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CyberForum – das Hightech.Unternehmer.Netzwerk aus Karlsruhe

Das neue Jahr hat zwar gerade erst begonnen, da haben wir euch schon neuen Lesestoff kreiert, um den Start in den Alltag ein wenig angenehmer zu gestalten. Getroffen haben wir uns dieses mal mit Maxine von Grumbkow, die für die Kommunikation beim CyberForum in Karlsruhe zuständig ist. Das CyberForum e.V. ist mit über 1.200 Mitgliedern das größte regional aktive Hightech.Unternehmer.Netzwerk. in Europa. Im September 2017 feierten sie ihr 20-jähriges Jubiläum und die Eröffnung des CyberLab. – für uns Anlass genug einmal genauer nachzufragen.

 

StaStu: Hallo Maxine, stellt euch bitte einmal kurz vor – was hat es mit dem CyberForum auf sich?

Maxine: Das CyberForum ist das größte regional aktive Hightech.Unternehmer.Netzwerk. in Europa mit Sitz in Karlsruhe und Baden-Baden, im September feierten wir 20-jähriges Jubiläum. Mittlerweile vernetzen sich bei uns über 1.200 Mitglieder aus der Digitalbranche! Im CyberForum stellen wir sehr unterschiedliche Angebote bereit, die zusammengefasst unseren Mitgliedern dabei helfen, wettbewerbsfähiger zu sein und in Sachen Digitalisierung vorne mitzuspielen. Außerdem veranstalten wir zahlreiche Events, von RoundTables über Fort- und Weiterbildungen bis hin zu großen Kongressen – jährlich stehen rund 160 Termine auf dem Plan. Etwa 30 davon richten sich speziell an Gründerinnen und Gründer im Hightech- bzw. IT-Bereich, so zum Beispiel der CyberChampions Award. Gründungsinteressierte führen wir mit verschiedenen Matchingformaten zu Teams zusammen. In den letzten 20 Jahren haben wir außerdem über 2.500 Gründerberatungen im CyberForum durchgeführt. Wir verfügen über enge Mentoren- und Investorennetzwerke, auf die wir für verschiedene Zwecke zurückgreifen können.

CyberLab Karlsruhe bietet Platz für bis zu 15 Startups

Im September 2017 wurde das CyberLab offiziell eröffnet. Was ist das Ziel des CyberLab? Wie kam es zu der Idee?

Die Idee hinter dem CyberLab ist es, aussichtsreiche Hightech- und IT-Gründungen in einer optimalen Umgebung zu unterstützen und die Startups so in einer Art Beschleunigungsprogramm zur Marktreife zu bringen. Zu einer optimalen Umgebung für eine Gründung gehören insbesondere ein starkes Netzwerk, Erfahrungswissen und ein klarer Fokus. Da kommt das CyberForum ins Spiel, das genau das bereithält: Unsere Startups profitieren vom Know-How erfahrener Mentoren und erhalten bereits in einer frühen Phase Zugang zu zahlreichen Unternehmen, einem eigenen Business Angel-Netzwerk und externen Venture Fonds. Ganz nach dem Prinzip „Von Unternehmern für Unternehmer“. Praktisch setzen wir das Ganze jetzt seit Ende September auf über 1.600 Quadratmetern Bürofläche mitten im Herzen der Karlsruher Digitalszene um. Auch hier spielt Fokus eine wichtige Rolle: Besprechungsräume, Gigabit Internet, moderne Möblierung, Kaffee, Drucker, alles ist startklar, damit sich neue Teams auf ihre Gründung konzentrieren können. Bis zu 15 Startups können wir hier pro Jahr aufnehmen. Das Accelerator-Programm im CyberLab ist kostenlos und die Arbeitsplätze sind dank Mitteln der EU, des Landes Baden-Württemberg und der Stadt Karlsruhe weit unter dem Marktpreis.

 

Was sind die Bedingungen, um sich bei euch um einen Platz zu bewerben und wie läuft der Bewerbungsprozess ab?

Wer Interesse hat, der darf sich einfach direkt bei uns melden. Wir prüfen dann individuell, ob die Teams die Voraussetzungen erfüllen, um vor einer erfahrenen Unternehmerjury um die Aufnahme ins CyberLab zu pitchen. Solche Pitches finden bei uns jeden Monat statt. Die Startups müssen die Jury davon überzeugen, dass sie kompetent in Markt und Technologie sind und dass sie die Motivation für eine Gründung mitbringen.

Für Teams die ihre Gründungsidee gemeinsam mit uns erst noch etwas ausarbeiten wollen, veranstalten wir außerdem regelmäßig das PreLab. Das ist ein 4-6-wöchiges Accelerator-Programm, an dessen Ende die Aufnahme ins CyberLab stehen kann.

Warum habt ihr euch dafür entschieden, das CyberLab in Karlsruhe zu eröffnen? Warum dieser Standort?

Ganz einfach: Karlsruhe ist eine IT-Hochburg. Karlsruhe liegt in einer EU Studie zu Spitzenzentren im IKT-Bereich auf Platz 4. Nur München, London und Paris sind hier stärker. Die Hochschulen sorgen stetig für qualifizierten Nachwuchs und das Ökosystem ist in einem kooperativen Modus. Das sind ideale Voraussetzungen die unter anderem dazu geführt haben, dass das CyberForum von Karlsruher Unternehmern ins Leben gerufen wurde – und von diesem Ökosystem profitiert natürlich auch und insbesondere das CyberLab.

 

Was ist euer Ziel mit dem CyberLab? Wann würdet ihr sagen, ist die Unternehmung erfolgreich?

Das Ziel ist erstmal, dass die Startups ihr Geschäftsmodell validieren, ihren Markteintritt beschleunigen und natürlich die Finanzierbarkeit sicherstellen. Dementsprechend messen wir unseren Erfolg in erster Linie am Erfolg unserer Startup-Teams. Ein Erfolg ist es auch, wenn die heutigen Teams innerhalb weniger Jahre zu Mentoren der kommenden Teams werden. Im CyberLab wollen wir speziell Hightech-Gründungen erfolgreich machen und damit außerdem die IT-Region Karlsruhe nach vorne bringen. Unsere Vision ist es, Motor und führendes Kompetenzzentrum der Digitalisierung zu sein. CyberForum und CyberLab verfolgen diese Vision in einer Symbiose.

 

Würdet ihr rückblickend alles noch einmal genauso machen oder gibt es Dinge die ihr Heute anders angehen würdet?

Die Angebote des CyberForum und des CyberLab stoßen auf große Nachfrage. Wir wachsen rasant. Im Großen und Ganzen sind wir ziemlich zufrieden. Aber natürlich lernt man auch immer dazu. Wir wollen zum Beispiel bei den IKT-Megatrends Künstliche Intelligenz, Blockchain und Internet of Things für mehr Sichtbarkeit der lokalen Szene sorgen. Wir glauben, dass wir Gründungen durch Brücken zu anderen, auch internationalen Standorten, noch besser fördern können.

Zentrale Lage – direkt im Herzen von Karlsruhe

Eignet sich die Region Karlsruhe eurer Meinung nach gut um zu gründen?

Wenn hoch ausgebildete und motivierte Mitarbeiter, zahlreiche IT- und Industrieunternehmen, bestes Netzwerk und passende Unterstützung zu einer solchen Eignung beitragen, dann ja. Wir arbeiten hier nach dem “Karlsruher Modell”, so nennen wir gerne die besondere Zusammenarbeit aller Stakeholder in Karlsruhe. Die Wege sind kurz, alle ziehen an einem Strang. Auf diese Weise konnten in den vergangenen Jahren viele erfolgreiche Unternehmen heranwachsen. Und die nackten Zahlen sprechen für sich, so hatte Karlsruhe von 2012 bis 2016 zum Beispiel den zweithöchsten Anteil von Gründungen im Hightech-Bereich. Einige Tech-Startups konnten große Deals abschließen, Stichwort Venture Capital. Blue Yonder hat zum Beispiel ein Funding in Höhe von 75 Millionen an Land gezogen, Chrono24 in Höhe von 23 Millionen. Viele Startups gehen hier von 0 auf 100, wie etwa Artiminds, GoSilico oder Pace, um nur einige zu nennen.

 

Was würdet ihr euch hinsichtlich Gründung von der Politik / der Stadt wünschen?

In Deutschland brauchen wir einen kulturellen Wandel. Die Talente die an den Hochschulen heranwachsen, sollten die Option der Gründung ganz selbstverständlich in Betracht ziehen. Das ist momentan noch nicht der Fall. Dabei sind die Möglichkeiten, die Zukunft zu gestalten, hier deutlich größer.

 

Abschließend noch einmal zum Thema Gründung: Was würdet ihr Startups mit auf den Weg geben wollen?

Da gibt’s einiges. Allem voran: Einfach machen – und mal bei uns vorbeischauen!

 

Vielen Dank Maxine für das tolle Interview und den Einblick in das CyberForum.

 

 

 

 

 

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LB:uild – Ludwigsburgs neues Startup Innovation Center stellt sich vor

Wir haben uns mit Gerald Holler unterhalten, selbst Gründer von COMPRIS, ein Vertriebsdienstleisters für die IT Branche, mit Sitz in Ludwigsburg. Gemeinsam mit der Wolff und Müller Gruppe hat er nun das Startup Innovation Center LB:uild in Ludwigsburg ins Leben gerufen. Im November eröffnet, ziehen in bereits in Kürze die ersten Gründer ein. Der Focus liegt auf einem intensivem Networking mit Kooperationspartnern und Corporates, Know How Transfer & (Co-)Working Space für kurz- und mittelfristigen Bedarf. Startup Stuttgart hat mit Gerald über LB:uild gesprochen und dabei die neuen Räumlichkeiten direkt mal unter die Lupe genommen.

 

StaStu: Hallo Gerald, kannst du uns erzählen, was ihr euch mit LB:uild zum Ziel gemacht habt?

Gerald: In  der Umgebung von Ludwigsburg finden sich mehr als 800 Unternehmen, die einen Umsatz von mehr als 15 Mio. € (Quelle Compris) erwirtschaften aber die Startup Kultur ist sicherlich noch ausbaufähig. Viele finden Startups cool, die Idee cool, aber eigentlich handelt es sich dabei um Unternehmertum.  Wir haben es uns zum Ziel gemacht Startups zum Leben und Überleben zu verhelfen. Viele gegründete Startups scheitern in den ersten 5 Jahren.  Einer der Gründe ist sicherlich, dass Unternehmertum sehr komplex ist, ich denke dabei an beispielsweise Controlling, Bank, Finanzplanung, Steuer, Personalrecht, Arbeitgeberrechte, Arbeitsschutzverordnung … es ist ein Moloch an Stolpersteinen. Jedes Startup muss somit an einem Punkt die Kurve zum Unternehmer bekommen – sonst überlebt man nicht. Die Schule selbst leistet in Deutschland zu diesem Thema keine Vorbereitung. Man erhält in unseren Schulen derzeit kaum bis keine Unternehmerausbildung. Hier möchten wir gerne den Mehrwert stiften und Startups nicht nur Räumlichkeiten und die Möglichkeit zum Netzwerken bieten, sondern ebenfalls Hilfestellung bei Fragen rund um das Thema Unternehmertum. Weiter möchten wir auch den Kontakt zu Corporates in der Region herstellen um Startups ganz gezielt die Chance zu geben, ihre Ideen auch einmal zu testen und zu verproben.

Die Fläche eignet sich ebenfalls hervorragend für Veranstaltungen um die Szene weiter zu vernetzten – auch das würden wir gerne unterstützen.

 

Wann geht es offiziell los? Auf der Homepage steht noch coming soon?

Ende November / Anfang Dezember fällt der offizielle Startschuss und die ersten Startups ziehen am 1.12 auf die Fläche. Wir planen derzeit auch noch eine „weiche“ offizielle Eröffnung mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Ludwigsburg und auch der IHK – welche beide große Unterstützer der Unternehmung sind. Hier laden wir auch alle Startups ein, einfach mal vorbei zu kommen, sich die Flächen anzusehen oder Probe zu sitzen. Der offizielle Termin lässt sich auf unserer Homepage finden.

Mitten in Ludwigsburg befinden sich die Räumlichkeiten von LB:uild

Habt ihr euch schon einmal ein wenig umgehört, was die bisherige Resonanz auf LB:uild ist?

Ja. Es gibt zwei grundlegende unterschiedliche Gruppen. Die Einen fragen erst einmal‚ was ist das und wozu braucht man das‘, die andere Gruppe ist sehr unterstützend und freut sich, dass Ludwigsburg auch endlich eine Fläche bekommt. In Stuttgart passiert in diesem Bereich schon extrem viel – Ludwigsburg ist da noch etwas unterrepräsentiert.  Wir sehen uns gerade auf der Achse Ludwigsburg-Waiblingen als Plattform die StartUps unterstützt.

 

Wie finanziert ihr die Räumlichkeiten bisher?

Mein Unternehmen die COMPRiS GmbH ist offizieller Mieter der Fläche. Sponsor und Partner ist Wolff und Müller. Darüberhinaus gibt es „Partnerschaften“ die aber nicht finanziell beteiligt sind.

 

Habt ihr euch eine „Deadline“ gesetzt bezüglich Anlaufphase und ab wann würdet ihr die Idee als „erfolgreich“ bezeichnen?

Vorerst haben wir uns die Deadline von zwei Jahren gesetzt. Wenn es bis dahin nicht gut angelaufen ist oder angenommen wird, müssen wir sehen, wie es weiter geht. Gut angelaufen oder erfolgreich bedeutet für uns zunächst eine Auslastung von ca. 60% der Fläche.

Derzeit bietet die neu gestaltete Fläche Platz für 46 Personen

Wie läuft es bei euch ab? Wer kann sich melden? Jeder? Eine Idee? Ein gegründetes Unternehmen? Gibt es thematische Eingrenzungen?

Wir haben keine offiziellen Vergabeprozesse. Grundsätzlich kann sich jeder bei uns melden – Voraussetzung sollte sein, dass hinter der Idee oder dem Startup entweder eine Form der Innovation steckt oder es sich um eine „Problemdomäne“ handelt, sprich das Startup mit seiner Idee ein Problem löst. Auch der Reifegrad eines Startups ist hierbei vollkommen offen, es kann sich um eine Idee handeln oder ein bereits gegründetes Startup. Ist ein Startup bereits sehr erfolgreich unterwegs und profitabel, macht es vielleicht für beide Seiten wenig Sinn, das würden wir dann im Einzelfall aber prüfen. In Summe muss der Mix der einzelnen Startups stimmen – damit auch Vernetzung und gegenseitige Hilfe stattfinden kann.

Bei Interesse bieten wir dann gerne eine Form des Inputs oder Coachings an, das ist aber nur ein Angebot und kein „Muss“. Ziel ist es aus dem Netzwerk Schnittstellen mit Corporates und externen Spezialisten zu schaffen um einem Startup die bestmögliche Starthilfe zu geben.

 

Sind eure Räumlichkeiten an zeitliche Bedingungen geknüpft? Wie lange darf man bei euch max. einziehen?

Das handhaben wir mit jedem Startup ganz flexibel. Die Regel sollte schon sein, dass ein Startup für einen längeren Zeitraum einzieht. Im Ausnahmefall geht es auch, dass man Räumlichkeiten für ganz kurze Zeitfenster zur Verfügung stellt – mehr in Richtung Co-Working – darüber hinaus stellen wir die Verträge dann für drei, sechs oder zwölf Monate aus. Wir haben auch keine Deadline, dass wir sagen, nach drei Jahren muss ein Startup spätestens auf eigenen Beinen stehen.

Wie viele Startups können maximal bei euch einziehen?

Wir haben derzeit 46 Arbeitsplätze, das ist auch noch begrenzt erweiterbar. Falls wir dann noch weitere Anfragen haben, gibt es durch die Kooperation mit Wolff & Müller bereits auch weitere Ausweichflächen die noch herangezogen werden können.

 

Was sucht ihr gerade?

Startups auf jeden Fall. Und natürlich auch Mentoren und Unterstützer, die Interesse haben in der Szene aktiv zu werden. Und zwar gerade im Bereich in und um Ludwigsburg sowie nördlicher.

 

Vielen Dank für den Einblick und das Interview Gerald!

Und an alle Startups die noch Räumlichkeiten suchen – nutzt die Chance und schaut euch vor Ort einmal um.

 

Gerald Holler, selbst Gründer berät mit seinem Unternehmen „COMPRIS“, führende IT Hersteller in Ihrer Positioning- und Vertriebsstrategie. COMPRIS ist Geralds zweites Unternehmen und hat mittlerweile 60 Mitarbeiter, obwohl nicht immer alles „top“ war bereut Gerald die Sprung in die Selbstständigkeit bis heute nicht: „Ich mag den Spirit als Unternehmer – gestalten zu können und neue Ideen mit meinem Team umzusetzen. Klar, es gibt auch die schwierigen Phasen durch die man durch muss, aber das gehört dazu“.

 

 

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Uwe Horstmann von Project A im Gespräch

Uwe Horstmann gehört zum “Management Team” von Project A. Einen in Berlin ansässiger VC, der seit kurzem auch gezielt in BW nach Investments sucht. Uwe kommt ursprünglich aus Biberach, war eine zeitlang bei Rocket Internet und bei Project A verwalten sie rund 260 Millionen Euro.

Uwe Horstmann

Startup Stuttgart: Uwe, danke dass du uns für ein Interview zur Verfügung stehst. Wir haben uns 2013 zum ersten Mal am Startup Weekend Stuttgart getroffen. Damals gab es von Project A noch keine gezielten Aktivitäten im Ländle. Was hat sich denn in der Zwischenzeit getan, damit ihr euch dazu entschieden habt euch auch hier in der Region zu engagieren?

Uwe: Da gibt es verschiedene Gründe: Zum einen hat sich in der Region viel gewandelt, es sind einige junge Unternehmen und Projekte entstanden und Universitäten in Karlsruhe und Mannheim legen den Grundstein für Innovationen.  Zum anderen ist Baden-Württemberg ja generell dafür bekannt, dass dort ein Großteil der Industrie angesiedelt ist und hier gibt es v.a. im Bereich Industry 4.0, den wir uns zurzeit genauer anschauen, viele spannende Entwicklungen. Und zuletzt haben wir natürlich einen neuen Fonds und damit bedeutend mehr Geld zur Verfügung, das wir in spannende neue Projekte stecken möchten – wenn es sich ergibt auch im Ländle.

Startup Stuttgart: Du bist ja nun schon seit Jahren in Berlin sesshaft und kannst daher die Szene sehr gut. Welchem Gründer aus Baden-Württemberg würdest du denn empfehlen nach Berlin zu gehen oder doch in der Region BW zu bleiben?

Uwe: Wenn es Sinn macht sich in Berlin vor Ort auszutauschen, dann empfehlen wir Gründern, zumindest mit einem zweiten Standbein in Berlin präsent zu sein. Das macht natürlich nicht immer Sinn – in der digitalen Welt, in der wir uns bewegen, kann man ja auch sehr gut in der Entfernung in Kontakt bleiben.  

Startup Stuttgart: Wenn wir die Zeit mal zurückdrehen, was war denn für dich der Auslöser als Gründer aktiv zu werden, gab es da diesen einen Impuls? 

Uwe: Einen konkreten Auslöser gab es eigentlich nicht, das waren eher verschiedene Ereignisse die zusammenkamen. Vor dem Abitur habe ich bei „Jugend gründet“ mitgemacht, da kam ich eher zufällig dazu. Ich fand es spannend zu erkennen, dass es gar nicht so schwer ist, eigene Ideen umzusetzen. Nach meinem Wirtschaftsstudium an der WHU, einem sehr Entrepreneurship-freundlichem Umfeld, habe ich dann bei Rocket Internet angefangen und ab da hat sich quasi alles rund ums Unternehmertum gedreht. Bei Project A helfe ich Gründern nun, ihr eigenes Unternehmen aufzubauen und zu finanzieren.

Startup Stuttgart: Gab es auch Mal Augenblicke, wo du dir nicht sicher warst ob es die richtige Entscheidung war?

Uwe: Da wir in einer sehr frühen Phase investieren, hat man nie eine hundertprozentige Sicherheit, das ist ein Kernelement unseres Jobs, macht ihn aber auch unheimlich interessant. Gerade sehr junge Unternehmen durchlaufen natürlich verschiedene Phasen. Der Weg zu einem erfolgreichen Unternehmen ist sehr selten geradlinig, sondern häufig eher holprig und es gibt natürlich immer Momente, die sehr intensiv sind und in denen man als Investor gemeinsam mit den Gründern schwitzt. Gleichzeitig ist es umso schöner, wenn es dann wieder bergauf geht und man gemeinsam Erfolge feiern kann.

Startup Stuttgart: Wenn ein Gründer Kontakt zu Project A aufnehmen möchte, wie kann er das machen und was wollt ihr beim Erstkontakt idealerweise schon sehen?

Uwe: Am besten ist immer ein sogenannter „warmer Kontakt“, das heißt Gründer sollten aktiv den Kontakt zu uns suchen, über Veranstaltungen oder über gemeinsame Kontakte in entsprechenden Netzwerken wie LinkedIn oder Xing. Wir Partner und unsere Kollegen aus dem Investment-Team sind viel unterwegs und auf allen größeren Events anzutreffen. Bei der ersten Kontaktaufnahme ist eine kurze Beschreibung des Geschäftsmodells, des Marktes und des Teams sehr hilfreich. Super sind auch erste Zahlen zur Traction, oder ein erster Prototyp.

Startup Stuttgart: Wonach schaut ihr denn genau bei euren Beteiligungen?

Uwe:  Zunächst schauen wir natürlich auf das Geschäftsmodell, aber vor allem auf das Team. Hier kommt es auf die Zusammensetzung, Kompetenzen und vor allem die Ambition an. Es müssen alle an einem Strang ziehen und idealerweise ergänzen sich die Gründer komplementär in ihren Bereichen. Natürlich kommt für uns als Investor da auch immer die berühmte Wellenlänge dazu. Wenn wir uns entscheiden zu investieren, dann gehen wir einen langen und intensiven Weg zusammen und da muss die Chemie stimmen. Das ist natürlich beidseitig so.

Startup Stuttgart: Wollt ihr immer gleich ein skalierendes Modell sehen, dass in kürzester Zeit deutliche Millionenumätze zeigt oder seid ihr auch bereit in ein langsam wachsendes Startup zu investieren?

Uwe: Einer unserer Kernwerte ist das Ziel, nachhaltige Unternehmen aufzubauen. Das entspricht auch unserem operativen Ansatz, bei dem wir die Unternehmen aktiv dabei unterstützen von Beginn an ein nachhaltiges und gesundes Wachstum zu ermöglichen. Mit dem richtigen Setup kann ein Unternehmen so natürlich trotzdem bzw. gerade deshalb schnell skalieren. 

Startup Stuttgart: Vielen Dank und jetzt hoffen auf viele gute Investments hier in der Region.

 

Interview von Christoph Röscher (Startup Stuttgart e.V.)

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Neue Mikrofinanzierung für Baden Württemberg

Es tut sich langsam was um die Rahmenbedingungen im Ländle für Gründer und Startups zu verbessern, diesmal zum Thema Finanzierung.

Anbei ein Link zu Ideenwerk BW  Artikel “Mikrokreditfinanzierung: Wagnisfreies Kapital”

Hier mehr Infos auf der Webseite vom Wirtschaftsministerium und wer sofort loslegen will, kann sich hier auf der Plattform “Startnext”anmelden.

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Venture Day Karlsruhe am 9. März 2017 – Bewerbungsfrist: 10.2.2017

Dein Startup will im digitalen Business richtig durchstarten? Was Dir noch fehlt ist Kapital? Dann bewirb Dich noch bis zum 10. Februar für den 8. Karlsruher Venture Day.

Wann: 09.03.2016
Wo: KunstWerk, Amalienbadstraße 41, 76227 Karlsruhe-Durlach

Die Veranstaltung ist kostenlos und richtet sich an Startups aus dem IT-, Web- und Software-Bereich. Startups können sich bis Freitag 10. Februar 2017 mit einem kurzen überzeugenden Onepager oder Pitchdeck für die Teilnahme bewerben. Eine Jury, bestehend aus erfahrenen Investoren, wählt aus allen Einreichungen die pitchenden Teams aus. Zugriff auf Eure Bewerbung haben lediglich die Jury und die Investoren, denen ihr während der Veranstaltung Eure Geschäftsidee vorstellt. Diese werden Eure Daten und Angaben selbstverständlich vertraulich behandeln. Die ausgefüllte Bewerbung (Pitchdeck oder Onepager) bitte an ba(at)cyberforum.de schicken.

Weitere Infos gibt’s unter: www.venture-day.de

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14.12.2016 Open Pitch Call für DIE HÖHLE DER LÖWEN in Frankfurt

Die Höhle der Löwen“ startet in eine neue Staffel. Seid dabei und nutzt Eure Chance auf den Deal Eures Lebens!

Auch 2017 treten Erfinder und junge Unternehmer in Deutschlands erfolgreichster Gründer-Show vor fünf Investoren, mit deren Hilfe aus Ideen große Firmen werden können. Vor laufender Kamera gilt es die Löwen zu überzeugen, in das eigene Business zu investieren und es gemeinsam zum Erfolg zu führen.

Bewerbungen sind ab sofort möglich unter dhdl@sonypictures-tv.de.

Erstmals habt Ihr aber auch die Chance Euer Business persönlich bei uns vorzustellen. Wir laden zum

OPEN PITCH CALL

am 14. Dezember 2016
09:00 – 18:00 Uhr

im MEET/N/WORK in Frankfurt am Main
Poststraße 2-4
60329 Frankfurt

Hier habt Ihr die Möglichkeit Eure Idee/ Euer Business/ Produkt in einem bis zu 3 minütigen Pitch vorzustellen – so wie Ihr es in der Show vor den Löwen präsentieren würdet. Dieser Pitch wird aufgezeichnet und intern für den Auswahlprozess genutzt. Kommt gut vorbereitet und begeistert uns! Bitte seht davon ab Businesspläne mitzubringen, über Produkte und Anschauungsmaterial freuen wir uns aber natürlich.

Bringt bitte ausreichend Wartezeit mit – wer eine weitere Anreise hat oder zeitlich eingeschränkt ist, hat zudem die Möglichkeit sich im Vorfeld schon ein Zeitfenster bei uns zuteilen zu lassen. Schreibt uns dazu bitte bis zum 11. Dezember eine Mail mit einer kurzen Vorstellung von Euch und Eurem Produkt an:

openpitchcall@sonypictures-tv.de

Alle, die spontan und ohne Anmeldung vorbeikommen möchten sind natürlich ebenfalls herzlich eingeladen. Weitere Infos zu unserem Open Pitch Call könnt Ihr auf unserer Website finden:

http://www.sonypictures-tv.de/de/openpitchcall

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Peter Ambrozy: Meine unternehmerischen fuck-ups und Höhen der letzten Monate

Peter Ambrozy ist kein unbekanntes Gesicht im Startup Ökosystem Stuttgart. Gründer von edelight, Business Angel bei Regiohelden, beides mit erfolgreichen Exits. Aktuell unterstützt er das Fashion Startup Mädchenflohmarkt. Vor wenigen Stunden hat Peter ein sehr offenes Posting auf Facebook veröffentlicht, was wir (mit seiner Genehmigung) euch nicht vorenthalten möchten, da es wirklich spannende Einblicke in die Startup Welt bietet. Nun genug der Vorrede, nur eines sei noch erwähnt. Natürlich ist auch Mädchenflohmarkt im StartupSpot BW gelistet:

http://baden-wuerttemberg.startupspot.de/maedchenflohmarkt

Sollte euer Startup hier noch fehlen, dann ganz schnell kostenfrei anmelden. Nun aber zu dem Post:

Meine unternehmerischen fuck ups und Höhen der letzten Monate

Vor knapp einem Jahr habe ich mich entschlossen, das Team von Mädchenflohmarkt operativ zu unterstützen. Und das just zu einem Zeitpunkt, als ich mich an mein sabbatical gewöhnt und realisiert hatte, dass diese “freie” Zeit quasi eine once in the lifetime-Chance ist.

Es gab zwei wesentliche Gründe für meinen Einstieg bei Mädchenflohmarkt. Zum einen befand sich Mädchenflohmarkt in einer schwierigen Lage, zum anderen wurde mir durch einige Gespräche mehr als bewusst, dass Mädchenflohmarkt kein Projekt, kein Investment, sondern schon immer auch eine once in the lifetime-Chance war. Also tauschte ich quasi eine once in the lifetime-Chance, gegen eine andere. Eigentlich ein low brainer.

Bevor ich auf die inhaltlichen Gründe eingehe, möchte ich kurz erklären, warum ich Mädchenflohmarkt so einschätze. Ich hatte das Glück, in den letzten Jahren zwei Unternehmen (edelight & Regiohelden) mit aufzubauen und zu verkaufen. Beide Unternehmen sind mit neuartigen Ideen gestartet (die erklärungsbedürftig waren), konnten ab einem gewissen Punkt einen Mehrwert für ihre Nutzer und Kunden erzeugen und verfügten über ein tragfähiges Ertragsmodell. Das alles war nicht einfach zu erreichen, aber es ist uns gelungen. So far so good.

Bei Mädchenflohmarkt sind wir in einer anderen Dimension. Mädchenflohmarkt ist nicht erklärungsbedürftig und wir mussten auch noch nie überlegen, ob Frauen uns wirklich brauchen. Im Gegenteil. Ich habe noch nie zuvor eine derartige Entwicklung gesehen und gespürt. Ja, gespürt. Die Freude, mit der hier insbesondere die Mädels im Unternehmen arbeiten ist spürbar (und teilweise hörbar, da es um Fashion geht und Freudeschreie bei neuer Ware nicht ausbleiben). Aber nicht nur das. Wir können mit Mädchenflohmarkt die Welt verändern und wenn uns das gelingt, haben wir sogar einen Beitrag zur Nachhaltigkeit geschaffen. Wie das? Wir wollen Frauen ermutigen immer mehr auf Fast Fashion und zu günstige Produkte zu verzichten und stattdessen Markenprodukte zu kaufen, die (hoffentlich) unter besseren Produktionsbedingungen für Mensch und Umwelt hergestellt werden und die sie gleichzeitig auch wieder weiterverkaufen können. Eine Frau soll bereits beim Kauf eines Produktes wissen, dass sie dieses später ohne Aufwand über Mädchenflohmarkt wieder verkaufen kann.

Unsere Vision lautet daher seit unserem Start “Wir machen das Verkaufen und Kaufen von Pre-loved Fashion bei Frauen zum festen Bestandteil des täglichen Lebens.”.

Jetzt schließt bitte die Augen und versucht zu fühlen, an was wir hier arbeiten. Mädchenflohmarkt ist ein Unternehmen, das ein Problem löst (volle Kleiderschränke), ein Ertragsmodell hat (wir bekommen 10-40% Provision), über zufriedene Kunden verfügt (70% der mtl. Umsätze kommen von Bestandskunden) und eine Vision hat, die Welt nachhaltig zu verändern. Dazu kommt noch ein überdurchschnittlich hoher Bekanntheitsgrad in Deutschland.

Aber warum kann ein Unternehmen mit einer solchen Basis in Schwierigkeiten geraten? Egal wie es sich anfühlt, für Mädchenflohmarkt gelten dennoch klassische Business-Metriken, da hilft auch das Schließen der Augen nichts. Und bei Startups gibt es eine Hauptmetrik und die heißt Cash. Du kannst noch so stark wachsen, du brauchst Cash – zumindest bist du profitabel arbeiten kannst. Und genau daran sind wir im letzten Jahr fast gescheitert und das trotz einer hohen Wachstumsrate und guten Nutzungsraten.

Was war passiert? Wir hatten auf Basis der positiven Entwicklung Anfang 2015 mit Investorengesprächen begonnen. Aufgrund unseres starken Wettbewerbsumfeldes (alle Top-VCs sind mit mehreren Millionen EUR in unseren Wettbewerbern investiert) ist das nicht einfach, dennoch hatten wir drei gute Deal-Möglichkeiten um unsere Zukunft zu sichern.

Einen Deal haben wir abgesagt, da uns die Bewertung zu niedrig erschien und wir nicht demütig genug waren oder anders formuliert: zu überzeugt von uns selbst. Den zweiten Deal haben wir abgesagt, da es sich um einen potentiellen Merger gehandelt hat. Es waren tolle Verhandlungspartner und das Angebot war eine Ehre, allerdings hatten wir das Gefühl, dass wir unsere Vision alleine besser umsetzen können. Und wir hatten zudem noch den dritten Deal im Hinterkopf, der sehr attraktiv war und es gab nur noch einen Call vor dem Notartermin. Dieser Deal ist dann geplatzt, da er zwar attraktiv war aber zugleich etwas fragil (durch den Prozess) und ich mit einem taktischen Verhandlungsfehler das Konstrukt kurz vor closing gekilled hatte.

Das war damals der ultimative fuck up, aber der eigentliche fuck up sollte erst noch kommen.

Wir hatten kein Geld, die bestehenden Investoren waren wenig glücklich (konstruktiv umschrieben) und die Lage im gesamten Team war angespannt, da mittlerweile die Mitarbeiter von den gescheiterten Gesprächen erfahren hatten bzw. es durch unsere Ausgabenpolitik (Marketing wurde QII/2016 auf 0 EUR heruntergefahren) mehr als deutlich wurde. Im August mussten wir dann einen Großteil des Teams freistellen und unser Verbindlichkeiten wuchsen uns fast über den Kopf. Es wäre der perfekte Zeitpunkt gewesen aufzuhören und Mädchenflohmarkt an einen Wettbewerber zu übergeben.

Zum Glück hatten wir bei edelight und den Regiohelden ähnliche Situationen und wir haben immer einen Ausweg gefunden. Bei Mädchenflohmarkt kam dazu, dass wir zwar durch fehlendes Marketing und einem kleineren Team an Reichweite verloren hatten, aber unsere Nutzer weiterhin engaged blieben und unsere Umsätze zum größten Teil durch Bestandskunden kamen. Zu diesem Zeitpunkt wurde mir bewusst, dass ich mein sabbatical zu Gunsten von Mädchenflohmarkt beenden musste. Mit der Unterstützung des verbliebenen Teams ist es uns dann gelungen einen Plan für 6 Monate zu erstellen. Wir hatten nur ein Ziel, mit leichtem Wachstum profitabel zu werden. Ich konnte mich (klingt schizophren) und die restlichen Investoren überzeugen, dass wir das schaffen und so haben wir eine interne Runde geclosed.

Anfang 2016 hatten wir unsere monatliche cash burn auf unter 20k gedrückt und alle überfälligen Verbindlichkeiten abbezahlt. Wir waren durch die Entlassungen aber auch gezwungen, die gleiche Arbeit mit deutlich weniger Mitarbeitern zu erledigen und dieser Zwang hat – wie so oft – dazu geführt, dass wir uns in einigen Bereichen neu erfunden haben und durch den Einsatz von Technologie um einiges effizienter arbeiten konnten. Nein, das ist kein BWLer blabla. Wir haben in dieser Zeit 6 neue Länder gelauncht und unsere Prozesskosten für das veröffentlichen von Concierge-Artikeln um 65% gesenkt – um nur zwei Beispiele zu nennen.

Trotz allem blieb die Stimmung angespannt und die Zukunft ungewiss. Wir waren offensichtlich zu klein und mussten wieder stärker wachsen. Weitere Kosteneinsparungen waren nicht sinnvoll bzw. Effizienzsteigerungen nicht ausreichend möglich. Klar war auch, die Profitabilität zu erreichen, aber gefühlt nicht mehr zu wachsen ist zwar nett, aber in unserem Wettbewerbsumfeld nicht zielführend. Wachstum wird alleine schon dafür benötigt, die natürliche und unvermeidbare Customer-churn auszugleichen. Wir sind zwar weiter gewachsen aber es hätte zu lange gedauert, bis wir so profitabel wären, dass die Überschüsse ausreichen um sie für neues Wachstum einzusetzen.

Es kam aber noch eine positive Erkenntnis dazu: Mädchenflohmarkt hatte über 12 Monate ohne Marketing und großen Investitionen um das Überleben gekämpft und ist dabei nicht gestorben und auch nicht implodiert. Das zeigt in Ansätzen, dass wir ein junges, aber robustes Unternehmen aufgebaut haben und so konnten wir unsere Investoren erneut zu einer internen Runde überzeugen. Diesmal sah die Planung wieder Teile des Budgets für Marketing vor.

Und jetzt mache ich einen kleinen Sprung zum heutigen Tag.

Ich sitze an diesem Mittwoch vor meinem Rechner und sehe, wie wir auf wieder stark wachsen. In den letzten 3 Monaten betrug unser Wachstum mehr als 70% und unser Lager platzt aus allen Nähten. ebay.de nutzt uns als exklusiver Partner für die Abwicklung eines neues Services und wir haben mit Mädchenflohmarkt aus einem jungen Talent, das plötzlich ins Koma fiel eine junge, aber reifere Leistungssportlerin geformt, die jetzt beweisen muss, ob sie in der Lage ist, einen bzw. mehrere Ultramarathons zu bewältigen.

Ein Vision wie wir sie verfolgen, setzt man nicht in 4 Jahren um. Ebenso kann man sie sich nicht nur mit Venture Capital erkaufen (dennoch ist dies ein wichtiger Bestandteil). Viele übersehen immer wieder, dass wir keinen Shop für Second Hand Mode aufbauen, sondern eine Plattform, die das Kaufverhalten von Frauen verändert. Aber nicht wir verändern das Verhalten, wir schaffen nur die Voraussetzung, dass Frauen überhaupt erst die Möglichkeit und dann die Lust auf Veränderung bekommen und sich diese langsam in ihnen festigt.

Und noch ein Punkt, der uns vermutlich von allen Playern am Markt unterscheidet. Das Gründerteam von Mädchenflohmarkt hat in Summe fast 1 Mio. EUR privates Geld in Mädchenflohmarkt investiert. Das macht man nur, wenn man überzeugt und geduldig ist oder einfach nur vom Wahnsinn befallen wurde ;-)

Vermutlich trifft alles auf uns zu.

Peter Ambrozy

 

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International Startup Forum am 28.09.2016 bei PWC in Stuttgart

Ihr sucht Investoren und wollt eine weitere Finanzierungsrunde drehen – oder einfach nur die Bühne nutzen und Euer Startup vor bestens vernetzten VCs und namhaften Corporates präsentieren?

Die German American Chamber of Commerce, Inc. und die PricewaterhouseCoopers AG laden herzlich ein zum:

International Startup Forum: Venture Capital & U.S. Market Entry

Datum: 28.09.16
Zeit: 14 – 19:00 Uhr
Ort: PwC, Friedrichstr. 14, 70174 Stuttgart
Maximale Zahl der pitchenden Startups: 10

Wenn Ihr pitchen wollt, registriert Euch bitte bis spätestens 21.09. hier auf der Bewerberseite.

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Coworking, Café und WiFi – Erstes CoFi startet in Stuttgart

Schon seit längerem war ich als Digitaler Nomade auf der Suche nach einem Café mit gutem und freien W-Lan in Stuttgart. Es gibt zwar Plätze, aber im Gegensatz zu anderen Städten fühlte ich mich als Einziger mit einem Laptop am Tisch immer etwas beobachtet. Was also tun?

Als ich in Berlin gelebt habe, war ich fast täglich im Betahaus Café, im St. Oberholz oder in der Digital Eatery von Microsoft. Da mir Coworking-Spaces für kurzweilige Arbeitssessions oder spontane Treffen zu unflexibel sind und auch keine Speisen anbieten, begab ich mich auf der Suche nach Ergänzungen zu den bestehenden Angeboten. Knapp 16 Monate habe ich nach einer inspirierenden Location in der Landeshauptstadt Ausschau gehalten – so ein Café muss zentral sein. Zuletzt hatte ich zusammen mit Verdure-Gründer Ronald Hajdo Räumlichkeiten in der Königsstraße 1A (!) ausfindig gemacht, doch die Vermieter wollten lieber wieder ein Modegeschäft. Ich gebe zu, ein digitaler Wissensarbeiter welcher mehrere Stunden im Café vor dem Laptop verbringt ist nicht die umsatzstärkste Zielgruppe ;-)

Auf dem digitalen Normaden-Meetup Stuttgart von Matthias Reiter habe ich dann quasi per Zufall die perfekte Location gefunden: Das Café44 mit tollem Ambiente liegt extrem zentral am Rotebühlplatz und ist am Kletterzentrum „City Rock“ angebunden. Darüber-hinaus werden neben kalten und warmen Getränke auch kleine Speisen zu studentenfreundlichen Preisen an. Hier sollten digitale ArbeiterInnen sowie GründerInnen eine neue Heimat finden. Matthias war von der Idee so angetan, dass er die Initiative ergriff und nach Absprache mit den Betreibern das CoFi ins Leben gerufen hat – ganz „Lean“ starten wir erst einmal mit der Öffnung nahezu jeden Samstag von ca. 9 bis 17 Uhr (Termine gibt es hier).

Außenansicht - Café44 direkt am Rotebühlplatz

Außenansicht – Café44 direkt am Rotebühlplatz

So funktioniert CoFi-Coworking in Stuttgart

Egal ob Freiberufler, Künstler, Gründer eines Startups, Student, Digitaler Nomade oder Angestellter im Homeoffice, zusammen arbeitet es sich angenehmer und man kann voneinander profitieren. Egal ob man unabhängig voneinander arbeitet und verschiedene Projekte umsetzt oder auch gemeinsam an einem Projekt werkelt, gemeinsam sind schnell Hilfe und neue Mitstreiter gefunden. Schaue auf unserer Website https://cofi-coworking.com nach, wann und wo CoFi stattfindet. Lade deine Freunde, Kollegen und Interessierte ein. Pack deinen voll-geladenen Laptop sowie Kopfhörer ein und komme vorbei. Du zahlst einen einmaligen Eintritt, welcher zum großen Teil als Verzehrgutschein verwendet werden kann. Beim Personal vor Ort bekommst du den WiFi-Zugang und natürlich jede Menge leckeren Kaffee. Willst du phasenweise konzentriert arbeiten, setze dir einfach Kopfhörer auf und schon wissen Andere Bescheid, dass du nicht gestört werden willst! Weitere Orte sind in Planung und auch über die Möglichkeit, kleinere Veranstaltungen anzubieten, wird nachgedacht.

Gemütliche Atmosphäre lädt zum Austausch ein

Gemütliche Atmosphäre lädt zum Austausch ein

Einen Geheimtipp habe ich noch für die Werktage: Der Stuttgarter Fernsehturm hat oben nicht nur eine wunderbare Aussicht sondern auch ausgezeichnetes WiFi. Die Jahreskarte gibt es für nur 25 Euro!

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Von Unternehmern – für Unternehmer! Die Startup Campus Academy geht an den Start.

Wissbegierige Startups und Gründungsinteressierte aufgepasst! Die Startup Campus Academy bietet in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Stuttgart ab sofort Kurse zu aktuellen unternehmensrelevanten Themen wie Recht, Finanzierung, Lean Startups, Agile Führung, 3 D Druck, Designing Innovation, Crowdfunding, Erklärvideo, Investorenverhandlungen, Steuern und Strategy, Marketing & Sales an. Die Academy Dozenten sind erfolgreiche Startup-Gründer und Unternehmer und vermitteln ihr Knowhow und Wissen praxisnah aus erster Hand. Das Gelernte wird unmittelbar ausprobiert und angewandt. Mit dabei sind:

  • Daniel Bartel, Corporate Startup-Coach und Cofounder von klickreform
  • Dr. Oliver Böpple, Innovation und Customer Experience Manager bei YOUSE
  • Dr. Felix Buchmann, Fachanwalt für IT-Recht, Urheber- und Medienrecht
  • Mario Buric, Kreditberater und Crowdfunding Experte
  • Mattias Götz, Venture Capital Experte, Gründer von Wert8 und Business Coach
  • Klaus Haasis, Business Coach, Business Angel und Scrum Master
  • Fabian Kriegel, Entrepreneur und Networker
  • Jens Schmelzle, Founder von simpleshow
  • Manuel Stange, Entrepreneur, Lean-Experte und 3 D Druck-Experte

Die Startup Campus Academy wird veranstaltet vom Startup Campus Stuttgart und der Wert8 GmbH. Die Kurse finden im Startup Campus Stuttgart statt, dem neuen Hotspot der Stuttgarter Startup-Szene im Kulturpark Berg.

Mitglieder von Startup Stuttgart e.V. und Startup Campus Stuttgart können kostenlos an den Workshops teilnehmen. Studierende erhalten einen Rabatt auf die Teilnehmergebühr. Um diese Vergünstigungen zu erhalten, bitte eine Mail schicken an academy@startup-campus-stuttgart.de.

Weitere Informationen und Kursbuchung unter:

http://startup-campus-stuttgart.de/academy

https://www.facebook.com/startupcampusstuttgart

https://twitter.com/scstgt

#startupcampusacademy