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Liebe Gründer und Gründungsinteressierte,

am 5. April 2016 wird wieder gegrillt. Ab 19 Uhr laden wir zum Gründergrillen in die Superschanke (aka Schankstelle) ein, wir freuen uns auf Euch! Das Grillen wird diesmal unterstützt von der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart. Vielen Dank jetzt schon dafür!

Die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) mit ihrer Initiative HiTURS organisiert außerdem vorgelagert zum Gründergrillen das nächste Co-founder Speed Dating für Gründer und Startups in der Region Stuttgart. Hier haben Gründer wieder die Gelegenheit, nach Mitgründern zu suchen und auch Gründungsinteressierte, die gern in einem Gründungsteam mitarbeiten möchten sind herzlich willkommen. Weitere Informationen zur Anmeldung zum Co-founder Speed Dating findet ihr hier online.

Der geplante Ablauf ist folgender:
• 17:30 Uhr: Begrüßung und Infos zum Ablauf des Speed Datings (vorherige Anmeldung notwendig!)
• 17:40 Uhr: 1-Minuten-Pitches ‘Ich suche’ & ‘Ich biete’ (optional)
• 18:00 Uhr: Meetings anhand der Matching-Profile (je 5 Minuten)
• 19:00 Uhr: Gründergrillen unterstützt durch die WRS startet
• ca. 20:30 Uhr: Einige Startups stellen sich vor (normale Pitches, keine Anmeldung notwendig)
• ca. 21:00 Uhr: Gründergrillen geht weiter

Kommt vorbei, greift zu und tauscht Euch aus zu (Geschäfts-) Ideen, Startups und aktuellen News aus der Szene.

Ihr seid ein StartUp in der Gründungs- oder Aufbauphase? Ihr seid ein Team und Euer Geschäftsmodell nimmt konkretere Züge an? Ihr seid technologieorientiert in Web, IT oder einer anderen Hightech Branche? Im BoostCamp wollen wir gemeinsam mit Euch und acht erfahrenen Mentoren Eure Geschäftsidee analysieren, vorhandene Risiken senken und fokussiert Eure Geschäftsmodelle unter die Lupe nehmen. Auf dem BoostCamp arbeiten wir gemeinsam mit Euch. Methoden dazu gibt es viele. Wir wollen, dass ihr vorankommt und werden die geeignetsten anwenden und Euch einen Schub verpassen!

Persönliches Mentoring
Wir haben 8 Mentoren und 8 Teams. Das bedeutet beste Deckung mit Mentoren. Ihr habt mindestens 2 persönliche Sessions mit den Mentoren.

Inspirierende Location
Im alten Malzwerk der Hoepfner Brauerei sitzen neben dem CyberForum und dem CyberLab zahlreiche erfolgreiche IT-Unternehmen.

Freie Kost & Location

Wir werden hier auch mit Catering und Getränken versorgt sein, so dass wir uns voll auf eure Unternehmen konzentrieren können.

Innovatives Format

Während ihr den ganzen Tag Zugriff auf Mentoren habt bekommt ihr ganz nebenbei Unterstützung mit Methoden und Skills.

Bewerbungsschluss ist der 30.3.2016. Infos und Anmeldung: http://boostcamp.de

Im Herbst 2015 startete die dritte Runde der landesweiten Elevator Pitch BW Wettbewerbsreihe durch Baden-Württemberg mit dem Auftakt am 01.10.2015 in Heidelberg. Bereits zehn Wettbewerbe haben in dieser Runde stattgefunden, nun folgen noch sieben Events, davon einige in Stuttgart und der Region:

Neben den 500 Euro Preisgeld dürfen die jeweiligen Regionalsieger am Landesfinale im am 17. Juni 2016 teilnehmen. Die Zweitplatzierten jedes Regional Cups erhalten ein Preisgeld von 300 Euro und die Drittplatzierten 200 Euro. Die Gewinner der Wild Card (Publikumsliebling) dürfen an einem weiteren Vorausscheid teilnehmen und haben hier noch einmal die Chance, sich für das Finale zu qualifizieren.

Nutzt Eure Chance und bewerbt Euch jetzt für einen der kommenden Regional Cups! Anmelden kann sich jeder mit einer Geschäftsidee aus Baden-Württemberg. Ihr müsst kein Unternehmen gegründet haben, jedoch solltet ihr nicht mehr als drei Jahre an der Geschäftsidee gearbeitet haben. Ihr habt Euch schon einmal beworben und habt es beim Online-Voting leider nicht unter die ersten zehn Teilnehmer geschafft? Gerne könnt ihr in dem Fall noch einmal die Gelegenheit nutzen und Eure Bewerbung für einen weiteren Regional Cup einreichen.

Weitere Infos zum Wettbewerb und den Teilnahmebedingungen findet ihr auf https://www.elevatorpitch-bw.de.
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Disclaimer: Die Event-Reihe setzt die Autorin dieses Beitrags im Auftrag der ifex des MFW Baden-Württemberg mit ihrem Team von Accelerate Stuttgart um.

Was kann eine neue Landesregierung für Startups tun? Ich denke da nicht an große Gesetzeskataloge oder neue Förderwettbewerbe, sondern an bessere Koordination und mehr Offenheit im Bildungssystem für Gründergeist.

Wahlen haben vorne ein W wie „Wünsche“ – und so will ich eine Woche vor der baden-württembergischen Landtagswahl aus meiner Sicht formulieren, was eine neue Landesregierung der Startup-Szene im Land Gutes tun könnte. Auch zwischen den Zeilen ist das nicht als Wahlempfehlung gedacht. Ich habe keine konkrete Partei im Kopf – das Thema wird jede Regierung angehen, die sich nach der Wahl konstituiert.

Startup-Förderung ist etwas anderes als traditonelle Wirtschaftsförderung: Themen, Arbeitsweisen, Kultur, Finanzierungswege sind anders gelagert. Insbesondere der IT-Bereich hat andere Spielregeln, pflegt mehr Schnelligkeit, mehr Beta-Versionen, andere Geschäftsmodelle. Ein künftiges Wirtschaftsministerium bräuchte einen öffentlich weithin sichtbaren Beauftragten, der die Sprache der Szene spricht. Im besten Fall wäre das jemand, der (oder die) selber einmal gegründet hat, der das Vokabular kennt und nicht nur nachplappert. Es muss  ja nicht gleich bei jedem Startup-Wettbewerb der Minister sich höchstpersönlich profilieren.

Die Landesregierung muss sich um das Bild nach außen kümmern

Ein solcher Startup-Beauftragter  hätte eine ganz konkrete Aufgabe: Er sollte die Fäden  zwischen Mannheim und Freiburg, Karlsruhe und Stuttgart, Ulm und Konstanz zusammenhalten. Förderzentren, Gründerwettbewerbe, Subventionen und Mini-Cluster gibt es heute schon en masse. Zwar gibt es löblicherweise die Koordinierungsinitiative Ifex. Aber ein wenig straffer dürfte eine künftige Landesregierung die Zügel schon halten. Wenn ein halbes Dutzend oder mehr Logos verschiedener Förderer bei ein und derselben Veranstaltung versammelt sind, nenne ich das noch nicht Kooperation oder gar Koordination.

Das Land hat viel Geld ausgegeben, um mit der berühmten Imagekampagne „Wir können alles außer Hochdeutsch“ Baden-Württemberg als Marke zu etablieren. Marken schaffen Außenwahrhnehmung – und daran krankt es bei dem ingesamt hervorragenden Startup-Standort Baden-Württemberg immer noch.  Nein, keine Sorge: Zentralismus wird es im Bindestrich-Bundesland auch an diesem Punkt nie geben.  Aber das Land zahlt an vielen Stellen mit. Und wer zahlt, sollte mitreden. Gibt es Doppelungen, kann man an der einen oder anderen Schraube drehen, um beispielsweise Gründer nicht nur in der Frühphase zu fördern? Kann man vielleicht ein abgestimmtes Baukasten-Fördersystem etablieren? Was wir nicht brauchen, sind weitere, separat agierende Gründerwettbewerbe, die auch den letzten noch nicht beackerten Nebenschauplatz bespielen.

Wenn regionale Initativen ihre eigenen Wege gehen, sei das ihnen unbenommen. Eine Landesregierung muss aber die Interessen von Baden-Württemberg als Ganzes im Blick haben. Ein kritischer Blick darauf, wo Steuergelder private Iniative womöglich  zu verdrängen drohen, ist hier übrigens mindestens so wichtig wie allzeit prall gefüllte Fördertöpfe.

Bildungspolitik ist für jede Landesregierung die Königsdisziplin

Die Rahmenbedingungen für Startups sind nicht nur durch Geld definiert. Ein guter Teil der deutschen Bürokratie liegt in der Verantwortung der Länder. Wenn Finanzämter darauf getrimmt werden, die spezifische Situation von Startups bei der Regelauslegung stärker in den Blick zu bekommen, dann ist mehr gewonnen als mit der dutzendsten Förderinstitution.

Viele Gesetze werden im Bund gemacht, ein einzelnes Bundesland hat darauf nur begrenzten Einfluss. Natürlich soll ein neuer Wirtschaftsminister auch beim Bund unermüdlich für Entbürokratisierung, ein gründerfreundliches Steuerrecht  und eine bessere digitale Infrastruktur werben. Und an dem einen oder anderen Punkt wie dem Breitbandausbau darf das Land auch gerne selber Geld in die Hand nehmen. Aber eine Landesregierung sollte insbesondere auf die Zuständigkeitsbereiche blicken, in denen sie wirklich das Sagen hat – und das sind die Schulen und Hochschulen. Die Programme  zur Innovations- und Technologieförderung von der Industrie 4.0 bis zur Bioökonomie sind in Baden-Württemberg vielfältig.

Doch zum Gründen braucht es nicht nur technische Expertise, sondern auch die richtigen Gründer-Typen. Dazu passen aktuelle Umfrageergebnisse, wonach sich zwar in Deutschland fast jeder zweite zwischen 18 und 34 Jahren mit dem Gedanken anfreunden kann, vielleicht einmal zum Gründer zu werden – aber am Ende nur 10 Prozent dies realisieren.

Und hier lassen sich in Bildung und Ausbildung wichtige Fundamente legen. Das Schulfach Wirtschaft ist an den Schulen bereits etabliert, Schüler können sogar schon als Mini-Gründer im Rahmen des Unterrichts Erfahrungen sammeln. Es gibt Gründerlehrstühle an den Hochschulen. Hierauf kann man aufbauen – etwa durch Änderungen an der Studien- und  Prüfungsordnung, die es leichter machen, schon während des Studiums zu gründen. Hier hat eine Landesregierung Spielraum – und sie sollte ihn auch nutzen.

Bildquelle: Till Westermeyer unter CC BY-SA 2.0

Erfolgreiche Corporate Startups in zukunftsfähigen Bereichen wie Internet of Things, Industrie 4.0, Future Mobility oder Smart City gründen und damit das Startup-Ökosystem bereichern – das ist das Ziel des ACTIVATR. Herzstück des Programms sind interdisziplinäre Teams, die aus Startup Talents aus der Startup-Szene sowie aus Corporate Talents der Partnerunternehmen bestehen.

In drei Programmphasen entwickeln die Teams innerhalb von ca. 9 Monaten Ideen und Geschäftsmodelle in zuvor von den Unternehmenspartnern definierten Themenfeldern. Die Teams werden von erfahrenen Mentoren und Coaches begleitet. Aus dem ACTIVATR gehen Startups hervor, die als Corporate Startup im Unternehmen verbleiben oder als Spinn-off eigenständig am Markt agieren. Vier deutsche TOP Unternehmen – wie u.a. EnBW und MAHLE – sind Partner des ACTIVATR. Startup Stuttgart e.V ist offizieller Netzwerkpartner des ACTIVATR. Der erste ACTIVATR Batch beginnt im April 2016 und findet in Stuttgart am Startup Campus Stuttgart statt.

Startup Talents können sich ab sofort für die Teilnahme bewerben unter:
www.activatr.xyz

Wer die Jungs vom ACTIVATR schon vorher kennenlernen möchte kann dies am ‚ACTIVATR Gründergrillen‚ am 22. März 2016 in der Schankstelle tun.

Der ACTIVATR ist ein Programm der Pioniergeist GmbH (www.pioniergeist.xyz).

Disclaimer: Der Autor hält eine Beteiligung an der ausführenden Pioniergeist GmbH.

Liebe Social Entrepreneurship-Begeisterte,

in Baden-Württemberg gibt es bereits einige erfolgreiche Social Startups sowie eine steigende Zahl von Gründungsinteressierten. Allerdings ist das Bewusstsein für sozialunternehmerische Konzepte im Vergleich zur klassischen Gründung in Baden-Württemberg leider noch sehr gering und ein Austausch findet bislang nicht statt. Das wollen wir ändern!

SocEntBW vernetzt deshalb Impulsgeber*innen in Baden-Württemberg, die mit unternehmerischen Mitteln zur Lösung eines sozialen/ ökologischen Problems beitragen. Wir bieten allen Interessierten die Möglichkeit, sich kennenzulernen, auszutauschen und voneinander zu lernen. In ungezwungenem Rahmen triffst du Gleichgesinnte und hilfst mit, Sozialunternehmer*innen in ganz Baden-Württemberg und darüber hinaus zu vernetzen.

Zu unserem ersten Social Entrepreneurship-MeetUp am Dienstag, 15. März 2016 von 19:00 bis 21:00 im Welthaus Stuttgart (Charlottenplatz 17, Eingang 5, Innenhof) laden wir euch daher herzlich ein! Anmeldungen gerne auch über unsere Meetup-Gruppe.

Euer SocEntBW-Team

PS: Passend zum Thema findet am 1. April 2016 der Eine-Welt-Cup in Stuttgart im Rahmen der Fairhandeln-Messe statt, wo Teams Projekte in Verbindung zur Entwicklungszusammenarbeit vorstellen können.

Am 26. Februar 2016 fand die zweite Mitgliederversammlung des am 5. Dezember 2014 gegründeten Startup Stuttgart e.V. in den Accelerate Spaces statt.

Zunächst gab es einen Rückblick auf das vergangene Jahr und den damit verbundenen Aktivitäten sowie den möglichen Aktionen des Vereins zur Unterstützung der Startups und Community der Region Stuttgart im Jahr 2016. Das Protokoll wird in den nächsten Tagen noch veröffentlicht.

Anschließend wurde der 2015er Vorstand bestehend aus Johannes Ellenberg (Vorstandsvorsitzender), Michael Aechtler (Stellv. Vorsitzender), Harald Amelung (Kassenwart) und Kai Blisch entlastet. Herzlichen Dank für eure Arbeit im vergangenen Jahr!

Vorstand 2015: Kai Blisch, Johannes Ellenberg, Michael Aechtler, Harald Amelung (v.l.n.r.)

Vorstand 2015: Kai Blisch, Johannes Ellenberg, Michael Aechtler, Harald Amelung (v.l.n.r.)

Kai Blisch und Michael Aechtler stellten sich außerdem für das neue Jahr für den Vorstand. Daneben stellten sich neu zur Wahl bzw. wurden nominiert: Thomas Poschen, Michael Haufler, Christoph Röscher und Tobias Sick. Alle sechs Vertreter wurden mehrheitlich von der Mitgliederversammlung als neuer Vorstand des Startup Stuttgart e.V. bestätigt. Als Vorstandsvorsitzender wurde Michael Aechtler durch die Mitglieder gewählt, als sein Stellvertreter Michael Haufler. Zudem wurde Tobias Sick zum Kassenwart ernannt. Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg für die Arbeit zur Förderung der Stuttgarter Startup-Community!

Vorstand 2016: Kai Blisch, Thomas Poschen, Michael Haufler, Michael Aechtler, Tobias Sick, Christoph Röscher (v.l.n.r.)

Vorstand 2016: Kai Blisch, Thomas Poschen, Michael Haufler, Michael Aechtler, Tobias Sick, Christoph Röscher (v.l.n.r.)

Die Zukunft ist digital – wer Dinge zum Anfassen baut, ist von gestern. Für den  (Produktions-) Standort im Südwesten ist das ein Gruselszenario. Aber stimmt es? Ein Plädoyer für  Differenzierung.

Vor ein paar Tagen hatte ich ein nettes, lebhaftes Gespräch mit dem Vertreter eines Unternehmens aus der Berliner Startup-Szene, dessen Geschäftsmodell es ist, etablierten Unternehmen beizubringen, was disruptive Innovation ist, und das bald nach Stuttgart kommt. Man will Firmenvertreter unter der fachkundigen Begleitung der gründungserfahrenen Coaches ganz aus ihrem gewohnten Denken herauskatapulieren. Und dabei sollen sie von ihren Produktionsentwicklern und Ingenieuren zunächst einmal möglichst fern gehalten werden. Nach dem Motto: Geht nicht? Gibt’s  nicht! Im Verlauf des Gespräches – das ein mitschreibender junger Kollege als „Boxkampf“ titulierte – spitzten  die Berliner ihre These zu: Um ein Produkt zu entwickeln und an den Mann zu bringen, brauche man keine Ahnung von Technologie zu haben. Im Gegenteil, das sei sogar schädlich. Man müsse innovativ den Markt und das Kundeninteresse erspüren, genügend Power ins Marketing stecken – die Technik folge dann sozusagen auf dem Fuß. Mein trotz aller Begeisterung für Startup-Denken à la USA durchaus vorhandener, schwäbischer Patriotismus reizte mich zum provokativ zugespitzen Widerspruch: So kann man nur in einer Stadt denken, welche ihre industrielle Substanz schon 1945 verloren hat. Wer so redet, vergisst die Stärken und Eigenheiten im Südwesten.

Die Entwicklungsprozesse und das Denken in den hiesigen Unternehmen mögen häufig viel zu technologielastig sein. Zu viele Daniel-Düsentrieb-Ideen versanden in der Tat, weil sie am Ende keiner braucht oder weil sie an den Bedürfnissen der Kunden vorbei konzipiert wurden. Aber wenn es die hiesige Region im weltweiten Wettbewerb und in Abgrenzung gegen andere Startup-Standorte schaffen will, dann muss sie selbstbewusst ihre Eigenheiten weiterentwickeln. Am Ende ist es eben nicht ganz schlecht, wenn die kreativ ausgedachten Bauteile auch höchst präzise funktionieren.

Eine der spannendsten Zukunftsfragen für den Südwesten überhaupt

Die Wahrheit dürfte, wie so oft, in der Mitte liegen. Ich halte es für eine der spannendsten Zukunftsfragen überhaupt, inwieweit sich die Wirtschaft in Baden-Württemberg von der Produktion lösen wird. Und damit meine ich nicht nur die Frage, ob Produkte nach südwestdeutschen Blaupausen nicht überall auf der Welt produziert werden können. Es geht um die Frage, welche Rolle in der künftigen Welt des „Internet of Things“, die „Dinge“ und deren nicht-digitale Aspekte überhaupt noch spielen werden. Reichen Geschäftsideen und clevere Vermarktung – und ist es letzlich egal wer die „Things“ konstruiert? Löst sich die so schön benannte „Wertschöpfung“ völlig von fassbaren Gegenständen? Wird alles virtuell und digital? Oder braucht es irgendwo kompetente Ingenieure, welche die kreativen Ideen in funktionsfähige und solide „Dinge“ zu übersetzen wissen? Und damit meine ich nicht nur die IT-Experten, welche sie zu programmieren verstehen. Wird die Technologieforschung, die Kenntnis der Materie im wahrsten Sinn des Wortes, die eine große Stärke im Südwesten ist, irgendwann einmal überflüssig?  Oder braucht es weiterhin diejenigen, welche sozusagen die Gesetze der Schwerkraft verstehen?

Ich halte das für eine der spannendsten Fragen für die hiesige Wirtschaft überhaupt – und bin selbst weit davon entfernt, hier eine abgeschlossene Meinung zu haben. Ich glaube aber, dass die Antwort in einer sehr spezifischen, südwestdeutschen Mixtur bestehen wird. Es muss sich etwas grundlegend in der Denkweise unserer „hidden champions“ ändern, in der Tat. Und man darf dafür auch zeitweise die eigenen, detailverliebt tüftelnden Techniker entmachten. Aber irgendwann mal benötigt man sie dann doch. Und deshalb braucht es einen selbstbewussten Startup-Standort mit speziellen, baden-württembergischen Akzenten. Wenn die Akteure der hiesigen Startup-Kultur nicht nur Rezepte von außen kopieren, sondern sie an die gewachsene Kultur anpassen, dann werden sie Erfolg haben und in einem großen Startup-Biotop namens Deutschland und Europa ihren Platz finden.
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Bildquelle: Horst JENS unter CC BY-SA 2.0

Die Finanz- und Versicherungsbranche befindet sich stark im Wandel, die voranschreitende Digitalisierung der Unternehmen und Geschäftsmodelle ist aktueller denn je. Deshalb startet Accelerate Stuttgart ab Mai 2016 mit dem ersten FinTech Accelerator in Stuttgart, nachdem das Team bereits seit Oktober 2015 Startups erfolgreich unterstützt. Das maßgeschneiderte Programm fördert gezielt Gründerteams, die neue Technologien im Finanz- und Versicherungsbereich entwickeln, traditionelle Lösungen ablösen möchten und Produkte und Services anbieten, die auf die modernen Kundenbedürfnisse angepasst sind.

Im Rahmen eines strukturierten Innovationsprozesses anhand moderner Startup-Methoden wie des Gamified Startup Toolkits werden die Teams mit ihren Geschäftsideen zum Product-Market-Fit gebracht. Neben der fachlichen Betreuung werden die Teams außerdem mit Büroräumen in den Accelerate Spaces im Herzen Stuttgarts, durch hochkarätige Mentoren und Experten aus der Finanz- und Versicherungsbranche und dem Zugang zum umfassenden nationalen und internationalen Netzwerk des Unternehmens unterstützt. Im Gegenzug wird Accelerate Stuttgart mit einem geringen Prozentsatz an den Startups beteiligt. Zusätzlich werden etablierte Finanz- und Versicherungsunternehmen als Corporate Partner das Accelerator-Programm unterstützen. Ziel ist die Vernetzung etablierter Weltmarktführer aus der Stuttgarter Region mit innovativen Startups, die die Branche mit neuen Technologien und Geschäftsideen herausfordern.

Weitere Informationen, auch zur Bewerbung findet ihr online: http://www.fintech-accelerator.com

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Disclaimer: Der Fintech Accelerator ist ein Projekt der Autorin und ihres Teams von Accelerate Stuttgart.

Baden-Württembergs Wirtschaft nimmt im nationalen und europaweiten Vergleich einen Spitzenplatz ein. Diese Position verdankt es seinen vielen leistungsstarken Unternehmen – und den Köpfen, die sie erfolgreich führen. Es sind Unternehmer mit neuen Ideen, die das Land für die Zukunft fit machen. Diese Persönlichkeiten wollen die Landesregierung und die L-Bank mit dem Landespreis für junge Unternehmen auszeichnen.

Sie führen ein junges Unternehmen mit einer guten Geschäftsidee? Sie haben eine innovative Dienstleistung oder ein neuartiges Verfahren auf den Markt gebracht? Sie wirtschaften erfolgreich mit ökologischem Weitblick? Sie nutzen die Chancen der Digitalisierung? Sie leisten mit Ihrem sozialen Engagement einen Beitrag zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung! Teilnehmen können alle baden-württembergischen Unternehmen, die nach dem 01.01.2005 gegründet oder übernommen wurden und Bilanzzahlen für mindestens zwei volle Bilanzjahre vorlegen können.

Aufgerufen sind Unternehmen aus Industrie, Handwerk, Handel, dem Dienstleistungssektor und der Gesundheitswirtschaft sowie Vertreter der freien Berufe. Eine Jury mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik bewertet die Leistung des Unternehmers, das Unternehmenskonzept und den wirtschaftlichen Erfolg.

Die Ausschreibung für den mit insgesamt 90.000 EUR dotierten Landespreis endet am 18.03.2016.

Bewerben Sie sich jetzt für den Landespreis 2016: http://www.landespreis-information.de