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Bundestagswahl 2017 – Fragen an die Parteien – Teil 2

Wir haben die Bundestagswahl zum Anlass genommen ein paar Fragen zu stellen. Vielleicht hilft es euch das Kreuz “richtig” zu setzten. Die Fragen gingen an die Kandidaten in den zwei Wahlkreise in Stuttgart. Von der CDU bekamen wir von jedem Kandidaten eigenes Feedback, daher taucht die CDU zweimal auf. Wir posten in den nächsten Tagen die Antworten auf unsere Fragen. Heute Teil 2.

(hier zum ersten Teil)

Befragte Kandidaten in Stuttgart sind:

CDU: Stefan Kaufmann und Karin Maag

FDP: Judith Skudelny und Volker Weil 

Grüne: Cem Özdemir und Anna Christmann

SPD: Michael Jantzer und Ute Vogt

Eine bitte hätten wir noch an euch: Geht wählen!

 

Welche Stärken und Schwächen sehen Sie im Raum Stuttgart, im Bezug auf ein erfolgreiches Startup Ökosystem und wie werden Sie sich persönlich (/Ihre Partei) dafür einsetzen?

 

Stefan Kaufmann (CDU): Aus meiner Sicht fehlt es in Stuttgart in erster Linie an bezahlbaren Gewerbeflächen für Gründer. Man sollte neue Baugebiete ausweisen. Das Land sollte seine Aktivitäten bei der Finanzierung von Startups weiter ausbauen – ein gut ausgestatteter Gründerfonds wie in Bayern wäre wichtig. Die Aktivitäten der Wirtschaftsministerin gehen in die richtige Richtung.

 

Karin Maag (CDU): Für ein erfolgreiches Startup-Ökosystem sind Hochschulen in der Umgebung sehr wichtig. Ein bereits bestehendes Startup-Netzwerk macht es den Startup-Gründern leichter sich in der Region anzusiedeln. Diese beiden Voraussetzungen sind in der Region Stuttgart gegeben und machen den Standort für Startups attraktiv. Die Konkurrenz für Startups bei der Personalfindung ist allerdings sehr groß. In der Region sind viele Global Players wie z.B. Daimler, Bosch, Festo etc. angesiedelt, die viele Absolventen mit hohen Gehältern locken.

 

Judith Skudelny und Volker Weil (FDP):

Stärken:

  • Große Vorbilder (Leuchttürme) wie Carl Benz und Robert Bosch, die auch als einfache Gründer begannen
  • Forschungsstarke Universitäten in Stuttgart und Tübingen  Universitäre Ausgründungen und KnowHow
  • Industrie-Cluster im Großraum Stuttgart  Riesiges Potential an Partnern und Kunden
  • Cyber Valley Initiative des Landes Baden-Württemberg
  • Umfangreiche Gründerseminare der IHK Stuttgart
  • Industrielle Wagniskapitalgeber (z.B. Robert Bosch Venture Capital) und Acceleratoren / Inkubatoren (z.B. StartUp Autobahn oder Arena2036)

 

Schwächen:

  • Mangel an (bezahlbaren) Co-working Spaces und kein großer Industriepark mit Maschinen zur Mitbenutzung
  • Attraktive Arbeitgeber erschweren Personalsuche für Start-Ups  Konkurrenzsituation
  • Kapitalintensive Gründungen mit langen Vorlaufzeiten (z. B. im MedTech-Bereich) wie sie Im Raum Stuttgart oft vorkommen, finden nur schwer Wagniskapital oder Kreditgeber
  • Stuttgart nicht so hip und attraktiv wie Berlin, Hamburg oder München

 

Anna Christmann (Grüne): Stuttgart ist eine hocherfolgreiche Industrieregion. Das ist gleichzeitig Fluch und Segen. Der Arbeitsmarkt ist so gut, dass sich im Vergleich nur Wenige in die eigene Gründung wagen. Hier müssen wir ansetzen, und gerade junge Menschen ermutigen, einen eigenen Weg zu gehen. Das Stuttgart auch ein starker Wissenschaftsschaftsraum ist, müssen wir dabei nutzen. Ich halte es für zentral, die Kontakte zwischen den verschiedenen Sphären zu stärken: Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur müssen wir zusammenbringen, um daraus neue Ideen wachsen zu lassen. Als Stuttgarter Abgeordnete werde ich mich dafür einsetzen, dass es solche Foren vermehrt gibt und wir vorhandene Projekte wie den wizemann.space, das Social Impact Lab und Vereine wie Startup Stuttgart e.V. mit Wirtschaft und Wissenschaft zusammenbringen. Vorbilder und Netzwerke sind entscheidende Faktoren, um zukünftige Gründer*innen zu ermutigen.

 

Michael Jantzer (SPD): Wie zuvor erwähnt, geht es uns darum in Stuttgart die lokale Vernetzung zu verbessern, indem wir das zu einem Thema bei der Planung des neuen Rosensteinviertels machen.

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