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Stuttgart 31 – Wir gestalten die Welt von morgen

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Nach vier Jahren Community-Arbeit in Stuttgart, weiß ich eines ganz genau. Uns mangelt es hier nicht an klugen Köpfen, engagierten Menschen oder fehlendem Willen unsere Region zurück zu unseren unternehmerischen Wurzeln zu führen.

Was uns aber fehlt, ist eine gemeinsame Zukunftsvision für die Startup Stadt Stuttgart. Ein lebendiges Bild, in dem sich alle Akteure wiederfinden und auf ein übergreifendes Ziel verständigen.

Mit dem Startup Stuttgart e.V. haben wir bereits eine gemeinsame Basis für diese Interessen auf operativer Ebene geschaffen. Mit knapp 80 Mitgliedern vertreten wir die Interessen von Gründern und Unternehmern in der Landeshauptstadt. Für mich ist also nur logische Konsequenz, dass es an uns ist, den Stein für eine gemeinsame Zukunftsvision der Startup Stadt Stuttgart ins Rollen zu bringen.

Am Dienstagabend, 28.7.2015 traf sich  dazu das erste Mal die Arbeitsgruppe „Stuttgart 31“ des Startup Stuttgart e.V. Im Rahmen einer spannenden und produktiven Session mit 14 Leuten entstanden die ersten Ideen für die Formulierung einer Vision und Handlungsfelder, um bis zum Jahre 2031 eine schlagkräftige Stuttgarter Startup-Szene als Motor für die Innovationen der Zukunft zu etablieren.

Auf Grundlage der Erwartungen und Wünsche, die jeder Teilnehmer für Stuttgart und die Community äußerte wurden Cluster deutlich, im Rahmen derer erste Aktionen stattfinden können. Diese sind:

  • Außenwirkung/ Image (u.a. Internationalität, mehr Bekanntheit, Kommunikation)
  • Netzwerk (u.a. Beteiligung von Unternehmen, schlagkräftiges Netzwerk, Unterstützung, die passt)
  • Kapital (u.a. mehr mutiges Kapital, internationale Investoren)
  • Kultur (u.a. positives Unternehmerbild, offen und integrativ, mehr Mut zum Gründen, Aufbruchsstimmung und Begeisterung)
  • Infrastruktur (u.a. Hochschulen, Entrepreneurship Education, Förderprogramme)

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Aus der anschließenden Diskussion entstand folgender Leitspruch Vision der Startup Stadt Stuttgart 31 :

Stuttgart – Wir gestalten die Welt von morgen!

Als Zielzustand für die Stuttgarter Startup-Szene im Jahre 2031 wurde folgende Erwartungen formuliert:

  • Bunte Vielfalt
  • Gute Voraussetzungen
  • Nachhaltigkeit
  • Führungsanspruch
  • Erfolgreiches Wachstum
  • Spektakuläre Startups

Die Ergebnisse aus dieser Session dienen als Grundlage für die nächsten Treffen und Schritte, um in Stuttgart etwas zu bewegen. Das nächste vereinsinterne Arbeitsgruppen-Treffen für die weitere Ausformulierung der Vision wird voraussichtlich im September stattfinden. Weitere Treffen werden im Herbst folgenden. Hierzu werden wir nach und nach auch alle relevanten Player aus dem Stuttgarter Ökosystem einladen, um gemeinsam an der Vision zu arbeiten.

Methodische Unterstützung in Form eines ausgezeichneten Moderators hatten wir mit Dr. Dieter Lederer. Vielen Dank Dieter, ohne dich hätten wir die drei Stunden bei weitem nicht so produktiv nutzen können.

Lasst uns gemeinsam ein lebendiges Bild für die Startup Stadt Stuttgart 31 zeichnen! Ich freue mich über Ideen, Anregungen und Feedback.

 

6 Antworten
  1. Peter
    Peter says:

    Klingt für mich eher nach Buzzword-Bingo. Erfolgreiche Startups beschäftigen sich in erster Linie mit ihrem Produkt und nicht mit Image und Netzwerk. Hätte man einen Blick in die Vergangenheit geworfen, hätte man das zur Genüge sehen können. Startups die wegen falschen Gründen gehyped wurden haben sich nie lange gehalten.

    Antworten
    • Tobias Wolter
      Tobias Wolter says:

      Peter, vielen Dank für dein Feedback. Könntest du uns deinen vollständigen Namen nennen?
      Es wäre spannend zu erfahren, welche großartigen Produkte du bereits an den Markt gebracht hast. Gerne lernen wir etwas dazu.

      Vielen Dank, Tobias Wolter

      Antworten
      • Moritz
        Moritz says:

        Ich finde Peters Standpunkt nachvollziehbar und richtig – dein Versuch, hier über ein Ad-Hominem-Argument dagegen anzukommen ist allerdings befremdlich.

        [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Argumentum_ad_hominem

        Und da ich nicht zwei Kommentare schreiben will, deine Antwort auf Renes Kommentar ist schon nicht mehr befremdlich, sondern einfach nur schlechter Stil. Was an „politisch links“ schließt den Startup-Gedanken aus? Warum ist in einer Kommentarspalte der volle Name des Teilnehmers wichtig?

        Antworten
  2. Rene
    Rene says:

    Hallo,

    Buzzword-Bingo … ja so klingt es.

    Abgesehen davon stelle ich mir die Frage:

    Warum? Warum definiert man als Ziel einen Führungsanspruch …?

    Es geht uns gut hier in Stuttgart.

    Stuttgart scheint attraktiv zu sein; immerhin ist es eine der Städte mit dem größten Zuzug.

    Das Problem: Stuttgart platzt aus allen Nähten. Auf Grund der Lage kann es nicht wachsen. Es wird enger. Grünflächen werden vernichtet, die Mieten steigen.

    Also – warum will man noch mehr Leute, den diese machen erfolgreiche StartUps aus, hier her locken?

    Kann man anderen Städten wie Berlin, Hamburg, München da nicht einfach mal den Vortritt lassen? Brauchen wir in allen Bereichen immer und überall diesen „Konkurrenzkampf“ ?

    Es gibt in Stuttgart meiner Meinung nach einige Faktoren, die kaum beeinflussbar, aber für StartUps wichtig sind. Z.B. geringe Kosten; auch Wohnkosten. Die wird es in Stuttgart in absehbarer Zeit wohl nicht geben.

    Seit auch in Berlin die Mieten steigen meine ich ab und an eine Verlagerung ins günstige und nahe Leipzig zu bemerken.

    „Stuttgart – Wir gestalten die Welt von morgen“

    Oh je. Echt? Stuttgart?! Nein, wenn dann die Menschen, die tollen Menschen, die mutigen Menschen die hier gerne leben und die Vorteile des Standortes kennen, gut vernetzt sind und mit den Nachteilen umgehen gelernt haben.

    Ich brauche keine gemeinsame Zukunftsvision und kein „lebendiges Bild“ in dem sich alle Akteure wiederfinden.

    Weniger Auflagen, weniger Bürokratie, klare, sinnvolle Regeln (z.B. Thema Scheinselbständigkeit, Altersvorsorge, …) uvm. für alle kleinen Unternehmer und StartUps sind zumindest momentan für mich wichtigere Ziele.

    Allen Visionären weiterhin viel Spass und Erfolg beim Buzzword-Bingo.

    Antworten
    • Tobias Wolter
      Tobias Wolter says:

      Ich frage mich nur, wie kommt jemand mit diesen linken Positionen – offensichtlich gegen Startups und Fortschritt – auf die Idee http://www.starup-stuttgart.de zu besuchen?

      Ich gebe dir Recht, die konkreten Maßnahmen entscheiden, ob aus diese Veranstaltung mehr als ein “Get Together” wird. Allerdings kann es nicht schaden, eine gemeinsame Zukunftsvision zu entwickeln, aus der dann auch Forderungen an Politik resultieren. Im optimalen Fall wird diese Vision von mehren Verbänden, Parteien etc. getragen.

      Könntest du uns bitte noch deinen vollständigen Namen nennen? Dankeschön.

      Antworten

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  1. […] seine Mitstreiter von Stuttgarts erstem Startup-Verein Startup Stuttgart um. Unter dem Arbeitstitel „Stuttgart 31“ hat man hier begonnen, an einer Initiative zu basteln, die idealerweise zur einer Zukunftswerkstatt […]

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