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Wer kennt sie nicht, die Geschichte des Schmetterlings (Swahili= Kipepeo), der mit den Flügeln schlägt und einen Sturm entfacht. In dieser Geschichte ereignete sich der Flügelschlag im Jahr 2008 an einer kleinen Grundschule in Tansania und kam in Form einer Kinderzeichnung – die Idee zum Stuttgarter sozialen Projekt Kipepeo Clothing war geboren.

Der Dokumentarfilm Kipemanjaro beschreibt ein besonderes Kapitel in der Erfolgsgeschichte dieses Projektes: Im Jahr 2012 erklimmen fünf Mitglieder des Kipepeo-Teams ohne fremde Hilfe das Dach Afrikas, den Kilimanjaro, um durch einen Charity-Walk auf Kipepeo aufmerksam zu machen.

5895 Meter, 5 Freunde, ein Weg mit einem Ziel – die Unterstützung einer Grundschule in Tansania. Erlebt eine einzigartige Dokumentation über den höchsten Gipfel Afrikas, Freundschaft und wie eine kleine Zeichnung Großes bewirken kann. Den Trailer zum Film seht ihr hier:

Hiermit könnt ihr außerdem eines von drei Freitickets zur Premiere von Kipemanjaro am Donnerstag, den 09. April 2015, 16:00 Uhr auf der Fair Handeln Messe Stuttgart im Expeditionsmobil gewinnen!

Kommentiert einfach unter diesen Beitrag bis spätestens Sonntag, 29. März 2015, 18 Uhr, warum genau ihr eines der Tickets gewinnen möchtet. Die besten drei Begründungen gewinnen!

Auf dem Elevator Pitch der Gründerzeit Anfang März haben sich eine Menge Gründer mit super spannenden Geschäftsideen vorgestellt. Martin Kluck war einer von ihnen, hat die Jury in der ersten Runde absolut überzeugt und dann mit seinem Social Business Kipepeo-Clothing den 2. Platz abgesahnt. Wir freuen uns sehr, dass er unsere „10 Fragen“ beantwortet hat. Viel Spaß beim Lesen.

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StartUp Stuttgart: Wer bist Du und welches Produkt oder Dienstleistung verkaufst Du?
Martin Kluck:
Martin Kluck, 29, aus Stuttgart, Gründer von Kipepeo-Clothing.
Wir bedrucken und verkaufen fair produzierte T-Shirts, deren Motive von Kindern einer Grundschule in Tansania gestaltet wurden, die wir im Jahr 2008 unterrichtet haben. Von den Erlösen sorgen wir für die medizinische Betreuung der Kinder, Verpflegung, Schulgebühren, Schulutensilien und den Bau neuer Gebäude.

StartUp Stuttgart: Seit wann gibt es Kipepeo und was bedeutet der Name?
Martin Kluck:
Die Idee zu Kipepeo entstand bereits 2009. Nach einiger Vorbereitungszeit gibt es uns nun offiziell seit September 2010.
Kipepeo bedeutet Schmetterling in der Landessprache Swahili. Das ist auch der Grund warum der Schmetterling auf unserem Logo geographisch dort angesiedelt ist, wo Tansania auf dem afrikanischen Kontinent zu finden ist.

StartUp Stuttgart: Wie seid ihr/ Du auf die Idee gekommen?
Martin Kluck:
Nachdem ich einige Monate an der „Mecosons School“ in Tansania unterrichtet hatte, druckte ich mir die Zeichnung eines an mich gerichteten Liebesbriefs der damals 7-jährigen Abigale Muro auf ein Shirt, um etwas bei mir zu tragen, das mich an die Zeit erinnert. Durch die viele positive Resonanz entstand der Gedanke, diese Shirts zu Gunsten der Kinder zu „vermarkten“.

StartUp Stuttgart: Was hast Du vorher gemacht und wie hast Du Dein Team gefunden?
Martin Kluck:
Kipepeo wird aussschließlich von ehrenamtlichen Helfern betrieben. Wir haben alle „normale“ Jobs bzw. studieren noch und wickeln das Projekt komplett in unserer Freizeit ab. Das Team besteht aus langjährigen Freunden und neuen Freunden, die wir in Tansania kennengelernt haben.

StartUp Stuttgart: Was waren bei der Gründung von Kipepeo die größten Herausforderungen?
Martin Kluck:
Herauszufinden welche Drucktechnik hochwertig, kostengünstig und wenig zeitintensiv ist? Woher wir T-Shirts bekommen, die qualitativ unseren Ansprüchen genügen und fair gehandelt sind? Wie vermarktet man ein Produkt effektiv ohne Geld für Werbemittel zu investieren?
Herausforderungen gab und gibt es wirklich sehr, sehr viele, aber bis jetzt haben wir glaub alles recht gut hinbekommen.

StartUp Stuttgart: Was möchtest Du Gründern speziell als Tipp mitgeben, wenn sie in Stuttgart gründen möchten?
Martin Kluck:
Geht zu den Socialbar Treffen! Da trefft ihr tolle, hilfsbereite Leute, die für Euch irgendwie immer einen guten Tipp parat haben!

StartUp Stuttgart: Angenommen du hättest die Chance, einen Tag lang Bürgermeister von Stuttgart zu sein, was würdest Du verändern?
Martin Kluck:
Das Budget für Kunst und Kultur erhöhen und „die Röhre“ am Leben erhalten.

StartUp Stuttgart: Mit wem würdest Du gerne einmal Essen gehen und warum?
Martin Kluck:
Mit meinem Kumpel Tim, weil wir das schon seit Wochen nicht auf die Reihe kriegen.

StartUp Stuttgart: Wo siehst Du Dich mit Kipepeo heute in fünf Jahren?
Martin Kluck:
Wir hoffen in Zukunft das erarbeitete „Kipepeo“-Konzept noch an anderen Schulen in Tansania zu etablieren, damit auch kleinere Organisationen mit eigenen Mitteln in der Lage sind, sich selbst zu finanzieren und zu entwickeln ohne sich von anderen abhängig zu machen. Für ein Hilfsprojekt sind Nachhaltigkeit, Beständigkeit und vor allem Sicherheit einfach die wichtigsten Faktoren.

StartUp Stuttgart: Martin, vielen Dank für die Beantwortung der Fragen und weiterhin viel Erfolg für dieses super Projekt.