Gastbeitrag von Birgit Gröger
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Dies Jahr wurde der Gründerpreis der Wirtschaftswoche in neuem Rahmen vergeben. Die Neumacher-Konferenz wurde ins Leben gerufen, bei der Unternehmer, Gründer, Investoren und Mentoren durch eine sehr interessante Mischung aus klassischer Konferenz, Workshops und Dinner sich in ungezwungenen Rahmen vernetzen können.

Die Konferenz hat im Zentrum der Speicherstadt im Hamburger Hafen stattgefunden. Durch das Programm führte der Moderator Ole Tillmann. Zur Eröffnung sprach Roland Tichy, der Chefredakteur der Wirtschaftswoche, darauf folgten spannende Impulsvorträge, zu den Redner gehörten Matthias Hohensee und Ulrich Dietz.
Besonders beeindruckt hat mich der Vortrag von Ulrich Dietz, dem Gründer und heutigen Vorstandsvorsitzendem von GFT Technologies. Er hat uns Einblicke in seinen persönlichen Weg vom Startup bis hin zum heutigen Unternehmen gewährt und seinen Vortrag „life is a rollercoaster“ genannt.

In der anschließenden Diskussion wurde von Roland Tichy, Ulrich Dietz, Prof. Dr. Günter Fatin, Lars Hinrichs, Tobias Kollmann und Stefan Uhrmacher über Gründerzeit und Gründerhype diskutiert. Einblicke in die Denkweise und den Antrieb von Investoren gaben Dr. Michael Brandkamp (Geschäftsführer, High-Tech Gründerfonds Management), Jürgen Hopfgartner (Geschäftsführer, Axel Springer Digital Venture; Gründer, Axel Springer Plug and Play), Dr. Christian Nagel (Mitgründer und Partner, Earlybird) Dr. Guido Sandler (CEO, Bergfürst) und Fabian von Trotha, Geschäftsführer (VHB ventures).

Anschließend stellten sich Startups der Kritik von erfahren Investoren. Unter den Gründern waren Lea-Sophie Cramer, die Gründerin von Amorelie, die einen Sexshop ohne zweifelhaftes Image gegründet hat und Nicolaus Stötter, dem Gründer Morni´Glory, der Männern durch ein günstiges Abomodell den Kauf von Rasierklingen abnimmt. Unter der Moderation von Julia Derndinger (Gründertrainerin und Accelerator Programm Entrepreneurs‘ Organisation) stellten die Gründer ihre Ideen vor und bekamen konstruktives Feedback. Dank der Moderation wurden die Geschäftsmodelle nicht auseinander genommen, sondern Punkte aufgezeigt, an denen die Gründer arbeiten können, um ihre Ideen weiterzubringen. Den Input können sicher einige andere Gründer auch auf ihr Geschäftsmodell transformieren. Der weitere Nachmittag war durch Sessions zu den Themen Teambuilding, Finanzierung, Business Model Engineering und Marketing gefüllt.

Während des Dinners wurden die Nominierten des Gründerpreises vorgestellt: Pflegeschule.de, Changers (Solarenergie-Community), Brooklyn Soap (Naturkosmetik für den modernen urbanen Mann), Iognos (erheben über Mobiltelefone Daten und ermitteln so Vorhersagen), KontextR (integriert Online-Werbung in Texte) und Boxcryptor, die allen, die uns abhören oder Daten mitlesen wollen das Leben mit ihrer Verschlüsselungssoftware schwer machen. Die Jury hat Boxcryptor zum Sieger gekürt. Mit ihrer Verschlüsselungssoftware bedienen sie nicht nur ein hoch brisantes Thema, von dem seit Edward Shnowden bestimmt jeder schon gehört hat, sie haben auch bereits die ersten Wachstumsschritte erfolgreich hinter sich gelassen. Herzlichen Glückwunsch!

[hr]

Über die Autorin

Birgit Groeger
Birgit Gröger ist Co-Gründerin von meine möbelmanufaktur. Bereits während ihres Studiums der Betriebswirtschaft an der Hochschule Rosenheim entwickelte sie gemeinsam mit Ihrem Kommilitonen Sebastian Schips die Idee, das traditionelle Schreinerhandwerk mit digitaler Technik zu verbinden, maßgefertigte Möbel online anzubieten. Vor der Gründung sammelte Birgit wertvolle Erfahrungen als Assistentin der Geschäftsleitung und später als Referentin für Controlling bei der Süddekor GmbH, einem der führenden Spezialisten für die Oberflächenveredelung von Holzwerkstoffen. Auch bei meine möbelmanufaktur ist Birgit die Spezialistin für Finanzen und kümmert sich darüber hinaus vor allem um Marketing und Organisation.

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