Gastbeitrag von Maria Widra
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Kreativität löst fast jedes Problem (George Lois)

Kreativität auf Knopfdruck ist eine hohe Kunst. Ob jemand im Beruf vor Ideen sprüht oder nicht, ist nicht nur eine Charakterfrage. Kreativität hängt vielmehr von den Arbeitsbedingungen und Arbeitsweisen ab. Und sie wird in fast jeder Position benötigt, nicht nur in den typischen „Kreativberufen“. Um Konzepten und Ideen genügend Freiraum zu geben bzw. Vorschläge durchzusetzen, werden hier einige Erfahrungen und Vorgehensweisen für tägliche Herausforderungen zusammengetragen.

Zuerst kommt die Idee
Die Idee muss überzeugen und auch ohne tolle Tools funktionieren. Es muss sofort klar sein, was mit einer Maßnahme oder einem Produkt bezweckt wird (welches Problem wird gelöst?). Richtig gute Ideen entstehen übrigens auch oft ohne Teamwork; nichtsdestotrotz sollten Bewertung und Analyse pro/contra durch andere erfolgen. Das Feedback immer erklären und setzen lassen.

Die Vorschläge sind scheinbar haarsträubend? Gut so! Lieber frisch und unbekümmert „was wäre wenn fragen“ als zu vorsichtig sein. Auch krude Ansätze sammeln, und dann in einer passenden Situation anwenden. Dabei ruhig anecken, ein wenig Provokation sorgt für Diskussion und Reaktion.

Ziele und Ansätze, um kreativ zu denken
Die Kommunizierenden und die Angesprochenen sollen nicht nur zustimmen, sondern an die Idee  glauben. Dazu persönliche Meinungen einholen und das Bauchgefühl ggf. mit Zahlen verifizieren.

Sich selbst begeistern und Begeisterung erzeugen: z.B. durch selbstständige Arbeitseinteilung, Wahl der Arbeitsmethoden oder Arbeitsplatzgestaltung. Wenn man die eigenen Ideen begleiten und umsetzen kann, dann geschieht das mit mehr Hingabe.

Die Aufgabe so gut wie möglich erledigen, auch wenn es manchmal zäh ist: Also nicht nur den Teilabschnitt bearbeiten, sondern den Gesamtprozess samt Zielen durchdenken. Wenn man sich gar nicht damit identifizieren kann, dann Aufgabenstellung (Kunde) ändern sofern möglich!

Wenn man denn eine super Idee ausgearbeitet hat, muss diese verständlich erklärt werden. Wenn also zu viele „dumme“ Fragen gestellt werden, nochmal über Idee, Präsentation oder Publikum (dessen Kenntnisse und Entscheidungsrelevanz) nachdenken.

Mut zu Veränderungen: Originellere und weiterführende Ansätze entstehen eher, wenn man sich an anderen Wissens- und Erfahrungsfeldern orientiert, als durch weitere fachliche Vertiefung.

Alle Informationen und Erkenntnisse sammeln, einordnen und einbeziehen. Für größere Aufgaben entsprechend zeitlichen Spielraum einplanen. Fehler nicht wiederholen.

Individuelle Arbeitsbedingungen schaffen, die Kreativität begünstigen: Nicht nur sitzen, sondern sich auch mal bewegen, laut denken, maßvolle (Un-) Ordnung auf dem Schreibtisch, Ausgleich schaffen.

Dies ist nur eine kleine Sammlung, sicher gibt es noch viel mehr Tricks, die sich im Arbeitsalltag bewährt haben. Was braucht ihr, um konzeptionell und kreativ zu arbeiten?

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Über die Autorin

Maria Widra
Maria Widra arbeitet seit Abschluss ihres Studiums der Medienwirtschaft in Stuttgart und Helsinki 2007 im Marketing mittelständischer IT-Firmen bzw. Agenturen. Als Freelancer war sie u.a. für die AKAD Privathochschulen und ein Startup im Verlagsumfeld tätig. Ihr Fokus ist vertriebsorientiertes und textstarkes Online und Direct Marketing. Auch klassische Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen gehören zu ihrem Portfolio. Maria arbeitet seit Kurzem als Communications Manager bei Thales Deutschland in Stuttgart, lässt aber auch die Startup-Szene im Ländle nicht aus den Augen.
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Bildquelle: Linus Bohman unter Creative Commons CC BY 2.0

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