Diese Woche haben wir unsere 10 Fragen an Jürgen Reyinger, Mark Egert und Maximilian Mack von dozeo gestellt. Lest selbst, wie es das Fellbacher Unternehmen in fünf Jahren mit Google und Facebook aufnehmen möchte.
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StartUp Stuttgart: Wer seid ihr und welches Produkt bietet ihr an?
dozeo:
Wir sind die Gründer von dozeo, ein junges Online-Startup aus Fellbach. Wir haben uns auf die Brust geschrieben, virtuelle Meetings den technischen Zahn zu ziehen und ein einfaches aber vor allem schönes Erlebnis zu schaffen. Im Businessumfeld sind wir schon im Einsatz, wenn es gilt, effizient Unterlagen zu besprechen, Schulungen zu halten oder virtuellen Entwicklerteams die Arbeit zu erleichtern. Unser schwäbisches hierzu Motto lautet: „Arbeida an oim Disch, obwohl man ned zsamma isch.“
Außerdem gibt es bald eine Facebook Anwendung, mit der man seine Freunde die online sind spontan auf eine Session holen kann. Hier kann man dann neben der Face to Face Begegnung noch YouTube- und Vimeo-Videos sowie Live-Streams gemeinsam anschauen. Im Großen und Ganzen also eine klassische Freemium-Strategie.

Seit wann gibt es euch als Unternehmen?
Wir haben Ende 2010 die GmbH gegründet und Mitte 2011 die ersten Mitarbeiter angestellt. Neben uns drei Gründern gehören mittlerweile 9 junge kick-ass Entwickler und Kreative zu unserem Team.

Wie seid ihr auf eure Gründungsidee gekommen?
Max saß bei SAP auf einer Schulung und dachte sich, das muss doch auch ohne diese Kostenverschwendung von Hotel und Reisezeit gehen. Über Videoconferencing wäre das Ganze viel effizienter abzuwickeln gewesen. Zuhause angekommen, stellte er fest, dass die vorhandenen Tools allesamt irgendwelche Fails hatten. Entweder hoch funktional, aber sau teuer und kompliziert, oder kaum Funktionen und billig. Außerdem sollte es noch die Möglichkeit geben, die eigene Konferenz gleich gut verwalten und vermarkten zu können – ohne lästige Downloads oder Installationen. Also hat er sich ans Entwickeln gemacht, und die Ideen sind seitdem immer mehr und mehr geworden.

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Was habt ihr vorher gemacht und wie habt ihr als Team zueinander gefunden?
Jürgen hat schon einmal erfolgreich ein Softwareunternehmen gegründet und an General Electric verkauft, bei denen er dann 13 Jahre General Manager für E/ME/A war – also Big Konzern Business. Mark hat Theologie studiert und kommt aus der Personalberatung, und Max ist schon immer Entwickler gewesen. Das restliche Team ist uns quasi zugeflogen, wie die Bienen zum Honig.

Was waren bei der Gründung eures Startups die größten Herausforderungen?
Bei all den großen und vielseitigen Visionen fokussiert vorwärts zu gehen. Und natürlich die Finanzierungsgeschichten und der Aufbau eines schlagkräftigen Teams mit den richtigen Leuten ist immer eine Herausforderung.

Warum habt ihr euch für Stuttgart als Standort entschieden und nicht wie viele andere Startups für Berlin?
Der Verzicht auf Spätzle und Linsen kam für uns nicht in Frage. Außerdem schätzen wir den Tüftler-Spirit hier.

Was möchtet Ihr Gründern speziell als Tipp mitgeben, wenn sie in Stuttgart und Umgebung gründen möchten?
Let the customer vote for your product – not the suits. (Eric Ries)

Angenommen ihr hättet die Chance einen Tag lang Bürgermeister von Stuttgart zu sein, was würdet ihr verändern?
Ein Tag ist nicht viel – aber würde reichen, um eine Webcam für jeden PC der Stadtverwaltung zu ordern und beim VfB mal ordentlich den Rauch reinzulassen.

Mit wem würdet ihr gerne einmal Essen gehen und warum?
Mit Hannes und dem Bürgermeister – mal sehen was sie von einer Online-Bürgermeistersprechstunde halten würden.

Wo seht ihr euch heute in fünf Jahren?
Als Startup denken wir nicht weiter als acht Wochen – aber laut Business Plan kurz vor Google und Facebook.

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