Diese Woche haben wir unsere 10 Fragen an Moritz Mack von MOKEY gestellt:

Wer bist Du und welches Produkt oder welche Dienstleistung bietest Du an?

Mein Name ist Moritz Mack und ich führe das Startup-Unternehmen MOKEY – More than a Key. Ich biete meinen Kunden eine hilfreiche Lösung für ihren unbequemen Schlüsselbund in der Hosentasche an: den MOKEY Key Organizer. Der MOKEY ermöglicht es, all seine Schlüssel handlich und praktisch zu organisieren. Ähnlich wie beim Schweizer Taschenmesser werden die Schlüssel zwischen Metallschalen integriert und sind komfortabel auf- und zuklappbar.

Seit wann gibt es MOKEY als Unternehmen und wie bist Du auf die Gründungsidee gekommen?

Das Unternehmen MOKEY – More than a Key gibt es seit April 2015. Beruflich beschäftige ich mich schon seit vielen Jahren mit Gadgets und Werbemitteln für Unternehmen, doch es fehlte noch eine Ergänzung für den B2C-Markt. Die endgültige Idee zum MOKEY Key Organizer entstand in einer alltäglichen Situation. Als ich meine Lieblingsjeans nach dem Waschen genauer betrachtete, stellte ich ein Loch an der Außenseite der Jeans fest, das mein Schlüsselbund verursacht hatte. Ich musste einfach etwas dagegen tun. Schon immer fasziniert vom Schweizer Taschenmesser war die Idee der zwei Metallschalen, zwischen denen die Schlüssel integriert werden, geboren. So entwickelte ich den ersten Prototypen des MOKEY Key Organizers. Meine bereits gesammelten beruflichen Erfahrungen und mein Wissen über den Werkstoff Metall kamen mir bei der Umsetzung zugute.

MOKEY

Was hast Du vorher gemacht und hast Du bereits ein Team für die Idee gefunden?

Ich absolvierte vor meiner Selbstständigkeit eine Lehre zum Feinwerkmechaniker, anschließend arbeitete ich als Geselle in einem Unternehmen, das Stanzwerkzeuge und Stanzteile herstellte. In dieser Zeit lernte ich den richtigen Umgang mit den verschiedenen Metallen und die darin verbundenen Eigenschaften des Werkstoffs. In meiner Freizeit arbeitete ich immer gerne kreativ mit dem Werkstoff Metall. Dadurch kamen auch Zweifel an meinem damaligen Beruf auf, denn ich wollte meinen Unterhalt künftig lieber mit einer kreativen Tätigkeit verdienen und ich wusste, dass der Werkzeugbau mir diese Möglichkeit nicht bieten konnte. So wagte ich den Schritt in die Selbstständigkeit. Anfangs stellte ich Dekobäume aus Metall und andere kreative Gegenstände her. Im Laufe der Zeit wurden dann auch Unternehmen auf meine kreative Arbeit und Umsetzungen verschiedener Themen aufmerksam und somit meine ersten eigenen Kunden. Ich nahm immer mehr Aufträge für individuelle Werbemittel entgegen und konnte sie mit Erfolg ausführen. Ob ein Flaschenöffner im Firmenlogo-Design oder Metallvisitenkarten, alles war möglich! Damals wie heute arbeitete und arbeite ich ohne eigenes Team. Zuverlässige Zulieferfirmen stehen mir nach wie vor tatkräftig zur Seite und erfüllen jeden noch so kreativen Auftrag.

Was waren bei der Umsetzung von MOKEY die bisher größten Herausforderungen?

Bei der Umsetzung war besonderes darauf zu achten, dass alle Komponenten für den MOKEY Key Organizer sehr sorgfältig und genau hergestellt werden. So ein Schlüsselorganizer sollte im Alltag schon einer gewissen Anforderung standhalten. Darum sind diese Ansprüche für den Werkstoff und auch für die Herstellung extrem wichtig.

Moritz Mack MOKEY

Es gibt ja viele Gadget-Anbieter, da muss man erstmal durch die Informationsflut durchkommen. Wo siehst Du die Alleinstellungsmerkmale des MOKEYS?

Der MOKEY ist für mich nicht nur ein Verkaufsgegenstand. Ich sehe ihn als ständig laufendes Projekt an. Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, den MOKEY Key Organizer immer weiter zu entwickeln und ihn auch an seine Kunden anzupassen. Denn passende Zubehör-Gadgets wie beispielsweise ein USB-Stick, ein Bartkamm, ein Karabiner oder ein Flaschenöffner sollen dem Kunden die Möglichkeit bieten, den MOKEY individuell zu gestalten. Der Zubehör wird um weitere Gadgets erweitert und ist ein wichtiges Merkmal der Marke MOKEY, die kreativ und flexibel ist.

Warum hast Du Dich für Stuttgart als Standort entschieden und nicht wie viele andere junge Unternehmen für Berlin?

Der Großraum Stuttgart bietet mir viele Vorteile, um den MOKEY in bester Qualität herzustellen. Eine große Auswahl an Zulieferfirmen, die für die einzelnen Komponenten des MOKEYS zuständig sind, sind hier in rauhen Mengen zu finden. Durch die regional ansässige Industrie kann ich auch auf sehr viel Wissen und Know-how der Fachleute zurückgreifen, wenn es um die Entwicklung und Umsetzung der einzelnen Komponenten geht.

Was möchtest Du Gründern speziell als Tipp mitgeben, wenn sie in Stuttgart (und der Region) gründen möchten?

Angehende Gründer sollten sich auf jeden Fall ein Netzwerk aufbauen. Man sollte als Gründer darauf achten, dass man die Aufgaben der wichtigen Bereiche seines Unternehmens selbst ausführt. Ein zu frühes Abgeben oder Outsourcing der Unternehmensbereiche kann auch schädlich für das Unternehmen sein.

Angenommen Du hättest die Chance, einen Tag lang Bürgermeister von Stuttgart zu sein, was würdest Du verändern?

In erster Linie würde ich aktiv die Infrastruktur der Stadt Stuttgart anpacken. Ich denke das autonome Fahren mit E-Fahrzeugen könnte das Problem schon ein wenig lösen. Man sollte nicht die Autofahrer der Stadt verantwortlich für das Chaos machen, in anderen Großstädten funktioniert es ja schließlich auch. Als Bürgermeister würde ich daher eine große Preisausschreibung ins Leben rufen, um an die verschiedensten Konzepte und Lösungen für das Verkehrschaos zu kommen. Ich denke, es wäre auch ein großer Beitrag für die Förderung der Gründerkultur in Stuttgart, aber auch für mittelständische und Großunternehmen könnte dies ein großer Anreiz sein.
MOKEY Gadget Organizer

Mit wem würdest Du gerne einmal Essen gehen und warum?

Ich würde gerne mit Elon Musk Essen gehen. Er hat schon oft bewiesen, was machbar ist, wenn man nur fest an seine Visionen glaubt. Gerade in den letzten paar Jahren hat er so einiges erschaffen und ich vermute, dass wir auch in Zukunft noch viel von ihm hören werden.

Planst Du bereits Folgemodelle oder Erweiterungen des MOKEYS? Wo siehst Du Dich in fünf Jahren mit dem Produkt?

Es vergeht kein Tag an dem ich mir keine Gedanken über den MOKEY Key Organizer mache. In Zukunft soll es immer mehr Gadgets für den MOKEY geben. Daher können sich die Kunden auf weiteres cooles Zubehör gefasst machen – Bartkamm, Flaschenöffner und USB-Stick sind erst der Anfang. Ich will mit der Marke MOKEY das coole Gegenstück zum Schweizer Taschenmesser sein – nur eben viel individueller und lässiger. Die Kunden sollen sich mit der Marke verbunden fühlen, ihren Key Organizer individuell gestalten. Die Marke ist sportlich, dynamisch und kann auch den zukünftigen Trends folgen!

Vielen Dank Moritz für das interessante Interview und weiterhin viel Erfolg!

Heute haben wir unsere 10 Fragen an eetmee gestellt, die Restaurants die Möglichkeit bieten, ihren Gutscheinversand auszulagern.

Wer seid ihr und welches Produkt oder Dienstleistung bietet ihr an?

Wir sind eetmee.de und bieten Restaurants die Möglichkeit, ihren Gutscheinversand auszulagern. Anders als die bekannten Rabattportale, bieten wir den Gästen der Restaurant-Partner keine Rabattgutscheine an, sondern echte Verzehrgutscheine. Vorteil ist für den Verbraucher, dass er nicht mehr im Lokal erscheinen muss um den Gutschein zu erhalten. Er kann diesen direkt über unser Portal bestellen, bezahlen und verschicken lassen! Der Gutschein kann ausgedruckt werden (wenn es schnell gehen muss) oder per Post in Form einer Plastikkarte an den Empfänger verschickt werden. Für den Restaurantpartner bieten wir damit einen modernen Service und sind wir bei genauer Berechnung sogar kostengünstiger, als der Eigenvertrieb durch das Restaurant.

Eetmee_Logo

Seit wann gibt es Euch als Unternehmen und wie seid ihr auf die Gründungsidee gekommen?

Die Idee entstand bereits vor drei Jahren, wurde seither geplant, und umgesetzt. Wir sind mit unserem Portal seit Anfang Oktober 2015 online. Also, seit relativ kurzer Zeit. Als selbstständiger Unternehmer mit verschiedenen, gastronomischen Betrieben, habe ich selbst die Erfahrung gemacht, dass der Gutscheinprozess für den Endkunden noch nicht ausgereift ist. Die Restaurantpartner können mit einer Optimierung dieses Prozesses einen enormen Umsatzzuwachs generieren, da ein gutes Essen als Geschenkalternative immer gefragter wird.

Was habt ihr vorher gemacht und wie habt ihr als Team zueinander gefunden?

Ich, Nima Nafeei, bin der Gründer von eetmee und habe seit über 15 Jahren Erfahrung in der Gastronomie und ständig Interesse an innovativen Konzepten für die Gastronomie. Yassar Amara hat sein duales Studium an der DHBW Stuttgart und bei uns als Dualem Partner abgeschlossen.

Was waren bei der Umsetzung von eetmee bisher die größten Herausforderungen?

Der Gutscheinmarkt ist vor allem in der Gastronomie stark in Verruf geraten. Begründet ist dies durch gewisse Portale, die Gastronomen eher verlustbringende Dienstleistungen anbieten, statt diese im Marketing zu unterstützen. Wir haben daher die Mission: Die Gastronomen sollen vom Gegenteil überzeugt werden. Ein Gutschein bedeutet nicht länger ein Verlustgeschäft zu sein, bei dem vermeintlichen Neukunden gewonnen werden, die nur bei Rabattaktionen im Lokal erscheinen.

Die größte Herausforderung ist sicherlich auch die Gastronomen zu erreichen. Dieser schwierigen Zielgruppe kann kein spezielles Profil zugeordnet werden, da sich Arbeitszeiten und Arbeitsweisen hier sehr differenzieren. Die Erreichbarkeit ist daher eine große Herausforderung.

Mittlerweile gibt es ja bereits einige Gutscheinanbieter. Wo seht ihr eure Schwerpunkte und Alleinstellungsmerkmale in der Positionierung gegenüber anderen Anbietern?

Zunächst möchten wir erneut erwähnen, dass wir kein Rabattgutschein-Portal sind. Außerdem sehen wir unsere Teilnehmer als Partner und setzen auf eine langfristige Partnerschaft. Durch unsere Dienstleistung entlasten wir den Partner und bieten ihm die Möglichkeit, ein überregionales Kundenpotential zu erreichen. Unser USP ist zum einen die geringe Provision von 2,50€ pro verkauftem Gutschein. Wir setzen auf diesen Fixbetrag, egal welchen Betrag der Gutschein letztendlich hat. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist, dass jeder Partner praktisch seinen eigenen Shop hat, sprich: Der Partner kann auch individuelle Gutscheindesigns anbieten.

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Warum habt ihr Euch für Stuttgart als Standort entschieden und nicht wie viele andere Startups für Berlin?

Berlin als Standort zu wählen ist ja schon zum Standard geworden, dies wäre ja langweilig. Wir wollen es anders machen und sind sicher, dass es auf das Konzept ankommt und weniger auf den Ort der Gründung. Da wir auch aus Stuttgart kommen und die Baden-Württemberger durchaus etwas von der Gastronomie verstehen, sehen wir auch Stuttgart als guten Standort für ein StartUp an. Außerdem muss man als Schwabe die StartUp-Szene im Ländle weiter ankurbeln.

Was möchtet ihr Gründern speziell als Tipp mitgeben, wenn sie in Stuttgart (und der Region) gründen möchten?

Wir sind der Überzeugung, dass ein gutes Netzwerk für alle Gründer förderlich ist. Deshalb sollten Gründer keine Partnerschaften scheuen, selbst wenn die Unternehmen in der gleichen Branche tätig sind. StartUp Events zu besuchen und sich dort mit „Gleichgesinnten“ auszutauschen, ist vor allem zu Beginn sehr hilfreich.

Angenommen ihr hättet die Chance einen Tag lang Bürgermeister von Stuttgart zu sein, was würdet ihr verändern?

Wir würden Gründer mehr fördern, denn Sie sind die Unternehmen der Zukunft und werden, bei Erfolg, die Arbeitsplätze der Zukunft bieten. An klugen Köpfen fehlt es schließlich nicht. Mit fördern meinen wir nicht nur die finanzielle Unterstützung. Zur Gründung sollte jeder Gründer z.B. bei der Marktanalyse unterstützt werden, denn hier ist es oft schwierig valide Zahlen und Fakten zu erhalten. Außerdem sollte jeder Gründer in den ersten Jahren seiner Gründung in ein Netzwerk von erfahrenen Unternehmern integriert werden, welches ihn unterstützt und für jegliche Fragen und Rat zur Seite steht. Also eine Art von ehrenamtlichen Paten.

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Mit wem würdet ihr gerne einmal essen gehen und warum?

Spontan fällt uns da Jochen Schweizer ein. Er ist uns nicht erst durch die TV-Show „Die Höhle der Löwen“ bekannt. Auch auf Events hat Jochen Schweizer durchweg einen ehrlichen, offenen und erfahrenen Eindruck hinterlassen. Durch sein sympathisches Auftreten und die ähnliche Richtung der Unternehmen, könnten wir sicher noch das eine oder andere von ihm lernen. Er ist auf jeden Fall eingeladen, uns in Stuttgart einmal zu besuchen.

Wo seht ihr eetmee heute in fünf Jahren?

In fünf Jahren sehen wir eetmee als feste Größe im Bereich Verzehrgutscheine. Die Gastronomen sollen eetmee fest in ihre Geschäftsprozesse integriert haben und ihren Gästen somit einen schlanken, modernen Service anbieten können. Der Endverbraucher wird einen eetmee-Gutschein als gute Geschenkalternative für jeden Anlass wahrnehmen und nutzen. Durch eine App kann der Nutzer direkt von mobilen Endgeräten jederzeit und überall ein Geschenk bestellen und verschicken. Von unserer Seite aus werden wir uns außerdem auf die Erleichterung des Services für den Gastronomen konzentrieren und diesen ständig optimieren.

Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg!

Diese Woche haben wir unsere 10 Fragen an Alexander Weipprecht von leadcoachcrm.com gestellt.

Wer bist Du und welches Produkt oder Dienstleistung verkaufst Du bzw. ihr?

Hallo, mein Name ist Alexander Weipprecht, ich bin 30 Jahre alt und seit meinem 14 Lebensjahr unternehmerisch tätig. Angefangen habe ich als Softwareentwickler, mittlerweile betreibe ich ein Hosting-Unternehmen mit mehreren tausend Kunden weltweit. Das Unternehmen funktioniert ohne feste Mitarbeiter und wird vollständig von einer selbst entwickelten Software automatisch gesteuert. Seit nunmehr 8 Jahren berate ich kleine und große mittelständige Unternehmen im Bereich der Softwareplanung, Webseiten, SEO und Online-Reputationsmanagement.

Durch meine Verbandstätigkeit bei den Wirtschaftsjunioren und durch zahlreiche Projekte der letzten Jahre haben sich bei mir einige tausend wirklich spannende und wichtige Kontakte gesammelt. Viele dieser Kontakte sind leider die letzten Jahre eingeschlafen und somit auch eigentlich kaum noch nutzbar für weitere Projekte oder Followups. Mit der Erkenntnis, dass auch andere Unternehmer dieses Problem haben, habe ich mich auf die Suche nach einer Softwarelösung am Markt gemacht. Mit großer Verwunderung fand ich keine CRM-Software-Lösung die meinen Anforderungen an einen Lead-Begleiter/ Lead-Coach erfüllt. Ich überlegte mir auf einem weißen Blatt Papier, wie eine „intelligente“ Lösung funktionieren müsste. Sie müsste einfach, schnell und effektiv sein. Ich brauchte eine „Logik“ die in der Lage ist, auf Basis der bestehenden Daten zu lernen und für mich im Hintergrund wichtige Aufgaben übernimmt. So entstand die Idee zu meiner LeadCoach-CRM-Lösung.

Seit wann gibt es euch als Unternehmen?

Die Provimedia GmbH gibt es schon seit mehr als 7 Jahren als Beratungsunternehmen. Zunehmend entwickle ich auch individuelle Softwarelösungen für Unternehmen.

Wie bist Du auf Deine Gründungsidee gekommen?

Das wertvollste Gut eines Unternehmens sind zum einen seine Kunden, zum anderen seine Partner und Dienstleister. Die meisten CRM-Lösungen (Customer-Relationship-Management) bei den Unternehmen die ich kenne sind bessere Adressbücher mit unglaublich vielen Funktionen die keiner versteht oder nutzt. Und dann ist da noch dieser innere Schweinehund. Es ist anstrengend mit Menschen zu reden, es könnten auch unangenehme Wahrheiten angesprochen werden. Letztendlich führt aber kein Weg daran vorbei, ich muss mit meinen Kunden und Partnern regelmäßig sprechen und aktiv auf sie zu gehen. Dafür braucht es manchmal einen Menschen oder ein System, dass einem dabei unter die Arme greift.

Was hast Du vorher gemacht und wie habt ihr als Team zueinander gefunden?

Das Team besteht im Augenblick noch aus mir selbst. Ich entwickle das System noch auf eigene Faust und mit eigenen Hausmitteln. Ich wusste am Anfang der Entwicklung noch nicht 100% wo hin die Reise gehen soll. Manche Masken habe mich mittlerweile dreimal neu programmiert und bin noch immer nicht zufrieden. Im Augenblick suche ich jedoch Programmierer die mich bei diesem und anderen Projekten unterstützen.

Was waren bei der Gründung Deines Unternehmens die größten Herausforderungen?

Ich empfinde zur Zeit als größte Herausforderung, sich und seiner Idee bzw. Vision treu zu bleiben. Um so mehr Menschen man von seiner Idee erzählt, um so mehr Input man erhält, desto mehr tendiert man dazu, von seiner Grundidee abzuweichen. Grundsätzlich ist diese Art von Feedback extrem wichtig und man sollte auch darauf hören, aber letztendlich geht es nicht darum eine „Eierlegende Wollmilchsau“ zu entwickeln.

Außerdem ist es gerade ein Spagat zwischen Marketing und Entwicklung. Auf der einen Seite würde ich mich freuen, wenn ich beim Produktstart schon einige Kunden für das System hätte, gleichzeitig muss ich mir auch genug Zeit lassen, ein hervorragendes Produkt zu entwickeln. Ich könnte zur Zeit jeden Abend auf Veranstaltungen mein Produkt ankündigen und viele Leute „heiß“ machen, letztendlich geht das aber auf Kosten der Entwicklung. Ich suche hier einen Mittelweg.

Warum hast Du Dich für Stuttgart als Standort entschieden und nicht wie viele andere Startups für Berlin?

Ich war viel in Berlin und durfte auch ein wenig Berliner Startup Luft schnuppern. Einige meiner Freunde haben erfolgreich in Berlin ihre Unternehmen am laufen. Ich bin auch davon überzeugt, dass Berlin eine hervorragende Infrastruktur für Startups bietet, die uns hier im ländlichen Raum aufgrund hoher Mieten und hartem Personalwettbewerb fehlt. Dennoch sind wir hier in einem extrem starken Wirtschaftsraum mit erfolgreichem Mittelstand. Ich erlebe in meiner täglichen Arbeit, wie wichtig den Unternehmern und Unternehmerinnen hier in der Region der Aspekt Vertrauen, Nähe und Identität ist. Diesen Vorteilen sollte man sich hier im „Schwabenländle“ bewusst sein. Außerdem komme ich von hier und meine Familie lebt hier. Was ist Erfolg wert, wenn man ihn nicht mit seinen Freunden und seiner Familie teilen kann?

Was möchtest Du Gründern speziell als Tipp mitgeben, wenn sie in Stuttgart gründen möchten?

Grundsätzlich würde ich jedem empfehlen, ganz in schwäbischer Manier kleine Brötchen zu backen. Nicht mit dem ersten Geld den großen Daimler kaufen, erst mal Zuhause anfangen und wenn möglich nicht sofort die teuren Büroflächen in Stuttgart-Mitte. Gründet kein Unternehmen mit der Idee, dieses schnell wieder zu verkaufen. Leider erlebe ich das in meinem Umfeld immer häufiger. „Ich baue das Unternehmen jetzt auf und in 2 Jahren verkaufe ich es dann an XY“. Grundsätzlich kann ich nachvollziehen, dass viel Geld ein spannender Anreiz zur Gründung eines Unternehmens ist, aber letztendlich sollte man etwas tun, dass einem Freude bringt.

Angenommen Du hättest die Chance einen Tag lang Bürgermeister von Stuttgart zu sein, was würdest Du verändern?

Ich würde mir grundsätzliche Fragen stellen wie „Was soll ein 10 oder 20 Jahren die Identität der Stadt Stuttgart sein?“. Im Augenblick sehe ich die Bankgebäude und Kaufhäuser aus dem Boden schießen und frage mich: „Wo ist der Platz für die Menschen?“.

Mit wem würdest Du gerne einmal Essen gehen und warum?

Ich weiß zwar worauf die Frage im eigentlichen Sinne abzielt, aber ich möchte sie dennoch anders beantworten. Ich würde gerne weiterhin mit spannenden, ehrlichen und inspirierenden Menschen Essen gehen, so wie ich das bereits jetzt regelmäßig mache. Wir beschäftigen uns meiner Meinung viel zu viel mit dem Vergleich und dem Aufschauen zu bestimmten Persönlichkeiten. Dabei haben wir alle solche Menschen in unserem Umfeld. Nur weil jemand nicht jede Woche in der Presse steht, ist er vielleicht dennoch eine eindrucksvolle Persönlichkeit.

Wo siehst Du euch heute in fünf Jahren?

Ich sehe meine Software als wichtiges Bindeglied zwischen Mensch und bestehenden CRM-Lösungen. LeadCoachCRM wird in 5 Jahren einige tausend Kunden bedienen, mit denen ich im besten Fall regelmäßigen und positiven Kontakt pflege. Ich freue mich auf die Integration toller neuer Ideen für die LeadCoachCRM Software, habe aber auch noch andere Visionen :-)

Diese Woche haben wir unsere 10 Fragen an das Team von Talentcube gestellt, die mit ihrer App den Rekrutierungsprozess in Unternehmen revolutionieren möchten.

Wer seid ihr und welches Produkt oder Dienstleistung bietet ihr an?

Wir sind die drei Gründer (Sebastian, Sebastian und Hendrik) der mobilen Bewerbungsplattform Talentcube. Bei uns können Unternehmen ihren Bewerbern eine sehr einfache und gleichzeitig authentische Möglichkeit bieten, sich direkt per Smartphone bei ihnen zu bewerben. Bei der Talentcube-Bewerbung liegt der Fokus auf der Persönlichkeit des Bewerbers, die in klassischen Bewerbungsunterlagen schlichtweg nicht zum Ausdruck kommt. Da die Persönlichkeit eines Bewerbers aber ein entscheidendes Kriterium bei der finalen Personalauswahl ist, werden heutzutage bis zu 50% der Vorstellungsgespräche umsonst geführt. Allzu oft erkennt man schon nach 3 Minuten, dass man sich das ein oder andere Vorstellungsgespräch hätte sparen können. Der Clou bei unserer Bewerbung, die Kandidaten antworten bereits bei der Bewerbung auf explizite Fragen des Unternehmens und zeichnen ihre Antworten mit der Frontkamera ihres Smartphone auf.

Seit wann gibt es Euch als Unternehmen und wie seid ihr auf die Gründungsidee gekommen?

Die Talentcube UG gibt es seit August diesen Jahres, an der Idee und dem Konzept hinter Talentcube arbeiten wir schon deutlich länger. Im Frühjahr 2014 machten wir uns das erste mal explizit Gedanken dazu, wie umständlich es ist, sich bei Unternehmen zu bewerben. Allein das Anschreiben nimmt Stunden oder Tage in Anspruch. Gleichzeitig haben wir erkannt, dass der klassische Bewerbungsprozess mit CV und Anschreiben nicht auf dem Smartphone umsetzbar ist und man für eine “saubere” Bewerbung immer noch einen PC braucht. Vor dem Hintergrund, dass bereits heute zwei von drei Kandidaten ein Smartphone für die Jobsuche verwenden und sich mehrheitlich auch einen mobilen Bewerbungskanal von Unternehmen wünschen, wollten wir herausfinden wie eine mobile Alternative aussehen muss. Wir haben daraufhin mit einer Reihe von Unternehmen untersucht, worauf es denn wirklich beim Kennenlernen und Sichten von Bewerbern ankommt. Wir mussten feststellen, dass Bewerbungsschreiben aufgrund mangelnder Aussagekraft zweitrangig sind oder zum Teil gar keine Rolle im Entscheidungsprozess mehr spielen. Dann war die Frage, wodurch das überflüssige Anschreiben ersetzt werden muss. So sind wir auf die Video-Bewerbung gekommen.

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Was habt ihr vorher gemacht und wie habt ihr als Team zueinander gefunden?

Wir kennen uns seit Beginn unseres gemeinsamen Studiums der Wirtschaftsinformatik an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg 2008 hier in Stuttgart. Danach haben wir noch einige Jahre Berufserfahrung in großen deutschen Unternehmen gesammelt bzw. noch ein Masterstudium drauf gesetzt. Man kann also sagen, dass wir uns schon lange als Freunde kannten bevor wir nun auch Geschäftspartner geworden sind.

Was waren bei der Umsetzung von Talentcube bisher die größten Herausforderungen?

Nachdem die Entscheidung getroffen war, dass wir uns Vollzeit dem Vorhaben Talentcube widmen wollen, stellte sich natürlich zunächst einmal die Frage, wie wir Produktentwicklung und Markteintritt bei fehlendem Gehalt am Anfang stemmen können. Wir haben uns daraufhin über die Hochschule Esslingen auf das EXIST-Gründerstipendium beworben. Dies war natürlich mit einigem Aufwand verbunden und hat speziell in der Anfangsphase auch viel Zeit gekostet. Nachdem die Finanzierung für das erste Jahr soweit gesichert war stand dem Start der Plattformentwicklung nichts mehr im Wege. Da wir die aktuelle Version der Plattform komplett selber entwickelt haben, mussten wir uns natürlich auch hier mit einigen Themen auseinandersetzen, die neu für uns waren. Eine weitere Herausforderung speziell zu Beginn war natürlich das ganze Thema Vertrieb. Wie gewinnen wir unsere ersten Partnerunternehmen, die Talentcube als Bewerbungsmöglichkeit anbieten? Aber auch diese Hürde konnten wir meistern und haben drei Wochen nach Start unser Plattform bereits über 40 Partnerunternehmen generieren können. Mittlerweile kommen Unternehmen bereits direkt auf uns zu, was natürlich bestätigt, dass das Thema Mobile Recruiting bei Unternehmen zurecht immer relevanter wird.

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Mittlerweile versuchen sich ja einige Plattformen (online und mobil) daran, Recruiting spannender und erfolgreicher für Unternehmen zu gestalten. Wo seht ihr eure Schwerpunkte und Alleinstellungsmerkmale in der Positionierung gegenüber anderen Anbietern?

Das ist richtig, in der HR-Branche tut sich aktuell Einiges. Immer mehr Unternehmen stellen fest, dass sich die Art sich zu Bewerben seit Jahrzehnten nicht wirklich geändert hat, obwohl sich die Bedürfnisse der heutigen Bewerber aufgrund technologischer und generationsbedingter Entwicklungen drastisch gewandelt haben. Heutzutage herrscht ein nie da gewesenes Selbstverständnis gegenüber mobilen Anwendungen. Was uns von Wettbewerbern unterscheidet? Talentcube ist 100% mobil, jedoch nicht auf Kosten der Qualität. Unser Schwerpunkt liegt klar auf einem mobilen Bewerbungsprozess, der nicht an Aussagekraft einbüßt, sondern mit den Möglichkeiten mobiler Endgeräte sogar verbessert wird.

Warum habt ihr Euch für Esslingen/ Stuttgart als Standort entschieden und nicht wie viele andere Startups für Berlin?

Hier in Stuttgart hatten wir natürlich schon einige wertvolle Kontakte, die uns speziell in der Anfangsphase geholfen haben. Mit der Hochschule Esslingen arbeiten wir durch das Gründerstipendium eng zusammen und haben hier auch einen Mentor, der uns seit Beginn des Projekts begleitet und immer mit Rat und Tat zur Seite steht. Außerdem bietet die Metropolregion Stuttgart, mit den vielen Branchen und zahlreichen Firmen von Kleinstunternehmen bis Großkonzern einen guten Nährboden für unsere ersten Schritte. Nicht zuletzt ist ja Stuttgart bekannt für erfolgreiche und solvente Unternehmen, die auch in Innovationen investieren können.

Was möchtet ihr Gründern speziell als Tipp mitgeben, wenn sie in Stuttgart (und der Region) gründen möchten?

Validieren und machen! Viele haben gute Ideen tun sich dann allerdings schwer, diese auch wirklich umzusetzen. Ob eure Idee das Zeug dazu hat wirklich zu einem Produkt zu werden, das sich am Markt etablieren kann, werdet ihr nur herausfinden, wenn ihr den Schritt wagt und diese auch versucht in der Realität umzusetzen. Wenn ihr alleine unterwegs seid, nutzt bestehende Netzwerke um Gleichgesinnte zu treffen, die euch bei der Realisierung eurer Pläne helfen. Also wartet nicht länger sondern schreitet zur Tat!

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Angenommen ihr hättet die Chance einen Tag lang Bürgermeister von Stuttgart zu sein, was würdet ihr verändern?

Hmm, das ist eine gute Frage, wahrscheinlich würden wir die Gunst der Stunde dazu nutzen, um für Startups mehr Räumlichkeiten zum gemeinsamen Arbeiten zu schaffen. Große Flächen auf denen man sich begegnen und austauschen kann, die von jungen Gründern kostenfrei genutzt werden können, wären eine ideale Möglichkeit um weitere Gründungsinteressierte nach Stuttgart zu locken. Außerdem würden wir Startups subventionierten, die endlich mal fliegende Autos erfinden, mit denen man die lästigen Stauzeiten umgehen kann.

Mit wem würdet ihr gerne einmal essen gehen und warum?

Mit Gandhi, Mandela, Musk, Branson und Jobs, um aus erster Hand zu erfahren, wie man mit dem Status Quo bricht, groß denkt und seinen Überzeugungen treu bleibt.

Wo seht ihr Talentcube heute in fünf Jahren?

Talentcube hat sich als Bewerbungsstandard etabliert und ist nicht nur in Deutschland bekannt und im Einsatz sondern in ganz Europa.

Diese Woche haben wir unsere 10 Fragen dem Reparando-Team gestellt, die einen mobilen Smartphone-Reparaturservice mit Hauptsitz in Stuttgart an den Start gebracht haben.

Wer seid ihr und welches Produkt oder Dienstleistung bietet ihr an?

Wir sind Reparando, ein deutschlandweiter mobiler Smartphone-Reparaturservice. Das Unternehmen haben Jakob Schoroth, Till Kratochwill und Vincent Osterloh mit Unterstützung von Peter Ambrozy und Feliks Eyser gegründet. Mit unserem mobilen Service reparieren wir z.B. kaputte Displays und Akkus von iPhones und Samsung Galaxy Smartphones. Unseren Service bieten wir bereits in sieben Städten in Deutschland an. Weitere Städte folgen in den nächsten Wochen.

Reparando_Logo

Seit wann gibt es Euch als Unternehmen und wie seid ihr auf die Gründungsidee gekommen?

Wir sind Mitte Juli diesen Jahres gestartet. Auf die Idee sind wir gekommen, da wir alle Lust hatten ein Unternehmen aufzubauen, bei dem wir echte Kundenprobleme lösen. Zugleich haben wir gesehen, dass im Markt für Smartphone-Reparaturen eine enorme Nachfrage besteht. Vincent hatte bei seinem vorherigen Unternehmen pc-hilfe.de immer mehr Anfragen im Smartphone-Bereich und so haben wir uns die Frage gestellt, warum es für Smartphone-Reparaturen noch keinen mobilen Service mit einer einheitlichen deutschlandweiten Marke gibt. Je mehr wir uns mit dem Thema beschäftigt haben, umso mehr Lust haben wir bekommen in diesem Markt Gas zu geben und ein optimales Serviceerlebnis für unsere Kunden zu entwickeln.

Was habt ihr vorher gemacht und wie habt ihr als Team zueinander gefunden?

Jakob und Vincent kennen sich von ihrem gemeinsamen Master-Studium an der WHU in Vallendar. Vincent hat zuvor seinen Bachelor in Wirtschaftswissenschaften an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen absolviert und im Anschluss daran bei SwipeGood in Palo Alto und bei Team Europe in Berlin gearbeitet. Schon zu Schulzeiten hatte er das Unternehmen pc-hilfe.de gegründet und zu Ende des Bachelor-Studiums St. ERHARD mitgegründet. Jakob hat nach dem Bachelor an der WHU zwei Jahre als Unternehmensberater bei der Boston Consulting Group gearbeitet. Till und Vincent kennen sich vom Bachelor-Studium an der Zeppelin Universität. Till hat im Anschluss daran vier Jahre lang als Unternehmensberater bei Bain & Company in Zürich gearbeitet und schließt gerade seinen INSEAD MBA in Singapur ab.
Peter und Feliks sind in der Stuttgarter Startup-Szene keine Unbekannten und kannten sich bereits von edelight (Exit an Burda), RegioHelden (Exit an Ströer Group) und Mädchenflohmarkt. Zu fünft wir haben uns dann aktiv zu Geschäftsmodellen im Smartphone-Markt ausgetauscht und dann sehr schnell entschieden das Thema gemeinsam anzugehen.

Was waren bei der Umsetzung von Reparando bisher die größten Herausforderungen?

Eine große Herausforderung war es sicherlich, den selbst gesetzten Ansprüchen gerecht zu werden. Wir wollten von Anfang sehr schnell wachsen, allerdings niemals zu Lasten der Kundenzufriedenheit. Das ist gerade am Anfang nicht immer einfach und man muss extrem priorisieren. Allerdings konnten wir Dank der aktiven Unterstützung von Peter und Feliks viele unserer Herausforderungen recht gut meistern, da die beiden viele der Problematiken aus eigener Erfahrung kannten.

lauraliebt.de

Es gibt ja mittlerweile viele, meist lokal aktive Smartphone-Reparaturanbieter. Wo seht ihr eure Schwerpunkte und Alleinstellungsmerkmale in der Positionierung gegenüber anderen Anbietern?

Wir heben uns im Wesentlichen durch drei Dinge ab. Zum einen bieten wir im Gegenteil zu lokalen Ladengeschäften unseren mobilen Vor-Ort-Service an. Das heißt, wir kommen zum Kunden nach Hause oder ins Büro und reparieren das Gerät innerhalb von 45 Minuten beim Kunden vor Ort. Somit können wir dem Kunden die schnellstmögliche Reparatur seines Handys ermöglichen. Zudem kann der Kunde bei der Reparatur dabei sein, was insbesondere bei vertraulichen Daten sehr geschätzt wird.
Im Unterschied zu lokalen Anbietern sind wir als deutschlandweite Smartphone-Reparatur Marke zudem überregional aktiv. Das kommt natürlich bei Unternehmenskunden mit mehreren Standorten besonders gut an, da man in jeder Stadt auf das gleiche Unternehmen vertrauen kann.
Weiterhin heben wir uns durch unsere Prozessqualität ab. Vom Einkauf bis zur Rechnungsstellung achten wir auf eine weit überdurchschnittliche Prozessqualität, was die Anzahl der Reklamationen sehr niedrig hält und eine überdurchschnittlich hohe Kundenzufriedenheit ermöglicht.

Ihr seid kürzlich extra nach Stuttgart gezogen, um Reparando an den Start zu bringen. Warum habt ihr Euch für Stuttgart als Standort entschieden und nicht wie viele andere Startups für Berlin?

Wir glauben, dass es in Deutschland viele tolle Städte gibt um ein Startup zu gründen. Für uns war der klare Vorteil, dass mit Peter und Feliks unsere Gründungsinvestoren hier sind und uns mit ihrem Netzwerk in Stuttgart helfen konnten extrem schnell zu starten. Zudem hatte Vincent sein erstes Unternehmen ebenfalls in der Stuttgarter Region aufgebaut, daher wussten wir bereits, dass wir hier keine Probleme haben werden talentierte und motivierte Mitarbeiter zu finden. Nicht zuletzt war Stuttgart mit seiner hohen Kaufkraft und dichten Besiedlung für die anfängliche Pilot-Phase optimal geeignet. Am Ende des Tages ist es unserer Meinung nach nicht entscheidend, wo man gründet, sondern dass man jeden Tag alles dafür gibt, den höchstmöglichen Nutzen für seine Kunden zu generieren. Das gilt im Valley genauso wie in Berlin oder Stuttgart.

Was möchtet ihr Gründern speziell als Tipp mitgeben, wenn sie in Stuttgart (und der Region) gründen möchten?

Als Einstieg sind sicherlich Veranstaltungen wie das Gründergrillen, die Veranstaltungen am Startup Campus Stuttgart oder das Startup Weekend sehr hilfreich. Darüber hinaus können wir nur empfehlen sich mit möglichst vielen anderen Gründern aus der Region zu treffen und so das persönliche Netzwerk zu erweitern. Was der Region hier sicherlich gut tun würde wäre, wenn mehr Gründungsinteressierte sich zutrauen richtig groß zu denken. Erfolgreiche Startups wie TeamViewer, RegioHelden, fahrrad.de, Hockey App, Smoope oder Mädchenflohmarkt zeigen, dass Stuttgart eine super Stadt ist um erfolgreiche Startups mit großen Visionen aufzubauen. Wenn jeder Gründer hier täglich Gas gibt um das Maximum aus sich selbst und seinem Unternehmen herauszuholen werden wir bald noch viele weitere vielversprechende Startups aus Stuttgart sehen.

Angenommen ihr hättet die Chance einen Tag lang Bürgermeister von Stuttgart zu sein, was würdet ihr verändern?

Wir würden an diesem Tag alles daran setzen, einen Startup-Beauftragten zu etablieren, der sich ausschließlich für die Belange von jungen Unternehmen in der Region einsetzt.

Mit wem würdet ihr gerne einmal essen gehen und warum?

Wir würden gerne mal wieder mit dem gesamtem Reparando-Team essen gehen um uns in Ruhe mit allen Mitarbeitern auszutauschen, deren unglaublichen Einsatz wir sehr zu schätzen wissen.

Wo seht ihr Reparando heute in fünf Jahren?

Momentan fokussieren wir uns sehr stark auf die aktuellen Aufgaben und das Wachstum in den nächsten Monaten. Wir haben extrem ambitionierte Pläne mit Reparando und hoffen, dass wir in fünf Jahren unsere großen und wichtigen Ziele weitestgehend erreicht haben. Eines davon ist, dass wir möglichst vielen Menschen geholfen haben wollen, ihr Smartphone als unverzichtbaren täglichen Begleiter schnellstmöglich wieder einwandfrei nutzen zu können.

Vielen Dank für das interessante Interview und weiterhin viel Erfolg!

Das Interview wurde von Michael Aechtler geführt.
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Herzlichen Glückwunsch zum nun bekannt gewordenen Exit der RegioHelden an die Ströer Digital Media GmbH. Kam die Gelegenheit zu dem Deal eher spontan oder war er lange geplant? Was ist die Geschichte hinter dem Deal?

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Vielen Dank. Spontan war das nicht. Wir reden mit Ströer schon seit ca. 1,5 Jahren. Dieser kam damals über einer unserer Beiräte. Im Januar diesen Jahres haben wir die Gespräche intensiviert. Im Februar haben wir dann einen operativen Test durchgeführt und Mitarbeiter von Ströer haben unsere Produkte mit zu ihren Kunden genommen. Es lief gut, so dass wir das im März / April weiter gesprochen haben. Anfang Mai hat dann die heiße Phase begonnen. Ab dann ging es relativ schnell. Innerhalb von weniger als 6 Wochen haben wir den Deal über die Bühne gebracht.

Kannst Du bzw. magst Du etwas zu den Details des Deals verraten? Zum Beispiel über die Höhe der Summe, die RegioHelden nun von Ströer erhalten hat und was mit der Geschäftsführung und den Mitarbeitern passiert?

Zur Höhe kann ich nichts sagen. Nur dass es für alle Beteiligten ein sehr guter Deal ist. Für Ströer, die nun ihr lokales Geschäft erweitert haben natürlich ebenso. Was die Mitarbeiter angeht, werden natürlich alle weiter beschäftigt. Der Deal wurde nicht gemacht um Kosten zu sparen, sondern um den Umsatz und den Kundenstamm auszubauen und die Vertriebsstärke von Ströer zu nutzen. Aus diesem Grund bleibt auch die gesamte Geschäftsführung weiter im Unternehmen. Wir haben vor Großes zu erreichen. Und das gemeinsam mit Ströer. Deswegen bin ich auch weiterhin beteiligt und halte immer noch 10% an RegioHelden.

Wie sehen dabei die konkreten Ziele aus?

Im Prinzip haben wir dasselbe Ziel wie vor dem Deal auch. Wir wollen die Branchenbücher und Tageszeitungen ersetzen und regionalen Unternehmen die Vermarktung im Internet ermöglichen. Früher hatte der lokale Friseur nur die Möglichkeit in gelben Büchern zu werben oder Anzeigen in lokalen Tageszeitungen zu schalten. Heute muss er ins Internet. Und gemeinsam mit Ströer wollen wir hier national die Nummer 1 werden. Wir wollen ein Business schaffen, das in der Lage ist einen dreistelligen Millionenbetrag umzusetzen. Ströer ist ein sehr großes Unternehmen, welches bereits in der Außenwerbung bewiesen hat, dass es dazu in der Lage ist. Nun gilt es, dies auch im Bereich der regionalen Digitalvermarktung zu erreichen.

Wie wichtig war das Ambrozy Netzwerk? (Anmerkung de Redaktion: Gemeint ist Peter Ambrozy, Co-founder von edelight, Mädchenflohmarkt usw.)

Peter war stark involviert, hat auch in den Verhandlungen geholfen und mich als Sparringspartner unterstützt. Er kennt auch die beteiligten Personen von Ströer, mit dem wir verhandelt haben und hat uns hier natürlich unterstützt.

War der Standort Stuttgart für den Deal relevant?

Für den Deal hatte der Standort keine direkte Relevanz, da wir sowieso Deutschlandweit unterwegs sind. Ströer sitzt in Köln, wir in Stuttgart. Da gibt es sicher schlechtere Zugverbindungen.

Ein Exit in der Größe ist in Stuttgart noch kein Alltag. Was glaubst Du ist nötig, damit es in Stuttgart mehr solcher Exits geben wird?

Grundsätzlich ist es ein einfaches Zahlenspiel. In Berlin finden viele Deals statt, weil es einfach auch viele Startups gibt. Stuttgart hat hier klar Nachholbedarf.

Also meinst Du nicht, dass es Stuttgart z.B. an einer Infrastruktur für Startups fehlt?

Nein, sicher nicht. Ich glaube nicht, dass solche Deals nicht öfter vorkommen, weil es an einer Infrastruktur fehlt oder Kontakte mangeln. Das Gründungsverhalten ist noch zu schwach. Vielleicht geht es den potenziellen Gründern hier zu gut. Sie gehen nach dem Studium zu Porsche, IBM, Daimler oder sonst einem der vielen großen Konzerne in der Gegend, statt selbst zu gründen.

Siehst Du Dich selbst in Zukunft als Business Angel?

Das ist nicht ausgeschlossen, aber ich werde keinen Fokus darauf haben. Ich bin natürlich nach wie vor zu 120% für die Helden aktiv. Nebenbei habe ich ein paar kleine Investments, wie z.B. bei Mädchenflohmarkt und werde in naher Zukunft noch eine neue Beteiligung in Stuttgart eingehen. Natürlich auch im Internet-Bereich. Aber ich denke, dass Fokus ein wichtiges Thema ist. Sollte in Stuttgart etwas Interessantes auftauchen, schaue ich mir das natürlich an und unterstütze wo ich kann.

Gibt es denn momentan Startups in Stuttgart, die für dich interessant sind?

Natürlich ist Mädchenflohmarkt super spannend (lacht). Von Maria, Thorsten und dem Team wird man noch einiges hören.

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg weiterhin mit RegioHelden!

Ein Jahr nach dem ersten Stuttgarter NEXT Pre-Accelerator Programm lassen zwei Teams ihre Erfahrungen Revue passieren. Im zweiten Teil reflektiert das Team von Agenturmatching.

Was macht Agenturmatching?

Mit Agenturmatching ist die Agentursuche endlich einfach. Auftraggeber finden auf einen Blick alle entscheidenden Informationen (Expertise, Erfahrung, Persönlichkeit) über eine Agentur (bspw. Werbung, PR, Digital) und können so direkt entscheiden, welche Agenturen für ihre individuellen Ansprüche infrage kommen. Wir sind drei Gründer (Christine Tesch, Axel Roitzsch, Sophie Schade) und arbeiten dank der Exist­-Förderung seit April 2014 in Vollzeit an Agenturmatching. Derzeit erweitern wir unser Team. Wenn du unser Startup spannend findest und mit anpacken möchtest, dann melde dich bei uns.

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Was hat sich seit NEXT bei euch getan?

Ende März haben wir die Beta­Version von Agenturmatching gelauncht und sind überwältigt von der positiven Resonanz, täglich melden sich neue Agenturen auf unserer Plattform an. Bis dahin war es ein spannender Weg: Nach der konkreten Identifizierung des Problems mithilfe zahlreiche Kundeninterviews entwickelten wir eine erste Lösung. Diese war allerdings suboptimal weshalb wir die Richtung verändert und eine neue Lösung entwickelt haben (sog. Pivot). Diesmal haben wir eng mit unseren Kunden zusammengearbeitet (je 6 Pilotkunden auf Agentur­- sowie Unternehmensseite) und haben den heutigen Produktstand iterativ entwickelt. Nach der technischen Umsetzung folgte der Beta­Launch und die Gründung unserer eigenen GmbH.

Wie hat NEXT euren Alltag beeinflusst?

Wir standen damals noch ganz am Anfang. Unser Exist­-Förderjahr hatte gerade begonnen. EXTt hat unseren Blick in Richtung Lean Startup geschärft. Wir gingen davon aus, zügig mit der Programmierung loslegen zu können – bei NEXT wurde uns dann aber Prototyping ans Herz gelegt um herauszufinden, ob wir auch das richtige vorhaben. Es galt also lieber erstmal das Produkt aufzuzeichnen bzw. ein Mockup zu erstellen und dazu Feedback von Kunden einzuholen, bevor umsonst teurer Code geschrieben würde. So startete die Programmierung dann erst im Januar dieses Jahres. Das Prinzip des “Vorher-­Testens” haben wir verinnerlicht.

Inwieweit haben euch die Kontakte zu Startups und Mentoren weitergeholfen?

Bei NEXT haben wir eine Mentorin gefunden, die unser Team seitdem begleitet. Regelmäßig diskutieren wir den aktuellen Stand und akute Fragen. Die Sicht von außen wirft Gedanken auf oder zeigt uns Lösungswege für Probleme, die man als Gründer manchmal selbst nicht mehr im Blick hat. Das hilft zum einen fokussiert zu bleiben, zum anderen stärkt es den Rücken in kritischen Momenten. Auch der gegenseitige Wissens­ und Erfahrungsaustausch mit den anderen Startups ist immer wieder wertvoll.

Sophie-Barabara

Welchen entscheidenden Meilenstein hat NEXT beeinflusst und in welcher Weise?

Ohne die Lean­-Lektionen von NEXT hätten wir die Notwendigkeit unseres Pivots wohl nicht so schnell erkannt und diesen dann so selbstbewusst gemeistert. Wir wissen nun, worauf es ankommt: konstante Gespräche mit unserer Kundengruppe. Da wir einen zweiseitigen B2B-­Markt bedienen, liegt die größte Herausforderung darin ein Produkt zu entwickeln, das für beide gleichermaßen von Nutzen ist. Die Kunst dabei ist, die Bedürfnisse erst einmal genau zu kennen. Diese herauszufinden hat uns NEXT gelehrt.

Wenn euch ein Startup fragt, ob es an NEXT teilnehmen soll ­- was hättet ihr zu erzählen?

Auf jeden Fall mitmachen! Innerhalb von 5 Wochen zeichnet sich schon sehr genau ab, ob die aktuelle Geschäftsidee den Nagel auf den Kopf trifft. Wenn nicht, ist man bestens gerüstet um genau das zu erreichen. Durch das wöchentliche 4-­Augen­-Feedback von den Mentoren, die Impulsvorträge für die Aufgabe der nächsten Woche und den Austausch des aktuellen Stands mit den anderen Startups, entsteht eine Dynamik, die einen schneller voran bringt als mehrere Monate allein vor sich hin zu arbeiten.

Vielen Dank für die spannenden Einblicke und weiterhin viel Erfolg!
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Bildquelle: Agenturmatching

Ein Jahr nach dem ersten Stuttgarter NEXT Pre-Accelerator Programm lassen zwei Teams ihre Erfahrungen Revue passieren. Im ersten Teil reflektiert das Team von WeTrack.

Was macht WeTrack?

Die FahrerApp von WeTrack hilft Lieferservices dabei, die Routen ihrer Fahrer zu optimieren. Auf diese Weise können Bestellungen effizienter bearbeitet und die Auslastung erhöht werden. Gleichzeitig steigt die Zufriedenheit der Kunden aufgrund von transparenten Wartezeiten und einer gestiegenen Produktqualität (z.B. transparente und optimierte Lieferzeit). Hinter WeTrack stehen die Gründer Falk, Danilo und Benjamin sowie ein Team aus Studenten und Datenanalysten des KIT (Karlsruher Institut für Technologie).

Team_WeTrack

Was hat sich seit NEXT bei euch getan?

Zum Start von NEXT war eine erste Version der FahrerApp bereits online und wir hatten mit der Sales-­Phase begonnen. Im Zuge des Programms sind wir dann aber nochmal einen Schritt zurückgegangen um eine weitere intensive Reihe an Kundeninterviews zu führen. Ergebnis war eine detaillierte Segmentierung, die uns geholfen hat, nicht nur die jeweilige Ansprache sondern auch den Nutzen für die Kunden zu verbessern. Derzeit finalisieren wir eine neue Produktversion in ständiger Reflektion mit unseren Pilotkunden und haben nun auch unsere Firma offiziell gegründet.

Wie hat NEXT euren Alltag beeinflusst?

NEXT hat uns dazu veranlasst, auch Kundensegmente abzutasten, die vorher nicht in unserem Fokus standen. Während des regelmäßigen Mentorings haben wir neue Denkweisen kennengelernt und Tools an die Hand bekommen, die uns bei unserer Positionierung helfen. Wir alle wissen nun, dass die Validierung von Hypothesen (z. B.: Besteht das Problem, das wir lösen können, auch in dem von uns angenommenen Ausmaß?) essentiell ist, um für unsere Kunden auch die Lösung mit dem größten Nutzen zu entwickeln. Außerdem haben wir unsere zentralen KPIs identifziert und wissen, wie wir diese kontinuierlich messen können und wann wir auf Veränderungen reagieren sollten.

Next-Google

Inwieweit haben euch die Kontakte zu Startups und Mentoren weitergeholfen?

Wir hatten das Glück, auch über NEXT hinaus noch von einem Mentor begleitet zu werden. Er hat uns vor allem bei unserer Herangehensweise an die Produktentwicklung geholfen, da er uns neben der Startup­-Perspektive auch Einblicke in die Abläufe von großen Konzernen (Bosch) geben konnte. Mit einigen Startups stehen wir immer noch in engem Kontakt. Da wir alle aus verschiedenen Branchen kommen, können wir uns gegenseitig unterstützen und von den Kompetenzen der anderen lernen. Solche Synergien sind gerade zu Beginn von unschätzbarem Wert. Zudem war einer der Mentoren so begeistert von uns und der Idee, dass er zu einem festen Teammitglied geworden ist.

Welchen entscheidenden Meilenstein hat NEXT beeinflusst und in welcher Weise?

Mithilfe der Lean ­Startup-­Methoden haben wir unsere bisherige Vorgehensweise kritisch hinterfragt und entsprechend angepasst. Der so genannte Build-­Measure-­Learn­-Zyklus ist dabei zu einem zentralen Element geworden. Wir machen also kontinuierliche Feature­Tests, holen uns dazu Feedback von unseren Pilotkunden ein und ziehen daraus wertvolle Schlüsse für die nächste Testphase. So kommen wir in großen Schritten unserem Ziel näher, für unsere Kunden das beste Produkt zu entwickeln. Durch den direkten Kontakt sind außerdem auch Ideen für weitere Geschäftsmodelle entstanden, die sich mit unserem Kerngeschäft, der Routenoptimierung verbinden lassen.

Wenn euch ein Startup fragt, ob es an NEXT teilnehmen soll, was hättet ihr zu erzählen?

Wenn jemand an seiner eigenen Idee arbeitet, ist der Lean ­Startup­-Ansatz unserer Meinung nach der richtige Weg. Dadurch taucht man tief in seine Materie ein und bekommt auch durch die Mentoren eine völlig neue und vor allem neutrale Sichtweise auf die Dinge. Da werden dann Annahmen und Vorgehensweisen nochmal komplett auf die Probe gestellt. Wir sind überzeugt, dass Programme wie NEXT entscheidende Weichen für eine erfolgreiche Unternehmensgründung stellen.

Vielen Dank für die spannenden Einblicke und weiterhin viel Erfolg!
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Bildquellen: WeTrack

Diese Woche haben wir unsere 10 Fragen Sarah Haide und Clemens Walter von MyCouchbox gestellt, die monatliche Aboboxen mit süßen und herzhaften Snacks direkt in die deutschen Wohnzimmer liefern.

Wer seid ihr und welches Produkt oder Dienstleistung bietet ihr an?

Hallo! Wir sind MyCouchbox und versenden Süßigkeiten und Snacks wie Schokolade, Kekse und Gummizeugs. Ebenso auch mal besondere Überraschungen. Die MyCouchbox erscheint jeden Monat neu und wird von unserem Team direkt mit den vielen Herstellern da draußen treffsicher zusammengestellt. Bis zum Eintreffen beim Kunden ist die Zusammenstellung jeder Monatsbox ein Geheimnis. Da der Empfänger nicht weiß was dort drin ist, wecken wir so bis zur Ankunft und dem gespannten Auspacken den kleinen Entdecker in jedem unserer Kunden. Der Käufer probiert sich dann durch alle Produkte durch und kann diese auf unserer Webseite bewerten.

Seit wann gibt es Euch als Unternehmen und wie seid ihr auf die Gründungsidee gekommen?

Die Idee basiert auf einer Geschichte aus der Studienzeit. Clemens Mutter hat ihm immer selbstgepackte Pakete mit Socken, Handschuhen, Praktischem und eben Süßes geschickt. Das hat ihm durch den finanziell kargen Alltag geholfen und ist als Erinnerung haften geblieben. Da uns E-Commerce schon immer fasziniert hat, haben wir diese beiden Dinge kombiniert und die Idee der MyCouchbox entstand. Genauer gesagt haben wir die Entscheidung zum Start Ende November 2013 getroffen, schon sechs Wochen später war der Launch. In dieser Zeit haben wir die erste Seite „zusammen geklebt“, die Boxen im Wohnzimmer gepackt, Hersteller angerufen und bei der Umsetzung vieler notwendigen Dinge einfach improvisiert.

MyCouchBox_Logo

Was habt ihr vorher gemacht und wie habt ihr als Team zueinander gefunden?

Vor dieser Zeit waren wir in verschiedenen Unternehmen klassisch fest angestellt und wussten dabei immer, dass wir eigentlich gründen wollten. Wir nennen es gerne „bewusstes Gründen“. Zuerst haben wir es mit dem Startup „BuyOrBurn“ versucht. Das war eine Shopping App für gemeinsame Kaufentscheidungen im Freundeskreis. Die Startphase war klasse und sehr lehrreich. Wir haben z.B. Preise wie den „BW Goes Mobile Award“ gewonnen. Auch wenn der echte Launch der App nicht zustande kam, haben wir als Team zueinander gefunden und Methoden erarbeitet, beim nächsten Projekt noch besser und v.a. schneller zur praktischen Umsetzung zu kommen.

Was waren bei der Umsetzung von MyCouchbox bisher die größten Herausforderungen?

Erst einmal sind wir bis heute zu 100% selbst finanziert, sprich Bootstrapping pur. Das bedeutet natürlich die totale finanzielle Askese, die sich nur durch Nebenjobs aufrechterhalten ließ. Denn jeder Umsatzeuro wurde zum Re-Investment bei MyCouchbox belassen. Sarah und ich haben bspw. bei den RegioHelden interimsweise die Personalabteilung mit aufgebaut. Zudem sind wir sehr schnell gewachsen, sodass z.B. der Shop ständig angepasst werden musste. Wir möchten die Qualität hochhalten und unsere Kunden mit zufriedenstellender Ware versorgen. Unsere Strategie ist daher sehr vertriebsorientiert ausgerichtet, also viel Arbeit und ständige eigene Leistungskontrolle. Wir folgen den Regeln von Lean Startup. Jeder der das Buch kennt, kann sich vielleicht vorstellen, was da auf einen zukommt.

Wie sieht es eigentlich mit Wettbewerbern aus? Wo seht ihr eure Schwerpunkte und Alleinstellungsmerkmale in der Positionierung gegenüber diesen Anbietern?

Wie es unser André gerne zu sagen pflegt „Come on, we´re MyCouchbox!“. Im Ernst, wir sind eine Box für den kleinen Hunger zwischendurch. Sei es im Büro oder abends auf der Couch. Andere Food-Boxen Anbieter nehmen sich z.B. dem Kocherlebnis in der Küche an. Das ist mal der grundsätzliche Unterschied. Direktere Wettbewerber sind Firmen wie „Brandnooz“ oder „Degustabox“. Es gibt also schon große Player, jedoch in einem sehr großen Markt. Denn gerade die Food-Branche hat einen hohen Innovationsdruck, um ständig neue Kunden zu gewinnen. Ein Modell wie unseres muss daher gar nicht nur einige wenige Vertreter im Markt haben. Durch beispielsweise guten Kundenservice und eine treue Community schaffen wir ein Gesamtpaket, das uns als Anbieter attraktiv macht.

MyCouchbox_Buero

Warum habt ihr Euch für Stuttgart als Standort entschieden und nicht wie viele andere Startups für Berlin?

Wir wohnen hier und das auch sehr gerne. Das Land Baden-Württemberg bietet sehr attraktive Standorte, top ausgebildete Leute, die ebenfalls hier bleiben wollen sowie die für uns wichtigen und richtigen Infrastrukturen. Nach Berlin zu gehen macht sicherlich theoretisch Sinn, aber unser großartiges Team ist eben hier zusammen gekommen und fest verwurzelt. Abgesehen davon gibt es hier noch riesige Potenziale in der Szene. Alleine deshalb müssen wir die Fahne mit hochhalten!

Was möchtet ihr Gründern speziell als Tipp mitgeben, wenn sie in Stuttgart (und der Region) gründen möchten?

„Sales is almost everything“ heißt es in den USA nicht ganz umsonst. Ganz persönlich sollte jeder Gründer Sales machen oder dieses zumindest lernen. Deshalb macht es einfach! Wir haben auf Events wie dem Gründergrillen wertvolles Networking betrieben, haben andere Gleichgesinnte getroffen. Ganz wichtig sind auch die Demut und der Fokus. Macht genau das Eine zu 100% und dabei keine Kompromisse. Außerdem sollte jeder das Buch „Lean Startup“ von Eric Ries gelesen haben und danach seine nächsten Schritte für sich ableiten.

Angenommen ihr hättet die Chance einen Tag lang Bürgermeister von Stuttgart zu sein, was würdet ihr verändern?

Ein riesiges „Beta-Coworking – Wir verändern die Welt“ Haus umsetzen. Unternehmertum muss hier vor Ort gefördert werden, auch ein moderneres Verständnis davon. Eine Gründung ist eine außergewöhnliche Erfahrung, die sich im Kreise von Gleichgesinnten zu fantastischen Ergebnissen führen lässt. Wir würden versuchen noch besser die Weichen für die fortschreitende Digitalisierung zu stellen. Digital ist sicher die Zukunft, vielmehr aber auch schon eine tagesaktuelle volkswirtschaftliche Kraft. Als Bürgermeister würde ich aber auch mehr E-Bikes zur Miete hinstellen. Bei dem Verkehr könnte das vielleicht weniger Stau bedeuten. Außerdem könnte es vielen Menschen Zeit und Nerven sparen.

Mit wem würdet ihr gerne einmal essen gehen und warum?

Unternehmerisch betrachtet zähle ich einfach mal auf: Mark Zuckerberg, Larry Ellison, Karl Icahn, Oli Samwer, Constantin Bisanz und sehr, sehr gerne mit dem Dalai Lama. Menschen mit Visionen, die das lieben und leben woran sie glauben. Die Liste könnte ich jetzt noch ewig fortsetzen.

Wo seht ihr MyCouchbox heute in fünf Jahren?

Wir arbeiten stetig daran zu wachsen, ohne dass uns irgendwann das Fundament wegbröckelt. Deswegen ist es unser Ziel in ein paar Jahren so wie wir heute sind dazustehen, nur noch besser in den Märkten etabliert und dennoch mit derselben Leidenschaft und Power angetrieben. Fünf Jahre mögen lange hin sein, aber sicher ist auf jeden Fall, dass auch dann noch viele Leute zwischendurch Süßes und Snacks naschen werden.

Vielen Dank für das interessante Interview!

Diese Woche haben wir unsere 10 Fragen an das Team an Hoomn gestellt, die mit ihrer App ein interaktives, lokales schwarzes Brett kreiert haben.

Wer seid ihr und welches Produkt oder Dienstleistung bietet ihr an?

Wir, das sind Tobias, Manuel, Shahvez und Paul. Gemeinsam haben wir die App “hoomn” [ho:mn] (abgeleitet von “human”) entwickelt. Die App funktioniert wie eine Art interaktives schwarzes Brett. Auf einer öffentlichen Pinnwand kann jeder vollkommen anonym seine Fragen, Angebote oder Gesuche posten. Zur Kontaktaufnahme steht ein privater 1-zu-1 Chat zur Verfügung. Und das Beste dabei, die App funktionert hyperlokal: Nutzer legen ihren Standort fest und sehen dann nur nur die Posts aus der unmittelbaren Umgebung sehen.

Seit wann gibt es Euch als Unternehmen und wie seid ihr auf die Gründungsidee gekommen?

Die Entwicklung von hoomn haben wir im Frühjahr letzten Jahres begonnen. Richtig in die heiße Phase ging es dann ab November. Nach einer ausführlichen Beta-Testphase sind wir dann Anfang Februar live gegangen. Die Gründungsidee ist auf einem Städtetrip entstanden. Wir haben uns gefragt wie wir am Besten an lokale Tipps kommen, die nicht in einer Touristenfalle enden. Oft haben wir die Erfahrung gemacht, dass die spannendsten Tipps von Menschen kommen die man einfach auf der Straße anspricht. Daher die Idee zu einer standortbezogenen Austauschplattform.

Darüber hinaus haben wir uns über den Registrierungszwang und den damit verbundenen Datenstriptease auf quasi jeder Internet-Plattform geärgert. Wenn man einen anderen Menschen irgendwo im realen Leben kennenlernt, dann baut man ja normalerweise auch erst ein Vertrauensverhältnis auf bevor man seine persönlichen Daten weiter gibt. Daher funktioniert hoomn vollständig anonym, es ist keine Registrierung notwendig und es werden somit keine personenbezogenen Daten gesammelt und ausgewertet!

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Was habt ihr vorher gemacht und wie habt ihr als Team zueinander gefunden?

Tobias ist bereits ein erfahrener Unternehmer und Software-Entwickler. Er hatte die Idee und entwickelte das vollständige Backend. Nach der Entwicklung des ersten Prototypen ist Manuel (Sohn von Tobias) hinzugestoßen, der wiederum Paul und Shahvez an Bord holte. Paul und Manuel haben zusammen in München studiert während Shahvez und Manuel sich während der gemeinsamen Zeit bei Rocket Internet auf den Philippinen kennengelernt haben. Insgesamt haben wir eine hervorragende Mischung aus Erfahrung, technischem Know-How und jugendlichem Enthusiasmus.

Was waren bei der Umsetzung von hoomn bisher die größten Herausforderungen?

Die größte Herausforderung war sicherlich die App übersichtlich und einfach, gleichzeitig aber cool zu gestalten. Ein potentieller Nutzer muss die App innerhalb von wenigen Sekunden verstehen und trotzdem genug Spaß bzw. Nutzen haben um immer wieder zu kommen. Die zweite große Herausforderung ist es eine kritische Masse an Nutzern in jeder Stadt zu erreichen.

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Der Social Networking-Bereich wird ja stark von Facebook und einigen anderen Plattformen und Apps dominiert. Wo seht ihr eure Schwerpunkte und Alleinstellungsmerkmale in der Positionierung gegenüber diesen Anbietern?

Natürlich bewegen wir uns in keinem einfachen Bereich. Wir verstehen uns allerdings bewusst nicht als soziales Netzwerk. hoomn ist eine Kommunikationsplattform auf der sich Menschen austauschen können, die sich nicht kennen. Wenn ich meine Freunde oder Bekannte kontaktieren will, dann nutze ich WhatsApp oder Facebook. Wenn es aber darum geht unbekannte Personen aus meiner Umgebung zu kontaktieren, dann bietet hoomn eine Reihe von entscheidenden Vorteilen.

Erstens ist hoomn hyperlokal. Mit Hilfe des Suchradiuses kann ich zum Beispiel festlegen, dass ich nur Post aus meiner unmittelbaren Nachbarschaft sehen will (und nicht automatisch aus einer ganzen Stadt). Zweitens handelt es sich um eine anonyme App ohne Registrierung und persönlichen Datenstriptease. Das vereinfacht auf der einen Seite den schnellen Einstieg, gibt Nutzern aber auch die Möglichkeit sich der Dauerüberwachung von Facebook und anderen Datenkraken zu entziehen. Drittens ist unsere App für den mobilen Gebrauch optimiert. Es gibt aus unserer Sicht kein anderes Produkt im Markt, das dieselbe Übersichtlichkeit und intuitive Bedienung bietet wie hoomn.

Warum habt ihr Euch für Stuttgart als Standort entschieden und nicht wie viele andere Startups für Berlin?

Wir haben uns für Stuttgart entschieden, weil wir hier auf eine bestehende Infrastruktur und noch viel wichtiger auf ein bestehendes Entwickler-Team zugreifen können. Außerdem hat Stuttgart im Gegensatz zu schnelllebig Städten wie Berlin den Vorteil, dass die Loyalität der Mitarbeiter deutlich größer ist. Zusätzlicher Vorteil ist, dass wir uns als Gründerteam voll und ganz auf die Weiterentwicklung unseres Produktes konzentrieren können und nicht ständig durch irgendwelche Konferenzen, Meetups oder Podiumsdiskussionen abgelenkt werden.

Was möchtet ihr Gründern speziell als Tipp mitgeben, wenn sie in Stuttgart (und der Region) gründen möchten?

Vernetzt euch frühzeitig mit anderen Gründern in der Region! Kontakte sind neben einem klasse Produkt das A und O eines erfolgreichen Startups. Auch wenn man in Stuttgart eher auf konservatives Publikum trifft bietet die Stadt doch auch ihre Chancen. Nutzt sie!

Hoomn_team

Angenommen ihr hättet die Chance einen Tag lang Bürgermeister von Stuttgart zu sein, was würdet ihr verändern?

Definitiv die Verkehrssituation! Eine reinste Katastrophe. Darüber hinaus würde ich darauf dringen, dass an allen Universitäten Entrepreneurship-Center eingerichtet werden, Start-Up Wettbewerbe fördern und einen eigenen Fördertopf für junge Unternehmen aus Stuttgart einrichten. Außerdem würde ich mir viele junge unternehmerisch denkende Köpfe ins Boot holen, die der Stadtverwaltung Dampf machen.

Mit wem würdet ihr gerne einmal essen gehen und warum?

Dieter Zetsche. Wir würden gerne mit ihm mögliche Business Anwendung von hoomn im Automobil-Bereich diskutieren. Darüber hinaus ist er eine sehr interessante Persönlichkeit!

Wo seht ihr Hoomn heute in fünf Jahren?

Da sind wir offen und ehrlich. Entweder haben wir es geschafft die App als DIE lokale Kommunikationsplattform in Deutschland zu etablieren oder wir haben das Kapitel hoomn ad acta gelegt. Wir sind überzeugt davon, dass sich eine lokale Lösung etablieren wird. Allerdings befinden wir uns in einem klassischen “The Winner takes it all market”. Wir tun alles dafür, dass wir mit hoomn der Gewinner sein werden.