In unserer Reihe „10 Fragen an…“ freuen wir uns, dass Johanna und Laura Kutter von tour de sens die 10 Fragen beantwortet haben. Mit ihrer wunderbaren Geschäftsidee konnten sie auch zum Elevator Pitch auf der Gründerzeit Anfang März 2012 die Jury überzeugen und erreichten den dritten Platz. Herzlichen Glückwunsch dazu nochmals an dieser Stelle!
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Startup Stuttgart: Wer seid ihr und welches Produkt oder Dienstleistung verkauft ihr?
Johanna & Laura: tour de sens veranstaltet Reisen für Blinde, Sehbehinderte und Sehende. Wir bieten integrative Reisen an, die Blinden und Sehbehinderten autonomes und barrierefreies Reisen ermöglichen und gleichzeitig allen die Chance geben, mehr als nur Sehenswürdigkeiten zu erleben.

StartUp Stuttgart: Seit wann gibt es euch als Unternehmen?
Johanna & Laura: Seit Herbst 2011.

StartUp Stuttgart: Wie seid ihr auf eure Gründungsidee gekommen?
Johanna & Laura: Unser Anliegen war es seit längerem, das Reisen für diejenigen zu erleichtern, die mit Barrieren im Tourismus zu kämpfen haben. Die Idee zu tour de sens reifte schließlich während vieler gemeinsamer Aktionen mit der Stuttgarter Bezirksgruppe des Blinden- und Sehbehinderten Verbandes und während vieler Gespräche mit einem blinden Spanier, der in Lauras Straße in Granada Lottoscheine verkaufte.

StartUp Stuttgart: Was habt ihr vorher gemacht und wie kam es dazu, dass ihr als Schwestern die Entscheidung getroffen habt, zusammen zu arbeiten?
Johanna & Laura: Laura ist seit einigen Jahren als Reiseleiterin und Produktmanagerin in der Reisebranche unterwegs. Ihre Spezialgebiete sind vor allem Spanien und Kuba. Johanna war zur Gründung frisch mit dem Wirtschaftsstudium fertig und hat nebenher für ein Fraunhofer Institut gearbeitet. Als Schwestern wollten wir zusammenarbeiten, da wir beide den Traum der Selbständigkeit leben wollten und weil wir ein Super-Team sind. Mit unseren Qualifikationen – Touristik und BWL – ergänzen wir uns perfekt und liefern eine solide Basis für tour de sens.

StartUp Stuttgart: Was waren bei der Gründung eures Startups die größten Herausforderungen?
Johanna & Laura: Die gesetzlich vorgeschriebenen Regelungen zu Touristik-Versicherungen und die sehr spezielle umsatzsteuerrechtlichen Behandlung von Reiseveranstaltern machten uns anfangs ganz schön zu schaffen. Hier half letztlich kein BWL-Studium und kein Gründerseminar sondern allein: Gesetzestexte wälzen und Steuerberater engagieren.

StartUp Stuttgart: Warum habt ihr euch für Stuttgart als Standort entschieden und nicht wie viele andere Startups für Berlin?
Johanna & Laura: Dass in Stuttgart unser wichtigstes Netzwerk innerhalb unserer Zielgruppe verankert ist hat eine große Rolle für die Entscheidung gespielt. Und, um es mit Kraftklub zu sagen: „Ich will nicht nach Berlin!“. Berlin-Leben haben wir beide schon hinter uns. Viel wichtiger sind jetzt Spätzle und Maultaschen!

StartUp Stuttgart: Was möchtet ihr Gründern speziell als Tipp mitgeben, wenn sie in Stuttgart gründen möchten?
Johanna & Laura: Geht zur Gründerzeit und nehmt am Elevator Pitch teil! Man kann sich nie genug Feedback für seine Idee holen.

StartUp Stuttgart: Angenommen ihr hättet die Chance einen Tag lang Bürgermeister von Stuttgart zu sein, was würdet ihr verändern?
Johanna & Laura: Wir würden ein Tastmodell für das Alte Schloss in Auftrag geben und die Verkehrsplaner auf mehr Barrierefreiheit einschwören. Und natürlich würden wir gebieten: reißt nicht zu viele historische Gebäude ab!

StartUp Stuttgart: Mit wem würdet ihr gerne einmal Essen gehen und warum?
Johanna & Laura: Mit dem blinden Bergsteiger Andy Holzer, weil er uns mit seinem Mut und seiner Vision fasziniert und uns sicherlich viele gute Ratschläge für tour de sens geben könnte.

StartUp Stuttgart: Wo seht ihr euch mit tour de sens heute in fünf Jahren?
Johanna & Laura: In fünf Jahren ist tour de sens bekannter Spezialist für barrierefreies Reisen und hat dazu beigetragen, dass Barrieren im Tourismus und Barrieren zwischen Blinden und Sehenden tatsächlich abgebaut wurden.

StartUp Stuttgart: Vielen Dank für das tolle Interview. Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg für tour de sens!

In Prachtlage direkt am Hauptbahnhof bekommt die Startup-WG  „Ossietzky 4“ immer mehr Mitbewohner. Weiterlesen

Auf dem Elevator Pitch der Gründerzeit Anfang März haben sich eine Menge Gründer mit super spannenden Geschäftsideen vorgestellt. Martin Kluck war einer von ihnen, hat die Jury in der ersten Runde absolut überzeugt und dann mit seinem Social Business Kipepeo-Clothing den 2. Platz abgesahnt. Wir freuen uns sehr, dass er unsere „10 Fragen“ beantwortet hat. Viel Spaß beim Lesen.

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StartUp Stuttgart: Wer bist Du und welches Produkt oder Dienstleistung verkaufst Du?
Martin Kluck:
Martin Kluck, 29, aus Stuttgart, Gründer von Kipepeo-Clothing.
Wir bedrucken und verkaufen fair produzierte T-Shirts, deren Motive von Kindern einer Grundschule in Tansania gestaltet wurden, die wir im Jahr 2008 unterrichtet haben. Von den Erlösen sorgen wir für die medizinische Betreuung der Kinder, Verpflegung, Schulgebühren, Schulutensilien und den Bau neuer Gebäude.

StartUp Stuttgart: Seit wann gibt es Kipepeo und was bedeutet der Name?
Martin Kluck:
Die Idee zu Kipepeo entstand bereits 2009. Nach einiger Vorbereitungszeit gibt es uns nun offiziell seit September 2010.
Kipepeo bedeutet Schmetterling in der Landessprache Swahili. Das ist auch der Grund warum der Schmetterling auf unserem Logo geographisch dort angesiedelt ist, wo Tansania auf dem afrikanischen Kontinent zu finden ist.

StartUp Stuttgart: Wie seid ihr/ Du auf die Idee gekommen?
Martin Kluck:
Nachdem ich einige Monate an der „Mecosons School“ in Tansania unterrichtet hatte, druckte ich mir die Zeichnung eines an mich gerichteten Liebesbriefs der damals 7-jährigen Abigale Muro auf ein Shirt, um etwas bei mir zu tragen, das mich an die Zeit erinnert. Durch die viele positive Resonanz entstand der Gedanke, diese Shirts zu Gunsten der Kinder zu „vermarkten“.

StartUp Stuttgart: Was hast Du vorher gemacht und wie hast Du Dein Team gefunden?
Martin Kluck:
Kipepeo wird aussschließlich von ehrenamtlichen Helfern betrieben. Wir haben alle „normale“ Jobs bzw. studieren noch und wickeln das Projekt komplett in unserer Freizeit ab. Das Team besteht aus langjährigen Freunden und neuen Freunden, die wir in Tansania kennengelernt haben.

StartUp Stuttgart: Was waren bei der Gründung von Kipepeo die größten Herausforderungen?
Martin Kluck:
Herauszufinden welche Drucktechnik hochwertig, kostengünstig und wenig zeitintensiv ist? Woher wir T-Shirts bekommen, die qualitativ unseren Ansprüchen genügen und fair gehandelt sind? Wie vermarktet man ein Produkt effektiv ohne Geld für Werbemittel zu investieren?
Herausforderungen gab und gibt es wirklich sehr, sehr viele, aber bis jetzt haben wir glaub alles recht gut hinbekommen.

StartUp Stuttgart: Was möchtest Du Gründern speziell als Tipp mitgeben, wenn sie in Stuttgart gründen möchten?
Martin Kluck:
Geht zu den Socialbar Treffen! Da trefft ihr tolle, hilfsbereite Leute, die für Euch irgendwie immer einen guten Tipp parat haben!

StartUp Stuttgart: Angenommen du hättest die Chance, einen Tag lang Bürgermeister von Stuttgart zu sein, was würdest Du verändern?
Martin Kluck:
Das Budget für Kunst und Kultur erhöhen und „die Röhre“ am Leben erhalten.

StartUp Stuttgart: Mit wem würdest Du gerne einmal Essen gehen und warum?
Martin Kluck:
Mit meinem Kumpel Tim, weil wir das schon seit Wochen nicht auf die Reihe kriegen.

StartUp Stuttgart: Wo siehst Du Dich mit Kipepeo heute in fünf Jahren?
Martin Kluck:
Wir hoffen in Zukunft das erarbeitete „Kipepeo“-Konzept noch an anderen Schulen in Tansania zu etablieren, damit auch kleinere Organisationen mit eigenen Mitteln in der Lage sind, sich selbst zu finanzieren und zu entwickeln ohne sich von anderen abhängig zu machen. Für ein Hilfsprojekt sind Nachhaltigkeit, Beständigkeit und vor allem Sicherheit einfach die wichtigsten Faktoren.

StartUp Stuttgart: Martin, vielen Dank für die Beantwortung der Fragen und weiterhin viel Erfolg für dieses super Projekt.

Ein neues Portal für Reiseangebote speziell für Gruppenreisen junger Menschen ist vorgestern abend an den Start gegangen: meinejugendreise.de Wir freuen uns, dass damit ein weiterer Teilnehmer aus dem Elevator-Pitch-Wettbewerb seine Idee erfolgreich umsetzen und an den Start bringen konnte. An dieser Stelle eine herzliche Gratulation an die Macher.

Passenderweise haben die Gründer ihren Pitch auch gut drauf: „Wir haben einen Online-Marktplatz für Jugend- und Gruppenreisen entwickelt, der Jugendlichen und Eltern hilft die passende Gruppenreise schnell zu finden und zu buchen. Vorbei die Zeiten, in denen man unzählige Kataloge und Webseiten in selbständigen Recherchen durchforsten musste.“

Gegründet wurde das Angebot von Manuel Wenner (28), der für Programmierung und Co. sowie Projektmanagement zuständig ist; von Sven Hering (25), dem kreativen Kopf für Webdesign, Programmierung und Marketing; und Lucas Wickerath (24), der sich um Business Development, Kooperationen und Kommunikation kümmert.

Bisher ist meinejugendreise komplett „gebootstrappt“. Die Vision der Gründer ist es, wirklich allen Playern auf dem Jugendreisenmarkt einen Platz zu bieten, auf dem potenzielle Kunden erreicht werden. Dabei ist es egal ob es sich um einen großen nationalen Anbieter oder einen kleinen Sportverein handelt, der gar keine eigene Website hat (und erst recht kein Buchungsystem). Das Feedback scheint den Gründern recht zu geben. Nach eigener Aussage haben sie bereits vor Monaten schon überwältigende Resonanz erhalten – sowohl von Veranstaltern als auch von Jugendlichen, und das obwohl die Seite noch gar nicht online war.

Auf diesem Weg wünschen wir den Machern viel Erfolg und freuen uns, wenn wir bald über die ersten Erfolgsgeschichten berichten dürfen :)

Ihr könnt euch sicherlich noch alle an den Elevator Pitch Wettbewerb auf der Gründerzeit BW Anfang März erinnern. Dabei hat die Kekswerkstatt phänomenal den ersten Platz erreicht. Wir konnten uns die Gelegenheit natürlich nicht entgehen lassen, den Gründern aus Tübingen unsere 10 Fragen zu stellen. Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen und vor allem nochmals einen riesen Glückwunsch an die Kekse;).
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StartUp Stuttgart: Wer seid ihr und welches Produkt oder Dienstleistung verkauft ihr?
Kekswerkstatt: Wir sind die Kekswerkstatt – genauer gesagt Jessica Schweizer, Christian Sattel und Sebastian Reza. Die Kekswerkstatt selbst ist ein Online-Shop für individuelle Kekse. Hier kann jeder – ob Backtalent oder auch nicht – aus 3 Teigsorten und über 50 Zutaten seinen individuellen Lieblingskeks zusammenstellen. Der wird dann momentan jeden Dienstag nur für ihn von Meisterhand gebacken und geht dann, noch ofenfrisch, an jede beliebige Adresse.

StartUp Stuttgart: Seit wann gibt es euch als Unternehmen?
Kekswerkstatt: Unser Online-Shop hatte seine Geburtsstunde am 15. Juni 2011

StartUp Stuttgart: Wie seid ihr auf eure Gründungsidee gekommen?
Kekswerkstatt: Kennt ihr die kleinen Belohnungen, die man sich nach getaner Arbeit, an einem grauen Tag oder einfach mal nur so zwischendrin gönnt? Kekse gehören definitiv dazu! Schade nur, dass es für diesen ganz individuellen Glücksmoment nur Standard-Kekse gab. Denn ist das wahres Glück? Schließlich sind wir keine Standard-Typen – und eigentlich kennen wir auch niemanden, der das ist. Und schon war unsere Idee geboren: Ofenfrische Kekse, die sich ganz individuell, je nach Geschmack, Lust und Laune jedem Typ anpassen. Das nennen wir wahren Genuss. Und gibt es was Schöneres, als sich selbst oder andere zu belohnen?

StartUp Stuttgart: Was habt ihr vorher gemacht und wie habt ihr als Team zueinander gefunden?
Kekswerkstatt: Christian und Sebastian waren bereits Kollegen im Vertrieb der Nero AG, einer großen Softwarefirma in Karlsbad. Jessica und Sebastian haben sich wiederum bei einer Veranstaltung der Wirtschaftsjunioren kennengelernt. Jeder von uns hat völlig unterschiedliche Stärken und ein eigenes, unbezahlbares Know-how, das er in die Firma mit einbringt. Kurz: Etwas, das so gut passt, muss einfach als Team zueinander finden.

StartUp Stuttgart: Was waren bei der Gründung eures Startups die größten Herausforderungen?

Kekswerkstatt: Die Kekswerkstatt haben wir anfangs neben unseren regulären Jobs gegründet. Denn wie bei allen Gründungen ist der wirtschaftliche Erfolg unsicher und die Entscheidung, sich wirklich zu 100% auf die Kekswerkstatt zu konzentrieren – alles auf eine Karte zu setzen – ist keine einfache. Dennoch haben wir gemeinsam Anfang dieses Jahres den Schritt gewagt. Nicht zuletzt, weil wir davon überzeugt sind, dass eine Idee nur dann erfolgreich sein kann, wenn man wirklich alles dafür gibt.

StartUp Stuttgart: Warum habt ihr euch für Tübingen als Standort entschieden und nicht wie viele andere Startups für Berlin?
Kekswerkstatt: Berlin punktet sicher mit guten Strukturen für Startups. Uns sind allerdings solide Partner, die mit uns für die Qualität der Produkte und die Vision der Kekswerkstatt einstehen, noch wichtiger. Diese haben wir regional gefunden, ebenso wie ein tolles Netzwerk aus anderen Gründern und Firmeninhabern, mit denen wir uns regelmäßig austauschen. Die Start-Up Strukturen in Baden-Württemberg sind vielleicht leiser, aber umso tatkräftiger.

StartUp Stuttgart: Was möchtet ihr Gründern speziell als Tipp mitgeben, wenn sie im Großraum Stuttgart gründen möchten?
Kekswerkstatt: Vernetzung ist wichtig – hat aber auch ihre Grenzen. Stuttgart bietet schöne Veranstaltungen und Verbände, um sich zu engagieren. Ab einem gewissen Punkt allerdings zählt es nur, an die eigene Idee zu glauben, Kritik zu hören und einfließen zu lassen, aber niemals die klare Vision des eigenen Unternehmens aus den Augen zu verlieren.

StartUp Stuttgart: Angenommen ihr hättet die Chance einen Tag lang Bürgermeister von Tübingen zu sein, was würdet ihr verändern?
Kekswerkstatt: Die vielen Beamten und Angestellten der Stadt Tübingen einen Tag mit wirklich, wirklich guten Keksen versorgen. Mit guten Keksen im Alltag geht alles besser und angenehmer – das wäre sicher bald spürbar für uns alle.

StartUp Stuttgart: Mit wem würdet ihr gerne einmal Essen gehen und warum?
Kekswerkstatt: Eine schillernde Figur mit tollen Veröffentlichungen für Gründer und Entrepreneure ist Richard Branson – und genau deswegen wäre es legendär für uns, sich ein Essen lang seine Ideen und Visionen anhören zu dürfen.

StartUp Stuttgart: Wo seht ihr euch heute in fünf Jahren?
Kekswerkstatt: In fünf Jahren steht die international bekannte Kekswerkstatt wie keine andere Marke für guten, ehrlichen Keksgenuss, der so individuell wie jeder Charakter und jeder Augenblick ist.

StartUp Stuttgart: Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen und weiterhin viel Erfolg.

Im heutigen Beitrag unserer Reihe „10 Fragen an…“ haben wir Sebastian Ballweg und Markus Gößler von Autonetzer.de unsere 10 Fragen gestellt. Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen.
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StartUp Stuttgart: Wer seid ihr und welches Produkt oder Dienstleistung verkauft ihr?
Autonetzer: Wir sind die Gründer von autonetzer.de, dem Pionier von p2p-Carsharing in Deutschland . Mit unserem 6-köpfigen Team arbeiten wir daran, unsere Vision einer besseren Nutzung der Ressource Auto zu etablieren.

StartUp Stuttgart: Seit wann gibt es euch als Unternehmen?
Autonetzer: Wir sind im August 2010 ohne Kompromisse gleich als GmbH durchgestartet. Uns war von Anfang an klar, dass wir mit der Idee den Zeitgeist treffen!

StartUp Stuttgart: Wie seid ihr auf eure Gründungsidee gekommen?
Autonetzer: In Stuttgart ist mein eigenes Auto mit der Zeit zum Stehzeug mutiert, da ich viele Fahrten mit dem Rad erledige. Irgendwann stand ich vor der Frage: Auto verkaufen oder es sinnvoller nutzen? Ich habe mich für letzteres entschieden und mein Auto zum mitnutzen freigegeben. Das war eine super Entscheidung!

StartUp Stuttgart: Was habt ihr vorher gemacht und wie habt ihr als Team zueinander gefunden?
Autonetzer: Markus und ich waren beide mal beim Daimler tätig. Gefunden haben wir uns eher zufällig über einen gemeinsamen Freund. Die anderen Team-Mitglieder sind über das Autonetzen und die kleine, aber feine Stuttgarter Startup Szene im Laufe der Zeit dazugestoßen.

StartUp Stuttgart: Was waren bei der Gründung eures Startups die größten Herausforderungen?
Autonetzer: Die größte Herausforderung war, eine geeignete Versicherungslösung für das Vermieten von privaten PKWs zu finden. Außerdem stellte es sich als nicht ganz einfach heraus, Mitstreiter und Experten zu finden, zum Beispiel für die Umsetzung der Plattform.

StartUp Stuttgart: Warum habt ihr euch für Stuttgart als Standort entschieden und nicht wie viele andere Startups für Berlin?
Autonetzer: Das war keine bewußte Entscheidung. Wir haben uns halt alle in Stuttgart kennengelernt. Und als Automobil-Konzern in spe war uns die Vernetzung mit Daimler, Porsche und Co. einfach wichtig. :)

StartUp Stuttgart: Was möchtet ihr Gründern speziell als Tipp mitgeben, wenn sie in Stuttgart gründen möchten?
Autonetzer: Frühzeitig vernetzen! Z.B. über das Gründergrillen, das Coworking, das Startup Weekend Stuttgart oder andere Events, die von einer Grassroot-Bewegung organisiert werden.

StartUp Stuttgart: Angenommen ihr hättet die Chance einen Tag lang Bürgermeister von Stuttgart zu sein, was würdet ihr verändern?
Autonetzer: Die Fahrzeugflotte der Stadt auf autonetzer.de einstellen und somit den Etat pimpen.

StartUp Stuttgart: Mit wem würdet ihr gerne einmal Essen gehen und warum?
Autonetzer: Immer noch mit Günter Netzer. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie ist mir sein Name sympathisch…

StartUp Stuttgart: Wo seht ihr euch heute in fünf Jahren?
Autonetzer: Dann wird Autonetzen fester Bestandteil des Alltags in Deutschland sein und Stuttgart sein erstes Startup seit Daimler an die Börse gebracht haben.

StartUp Stuttgart: Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen und weiterhin viel Erfolg.

Dieser Beitrag ist der erste einer Reihe, in der wir euch ein- bis zweimal pro Monat Startups und Labels aus Stuttgart und Umgebung vorstellen möchten.

Im ersten Beitrag haben wir David Seydel vom Stuttgarter T-Shirt-Label GRIMY REAPER unsere 10 Fragen gestellt. Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen und freuen uns auf Feedback in Form von Kommentaren.

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StartUp Stuttgart: Wer bist Du und welches Produkt oder Dienstleistung verkaufst Du?
David Seydel: Ich bin David Seydel, 24 Jahre alt, wohne in Stuttgart und betreibe als selbstständige Tätigkeit mein eigenes T-Shirtlabel (www.grimy-reaper.de). Neben T-Shirts gibt es Merchandise, wie Taschen, Poster oder Kalender. Das was ich allerdings eigentlich verkaufe, ist eine Geschichte, die auf T-Shirts, Postern oder Merchandise lebendig wird. Es geht dabei um ein kleines Sensenmännchen, das seine eigentliche Berufung an den Nagel hängt und auf die gute Seite des Lebens wechselte – GRIMY REAPER – Ein Sensenmännchen, süß, verspielt und lebensfroh, fernab von dunklen Machenschaften.

StartUp Stuttgart: Seit wann gibt es GRIMY REAPER als Label?
D. S.: Die Idee gibt es bereits seit Ende 2008. Die Entstehung des Labels kostete noch etwas Zeit, bis es 2010 endlich soweit war: GRIMY REAPER ging mit Website und Onlineshop offiziell an den Start.

StartUp Stuttgart: Wie seid ihr/ Du auf eure Idee gekommen?
D. S.: Der Ursprung der Idee/Figur stammt von einem GRIMY T-Shirtdesign, das ich für einen Online-T-Shirtcontest entworfen habe. Das Design kam gut an, gewann den Contest und ließ sich gut verkaufen. Daraus entstand der Gedanke, das Sensenmännchen weiter zu entwickeln, es GRIMY zu nennen und mit Markenzeichen, Website und GRIMY-Geschichten bekannter zu machen.

StartUp Stuttgart: Was hast Du vorher gemacht und wie hast Du Dein Team gefunden?
D. S.: Ich bin ausgebildeter Mediengestalter Digital und Print, plane jedoch, Anfang dieses Jahres ein Studium im Medien-/ Marketingbereich dran zu hängen, um mehr Knowhow in mein Label fließen lassen zu können.
Mein Team besteht aus Geschäftspartnern, die in Sachen Produktion oder technischer Onlineshop-Umsetzung mitwirken. Dazu kommen Familie, Freunde und Bekannte, die mich unter anderem unterstützen, indem sie Flyer austeilen, meine T-Shirts weiter empfehlen oder mich im Internet supporten.

StartUp Stuttgart: Was waren bei der Gründung des Labels die größten Herausforderungen?
D. S.: Das Label ist aus der Leidenschaft zur Gestaltung, dem Interesse an Unternehmung bzw. wirtschaftlichen Prozessen und dem Willen, eigene Visionen nach eigenen Spielregeln umsetzen zu können, entstanden.
Was man vor lauter Gestalten und Konzeptionieren schnell vergisst, sind Dinge wie Buchhaltung, Finanzen, Retouren oder Geschmacksmusteranmeldung. Dabei darf die Wichtigkeit dieser Dinge nicht unterschätzt werden. Die Herausforderung dabei ist, sich das jeweilige Wissen anzueignen und auf die eigene Unternehmung korrekt zu übertragen.

GRIMY REAPER

StartUp Stuttgart: Was möchtest Du Gründern speziell als Tipp mitgeben, wenn sie in Stuttgart gründen möchten?
D.S.: Baden-Württemberg und somit Stuttgart ist mit Großunternehmen wie Mercedes, Bosch oder Porsche ein wichtiges wirtschaftliches Zentrum. Die meisten Patente in Deutschland werden in Baden-Württemberg angemeldet. Stuttgart geht es wirtschaftlich gut, die Kaufkraft ist gegeben. Insbesondere deshalb müssen Produktqualität und Service stimmen, um den anspruchsvollen Kundenwünschen auch gerecht zu werden. Zudem bietet die Stadt Stuttgart kostenlose, professionelle Hilfe in Sachen Gründung (http://www.stuttgart.de/gruenderbuero).
Studenten finden Unterstützung im HdM-Gründerzentrum, das auch von Studenten anderer Hochschulen als der Hochschule der Medien Stuttgart genutzt werden kann (http://www.stuttgart.de/item/show/425850/1).

StartUp Stuttgart: Angenommen Du hättest die Chance, einen Tag lang Bürgermeister von Stuttgart zu sein, was würdest Du verändern?
D. S.: Das ist eine gute und anspruchsvolle Frage. Grundsätzlich bin ich sehr zufrieden mit Stuttgart. Ich könnte mir Veränderungen im Bereich Bildung vorstellen. Junge Menschen sollten weniger nach einem allgemeinverbindlichen Standard beurteilt werden, sondern vielmehr eine faire Bewertung ihrer jeweiligen Stärken innerhalb eines Faches/Berufes erleben. Das würde das Individuum stärken und neue wirtschaftliche Innovationen und Kräfte schaffen. Als Bürgermeister könnte man dafür zumindest Grundsteine legen, die vielleicht sogar eine landesweite Entwicklung mit sich bringen würden.

StartUp Stuttgart: Mit wem würdest Du gerne einmal Essen gehen und warum?
D. S.: Würde Steve Jobs noch leben, wäre ich gerne mit der Applelegende essen gegangen. Ich hätte nach den Anfängen der Unternehmung gefragt und es vor allem genossen, Erfahrungswerte, Motivation und Strategie nicht über die Medien zu erfahren, sondern von Steve Jobs selbst – wahrscheinlich hätte ich vor lauter Neugier dann sogar das Essen vergessen.

StartUp Stuttgart: Wo siehst Du Dich mit GRIMY REAPER heute in fünf Jahren?
D. S.: Am schönsten wäre, wenn GRIMY als Charakter einen großen Trend erleben würde. Zudem läuft der T-Shirtdruck nicht mehr extern, sondern kann durch ein eigenes Produktionskonzept realisiert werden. GRIMY REAPER könnte als Label vielleicht neben den charakteristischen GRIMY-Shirts auch weitere Shirts und Kleidung im Sortiment haben.
Aber das bleibt vorerst Fantasie. Das jeweils anstehende Ziel versuche ich bestmöglich zu erreichen, dann bahnt sich der Weg von allein.

StartUp Stuttgart: David, vielen Dank für die interessanten Einblicke zu GRIMY REAPER und weiterhin viel Erfolg.