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10 Fragen an Markus Kleber von Die Ligen

Diese Woche haben wir unsere 10 Fragen Markus Kleber von Die Ligen gestellt. Warum es wichtig ist, da zu gründen, wo die Kunden und das Geld sitzen und was Markus als Bürgermeister von Stuttgart neben dem Bau von Radwegen noch alles vor hätte, das lest ihr im Folgenden.

Wer bist Du und welches Produkt bietet ihr an?

Ich bin Markus Kleber, Mitgründer der Ligen GmbH und zusammen mit Timo Luippold Geschäftsführer. Unser Produkt: Videos – egal wann, egal wo und zeitgleich an vielen Orten. Wir sind ein großes Amateur-Filmer-Netzwerk. Unsere CAMCORDER CREW, ist in der Lage durch kurze Wege und schlanke Prozesse schnell und flexibel Veranstaltungen zu filmen – in Deutschland und Europa. Dadurch haben wir es geschafft, fast alle deutschen Profi-Clubs der ersten drei Fußball-Ligen als Kunden im Bereich Video-Scouting und Web-TV zu gewinnen. Unsere Firma ist auf 8 Feste und 35 Teilzeitkräfte angewachsen, darüber hinaus arbeiten wir mit rund 100 freiberuflichen Filmern zusammen.

Seit wann gibt es euch als Unternehmen?

GmbH-Gründung war im September 2008. Die Idee und die ersten Schritte schon ab 2006.

Logo Ligen

Wie bist Du bzw. ihr auf die Gründungsidee gekommen?

Mit dem ersten DSL Anschluss, dem damit verbundenen schnellen Internet und den ersten Videos die wir 2005 im Netz sahen wurde uns klar, dass das etablierte Film- und TV-Geschäft Konkurrenz von der Basis bekommen wird. Da wollten wir dabei sein.

Was habt ihr vorher gemacht und wie habt ihr als Team zueinander gefunden?

Das erste Gründerteam hat sich an der Hochschule Pforzheim, wo wir studierten, gefunden und hat sich 2009 wieder aufgelöst. Mit neuem Anlauf und neuem Team konnte dann der Durchbruch gelingen.

Was waren bei der Gründung von Die Ligen die größten Herausforderungen?

Die Entfernung aus Berlin zu Mitgründern in München und die Entfernung zu Kunden (meist in BaWü). Zudem mussten wir ohne externes Kapital klarkommen, was am Ende ein großer Vorteil war. Schließlich kam der Prosumer-Markt langsamer in Schwung als wir uns das vorgestellt hatten.

Screenshot_Ligen

Warum habt ihr euch für Stuttgart als Standort entschieden und nicht wie viele andere Startups für Berlin?

Wir haben im ersten Anlauf in Berlin gegründet, weil wir dachten, dass das das Tollste ist. War es aber nicht. Das Problem war, dass potenzielle Kunden eher im Süden waren. Dann sind wir nach Stuttgart, wo wir uns sehr gut entwickeln konnten.

Was möchtest Du Gründern speziell als Tipp mitgeben, wenn sie in Stuttgart gründen möchten?

Aller Anfang ist schwer. Daher ist Gründen dort am besten, wo man den meisten konstruktiven Input bekommt und diesen auch in bare Münze umwandeln kann. Da eignen sich Orte mit potenziellen Kunden sehr gut. Sollten diese in Stuttgart und Umgebung sein, seid ihr genau richtig!

Angenommen Du hättest die Chance einen Tag lang Bürgermeister von Stuttgart zu sein, was würdest Du verändern?

Ich würde so was von Radwege bauen, das könnt ihr euch nicht vorstellen. Zudem würde ich Car-Sharing unterstützen und Elektro-Tankstellen fördern. Dadurch entsteht saubere Luft und vor allem (hoffentlich) mehr Platz, der für sinnvolle Dinge wie Startup-Flächen genutzt werden kann. Da das alles an einem Tag schwierig wäre, würde ich zunächst die Verlängerung der Amtszeit beantragen ;-)

Mit wem würdest Du gerne einmal Essen gehen und warum?

Meistens ergeben sich spannende Gespräche, wenn man sie nicht erwartet. Ich bin daher immer gespannt und lass mich grundsätzlich gerne überraschen. Wenn ich mich unbedingt entscheiden müsste, würde ich gerne Prof. Götz Werner (Gründer der Drogeriemarkt-Kette dm) kennen lernen, der schon viele sinnvolle Dinge zum Thema Entrepreneurship gesagt hat.

Wo siehst Du Die Ligen heute in fünf Jahren?

Nachdem ich letztes Mal, als ich das festhalten wollte, alles anders lief als geplant, halte ich mich vorsichtig zurück und schaue mal, welche der vielfältigen Zukunftsideen auf uns zukommen möchte :-)

Vielen Dank Markus für das spannende Interview! Wir wünschen euch mit Die Ligen weiterhin viel Erfolg!

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