Stuttgart – meine Stadt und die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH starten mit dem Stuttgarter Innovationspreis ein neues Wettbewerbsformat. Startups aus der Region Stuttgart mit technischen oder nichttechnischen Lösungen, Organisations- und Marketingkonzepten oder Geschäftsmodellen können ein Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro gewinnen. 

Eine Bewerbung ist bis zum 01. Juli 2021 möglich. Voraussetzung für Startups ist, dass die Gründung nach dem 01. Januar 2016 stattgefunden hat und, dass der Sitz im Stuttgarter Stadtgebiet ist. 

Am 25. November 2021 entscheidet dann eine unabhängige Jury mit Mitgliedern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Medien unter Vorsitz des Oberbürgermeisters Stuttgarts über die Preisvergabe.

Hier gibt es weitere Infos zum Wettbewerb.

Hier könnt ihr euch kostenlos online bewerben.

Die Grünen und die CDU haben gestern ihren neuen Koalitionsvertrag veröffentlicht. Im baden-württembergischen Koalitionsvertrag von Grün-Schwarz geht es neben Klimaschutz, Digitalisierung und Wohnraum auch primär um Startups, Innovation und diesbezügliche Hochschulprojeke.

Die Koalition will das Land zum Hotspot für Startups machen.

„Baden-Württemberg soll zu einem der führenden Start- up-Hotspots in Europa werden. Unsere erfolgreiche Kampagne Start-up BW werden wir fortführen und ausbauen. Damit machen wir Baden-Württemberg noch attraktiver und sichtbarer. 

Das erfolgreich etablierte Programm Start-up BW Pre- Seed werden wir fortführen und ausbauen – insbesondere in den Bereichen Green Economy, Biotech, Fintech und Govtech. Dafür werden wir die Unterstützungsangebote, Strukturen und Prozesse der Landeskampagne Start-up BW durch eine Wirkungsevaluierung überprüfen und ziel- gerichtet weiterentwickeln. 

Wir werden Start-ups auskömmliche Finanzierungsmöglichkeiten von der Pre-Seed-Phase- bis zur Wachstumsphase anbieten und dafür die Wagniskapitalangebote des Landes zu einer Start-up-Fondslandschaft ausbauen.“ (Koalitionsvertrag vom 05.05.2021)

Vorallem Frauen sollen noch viel mehr als bisher schon zum Gründen ermutigt werden.

„Wir streben an, den Anteil von Start-up-Gründerinnen bis zum Ende der Legislaturperiode zu verdoppeln, und wollen bundesweit Spitze werden. Aufbauend auf den Start-up BW Acceleratoren wollen wir Gründerinnen noch besser fördern, beispielsweise mit einem Förderbonus für von Frauen oder gemischten Teams gegründeten Start-ups sowie gezielter Vernetzung zur etablierten Wirtschaft und in den Investmentbereich.“ (Koalitionsvertrag vom 05.05.2021)

Dabei soll startupbw.de zur zentralen Informationsquelle des Landes zum Thema Startups werden.

Die Koalition will insgesamt „gemeinsam mit der Wirtschaft – eine hochschulische Plattform für Gründungen mit europäischer Strahlkraft schaffen.“ (Koalitionsvertrag vom 05.05.2021)

Prof. Dr. Nils Högsdal zum Koalitionsvertrag: „Die gute Nachricht: noch nie war in einem Koalitionsvertrag das Startup-Thema so prominent und vielschichtig vertreten. Das ist ein klares Signal für die Stärkung von Baden-Württemberg als Startup-Standort. Wichtig ist, dass die genannten Maßnahmen auf den bisher erfolgreichen Programmen aufbauen und auch in Zeiten knapper Kassen mit ausreichenden Budgets ausgestattet werden“.

Den ganzen Koalitionsvertrag kannst du hier lesen.

Quelle Koalitionsvertrag:

https://www.gruene-bw.de/wp-content/uploads/2021/05/Jetzt-fuer-morgen-Der-Erneuerungsvertrag-fuer-Baden-Wuerttemberg-gruen-schwarze-Koalition-2021-2026.pdf

Die Zero Bullshit Company sagt der Lebensmittelverschwendung den Kampf an.

Die drei studierten Lebensmitteltechnolog:innen haben es sich zur Aufgabe gemacht innovative, gesunde Produkte aus geretteten Rohstoffen zu entwickeln. Bei der Herstellung vieler Lebensmittel bleibt ein Großteil des Rohstoffs ungenutzt. So erhält man beim Auspressen von Sonnenblumenkernen rund ein Drittel Sonnenblumenöl und zwei Drittel sogenannten Trester. Obwohl dieser Trester noch voller wertvoller Proteine, Ballaststoffe und Mineralien ist, landet er oftmals in Biogasanlagen oder endet als Tierfutter. Die Zero Bullshit Company sieht diese Verschwendung als absoluten Bullshit an.

Sie verwandeln nährstoffreiche Reststoffe wieder in Rohstoffe und letztendlich in Lebensmittel. Der „Retter Kräcker“, ein nachhaltiger Snack aus geretteten Trestern aus Sonnenblumenkernen, Kürbiskernen und Äpfeln, ist das erste Produkt dieser „Retter Palette“.

Wir haben dem Startup, das hinter den Retter Kräckern steht unsere Fragen gestellt:

Was unterscheidet eure Retter Kräcker von Standard-Chips oder Crackern?

„Es ist kein Geheimnis, dass konventionelle Knabberartikel zumeist zu mehr als 30 % aus Fett bestehen, aber arm an Proteinen und Ballaststoffen sind. Einen Inhaltsstoff, den viele aber außer Acht lassen ist Salz. Laut einer Studie der Uni Münster essen Männer rund doppelt so viel Salz wie sie sollten, Frauen rund 60 % zu viel. Aus diesem Grund achten wir bei unserem Retter Kräcker auch auf eine verantwortungsvolle Salzmenge. Das Ergebnis ist ein Snack mit einem „ausgewogenen Nährwertprofil“. Unsere geretteten Trester liefern Proteine und Ballaststoffe. Zusätzlich unterstützt Maismehl durch seine Stärke die Entstehung einer „puffigen“ Retter Kräcker Struktur – ähnlich wie bei einem Erdnussflip. Mit unserer Herstellungsmethode der „Extrusion“ erhalten wir außerdem ein natürlich haltbares Produkt, das ohne künstliche Geschmacksverstärker und Aromen auskommt. Stattdessen verwenden wir Würzmischungen in denen nicht Salz, sondern Gewürze im Vordergrund stehen wie Paprikapulver und eine feurige Chilinote. Mit dem Retter Kräcker bieten wir also nicht nur einen nachhaltigen, sondern auch einen gesunden Snackmoment.“

Drei verschiedene Retter Kräcker Geschmacksrichtungen mit ihren Verpackungen

Wie habt ihr es geschafft, in ausgewählten REWE Süd Märkten platziert zu werden?

„Letztes Jahr (2020) haben wir viel an der Validierung unseres Produktes gearbeitet und unsere Testpackungen nicht nur an interessierte Snacker aus unserer Crowd, sondern auch an Händler und Innovationshubs geschickt. Damals noch unter dem Namen ‚Protein Crunch‘ landete so auch ein Paket bei Selda Morina, der Leiterin der REWE Süd Startup Lounge. Durch das tolle Feedback aller Tester haben wir dann verstanden: Ein neuer Name und eine neue Verpackung mussten her. So wurde aus ‚Protein Crunch‘ der ‚Retter Kräcker‘ und aus einer schwarzen Verpackung eine leuchtend grüne, rote oder blaue (je nach Sorte). Im September standen wir mit diesem Prototyp und unserem Pitch dann beim Food Startup Campus auf der virtuellen Bühne. Bei der Preisverleihung erhielten wir dann die für uns größte Auszeichnung. Selda Morina glaubte an uns, lud uns in die REWE Süd Startup Lounge ein und ermöglichte uns eine Testlistung in über 20 ausgewählten REWE Märkten in ganz Bayern.“

Wie steht ihr zum Thema Nutri-Score?

„Der Nutri-Score soll eine für den Verbraucher intuitiv verständliche Nährwertampel für Lebensmittel werden. Ursprünglich entwickelt in Frankreich breitet er sich weiter in Europa aus und ist in einigen Ländern auch schon verpflichtend. Doch auch in Deutschland ist er immer häufiger freiwillig auf Produkten zu finden. So wie auch auf unserem Retter Kräcker. Wir sind fest davon überzeugt, dass einfache, transparente Siegel zu Lebensmitteln und ihren Inhaltsstoffen für den Verbraucher ein wichtiges Unterscheidungskriterium beim Kauf darstellen können. Denn die Bedeutung der Herkunft von Inhaltsstoffen und ihre Nährwert- und Umweltbilanz werden immer wichtiger. Außerdem möchten wir durch die Kennzeichnung mit dem Nutri-Score genau das Signal setzen, für das wir stehen: Der Retter Kräcker ist gut für die Umwelt und auch gut für Dich!

Doch das ist noch nicht alles. Auf unseren Social-Media-Kanälen und mit unserem Newsletter wollen wir unser Wissen zu Lebensmitteln, Siegeln, Zertifikaten und eben auch dem Nutri-Score an den Verbraucher weitergeben. Wir wollen ihm erleichtern zu verstehen welche Kriterien wichtig sind und was all diese Kennzeichnungen genau aussagen. Und das alles am Zahn der Zeit.“

Der Retter Kräcker ist erst die erste Station der Reise der Zero Bullshit Company. Die drei Lebensmitteltechnologen möchten mit ihrem Wissen eine breite Palette an Retter-Produkten entwickeln und so einen Beitrag dazu leisten, den Umgang mit Rohstoffen verantwortungsvoller und nachhaltiger zu machen. Ganz nach dem Motto „Tackling food waste, one snack at a time“ wird die Zero Bullshit Company ihre Ziele in der Zukunft weiterverfolgen. 

Vielen Dank und weiterhin viel Erfolg.

Das Wirkungsschaffer Stipendium des Social Impact Labs bietet Startups, die ein nachhaltiges Geschäftsmodell verfolgen, die Möglichkeit über einen Zeitraum von 10 Monaten intensiv an der Realisierung ihrer Idee zu arbeiten.
Viele kreative Teams haben sich für das Stipendium, bei dem sie mit individuellen Coachings, Mentorings und dem Zugang zu relevanten Netzwerken und Investor:innen unterstützt werden, beworben.
Am 06. Mai 2021 entscheidet die Jury im Live Launchpitch Event welche Teams einen Stipendiumsplatz bekommen. Als Zuschauer:in kannst du live dabei sein wie alle Teams ihre Ideen pitchen und für deinen Publikumsliebling abstimmen.
Lass dich von der Welt der Social Entrepreneure inspirieren und sei am 06. Mai von 17:00 Uhr – 20:00 Uhr live dabei.
Hier kannst du teilnehmen.