Mitte Oktober hatten wir bereits über den Kick-off des Elevator Pitch BW berichtet und viele haben uns gefragt, wer hinter der Programmierung der Webseite steckt. Deshalb haben wir keine Mühen gescheut und Stephan Pavlovic von Railslove für euch interviewt. Wir sind übrigens immer noch beeindruckt, welche bekannten Webseiten bzw. Web-Applikationen das Kölner Team schon auf die Straße gebracht hat, 9flats.com und Daily Deal. Wow!

Wer bist Du und was macht Railslove?

Stephan: Hi, ich bin Stephan und arbeite seit drei Jahren bei Railslove im Frontend- und Konzeptbereich. Wir sind eine Webagentur aus Köln, die in der internationalen Startup-Szene unterwegs sind. Wie der Name schon verrät bauen wir Webanwendungen vor allem mit Ruby on Rails.

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Seit wann gibt es euch als Unternehmen und was sind Eure Spezialgebiete?

Railslove als Unternehmen gibt es schon ein paar Jahre; Tim, Jan und Michael haben schon während unseres Studiums 2008 eine GbR gegründet und das ganze wurde dann 2010 in eine GmbH umgewandelt, seit Ende 2010.

Wir haben uns vor allem auf die Arbeit mit jungen Startups spezialisiert, für die wir nicht nur oft ihre ersten Prototypen bis hin zur ersten Beta ihrer Anwendung bauen, sondern, die wir auch schon in der Konzeptionsphase und in der Definition ihres Produktes unterstützen.

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Warum habt ihr Euch gerade auf Ruby on Rails spezialisiert?

Das hatte ursprünglich vor allem pragmatische Gründe, Ruby on Rails war das was wir konnten. Da wir meistens mit jungen Ideen arbeiten, an denen sich noch viel während der Entwicklung ändert hilft uns ein Framework wie Rails, flexibel zu reagieren und dem Kunden schnell etwas zeigen zu können, so dass wir sicher sein können, dass wir nicht an den Kundenwünschen vorbei entwickeln. Außerdem findet man in der Ruby- und Railswelt eine sehr aktive Community, was gerade bei Problemen immer eine super Sache ist.

Wie unterscheidet ihr Euch von anderen Software-Agenturen?

Im Detail ist das natürlich immer schwer zu vergleichen, aber ich denke uns machen vor allem zwei Aspekte zu einer „besonderen“ Agentur.
Einerseits entwickeln wir nicht nur einfach Software für den Kunden, sondern wir arbeiten viel enger mit ihm zusammen, so dass wir in viele weitere Bereiche in der Entwicklung des Startups eingebunden sind und den Gründern mit unserer Erfahrung weiterhelfen können.
Außerdem bieten wir unseren Kunden auch im Bereich der Softwareentwicklung die gesamte Bandbreite vom Design und Look & Feel ihrer App bis hin zum Betrieb und der Skalierung ihrer IT-Infrastruktur. Das ganze kombiniert mit einem jungen und relativ kleinen Team führt zu kurzer Kommunikationswegen und einer einheitlichen Ausrichtung der Anwendung. So kommt es relativ häufig vor, dass wir dem Kunden helfen, sein eigenes Entwicklerteam aufzubauen und lernen diese an, so dass diese unsere Herangehensweisen teilen.

Was sind Referenzprojekte, die ihr schon entwickelt habt und was waren dabei besondere Herausforderungen?

Das sicherlich bekannteste Startup, welches wir vom ersten Tag an begleitet haben ist 9flats.com. Wir haben mit ihnen zusammengearbeitet, bis das Unternehmen mehr als 100 Mitarbeiter und ein Team von mehr als 15 Entwicklern beschäftigte.
Eine große Herausforderung in diesem Projekt war neben dieser Skalierung sicherlich auch die Internationalisierung, was nicht nur die Implementierung vieler verschiedener Sprachen und Währungen beinhaltete, sondern auch die Zusammenarbeit mit 10-15 internationalen Übersetzern.
Die meisten unsere Projekte findet man auch mit einer kleinen Beschreibung auf http://railslove.com/work.

railslove_screenshot

Ihr habt kürzlich auch die Website für den frisch aus der Taufe gehobenen Elevator Pitch BW programmiert. Wie kam es dazu und wie habt ihr das Projekt in so kurzer Zeit umsetzen können?

Wir viele unserer Projekte kam der erste Kontakt auch beim Elevator Pitch BW auf einem der zahlreichen Events zustande auf dem wir vertreten sind. Wir haben mit dann ganz eng mit Johannes zusammen an den Anforderungen der App gearbeitet und schnell einen ersten Prototyp auf die Beine gestellt.

Natürlich ist so einer App nicht nach 2 Wochen schon zu 100% fertig, aber wir schauen uns jetzt mal die ersten Events an, sammeln Feedback und verbessern die Anwendung laufend um Kleinigkeiten.

Neben Eurem normalen Tagesgeschäft engagiert ihr Euch stark in der Web- und Gründerszene in Köln (z.B. mit den RailsGirls-Workshops etc.). Erzähl doch mal ein bisschen darüber.

Ja, das ist in der Tat richtig. Wir betreiben in unserem Büro auch einen kleinen Coworking-Space und richten hier immer wieder User Group treffen aus. Ab und an stellen wir auch größere Events wie zum Beispiel die RailsGirls (in Köln, Monheim und Istanbul) auf die Beine, wo wir jungen Frauen die Angst vorm Programmieren nehmen wollen. In diesem Jahr haben wir mit der Interactive Cologne unser bis jetzt größtes Event mit organisiert.
Wir als Ruby on Rails Entwickler profitieren natürlich sehr stark von Dingen wie Open Source und einer aktiven Community, von daher ist es für uns selbstverständlich, dass wir auch etwas an die Community zurückgeben. Außerdem machen so Events einfach auch immer viel Spaß und man lernt ständig neue Leute kennen, was dann ja auch wieder gut für das Geschäft ist.

Warum sitzt ihr immer noch in Köln und nicht im trendigen Berlin? ;)

Das Bier ist hier einfach besser :). Nein im Ernst, auch wenn keiner von uns direkt hier in Köln geboren ist, fühlen wir uns mittlerweile alle als Kölner und ich denke, dass das Rheinland genug Potenzial bietet um auch hier eine aktive Webszene zu etablieren, woran wir ja seit Jahren tatkräftig mitarbeiten und wo sich schon einiges getan hat.
Natürlich arbeiten wir auch oft mit Berliner Startups zusammen und sind deswegen auch öfters da, so dass wir viele Kontakte in die Webszene dort haben, aber ich persönlich finde Köln einfach etwas persönlicher und herzlicher als Berlin.

Vielen Dank für die spannenden Einblicke in Eure Arbeit und weiterhin viel Erfolg!

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