Landtag Stuttgart

Stuttgart 2030: Diese Visionen vereinen die Startup-Szene der Region

Wie sieht die Zukunft der Wirtschaftsregion Stuttgart aus?

 

Diese Frage steht nicht nur im Zentrum politischer Debatten in Baden-Württemberg, sondern bewegt auch die regionale Startup-Szene. Im Vorfeld der Landtagswahl haben wir unter vision.startup-stuttgart.de Stimmen aus dem Startup-Ökosystem gesammelt. Inzwischen ist die Wahl entschieden, und CDU sowie Bündnis 90/Die Grünen befinden sich in Sondierungsgesprächen.

Umso relevanter ist der Blick auf die Erwartungen der Gründerinnen und Gründer: Welche Impulse braucht die Region wirklich?

Die Auswertung von 67 Stimmen zeigt ein klares Bild – mit überraschend viel Konsens.

 

67 Stimmen aus der Startup-Szene: Fünf klare Zukunftsthemen

Trotz unterschiedlicher Branchen und Perspektiven kristallisieren sich fünf zentrale Handlungsfelder heraus. Sie zeigen, wie Stuttgart bis 2030 zu einer stärkeren Innovationsregion werden kann.

 

1. Starkes Startup-Ökosystem als Grundlage für Innovation

Das meistgenannte Thema: der Ausbau eines echten, leistungsfähigen Startup-Ökosystems in Stuttgart.

Die Szene fordert:

  • mehr Venture Capital in der Region Stuttgart
  • bessere Gründerprogramme und Förderstrukturen
  • stärkere Vernetzung zwischen Startups, Industrie und Investoren

Ziel ist es, Stuttgart als Startup-Standort international wettbewerbsfähiger zu machen und mehr Gründungen in der Region zu ermöglichen.

 

2. Forschung schneller in Innovation übersetzen

Die Region Stuttgart verfügt über eine außergewöhnlich starke Forschungslandschaft – etwa durch Fraunhofer-Institute, die Universität Stuttgart und die DHBW.

Doch viele Stimmen betonen:
Das vorhandene Wissen gelangt noch zu selten und zu langsam in marktfähige Produkte.

Gefordert wird:

  • intensivere Zusammenarbeit zwischen Forschung und Startups
  • schnellere Technologietransfers
  • mehr Ausgründungen aus Hochschulen
 
3. Diversifizierung: Weg von der Automobil-Abhängigkeit

Stuttgart ist traditionell eine der stärksten Automobilregionen Europas. Gleichzeitig sehen viele Startups darin ein Risiko für die Zukunftsfähigkeit.

Die Vision:
Eine breiter aufgestellte Wirtschaft mit Fokus auf Zukunftsbranchen wie:

  • Batterietechnologie
  • Software und Digitalisierung
  • Robotik
  • Climate Tech

Die Transformation hin zu einer diversifizierten Innovationsregion gilt als entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit bis 2030.

 
4. KI und Deep Tech als Schlüsseltechnologien

Ein weiteres zentrales Thema: die gezielte Förderung von Künstlicher Intelligenz und Deep Tech.

Die Region bringt dafür ideale Voraussetzungen mit:

  • starke Ingenieurstradition
  • etablierte Industrieunternehmen
  • wachsendes Tech-Ökosystem

Die Forderung: Stuttgart soll sich als führender Standort für KI, Robotik und Automatisierung positionieren.

 
5. Digitale Verwaltung als Standortfaktor

Neben technologischen Themen wird auch die Rolle der Verwaltung klar adressiert.

Startups wünschen sich:

  • weniger Bürokratie
  • vollständig digitalisierte Prozesse
  • schnellere Genehmigungen

Eine moderne Verwaltung wird zunehmend als entscheidender Wettbewerbsfaktor für Innovationsstandorte gesehen.

 

Politik und Startup-Szene: Große Schnittmengen – offene Umsetzung

Die Ergebnisse zeigen: Viele Forderungen der Startup-Szene überschneiden sich mit politischen Zielsetzungen.

Mit den laufenden Sondierungsgesprächen zwischen CDU und Bündnis 90/Die Grünen rückt nun die Frage in den Mittelpunkt:
Wie schnell und konsequent lassen sich diese Visionen umsetzen?

Denn klar ist:
Die Transformation der Region Stuttgart erfordert nicht nur Strategien, sondern konkrete Maßnahmen – und ein enges Zusammenspiel zwischen Politik, Wirtschaft, Forschung und Gründerszene.

 

Stuttgart 2030: Jetzt zählt die Umsetzung

Die 67 gesammelten Stimmen liefern ein deutliches Signal:
Die Startup-Szene weiß, was sie braucht – und ist bereit, die Zukunft der Region aktiv mitzugestalten.

Jetzt liegt es an Politik und Institutionen, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen.

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