Fliegende Autos, Roboter und Music MashMachines – das Pioneers Festival vergangene Woche in Wien hatte wieder einiges zu bieten. Den Organisatoren merkte man ihre Passion für Zukunfts- und High-Tech-Technologien wieder deutlich an. Dieses Jahr waren die Themen gefühlt aber weniger abgefahren als vergangenes Jahr. Das mag auch daran liegen, dass die Konferenz – ach nein, das Festival! – über die Startup- und High-Tech-Liebhaber hinaus immer mehr Leute außerhalb des klassischen Startup-Umfelds anspricht, vor allem auch Vertreter von Großunternehmen und öffentlichen Institutionen. Diese lassen sich von neuen Ideen inspirieren und sind natürlich unter den anwesenden Startups auch auf Kooperations- und Akquisitionssuche.

Die Veranstaltung hat dennoch nichts von ihrem Glanz verloren, was allein schon die beeindruckende Location, die Wiener Hofburg, mit sich bringt. Das Programm war eine gute Mischung aus Panel-Diskussionen, Talks und Workshops. Neben der Ankündigung des fliegenden Autos Aeromobil 3.0 war mein Highlight unter anderem Steli Eftis Talk zum Thema ‚Hustle Hard – Get Your Sales Game to the Next Level’. Wie erwartet gab er super Tipps zum Sales-Prozess und zeigte, dass eine große Portion ‚hustle’ (d.h. ambitioniertes Vorantreiben einer Sache) die guten Vertriebler von den richtig guten unterscheidet. Sein Pro-Tipp zum Verkauf von Produkten oder Services: Ihr solltet solange bei Vertriebskontakten bzw. potenziellen Kunden nachhaken, bis ihr eine Antwort bekommt, auch wenn das manchmal erst nach der 48. E-Mail der Fall ist. Auch Neil Patel, Co-founder von Kissmetrics und Growth Hacker par excellence, hatte einige wichtige Hinweise zum Zahlen getriebenen Marketing für’s Publikum mit im Gepäck.

Im Rahmen der Roasted Startup-Pitches ging es dann sprichwörtlich knackig zu: Ein Team stellte seine Insektenfarm für zuhause vor, mit der man fortlaufend proteinhaltige Snacks züchten kann. Nicht jedermanns Sache, Jason Ball von Qualcomm Ventures ließ es sich dennoch nicht nehmen, beim angebotenen Insektenimbiss zuzugreifen. Die anderen Pitches erschienen mir leider schlecht vorbereitet oder zu ungenau in der Darstellung der Ideen. Deshalb sind mir diese auch nicht im Gedächtnis geblieben.

Am Ende der zwei Tage, die natürlich auch von einigen After Partys und wichtigem Networking mit alten und neuen Bekannten geprägt waren, konnte Oradian die Pioneers Startup Challenge für sich entscheiden. Das Startup aus Zagreb bietet eine Cloud-Software-Lösung für den Transfer von Mikro-Geldbeträgen an und hat zunächst Afrika zu seinem Hauptmarkt erklärt.

Nächstes Jahr wird das Pioneers Festival übrigens bereits vom 28.-29. Mai stattfinden, damit die Gäste auch die beginnenden Sommertage in der österreichischen Hauptstadt genießen können. Die Organisatoren ließen außerdem durchblicken, dass sie einige Outdoor-Aktivitäten um die Hofburg planen. Ich bin schon sehr gespannt und freu mich drauf.

See you next May, Pioneers!

Bildquellen: Dan Taylor/ Heisenberg Media

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  1. […] Fliegende Autos, Roboter und Music MashMachines – das Pioneers Festival vergangene Woche in Wien hatte wieder einiges zu bieten. Auf startup-stuttgart.de habe ich dazu einen kurze Recap geschrieben. […]

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