Gastbeitrag von Andreas Zeitler
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Video gehört aktuell zu den stärksten Online-Medien. Die Bandbreite macht es möglich, dass immer mehr Privatpersonen und Firmen eine Veranstaltung live streamen oder aufzeichnen und als Download anbieten. Es macht auch Sinn diesen Content anzubieten. Kaum ein anderes Medium fesselt die Nutzer so sehr wie ein gut gemachtes Produktvideo. Konsumenten haben den Vorteil, dass sie ein Produkt kurz mal beschnuppern können, ohne es vorher gekauft zu haben. Als Hersteller eines Produktes oder Anbieter eines Service tut man gut daran, sich selbst ins beste Licht zu rücken. Vergleicht man mal wie viele neue Produkte heute auf den Markt kommen und wie viele davon mit einem Video vorgeführt werden, so kann man es sich kaum erlauben nicht auch eines zu haben.

Vom Wunsch ein Produktvideo haben zu wollen bis hin zum fertigen Video ist es jedoch ein schwerer Weg. Vor allem als junger Unternehmer und Startup tut man sich schwerm diesen großen Berg an Produktionskompetenz zu bezwingen. Man ist ja eigentlich eher damit beschäftigt, das Startup profitabel zu machen. Daher habe ich in dem Buch „10 Tips for Creating Engaging Product Videos“ die häufigsten Stolperfallen zusammen geschrieben und gebe nützliche Tipps aus der Praxis.

Ich habe ein paar Beispiele für Videos heraus gesucht, die mir persönlich sehr gut gefallen haben und sehr unterschiedliche Video-Skills darstellen: Wo die Dinge herkommen ist pure Motion Graphics, wohingegen DollarShaveClub.com sich entschlossen haben, eine witzige Geschichte mit Kameras zu erzählen. Motion Graphics erklären Abläufe und Workflows sehr gut. Der Design-Aspekt steht hier im Vordergrund. Menschen hingegen erzeugen eine persönliche Bindung.

Das wichtigste was es zu beachten gilt: eine gute Story fesselt und bewegt eure Zuschauer am meisten. Wenn ihr es schafft mit eurer Startup-Idee eine Geschichte zu erzählen, welche Emotionen transportiert und eure Kunden berührt, wird eure Botschaft viel eingehender vernommen. Eine richtig gute Story zu entwickeln ist eine Kunst für sich.

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Viele unserer Kunden kommen genau aus diesem Grund zu uns. Sie beklagen schon so lange an einer Sache zu arbeiten, dass sie sich schwer tun eine klare Message zu entwickeln. Was ist ihr Produkt nun eigentlich genau? Was müssen wir unbedingt kommunizieren und was muss nicht kommuniziert werden? Dieses auf den Punkt zu bringen ist euer Ziel mit einem gelungenen Produktvideo.
Zusammengefasst also: Gewinnt einen neutralen Standpunkt zu eurem Produkt und fesselt die Leute mit einer Geschichte die sie gerne weiter erzählen wollen.

Wichtig ist es auch, das Video möglichst simpel zu halten. Simpel wird leicht verstanden. Das Problem was wir als Designer oder Artists haben ist, dass wir in unseren Arbeitsmitteln diese ganzen Regler und Schraubstellen präsentiert bekommen und auch genau wissen, was jedes einzelne Rädchen macht. Das lässt uns oft illusorisch glauben, dass unsere Kunden uns dafür bezahlen, alle Regler zu kennen und möglichst viele zu drehen. Was den Unterschied macht, ist es die Erfahrung zu haben, wann genau der Punkt erreicht ist an dem etwas gut genug ist. Wenn ich wieder von uns ausgehe, unsere Kunden zahlen uns nicht dafür, dass wir an Rädhen drehen, unsere Kunden wollen einfach nur ein richtig gutes Video haben.

Es gilt also nachdem man alle Videomittel (Animationen, Motion Graphics, Screencasts, Präsentationen, Stop-Motion Aufnahmen, Zeichnungen) gelernt hat, genau die Mittel in genau der richtigen Mischung zu benutzen mit der man das Ziel am besten erreicht.

Und genau weil es so schwierig ist für Anfänger einen Überblick darüber zu gewinnen, was wichtig ist und was nicht so wichtig ist, habe ich dieses kleine Buch geschrieben. Das iBooks Buch beinhaltet interaktive Inhalte, Storyboards und Konzept Maps direkt aus unserer Produktion. Ein PDF gibt es auch. Beides kostenlos.

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Über den Autor

Andreas Zeitler
Andreas Zeitler

Andreas Zeitler ist Medienexperte. Hauptsächlich arbeitet er an zCasting 3000, wo er Produktvideos erstellt. Andreas hat langjährige Erfahrung im Bereich Tonbearbeitung, ist Audio Engineer und hat einen Master in diesem Bereich. Vor einigen Jahren dann hat ihn sein Interesse an der Videoproduktion zu seinem jetzigen Hauptberuf geleitet. Andreas ist der Autor von „10 Tips for Creating Engaging Product Videos“.
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Bildquellen:
Header-Bild: Vancouver Film School unter CC-Lizenz BY-SA 2.0
Bild im Text: Vancouver Film School unter CC-Lizenz BY-SA 2.0

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