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10 Fragen an Jürgen Gomeringer von SPOTGUN

Diese Woche haben wir unsere 10 Fragen Jürgen Gomeringer von SPOTGUN gestellt, die das Ende der Ära langweiliger Fernsehwerbung einläuten möchten.

Wer seid ihr und welches Produkt bietet ihr an?

Wir, das sind Jürgen, Philipp, Michael und Dominic, haben uns nach unserem Studium ein Ziel gesetzt: Das Fernseher interaktiver und damit spannender zu machen! Mit unserer App „SPOTGUN“ spielt man live während der TV-Werbepause „Werbung raten“. Das heißt, man muss so schnell wie möglich erraten, welche Marke hinter den einzelnen Werbespots steckt. Hat man die Marke richtig erraten, erhält man eine Quizfrage, deren Lösung sich im Werbespot, den man sich gerade anschaut, versteckt: Wie viele Pakete hat der Zalando-Mann auf dem Arm? Welches Tier versteckt sich im Werbespot? Welches Motiv hat sich die Darstellerin im Spot tätowieren lassen?

Seit wann gibt es euch als Unternehmen und wie seid ihr auf die Gründungsidee gekommen?

Wir haben Anfang dieses Jahres gegründet und seit ca. 1 Woche ist die SPOTGUN-App für Android und iOS auf dem Markt. An der Idee selbst arbeiten wir aber schon ca. 1,5 Jahre. Mein Mitgründer Philipp und ich haben auf einer kleinen Privatparty aus dem für uns bekannten „Werbung raten“ – Spiel ein kleines Trinkspiel gemacht. Das Spiel machte uns derart Spaß, dass uns die Idee zu „SPOTGUN“ nicht mehr aus dem Kopf ging. Wir dachten uns: „Hey, wieso keine coole App aus der Idee machen?“
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Was habt ihr vorher gemacht und wie habt ihr als Team zueinander gefunden?

Wir haben letztes Jahr gemeinsam unser Studium an der Hochschule der Medien beendet. Wir haben uns also bereits im Masterstudium kennengelernt und wussten: Das passt.

Was waren bei der Gründung von spotgun die größten Herausforderungen?

Das Herzstück der App, die Schnittstelle zur Echtzeit-Spoterkennung, war sicherlich die größte Herausforderung im Bereich der Entwicklung. Damit meine ich also den Prozess der Verarbeitung und Filterung zahlreicher Datensätze. Daneben stellte die Finanzierung eine ganz große Herausforderung dar.

Was unterscheidet euch von den Angeboten Eurer Mitbewerber?

Als wir den Markt für Social TV Apps sondiert haben, ist uns aufgefallen, dass Apps wie Couchfunk oder TVSMILES vor allem eines fehlt: Interaktion zwischen den Usern. Bei SPOTGUN spielt man nicht für sich alleine vor dem Fernseher, sondern gegen die ganze Community – oder im Battle-Modus gegen Freunde – oder wie sie bei SPOTGUN heißen: „Feinde“. Außerdem wollen wir uns durch eine Echtzeit-Interaktion zwischen Content im TV und der App absetzen. Konkret heißt das, dass wir den neuen Mercedes-Spot live im Fernsehen erkennen – also noch bevor Mercedes das weiß: Unternehmen, die im TV werben, wissen (bis auf einige Ausnahmen) nicht, an welcher Stelle ihr Spot innerhalb eines Werbeblocks platziert wird.

Wie weiß die App, wann, welcher Spot gerade läuft?

Wir arbeiten mit einem Kooperationspartner, der die TV-Werbespots über eine Echtzeit-Bilderkennung identifiziert. Vereinfacht gesagt heißt das, dass unser Partner alle Spots abfilmt und sie mit den Spots in der Datenbank vergleicht. So kann man die Marke dem Werbespot zuordnen. Wir haben eine Schnittstelle zu dieser Live-Spoterkennung gebaut. Für den User bedeutet das, dass er sein Smartphone nicht umständlich an den Fernseher halten muss, um den Spot mit Mikrofon oder Kamera aufzunehmen, denn der Prozess der Spoterkennung funktioniert automatisch in unserem Backend.
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Arbeitet ihr mit TV-Sendern zusammen?

Nein, SPOTGUN funktioniert autark von Fernsehsendern. Wir könnten uns aber spannende Kooperationsmöglichkeiten in diesem Bereich vorstellen. Und gegen einen SPOTGUN-Werbespot auf Pro7 oder RTL hätten wir auch nichts einzuwenden.

Wie sieht euer Erlösmodell aus?

Unternehmen haben die Möglichkeit, Werbeblöcke zu sponsern: Die SPOTGUN-Spieler kämpfen in jedem Werbeblock um einen Preis des Unternehmens – mit Sachpreisen und Gutscheinen von mymuesli, Planet-Sports, kare24, Hurley und Europapark ist für jeden was dabei! Dabei erreichen unsere Werbekunden ihre Zielgruppe durch das Sponsoring eines Werbeblocks in das passende Sendungsumfeld. So kann in der Werbepause von Germany’s Next Topmodel beispielsweise um ein Kosmetikprodukt gespielt werden.

Neben den Direktpreisen sammelt man bei SPOTGUN Punkte für jedes richtig erratenen Spot. Diese Punkte kann man in unserem Shop ohne Wenn und Aber gegen coole Produkte einlösen.

Warum habt ihr euch für Stuttgart als Standort entschieden?

Die Kneipendichte, die zahlreichen Badeseen und die netten Menschen auf der Theodor-Heuss-Straße haben uns überzeugt! J Spaß beiseite: Wir fühlen uns in Stuttgart einfach sauwohl und haben hier unsere Freunde! Und ganz ehrlich: Sooo spießig ist Stuttgart doch gar nicht!

Was möchtet ihr Gründern speziell als Tipp mitgeben, wenn sie in Stuttgart (und der Region) gründen möchten?

Vernetzt euch und nehmt an Veranstaltungen wie Gründergrillen, dem Startup Weekend oder Gründer-Stammtischen teil (ja, auch das gibt’s in Stuttgart).

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