Titelbild Gründergrillen #61
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Gründergrillen #65

H/W/S lädt am Dienstag, den 12.06.2018 zum Gründergrillen #65 in die Schankstelle ein!

Das kleine, aber feine Programm:

  • 19:00 Uhr: Gründergrillen startet
  • ca. 20:30 Uhr: Einige Startups stellen sich vor (normale Pitches, keine Anmeldung erforderlich)
  • ca. 21:00 Uhr: Drinks n´ Chat

Drinks und Grillgut könnt ihr in der Schankstelle erwerben. Mitglieder erhalten kostenlos eine Wertmarke bei uns!

H/W/S (www.hws-partner.de) begleitet seine Mandanten von der ersten Idee über die Unternehmensgründung, Finanzierung und Marktetablierung bis zur Expansion und Internationalisierung und ist spezialisiert auf die Beratung von Startups und Existenzgründern.

Das Leistungsspektrum der mehrfach als „TOP-Steuerberater“ ausgezeichneten Kanzlei umfasst Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung, Rechtsberatung, Unternehmensberatung und vieles mehr. Von der Wahl der richtigen Rechtsform und Finanzierungsart bis hin zur laufenden Beratung bei der Expansion unterstützt H/W/S seit Jahrzehnten Wachstumsunternehmen auf dem Weg zum Erfolg.

Das Team um Wirtschaftsprüfer/Steuerberater Tobias Sick und die Steuerberater Patrick Hummer und Volker Zehnle zählt zahlreiche namhafte Startups der Region zu seiner Mandantschaft, bietet diesen weitreichende Erfahrungen und Kontakte in der Startup-Szene und ermöglicht Startups eine unkomplizierte, speziell auf deren Bedürfnisse zugeschnittene Beratung sowie in sämtlichen Phasen den Zugang zu qualitativ hochwertigsten, lösungsorientierten und flexiblen Beratungsleistungen.

H/W/S unterstützt bei

  • der Wahl der optimalen Rechtsform
  • der Erstellung von Gründungsunterlagen inkl. Businessplan
  • der Klärung von Fragen zur Finanzierung und zu Fördermitteln
  • der Implementierung der Kosten-, Investitions- und Rentabilitätsrechnung sowie dem Aufbau von Budgetrechnungen und Controllingsystemen
  • der Professionalisierung bzw. Übernahme der Finanzbuchhaltung
  • der Lohn- und Gehaltsbuchhaltung
  • sämtlichen steuerlichen sowie bilanzpolitischen Fragestellungen
  • der Erstellung des Jahresabschlusses und der Steuererklärungen
  • der Liquiditäts- und Finanzplanung
  • Finanzierungsverhandlungen und Finanzierungsrunden
  • bei der Investorensuche und Beteiligung neuer Gesellschafter
  • bei anstehenden Due Diligence Prüfungen und beim Exit
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CyberForum – das Hightech.Unternehmer.Netzwerk aus Karlsruhe

Das neue Jahr hat zwar gerade erst begonnen, da haben wir euch schon neuen Lesestoff kreiert, um den Start in den Alltag ein wenig angenehmer zu gestalten. Getroffen haben wir uns dieses mal mit Maxine von Grumbkow, die für die Kommunikation beim CyberForum in Karlsruhe zuständig ist. Das CyberForum e.V. ist mit über 1.200 Mitgliedern das größte regional aktive Hightech.Unternehmer.Netzwerk. in Europa. Im September 2017 feierten sie ihr 20-jähriges Jubiläum und die Eröffnung des CyberLab. – für uns Anlass genug einmal genauer nachzufragen.

 

StaStu: Hallo Maxine, stellt euch bitte einmal kurz vor – was hat es mit dem CyberForum auf sich?

Maxine: Das CyberForum ist das größte regional aktive Hightech.Unternehmer.Netzwerk. in Europa mit Sitz in Karlsruhe und Baden-Baden, im September feierten wir 20-jähriges Jubiläum. Mittlerweile vernetzen sich bei uns über 1.200 Mitglieder aus der Digitalbranche! Im CyberForum stellen wir sehr unterschiedliche Angebote bereit, die zusammengefasst unseren Mitgliedern dabei helfen, wettbewerbsfähiger zu sein und in Sachen Digitalisierung vorne mitzuspielen. Außerdem veranstalten wir zahlreiche Events, von RoundTables über Fort- und Weiterbildungen bis hin zu großen Kongressen – jährlich stehen rund 160 Termine auf dem Plan. Etwa 30 davon richten sich speziell an Gründerinnen und Gründer im Hightech- bzw. IT-Bereich, so zum Beispiel der CyberChampions Award. Gründungsinteressierte führen wir mit verschiedenen Matchingformaten zu Teams zusammen. In den letzten 20 Jahren haben wir außerdem über 2.500 Gründerberatungen im CyberForum durchgeführt. Wir verfügen über enge Mentoren- und Investorennetzwerke, auf die wir für verschiedene Zwecke zurückgreifen können.

CyberLab Karlsruhe bietet Platz für bis zu 15 Startups

Im September 2017 wurde das CyberLab offiziell eröffnet. Was ist das Ziel des CyberLab? Wie kam es zu der Idee?

Die Idee hinter dem CyberLab ist es, aussichtsreiche Hightech- und IT-Gründungen in einer optimalen Umgebung zu unterstützen und die Startups so in einer Art Beschleunigungsprogramm zur Marktreife zu bringen. Zu einer optimalen Umgebung für eine Gründung gehören insbesondere ein starkes Netzwerk, Erfahrungswissen und ein klarer Fokus. Da kommt das CyberForum ins Spiel, das genau das bereithält: Unsere Startups profitieren vom Know-How erfahrener Mentoren und erhalten bereits in einer frühen Phase Zugang zu zahlreichen Unternehmen, einem eigenen Business Angel-Netzwerk und externen Venture Fonds. Ganz nach dem Prinzip „Von Unternehmern für Unternehmer“. Praktisch setzen wir das Ganze jetzt seit Ende September auf über 1.600 Quadratmetern Bürofläche mitten im Herzen der Karlsruher Digitalszene um. Auch hier spielt Fokus eine wichtige Rolle: Besprechungsräume, Gigabit Internet, moderne Möblierung, Kaffee, Drucker, alles ist startklar, damit sich neue Teams auf ihre Gründung konzentrieren können. Bis zu 15 Startups können wir hier pro Jahr aufnehmen. Das Accelerator-Programm im CyberLab ist kostenlos und die Arbeitsplätze sind dank Mitteln der EU, des Landes Baden-Württemberg und der Stadt Karlsruhe weit unter dem Marktpreis.

 

Was sind die Bedingungen, um sich bei euch um einen Platz zu bewerben und wie läuft der Bewerbungsprozess ab?

Wer Interesse hat, der darf sich einfach direkt bei uns melden. Wir prüfen dann individuell, ob die Teams die Voraussetzungen erfüllen, um vor einer erfahrenen Unternehmerjury um die Aufnahme ins CyberLab zu pitchen. Solche Pitches finden bei uns jeden Monat statt. Die Startups müssen die Jury davon überzeugen, dass sie kompetent in Markt und Technologie sind und dass sie die Motivation für eine Gründung mitbringen.

Für Teams die ihre Gründungsidee gemeinsam mit uns erst noch etwas ausarbeiten wollen, veranstalten wir außerdem regelmäßig das PreLab. Das ist ein 4-6-wöchiges Accelerator-Programm, an dessen Ende die Aufnahme ins CyberLab stehen kann.

Warum habt ihr euch dafür entschieden, das CyberLab in Karlsruhe zu eröffnen? Warum dieser Standort?

Ganz einfach: Karlsruhe ist eine IT-Hochburg. Karlsruhe liegt in einer EU Studie zu Spitzenzentren im IKT-Bereich auf Platz 4. Nur München, London und Paris sind hier stärker. Die Hochschulen sorgen stetig für qualifizierten Nachwuchs und das Ökosystem ist in einem kooperativen Modus. Das sind ideale Voraussetzungen die unter anderem dazu geführt haben, dass das CyberForum von Karlsruher Unternehmern ins Leben gerufen wurde – und von diesem Ökosystem profitiert natürlich auch und insbesondere das CyberLab.

 

Was ist euer Ziel mit dem CyberLab? Wann würdet ihr sagen, ist die Unternehmung erfolgreich?

Das Ziel ist erstmal, dass die Startups ihr Geschäftsmodell validieren, ihren Markteintritt beschleunigen und natürlich die Finanzierbarkeit sicherstellen. Dementsprechend messen wir unseren Erfolg in erster Linie am Erfolg unserer Startup-Teams. Ein Erfolg ist es auch, wenn die heutigen Teams innerhalb weniger Jahre zu Mentoren der kommenden Teams werden. Im CyberLab wollen wir speziell Hightech-Gründungen erfolgreich machen und damit außerdem die IT-Region Karlsruhe nach vorne bringen. Unsere Vision ist es, Motor und führendes Kompetenzzentrum der Digitalisierung zu sein. CyberForum und CyberLab verfolgen diese Vision in einer Symbiose.

 

Würdet ihr rückblickend alles noch einmal genauso machen oder gibt es Dinge die ihr Heute anders angehen würdet?

Die Angebote des CyberForum und des CyberLab stoßen auf große Nachfrage. Wir wachsen rasant. Im Großen und Ganzen sind wir ziemlich zufrieden. Aber natürlich lernt man auch immer dazu. Wir wollen zum Beispiel bei den IKT-Megatrends Künstliche Intelligenz, Blockchain und Internet of Things für mehr Sichtbarkeit der lokalen Szene sorgen. Wir glauben, dass wir Gründungen durch Brücken zu anderen, auch internationalen Standorten, noch besser fördern können.

Zentrale Lage – direkt im Herzen von Karlsruhe

Eignet sich die Region Karlsruhe eurer Meinung nach gut um zu gründen?

Wenn hoch ausgebildete und motivierte Mitarbeiter, zahlreiche IT- und Industrieunternehmen, bestes Netzwerk und passende Unterstützung zu einer solchen Eignung beitragen, dann ja. Wir arbeiten hier nach dem “Karlsruher Modell”, so nennen wir gerne die besondere Zusammenarbeit aller Stakeholder in Karlsruhe. Die Wege sind kurz, alle ziehen an einem Strang. Auf diese Weise konnten in den vergangenen Jahren viele erfolgreiche Unternehmen heranwachsen. Und die nackten Zahlen sprechen für sich, so hatte Karlsruhe von 2012 bis 2016 zum Beispiel den zweithöchsten Anteil von Gründungen im Hightech-Bereich. Einige Tech-Startups konnten große Deals abschließen, Stichwort Venture Capital. Blue Yonder hat zum Beispiel ein Funding in Höhe von 75 Millionen an Land gezogen, Chrono24 in Höhe von 23 Millionen. Viele Startups gehen hier von 0 auf 100, wie etwa Artiminds, GoSilico oder Pace, um nur einige zu nennen.

 

Was würdet ihr euch hinsichtlich Gründung von der Politik / der Stadt wünschen?

In Deutschland brauchen wir einen kulturellen Wandel. Die Talente die an den Hochschulen heranwachsen, sollten die Option der Gründung ganz selbstverständlich in Betracht ziehen. Das ist momentan noch nicht der Fall. Dabei sind die Möglichkeiten, die Zukunft zu gestalten, hier deutlich größer.

 

Abschließend noch einmal zum Thema Gründung: Was würdet ihr Startups mit auf den Weg geben wollen?

Da gibt’s einiges. Allem voran: Einfach machen – und mal bei uns vorbeischauen!

 

Vielen Dank Maxine für das tolle Interview und den Einblick in das CyberForum.

 

 

 

 

 

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Gründergrillen #62

BEIM GRÜNDERGRILLEN #62 AM 6. MÄRZ FREUEN WIR UNS AUF UNSEREN SPONSOR PIONIERGEIST!

Pioniergeist (www.pioniergeist.xyz) ist ein Company Builder für Corporate Startups. Sie glauben es ist Zeit für eine Bewegung, die die Kräfte im Ökosystem orchestriert und auf ein gemeinsames Ziel ausrichtet: der Wiederbelebung des Pioniergeists. Dazu bringt Pioniergeist Menschen aus Corporate und Startup in wirkungsvolle Programme, in denen sie echte unternehmerische Verantwortung übernehmen, und sorgen dafür, dass sie über sich hinauswachsen. Ihre Mission: ein einzigartiges Innovations-Ökosystem.

Wenn auch Du mit Pioniergeist gründen möchtest, lerne sie und ihre Partner in einem 2-tägigen Hackathon (http://jumpstartr.pioniergeist.xyz/) kennen oder sprich sie beim Gründergrillen an. Pioniergeist freut sich darauf:)

Unser kleines, aber feines Programm für das Gründergrillen #62:

• 19:00 Uhr: Gründergrillen startet
• ca. 20:30 Uhr: Einige Startups stellen sich vor (normale Pitches, keine Anmeldung erforderlich)
• ca. 21:00 Uhr: Drinks n´ Chat

Drinks und Grillgut könnt ihr in der Schankstelle kaufen. Mitglieder erhalten eine kostenlose Wertmarke bei uns!

Wir freuen uns auf euch und eure Pitches beim Gründergrillen #62!

Video-Clip zum Gründergrillen

Euer Startup Stuttgart Team

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Gründergrillen #60

Grand Opening in die Gründergrillen Saison 2018!

Wir freuen uns auf BARS am Dienstag, den 16. Januar für das 1. Gründergrillen 2018:

Die Business Angels Region Stuttgart (BARS) sind ein Netzwerk privater Investoren mit unternehmerischer Erfahrung. Sie bieten jungen, wachstumsträchtigen Unternehmen Wagniskapital und unterstützen persönlich mit ihrer Erfahrung sowie mit ihrem Netzwerk. Persönliche Betreuung, Vertraulichkeit und Integrität sind dabei wesentliche Grundsätze.

Bei den quartalsweisen BARS Matching-Foren bringen sie Gründer in Kontakt mit ihren mehr als 45 Investoren, deren Family Offices und Venture Capital Unternehmen sowie geladenen Gästen. Gesucht werden kompetente Gründungsteams mit Erfolg versprechenden Geschäftsideen, die auf innovativen Forschungsergebnissen bzw. wissensintensiven Technologien basieren.

Bewerben Sie sich jetzt für das Winterforum am 08.02.2018 unter www.business-angels-region-stuttgart.de/startups/bewerbung!

Unser kleines, aber feines Programm:

• 19:00 Uhr: Gründergrillen startet
• ca. 20:30 Uhr: Einige Startups stellen sich vor (normale Pitches, keine Anmeldung erforderlich)
• ca. 21:00 Uhr: Drinks n´ Chat

Drinks und Grillgut könnt ihr in der Schankstelle kaufen. Mitglieder erhalten eine kostenlose Wertmarke bei uns!

Wir freuen uns auf euch und eure Pitches!

Video-Clip zum Gründergrillen

Euer Startup Stuttgart Team

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KSK Vintage Winery – Deutschlands erstes Crowdfunding Weingut

Regionalen Weinbau der etwas anderen Art stellt die KSK Vintage Winery von Dennis und Sebastian dar. Die beiden waren es leid mit anzusehen, wie im Stuttgarter Stadtteil Rohracker alte Weinberge aufgegeben werden und ein Stück Kulturlandschaft vor den Toren der Stadt verloren geht.  Die Anschub-Finanzierung für das Projekt stemmten die beiden über eine Crowdfunding Plattform und konnten auf diese Art bereits einige Brachflächen wieder zurück in die Bewirtschaftung bringen. Deutschlands erster Crowdfunding Weinbaubetrieb hat uns von Startup Stuttgart natürlich neugierig gemacht. Wir haben uns mit Sebastian getroffen um mehr über das Konzept, ihre Pläne und den Weinbau zu erfahren.

 

StaStu: Hallo Sebastian, könnt ihr euch einmal vorstellen? Wer seid ihr und was macht ihr?


Sebastian: „Wir“ – das sind mein Co-Gründer Dennis und ich haben 2013 die KSK Vintage Winery gegründet. Wir kommen beide ursprünglich aus Rohracker und Weinbau war schon immer Teil unserer Familien. Wir haben lange mit angesehen, wie die alten Weinhänge hier nach und nach aufgegeben werden und wollten daran etwas ändern. Also haben wir beschlossen, statt nur Trauben zu produzieren, unseren Wein selber zu keltern und haben 2014 mit einem Crowdfunding den Grundstein hierfür gelegt. Wir haben auch früher schon  Wein gekeltert, allerdings nur für den Eigenbedarf – inzwischen schaffen wir es nicht mehr, alles selber zu trinken.

Sebastian und Dennis – die Gründer der KSK Vintage Winery

Wie kam es zur Idee die Finanzierung mittels Crowdfunding anzugehen?

Uns war schon zu Beginn klar, dass wir die alten Flächen neu bewirtschaften wollen. Geld für den Ausbau der Weine hatten wir allerdings nicht. Ganz klassisch einen Kredit bei der Bank aufzunehmen kam nicht in Frage: Hätten wir einem Bänker erzählt, dass wir ein Weingut in der Steillagen-Terrasse aus dem Boden stampfen und den Wein in einem gesättigten Markt vertreiben wollen, hätte der sicher gesagt „sucht euch doch lieber einen anständigen Job, das rechnet sich nie“. Wir haben den Businessplan also gar nicht erst vorgelegt, sondern uns über Crowdfunding Leute gesucht, die unsere Idee unterstützen. Von der Resonanz waren wir echt begeistert. Es haben sowohl Leute aus der Region mitgemacht, als auch aus Hamburg, Dresden, München oder Berlin. Das war für uns der finanzielle Grundstein, um die Kosten für die erste Abfüllung decken zu können. Gleichzeitig war es für uns ein hervorragender Marktcheck, um zu schauen, ob ein kleines Weingut in Stuttgart-Rohracker im Premiumsegment überhaupt ankommt und natürlich auch ein Marketing-Schachzug, um auf uns aufmerksam zu machen, bevor der Wein rauskommt – wie gesagt, 4000 Flaschen trinkt man nicht mal eben so alleine aus.

Über das Crowdfunding haben wir schnell gemerkt, dass ein Interesse da, ist die Kulturlandschaft hier zu erhalten und uns zu unterstützen.  Von 105 Unterstützern haben gleich zu Beginn 35 Leute eine Rebstockpatenschaft gebucht – das ist natürlich cool.

 

Wie kann man sich bei euch einbringen und euch unterstützen?

Grundsätzlich kann man sich auf unterschiedliche Arten einbringen. Wer Zeit und Lust hat ist herzlich eigenladen, uns im Weinberg zu unterstützen. Die Teilnehmerzahl ist immer ganz unterschiedlich, mal sind wir 20 Personen ein anderes Mal zu dritt – aber jede Hilfe ist für uns immer großartig.

Die Währung der Stunde ist hierbei die Zeit, die Leute investieren, um uns im Weinberg zu unterstützen. Im Gegenzug versuchen wir Wissen zu vermitteln. Hier haben wir scheinbar einen Zeitgeist getroffen. Viele Leute scheinen in ihrer täglichen Arbeit nicht mehr viel Sinnstiftendes zu sehen und sind unter dem Strich einfach froh, wenn sie Feierabend haben. Am Wochenende sucht man dann häufig nach etwas Sinnvollerem. Hier kommen wir ins Spiel und ich würde sagen es ist eine Win-Win Situation- wir freuen uns über jede helfende Hand und gleichzeitig lernen die Leute etwas über Weinbau, hinter dem weit mehr Arbeit steckt als nur einmal im Jahr Trauben zu ernten. Gerade wenn man auf chemische Unkrautvernichter wie Glyphosat verzichtet, gibt es einfach nur die gute alte Hacke. Und sowas macht in ner netten Truppe dann doch mehr Spaß als alleine. Nach getaner Arbeit haben wir dann immer gemeinsam einen schönen Ausklang bei Vesper und Wein.

Weinberge in Stuttgart-Rohracker

Eine andere Möglichkeit der Unterstützung ist in Form einer Rebstock-Patenschaft. Wer sich nicht die Finger schmutzig machen kann oder möchte, kann eine Patenschaft für einen Rebstock übernehmen. Jeder Pate erhält als kleines Geschenk eine Flasche unseres Premium- Weins und ist über´s Jahr eingeladen, auch im Patenschafts-Weinberg mitzuhelfen. Mit der Differenz, die wir über die Patenschaften einnehmen, decken wir die laufenden Kosten oder können in neue Flächen investieren.

Seit diesem Sommer bieten wir ebenfalls Teambuilding-Events für Unternehmen bei uns im Weinberg an. Bei unserem ersten Event kamen die Mitarbeiter aus ganz Deutschland und sogar USA und haben einen Tag bei uns im Weinberg verbracht. Die Meisten kannten diese Ecke von Stuttgart bisher nicht und waren begeistert ein Stück fast verloren gegangene Weinbau-Kultur aus dem Schwabenland kennen zu lernen und gleichzeitig unser Projekt mit ihrem Firmenausflug zu unterstützen. Es ist eigentlich nachhaltiges Teambuilding – die Firma macht ihren Standort für die Mitarbeiter attraktiv, unterstützt gleichzeitig ein regionales Projekt, alle haben Spaß dabei und lernen sogar noch was.

 

Was habt ihr euch für die kommenden Jahre vorgenommen?

Unser ganz großes Ziel ist es natürlich, die Weinberge hier in Rohracker zu erhalten, Brachflächen wieder zu bewirtschaften und damit die Einzigartigkeit und Ursprünglichkeit des Tals herauszustellen. Wenn wir das schaffen haben wir schon viel erreicht.

Wir haben keine schicke Vinothek, in der wir die Leute bequatschen, warum unser Wein besser ist oder wie der Preis zustande kommt. Dafür hätten wir auch gar keine Zeit. Wer sich dafür interessiert muss mit raus, dahin wo wir am Wochenende sind –  und jeder der einmal zwei Stunden in den Steilhängen mitgearbeitet hat versteht den Mehraufwand, den wir hier betreiben und ist bereit, dafür auch den einen oder anderen Euro mehr zu bezahlen. Unser Ziel ist nicht zu einem ein riesen Weingut zu werden, dafür ist das Tal auch viel zu klein. Wir wollen nur um das wachsen, was wir noch selbst stemmen können.

What a view – Mitten in den Weinbergen von Dennis und Sebastian

Betreibt ihr aktives Marketing um euch bekannter zu machen oder lebt ihr eher vom word-of-mouth?

Unser größter Coup war sicherlich das Crowdfunding – aber den Aktivitäten vor und während der Kampagne darf man auch nicht unterschätzen. Heute greifen wir auf nur auf die kostengünstigen Varianten wie unsere Homepage, Facebook oder Instagram zurück. Große Budgets für Marketing haben wir als Startup natürlich nicht. Es geht vielmehr darum, das wenige Geld gut zu investieren und so z.B. auch die richtigen Veranstaltungen für unser Brand-Building zu finden. Was beispielsweise für uns nicht funktioniert hat, waren große Messen. Das ist zu anonym, mit hohen Standgebühren verbunden und die Leute wollen nicht mit einer Flasche Wein über die Messe laufen. Stattdessen suchen wir uns heute gezielt kleine Events oder Stadtfeste mit der richtigen Zielgruppe, um unsere Bekanntschaft zu erhöhen und gleichzeitig über den Ausschank der Weine zumindest unsere Kosten zu decken.  Zusätzlich organisieren wir noch eigene kleine Events, wie beispielsweise unser Sommerfest – ein Open-Source-Akustik-Konzert in unserem abgelegenstem Weinberg – eigentlich nur per GPS-Koordinaten zu finden und bisher noch ein Geheimtipp unter denen, die den Schritt aus dem Kessel zu uns gewagt haben

 

Habt ihr noch einen Tipp für andere Gründer? Was wollt ihr anderen mit auf den Weg geben?

Mein Tipp wäre, dass man sich immer an das halten sollte was einem Spaß macht und worin man auch gut ist. Wir sind zwei komplett unterschiedliche Charaktere und das ist auch gut so. Dennis ist zuständig für alles, was mit Rechnungen, Zahlen, Bilanzen und Steuern zusammenhängt. Meine Stärken liegen eher im Bereich Vertrieb, Marketing und dem Organisieren von Events. So haben wir das auch aufgeteilt und keiner muss sich mit was rumschlagen, worauf er keinen Bock hat.

KSK – Vintage Winery

Eurer Erfahrung nach, wie eignet sich die Region Stuttgart für ein Startup? Würdet ihr anderen empfehlen hier zu gründen?

Grundsätzlich bin ich der Überzeugung, dass sich die Region sehr gut zum Gründen eignet. Es handelt sich um einen wirtschaftsstarken Standort mit einer großen Kaufkraft – was in unserem Fall, wenn man am Ende ein Produkt verkaufen will, natürlich essentiell ist. Auch für die Teambuilding-Events können wir uns über einen Mangel an Firmen mit Standort Stuttgart und unserer Nähe zur Messe mit den ganzen Tagungshotels natürlich nicht beschweren.

 

Was sucht ihr gerade?

Zum einen suchen wir natürlich immer Leute, die Lust haben mal mit anzupacken und dabei was zu lernen. Wir bieten Wissensaustausch gegen Arbeitskraft und Schweiß. Auch im Patenschafts-Weinberg sind noch genug Rebstöcke frei. Und ganz aktuell suchen wir natürlich Kontakte und Ansprechpartner in die Unternehmen der Region, um unsere Teambuilding-Events bekannter zu machen und im Frühjahr/ Sommer 2018 damit durchzustarten.

 

Vielen Dank für den tollen Einblick und das Interview Sebastian.

Liebe Community, wenn ihr am Wochenende mal wieder nichts mit euch anzufangen wisst oder einfach mal mehr über das weiße, rote und rosa Zeug lernen wollt, was man sich Wochenends häufig einverleibt, dann freuen sich Dennis und Sebastian immer über fleißige Helfer.

 

Dennis Keifer & Sebastian Schiller, sind Winzer und alte Sandkastenfreunde aus dem beschaulichen Stuttgart-Rohracker. Während ihrer Ausbildung in renommierten Weingütern der Region und verschiedenen vinophilen Auslandsauf-enthalten wuchs in der Wunsch vom eigenen Wein. Weinberge sind seit Generationen in der Familie – was fehlte, war die Kohle, um das Ding einfach zu starten. Über Deutschlands größte Crowdfunding-Plattform bekamen die beiden von begeisterten Weinfreunden aus ganz Deutschland finanzielle Unterstützung für ihre Unternehmensgründung. Das Projekt ist noch immer online: www.startnext.com/ksk-vintage-winery

 

 

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Startup Weekend Stuttgart – in 54h von der Idee zum Startup

Vom 01.12 – 03.12 war es wieder soweit. An der Hochschule der Medien fand das 10. Stuttgarter Startup Weekend statt. In nur 54 Stunden entwickeln einzelne Teams, ihre Idee weiter zu einem Startup, welche am Sonntagabend in den finalen Pitches vor der Jury präsentiert wurden. Mehr zum Format, den Teams und den Gewinnern könnt ihr in unserem kurzen Artikel lesen. 

 

Das offizielle Format Startup Weekend gehört in der Zwischenzeit zu Techstars und wurde in mehr als 150 Ländern bereits über 2.900-mal durchgeführt. Die Veranstaltung in Stuttgart, wurde gemeinsam von der Hochschule der Medien und Startup Stuttgart organisiert.

Am Freitagabend war es endlich wieder soweit, die Moderatoren Kathleen Fritzsche und Johannes Ellenberg hießen die ca. 150 Gäste an der HdM willkommen. Und dann ging es direkt los: Jeder Teilnehmer hatte die Chance seine Startup Idee vorzustellen und von den anderen Teilnehmern voten zu lassen. Aus 31 tollen, abwechslungsreichen Ideen wurden die besten 15 Ideen ausgewählt, an denen über das Wochenende in Teams gearbeitet wurde. Während der gesamten Zeit standen den Teams erfahrene Gründer, Mentoren und Coaches zur Verfügung, die bei Fragen mit Rat und Tat zur Stelle waren und auch halfen durch gezielte Fragen an die Startups, unterschiedliche Blickwinkel zu beleuchten.

Die Teams beim Startup Weekend in Action

Von Freitagnacht bis Sonntagabend haben die Teams motiviert und mit Vollgas bis tief in die Nacht gearbeitet. Es wurden Ideenskizzen angefertigt, Moderationskarten fleißig beschriftet und zur Visualisierung genutzt und natürlich heiß diskutiert. Während die einen am Business Modell Canvas arbeiteten und überlegten mit welchen Fragen Sie Ihre Interviews mit der Zielgruppe durchführen, überlegten andere, ob sie ihre ganze Idee nochmal auf den Kopf stellen und mit einem neuen Thema an den (Neu-)Start gehen. Die klassische Gefühlsachterbahn, die auf jedem Startup Weekend zu beobachten ist. Dass das weder ungewöhnlich noch dramatisch ist hat auch Mitorganisator, Nils Högsdal, betont. Die erste Idee muss also nicht die Beste sein. Erst sollte das Problem und die potentielle Lösung klar ist, sollte damit begonnen werden das Produkt zu entwickeln.

Der erste Schritt ist geschafft – das Thema Talent Coach wurde gevotet, nun geht es in die Teamphase

Während des gesamten Wochenendes gab es immer wieder die Möglichkeit, durch Vorträge, z.B. von mm1 Details mit dem Thema Lean Startup und Business Modell Canvas, wichtige Aspekte zu vertiefen, um diese direkt im Anschluss, in der Ausarbeitung der Strategie zu nutzen.

Sonntagabend, um 17 Uhr fanden sich alle Teams zu den finalen Pitches ein. Jedes Startup bekam 4 Minuten Zeit, seine Idee vor der sechs-köpfigen Jury vorzustellen und dann anschließend 2 Minuten um Fragen zu beantworten. Ein großen Applaus an dieser Stelle für alle 15 Teams, die mit wirklich grandiosen Pitches gezeigt haben, was man in nur einem Wochenende leisten kann. Auch wenn nicht alle Startups gewinnen konnten, war sich die Jury einig, dass sich jedes Team seit Freitag großartig weiterentwickelt hat.  Nicht jede Idee wird schlussendlich zum erfolgreichen Startup werden, garantiert hat aber jeder an diesem Wochenende viel gelernt und Spaß gehabt – und das ist ja schließlich das Wichtigste.

 

Der Sieger des Abends war „The Female Company“, die durch dem “Mentor’s Pick” und auch dem „Overall Winner“ gleich zwei Preise abgeräumt haben, mit ihrer Idee, das Tampon Geschäft zu revolutionieren. Mit dem „Most unusual Prize“ wurde Condi ausgezeichnet, die einen Gewürzmischer auf den Markt bringen möchten. Das Startup Voluntero hat sich den Preis als „Social Innovative Startup“ verdient, mit der App-basierten Idee Soziale Projekte und Freiwillige zu vernetzen. Abschließend gab es noch den Preis für den besten Pitch – bei dem zwei Startups gleich auf waren und beide zum Gewinner gekürt wurden: Rock my Sleep und Innotaste.

Das Team “The Female Company”

Abschließend bleibt zu sagen, dass es eine rundum gelungene Veranstaltung war und alle Teams (verdient) noch bis spät in die Nacht gefeiert haben. Ein ganz großes Dankeschön geht an alle Organisatoren und Helfer die im Vorfeld und auch während der Veranstaltung eine super Performance  geboten haben, an alle Coaches und die Jury die ihr Wochenende dafür “geopfert” haben und natürlich alle Teilnehmer.

Wer jetzt Lust bekommen hat auch einmal bei einem Startup Weekend dabei zu sein ist herzlich eingeladen sich die nächsten Termine auf der Homepage einmal anzusehen. Wir freuen uns bereits aufs nächste Jahr und hoffen, dass wir noch einiges von den tollen Startup Ideen hören werden!

 

 

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LB:uild – Ludwigsburgs neues Startup Innovation Center stellt sich vor

Wir haben uns mit Gerald Holler unterhalten, selbst Gründer von COMPRIS, ein Vertriebsdienstleisters für die IT Branche, mit Sitz in Ludwigsburg. Gemeinsam mit der Wolff und Müller Gruppe hat er nun das Startup Innovation Center LB:uild in Ludwigsburg ins Leben gerufen. Im November eröffnet, ziehen in bereits in Kürze die ersten Gründer ein. Der Focus liegt auf einem intensivem Networking mit Kooperationspartnern und Corporates, Know How Transfer & (Co-)Working Space für kurz- und mittelfristigen Bedarf. Startup Stuttgart hat mit Gerald über LB:uild gesprochen und dabei die neuen Räumlichkeiten direkt mal unter die Lupe genommen.

 

StaStu: Hallo Gerald, kannst du uns erzählen, was ihr euch mit LB:uild zum Ziel gemacht habt?

Gerald: In  der Umgebung von Ludwigsburg finden sich mehr als 800 Unternehmen, die einen Umsatz von mehr als 15 Mio. € (Quelle Compris) erwirtschaften aber die Startup Kultur ist sicherlich noch ausbaufähig. Viele finden Startups cool, die Idee cool, aber eigentlich handelt es sich dabei um Unternehmertum.  Wir haben es uns zum Ziel gemacht Startups zum Leben und Überleben zu verhelfen. Viele gegründete Startups scheitern in den ersten 5 Jahren.  Einer der Gründe ist sicherlich, dass Unternehmertum sehr komplex ist, ich denke dabei an beispielsweise Controlling, Bank, Finanzplanung, Steuer, Personalrecht, Arbeitgeberrechte, Arbeitsschutzverordnung … es ist ein Moloch an Stolpersteinen. Jedes Startup muss somit an einem Punkt die Kurve zum Unternehmer bekommen – sonst überlebt man nicht. Die Schule selbst leistet in Deutschland zu diesem Thema keine Vorbereitung. Man erhält in unseren Schulen derzeit kaum bis keine Unternehmerausbildung. Hier möchten wir gerne den Mehrwert stiften und Startups nicht nur Räumlichkeiten und die Möglichkeit zum Netzwerken bieten, sondern ebenfalls Hilfestellung bei Fragen rund um das Thema Unternehmertum. Weiter möchten wir auch den Kontakt zu Corporates in der Region herstellen um Startups ganz gezielt die Chance zu geben, ihre Ideen auch einmal zu testen und zu verproben.

Die Fläche eignet sich ebenfalls hervorragend für Veranstaltungen um die Szene weiter zu vernetzten – auch das würden wir gerne unterstützen.

 

Wann geht es offiziell los? Auf der Homepage steht noch coming soon?

Ende November / Anfang Dezember fällt der offizielle Startschuss und die ersten Startups ziehen am 1.12 auf die Fläche. Wir planen derzeit auch noch eine „weiche“ offizielle Eröffnung mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Ludwigsburg und auch der IHK – welche beide große Unterstützer der Unternehmung sind. Hier laden wir auch alle Startups ein, einfach mal vorbei zu kommen, sich die Flächen anzusehen oder Probe zu sitzen. Der offizielle Termin lässt sich auf unserer Homepage finden.

Mitten in Ludwigsburg befinden sich die Räumlichkeiten von LB:uild

Habt ihr euch schon einmal ein wenig umgehört, was die bisherige Resonanz auf LB:uild ist?

Ja. Es gibt zwei grundlegende unterschiedliche Gruppen. Die Einen fragen erst einmal‚ was ist das und wozu braucht man das‘, die andere Gruppe ist sehr unterstützend und freut sich, dass Ludwigsburg auch endlich eine Fläche bekommt. In Stuttgart passiert in diesem Bereich schon extrem viel – Ludwigsburg ist da noch etwas unterrepräsentiert.  Wir sehen uns gerade auf der Achse Ludwigsburg-Waiblingen als Plattform die StartUps unterstützt.

 

Wie finanziert ihr die Räumlichkeiten bisher?

Mein Unternehmen die COMPRiS GmbH ist offizieller Mieter der Fläche. Sponsor und Partner ist Wolff und Müller. Darüberhinaus gibt es „Partnerschaften“ die aber nicht finanziell beteiligt sind.

 

Habt ihr euch eine „Deadline“ gesetzt bezüglich Anlaufphase und ab wann würdet ihr die Idee als „erfolgreich“ bezeichnen?

Vorerst haben wir uns die Deadline von zwei Jahren gesetzt. Wenn es bis dahin nicht gut angelaufen ist oder angenommen wird, müssen wir sehen, wie es weiter geht. Gut angelaufen oder erfolgreich bedeutet für uns zunächst eine Auslastung von ca. 60% der Fläche.

Derzeit bietet die neu gestaltete Fläche Platz für 46 Personen

Wie läuft es bei euch ab? Wer kann sich melden? Jeder? Eine Idee? Ein gegründetes Unternehmen? Gibt es thematische Eingrenzungen?

Wir haben keine offiziellen Vergabeprozesse. Grundsätzlich kann sich jeder bei uns melden – Voraussetzung sollte sein, dass hinter der Idee oder dem Startup entweder eine Form der Innovation steckt oder es sich um eine „Problemdomäne“ handelt, sprich das Startup mit seiner Idee ein Problem löst. Auch der Reifegrad eines Startups ist hierbei vollkommen offen, es kann sich um eine Idee handeln oder ein bereits gegründetes Startup. Ist ein Startup bereits sehr erfolgreich unterwegs und profitabel, macht es vielleicht für beide Seiten wenig Sinn, das würden wir dann im Einzelfall aber prüfen. In Summe muss der Mix der einzelnen Startups stimmen – damit auch Vernetzung und gegenseitige Hilfe stattfinden kann.

Bei Interesse bieten wir dann gerne eine Form des Inputs oder Coachings an, das ist aber nur ein Angebot und kein „Muss“. Ziel ist es aus dem Netzwerk Schnittstellen mit Corporates und externen Spezialisten zu schaffen um einem Startup die bestmögliche Starthilfe zu geben.

 

Sind eure Räumlichkeiten an zeitliche Bedingungen geknüpft? Wie lange darf man bei euch max. einziehen?

Das handhaben wir mit jedem Startup ganz flexibel. Die Regel sollte schon sein, dass ein Startup für einen längeren Zeitraum einzieht. Im Ausnahmefall geht es auch, dass man Räumlichkeiten für ganz kurze Zeitfenster zur Verfügung stellt – mehr in Richtung Co-Working – darüber hinaus stellen wir die Verträge dann für drei, sechs oder zwölf Monate aus. Wir haben auch keine Deadline, dass wir sagen, nach drei Jahren muss ein Startup spätestens auf eigenen Beinen stehen.

Wie viele Startups können maximal bei euch einziehen?

Wir haben derzeit 46 Arbeitsplätze, das ist auch noch begrenzt erweiterbar. Falls wir dann noch weitere Anfragen haben, gibt es durch die Kooperation mit Wolff & Müller bereits auch weitere Ausweichflächen die noch herangezogen werden können.

 

Was sucht ihr gerade?

Startups auf jeden Fall. Und natürlich auch Mentoren und Unterstützer, die Interesse haben in der Szene aktiv zu werden. Und zwar gerade im Bereich in und um Ludwigsburg sowie nördlicher.

 

Vielen Dank für den Einblick und das Interview Gerald!

Und an alle Startups die noch Räumlichkeiten suchen – nutzt die Chance und schaut euch vor Ort einmal um.

 

Gerald Holler, selbst Gründer berät mit seinem Unternehmen „COMPRIS“, führende IT Hersteller in Ihrer Positioning- und Vertriebsstrategie. COMPRIS ist Geralds zweites Unternehmen und hat mittlerweile 60 Mitarbeiter, obwohl nicht immer alles „top“ war bereut Gerald die Sprung in die Selbstständigkeit bis heute nicht: „Ich mag den Spirit als Unternehmer – gestalten zu können und neue Ideen mit meinem Team umzusetzen. Klar, es gibt auch die schwierigen Phasen durch die man durch muss, aber das gehört dazu“.

 

 

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Startup Weekend Stuttgart 2017 – Be part of it

In nur 54 Stunden von der einer Idee bis zum Startup? Bereits zum achten Mal findet auch in diesem Jahr wieder das Startup Weekend in Stuttgart statt (mehr zum Startup Weekend 2016 hier). Vom 01. – 03. Dezember haben alle Gründungsinteressierte die Chance Teil einer unvergesslichen Erfahrung zu werden. Das offizielle Format Startup Weekend gehört in der Zwischenzeit zu Techstars und wurde in 150 Ländern bereits mehr als 2.900-mal durchgeführt.

Organisiert wird die Veranstaltung in Stuttgart gemeinsam von der Hochschule der Medien und Startup Stuttgart. Wir haben uns mit Prof. Dr. Nils Högsdal von der HDM und Christoph Röscher, Vorstandsvorsitzendem von Startup Stuttgart getroffen um zu erfahren, warum es sich lohnt ein Wochenende zu investieren.

 

StaStu: Hallo Nils, ihr richtet das Startup Weekend nun schon seit 5 Jahren an der HDM aus und ihr habt das Format mehr oder weniger beibehalten. Kannst du uns sagen warum?

Nils: Wir sehen uns als wichtigen „Hub“ im Stuttgarter Startup Ecoystem. Gerade die enge Anbindung an Studierende aller Stuttgarter Hochschulen sorgt für frisches Blut in die Stuttgarter Startup Szene. Gleichzeitig ist Gründerkultur ein Eckpfeiler der Strategie unserer Hochschule und ich bin überzeugt vom Transfer durch Gründung.

 

Gibt es denn Teams aus den vergangenen Jahren, die nach dem Wochenende auch tatsächlich als Startup weitergemacht haben?

Nils: Jedes Jahr gibt es einige Teams die erfolgreich gründen. Das muss nicht unbedingt die Idee des Startup Weekends sein. Mir fallen Gründer wie spotgun, filestage.io, Monikit und VirtualQ ein, welche allesamt beim Startup Weekend dabei waren.

 

Hallo Christoph, zum zweiten Mal ist StaStu nun Co-Ausrichter der Veranstaltung. Was hat euch motiviert gemeinsam mit der HdM das Startup Weekend  auszurichten? 

Christoph: Das Weekend ist wirklich ein schönes Format, um mit den Themen Gründung & Startup in Berührung zu kommen und passt damit gut in die Zielsetzung des Vereins: Das Thema Startup in der Region voranzutreiben. Die Kooperation letztes Jahr hat wirklich sehr gut geklappt und da waren wir uns im Vorstand von Startup Stuttgart gleich einig, dass wir das mit Nils und der HdM fortführen möchten.

Hinzu kommt, dass in den letzten 12 Monaten wirklich einiges in der Region passiert ist (z.b. Startup Gipfel Ba-Wü), aber leider immer noch zu viele eigene Süppchen gekocht werden statt stärker zu kooperieren. Letztendlich geht es darum gemeinsam unser kleines Ökosystem voranzubringen. Und da macht es natürlich auch nur Sinn, dass wir als Verein auch mit engagierten Partnern aus der Region kooperieren.

 

Wie kann man sich beim Startup Weekend einbringen? Kann ich auch ohne eigene Idee mitmachen?

Christoph: Es gibt viele Arten sich einzubringen, einige kommen natürlich mit einer ersten groben Idee, mit der Hoffnung diese mit anderen Teilnehmern über das gesamte Wochenende weiterzuentwickeln. Aber auch ohne Idee macht es Spaß. Ich selber habe vor einigen Jahren als Team-Mitglied mitgemacht. Und es ist einfach spannend, wie Leute die sich vorher gar nicht kannten an einem Wochenende zu einem Team zusammengeschweißt werden, mit dem Ziel ein MVP bis zum großen Finale am Sonntag zu entwickeln.

Gerade die Mischung der Teilnehmer macht es aus. Von Abiturienten, Studenten, Berufserfahrene und auch mal ein Pensionär J Man braucht wirklich keine Berührungsangst haben und sollte nur etwas Spaß mitbringen.

Aber auch wenn man nicht so viel Zeit hat, kann man alternativ auch nur zum Finale am Sonntag kommen, an dem die Teams ihre Ideen pitchen. Letztes Jahr hatte ich meine zehnjährige Tochter dabei und sie war so fasziniert, dass sie bis zum Schluss bleiben wollte.

Nils, plant ihr Änderungen im Format ggü. den Jahren zuvor? Gibt es einen bestimmten Fokus auf einzelne Ideenbereiche oder ist jede Idee bei euch willkommen?

Nils: Wir wollen das Format bewusst offen halten und auch Personen ohne Themen- bzw. Branchenbezug eine niedrigschwellige Teilnahme ermöglichen. Es immer mehr vergleichbare Formate in- und um Stuttgart herum, aber es gibt halt nur ein echtes Startup Weekend. Unsere Stärke ist zudem der internationale Fokus und wir werden diesmal auf Englisch „facilitaten“. Eine Änderung ist, dass wir bewusst etwas kleiner planen, was die Anzahl der Pitches angeht. Dadurch können wir die in unserem „Cubus“ beliebte Townhall-Atmosphäre sicherstellen, welche im Mai bereits bei unserer Generation Media Startup alle Anwesenden begeisterte.

 

Wie in jedem Jahr habt ihr auch dieses Mal wieder kompetente Mentoren, die den Teams mit Rat und Tat zur Seite stehen – könnt ihr über die Mentoren und Juroren bereits mehr verraten?

Nils: Da sind wieder viele Urgesteine der Stuttgarter Startup Szene dabei. Gleichzeitig haben wir mit der Verknüpfung mit dem International Entrepreneurship Education Summit auch hochkarätige Experten aus dem Ausland dabei. Dazu zählen unter anderem Sean Brannagan aus Syracuse (NY) und Sharon Tal-Itzkovitch aus Israel, welche sowohl mit der Media Next Studie wie mit dem neuen Buch „Where to Play“ weltweit wertvolle Beiträge geleistet haben und bei uns echte Deutschlandpremieren bieten. Die Juroren bilden die Stuttgarter Startup Szene ab, sowohl Corporate (Startup Autobahn) wie auch erfolgreiche Gründer werden dabei sein.

Zum Abschluss – Warum sollte jemand 54h seiner Lebenszeit „eingesperrt“ in der HDM verbringen?

Christoph: Was macht man sonst an seinem Wochenende? Hier hat man die Chance neue Leute, Ideen, Methoden kennenzulernen und auch ganz gezielt und konzentriert ein Geschäftsmodell zu entwickeln. Und wer weiß, vielleicht wird da auch der der Grundstein für das nächste Einhorn gelegt.

Nils: Vor gut 5 Jahren sagte ich einer Studierenden, die sich in letzter Minute anmeldete und fragte, ob sie es machen sollte „this might change your life“. Sie kam nachher zu mir und sagte einfach „Danke!“. Jeder, d.h. Studierende, Mitarbeiter in Unternehmen und jemand mit konkreter Gründungsabsicht wird eine Menge mitnehmen. Wenn die Idee nicht trägt, dann haben die Teilnehmer trotzdem viel Spaß gehabt und viel gelernt. Im besten Fall hat man seine zukünftigen Mitgründer getroffen und danach wird durchgestartet. Es ist ein intensives Wochenende und es ist die Gelegenheit einfach mal weiterzudenken. Die Welt verändert sich und das Denken in disruptiven Geschäftsmodellen bringt jeden weiter.

 

Vielen Dank Nils und Christoph für den Einblick in das Startup Weekend.

Und noch zum Schluss an alle Interessierten und Unentschlossenen, feiern gehen könnt ihr jedes Wochenende – diese Chance bietet sich nur einmal im Jahr. Also stellt das Bier weg, steht vom Sofa auf, kriecht aus dem Bett und begebt euch am 01.12 an die HDM.

Tickets für das Startup Weekend findet ihr hier.

 

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innolution valley – DAS Startup-Event am 3. und 4. November 2017

Die innovativsten Startups und finanzstärksten Investoren zu Gast in Baden Württemberg

Am 3. und 4. November 2017 erlaubt die innolution valley einen Einblick in das gesamte Spektrum der Startup-Szene. Mehr als 1.800 Besucher finden sich zu dem Event, wobei vom einfachen Studenten bis zum CEO jeder gerne gesehen ist. Erwartet werden etwa 120 Startups, die ihre aktuellen und zukünftigen Projekte auf einer Fläche von ca. 3.000 m² präsentieren. Dank Vertretern der regionalen und überregionalen Presse ist aber auch für eine Sichtbarkeit weit über die Grenzen der Messe selbst hinaus gesorgt. Startups haben dabei die Möglichkeit, die eigenen Ideen im Rahmen von Startup Pitches einem breiten Publikum vorzustellen. Dafür stehen jeweils sechs Minuten Zeit zur Verfügung, die sich auf drei Minuten Pitch und drei Minuten für Fragen aufteilen. Vertreter von Unternehmen und Presse sowie Blogger und Investoren lassen sich damit direkt ansprechen.

Die teilnehmenden Startups und Unternehmen stammen aus allen erdenklichen Branchen. Von der Automobilindustrie über FinTechs bis hin zu Handel und Dienstleistungen ist für jeden etwas Passendes dabei. Gerade für neue Gründer ergeben sich damit auch zahlreiche Möglichkeiten. Der Austausch mit wichtigen Entscheidern mittelständischer und großer Unternehmen ist auf Augenhöhe möglich. Mithilfe der Event-App fällt es dabei besonders leicht, schon während der innolution valley in Kontakt zu treten. Natürlich stehen Kontakte aber auch später noch zur Verfügung.

Zum Programm gehören zahlreiche Vorträge von insgesamt 80 namhaften Speakern. Darunter finden sich Erfolgsgeschichten von Gründern, aber auch interessante Einblicke in Themen wie die Digitalisierung oder die Zusammenarbeit von Startups und Corporates. Zu den Themen zählen unter anderem Industrie 4.0 mit Robotik und 3D-Druck sowie das enorm spannende und schnell wachsende Feld der Künstlichen Intelligenz. Darüber hinaus gibt es viel zu erfahren über das Internet of Things, Virtual Reality und grundlegende Dinge wie die Gründung und die Finanzierung von Startups. Hier kann jeder noch etwas dazulernen. In Workshops und Brainstorming-Sessions lassen sich dadurch erworbene Kenntnisse auch gleich in der Praxis umsetzen. Unternehmen und Startups erarbeiten hier in enger Zusammenarbeit Lösungsansätze für die Probleme von heute und noch kommende Herausforderungen.

Das Networking genießt bei der innolution valley einen hohen Stellenwert. Der direkte Austausch zwischen Unternehmen, Startups und Besuchern wird aktiv gefördert, etwa durch den Jobcorner, in dem jeder seine offenen Stellen präsentieren und so direkt vor Ort neue Mitarbeiter finden kann. Auf der Funding-Stage lassen sich außerdem eigene Venture- und Accelerator-Programme einem hoch interessierten Publikum vorstellen. Neben Startups und Unternehmen sind auch Investoren und Business Angels vor Ort, die gerade junge Projekte entscheidend nach vorne bringen können. Junge Gründer mit einzigartigen Ideen erhalten dadurch die Gelegenheit, die passenden Partner für eine erfolgreiche Zukunft zu finden.

Stattfinden wird die innolution valley in Ludwigsburg nahe Baden-Württembergischen Hauptstadt Stuttgart. Nationale und internationale Vertreter von Startups und Corporates aus allen Bereichen finden hier einen Ort für ein gemeinsames Zusammentreffen und den direkten Austausch. Die Besucher stammen nicht nur aus dem regionalen Raum, sondern sowohl aus dem nationalen als auch internationalen Raum. Neue Kontakte lassen sich bei der After Party am Freitag in entspannter Atmosphäre knüpfen.

Dank des breiten Themenangebots und den vielen vertretenen Unternehmen aus allen erdenklichen Bereichen ist die innolution valley für jedes Startup und Unternehmen einen Besuch wert. Studenten erhalten außerdem die Möglichkeit, einen Einblick in die Szene zu erhalten und sich mit Gründern und Unternehmen über die Möglichkeiten und Herausforderungen von Startups auszutauschen. In angenehmer Atmosphäre gelingt ein Blick auf die Zukunft der Industrie in Kombination mit Networking und angenehmen Nebentätigkeiten.

Mehr Infos gibts unter: https://innolutionvalley.com

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Mitgründer gesucht | das Co-Founder Speed Dating

Am 18. Oktober 2017 findet das diesjährige Event „Mitgründer gesucht – Co-Founder Speed Dating“ von 17:30 – 20:00 Uhr statt. Die Veranstaltung der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) richtet sich an Gründer, die noch Mitgründer für ihre Teams suchen und an Gründungsinteressierte, die gerne in einem Gründungsteam mitarbeiten möchten.

Die Veranstaltung im Rahmen der WRS-Initiative HiTURS dient als Plattform zum Kennenlernen, Austauschen und Vernetzen. Nach einer kurzen Begrüßung wird der Matching-Prozess angestoßen, der das Kennenlernen möglichst vieler anderer Teilnehmer ermöglicht.

Folgender Ablauf ist geplant:
ab 17:00 Uhr: Eintreffen der Teilnehmer
17:30 Uhr: Begrüßung und Infos zum Ablauf des Speed Datings
17:45 Uhr: 60 Sek. Pitches der Teilnehmer | Ich biete & Ich suche
18:15 Uhr: Speed Dating
ab 19:15 Uhr: Freies Netzwerken
20:00 Uhr: Ende

Datum: Mittwoch, 18. Oktober 2017
Uhrzeit: 17:00 – 20:00 Uhr
Ort: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg, Theodor-Heuss-Straße 4, 70174 Stuttgart

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlosJETZT ANMELDEN! | Anmeldeschluss: Sonntag, 15. Oktober 2017

Veranstalter:
HiTURS – HighTech Unternehmertum Region Stuttgart ist eine Initiative der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) | weitere Information unter: www.hiturs.region-stuttgart.de