuss-Straße 4, 70174 Stuttgart

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlosJETZT ANMELDEN! | Anmeldeschluss: Sonntag, 15. Oktober 2017

Veranstalter:
HiTURS – HighTech Unternehmertum Region Stuttgart ist eine Initiative der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) | weitere Information unter: www.hiturs.region-stuttgart.de

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Bundestagswahl 2017 – Fragen an die Parteien – letzter Teil

Wir haben die Bundestagswahl zum Anlass genommen ein paar Fragen zu stellen. Vielleicht hilft es euch das Kreuz „richtig“ zu setzten. Die Fragen gingen an die Kandidaten in den zwei Wahlkreise in Stuttgart. Von der CDU bekamen wir von jedem Kandidaten eigenes Feedback, daher taucht die CDU zweimal auf. Wir posten in den nächsten Tagen die Antworten auf unsere Fragen. Heute letzer Teil 4.

(hier zum dritten Teil)

Befragte Kandidaten in Stuttgart sind:

CDU: Stefan Kaufmann und Karin Maag

FDP: Judith Skudelny und Volker Weil 

Grüne: Cem Özdemir und Anna Christmann

SPD: Michael Jantzer und Ute Vogt

Eine bitte hätten wir noch an euch: Geht wählen!

 

Warum sollten Gründer und Mitarbeiter von Startups für Sie / ihre Partei wählen?

 

Stefan Kaufmann (CDU): Bereits 2014 wurde die „Digitale Agenda“ der Bundesregierung beschlossen und seitdem auch Start-ups besser gefördert. Aus der ganzen Welt kommen Menschen mit Ideen nach Deutschland, gründen Unternehmen und schaffen Arbeitsplätze. Wir werden sie ermutigen und unterstützen. Durch die steuerliche Forschungsförderung und ein Fachkräfte-Zuwanderungsgesetz ebenso wie durch bessere Gründungs- und Wachstumsfinanzierung sowie weniger Bürokratie. Wir werden die Bedingungen für Wagniskapital weiter verbessern. Den Zugang für Startups zu Wagniskapital wollen wir auch über steuerliche Förderung erleichtern: Wer sich an Startups beteiligt, soll das bei der Steuer berücksichtigen können.

 

Karin Maag CDU: Gerade im Zeitalter der Globalisierung aber vor allem der Digitalisierung ist es wichtig, dass sich die Wirtschaft immer weiter entwickelt, um den Wirtschaftsstandort Deutschland auch in Zukunft attraktiv zu gestalten. Wir setzen uns, mit unserer Politik dafür ein, die Wirtschaft in diesem Umbruch zu stärken und damit eine gute Grundlage für Startups zu schaffen. Wir wollen vor allem die Schaffung zusätzlicher und zukunftssicherer Arbeitsplätze in Deutschland unterstützen, hauptsächlich in den Bereichen Digitalisierung, Biotechnologie, fortschrittlicher Umwelttechnologien sowie im Gesundheitsbereich. Dazu gehört auch, dass wir den Fachkräftezuzug erleichtern. Um es den Gründern zu erleichtern, wollen wir weniger Kontrolle und Regulierung. Unsere neuen Arbeitszeitmodelle sollen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern und damit das Berufsleben für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Startups angenehmer gestalten. Die von uns vorgesehenen Steuersenkungen, vor allem im Mittelstand, werden sowohl den Gründern als auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Gute kommen.

 

 

Judith Skudelny und Volker Weil (FDP): Wir Freien Demokraten setzen uns bereits seit Jahrzehnten glaubhaft und mit Nachdruck für Unternehmensgründer und für Wirtschaftsunternehmen im Allgemeinen ein. Denn gemeinsam bilden diese das Rückgrat der deutschen Wirtschaft und sind maßgeblich für unsere Innovationskraft und unser wirtschaftliches Wohlergehen verantwortlich. Wer verantwortungsbewusst in die Zukunft blickt, dem wird klar, dass nur mit einer starken Start-Up-Szene der Innovationsstandort Deutschland gelingen kann. Darum hat es für uns höchste Priorität, dass Carl Benz und Robert Bosch nicht die einzigen Pioniere des Südwestens bleiben.

Mit Christian Lindner verfügen wir über einen Parteivorsitzenden, der nicht nur selbst Gründungserfahrung besitzt, sondern sich bereits in der Vergangenheit fulminant für die Belange von Start-Ups einsetzte. In folgendem Video aus dem Landtag von NRW stellt er seine Überzeugung eindrücklich unter Beweis: https://www.youtube.com/watch?v=m1xFN6nDoDY.

 

Anna Christmann (Grüne): Die Grünen stehen für Aufbruch. Wir wollen unseren Wohlstand und unsere Umwelt durch Innovation und neue Technologien erhalten und nicht durch ein einfaches Weiter so. In diesem Punkt sind wir der Startup Kultur sehr nah. Ich selbst war mit dem Ministerpräsidenten 2015 auf einer Delegationsreise im Silicon Valley unterwegs und habe erlebt was es bedeutet, wenn eine ganze Region den Eindruck vermittelt: „Hier wird Zukunft gemacht“. Diesen Ehrgeiz brauchen wir auch wieder in Deutschland. Gerade Bereiche wie die Energiewende, Ressourceneffizienz oder social Entrepreneurship leben von Innovationen und einer hohen Dynamik, für die Startups ganz entscheidend sind. Deshalb streiten wir als Grüne ganz besonders für eine neue Gründerzeit – in Baden-Württemberg an der Landesregierung auch bereits mit ersten Erfolgen.

 

Michael Jantzer (SPD): Weil die SPD die einzige Partei ist, die die Anforderungen der neuen Ideen mit dem sozialen Zusammenhang der Gesellschaft versöhnen kann. Wir halten es für misslungen, wenn nur die Gründer selbst am Ende den Gewinn mitnehmen. Die Streiks er Uber-Fahrer in San Franzisco und die Proteste der Kantinenmitarbeiter bei Google halten wir für einen Hinweis, dass es so nicht laufen soll.

 

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Bundestagswahl 2017 – Fragen an die Parteien – Teil 3

Wir haben die Bundestagswahl zum Anlass genommen ein paar Fragen zu stellen. Vielleicht hilft es euch das Kreuz „richtig“ zu setzten. Die Fragen gingen an die Kandidaten in den zwei Wahlkreise in Stuttgart. Von der CDU bekamen wir von jedem Kandidaten eigenes Feedback, daher taucht die CDU zweimal auf. Wir posten in den nächsten Tagen die Antworten auf unsere Fragen. Heute Teil 3.

(hier zum zweiten Teil)

Befragte Kandidaten in Stuttgart sind:

CDU: Stefan Kaufmann und Karin Maag

FDP: Judith Skudelny und Volker Weil 

Grüne: Cem Özdemir und Anna Christmann

SPD: Michael Jantzer und Ute Vogt

Eine bitte hätten wir noch an euch: Geht wählen!

 

Wenn über Startups gesprochen wird, kommt oftmals auch das Stichwort Bürokratieabbau. Haben Sie hierzu eine konkrete Maßnahme in Ihrem Wahlprogramm?

Stefan Kaufmann (CDU):  Wir sind beim Bürokratieabbau vorangekommen und haben Wirtschaft und Verbraucher in dieser Wahlperiode von Bürokratie entlastet. Der jährliche Bürokratieaufwand der Bürger wurde in dieser Wahlperiode um 8,5 Millionen Stunden reduziert. Seit 2015 gilt die „one-in, one-out“-Regel. Diese Regelung hat sich bewährt und wird weiter fortgesetzt. In unserem Regierungsprogramm 2017 sprechen wir uns zudem für die Einführung einer zentralen Anlaufstelle (One-Stop-Shop) speziell für junge Unternehmen bzw. Startups aus.

 

Karin Maag (CDU) : Siehe Antwort zuvor.

 

Judith Skudelny und Volker Weil (FDP): Bürokratieabbau um sich als Gründer „aufs Wesentliche“ konzentrieren zu können

  • Behördengänge reduzieren, sodass Gründung an einem einzigen Werktag und online möglich ist  Vorbild Estland
  • Eine zentrale behördliche Anlaufstelle für Gründer schaffen („One-stop Shop“)

 

Anna Christmann (Grüne):  Gründerinnen und Gründer wollen wir für zwei Jahre von nicht unbedingt nötigen Melde- und Berichtspflichten befreien. Beratung und Förderung erhalten sie aus einer Hand in „One-Stop-Shops“ – ein Hangeln von Behörde zu Behörde wollen wir vermeiden. Zudem soll die Umsatzsteuer einfacher werden, z.B. wollen wir dass mehr Unternehmen die Umsatzsteuer erst dann abführen müssen, wenn der Kunde gezahlt hat. Dafür soll die sogenannte Ist-Versteuerungsgrenze auf 2 Mio. Euro vervierfacht werden. Die Grenze für die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter soll auf 1.000 Euro deutlich steigen. Wir prüfen, ob Sozialversicherungsbeiträge für Gründerinnen und Gründer generell erst im Folgemonat fällig werden können.

 

Michael Jantzer (SPD): Bürokratieabbau ist ein wichtiges Ziel. Wir wissen aber, dass das im Detail nicht so einfach ist. Bürokratie ist ja nicht nur Registergericht (was wir verbessern könnten) sondern auch Lohnsteuer, Brandschutz, Behindertenrechte und die vielen Berichtspflichten. Das werden wir angehen – aber es wird nicht einfach werden.

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Bundestagswahl 2017 – Fragen an die Parteien – Teil 2

Wir haben die Bundestagswahl zum Anlass genommen ein paar Fragen zu stellen. Vielleicht hilft es euch das Kreuz „richtig“ zu setzten. Die Fragen gingen an die Kandidaten in den zwei Wahlkreise in Stuttgart. Von der CDU bekamen wir von jedem Kandidaten eigenes Feedback, daher taucht die CDU zweimal auf. Wir posten in den nächsten Tagen die Antworten auf unsere Fragen. Heute Teil 2.

(hier zum ersten Teil)

Befragte Kandidaten in Stuttgart sind:

CDU: Stefan Kaufmann und Karin Maag

FDP: Judith Skudelny und Volker Weil 

Grüne: Cem Özdemir und Anna Christmann

SPD: Michael Jantzer und Ute Vogt

Eine bitte hätten wir noch an euch: Geht wählen!

 

Welche Stärken und Schwächen sehen Sie im Raum Stuttgart, im Bezug auf ein erfolgreiches Startup Ökosystem und wie werden Sie sich persönlich (/Ihre Partei) dafür einsetzen?

 

Stefan Kaufmann (CDU): Aus meiner Sicht fehlt es in Stuttgart in erster Linie an bezahlbaren Gewerbeflächen für Gründer. Man sollte neue Baugebiete ausweisen. Das Land sollte seine Aktivitäten bei der Finanzierung von Startups weiter ausbauen – ein gut ausgestatteter Gründerfonds wie in Bayern wäre wichtig. Die Aktivitäten der Wirtschaftsministerin gehen in die richtige Richtung.

 

Karin Maag (CDU): Für ein erfolgreiches Startup-Ökosystem sind Hochschulen in der Umgebung sehr wichtig. Ein bereits bestehendes Startup-Netzwerk macht es den Startup-Gründern leichter sich in der Region anzusiedeln. Diese beiden Voraussetzungen sind in der Region Stuttgart gegeben und machen den Standort für Startups attraktiv. Die Konkurrenz für Startups bei der Personalfindung ist allerdings sehr groß. In der Region sind viele Global Players wie z.B. Daimler, Bosch, Festo etc. angesiedelt, die viele Absolventen mit hohen Gehältern locken.

 

Judith Skudelny und Volker Weil (FDP):

Stärken:

  • Große Vorbilder (Leuchttürme) wie Carl Benz und Robert Bosch, die auch als einfache Gründer begannen
  • Forschungsstarke Universitäten in Stuttgart und Tübingen  Universitäre Ausgründungen und KnowHow
  • Industrie-Cluster im Großraum Stuttgart  Riesiges Potential an Partnern und Kunden
  • Cyber Valley Initiative des Landes Baden-Württemberg
  • Umfangreiche Gründerseminare der IHK Stuttgart
  • Industrielle Wagniskapitalgeber (z.B. Robert Bosch Venture Capital) und Acceleratoren / Inkubatoren (z.B. StartUp Autobahn oder Arena2036)

 

Schwächen:

  • Mangel an (bezahlbaren) Co-working Spaces und kein großer Industriepark mit Maschinen zur Mitbenutzung
  • Attraktive Arbeitgeber erschweren Personalsuche für Start-Ups  Konkurrenzsituation
  • Kapitalintensive Gründungen mit langen Vorlaufzeiten (z. B. im MedTech-Bereich) wie sie Im Raum Stuttgart oft vorkommen, finden nur schwer Wagniskapital oder Kreditgeber
  • Stuttgart nicht so hip und attraktiv wie Berlin, Hamburg oder München

 

Anna Christmann (Grüne): Stuttgart ist eine hocherfolgreiche Industrieregion. Das ist gleichzeitig Fluch und Segen. Der Arbeitsmarkt ist so gut, dass sich im Vergleich nur Wenige in die eigene Gründung wagen. Hier müssen wir ansetzen, und gerade junge Menschen ermutigen, einen eigenen Weg zu gehen. Das Stuttgart auch ein starker Wissenschaftsschaftsraum ist, müssen wir dabei nutzen. Ich halte es für zentral, die Kontakte zwischen den verschiedenen Sphären zu stärken: Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur müssen wir zusammenbringen, um daraus neue Ideen wachsen zu lassen. Als Stuttgarter Abgeordnete werde ich mich dafür einsetzen, dass es solche Foren vermehrt gibt und wir vorhandene Projekte wie den wizemann.space, das Social Impact Lab und Vereine wie Startup Stuttgart e.V. mit Wirtschaft und Wissenschaft zusammenbringen. Vorbilder und Netzwerke sind entscheidende Faktoren, um zukünftige Gründer*innen zu ermutigen.

 

Michael Jantzer (SPD): Wie zuvor erwähnt, geht es uns darum in Stuttgart die lokale Vernetzung zu verbessern, indem wir das zu einem Thema bei der Planung des neuen Rosensteinviertels machen.

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Bundestagswahl 2017 – Fragen an die Parteien – Teil 1

Wir haben die Bundestagswahl zum Anlass genommen ein paar Fragen zu stellen. Vielleicht hilft es euch das Kreuz „richtig“ zu setzten. Die Fragen gingen an die Kandidaten in den zwei Wahlkreise in Stuttgart. Von der CDU bekamen wir von jedem Kandidaten eigenes Feedback, daher taucht die CDU zweimal auf. Wir posten in den nächsten Tagen die Antworten auf unsere Fragen. Heute Teil 1.

(hier zum zweiten Teil)

Befragte Kandidaten in Stuttgart sind:

CDU: Stefan Kaufmann und Karin Maag

FDP: Judith Skudelny und Volker Weil 

Grüne: Cem Özdemir und Anna Christmann

SPD: Michael Jantzer und Ute Vogt

Eine bitte hätten wir noch an euch: Geht wählen!

Startup Stuttgart: Wenn Ihre Partei an der Regierung beteiligt sein wird, welche Schwerpunkte wird ihre Partei setzen um die Rahmenbedingungen für Gründer und Startups in Deutschland zu verbessern.

Stefan Kaufmann (CDU): Startups sind der Mittelstand von morgen; um deren Potenzial besser zu nutzen, braucht es die richtigen Rahmenbedingungen:

  • digitale Bildung – unsere Schüler müssen digital fit sein, Lehrerausbildung und Lehrpläne müssen daran angepasst sein; technische Ausstattung vieler Schulen und Hochschulen ist ausbaufähig (Digitalpakt); Bildungscloud
  • bürokratische Hürden – sind für viele Gründer ein Problem, Gründen muss leichter werden (One-Stop-Shop); Startups sollten in den ersten drei Jahren von Melde- und Informationspflichten entlastet werden, vereinfachte Einstellung von Mitarbeitern aus Nicht-EU-Ländern; digitale und kundenorientierte Verwaltung
  • Arbeit 4.0 – braucht flexibleres Arbeitsrecht: mobiles und ortsunabhängiges Arbeiten sollte unbürokratisch ermöglicht werden, gesetzliche Tages- und Wochenhöchstarbeitszeiten sind zu flexibilisieren; trotzdem Arbeitnehmerschutz („offline“-Zeiten)
  • Gründergeist – muss vorgelebt werden (von der Schule bis zum universitären Spin-Off); brauchen positive Einstellung zum Unternehmertum, Gründerzeit (ähnlich der Familienpflegezeit) umsetzen (Gründen aus der Beschäftigung heraus erleichtern); Mut zur zweiten Chance
  • Gründungs- und Wachstumsfinanzierung – ist vielfältig; KfW-Förderdarlehen, INVEST-Zuschüsse, Hightech-Gründerfonds, EXIST-Programme; aber in Wachstumsphase fehlt oftmals Venture Capital – Gesetz zur Weiterentwicklung der steuerlichen Verlustrechnung bei Körperschaften vom 20.12.2016 (Erhalt der Verlustvorträge im Fall von Eigentümerwechseln) und Pläne des BMF, bei der KfW einen „Tech Growth Fund“ für Gründer (10 Mrd. Euro) einzurichten

 

Karin Maag (CDU): Besonders wichtig ist für viele Startups eine finanzielle Förderung. Eine Förderung durch eine Beteiligungsgesellschaft soll ab Anfang nächsten Jahres möglich sein. Wir werden die Bedingungen für das Wagniskapital weiter verbessern. Ebenfalls werden wir bis 2019 einen Masterplan erarbeiten, der umfassende Förderungen garantiert und unnötige Bürokratie verhindert. Gerade junge Unternehmen müssen sich auf ihr Unternehmen konzentrieren können und dürfen nicht von bürokratischen Arbeiten abgelenkt sein.

 

Judith Skudelny und Volker Weil (FDP): Ein Bildungswesen, das den Gründergeist stärkt

  • Flächendeckende Einführung eines Schulfachs „Wirtschaft“
  • Möglichkeit für Studierende, für Gründungen Urlaubssemester zu nehmen
  • Fächerübergreifendes Lehrangebot zum Thema Existenzgründung an Lehrstühlen anbieten

Bürokratieabbau um sich als Gründer „aufs Wesentliche“ konzentrieren zu können

  • Behördengänge reduzieren, sodass Gründung an einem einzigen Werktag und online möglich ist
  • Eine zentrale behördliche Anlaufstelle für Gründer schaffen („One-stop Shop“)

Steuerliche Entlastung um Investitionen finanzieren zu können

  • Steuerzahlung erst, wenn Umsätze oder Gewinne tatsächlich anfallen (Ist-Besteuerung), nicht bereits bei erwarteten Umsätzen oder Gewinnen (Soll-Besteuerung)
  • In den ersten drei Jahren nach Gründung Freibetrag bei Gewerbesteuer verdoppeln
  • Freibetrag für Kapitalgesellschaften dem für Personengesellschaften angleichen
  • Gründungen und Kleinstunternehmen von einem Zwang zu möglicher Mehrfach-Kammerzugehörigkeit befreien
  • Unternehmer im Nebenerwerb unterhalb eines Gewerbeertrages von 10.000 Euro jährlich (Grundfreibetrag) von Kammerbeiträgen entlasten

Unternehmensfinanzierung und Wagniskapital stärken

  • Einführung eines Venture-Capital-Gesetzes, das umfassend und ganzheitlich beste Bedingungen für Wagniskapital in Deutschland schafft
  • Abbau der Substanzbesteuerung – wie etwa bei den Hinzurechnungsvorschriften in der Gewerbesteuer
  • Ende der (steuerlichen) Diskriminierung von Eigenkapital gegenüber Fremdkapital,
  • Keine Einschränkungen bei Verlustvorträgen
  • Bilanzierbarkeit von Investitionen in eigene Intellectual Property
  • Pensionskassen, Versorgungskassen und Versicherungen in Deutschland Finanzierung von Startups nach dem Vorbild des „Zukunftsfonds Schweiz“ ermöglichen
  • Finanzierungsmodelle wie das Crowdfunding stärken
  • Vorschriften für diese Investitionen, beispielsweise bei Prospektpflicht oder Selbstauskunft, so anpassen, dass sie unkomplizierter und attraktiver werden, ohne den Investorenschutz zu vernachlässigen

Rechtliches Fundament für Sharing Economy schaffen anstatt Verbote

  • Schaffung eines zeitgemäßen Rechtsrahmens für traditionelle und neue Geschäftsmodelle wie die sogenannte Share Economy, insbesondere in der Personenbeförderung (inklusive Taximarkt) oder zur Nutzung von Wohnraum
  • Personenbeförderungsleistungen außerhalb einer Taxi-Konzessionsvergabe gestatten
  • Vermietung für private Vermieterinnen und Vermieter vereinfachen, die nicht hauptberuflich vermieten („Homesharing“ also die wiederholte kurzzeitige Vermietung der selber bewohnten Wohnung bei eigener Abwesenheit oder Teile davon bei eigener Anwesenheit)

 

Anna Christmann (Grüne): Für die Herausforderungen unserer Zeit benötigen wir vor allem kluge Köpfe mit mutigen Ideen. Wir Grüne sehen daher in einer neuen Gründerkultur ein besonderes Potential im Bereich der ökologischen und sozialen Innovationen, die unsere Gesellschaft dringend benötigt. Konkret wollen wir deshalb Gründer*innen mit einem zinslosen Gründerdarlehen von 25.000 Euro unterstützen, um ihre Ideen zu verwirklich. Gerade eine einfache Startunterstützung ist es, die oft fehlt, um eine Idee in die Praxis umzusetzen. Die kleinen Kreativen sind auch bei den wenigen Maßnahmen der Großen Koalition im Bereich Gründungen bisher hinten runtergefallen. Für einfachere Kapitalgewinnung schaffen wir bessere Bedingungen für Wagniskapital mit einem Venture Capital Gesetz und stärken Crowdfunding.

 

Michael Jantzer (SPD): Wir sehen drei Bereiche, die wir offensiv angehen müssen: die lokalen Bedingungen für Startup können verbessert werden. In Stuttgart setzen wir uns für den Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur im Bereich der Wagenhallen im Rahmen des neuen Rosenstein ein.

Die Finanzierung von Startups sollte nur in Sonderfällen mit öffentlichem Geld erfolgen. Aber die öffentliche Hand kann durch die Vereinfachung von Abläufen dafür Sorgen, dass Finanzierungen erleichtert werden.

Das Thema Bürokratieabbau sprechen Sie weiter unten selbst an. Die Hürden zur Gründung eines Startups sind hoch – hier könnten wir uns erleichterte Einstiegsregelungen vorstellen.

Aber wir sind nicht nur im Wahlkampf: auch Startups müssen am Ende zeigen, dass sie in der Lage sind, Gewinne zu machen und sozialversicherungspflichtige Stellen zu schaffen. Hier streben wir eine Verbesserung der Beratungskultur an und möchten hier auch die Gewerkschaften ins Boot nehmen.

 

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INNO-Z – Das Innovationszentrum an der Hochschule Aalen stellt sich vor

Seit mittlerweile zwei Jahrens gibt es INNO-Z, das Innovationszentrum an der Hochschule Aalen, welches sich nach eigener Aussage als „Durchlauferhitzer“ versteht, um jungen Unternehmen und Startups auf den Weg zu helfen, Kontakte zu vermitteln, Raum zu bieten und viel Erfahrung beim Gründen zur Seite zu steht. Startup Stuttgart hat sich mit dem Leiter des Innovationszentrums, Herrn Andreas Ehrhardt unterhalten, der mit dem INNO-Z eine „Kultur des versuchens“ schaffen möchte, in der man sich auch mal traut, etwas zu versuchen und in der einem die Angst genommen wird.
Startup Stuttgart: Können Sie und mehr über INNO-Z erzählen? Was steckt dahinter? Welches Ziel verfolgen Sie?

Andreas Ehrhardt: Das Innovationszentrum an der Hochschule Aalen ist ein sogenanntes EU-Leuchtturmprojekt, welches mit Mitteln der EU, des Landes und der Stadt Aalen 2009 auf den Weg gebracht wurde und seit dem 24.06.2015 offiziell eröffnet ist.

Ziel des INNO-Z ist die Förderung von Hochtechnologien aller Fachrichtungen, Stärkung des Wirtschafts-, Forschungs- und Bildungsstandortes und natürlich das Schaffen von zukunftsfähigen Arbeitsplätzen durch neue, innovative Unternehmen. Wir möchten den Technologietransfer aus der Hochschule stärken, Innovationen fördern und unterstützen und beraten die Startups auf ihrem Weg.

Was ist Ihr Fazit nach nun zwei Jahren? Sind Sie zufrieden, wie es angelaufen ist?

Wir freuen uns natürlich sehr über die Dynamik und das Interesse am INNO-Z. Mittlerweile haben wir fast 40 Startups und Gründungsvorhaben hier im Haus und eine Auslastung von 95% der Büro- und Labor-Flächen. Diese Zahlen bestätigen uns auch, dass es höchste Zeit war, ein Innovations- und Gründerzentrum an der Hochschule Aalen zu errichten.

Warum hatte man sich für Aalen entschieden?

Die Region Ost-Württemberg ist bekannt für ihre starke Industrie und ist Raum für „Patente und Talente“ mit einer überdurchschnittlich hohen Anzahl an Patentanmeldungen. Die räumliche Nähe zur Hochschule Aalen, als forschungsstärkste Hochschule in Baden-Württemberg, stellt einen weiteren wichtigen Faktor dar.

Wer ist die Zielgruppe von INNO-Z? Wer darf und soll zu euch kommen?

Grundlegend gesprochen haben wir drei Zielgruppen: Studentische Gründer/innen, welchen die Möglichkeit geboten wird, ihre Geschäftsidee im Co-Working Space des Gründungszentrums zu entwickeln. Gründer aus der Region, deren Startup sich mit dem Thema Hightech auseinandersetzt und die dritte Zielgruppe sind Unternehmen. Seien es solche, welche eine neue Idee fernab des eigentlichen Tagesgeschäftes entwickeln möchten oder solche, die sich in Form von Unterstützung und Investitionen in der Startup Branche umsehen möchten.

Was den Reifegrad eines Startups betrifft, ist im Innovationszentrum ebenfalls alles vertreten. Zu uns kommen  Teams, deren Geschäftsmodell noch ein ganz zartes Pflänzchen ist, als auch solche, die bereits gegründet haben und Umsatz erzielen.

Auch thematisch ist im INNO-Z ein breites Spektrum abgedeckt. Die Studierenden adressieren mit ihren Ideen viele globale Megatrends. Schwerpunkt bildet dennoch die Digitalisierung. Es finden sich aber auch Startups zu Themen wie beispielsweise gesunde Ernährung oder nachhaltige Kleidung.

 Gibt es eine zeitliche Begrenzung, wie lange ein Startup sich in den Räumlichkeiten von INNO-Z aufhalten darf?

Gründer, die bei uns einziehen, bekommen zunächst einen befristeten Mietvertrag über drei Jahre, mit der Option auf eine Verlängerung um weitere drei Jahre. Nach spätestens sechs Jahren sollte das Startup dann aber auf eigenen Beinen stehen und ausziehen. Derzeit wird aber an einem Anschlussprojekt mit der IHK Ostwürttemberg, der Stadt Aalen und der Hochschule Aalen gearbeitet, sodass man Startups anschließend  Räumlichkeiten anbieten kann – wir lassen keinen im Regen stehen. Wir erwarten natürlich, dass die Gründer ernsthaft an ihrer Idee arbeiten und bleiben in regelmäßigen Austausch mit ihnen. Zum einen natürlich um den Fortschritt mitzuerleben zum anderen aber auch um zu unterstützen zu beschleunigen.

Andreas Ehrhardt, Leiter des INNO-Z and der Hochschule Aalen

 Falls ich mich beim Lesen nun angesprochen fühle – wie läuft euer Bewerbungsverfahren ab?

Der Prozess startet durch eine Kontaktaufnahme entweder via E-Mail, telefonisch oder einfach selbst vorbeikommen. Nach dem Ausfüllen eines Kontaktformulars wird in einem kleinen Gremium (bestehend aus der Hochschule Aalen und der Wirtschaftsförderung der Stadt Aalen) evaluiert, ob das Startup aufgenommen werden kann. Bei externen Bewerbern ist das Augenmerk besonders auf das Thema „High-Tech“ und Synergien mit der Hochschule Aalen gerichtet. Sollte ein Start-up aus diversen Gründen nicht bei uns aufgenommen werden, gibt es entsprechende Maßnahmen der Wirtschaftsförderung Aalen, an welche wir dann weiter vermitteln. Wir legen großen Wert darauf, dass der Prozess unbürokratisch und schnell abläuft – im Normalfall erhält man bei uns nach 24h eine Rückmeldung.

Wie steht ihr zum Thema „Kooperation mit den (großen) Unternehmen und der Region“?

Die Vernetzung und Verankerung mit und in der Industrie ist uns sehr wichtig. In unserem sogenannten Förderverein sind derzeit ca. 23 Unternehmen und Institutionen Mitglied. Sie unterstützen den Betrieb des Innovationszentrums, sind potentielle Kunden, Lieferanten oder Kooperationspartner für unsere Startups. Grundsätzlich ist jedes Unternehmen oder Institution willkommen, Mitglied im Förderverein zu werden.

Haben Sie ein erfolgreiches Beispiel, eines Ihrer Startups, von dem Sie und erzählen können?

Wir haben viele erfolgreiche Beispiele und sehen durchweg eine positive Entwicklung aller Startups im INNO-Z. Einige besonders tolle Beispiele wären hier webAufstieg (eine Internetagentur für Webdesign und Suchmaschinenoptimierung), Blue Ocean Nova (intelligente optische Sensorik) oder Mark3D (bietet Lösungen an für den faserverstärkten 3D Druck). 

Förderprojekt „Spinnovation“ der Hochschule Aalen – um was handelt es sich hierbei genau?

Das Projekt stellt eine Kooperation der Hochschule Aalen, Hochschule Reutlingen sowie der Hochschule der Medien in Stuttgart dar, mit dem Ziel, Studierenden das Thema „Gründen“ näher zu bringen. Zunächst wird zum Thema „Gründen“ informiert, das kann man dann unter dem Stichwort „Gründen spielen“ einmal ausprobieren. Man kann hier nichts verlieren – nur gewinnen, denn wenn tatsächlich eine gute Idee dabei ist unterstützen wir wie es direkt weitergehen kann.

Am 24. September steht in Deutschland die nächste Bundestagswahl an. Was würden Sie sich von der Politik im Hinblick auf Gründen wünschen?

Ich würde mir eine konsequente Unterstützung des Unternehmertums wünschen – insbesondere des Mittelstandes. Das fängt schon beim Image und der Wertschätzung an. Meiner Meinung nach sind die Unternehmer/innen Helden unserer Gesellschaft und Garanten für den Wohlstand und den Fortschritt. Dementsprechend sollte auch die Wertschätzung und Anerkennung sein. Hier gibt es m.E. deutliches Verbesserungspotential. Ein gutes Image und eine angemessene Wertschätzung können durchaus mehr Menschen motivieren zu gründen, diesen Weg zu gehen und die Attraktivität zu steigern.

Ein weiteres leidiges Dauerthema in Deutschland ist das Thema Bürokratie. Hier sollten dringend Erleichterungen z.B. in den Bereichen Steuern und Buchhaltung geschaffen werden, das schreckt doch viele ab.

Wenn man an die großen Startup Regionen in Deutschland denkt, ist Baden-Württemberg sicher nicht das erste was einem in den Kopf kommt. Was sind aus Ihrer Sicht in den kommenden Jahren die größten Herausforderungen in Bezug auf Gründung, womit sich das Land Baden-Württemberg auseinandersetzen muss?

Ich habe den Eindruck, dass Baden-Württemberg weithin sehr bodenständig ist. Das ist nicht schlecht und hat uns auch den wirtschaftlichen Erfolg beschert, denn wir heute haben, aber für die Zukunft benötigen wir sicherlich mehr Dynamik – auch im Hinblick auf Digitalisierung. Wir brauchen mehr Unternehmensgründungen: kleine agile Unternehmen, die schnell auf Trends reagieren können, neue Entwicklungen aufgreifen und Technologien umsetzen.

Um das zu verbessern, müssen wir auch den „Mindset“ der Menschen ändern. Gerade die Einstellung der jungen Leute muss frühzeitig entsprechend positiv beeinflusst werden. Das startet bereits im Schulalter, spätestens aber im Studium. Ich bin der Meinung, jede Vorlesung und jede/r Professor/in sollte mindestens einmal im Semester das Thema Selbstständigkeit als attraktive berufliche Option für später aufgreifen. Es sollte nicht das Ziel sein, die Studierenden nur für einen Einstieg in Unternehmen vorzubereiten.

Ein weiterer Punkt sind sicherlich die Randbedingungen. Es gibt viel Kapital – dieses muss aber auch in Startups investiert werden. Die Risikobereitschaft, in junge Unternehmen zu investieren muss steigen. Es gibt bereits viele gute Fördermittel, problematisch ist oftmals die Zugänglichkeit – hier sind wir dann wieder beim Thema Bürokratie.

Wir sind sehr froh, mit Frau Dr. Hoffmeister-Kraut eine Wirtschaftsministerin zu haben, die eindeutig für das Thema „Startups“ brennt. Das zeigte sich bereits bei vielen Gelegenheiten, zuletzt beim ersten Startup Gipfel Baden-Württemberg. Das Land ist somit auf einem guten Weg – wir dürfen aber jetzt nicht nachlassen und müssen das Thema noch weiter in die Öffentlichkeit tragen.

Noch zum Schluss: Was suchen Sie derzeit?

Stichwort Wagniskapital und Investments. Viele unserer Startups haben den ersten Entwicklungsschritt erfolgreich gemeistert – oftmals über die berühmte „Drei F-Finanzierung: Family, Friends, and Fools“ (lacht). Für den nächsten Entwicklungsschritt benötigen sie aber nun mehr Kapital. Daher sind wir immer auf der Suche nach Investoren und Business Angels etc., die die Bereitschaft haben, in Startups zu investieren.

Interesse geweckt? Alle weiteren Informationen zu INNO-Z finden sich hier.

 

Herr Andreas Ehrhardt, Leiter des INNO-Z in Aalen, ist von Haus aus promovierter Ingenieur mit betriebswirtschaftlicher Zusatz-Ausbildung und leitet parallel dazu seit vielen Jahren das Innovationsnetz für die optischen Technologien Photonics BW. Startup Förderung ist ihm ein Anliegen und so stellt das INNO-Z für ihn die optimale Möglichkeit dar, Startups umfassend zu unterstützen:„ Es motiviert und macht ganz einfach Spaß, Startups zu begleiten, zu entwickeln und als Sparrings-Partner mit Rat und Tat zur Seite zu stehen“.   

Danke Andreas Ehrhardt für diesen tollen Einblick in INNO-Z. Wir hatten viel Spaß beim Gespräch und würden uns freuen, Sie und Ihre Startups einmal beim Gründergrillen zu sehen.

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Bundestagswahl 2017 – Startups im Fokus

 Am 24. September ist es soweit: Die nächste Bundestagswahl steht an. Wohin man derzeit geht, fährt oder läuft ist alles voller Wahlplakate und Wahlwerbung. Wir haben Adrian Thoma vom Bundesverband Deutsche Startups e.V. gebeten hinsichtlich dem Thema Startups und Regierung einmal Stellung zu nehmen: was in den letzten Jahren erreicht wurde, woran gearbeitet werden muss und welche Wünsche er an die kommende Regierung hat.

 

Gastbeitrag von Adrian Thoma (BVDS).

Am 24. September ist Bundestagswahl in Deutschland und das Thema Digitalisierung ist politisch relevant wie nie zuvor. Startups spielen bei der Digitalisierung eine zentrale Rolle. Als Bundesverband Deutsche Startups e.V. verstehen wir uns als die politische Stimme der Startups in Deutschland.

In den vergangenen vier Jahren haben wir in dieser Rolle einige Meilensteine erfolgreich begleitet, unter anderem die Anrechenbarkeit von Verlustvorträgen bei Anteilsübernahmen, die Steuervorteile bei Veräußerungsgewinnen von Streubesitz sowie die Schaffung des „Neuen Marktes 2.0“. Auch auf Landesebene erleben wir in Baden-Württemberg eine Wiederbelebung der Startup-Politik, kürzlich erst zu bewundern auf dem gut besuchten Startup Gipfel Baden-Württemberg . Es ist also viel Positives zu verzeichnen.

Einige Hürden gilt es aber noch zu überwinden. Der Umstand beispielsweise, dass die politischen Vorstöße bislang oftmals über Förder- und damit Steuergeld-Logik funktionieren, scheint wenig unternehmerisch. Besser wären eine intelligentere Regulierung, so dass beispielsweise auch große Kapitalsammelstellen wie Pensions-Fonds in Startups investieren dürfen.

Mehr Anreiz für private Investition anstatt staatliche (Über-) Förderung wäre grundsätzlich wünschenswert. In den nächsten Jahren werden die entscheidenden politischen Weichen gestellt bei Frage, ob Deutschland die viel zitierte Rückrunde der Digitalisierung gewinnen wird. Drei Anregungen, die gerade in Baden-Württemberg einen positiven Einfluss darauf nehmen könnten:

1. Gründerstipendium für alle

Das Exist Gründerstipendium ist ein exzellentes Förderinstrument für Akademiker, das in Baden-Württemberg durch das Programm Junge Innovatoren sogar verlängerbar ist. Jetzt muss der nächste Schritt folgen: ein Gründerstipendium für alle. Gerade in Baden-Württemberg, in dem Land mit den meisten B2B-Gründungen im Landesvergleich, müssen wir Menschen in beruflichen Kontexten die Gründung weiter vereinfachen, um diesen Standortvorteil auszubauen. Denn: Gründungsideen entstehen oftmals aus den vom Gründerteam persönlich erfahrenen Herausforderungen und unbefriedigten Kundenbedürfnissen. Wenn wir an die großen Themen wie Industrie 4.0 und Internet of Things denken, sollten wir daher vor allem die Gründer ins Rennen schicken, die entsprechende Erfahrungen und Problemstellungen aus der beruflichen Praxis mitbringen.

2. Ausländische Fachkräfte und Gründer willkommen heißen

Eine Studie aus den USA sagt, dass mehr als die Hälfte der Unicorns – also der Startups die mit mehr als einer Milliarde USD bewertet sind – einen Einwanderer im Gründerteam hatten. Dem gegenüber hat Baden-Württemberg die niedrigste Gründerquote was Nicht-Deutsche angeht. Hier ist also noch viel ungenutztes Potential vorhanden.  Wir fordern ein Zuwanderungsgesetz, das nicht nur die konsequente Umsetzung von Welcome-Centern, Englisch-Kenntnisse der Behörden und eine schlanke Bürokratie bei Gründungsvorhaben vorsieht, sondern vor allem einen Bewusstseinswandel erzeugt: als Bundesrepublik müssen wir uns aktiv einschalten und – um es in der Startup-Sprache zu beschreiben – eine Active Sourcing & Development Strategie zur Gewinnung der talentiertesten Köpfe im internationalen Staaten-Wettbewerb entwickeln und betreiben.

Gerade in Zeiten von Trump & Co ist Deutschland zunehmend attraktiv für Talente aus der ganzen Welt, die identifiziert, angesprochen, gewonnen und gehalten werden wollen.

3. Mehr Gründer/-innen braucht das Land

Die Gründerquote ist auf einem historischen Tief. Schuld“ daran ist die gute Konjunktur. Esbenötigt also einen starken Schub an unternehmerischer Initiative, angefangen in den Schulen, in denen Schülerfirmenprojekte Pflicht und eine zeitgemäße IT-Infrastruktur Standard sein sollten, bis hinein ins Studium, wo Entrepreneurship Education vor allem auch in MINT-Fächern verpflichtend angeboten und Professoren nicht nur über die Anzahl ihrer Veröffentlichungen und Doktoranden incentiviert werden sollten, sondern auch über die Anzahl der Ausgründungen, die sie begleiten.

Wer mehr über die Position des Verbandes erfahren will: mit der Deutschen Startup Agenda haben wir als Bundesverband einen umfassenden Maßnahmen Katalog entwickelt. Eine Bitte zu guter Letzt an alle Gründerinnen und Gründer: Nutzt eure Stimme – geht wählen!

Adrian Thoma, Seriengründer und Mitglied im Bundesvorstand des Bundesverbandes Deutsche Startups e.V.

 

Adrian Thoma, ist Seriengründer, Business Angel und Startup Vertreter. 2008 gründete er seine erste Firma Simpleshow, die er 2013 mit knapp 80 Mitarbeitern auf 3 Kontinenten verkaufte. Seit 2016 ist Adrian Mitglied im Bundesvorstand des Bundesverbands Deutsche Startups e.V.

Der Bundesverband Deutsche Startups e.V. wurde im September 2012 in Berlin gegründet. Der Verein erläutert und vertritt die Interessen, Standpunkte und Belange von Startup-Unternehmen gegenüber Gesetzgebung, Verwaltung und Öffentlichkeit.

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10 Fragen an das Team von Innolution Valley

Wer seid ihr und was ist euer Event?

Mit innolution valley veranstalten wir am 03. und 04. November 2017 im Forum am Schlosspark in Ludwigsburg die erste Startup Expo und Konferenz in dieser Größenordnung in Baden-Württemberg.  Unter dem Motto „corporate meets startup“ treffen etablierte Unternehmen und Global Player auf innovative Startups und kreative Köpfe, vornehmlich aus den Bereichen Mobility, Tech, Industrie 4.0 und Corporate Services. 2 Tage voller Networking, Brainstorming und innolution.

Seit wann gibt es euch als Unternehmen?

Die Idee zu innolution valley entstand bereits Ende 2016, gegründet haben wir dann im Juni 2017.

Wie seid ihr auf die Gründungsidee gekommen? Was habt ihr vorher gemacht und wie habt ihr als Team zueinander gefunden?

Bei einem Interview mit Gunnar für Markus‘ Magazin haben wir festgestellt, dass es – im Gegensatz zu anderen Regionen in Deutschland – im Südwesten kein regelmäßig stattfindendes Startup-Event gibt. Das wollten wir ändern und haben selbst eine solche Veranstaltung ins Leben gerufen.

Markus ist Gründer und Herausgeber des Magazins „StartupValley.news“.

Gunnar hat vor ca. 6 Jahren eine Personalberatung gegründet und ist dort Geschäftsführer. Zusätzlich hat er mit Johannes ein eigenes Startup gegründet, die beiden kennen sich bereits seit einigen Jahren privat. Johannes ist aktuell noch Student der IMUK an der HS Neu-Ulm.

Durch Projektarbeiten an der HS Neu-Ulm hat sich das Gründerteam recht schnell um Lisa, Julia und Dominic erweitert. Aktuell besteht unser Team aus 10 Personen.

Was waren bei der Gründung und Organisation von innolution valley die größten Herausforderungen?

Wir waren anfangs alle nur in Teilzeit für unser Projekt verfügbar, mussten also unsere Zeit sehr effizient gestalten und uns extrem fokussieren. Vor allem die Suche und Entscheidung für eine geeignete Location hat einige Zeit in Anspruch genommen. Die Aufgaben bei der Organisation eines Events dieser Größenordnung sind sehr vielfältig und nur durch sehr effektives Multiprojektmanagement umsetzbar. Zwischenzeitlich sind wir in Vollzeit (und auch weit darüber hinaus) für unser Projekt im Einsatz. Nur durch tolles Teamwork ist es uns gelungen, die einzelnen Herausforderungen auch optimal zu bewältigen.

Warum habt ihr euch für die Region Stuttgart als Standort entschieden und nicht wie viele andere Startups für Berlin?

Zum einen ist unser Lebensmittelpunkt im Raum Stuttgart, zum anderen sind gerade die Region Stuttgart und das Land Baden-Württemberg prädestiniert für solch ein Event mit dem Motto „corporate meets startup“. Die Wirtschaft in Baden-Württemberg ist geprägt von einigen Global Playern, sehr vielen, äußerst erfolgreichen „Hidden Champions“ und etablierten Mittelständlern. Unser Anliegen ist es, die Wirtschaft und die Wettbewerbsfähigkeit weiter zu stärken und etablierte Unternehmen mit Startups und Innovatoren zu vernetzen, um eine Win-Win-Situation für beide Seiten zu schaffen.

Was möchtet ihr Gründern speziell als Tipp mitgeben, wenn sie in Stuttgart (und der Region) gründen möchten?

Be part of the innolution! :-) Präsentiert euch und eure Idee bzw. euer Produkt oder eure Dienstleistung auf unserem Event und zündet den Turbo für euren Erfolg. Generell solltet ihr vor der Umsetzung eurer Idee das Validieren nicht vergessen. Wertet eure Zielgruppe und euren Markt aus und findet heraus, ob ihr auf der richtigen Fährte seid. Werdet zu Experten auf eurem Gebiet und vernachlässigt keinesfalls Networking und vor allem den Vertrieb.

Was unterscheidet euch von anderen Startup-Events?

Innolution valley ist die erste große Startup-Conference und Expo in der Region Stuttgart, im Herzen der deutschen Wirtschaft. Mit Inhalten wie Workshops, Brainstorming-Sessions und unserer Event-App sorgen wir für eine stärkere Vernetzung und optimalen Austausch zwischen Startups und etablierten Unternehmen, auch über das Event hinaus.

Mit wem würdet ihr gerne einmal Essen gehen und warum?

Mit Dietrich Mateschitz, weil er ein absolutes Gespür für Marketing, Branding und Vertrieb hat. Gerne auch mit Klaus Schwab vom Weltwirtschaftsforum in Davos.

Wo steht ihr mit eurem Event in fünf Jahren?

Innolution valley 2017 ist erst der Anfang. Unser Ziel ist es, mit unserem Event zu wachsen. Die Planung für 2018 mit ca. 3.500 Gästen läuft bereits. In 5 Jahren wollen wir bis zu 5 Events im Jahr zu spezifischen Themen innerhalb unserer Ausrichtung veranstalten, gerne auch gemeinsam mit Partnern. Unser Main Event wird aber regelmäßig jährlich in Ludwigsburg stattfinden und soll eine feste Größe in Europa sein.