Beiträge

Sie haben Lust, sich selbständig zu machen bzw. ein Unternehmen zu gründen? Das Entrepreneurship Bootcamp ist ein interaktives Intensivseminar zu allen Themen rund um die Gründung. An vier Tagen treffen Sie auf Gleichgesinnte, Experten und Gründerinnen und Gründer, die ihre Erfahrungen und ihr Wissen mit Ihnen teilen.

Ob Vorträge zu steuerlichen und rechtlichen Aspekten, Tipps zur Erstellung von Businessplänen und zur individuellen Finanz- und Vorsorgeplanung, Wissenswertes zur Venture-Capital-Finanzierung oder interaktive Workshops zur marktorientierten Innovation – das Bootcamp beleuchtet die verschiedensten Facetten, die mit dem Schritt in die Selbständigkeit verbunden sind.

Gemeinsam mit dem Junior Accelerator Baden-Württemberg wird auf dem Gründer-Podium die Thematik „Team und Personal: Finden, fördern, feuern?“ diskutiert. Dabei sprechen echte Mannheimer Entrepreneure mit Experten aus der Venture Capital-Branche und dem Recruiting. Außerdem steht der Besuch der Businessplan-Präsentationen des Junior Accelerators Baden-Württemberg auf dem Programm. Hierbei heißt es: Dazulernen, wenn erfolgreiche Jung-Unternehmer ihr Projekt präsentieren.

Und auch das Networking kommt nicht zu kurz: Die Pausen bieten genug Raum, spannende Kontakte zu knüpfen und ein eigenes unternehmerisches Netzwerk auf- und auszubauen.

Programmpunkte
Gründerverbünde und Förderangebote, bw:con-Wettbewerb CyberOne
Human Centered Innovation bei der Gründung
Marktforschung
Business Models
Business Model Canvas
Venture Capital
Startup-Marketing
Social Media für Existenzgründer
Vorsorge und Financial Planning für Existenzgründer
Rechtliche Grundlagen einer Gründung
Fit durch den Steuer-Dschungel

Highlights
Gründerpodium (mit Junior Accelerator): „Team und Personal: Finden, fördern, feuern?“
Besuch der Businessplan-Präsentationen Junior Accelerator

Termine
21.10.2014, 17:45 – 20:00 Uhr (Universität Mannheim; L9, 1-2; Raum 001)
22.10.2014, 17:30 – 19:00 Uhr (MAFINEX Technologiezentrum): „Von der Idee über das Konzept bis zum Businessplan“ – bw:con-Businessplanwettbewerb Cyberone
24.10.2014, 09:00 – 18:15 Uhr (Universität Mannheim; Schloss Ostflügel; Raum O 48/50)
25.10.2014, 09:00 – 18:15 Uhr (Universität Mannheim; Schloss Ostflügel; Raum O 48/50)

Teilnahmegebühren
Die Teilnahmegebühr beträgt 160 €, inkl. Catering. Studierende und wissenschaftliche Beschäftigte zahlen 60 €. Mitglieder von Absolventum Mannheim zahlen 80 €.

Sprache
Das Entrepreneurship Bootcamp findet in deutscher Sprache statt.

Kontakt
Sie haben Fragen zum Entrepreneurship Bootcamp? Kontaktieren Sie uns: bootcamp(at)mcei.de

Anmeldung
Die Anmeldung ist bis Freitag, 17.10.2014 möglich. Weitere Infos dazu hier.

Gastbeitrag von Christopher Schmidhofer
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Messen können eine gute Plattform für Startups sein. Es können Menschen von deinem Startup erfahren, die du sonst nicht triffst. Auch das direkte Feedback zu den eigenen Produkten und der Präsentation deines Startups können – richtig verwertet – viele entscheidende Informationen zur Verbesserung enthalten. Damit der Messeauftritt für dein Startup zum Erfolg wird, musst du einiges beachten: Am Anfang steht die Entscheidung, ob überhaupt an der Messe teilgenommen wird. Danach ist die Vorbereitung der Messe sehr wichtig. Auch während der Messe gibt es einiges zu beachten. Ist die Messe vorbei, fängt die eigentliche und wertvolle Arbeit erst an. Dieser Artikel gibt Tipps für jeden dieser Schritte.

Entscheidung zur Messeteilnahme

Es gibt viele verschiedene Messen. B2B-Messen (Besucherzielgruppe Unternehmen) und Verbrauchermessen (Besucherzielgruppe Privatkunden) unterscheiden sich stark in vielen wichtigen Punkten. Eine regional ausgerichtete Messe spricht einen ganz andere Typ Besucher an als eine internationale Fachmesse. Deswegen solltest du im Vorhinein genau analysieren, ob die angedachte Messe überhaupt zielführend für das eigene Startup ist. Dabei helfen die folgenden Fragen:

  • Ist eine Messe überhaupt derzeit das Richtige?
  • Ist deine Zielgruppe auf dieser Messe anwesend?
  • Wann lohnt sich eine Messe?
  • Können die Kosten gestemmt werden?
  • Lohnt sich die Teilnahme voraussichtlich?

Sicherlich sind weitere Fragen angebracht. Im Grunde steht hinter einer Messeteilnahme die gleiche Fragestellung wie bei jeder anderen Marketingmaßnahme: Passen die eigenen Ziele und Erwartungen mit den realistisch geprüften voraussichtlichen Ergebnissen zusammen?

Vorbereiten auf die Messe

Der Aufwand für die Vorbereitung einer Messe wird oft zeitlich unterschätzt. Ein Vorgehen nach dem EMMA Prinzip ist zu empfehlen. Die Buchstaben stehen dabei für Erwartungen, Meinungen, Motivation und Anlass.

  • Erwartungen
    Mit welchen Erwartungen kommen die Besucher? Wollen sie sich informieren? Wollen sie unterhalten werden?
  • Meinungen
    Kennst du Meinungen, die Besucher bereits zu deinem Unternehmen haben?
  • Motivationen
    Was wollen die Besucher für sich erreichen? Was sind ihre Ziele? Welche Ansprüche haben die Besucher an sich, an ihre Arbeit und an ihr Leben?
  • Anlass
    Was ist der konkrete Anlass für die Anwesenheit der Besucher auf der Messe? (freiwillig, gezwungen, zufällig, gezielt,…)

Während der Messe

Sehr wichtig: Es heißt „Messestand“, nicht „Messesitz“. Damit meine ich: Am Stand stehen, nicht sitzen. Alles andere ist unhöflich, wirkt wenig engagiert und von vornherein nicht überzeugend. Unterhaltungen sollten grundsätzlich im Stehen geführt werden, am besten ohne Barriere. Sehr häufig sehe ich Stände mit Tisch, hinter dem sich verschanzt wird. Das hat dann nicht viel mit Kundennähe zu tun.
Ein großer Fauxpas ist es, am Stand zu essen. Kurz etwas zu trinken ist in Ordnung, aber lass keine Flaschen und andere Trinkgefäße herumstehen. Der Stand sollte stets ordentlich sein.

Aktive vs. Passive Strategie

Es gibt generell zwei Strategien der Gesprächsanbahnung auf Messen: die aktive und die passive Strategie. Dabei kann aus meiner Sicht das Wort „passiv“ hier schnell falsch verstanden werden. Denn passiv bedeutet nicht abzuwarten bis man angesprochen wird. In der passiven Strategie wird erst einmal abgewartet, bis die Besucherin Interesse zeigt, sich also den Stand ansieht, Augenkontakt herstellt oder auf andere Weise Interesse bekundet. Dann wird ein Gespräch begonnen. In der aktiven Strategie geht man auch auf Menschen zu, die eventuell noch gar kein Interesse am Stand gezeigt haben und spricht diese an.

Welche Strategie du anwendest, hängt mit deiner Persönlichkeit zusammen. Aber auch die Struktur der Messe spielt eine Rolle. Sind viele Menschen an deinem Stand interessiert und du führst durch die passive Strategie dauernd Gespräche, passt das ja schon. Ist an deinem Stand wenig los und du schätzt, dass die Mehrheit der Besucher zu deiner Zielgruppe gehört, dann solltest du die aktive Strategie wählen.
Als Aussteller musst du also auf die Besucher zugehen können. Betrachtet jemand den Stand, solltest du diese Person auf jeden Fall ansprechen. Wer bemerkbar lange schaut, hat definitiv ein Interesse, jedoch ein vorerst unbekanntes. Finde durch das von dir initiierte Gespräch heraus, welches Interesse dieses ist. Wenn du nicht gerne aktiv auf Menschen zugehst, ist es sehr wichtig entsprechendes Standpersonal zu finden.

Messegespräch

Generell gilt bei jedem Gespräch: Beide Seiten wenden ihre Zeit dafür auf. Für dich als Unternehmer ist die Freude groß, wenn sich Besucher Zeit für deinen Stand nehmen. Diesen Besuchern solltest du zeigen, dass dies auf Gegenseitigkeit beruht und dein Unternehmen auch die Zeit wert ist.
Dein Standpersonal sollte auf die eigene Kommunikation achten und diese authentisch und offen gestalten. Echtes Interesse und aktives Zuhören (Kommunikationstechnik) sind ein guter Anfang. Die Arme nicht verschränken, das signalisiert Desinteresse und baut eine Barriere auf. Mit gezielten Kommunikationsschulungen im Vorhinein kannst in diesem Punkt schnell viel erreicht werden.

Bereits den Gesprächsbeginn solltest du mit einem gutem Einstieg gestalten. Mit einem platten „Kann ich Ihnen helfen?“ wirkst du nicht interessant. Am besten überlegst du dir schon vorher gute Einstiege, z.B. „Wie wichtig ist Ihnen das Thema Y?“. Hast du mehrere dieser Einstiegssätze vorbereitet, kommt keine Langeweile auf. Mit wachsender Erfahrung kannst du sicher erkennen, welche Einstiegssätze funktionieren.

Was ich als Messebesucher oft erlebe ist, dass sehr früh Preise für die Produkte genannt werden. Ich habe gelernt (und glaube das auch), dass Preise so spät wie möglich kommuniziert werden sollten. Wenn zuerst die Bedürfnisse des Kunden erfragt werden, dazu die passenden Angebote geliefert werden und die Kunden überzeugt wurden, dass Sie dieses Produkt benötigen, dann spielt der Preis eine geringere Rolle bei der Kaufentscheidung.

Am Ende des Gespräches ist die Frage nach der Visitenkarte deiner Kommunikationsperson angebracht (eher auf B2B-Messen). Eine eigene Visitenkarte ist für dich auf einer Messe unverzichtbar. Diese und gegebenenfalls den ausgefüllte Terminzettel kannst du jetzt überreichen. Überlade die Gesprächsperson aber nicht mit mehreren Katalogen, Flyern oder Broschüren. Sollte die Person nach Material fragen, kannst du auch anbieten, diese Informationen postalisch oder elektronisch zu zu senden. Bevor der Kunde weiterzieht solltet ihr auf jeden Fall eine Vereinbarung über den nächsten gemeinsamen Schritt treffen.

Die Nachbereitung des Messegesprächs wird fast nie durchgeführt; sie ist jedoch ein gutes Werkzeug. Nach jedem Gespräch solltest du und jede Person Ihres Standpersonals sich kurz Zeit nehmen und die wichtigsten Stichpunkte aus dem Gespräch aufschreiben: Über was wurde geredet? Welches Problem beschäftigt die potentielle Kundschaft? Welche Vorurteile zum Unternehmen kamen zur Sprache?
Kurz gesagt: Alles aufschreiben, was hilft die Inhalte des Gesprächs zu rekapitulieren und die spätere Kontaktaufnahme erleichtert. Auch bei nachfolgenden Messevorbereitungen kann dies dir und deinem Personal als Gedächtnisstütze dienen.

Eine andere Variante ist das Aufschreiben von wichtigen Punkten bereits während des Gesprächs. Dazu kannst du ein Gesprächsskript (Messeskript, Leadbogen) erstellen. So gibt dein Unternehmen gleichzeitig einen Gesprächsleitfaden und ein Stück Gesprächsnachbereitung vor. „Sich Notizen zu machen“ wirkt professionell auf die besuchende Person. Zudem fühlt sich der Gegenüber ernst genommen. Dein Unternehmen profitiert auch davon: Du erhältst ein Gesprächsprotokoll mit den wichtigen Punkten und kannst somit erfolgreich in die Nachmessekommunikation einsteigen, da die gefundenen Anknüpfungspunkte dokumentiert sind.

Noch besser als Papier könnte je nach Branche die Datenerfassung per Tablet wirken. Dafür muss im Vorhinein dafür gesorgt sein, dass die gesamte Standbesetzung am Gerät geübt ist und auch auftretende technische Probleme selbst lösen kann. Eine Internetverbindung sollte dabei nicht benötigt werden – diese ist auf Messen auch in der heutigen Zeit oft nicht stabil verfügbar. Der Vorteil der Aufnahme mit einem Tablet liegt auf der Hand: Die neuen Daten sind bereits digitalisiert und können somit sofort verwendet werden.

Nach der Messe

Das ist mir schon oft passiert: Auf der Messe habe ich ein super Gespräch geführt, ich fand das Unternehmen interessant. Nach der Messe: Funkstille, keine Kontaktaufnahme. Damit wurde meine Zeit verschwendet; ich stehe dem Unternehmen in Zukunft sogar negativ gegenüber. Das Unternehmen hat Zeit und Geld verschwendet. Warum präsentiert es sich auf der Messe, wenn die gewonnenen Kontakte nicht genutzt werden? Die gute Kommunikation von der Messe sollte danach auf jeden Fall fortgeführt werden. Hat niemand im Unternehmen Zeit dazu, hätte es nicht auf der Messe auftreten müssen. Die Zeit und Ressourcen wären dann an anderer Stelle sinnvoller eingesetzt.
Also: Nimm schnellstmöglich Kontakt auf, solange dein positiver Messeauftritt noch gut in der Erinnerung ist. Mehr als zwei Arbeitstage sollten bis zur ersten Kontaktaufnahme nicht verstreichen.

Die interne Nachbereitung bringt viele Informationen und Verbesserungsvorschläge. Frage dich selbst und dein Standpersonal: Was war gut? Was war schlecht? Was muss für die nächste Messe geändert werden? Diese Antworten – auch deine eigenen – sollten verschriftlicht werden. Diese Aufzeichnungen helfen deinem Messeteam enorm bei der Planung der nächsten Messe und sollten dabei auf jeden Fall hervor geholt werden.

Abschluss-Tipp:
Ich empfehle dir, selbst als Besucher auf Messen gehen. Dort kannst du beobachten, wie andere Unternehmen sich präsentieren. Dieser Erkenntnisgewinn aus sowohl Negativ- als auch aus Positivbeispielen ist immens. Wer nie auf Messen war, kann auch keinen Messestand planen.

Bonus Links

Als Bonus habe noch mehrere Artikel zum Thema zusammen getragen. Diese Links stellen keine Empfehlung dar, sondern gibt dir die Möglichkeit, weitere und auch unterschiedliche Sichtweisen kennen zu lernen.

Fehlt ein wichtiger Hinweis im Artikel? Hast du andere Erfahrungen? Möchtest du eine spannende Messegeschichte teilen? In den Kommentaren hast du Gelegenheit dazu.

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Über den Autor

Christopher
Christopher J. Schmidhofer betreibt einen Coworkingspace, führt eine Webagentur und arbeitet in mehreren Startups mit. Der Drupal-Experte ist begeisterter Barcamp-Besucher und gerade dabei, mit anderen gemeinsam eine „Schule für Selbstständigkeit“ zu gründen. Christopher war vor seiner Selbstständigkeit zuerst bei Siemens, dann bei Wincor Nixdorf angestellt.

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Bildquelle: R∂lf Κλενγελ unter Creative Commons Lizenz CC BY 2.0

Gastinterview von Florian Schweer
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Im ersten Teil des Interviews mit Stuttgart Financial letzte Woche haben wir einiges über die Aufgaben und Initiativen von Stuttgart Financial erfahren.

Im zweiten Teil des Interviews sprechen wir mit Thomas Munz und Dirk Sturz über die Gründe für Existenzgründer ihr Startup in Baden-Württemberg bzw. in Stuttgart zu gründen. Wir werfen außerdem einen Blick in die Zukunft und erörtern die Möglichkeit, das Startkapital für ein Startup über eine börsliche Plattform einzusammeln.

Baden-Württemberg gilt aktuell nicht unbedingt als erste Wahl, wenn es um die Standortentscheidung für Gründer geht. Berlin steht für Internet-Startups, Köln für die Kreativszene hoch im Kurs. Warum sollten sich Gründer für Baden-Württemberg bzw. den Standort Stuttgart entscheiden?

T. Munz: Da gibt es eine ganze Reihe von Argumenten für unsere Region. Wir haben im ersten Teil des Interviews über die starke Realwirtschaft in Baden-Württemberg und in der Region Stuttgart gesprochen. Dementsprechend haben Gründer hier eine gute Möglichkeit Lieferanten, Partner und natürlich auch Kunden in der Region für ihre Produkte und Dienstleistungen zu finden.

Ein weiteres Argument ist die geographische Lage. Durch die gute Anbindung können Unternehmer problemlos Kunden im Rhein-Main-Gebiet, der Rhein-Neckar-Region und im Großraum München erreichen. Der Weg in die angrenzenden Länder Frankreich, Österreich und Schweiz ist ebenfalls nicht weit.

Durch die stark mittelständisch geprägte Wirtschaft in Baden-Württemberg finden Gründer auch erfahrene Unternehmer, die bereit dazu sind junge Unternehmer auf ihrem Weg in die Selbständigkeit zu unterstützen.

Insbesondere die schwäbische Mentalität wird im Rest der Republik nicht ausnahmslos positiv wahrgenommen. „Der Schwabe“ ist mit vielen Klischees belegt. Sehen Sie dies als Hemmnis im Bezug auf die Attraktivität als Standort für Gründer?

D. Sturz: Nein, das stellt aus unserer Sicht kein wirkliches Hemmnis dar. Ich denke man sollte sich sein eigenes Bild machen und dann entscheiden was an den Klischees oder Vorurteilen tatsächlich dran ist. Viele davon lösen sich dann nämlich relativ schnell wieder auf. Außerdem haben wir ja insbesondere in der Region Stuttgart einen beträchtlichen Anteil von zugezogenen Fachkräften und viele Menschen mit ausländischen Wurzeln. Ich denke wir haben da eine gute Mischung unterschiedlicher Mentalitäten, auf die man im Arbeitsleben trifft.

Im Rahmen der Veranstaltungen, die wir (mit-)veranstalten, unterhalte ich mich auch immer wieder mit Menschen die für eine Stelle oder für ein Projekt hierher gezogen sind. Die allermeisten zeigen sich sehr positiv überrascht über die hohe Lebensqualität die Stuttgart zu bieten hat.

Gibt es bestimmte Charaktereigenschaften, die ein Gründer mitbringen sollte, um am Standort Stuttgart erfolgreich zu sein?

T. Munz: Ich denke, dass es für große Visionäre hier schwieriger ist als an anderen Standorten. Die Unternehmen und Menschen hier schätzen Bodenständigkeit und ein Stück weit auch die viel zitierte Hemdsärmlichkeit. Das Bild des Unternehmers, der selbst in der Produktion Hand anlegen kann und sein Handwerk von der Pike auf gelernt hat, ist hier sehr stark in den Köpfen verankert.

Im Endeffekt führt das dazu, dass sie als Gründer ihre Partner von ihren Fähigkeiten als Unternehmer überzeugen müssen und im Idealfall schon Ergebnisse als Zeugnis ihrer bisherigen Arbeit vorlegen. Das ist generell wichtig um Partner und Kunden zu überzeugen. Vielleicht urteilen wir hier in der Region ein bisschen kritischer als das an anderen Standorten geschieht.

D. Sturz: Wir beobachten, dass die Gründer in Baden-Württemberg durchschnittlich älter sind als an anderen Standorten. Viele Gründer haben nach Ausbildung und Studium zuerst einige Jahre als Angestellte gearbeitet und Erfahrung und auch Kapital für die Investition in ein eigenes Unternehmen gesammelt. Der Schritt in die Selbständigkeit erfolgt dann z.T. erst im Alter zwischen 40 und 50, wenn langjährige Berufserfahrung und finanzielle Reserven vorhanden sind.

Wie sehen Sie die Entwicklung der Gründerszene in Baden-Württemberg?

D. Sturz: Wir sehen in den letzten Jahren eine sehr positive Entwicklung in diesem Bereich. Das Thema Gründung hat durch viele Initiativen des Landes und auch der einzelnen Netzwerke und Förderer deutlich stärker an Bedeutung gewinnen können. Auch die Hochschulen tragen einen großen Teil dazu bei, ihre Studenten bereits während des Studiums mit dem Themenkomplex „Unternehmertum“ in Kontakt zu bringen. Eine aktuelle Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung zeigt auf, dass High Tech-Gründungen in Baden-Württemberg im Bundesvergleich besonders häufig erfolgreich sind. Gleichzeitig ist aber auch zu beobachten, dass die Existenzgründerquote in Baden-Württemberg sehr niedrig ist. Um seine Spitzenposition im Technologiebereich weiter halten zu können, muss Baden-Württemberg seine Potenziale voll ausschöpfen. Gründungen spielen dabei eine zentrale Rolle. Daher sind wir bestrebt Gründern gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern bestmöglich zu unterstützen.

Stuttgart Financial hat seine Räumlichkeiten ja nicht nur im gleichen Gebäude wie die Gruppe Börse Stuttgart sondern ist auch durch die Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V. eng mit der Börse Stuttgart verbunden. Warum existiert bislang keine börsliche Plattform für die Finanzierung von Existenzgründern als Alternative zu den Crowfunding-Plattformen, die aktuell wie Pilze aus dem Boden schießen?

T. Munz: Eine börsliche Plattform aufzusetzen, um Geld für Startups einzusammeln, ist technisch keine große Herausforderung und kann theoretisch sehr schnell erfolgen. Im Vorfeld müssen allerdings einige grundlegende Aspekte beleuchtet und geklärt werden.

Der börsliche Handel ist heute von größtmöglicher Transparenz geprägt. Das bedeutet im Zusammenhang mit einer börslichen Plattform für Startups, dass wir alle Akteure davon überzeugen müssen sehr detailliert Auskunft über das jeweilige Gründungsvorhaben zu geben. Gründer und Produktentwickler sind insbesondere in der Startphase außerordentlich vorsichtig, wenn es um die Offenlegung von Informationen rund um ihr Vorhaben geht. Ihnen geht es darum, Innovationen zu schützen, einen Vorsprung in der Entwicklung zu bewahren und sich somit vor Wettbewerbern zu schützen. Auf der Investorenseite besteht der Wettbewerbsvorteil darin, früher und detaillierter von neuen Vorhaben zu erfahren als die Konkurrenz. Diese weit verbreiteten Verhaltensweisen stehen somit im Gegensatz zu den Ansprüchen, die zwangsläufig an Teilnehmer einer Börsenplattform gestellt werden müssten.

Darüber hinaus muss geklärt werden, wer im Nachgang an das Funding den funktionierenden Handel im Sekundärmarkt garantiert. Hier müssen ggf. Angebots- oder Nachfrageüberhänge ausgeglichen werden. Die Börse kann als Plattformbetreiber diese Aufgabe nicht leisten. Hier müssen sich einzelne Akteure bereit erklären die jeweiligen Spitzen auszugleichen um einen liquiden Handel zu gewährleisten. Liquidität ist wichtig für einen reibungslosen Handel und die Vermeidung von Verwerfungen bei der Preisermittlung. Die Rolle als Liquiditätsspender ist zwangsläufig mit Risiken verbunden und die Übernahme dieses Risikos muss vergütet werden. Wer kommt für diese Vergütung auf? Der Gründer der das Geld eigentlich für den Aufbau seines Unternehmens benötigt? Die Investoren? Alle gemeinsam? Sie sehen das sind sehr viele knifflige Fragen bei gegenläufigen Interessenlagen. Und dann haben wir auch noch die Thematik, dass wir unseren Anlegern kommunizieren müssen, dass es sich beim Investment in Startups um eine extrem risikoreiche Form der Anlage handelt.

Das hört sich nicht danach an, dass Sie die Entwicklung eines Konzepts für darstellbar halten.

T. Munz: Wie gesagt, die Fragestellungen sind umfangreich und die Interessenlagen sehr komplex. Wenn sich die Beteiligten auf neue Wege einlassen und entsprechende Konzepte entwickeln, dann werden wir uns das mit Sicherheit anhören und unsere Expertise auf diesem Gebiet einbringen. Die Initiative dazu kann allerdings nicht von Stuttgart Financial ausgehen. Da sind die Gründer, Finanzdienstleister und Netzwerke gefragt.

Vielen Dank für das interessante Gespräch!

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Über den Interviewer

Florian Schweer

Florian Schweer ist Unternehmer und Gründer der FSBV GmbH. Vor der Gründung seines Unternehmens war er von 2003-2012 in unterschiedlichen Funktionen und in mehreren Unternehmen für die Gruppe Börse Stuttgart tätig.

Bildquelle Headerbild: Stuttgart Financial

Gastinterview von Florian Schweer
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Wenn man sich in der Stuttgarter Gründerszene umhört, wer Gründungsinteressierte unterstützt und vernetzt, hört man eigentlich immer wieder IHK, ifex und bwcon. Die Arbeit und die Angebote von Stuttgart Financial für Existenzgründer sind bisher eher nur Insidern bekannt. Ich finde das sollte sich ändern und habe mich mit Dirk Sturz, Diplom-Kaufmann und leitet Stuttgart Financial seit 2007, und Thomas Munz, Vorstand der Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V. und Mitglied des Beirats von Stuttgart Financial, über ihre Arbeit und Initiativen unterhalten.

In Teil I des Interviews erfahrt ihr mehr über die Aufgaben und Initiativen von Stuttgart Financial und die Aktivitäten zur Förderung von Existenzgründern am Standort Stuttgart bzw. im Land Baden-Württemberg.

stuttgart-financial-logo

Was sind die Aufgaben von Stuttgart Financial?

Thomas Munz: Bevor wir auf die konkreten Aufgaben eingehen, würde ich gerne den organisatorischen Hintergrund von Stuttgart Financial kurz erläutern. Einer der Initiatoren für die Gründung von Stuttgart Financial ist die Vereinigung Baden-Württembergische Wertpapierbörse e.V. In der Satzung der Vereinigung haben wir uns neben dem Betrieb der Börse Stuttgart, der Förderung des Finanzplatzes Baden-Württemberg verschrieben und agieren als gemeinwohlorientiertes Unternehmen. Stuttgart Financial ist keine staatlich finanzierte Institution, sondern wird durch die Vereinigung und durch die Erträge aus dem Betrieb der Börse finanziert. Diese Konstellation ist in dieser Form einmalig in Deutschland.

Dirk Sturz: Stuttgart Financial versteht sich als Plattform zur Vernetzung der einzelnen Akteure am Finanzplatz Baden-Württemberg. Dazu zählt auch, Unternehmen und Finanziers zusammenzubringen. Gerade bei Existenzgründungen sehen wir hier noch Handlungsbedarf.

Sie haben vom Finanzplatz Baden-Württemberg gesprochen. Wenn man an Finanzplätze denkt, fallen einem in Europa eher Frankfurt oder London ein. Existiert tatsächlich ein Finanzplatz Stuttgart?

T. Munz: Sie haben natürlich dahingehend Recht, dass Stuttgart bzw. Baden-Württemberg nicht als großer Finanzplatz wahrgenommen wird. Das liegt insbesondere daran, dass wir in Baden-Württemberg eine extrem starke, mittelständisch geprägte Realwirtschaft haben. Die baden-württembergischen Finanzdienstleister bewegen sich mit der Realwirtschaft bei uns eher auf Augenhöhe. In den von Ihnen genannten Städten werden andere Industrien von der Finanzindustrie überstrahlt und in den Schatten gestellt. Wir halten das bei uns vorherrschende Verhältnis für ausgewogen und unterstützen insbesondere die Vernetzung von Real- und Finanzwirtschaft.

Wie sehen Ihre Aktivitäten und Initiativen aus, mit denen Sie den beschriebenen Plattformgedanken mit Leben füllen und die einzelnen Akteure miteinander vernetzen?

T. Munz: Grundsätzlich liegt unser Fokus nicht auf der Ausrichtung eigener Veranstaltungen sondern eher auf der Unterstützung von Angeboten, die von anderen Veranstaltern initiiert und durchgeführt werden. Wir treten auf diese Weise nicht in Konkurrenz zu bestehenden bzw. entstehenden Angeboten auf. Das könnten wir mit unserem kleinen Team auch überhaupt nicht leisten. Es geht vielmehr darum bei Engpässen die Veranstalter als Partner zu unterstützen. Das kann beispielsweise durch die Vermittlung eines kompetenten Referenten aus unserem Netzwerk geschehen. Wir stellen auch regelmäßig unsere Räumlichkeiten für Veranstaltungen zur Verfügung oder sponsorn die Bewirtung. Wir unterstützen unsere Kooperationspartner je nach konkretem Bedarf.

D. Sturz: Unseren Partnern ist klar, dass wir keine Konkurrenz darstellen. Dementsprechend werden auch viele Vorschläge für Aktivitäten von Stuttgart Financial von Partnern oder der Politik an uns herangetragen. Im Laufe der Zeit ist eine große Bandbreite von unterschiedlichen Veranstaltungen umgesetzt worden. Das kann ein Kongress, ein Weiterbildungsangebot für Spezialisten zu einem bestimmten Thema, aber auch eine reine Spaßveranstaltung, wie beispielsweise unsere AfterWork Party oder das Pub Quiz sein.  Wir bieten somit einfach Gelegenheiten sich innerhalb der Branche kennenzulernen, regelmäßig wieder zu treffen und sich in einer angenehmen Atmosphäre, abseits von Besprechungen, Telefonaten mit Kunden und dem nächsten Termin, auszutauschen.
Darüber hinaus ist uns wichtig, dass unsere Angebote auch für die mittlere Führungs- bzw. die Arbeitsebene bei den Finanzdienstleistern in der Region interessant sind. Die Führungskräfte an den Spitzen der Unternehmen sind i.d.R. gut untereinander vernetzt. Wir wollen die Vernetzung in die Breite vorantreiben.

Gibt es auch spezielle Angebote für Gründer in Baden-Württemberg?

D. Sturz: Definitiv! Baden-Württemberg ist Innovationsland. Der Bedarf zur Förderung von Hightech-Gründungen ist dennoch hoch, um auch in den zukunftsträchtigen Branchen den Anschluss nicht zu verpassen und langfristig unsere Spitzenposition im Technologiebereich verteidigen zu können.

Aus diesem Grund betreiben wir gemeinsam mit der ifex unter der Marke VC-BW ein Netzwerk für Beteiligungskapital. Wir arbeiten hier eng mit den bestehenden Gründer- und VC-Netzwerken zusammen und verfolgen das gemeinsame  Ziel die Gründungsaktivitäten in Baden-Württemberg auch überregional sichtbar zu machen. Dies ist notwendig, um auch (größere) Investoren außerhalb Baden-Württembergs auf gute Ideen und unseren Unternehmer-Nachwuchs aufmerksam zu machen.

Die Internet-Plattform von VC-BW bietet Gründern einen guten Überblick zu den Themen Finanzierung, Investoren und Netzwerke. Neben aktuellen Beiträgen und Veranstaltungshinweisen können hier die jeweiligen Ansprechpartner der beteiligten Netzwerke gefunden werden.

VC-BW-Logo

Wir bieten mit dem jährlich stattfindenden Venture Capital-Pitch jungen Unternehmen mit einem großen Finanzierungsbedarf eine Möglichkeit sich vor potenziellen Investoren zu präsentieren [Anm. d. Red.: der nächste VC-Pitch findet am 29.01.2014 statt]. Sie erhalten auf diese Weise die Möglichkeit, Kontakte zu Investoren zu knüpfen und erhalten von diesen detaillierte Rückmeldung hinsichtlich ihrer Ideen, Produkte und ihrer Präsentation als Unternehmer. Die Auswahl der Unternehmen erfolgt über eine Jury, die mit Experten unserer Netzwerkpartner besetzt ist. Damit sichern wir ein Qualitätsniveau, durch das wir auch Investoren bspw. aus Hamburg oder München für die Teilnahme an dieser Veranstaltung gewinnen können.

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Über den Interviewer

Florian Schweer

Florian Schweer ist Unternehmer und Gründer der FSBV GmbH. Vor der Gründung seines Unternehmens war er von 2003-2012 in unterschiedlichen Funktionen und in mehreren Unternehmen für die Gruppe Börse Stuttgart tätig.

Bildquelle Headerbild: Stuttgart Financial

Gastbeitrag von Michael Negele
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Das Gründen eines eigenen Startups ist hart. Zu 90% der Zeit beschäftigt man sich mit Problemen aller Art die gelöst werden müssen und von denen man kaum auf Facebook oder Twitter spricht. Meistens sind Gründer ganz alleine wenn es darum geht, wichtige Entscheidungen zu treffen. Gerade diejenigen, die in der frühen Phase einer Gründung stecken haben es schwer (Early Stage). Was kann man also tun, um weiterzukommen?

Aus Fehlern lernen.
Die richtige Einstellung zu Fehlern und Misserfolgen ist wichtig. Egal wie viel Erfahrung man als Unternehmer gesammelt hat, Fehler und Misserfolge gehören dazu. Schlimm wird es aber, wenn man den gleichen Fehler immer wieder macht. Fehler müssen nämlich akzeptiert und analysiert werden bevor man eine gute Lösung finden kann. Je jünger man ist, desto mehr Fehler kann man sich erlauben. Sobald man verheiratet ist oder Kinder hat wird es viel schwieriger, denn man trägt auch Verantwortung für andere.

Den richtigen Mentor finden.

Fehler können am besten vermieden werden, wenn man um Rat bei einem Mentor bittet. Ein guter Mentor ist erfahren und erfolgreich mit dem was er tut. Er muss aber auch Interesse am Erfolg Deines Startups haben. Ein Mentor kann ein Professor sein, ein früherer Arbeitgeber oder ein erfolgreicher Gründer. Mentoren muss man aber nicht persönlich kennen oder treffen. Wichtig ist zu wissen, dass viele CEOs oder Spezialisten wenig Zeit haben. Aus diesem Grund sollte man gleich mehrere Leute kontaktieren. Es gibt immer jemanden, der bereit ist zu helfen.

Denke nicht an den Erfolg, sondern an den Weg dorthin.
Als Jungunternehmer ist man die meiste Zeit nicht erfolgreich. Selbst wenn man gegründet hat und ein tolles Team und Investoren hat, kommt der Erfolg erst später. Wenn er überhaupt kommt. Der zu starke Fokus auf den Erfolg ist aus meiner Sicht nicht zu empfehlen. Vielmehr sollte man darauf achten, dass man als Team gemeinsam Spaß und Freude an der Arbeit hat und an der gemeinsamen Lösung von Problemen.

Think about the journey, not the destinations!
– Steve Vassalo, Foundation Capital.

Gib Dir eine Auszeit.
Zu viel Arbeit und zu wenig Freizeit ist ungesund für Seele und Körper. Die Arbeit eines Gründers zählt zu den schwierigsten und braucht deshalb viel Ausgleich. Folgendes muss man sofort tun wenn man merkt, dass man nicht mehr klar denken kann: Sport treiben, ins Wellness (ja, auch wenn man gerade Geld sparen muss), Fitness, Skateboarden, Snowboarden, Reisen, Freunde treffen oder Zeit mit der Familie verbringen. Jeden Monat sollte man mindestens zwei, drei Tage für Vergnügen einplanen.

Gastbeitrag Stuttgart - Wennsnichtlauft

Finde den richtigen Geldgeber.
Gerade zu Beginn einer Gründung fehlt das Geld. Wenn man dazu noch eine Familie ernähren muss, ist man auf jede Hilfe angewiesen. Also was tun wenn das Geld knapp ist? Zu den wichtigsten Aufgaben eine Gründers gehört die Suche nach dem richtigen Geldgeber. Letztendlich kommt es aber darauf an, ob man sich 100% sicher ist mit dem was man vor hat. Wenn ja, dann sollte man schnellstmöglich mit Inkubatoren, Business Angels, Investoren und Banken sprechen (z.B. KfW-Gelder). In einigen Fällen sind aber auch Freunde und Familie bereit, zu investieren.

Denke immer an einen Plan B.
Zu einem guten Plan gehört ein Plan B. Beispiel: Wenn du morgen vor einem Investor pitchen wirst kannst Du Folgendes machen, um Deine Nervosität zu senken: Du kontaktierst einen zweiten Investor und machst einen weiteren Termin aus. Dieser Schritt ist dein Plan B. Er gibt Dir die nötige Selbstsicherheit, die Du für Dein Treffen morgen benötigst. Wenn alles gut läuft kannst du den zweiten Termin immer noch absagen. Wenn das Gespräch aber nicht gut läuft, weißt Du, dass Du noch einen anderen Interessenten hast. Diese Methode dient zur Vorbereitung für den schlimmsten Fall und kann für alle Situationen genutzt werden, die man selbst nicht kontrollieren kann: Verhandlungen & Gespräche mit Investoren, Partnern, Banken, etc.

Gib nicht auf.
Etwas ändern und weiter machen ist einfach: Du hörst auf, an einer erfolglosen Idee weiter zu arbeiten und fängst sofort mit einer neuen und verbesserten Idee an. Viel unangenehmer ist es, wenn es darum geht, Misserfolge öffentlich zu machen. Die Diskussionen mit Freunden und Familie, die sich wundern was man eigentlich vor hat, gehören da immer dazu. Am besten ist es, wenn man alle rechtzeitig aufklärt. Das wichtigste ist, dass Du entschlossen bist und genau weißt, wo es lang geht. Höre dabei auf Deine innere Stimme, wenn nötig ändere Deinen Plan (Pivot) und gib Gas!

Wenn Du das Gefühl hast, dass alles nicht wie geplant läuft und Du etwas mehr Erfahrung brauchst, dann schau Dir die StartUp Stuttgart Jobbörse an. Dort sind einige Startups aus der Region Stuttgart gelistet, die alle nach super Leuten wie Dich suchen. Sammel mehr Erfahrung bei diesen Unternehmen, erhole Dich etwas und vielleicht fällt Dir dann die Idee Deines Lebens ein.

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Über den Autor

Michael Negele
Michael Negele ist Gründer von NELKE, einem Startup, das Foto-Kabinen für Fitness-Studios entwickelt. Michael hat davor drei Jahre für Kupilka als Sales & Marketing Manager gearbeitet. Während dieser Zeit war er für den Aufbau eines internationalen Vertriebsnetzwerkes zuständig. Danach machte sich Michael zum ersten Mal als Marketing-Berater selbständig. Michael hat in Rwanda, USA und Finnland gelebt.

Der Zünder für Gründer wird am 21.11.2013 ab 18 Uhr im Dezernat 16 in Heidelberg fortgesetzt. Wir freuen uns das Zentrumsmanagement des Kultur- und Kreativwirtschaftszentrums als neue Partner an Bord zu haben. Dadurch erweitern wir die Zielgruppe deutlich und bieten Ihnen weitere Möglichkeiten sich zu vernetzen.

Der neue Veranstaltungsort bietet uns zusätzliche Möglichkeiten. Nach dem Impulsvortrag von Herrn Reinhart Ematinger zum Thema „Von der Idee zum profitablen Geschäftsmodell“ bieten wir Ihnen bei BBQ und Getränken wie immer den Rahmen zum intensiven Austausch. Um eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen, werden wir Ihnen in der Leitstelle des Dezernats 16 zusätzlich Live-Musik präsentieren.

Wir bitten Sie sich für den Zünder für Gründer 5 zu registrieren und freuen uns auf Ihre Teilnahme.

Es tut sich was in der Gründerszene im Süden – Baden-Württemberg sucht die besten Gründerinnen und Gründer im Ländle! Ab November 2013 startet die landesweite Wettbewerbsreihe Elevator Pitch BW des ifex – Initiative für Existenzgründungen und Unternehmensnachfolge – des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft. Durchgeführt werden die Events von Accelerate Stuttgart. In den nächsten Monaten finden zwölf regionale Pitch-Wettbewerbe statt, um die Gründer im Ländle zu unterstützen und das Entrepreneurship-Potenzial zu fördern.

Bei den regionalen Elevator Pitches haben jeweils zehn Jungunternehmer/innen die Chance, die Jury und das Publikum innerhalb von drei Minuten von ihrer Geschäftsidee zu überzeugen, dem so genannten Elevator Pitch. Auf der Gründerzeit in Karlsruhe am 03. Juli 2014 wird aus allen Finalisten der Gesamtgewinner für Baden-Württemberg gekürt.

Folgende Elevator Pitch-Veranstaltungen stehen bereits fest:
08.11.2013: Konstanz im Rahmen des Gründertags Bodensee
19.11.2013: Furtwangen im Rahmen des Existenzgründertags
22.11.2013: Balingen im Rahmen der Gründungsoffensive Neckar-Alb

Du kommst aus einer der Regionen und hast eine spannende Geschäftsidee vorzustellen? Dann bewirb Dich jetzt unter www.elevatorpitch-bw.de für den Elevator Pitch BW in Konstanz (Anmeldeschluss 05.11.2013), Furtwangen (Anmeldeschluss 12.11.2013) oder Balingen (Anmeldeschluss 15.11.2013).

Nachdem ihr Euren Pitch mit allen relevanten Informationen online eingereicht habt, startet direkt das Voting für Eure Geschäftsidee über Social Media bis zum jeweiligen Bewerbungsschluss. Die zehn Anmeldungen mit den meisten Facebook Likes, Tweets und Google+-Ones dürfen zum lokalen Pitch antreten. Weitere Informationen und die Teilnahmebedingungen zum Elevator Pitch BW findet ihr unter www.elevatorpitch-bw.de/contact.

Die Sieger der regionalen Pitch-Veranstaltungen erhalten ein Preisgeld von 500 Euro und qualifizieren sich zudem für das Pitch-Finale am 03. Juli 2014 auf der Gründerzeit in Karlsruhe. Hier gibt es wiederum bis zu 3.000 Euro zu gewinnen. Also bewerbt Euch jetzt mit Eurer Idee!

Habt ihr noch Fragen? Dann schreibt eine E-Mail an kontakt[at]accelerate-stuttgart.de.

Startups und deren Gründer haben normalerweise einen langen Weg vor sich, bis sich der Erfolg (hoffentlich) einstellt. Gerade technologische Produkte, Hardware und Software, sind nicht mal schnell in ein paar Wochen auf die Straße zu bringen. Den Satz, den man dabei immer wieder hört: „Ein Unternehmen aufzubauen ähnelt einem Marathonlauf.“

Aber wie hält man einen solchen Marathon über Monate und Jahre hinweg durch, bis der erste Erfolg und die ersten Kunden kommen? Und wie bleibt man motiviert, wenn der erste Erfolg zwar da ist, der Umsatz aber immer noch ausbaufähig? Ich habe euch mal 5 Tipps zusammengestellt, die es aus meiner Sicht erleichtern, die Motivation aufrecht zu halten. Grundsätzlich gehe ich davon aus, dass der Gründer bzw. das Gründungsteam für die eigene Geschäftidee brennt, denn sonst reicht alle Motivation der Welt nicht aus.

1. Sucht euch den bzw. die richtigen Co-Founder
Ohne die richtigen Leute im Gründungsteam, die eine ähnliche Auffassung von Arbeit, Herangehensweisen an Probleme und den Respekt für die anderen Mitgründer und deren Leistung haben, geht gar nichts. Das Produkt kann noch so gut sein; wenn das Gründerteam nicht zusammenhält und sich in schwierigen Situationen unterstützt und motivieren kann, dann geht die Moral und Motivation ganz schnell flöten.

2. Verbannt dekonstruktive Menschen aus eurem Leben
Konstruktive Kritik und Feedback sind super wichtig für die Entwicklung eines guten Produkts, dekonstruktive Miesmacherei und Leute, die einem Lebensenergie nehmen, demotivieren auf Dauer ungemein. Deshalb sollte man solche Menschen aus seinem Leben verbannen, so hart es klingt und so schwer es manchmal fallen mag. Das gilt übrigens auch für Co-Founder. Denn wenn diese nicht mindestens genauso so sehr an das glauben, was man tagtäglich und oftmals nachts tut, dann ist die Zusammenarbeit von Anfang an zum Scheitern verurteilt (siehe 1.).

3. Feiert gesteckte Meilensteine und Zwischenerfolge
Das Erreichen von gesteckten Meilensteinen bzw. Streckenabschnitten wie beim Marathon bringt für das gesamte Team wieder einen Motivationsschub. Das können die ersten 100 Kunden, ein wichtiger Kooperationsabschluss oder der erste große Relaunch des Produkts sein. Alles hat auch einen emotionalen Wert, der im Team zelebriert werden sollte.

4. Achtet auf genügend Schlaf, Sport und auch ein wenig Freizeit
Am Anfang denkt man zwar, dass 7 Tage Arbeit die Woche notwendig für den Erfolg des Unternehmens und die Produktentwicklung sind, allerdings kommt man dabei schnell an seine körperlichen und psychischen Grenzen. Ein (halber) Tag frei pro Woche, regelmäßiger Sport und andere Spaß beinhaltende Freizeitbeschäftigungen wirken dabei Wunder. Gerade wenn man dem Geist erlaubt abzuschweifen, kommen einem die besten und frischen Ideen.

5. Wertschätzt und nutzt den privaten Rückhalt durch Familie und Freunde
Dieser Punkt ist der wichtigste meiner Tipps, denn wenn man beruflich schon extrem unsichere Zeiten durchmacht und unter Druck steht, dann ist privater, emotionaler Rückhalt einfach unabdingbar und Gold wert. Dementsprechend solltet ihr Prioritäten setzen und eure Familie und enge Freunde auch in Arbeitshochphasen nicht komplett vernachlässigen. Das sagt sich zwar leichter als getan, aber die emotionale Unterstützung, die ihr dadurch bekommt, ist für den Motivationserhalt ausschlaggebend.

Welche zusätzlichen Tipps habt ihr für die Gründercommunity parat, die euch helfen, dem Druck auf Dauer gewachsen zu sein?

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Bildquelle: See-ming Lee unter CC-Lizenz BY 2.0.

Nachdem im April schon die Networkingtagung in Bad Boll war, findet dort erneut eine interessante Veranstaltung für Gründer statt: die Gründertagung.

Als Referenten sind unter anderem geladen: Prof. Dr. Berthold Leibinger von (TRUMPF), sowie Joachim Schoss (Gründer von Scout24) und Matthias Greve (Gründer von web.de)

Was ist das Besondere an dieser Veranstaltung?
Getreu dem Leitspruch: Erfahrene Unternehmer fördern junge Gründer, bietet die Veranstaltung neben Vorträgen und Workshops ein außergewöhnlich breit aufgestelltes Beratungsangebot. Egal, in welcher Phase der Gründung sich ein Gründer befindet – auf der Gründertagung Bad Boll findet er den entsprechenden Rat, und zwar in Sachen:

  • Ideenfindung
  • Feedback
  • Rechtsfragen
  • Internetpräsenz und Social-Media-Nutzung
  • Businessplan
  • Finanzierung
  • Ethik und Werte
  • individueller Beratung durch einen Senior-Unternehmer

Wir von StartUp Stuttgart sind an diesem Wochenende auch in Bad Boll vertreten und unterstützen die Veranstaltung mit einem Workshop zum Thema „Wie finde ich die richtige Geschäftsidee?“.

Wann:  14.-15. Juni 2013
Wo: Bad Boll
Kosten: Teilnahme incl. Verpflegung und Übernachtung für 50,- an, 25,- für Studenten
Info und Anmeldung: http://www.gruendertagung.de

 

Liebe Gründer und Gründungsinteressierte,

wir freuen uns, mit euch vorm Jahresabschluss doch noch ein Überraschungs-Gründergrillen „Christmas Special“ zu veranstalten. Am Montag, 17. Dezember 2012 wird nochmals kräftig gutes Fleisch in der Superschanke gegrillt, bevor wir euch in die Gänsebraten-Saison entlassen. Bei dem ein oder anderen Getränk könnt ihr dann intensiv über (Geschäfts-) Ideen und Startups diskutieren und euch austauschen.

Ihr seid wieder herzlich eingeladen, uns in der Superschanke (aka Schankstelle) zu beehren. Gegrillt wird diesmal lecker Fleisch und Würste gesponsert von Paymill, dem Online-Zahlungsanbieter aus München. Außerdem gibt’s als besonderes Schmankerl Glühwein für alle oben drauf.

Die (grobe) Agenda sieht so aus:
– 19:00: Kurze Begrüßung und Gründergrillen
– 20:30: 3-4 Startups stellen sich vor -> wer möchte?
– 21:00: Gründergrillen geht weiter

Wir freuen uns schon sehr auf euch und eure Teilnahme!

PS: Feedback, Ideen, Fragen etc. einfach direkt hier oder in der Gründergrillen-Gruppe. Und nicht vergessen, auf den „Teilnehmen-Knopf“ im Facebook-Event zu drücken und das Event auch an andere Interessierte und Nicht-Facebooker weiter zu empfehlen: http://gruendergrillenstuttgart.de