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Heute haben wir unsere 10 Fragen an eetmee gestellt, die Restaurants die Möglichkeit bieten, ihren Gutscheinversand auszulagern.

Wer seid ihr und welches Produkt oder Dienstleistung bietet ihr an?

Wir sind eetmee.de und bieten Restaurants die Möglichkeit, ihren Gutscheinversand auszulagern. Anders als die bekannten Rabattportale, bieten wir den Gästen der Restaurant-Partner keine Rabattgutscheine an, sondern echte Verzehrgutscheine. Vorteil ist für den Verbraucher, dass er nicht mehr im Lokal erscheinen muss um den Gutschein zu erhalten. Er kann diesen direkt über unser Portal bestellen, bezahlen und verschicken lassen! Der Gutschein kann ausgedruckt werden (wenn es schnell gehen muss) oder per Post in Form einer Plastikkarte an den Empfänger verschickt werden. Für den Restaurantpartner bieten wir damit einen modernen Service und sind wir bei genauer Berechnung sogar kostengünstiger, als der Eigenvertrieb durch das Restaurant.

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Seit wann gibt es Euch als Unternehmen und wie seid ihr auf die Gründungsidee gekommen?

Die Idee entstand bereits vor drei Jahren, wurde seither geplant, und umgesetzt. Wir sind mit unserem Portal seit Anfang Oktober 2015 online. Also, seit relativ kurzer Zeit. Als selbstständiger Unternehmer mit verschiedenen, gastronomischen Betrieben, habe ich selbst die Erfahrung gemacht, dass der Gutscheinprozess für den Endkunden noch nicht ausgereift ist. Die Restaurantpartner können mit einer Optimierung dieses Prozesses einen enormen Umsatzzuwachs generieren, da ein gutes Essen als Geschenkalternative immer gefragter wird.

Was habt ihr vorher gemacht und wie habt ihr als Team zueinander gefunden?

Ich, Nima Nafeei, bin der Gründer von eetmee und habe seit über 15 Jahren Erfahrung in der Gastronomie und ständig Interesse an innovativen Konzepten für die Gastronomie. Yassar Amara hat sein duales Studium an der DHBW Stuttgart und bei uns als Dualem Partner abgeschlossen.

Was waren bei der Umsetzung von eetmee bisher die größten Herausforderungen?

Der Gutscheinmarkt ist vor allem in der Gastronomie stark in Verruf geraten. Begründet ist dies durch gewisse Portale, die Gastronomen eher verlustbringende Dienstleistungen anbieten, statt diese im Marketing zu unterstützen. Wir haben daher die Mission: Die Gastronomen sollen vom Gegenteil überzeugt werden. Ein Gutschein bedeutet nicht länger ein Verlustgeschäft zu sein, bei dem vermeintlichen Neukunden gewonnen werden, die nur bei Rabattaktionen im Lokal erscheinen.

Die größte Herausforderung ist sicherlich auch die Gastronomen zu erreichen. Dieser schwierigen Zielgruppe kann kein spezielles Profil zugeordnet werden, da sich Arbeitszeiten und Arbeitsweisen hier sehr differenzieren. Die Erreichbarkeit ist daher eine große Herausforderung.

Mittlerweile gibt es ja bereits einige Gutscheinanbieter. Wo seht ihr eure Schwerpunkte und Alleinstellungsmerkmale in der Positionierung gegenüber anderen Anbietern?

Zunächst möchten wir erneut erwähnen, dass wir kein Rabattgutschein-Portal sind. Außerdem sehen wir unsere Teilnehmer als Partner und setzen auf eine langfristige Partnerschaft. Durch unsere Dienstleistung entlasten wir den Partner und bieten ihm die Möglichkeit, ein überregionales Kundenpotential zu erreichen. Unser USP ist zum einen die geringe Provision von 2,50€ pro verkauftem Gutschein. Wir setzen auf diesen Fixbetrag, egal welchen Betrag der Gutschein letztendlich hat. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist, dass jeder Partner praktisch seinen eigenen Shop hat, sprich: Der Partner kann auch individuelle Gutscheindesigns anbieten.

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Warum habt ihr Euch für Stuttgart als Standort entschieden und nicht wie viele andere Startups für Berlin?

Berlin als Standort zu wählen ist ja schon zum Standard geworden, dies wäre ja langweilig. Wir wollen es anders machen und sind sicher, dass es auf das Konzept ankommt und weniger auf den Ort der Gründung. Da wir auch aus Stuttgart kommen und die Baden-Württemberger durchaus etwas von der Gastronomie verstehen, sehen wir auch Stuttgart als guten Standort für ein StartUp an. Außerdem muss man als Schwabe die StartUp-Szene im Ländle weiter ankurbeln.

Was möchtet ihr Gründern speziell als Tipp mitgeben, wenn sie in Stuttgart (und der Region) gründen möchten?

Wir sind der Überzeugung, dass ein gutes Netzwerk für alle Gründer förderlich ist. Deshalb sollten Gründer keine Partnerschaften scheuen, selbst wenn die Unternehmen in der gleichen Branche tätig sind. StartUp Events zu besuchen und sich dort mit „Gleichgesinnten“ auszutauschen, ist vor allem zu Beginn sehr hilfreich.

Angenommen ihr hättet die Chance einen Tag lang Bürgermeister von Stuttgart zu sein, was würdet ihr verändern?

Wir würden Gründer mehr fördern, denn Sie sind die Unternehmen der Zukunft und werden, bei Erfolg, die Arbeitsplätze der Zukunft bieten. An klugen Köpfen fehlt es schließlich nicht. Mit fördern meinen wir nicht nur die finanzielle Unterstützung. Zur Gründung sollte jeder Gründer z.B. bei der Marktanalyse unterstützt werden, denn hier ist es oft schwierig valide Zahlen und Fakten zu erhalten. Außerdem sollte jeder Gründer in den ersten Jahren seiner Gründung in ein Netzwerk von erfahrenen Unternehmern integriert werden, welches ihn unterstützt und für jegliche Fragen und Rat zur Seite steht. Also eine Art von ehrenamtlichen Paten.

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Mit wem würdet ihr gerne einmal essen gehen und warum?

Spontan fällt uns da Jochen Schweizer ein. Er ist uns nicht erst durch die TV-Show „Die Höhle der Löwen“ bekannt. Auch auf Events hat Jochen Schweizer durchweg einen ehrlichen, offenen und erfahrenen Eindruck hinterlassen. Durch sein sympathisches Auftreten und die ähnliche Richtung der Unternehmen, könnten wir sicher noch das eine oder andere von ihm lernen. Er ist auf jeden Fall eingeladen, uns in Stuttgart einmal zu besuchen.

Wo seht ihr eetmee heute in fünf Jahren?

In fünf Jahren sehen wir eetmee als feste Größe im Bereich Verzehrgutscheine. Die Gastronomen sollen eetmee fest in ihre Geschäftsprozesse integriert haben und ihren Gästen somit einen schlanken, modernen Service anbieten können. Der Endverbraucher wird einen eetmee-Gutschein als gute Geschenkalternative für jeden Anlass wahrnehmen und nutzen. Durch eine App kann der Nutzer direkt von mobilen Endgeräten jederzeit und überall ein Geschenk bestellen und verschicken. Von unserer Seite aus werden wir uns außerdem auf die Erleichterung des Services für den Gastronomen konzentrieren und diesen ständig optimieren.

Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg!

Sport ist ein wichtiges Thema in Deutschland und es gibt ihn in fast jeder erdenklichen Ausrichtung. Organisiert sind die Sportler meistens in Sportvereinen und davon haben wir in Deutschland eine ganze Menge, rund 90.000 an der Zahl. So unterschiedlich die angebotenen Sportarten auch sein mögen, eines haben die Sportvereine jedoch meistens gemeinsam, sie sind chronisch unterfinanziert.

Ein Startup aus Stuttgart will genau dieses Problem lösen: fairplaid.org bietet Sportvereinen die Möglichkeit, konkrete Projekte (wie etwa ein neuer Satz Bälle oder ein neuer Kunstrasen) über Crowdfunding zu finanzieren. Unterstützung für die Vereine erhofft sich das Startup dabei vor allem aus dem engeren Umfeld (Fans, Familie und Freunde) der Vereinsmitglieder.

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Für die Vereine ist das Einstellen von Projekten komplett kostenlos und auch von den Unterstützern wird keine Gebühr einbehalten. Finanzieren will sich das Team aus Stuttgart mit Hilfe von lokalen Unternehmen. Diese haben die Möglichkeit, die von den Vereinen eingestellten Projekte im Rahmen eines Sponsorings zu unterstützen. Dieses findet im Rahmen von Gutscheinen statt, die die Unterstützer der Projekte im Gegenzug für ihre Geldspende erhalten. Für jeden ausgegebenen Gutschein zahlen die Unternehmen eine Provision in der Höhe einer prozentualen Summe des Gutscheinwertes an fairplaid.org. Lokale Unternehmen haben so die Möglichkeit, ihre Bekanntheit zu steigern und neue Kunden zu gewinnen.

Die Idee für fairplaid.org kam Marthe-Victoria Lorenz während ihrer Bachelorarbeit an der Hochschule der Medien in Stuttgart. Selbst jahrelang im Basketballsport aktiv und mit der finanziell oft angespannten Situation in den Vereinen vertraut, machte sie sich auf die Suche nach einer Crowdfunding-Plattform für den Sportbereich. Als sie nicht einmal in den USA fündig wurde, war ihr schnell klar: das muss ich machen.

Die erste Hürde über die sie stolperte war jedoch zunächst das Geschäftsmodell. Das tendenziell eher geringere Projektvolumen (z.B. ein Satz neue Bälle) lässt nicht genug Spielraum für eine Provision in ausreichender Höhe für fairplaid.org. Außerdem war es Marthe wichtig, dass so viel Geld wie möglich bei den Vereinen ankommt. Die Lösung fand sie schließlich in der Kombination mit dem Sportsponsoring in Form von Gutscheinen, die durch lokale Unternehmen ausgegeben werden.

Für den technologischen Unterbau der Plattform wird das Startup aus Stuttgart von einem „alten Bekannten“ aus der deutschen Crowdfunding-Szene unterstützt: Startnext.