Startup Spotlight: 100TEETH

Mehr Demokratie wagen – wie viel Erneuerung verträgt unser politisches System?

 

Am 8. März wählen die Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg eine Partei. Wahlen sind ein zentrales Element unserer repräsentativen Demokratie und bilden die Grundlage politischer Entscheidungsprozesse. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob dieses System die gesellschaftliche Vielfalt und Dynamik unserer Zeit noch ausreichend widerspiegelt.

 

Henri Nathanson, Gründer des Startups 100TEETH und Initiator des „Freien Parlaments“, greift genau diese Fragestellung auf. Sein Ansatz versteht sich als soziales Experiment, das bestehende Wahlmechanismen hinterfragt und neue Formen politischer Beteiligung erprobt.

 

Im Zentrum steht die Idee, klassische Legislaturperioden zu überwinden. Bürgerinnen und Bürger sollen ihre Stimme nicht nur in festgelegten Abständen, sondern jederzeit neu vergeben können. Ebenso würde die Fünf-Prozent-Hürde entfallen, um politische Teilhabe breiter und niederschwelliger zu ermöglichen.

 

Das „Freie Parlament“ basiert auf einem digitalen, dezentral organisierten Modell. Teilnehmende können wählen, abwählen oder selbst kandidieren – themenbezogen und mit klar formulierten Anliegen. Ziel ist eine kontinuierliche, flexible Mitbestimmung, bei der kollektive Intelligenz als Entscheidungsgrundlage dient.

Der Impuls aus der Startup-Szene zeigt, wie unternehmerisches Denken auch politische Prozesse neu interpretieren kann. Offenheit für Experimente, digitale Infrastruktur und iterative Weiterentwicklung stehen dabei im Mittelpunkt. Das Projekt versteht sich als Einladung, Demokratie nicht nur als festes System, sondern als gestaltbaren Prozess zu begreifen. Testet es am besten kostenlos selbst unter www.100teeth.com.

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