Gastbeitrag von Beatrice Kretzschmar. Nächste Woche folgt der zweite Teil dieses Beitrags zum Thema Anzeigenoptimierung.
___

Es ist soweit: die Produkte sind im Lager, das Vertriebsteam steht in den Startlöchern und der Shop geht live. Nur wo bleibt der Traffic? Um einen eCommerce-Shop oder eine Webseite bekannt zu machen und zu etablieren bietet die Onlinewelt einige Möglichkeiten. Eine davon ist Google Adwords. Wie man ein Adwords-Konto zielführend aufbaut und optimiert, möchte ich hier vorstellen. Bevor es mit dem Google AdWords Account richtig losgehen kann, sollten zunächst die eigenen Ziele definiert werden. Bei eCommerce-Accounts geht es zumeist um Neukundengewinnung und Verkauf zu bestimmten Kosten; bei bereits starken Marken und neuen Geschäftsmodellen stehen Präsenz und Traffic-Einkauf im Vordergrund.

Kampagneneinstellungen
Im ersten Schritt werden die Kampagneneinstellungen festgelegt. Hier kann gewählt werden ob eine Kampagne in Such- und Display-Netzwerk von Google geschalten wird, oder nur in einem der beiden. Es empfiehlt sich für jedes Netzwerk eigene Kampagnen aufzustellen, da sie so besser steuer- und optimierbar sind. Anschließend wird gewählt, ob man mobil oder nur auf dem Computer ausgespielt werden möchte, in welchen Regionen man erscheinen möchte und welches Budget eine Kampagne bekommen soll. Auch Schaltungsmethoden zu bestimmten Wochentagen, Tageszeiten etc., werden hier ausgewählt.

Struktur
Es bietet sich fast immer an, die Struktur der eigenen Website für den Google AdWords Account zu übernehmen. Dabei bilden die Hauptkategorien die Kampagnen ab und die Unterkategorien die Anzeigengruppen. Ist dies unpraktikabel, eignet sich auch eine Aufteilung nach Regionen, großen Themengebieten, den Werbenetzwerken, etc. an.
Betreiben Sie bspw. einen Schuh-Onlineshop, könnte die Struktur so aussehen:
• Marke 1
• Marke 2
• Marke 3
• Sneaker
• Stiefel
• …

Anschließend geht es darum, diese Anzeigengruppen noch feiner aufzugliedern, indem man zum Beispiel in einzelne Produktkategorien unterscheidet:
• Marke 1 Schuhe
• Marke 1 Sneaker
• Marke 1 Stiefel
• Marke 1 Serie 1
• Marke 1 Serie 2
• …

Ziel ist es das Konto möglichst fein aufzugliedern um pro Anzeigengruppe nur wenige Keywords einzufügen. So wird gewährleistet, dass dem User die möglichst passende Anzeige zu seiner Suchanfrage ausgeliefert wird.

Erste Keywords einbuchen
Nachdem die Struktur erstellt wurde, werden nun die Keywords eingebucht. Groß- und Kleinschreibung sind dabei für das System irrelevant. Auch Sonderzeichen, wie Binde- oder Unterstriche, werden weitgehend ignoriert. Lediglich Umlaute, das kaufmännische Und-Zeichen (&) und Akzente werden erkannt. So handelt es sich bei „Hütte“ und „Huette“ um verschiedene Keywords, „herren jacke“ und „herren-jacke“ werden jedoch als dasselbe Keyword behandelt.

Keyword-Schreibweisen und Keyword-Optionen
Durch die Keyword-Optionen kann gesteuert werden, bei welchen Suchanfragen die Schaltung der Anzeige erfolgt. Über die Verwendung bestimmter Zeichen kann jedem Keyword eine Option zugeordnet werden. Google AdWords bietet folgende Keyword-Optionen:

Keyword Optionen

Weitgehend passend ist die Option, die am meisten Traffic generiert. Die Anzeige wird auch bei der Suche mit ähnlichen Begriffen, wie Synonymen, Pluralformen oder verwandten Suchanfragen, geschaltet. So wird zwar viel Traffic geliefert, allerdings leidet die Relevanz, da Anzeigen auch bei ähnlichen, aber im Suchzusammenhang irrelevanten Begriffen ausgeliefert werden.

Eine Eingrenzung weitgehend passender Keywords ermöglicht der Modifizierer (+), der dazu führt, dass bei Synonymen oder verwandten Suchanfragen keine Anzeigen ausgelöst werden. Falschschreibungen, Singular, Plural, Abkürzungen, Akronyme und Wortstämme eines Keywords führen zu einer Anzeigenschaltung. Durch diese zielgerichtetere Ausrichtung der Anzeigen können viele Kosten eingespart werden, da viele irrelevante Suchanfragen nicht bedient werden.

Mit der Option passende Wortgruppe lassen sich Anzeigen dann auslösen, wenn die Suchanfrage eine exakte Wortgruppe enthält. Vor und nach der Wortgruppe können weitere Begriffe vorkommen. Jedoch erfolgt keine Anzeigenschaltung bei Varianten der Suchanfrage (fehlerhafte Schreibweise, Singular, Plural, Akronyme, Wortstämme und Abkürzungen).

Die engste Keyword-Option ist genau passend, die die größtmögliche Kontrolle darüber, wann die Anzeige geschaltet wird, bietet. Dies führt zwar zu möglicherweise weniger Impressionen, erhöht aber auch Relevanz und somit Klickrate einer Anzeige.

Durch die Verwendung der Option ausschließend lässt sich bestimmen, für welche Begriffe auf gar keinen Fall eine Anzeige geschaltet werden soll. So vermeiden Sie unerwünschte Klicks. Für einen optimalen Accountaufbau sind ausschließende Keywords unabdingbar. Beispiele für einen Online-Shops sind „kostenlos, umtausch, gebraucht,…“.

Bei der Wahl der richtigen Keywords helfen Tools wie der Google Keyword Planner, Google Suggest oder ubersuggest.org.

Festlegen des Start CPCs und Einstellen des Budgets
Um schnell Daten zu sammeln, auf deren Grundlage die Anzeigen optimiert werden können, ist es ratsam, zu Beginn einen sportlichen CPC zu wählen. Eine Orientierung, wie hoch der CPC sein sollte, erleichtert folgende Gleichung:

CPC = ( Warenkorb * Conversionrate ) / ROI

Mit dem nun berechneten CPC findet man den Preis, den man am Ende für einen Klick zahlen sollte. Um diesen zu erreichen, sollte man im Schnitt allerdings etwas höher bieten, da man den maximalen eingestellten CPC nur selten zahlen muss.

Das ergibt sich aus dem Auktionssystem nach welchem Anzeigen ausgeliefert werden. Der Werbetreibende der den höchsten CPC für ein Keyword bietet, wird ausgeliefert (maximaler CPC). Er zahlt jedoch nur einen Cent mehr, als das Gebot des darunterliegenden Bieters (tatsächlicher CPC).

Einstellen des Budgets
Das Budget sollte mit Bedacht gewählt werden, um unschöne Überraschungen zu vermeiden. Bereits nach wenigen Tagen kann man sehen, für welche Keywords ein hohes Suchvolumen besteht. Mit Hilfe des Google Keyword Planners zur Recherche von Keywords erhält man einen guten Eindruck über die Werte, die zu erwarteten sind. Um auf der sicheren Seite zu sein, kann man auch den Budgetmanager nutzen, um monatlich vorgegebene Budgets auf jeden Fall einzuhalten.

Update: Der zweite Teil des Beitrags zur Anzeigenoptimierung ist nun hier zu finden.

[hr]

Über die Autorin

Beatrice Kretzschmar
Beatrice Kretzschmar ist Account Managerin bei Projecter, einer Agentur für Online Marketing in Leipzig und Basel. Zuvor hat Sie Verlagswirtschaft studiert und in unterschiedlichen Unternehmen der Medienbranche Marketing- und PR-Erfahrungen gesammelt. Bei Projecter ist sie in den Bereichen Suchmaschinenoptimierung, Social Media Marketing und Suchmaschinenmarketing tätig. Die Agentur bietet Beratung und Umsetzung in den Bereichen Suchmaschinenmarketing, Suchmaschinenoptimierung, Social Media und Affiliate Marketing.

Liebe Community,

das Jahr neigt sich dem Ende und für uns heißt es, bereits für 2014 zu planen. Für das nächste Jahr haben wir uns vorgenommen, das Gründergrillen monatlich zu veranstalten. Dies funktioniert nur, wenn wir dafür auch Sponsoren finden. Deshalb hier der offizielle Aufruf an euch: Wer möchte eines (oder mehrere?) der Gründergrillen im nächsten Jahr hinsichtlich Grillgut sponsern oder wer kennt jemanden, der Interesse hätte? Alternativ können wir uns auch vorstellen, dass der entsprechende Sponsor das Grillen bei sich in den Räumen hostet und den Rahmen bietet.

Wir freuen uns auf eure Hinweise und Unterstützung, denn diese benötigen wir, um das beliebte Eventformat auch nächstes Jahr regelmäßig weiterführen zu können ;) Schickt uns einfach eine Nachricht an burn[at]startup-stuttgart.de oder kommentiert direkt unter diesem Beitrag.

Viele Grüße

Euer StartUp Stuttgart Team

Stuttgart, Dezember 2013. Vergangene Woche haben die Entwickler von Homee, DIE Fernbedienung für’s intelligente Zuhause, ihre Kampagne bei der weltweit größten Crowdfunding-Plattform Indiegogo gestartet. Ziel der Codeatelier GmbH aus Stuttgart ist es, mindestens 100.000 Euro einzuwerben, um Homee als innovative Lösung für das „Internet der Dinge“ im Frühjahr 2014 auf den Markt zu bringen. Interessenten können durch ein Investment zwischen 5 und 9.999 Euro dazu beitragen – und für 89 Euro einen weißen Homee Brain Cube ab sofort vorbestellen. Hunderte Geräte für Komfort, Sicherheit und Energieeffizienz werden mit Homee vereint.

Homee_Cubes

Homee ist die weltweit einfachste Art, das Smart Home mit all seinen Geräten und Anwendungen unterschiedlicher Hersteller und Standards über eine einzige Smartphone-App zu steuern, zu überwachen und zu automatisieren. Die Systemzentrale bildet der weiße Brain Cube mit Wi-Fi, der bereits die Steuerung von Lösungen wie Nest, Netatmo, Koubachi oder Lockitron ermöglicht. Durch simples Aufeinanderstecken kann der Brain Cube um die weiteren Standards Z-Wave (Blau), ZigBee (Rot) und EnOcean (Violett) erweitert werden und aufmerksamkeitsstark Farbtupfer im eigenen Wohnzimmer setzen.

Homee ist als offenes und modulares System konzipiert, das es etwa erlaubt, die Jalousie von Hersteller A, die Heizung von Hersteller B und den Sound via AirPlay oder DLNA über eine einzige, kostenlose App via Smartphone zu steuern und zu regeln. „Mit Homee hat die Gebundenheit an einen Hersteller oder Funkstandard endgültig ein Ende“, sagt Codeatelier-Geschäftsführer Jochen Schöllig. „Vorausgesetzt, wir schaffen es, unsere Begeisterung über dieses coole Gadget, das gleichzeitig eine qualitativ hochwertige Smart Home-Lösung darstellt, auf viele andere Menschen in der Welt zu übertragen.“

Homee_iPhone_Favorites

Um den notwendigen Rückenwind für die globale Crowdfunding-Kampagne zu bekommen, haben die vier Codeatelier-Gründer schon für die Beta-Phase eine App für iOS und Android entwickelt, mit der Nutzer ganz einfach Vorschläge für mögliche Anwendungen einreichen können. Wer per Twitter, Facebook und Instagram einen Vorschlag mit dem Hashtag #ideaforHomee einreicht, hat nicht nur die Chance, dass seine Idee in die Tat umgesetzt wird, sondern nimmt gleichzeitig an der Verlosung eines iPad Mini teil.

Unterstützt das Stuttgarter Projekt jetzt auf Indiegogo!

Am 12. Dezember ab 19 Uhr treffen wieder Stuttgarter Entrepreneure, Studenten und Professionals auf Unternehmen, um deren Geschäftsmodelle weiterzuentwickeln.

Wir schauen uns diesmal unter anderem ein Geschäftsmodell der deutschen Telekom an und wir helfen einem Mittelständler aus Baden-Würrtemberg, sich neu zu erfinden!  Der “Business Innovation Hackathon” ist ein effizientes und zeitlich begrenzt strukturiertes Event, um in interdisziplinären Teams radikal neue Geschäftsmodelle zu entwickeln oder bestehende zu verändern!

Das Event kombiniert Aktivitäten aus dem Bereich “Business Innovation” mit dem Eventformat eines “Hackathons”. “Business Innovation” bezeichnet dabei den Prozess zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, Produkte und Dienstleistungen. Der Begriff “Hackathon” stammt ursprünglich aus dem Bereich der rapiden Softwareentwicklung. Die Geschwindigkeit des „Hackens“ und dessen Fokussierung hin zu einem echten Output haben wir nun in die Geschäftswelt übertragen!  Es wird also keine IT zur Anwendung kommen, sondern Stifte, Papier & Haftnotizen.

Jedes Geschäftsmodell hat ein Mindesthaltbarkeitsdatum – wie Joghurt! Wann wollen Sie wie Apple & Co. die Kunst des ständigen Wandels beherrschen?

Die Ergebnisse der einzelnen Gruppen werden im Plenum vorgestellt und diskutiert. Erfahrene Moderatoren unterstützen bei den Gruppenarbeiten.

Wann: Donnerstag, 12.12.2013, 19-23Uhr
Ort: Turmforum am Hauptbahnhof (9. OG)
Die Anmeldung zum BI-Hackathon ist noch solange möglich, wie Tickets vorhanden sind!

Gruppenarbeiten zur Ausformulierung des Business Canvases

by Michael M. Roth / Startup Weekend Stuttgart

Der nächste Open Coffee Club Stuttgart findet am Freitag, 13. Dezember ab 09:00 Uhr in der Academie der schönsten Künste am Charlottenplatz statt (Tisch ist reserviert auf Fritzsche/ Startup Stuttgart). Bitte meldet euch hier im Facebook-Event dafür an.

Wir bieten die Orga und die Plattform, ihr bringt die Themen und Lust auf Austausch mit. Das Frühstück ist offen für alle, die sich in irgendeiner Form zu Business-Themen austauschen und networken möchten. Wir möchten also auch die Nicht-Gründer/innen motivieren, daran teilzunehmen. Außerdem habt ihr natürlich die Möglichkeit, lecker zu frühstücken oder auch nur einen Kaffee oder Tee zu schlürfen.

Wir freuen uns auf euer Kommen!

Euer StartUp Stuttgart-Team

Die LeWeb, eine der bekanntesten Internet & Tech-Konferenzen Europas, wird 10 Jahre alt und nimmt dies vom 10. bis 12. Dezember 2013 unter dem Motto „The next 10 years“ in Paris zum Anlass, sich ein wenig selbst zu feiern und einen Ausblick auf die nächsten zehn Jahre in der Tech-Welt zu wagen.

2004 von Loïc Le Meur und seiner Frau Geraldine gegründet, bringt die LeWeb die führenden Köpfe der Internet- und Startup-Szene zusammen, Unternehmer, VCs, Innovatoren und Medienvertreter. Die Veranstaltung ist allerdings wahrlich nicht für klamme Geldbeutel geeignet, denn die Tickets gehen erst bei 800€ los und auch den Pressezutritt bekommt man nicht so einfach. Seit letztem Jahr gibt es die Konferenz auch in London, im Dezember 2012 wurde LeWeb dann von Reed MIDEM, einem der führenden Veranstalter internationaler Messen und Konferenzen übernommen.

LeWeb Paris

Ein Startup-Wettbewerb darf bei dieser Veranstaltung natürlich auch nicht fehlen. 16 Finalisten wurden kürzlich bekannt gegeben, darunter u.a. info.gram aus Lettland und tresorit aus Ungarn. Die Startups bekommen die Möglichkeit, die LeWeb als PR- und Networking-Plattform zu nutzen. Die drei Gewinner dürfen ihre Geschäftsideen dann am 12. Dezember auf der Hauptbühne präsentieren – nicht nur vor ca. 3500 Konferenz-Teilnehmern, sondern auch vor allen Livestream-Zuschauern. Das sollte ihren Projekten einen guten medialen Push geben; immerhin wurden bereits so erfolgreiche Unternehmen wie waze auf der LeWeb gefeatured. Außerdem wird es ein interessantes Rahmenprogramm mit vielseitigen Sessions und Paneldiskussionen geben.

Ich bin schon sehr gespannt auf die LeWeb Paris nächste Woche, denn ich habe tatsächlich die Ehre, als offizieller Blogger mit dabei zu sein. Die Konferenz strahlt eine leicht elitäre Aura aus und ich werde berichten, ob sie ihr Versprechen halten kann.